Beiträge von Tricholomopsis

    Servus beinand,


    das alles ist sehr unerfreulich. Ich werde auch noch durch diese juristischen Untiefen durchsteigen müssen, da ich ja selber ein Forum leite. Die DSGVO geht vor allem Firmen an den Kragen - es geht darum, z.B. gegen Facebook und Co. eine Chance zu bekommen. Private Forenbetreiber und Vereine, die keinen kommerziellen "Betrieb" führen, sind da nicht so gefährdet. Ich kann daher sehr gut verstehen, dass der hiesige Forenbetreiber sehr vorsichtig ist. Ich kann bei dieser Rechtslage auch nur den Kopf schütteln. Im Moment bin ich noch nicht wirklich eingearbeitet, kann daher sonst nichts konkretes zur Diskussion beitragen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Josef,


    du darfst mir sehr gerne widersprechen ;-). Im Prinzip meinte ich das ja - man kann am Foto nicht gut erkennen, ob das wegen Alter oder wegen der Trockenheit passierte. Manche Spitzmorcheln sind ohnehin schwarz - stimmt vollkommen. Und gerade da wird es schwer, die Frische zu erkennen. Die Konsistenz des Fleisches, den Geruch - all das sieht man ja nicht am Foto. Und bei schwarzen Pilzen ist es eh oft schwierig - ich denke da an alte Totentrompeten per Foto im Vergleich zu frischen, eingetrockneten...


    Ich gehe davon aus, dass Jane die Morcheln gut verträgt. Sie kann ja berichten.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Pablo...


    also denkbar wäre hier auch eine Peziza, die freilich für die Pflanzen im Hochbeet ebenso unschädlich wäre, und giftige Arten gibt es da auch nicht, also...

    ... bist du dir das sicher? Wurden bereits alle Peziza-Arten gegessen? Ich bin bei solchen Pauschalaussagen immer sehr vorsichtig. Ich kenn niemanden, der wirklich Peziza-Arten isst - ich glaube nicht, dass da die Trial-and-Error-Methode, durch die in anderen Gattungen Giftpilze "entdeckt" wurden, wirklich greift.


    Unabhängig davon kann es - wie gesagt - eine Flatschmorchel sein (die kenne ich jung durchaus so stark kleiig außen). Der Mulch im Beet lässt das auch möglich erscheinen. Wie Pablo und Felli aber schon schrieben, ist da das Mikroskop vonnöten. Der Chlorgeruch sollte bei Frischexemplaren deutlich wahrnehmbar sein (wenn man das Fleisch durchbricht). Fehlt dieser oder muss man sich den einbilden, ist es keine Flatschmorchel.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Jane,


    mir wären die zu alt - du siehst bereits, dass die Kanten eingeschrumpelt und richtig schwarz sind. Das kann an der sehr trockenen Witterung liegen, aber man kann da schlecht unterscheiden, ob nur trocken oder bereits überständig. Das ist auch mit ein Grund, warum eine Verzehrfreigabe per Foto kaum bis nicht geht. Die Bestimmung als Spitzmorchel i.w.S. ist glasklar, die Essbarkeit aber nicht.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus abeja,


    vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen ;-). Ich hatte nur nachgefragt, weil ich eben selbst keine Bestimmungsliteratur zu Schizophyllum habe und nur die medizinischen Artikel kenne. Deshalb war ich neugierig und hatte nachgehakt, wie du bestimmt hattest - sollte auch keine Kritik sein, nur pure Neugierde.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus abeja,


    wirklich tolle Fotos! Da bekommt man richtig Fernweh.

