Beiträge von Feinripp

    Jaja, interessanter Fund. Beschreib den Standort genauer.. Naturwiese, Parkanlage?GPS Daten? lol..
    Wie war die Farbe der Sporen bei den ganz alten Exemplaren. Dunkelbraun nehm ich an?
    Geruch? Kahlköpfe die ich kenn werden nicht so groß oder wachsen auf Dung.


    Wie sind die denn gewachsen? Büschelig oder verteilt immer mal wieder einer oder zwei?

    Hi all,
    also was die beiden da geschrieben haben ist schon mal alles vollkommen korrekt. Im Grunde steht alles da was Du wissen musst. Ich fass das mal zusammen:
    Zu allererst, mit der FZ20 kannst Du auch gute Bilder machen. Die FZ20 hat soweit ich das gelesen habe 5 cm Naheinstellgrenze, das ist voll ausreichend für Pilzbilder. Hier mal als Beispiel Bilder der FZ20:
    Digicamfotos


    Wenn Du ein Insekt formatfüllend drauf haben willst, dann brauchst Du noch eine Adapterlinse.. z.B. Raynox etc. ...ist für Pilz-Vollansichten unnötig.


    Hier mal ein Bild von mir mit ner Kamera gemacht die eine Nahgrenze von 25cm hat zum Vergleich, wg. dem Abstand:



    Wenn Du im Wald Pilze fotografieren willst, gelten folgende Regeln:


    1. Immer niedrigste Iso wählen, also die Kamera auf ISo 80, max. 100 stellen, nicht auf Auto lassen!
    2. Weissabgleich auf Wolken stellen..
    2. Kamera auf Zeitautomatik stellen, weiß nicht wie das bei Dir heisst, vielleicht AV? Dabei stellst Du die Blende ein und die Kamera wählt automatisch die Verschlusszeit dazu für ISo 80.
    Blende 8 vorwählen --> reicht völlig da die FZ20 einen kleinen Bildsensor hat und da ist Blende 8 ausreichend. Die Kamera hat bauartbedingt eine größere Tiefenschärfe als ne Spiegelreflex. ´Kannst auch mal mit größerer Öffnung probieren und schauen wie die Bilder sich verändern. immer mit Zeitautomatik..
    Sind dann im Wald gerne mal 1-3 sec. Belichtungsdauer je nach Licht.


    3. Du brauchst ein Säckchen oder Stativ wo Du die Kam auflegst.


    4. Immer mit Zeitverzögerung fotografieren..selbstauslöser 2sec oder besser 7sec. Kann die FZ20. Da Du beim Auslösen immer wackelst.


    5. Nicht blitzen


    Und Vertrauen bekommen in die Kamera. So und jetzt gehst Du ma los, probierst das genau so aus. Dann schauen wir uns die Bilder an und sehen weiter. Ok?
    Und fotografier was interessantes ;-)


    lg Ralf

    Meiner M. nach:


    Ramaria stricta kann es nicht sein, weil sie nicht so groß wird, und bei Berührung rötet. Sieht man auch auf dem Bild linke Seite. Wächst auf altem Holz vornehmlich Laubwälder.


    Ramaria stricta (Oktober 2008, Laubwald auf Buchenholz):



    mein Tipp wäre: Ramaria formosa, die Dreifarbige Koralle. Bei älteren Exemplaren und auch je nach Witterung verlieren die schon mal ihre deutliche Dreifarbigkeit. Auf Bild 4 sieht man die Färbung noch ein bisschen?


    Indizien dafür:
    Schnittbild mit leichter Rosafärbung des Fleisches (meine ich zu erkennen..),
    brüchiges Fleisch, anstelle der gummiartigen konsistenz vieler anderer..,
    Die großen Bögen an den Verästelungen,
    und die Größe der Koralle an sich,
    die R. formosa können schon recht groß werden.
    Bin kein Spezialist, rate aber gerne..und Korallen fand ich schon immer cool..mal sehen was die Profis meinen.
    Grüße Ralf


    ....
    Boletus luridus, der Netzstielige Hexenröhrling führt im Zusammenhang mit Alkohol zu Vergiftungserscheinungen wie Darmstörungen .....
    Lieber Gruß,
    Meinhard


