Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    ich glaube nicht, daß Stefan heute Zeit für den Vortrag haben wird. Er muß heute auf der Kleinpilztagung mikroskopieren, mikroskopieren, mikroskopieren!


    Björn

    Also früher hat man wohl ein sehr breites Artkonzept von P. maculosa gehabt. Da gab es dann die var. maculosa an Mycelis muralis und die var. lactucae an diversen Lactuca-Arten. Heute ist der Pilz an Mycelis muralis aber seine eigene Art. Mit dem Klenke schlüsselt sich das übrigens alles sehr bequem durch.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich habe mich vor allem auf den niederländischen Schlüssel bezogen, den man hier findet. Daraus wird dann z.B.auch ersichtlich, daß sich S. orbiculare und S. cavarae wohl nur mikroskopisch über die Sporen trennen lassen.


    Björn

    Hallo Ingo,


    das dürfte ein Septobasidium sein. Die bilden eine Lebensgemeinschaft mit Schildläusen, sind also ziemlich exotisch unterwegs. Ich selber habe noch nie welche gefunden. Auf Pistacia lentiscus gibt es wohl Septobasidium cavarae, aber zur Sicherheit müßte man hier wohl mikroskopieren. Die Art hat gerade Basidien, keine Hyphensäulen und zylindrisch gebogene Sporen.


    Björn

    Hallo Nobi,


    auch von mir zunächst mal die besten Genesungswünsche und ein herzliches Danke für die beeindruckende Fotostrecke. Mich haben die Dungpilze zwar schon vor einiger Zeit infiziert, aber wenn man solche herrlichen Beiträge sieht, wird die Lust auf die nächste Dungprobe weiter angefacht.


    Björn

    Hallo Stefan,


    klingt nach einer guten Idee. Aber nächste Woche ist doch dann schon Kleinpilztagung. Da wird mikroskopiert statt gezoomt ;)


    Björn

    Hallo zusammen,


    das sind doch tolle Funde, die du da gemacht hast! Wobei es an Stachelbeere mit Phyllactinia ribes sogar noch einen dritten möglichen Mehltau gäbe. Da ist also noch viel Luft nach oben ;) Ich empfehle übrigens auch noch einen kleinblütigen Rhododendron für den Garten. Der kriegt keine Seifertia, kann dafür aber von der wunderschönen Nacktbasidie Exobasidium japonicum heimgesucht werden.


    Björn

    Hallo Sandra,


    das sieht aus, als hätte da jemand ein Feld voll Mohn gepflanzt. Es war aber tatsächlich ein Getreidefeld, in dem aber jede Menge Mohn stand. Ich nehme an, daß dort im NSG auf den Ackerflächen dann nicht die ganz große chemische Keule rausgeholt wird.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Samstag war ich bei Aachen kurz hinter der belgischen Grenze beim Dörfchen Kelmis unterwegs. Dort gab es in der Vergangenheit wie bei Aachen auch den Abbau von schwermetallhaltigen Erzen. Auf em Abraum hat sich eine sogenannte Galmeiflora mit hochspezialisierten Pflanzen gebildet, die mit den schwermetallverseuchten Böden klar kommen. Aber auch Pilze gibt es dort natürlich:


    1. Microbotryum silenes-dioicae ex Silene dioica in goßer Menge


    2. Melampsorella symphyti ex Symphytum officinale


    3. Urocystis alopecuri ex Alopecurus pratensis


    4. Noccaea caerulescens ssp. calaminaris


    5. Viola lutea ssp. calaminaria


    6. Und weil es dort auch Kalk gibt: Orchis mascula


    Björn

    Hallo zusammen,


    nach dem ich die ersten beiden Tage des Pfingstwochenendes in vollen Zügen genossen habe (im wahrsten Sinne des Wortes), ging es gestern Vormittag auf eine kleine Runde in die Rheinaue Friemersheim, wo sich ein wahres Brandpilz-Eldorado aufgetan hat.


    1. Microbotryum lychnidis-dioicae ex Silene latifolia


    2. Puccinia suaveolens ex Cirsium arvense


    3. Coleosporium senecionis ex Senecio vulgaris


    4. Epichloe typhina ex Dactylis glomerata


    5. Entyloma eryngii ex Eryngium campestre


    6. Tranzscheliella hypodytes ex Elymus repens


    7. Urocystis agropyri ex Elymus repens


    8. Ustilago perennans ex Arrhenatherum elatius


    9. Melampsorella symphyti ex Symphytum officinale


    10. Erysiphe alphitoides ex Quercus robur


    11. Und zu guter Letzt auch einige gesunde Pflanzen:


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem hier im Forum vor längerer Zeit ja schon von den beiden Didymium-Arten auf Pestwurzblättern berichtet wurde, konnte ich am letzten Sonntag in Winterberg selber welche finden. Leider bin ich mir nicht ganz sicher, welche der beiden Arten ich hier vor mir habe. Die dunkle Farbe spricht eher für D. tussilaginis, könnte aber auch ein Artefakt sein, weil die Peridie bei den meisten Fruchtkörper schon ziemlich abgewetzt ist und man nur noch Sporenmasse sieht. Sporenmaße von 10.1-11.7 µm passen eher zu D. vernum, auch wenn sie da wohl eher einen Hauch zu groß sind. Schließlich fällt noch das relativ locker verteilte Wachstum auf, das sich auch eher auf den Rand des Blattes beschränkt. Laut Literatur auch ein Hinweis auf D. vernum. Was sagen die Expert:innen dazu?



    Björn