    Was das Schizophyllum angeht - wie kommst du auf die Bestimmung als Schizophyllum commune? Ist das als s.l. gemeint oder kannst du die anderen, tropischen Arten ausschließen? Ich denke an Schizophyllum radiatum oder Schizophyllum fasciatum - letzteres könnten die Hände sein, aber ich habe da auch keine g'scheite Literatur, was die Bestimmung angeht (ich weiß auch nicht, wie sicher die Bestimmung des Fotos ist, auf das ich verlinkt habe). Schizophyllum radiatum wäre beispielsweise ein deutlich gefährlicherer und aggressiverer humanpathogener Pilz als Sch. commune.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Frank,


    nein, Ängste will ich nicht schüren. Ich bin nur vorsichtig, was Postings im weltweiten Netz betrifft, aber kein Jurist. Letzten Endes möchte ich das, was ich schreibe, auch autorisieren und dazu stehen. Ich finde es gut, dass ihr nochmal darüber diskutieren werdet.


    Bei "Boletus" dachte ich an eine Verunstaltung durch Vandalismus (wie es bei Wiki auch vorkommen kann). So war es ja völlig harmlos.


    Dass entgeltliche Nutzung von Bildern untersagt ist (durch den Forenbetreiber), ist eh klar, dachte ich (zumindest durch die neue Fassung der Nutzungsbedingungen). Der Forenbetreiber sollte aber auch bei unentgeltlicher Nutzung Bilder nicht zweckentfremden, die im Vertrauen hochgeladen wurde. Zumal, wie du ja selber schreibst, der Betreiber, der Admin, das Team wechseln können. Es geht nur um die Kontrollmöglichkeit, wie es auch Mausmann geschrieben hat.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Frank,


    dass die bereits eingebundenen Bilder erhalten bleiben, finde ich gut.


    Warum den Foren-Upload nicht nutzen... da habe ich dir eine Antwort gegeben (letzter Absatz meines letzten Postings hier). Offensichtlich ist sie für dich nicht plausibel oder du hast sie überlesen.

    Dass sich mein Misstrauen in Grenzen hält, siehst du daran, dass ich ja mittlerweile auch selbst Bilder hier hochlade (vorher habe ich fast nur verlinkt, ganz bewusst). Trotzdem ist es in meinen Augen ein Einfordern eines Vertrauensvorschusses, dass die Bilder nicht irgendwann anderweitig genutzt werden.


    Ich freue mich auch, wenn im BMG-Forum Bilder hochgeladen werden und nicht nur verlinkt sind, weil sie dann dauerhaft bleiben. Ich will aber niemanden dazu zwingen - eben aus diesem Grund, dass ich nicht erwarte, dass jeder der BMG so vertraut, dass diese nicht irgendwann mal die Bilder abgreift und nutzt. Natürlich machen wir das nicht und werden das auch nicht. Und ich gehe davon aus, dass das hier auch nicht passieren wird. Von einem bebilderten Lexikon habe ich aber irgendwo schonmal was gelesen, meine ich. Da werden also die Bildeinsteller explizit gefragt, ob man deren Bilder auch dafür verwenden darf?


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    was die grünen Links angeht, wurde in Aussichtgestellt, dass man diese im Profil ein- und ausschalten könne. Offenbar ist davon nicht mehr die rede. Es geht um ein rechtliches Problem. Der Nutzer, der einen Beitrag schreibt, ist für die Inhalte der Links mit verantwortlich, die im Beitrag gesetzt sind. Nur wird das hier automatisiert getan. Sollte jemand beispielsweise Inhalte des Lexikons verändern, sodass diese z.B. rechtwidrig sind, kann man meines Wissens dann aufgrund eines eigentlich harmlosen Beitrags angezeigt werden. Ob das dann so passiert, steht auf einem anderen Blatt. Zumindest die Werbeinhalte sind jetzt weg...


    Grundsätzlich wird aber ohne Kontrolle ein Beitrag, den man mit Namen unterschreibt und der auch rechtlich der IP-Adresse zugeordnet ist, ohne Autorisierung nachträglich verändert. Das ist für mich ein absolutes NoGo, auch wenn es gut gemeint ist. Das hier ist ein Diskussionsforum und keine Wiki-Plattform.