    Daran habe ich nie geglaubt. Ich kann mich noch an Pilzmahlzeiten erinnern, da hatten wir auch den Netzstieligen Hexenröhrling im Mischpilzgericht und haben ordentlich mit Rotwein gespült. :shy: Keinerlei Probleme. Vielleicht ist das aber auch abhängig vom Esser?
    In neuerer Literatur wird von verschiedenen Pilzkennern die Ansicht vertreten, daß diese Ansicht daß in Verbindung mit Alkohol Probleme auftreten, ins Reich der Legenden zu verweisen wäre. Das für die Unverträglichkeit mit Alkohol verantwortliche Wirkstoff Coprin ist bislang noch nicht bei Boletus luridus nachgewiesen worden. Wohl aber beim Ochsenröhrling. Boletus torosus.


    Grüße Ralf

    Soweit ich gehört habe,
    spielt es keine Rolle ob rausschneiden oder drehen. Vorraussetzung ist, daß das Rausdrehen vorsichtig passiert ohne das Myzel zu beschädigen.
    Abgeschnittene Fruchtkörperstümpfe vermodern sehr schnell, genauso wie nach dem "absporen".
    Abschneiden ist besser als rausreißen, soviel ist klar. Ich schneide, ein Messer im Wald, das gehört für mich dazu.
    Grüße Ralf

    Woah! Das ist interessant. Das sie einige Meter entfernt stehen können wusste ich schon, aber 10-100 fache Wurzelreichweite?!..
    Danke für die Info.

    Hallo liebe Pilzfreunde,
    nachdem ich ja nun neu hier im Foum angemeldet bin, bin ich auch eifrig dabei den einen oder anderen Beitrag zu schreiben.
    Beim Stöbern stieß ich auf einen Thread vom Kollegen freeze.. Morcheldrama..:D


    Etwas ganz ähnliches habe ich damals in jungen Jahren auch erlebt und gebe es hier mal zu Besten.


    Ich war seinerzeit ca. 14 jahre alt und sehr oft im benachbarten Forst mit dem Korb unterwegs. Eines Tages begab es sich, daß die Ausbeute an Speisepilzen doch eher mager ausgefallen ist. Entäuscht habe ich mich auf den Heimweg gemacht der mich an einer Militärbasis der Amerikaner vorbeiführte. Ihr wisst schon, die klassische doppelt abgesperrte Zone mit Patrouillen, Wachtürmen und meterhohen Zäunen. Warnschilder mit der unverhüllten Drohung beim Betreten sofort ohne Anruf erschossen zu werden inklusive. Soweit wir wussten haben die Amis da eine Abschussbasis mit krassen ausfahrbaren Raketenrampen etc. gehabt.
    Auf dem buckeligen Wiesengelände ( unter jedem Buckel waren diese Lafetten..) standen nun, ich glaubte meinen Augen kaum, Unmengen an Wiesenchampignons. Sowas hatte ich noch nicht gesehen.. Einer neben dem anderen, ein Traum.
    Jetz stellt sich die brennende Frage, wie ich an diese Pilze herankommen konnte, ohne ernste Gesundheitschäden..
    Aus früheren Erfahrungen wusste ich, daß unsere Verbündeten recht unleidlich wurden, wenn wir spielenden Buben alzu nahe an ihr abgesperrtes Areal herankamen.