    Was mit Boletus war, habe ich gar nicht mitbekommen. Vielleicht sollte man wirklich anfangen, die verlinkten Begriffe mit Leerzeichen zu versehen. Es geht da ja nicht um Egoismus vs. Altruismus. Es reicht doch das Lexikon. Versteht jemand einen Fachbegriff nicht, dann kann er ja immer das Glossar aufrufen. Da findet man das dann. Ich finde Wiki ist Wiki (da wird nur im Hintergrund über die vernetzt verlinkten Inhalte diskutiert) und einem Forum. Gerade weil es hier auch Threads gibt, die fast schon zitierfähig sind, werden die auch meiner Meinung nach durch die Autoverlinkungen nicht mehr so ohne weiteres zitierbar. Eben auch wegen der Unkontrollierbarkeit der verlinkten Inhalte.


    Das hat auch alles nichts damit zu tun, on oder wie viel Mühe du dir gibst. Dieses Argument gegenüber Nobi finde ich dann doch mehr als unfair. Das ist ein Totschlagargument nach dem Motto: Keine Kritik! Kritik wird als Nichtanerkennen der Mühe gewertet, die hier drin steckt. Nicht fair.


    Und nochmal zum Bildeinbauen - wird das unterbunden, passiert genau das, was ihr ja nicht wollte - es werden sofort viele Inhalte gtelöscht. Man kann Bilder hier hochladen - man muss es aber nicht. Man weiß ja auch nicht, wie später die Nutzungsbedingungen geändert werden. Zwischenzeitlich musste man seine Bildrechte übergeben, was ebenfalls ein NoGo darstellt. Dann sollte man nach Möglichkeit nur über externe Quellen querverlinken. Das wurde ja diskutiert und neu formuliert. Ich selber habe beispielsweise erst ab dann selbst Bilder hier hochgeladen, statt sie nur zu verlinken. Es wird im Prinzip ein absolutes Vertrauen eingefordert, dass die hochgeladenen Inhalte nicht vom Forenbetreiber irgendwann anderweitig genutzt werden.

    Was wäre denn, wenn der Forenbetreiber die Bilder nutzen will, um damit das Lexikon zu bebildern? Oder dann ein Onlinepilzbuch zu basteln? Und auch das muss ja nicht bös gemeint sein oder schlechte Beweggründe haben. Dann kann man aber eigene Fotos anderweitig nicht mehr wirklich frei nutzen. Oder sie kommen in einen Zusammenhang, der den Bildautor schlecht dastehen lässt - wie gesagt unbeabsichtigt.


    Ich bin gespannt, was als nächstes kommt.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Björn,


    die Biscognauxia sieht sehr nach B. nummularia aus. Kein erhabener Randwulst, die Perithecienmündungen stehen hervor und die Sporen sind breit, teils mit spitzen Enden. Passt alles sehr gut zusammen.


    Hier Vergleichsbilder eines Fundes vom 6.4.2018 in Kinding (Altmühltal) - Beleg ist vorhanden:










    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Nobi,


    gerne! Und ja, dieser Artikel ist sehr spannend. Ich beschäftige mich ja ohnehin auch mit Pilzen an Flechten, wenngleich ich erstmal mit Xanthoria als Wirtsgattung gestartet habe. Literatur zu Pilzen an Physcia, Peltigera, Cladonia (usw. - leicht kenntliche Gattungen eben) sammle ich aber trotzdem schon eine Weile. Dieser Artikel hat mir auch noch gefehlt (jetzt komme ich endlich ran).


    Ja, nicht nur an Dung, sondern auch an anderem Substrat ist die Mykologie zum Glück richtig spannend.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Hallo zusammen,

    wie ich zufällig erfahren habe, sind mittlerweile alle Hefte der finnischen Zeitschrift Karstenia online abrufbar. Hierbei sind alle Artikel, die vor 2016 erschienen, frei als pdf abrufbar. Es lohnt sich, das durchzugehen, da in der Karstenia viele, wirklich phantastische Arbeiten publiziert wurden, diese Zeitschrift aber schwer zugänglich war - für uns Amateure.

    Hier findet ihr sie jetzt: Volume 57(1-2) 2017 | Karstenia

    Ich habe die Seite mit der aktuellen Ausgabe verlinkt. Rechts ist das Menü, mit dem man sich durchklicken kann. Man kann auch nach Artikeln suchen.

    Als Beispiel möchte ich auf die Neubeschreibung von Hygrophorus exiguus verweisen: Suomen Sieniseura | Finlands Svampvänner - Finnish Mycological Society - im BayerWald, im Harz, im Erzgebirge (usw.) kommt die Art sicherlich vor, nur wurde sie wohl bisher nicht erkannt / beachtet.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    das PSV-Treffen gestern war in meinen Augen eine sehr schöne, rundum gelungene Veranstaltung. Gratulation an die Stuttgarter für die Durchführung, den Tagungsraum, das Ambienet usw.

    Die Diskussionen nach den Vorträgen und auch hinsichtlich des Themas PSV der DGfM waren - wie ich finde - sehr sachlich (zumindest zu größten Teilen) und inhaltsreich/konstruktiv. Die Stimmung war und blieb sehr entspannt und positiv, was ich sehr gut fand.


    Soweit in Kurzform,


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus abeja,


    der Pilz an Douglasienzapfen ist interessant. Erst habe ich bei dem ersten Foto damit an Mycena gedacht, bei dem zweiten sieht man aber an der Stielbasis (recht unscharf) diesen Gelbton. Insofern kann ich Strobilurus nicht ausschließen.


    Es gibt einen aktuellen Weltschlüssel für die Gattung Strobilurus, den ich ins deutsche Übertragen (und minimal abgewandelt) habe: Welt- und Europaschlüssel der Gattung Strobilurus (mit 4 europäischen Arten!)


    Falls du sowas nochmal finden solltest, hätte ich großes Interesse, da nachzumikroskopieren. Strobilurus trullisatus hätte dickwandige Pleurocystiden, die apikal etwas eingescnürt sind und dann wieder breiter werden, aber nicht so klar kopfig sind wie bei dem Winzling Strobilurus dimminutivus - beide wachsen an Douglasienzapfen.


    Mich würde es ehrlich gesagt sehr erstaunen, wenn diese Douglasienbegleiter nicht mit eingeschleppt wäre, weshalb ich den Schlüssel auch im BMG-Forum präsentiert habe. Ich habe bei mir nur so gut wie keine Douglasien, weshalb ich diese Strobiluri wohl nicht finden werde.


    Die Galerina sieht sehr nach G. marginata s.l. aus.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Matthias,


    ich freue mich auch, dich am Samstag kennenzulernen. Das Programm, das ihr Stuttgarter (also "dein Verein") auf die Beine gestellt habt, klingt sehr interessant, finde ich - Dr. Kristian Apel wird eine Dreiviertelstunde über DNA-Sequenzierung bei Pilzen referieren (und da über Nutzen und Probleme), Bettina Haberl (Klinikum rechts der Isar) wird über Kartoffelboviste reden, Dr. Wolfgang Prüfert wird über "Neues aus der DGfM" referieren und Karin Pätzold wird die Ausstellung in Wiesbaden vorstellen.

    Mein Vortrag wird hoffentlich vor allem Bekanntes wiederholen und zusammenfassen, aber ich bin gespannt, ob ich bei dem einen oder anderen Punkt doch etwas verblüffen kann ^^.

    Es dürfte genug Zeit für Diskussion gegen - auch bei den eingeplanten Waldspaziergängen und der Mittagspause.


    Und was auch nicht unerwähnt bleiben sollte: heuer ist eure 100-Jahr-Feier. :)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    am 21. April 2018, also jetzt am Samstag, findet im Haus des Waldes ein PSV-Treffen statt. Ich selbst werde dort einen Vortrag zum Thema "Über essbare und giftige Riesenschirmlinge aus den Gattungen Chlorophyllum und Leucoagaricus" halten.


    Da viele hier ja unter einem Nicknamen unterwegs sind, wollte ich einfach mal fragen, wer noch alles hinfährt. Ich werde den ganzen Tag da sein. Vielleicht ergibt sich in der Mittagspause eine Möglichkeit, sich kennen zu lernen, zu ratschen (usw.).