    Nun ja, ich habs nicht ausgehalten und bin halt nach vorne an das "Main- gate" und habe mich mit Korb und Messer in der Hand den dienstschiebenden Soldaten genähert. Bin auch prompt angerufen worden und sollte auf der Stelle den Korb abstellen und mich dann nähern.
    Mit feuchten Handflächen, und immer noch die wunderbaren Egerlinge im Kopf habe ich dann dem ersten Soldat versucht im gebrochenem Schulenglisch beizubringen, daß ich gerne aufs Gelände und die "mushroms over there" pflücken wollte. "Eh..What?" "Mushrooms!" "holy crap..muhaa ..wait.."
    Die konnten sich ein Lachen kaum verkneifen ob dieses unsinnigen Anliegens, und während der angesprochene Kamerad im Wachhäuschen verschwand und ich im Fenster diverse aufblitzende Zahnreihen erkennen konnte wurde zum Telefon gegriffen ( ich vermutete die erzählen jetzt in der kompl. Anlage den Joke of the day..) als nach kurzer Zeit wohl ein Offizier auftauchte, und zu mir kam.
    Mit breitem Grinsen im Gesicht erklärte er mir, daß es nat. unmöglich wäre, daß ich das Gelände betreten dürfte, aber er einen seiner Soldaten, die sich gerade im Häuschen kaputtlachten gerne für mich auf die Pilzjagd schicken werde.
    Er nahm meinen Korb, das Messer und schickte einen der nun nicht mehr ganz so gutgelaunten Kollegen auf die Wiese wo dieser dann meinen korb mit den Champignons füllte. Ein Bild für die Götter, ein schwarzer Zweimetermann in voller Uniform am Egerlingpflücken. :alright:


    Das war sehr schön und ich denke immer noch gerne an diese Episode zurück.
    Vielleicht hat der eine oder andere ja auch eine nette oder auch nicht so nette Geschichte zu erzählen, die er beim Pilzesammeln erlebt hat.
    Ich hätte da noch so einige, manche allerdings auch eher unlustig..:eek:


    lg Ralf

    Hallo Pilzler, eine Frage die mich schon länger beschäftigt:


    Möglicherweise bilde ich es mir ja ein, oder es liegt daran, daß ich mittlerweile dazu tendiere dort genauer nachzuschauen, aber mir ist aufgefallen daß in direkter Nachbarschaft von älteren Ameisenhügeln besonders gerne Pilze auftauchen. :eek: Vorallem im späteren Herbst. Spinne ich? Zufall oder auch schon festgestellt?
    Grüße Ralf

    Früher hab ich die Pilze erst blanciert und dann am Block eingefroren.
    Besser ist es jedoch die Pilze zu putzen ( trocken) klein zu schneiden und dann locker in Beuteln einzufrieren oder auf dem Früchteträger ausgebreitet einzufrieren.
    Vorteil: Man kann die Pilze aus dem Beutel lose portionieren und nur die Menge entnehmen die man braucht. Ausserdem werden sie nicht so matschig als wenn sie blanchiert worden sind.


    Weiterhin habe ich festgestellt, je nach Sorte, bei Mischpilzen (meist Röhrlinge) kann man die Pilze durchaus mehrere Monate einfrieren ohne daß sie absonderlich schmecken. Die grenz liegt nach meiner Erfahrung bei ca. 6-7 Monaten. Danach schmecken sie gerne "muffig".
    :)

    Hallo Christian,


    bei zweien davon könnte es sich m.M. nach eher um Herbst- Rotfußröhrlinge handeln. Xerocomus pruinatus.
    Erkennbar am eher gelblichen Röhren und Stiel, sowie der Rötung an älteren Fraßstellen.
    Auf den Bildern aber nicht so genau zu erkennen. Auf alle Fälle aber lecker.


    Grüße
    Ralf

    Hallo Gerd, vielen Dank für den Hinweis.


    Ja in der Tat, ich habe erst kürzlich hier davon gelesen, daß 2004 eine eine weitere Art mit elyptischen Sporen beschrieben wurde. :eek:


    "Semmelstoppelpilze" gab es bisher für mich nur zwei Arten, den hellen und die eher lachsfarbene stärker gefärbte Art. Ich möchte betonen, daß ich Laie bin, ich bitte mir zu verzeihen, daß ich die Unterarten der Familie nicht so genau differenzieren kann.
    Durch einige Funde -gerade dieses Jahr gibt es bei uns enorm viele davon - stelle ich aber auch fest, daß der Übergang sehr fließend ist,. Laienhaft ausgedrückt würde ich sagen, die Hydnum p xx sind derart variabel in ihrer Erscheinung, sehr schwer das ohne Mikroskop zu trennen.
    Hier noch einige Beobachtungen zu den gefundenen Exemplaren (wir hätten theor. zwei Körbe vollmachen können):
    Die Fruchtkörper sind äußerst variabel in der Form, teilweise unmögliche Formen / Verwachsungen.
    Sehr oft trichterförmig mit herablaufenden Stacheln, manchmal aber auch deutlich freistehende Stiele. Die Stacheln waren meist nicht so dicht wie bei den typ. Hydnum, der hellen Form.