    Wen aus dem Forum hier kann man dort antreffen?


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Ich nehme alles zurück - auf dem zweiten Foto kann man unter einen Hut schauen und ein bisserl vom Ring sehen (Original aufrufen, vergrößern) - da sind die Rillen! Insofern doch und zweifelsfrei Stropharia rugosoannulata fm. lutea :)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus abeja,


    einfacher wäre ein Foto des Rings von oben: Bei Stropharia rugosoannulata oberseits mit den typischen Rillen (daher der wissenschaftliche Name), die Leratiomyces percevalii fehlen. Das Sporenpulver des Riesenträuschlings wäre dunkler, aber beide hätten diesen Violettton. Oder man schaut ins Substrat (aufwändig) - Stropharia streut da wahllos Nematodenfangzellen aus ;)


    Wie gesagt kann das natürlich auch der Gelbe Riese sein - der Ring ist wirklich etwas kräftig ausgefallen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    ich denke eher an Leratiomyces percevalii, wenn ich die Bilder anschaue. Den Voreilenden Ackerling (ein Artenaggrat) schließe ich hngegen völlig aus. Der Gelbe Riesenträuschling wäre möglich, aber dafür erscheinen mir die Fruchtkörper zu klein.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    die Gattung Elaphomyces ist ja klar - wurde auch schon so hier bestimmt. Die Gattung enthält in Europa nach aktuellem Stand 26 Arten (Paz et al. 2017). Durch die im Schnitt völlig homogene Peridie, die hell bräunliche Farbe und die flachen Warzen an der Peridienoberfläche kommt m.E. nichts andere als Elaphomyces granulatus in Frage. Die Art ist extrem häufig - man kann sie auf gut Glück problemos ausgraben, in Fichtenwäldern teils an jedem Baum(?).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Chris,


    die Lorcheln sehen sehr interessant aus. Ich nehme mal an, da war Laubholz drunter? Falls du willst, kann ich die sehr gerne mikroskopieren. Am besten trocknest du eine im jetzigen, frischen Zustand und wartest dann, bis eine andere schon fast am Vergehen ist - die Lorcheln werden erst sehr spät wirklich reif und die Sporenanhängsel/Ornamente prägen sich erst sehr spät aus. Ohne Mikroskop geht da leider nix. Man kann nur ausschließen - z.B. für Gyromitra parma viel zu dunkel...


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Karl,


    Byssonectria terrstris habe ich schon mehrfach gefunden - die ist gar nicht so selten bei uns im Süden. Man muss nur zur rechten Zeit an Wildfütterungsstellen suchen, wo genug Urin im Boden ist. Hier zwei Fotos (vom 21. April 2006 - Morcheltreffen bei Elfi - man sieht das weiße Subiculum auf dem einen Foto, auf dem anderen scheint es weg zu sein - man kann es an einer Stelle zwischen den Becherchen erahnen; man muss wohl immer mikroskopieren).






    Helvella leucomelaena ist extrem unauffällig. Sie wächst seit ewigen Tagen im Garten meines Elternhauses (Schwarzkiefer, Kalkboden). Ich kenne sie vor allem aus Gartenhabitaten, aber selbst in meiner Schule (wo ich arbeite, nicht wo ich als Kind war, wächst sie bei gepflanzten Kiefern. Ich halte die Art auf Kalkböden für nicht selten, nur kann man in Gärten kaum nach ihr suchen, weil man nicht rein darf. Im Naturwald habe ich sie noch nicht gefunden. Allerdings muss ich manchmal da, wo ich weiß, dass sie wächst, dreimal hinsehen, bevor ich sie wiederfinde. Gerade im Gras sind die Becher oft fast nicht zu sehen. Hat man aber eine Fundstelle, kann man sie jedes Jahr finden - als Mykorrhizapilz ist sie sehr standorttreu.


    Liebe Grüße,

    Christoph


    P.S.: hatte die Bilder vergessen, meinte Edit...