    Insgesamt kleiner. Oft an verottendem Holz oder in unmittelbarer Nähe.
    Sehr oft lange Stiele - kleine Köpfe.
    Leicht rötend bei Verletzung, ebenso wie der Hydnum repandum, nur intensiver.
    Alle diese Merkmale wie gesagt in allen Abstufungen, gleitend..:shy:


    Geschmacklich ( ich hab mir einige zubereitet), sind sie schön festfleischig, aber eher neutraler, haben auch nicht die Tendenz bitter zu werden im Alter. Mein subjektiver Eindruck. kann mich täuschen, früher haben wir die Stoppler eher nur vereinzelt mal gefunden, ein derartiges Massenauftreten wie in diesem Mischwald habe ich noch nicht gesehen..



    Leider sind die Bilder nicht so gut, sry.



    Grüße Ralf

    Ah genau.. vergessen wir das mit der stämmigen Wuchsform. Danke!


    Mit rötend meinte ich, beim Schnitt färbte sich das weiß/gelbliche Fleisch direkt rosa /rot. Bis ich die Kamera soweit hatte war der Effekt aber schon zum Teil wieder verschwunden.
    Aber wenn ich jetzt das von Dir freundl. gepostete Bild sehe,ist das klar ein Sandröhrling. Kiefern gabs am Fundort auch.
    Prima, wieder was gelernt.
    Viele Grüße
    Ralf

    Hallo Andreas, vielen Dank für die schnelle Antwort.
    :shy: Sandröhrling..


    Den hatte ich aufgrund der Röhren und Stielfarbe auch erst in Verdacht, nur das bei Schnitt rötende Fleisch hat mich aus der Bahn geworfen, sowie die stämmige Wuchsform ( die bei allen Exemplaren ganz ähnlich war)..
    Vielen Dank.
    Sind die anderen Bestimmungen Deiner Ansicht nach korrekt?


    Der ganze Wald war voll von diesen rötl. Semmelstopplern. Das war schon so, daß ich mich nur noch kriechend fortbewegt habe, aus Angst andauernd Pilze zu zertreten. :snail:

    Hallo liebe Pilzler,
    habe mich nun endlich einmal in diesem Forum angemeldet.


    Ich bin seit meinem 5. Lebensjahr ins Pilze sammeln eingeweiht worden und genieße das Wandern über Stock und Stein im Wald immer noch sehr.
    Nach längerer Pilzsammel-Abstinenz bin ich dieses Jahr doch einmal wieder im Wald bei KiBo (Pfalz) unterwegs gewesen und zeige einige Bilder.


    Wenn ich bei der Bestimmung Fehler gemacht habe, bitte ich um Korrektur.
    Zeitpunkt: 1. Woche im Oktober, Standort Buchen / Eichen / Kiefern Mischwald:
    Semmelstoppelpilz, die rot-orange Variation (Hydnum repandum var. rufescens):

    Und die normal gefärbte Form (größer und deutlich hellere Hutfarbe)


    Massenhaft aufgetreten auch der Rotfußröhrling in der stämmigeren Herbstform ( Buchen Mischwald):


    Bei diesem hier habe ich Probleme und bitte um Tipps. Standort Buchen / Eichen/Kiefern Mischwald, es waren einige Fruchtkörper zu finden, einen habe ich dem Wald entnommen um ihn daheim zu photographieren.


    Zum Vergleich der Färbung habe ich einen Rotfußröhrling auf dem ersten Bild dazugelegt:

    Auffällig: Fleisch bei Schnitt leicht rötend, verliert sich aber wieder etwas, Geschmack mild, Geruch angenehm pilzartig..
    Röhren rotbraun durchgefärbt. Festfleischig. Nicht blauend.
    Außerdem haben wir noch unter Lärchen den Hohlfußröhrling und Goldröhrling getroffen und nat. Maronenröhrlinge sowie vereinzelt einige wenige Kiefernsteinpilze.
    Vielen Dank und Grüße
    Ralf