Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    es freut mich, daß die Phytos so gut angekommen. Ich glaub, da werde ich in Zukunft mal etwas öfter Ausschau nach halten.
    Vielen Dank auch an Dich, Karl, für die zahlreichen Bestimmungen, Bestimmungsansätze und Bestätigungen. Der Täubling hat in der Tat nach einiger Zeit nur eine leichte Schärfe entwickelt. Ich habe ihn dann zwar zügig aus meinem Mund entfernt, habe aber schon andere Täublinge erwischt, die danach noch deutlich schärfer gebrannt haben, als dieser hier. Von daher kann R. exalbicans da schon sehr gut passen.
    Alles was mikroskopiert werden muß, werde ich dann morgen zum Pilzstammtisch in Gladbeck mitnehmen und hoffen, daß sich Freiwillige finden, die einen Blick darf werfen (meine Mikroskopiekünste sind ja doch sehr eingeschränkt; messen kann ich gar nicht).


    Als Nachtrag hier auch noch ein paar Flechten, die ich am Samstag gefunden habe:
    1. Peltigera sp.


    2. Peltigera sp.


    3. Diploschistes muscorum


    4. Cladonia sp.


    Björn

    Hallo Claudia,


    für die Winzlinge muß man eigentlich nur jedes Holzstück, das einem über den Weg läuft, umdrehen. Wenn du ein paar Mal mit Mario und Jan-Arne unterwegs warst, hast du das komplett verinnerlicht und dann findest du quasi immer interessantes Kleinzeugs.


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem es an den beiden Feiertagen diese Woche schon zweimal in den Wald ging, war ich heute mal wieder auf etwas anderem Terrain unterwegs und habe mir den Lanndschaftspark in Duisburg etwas genauer angeschaut. Die Hoffnung war, daß man dort auf den nichtgedüngten Rasenflächen den ein oder andere spannende Pilz finden kann. Das hat sich leider nicht bewahrheitet, aber stattdessen gab es einige Brachflächen, die mit den verschiedensten Pilzen nur so übersät waren und entsprechend viele Fragezeichen mit sich brachten:


    1. Russula sp. unter Birke, Geschmack scharf, kein besonderer Geruch feststellbar



    2. Helvella sp., ich vermute mal, daß es sich bei allen gezeigten Fruchtkörpern um die gleiche Art handelt.







    3. Ein winziger Stäubling?


    4. Die hatte Jan-Arne gerade bei Facebook als Geopora angesprochen


    5. Tricholoma sp.



    6. Hier würde ich auf Lactarius pubescens tippen.


    7. Noch ein Stäubling?


    8.Kleine Unbekannte im Moos


    9. Cyathus olla


    10. Etwas größerer Unbekannter im Moos


    11. Erisyphe sp. auf Salix caprea. Leider habe ich das Blatt nicht mit nach Hause genommen, so daß eine genaue Bestimmung der Art leider nicht möglich ist.




    12. Thelephora sp.?





    13. Hevella sp., eventuell atra?






    14. Eventuell Coprinellus disseminatus?


    15. Lactarius turpis


    16. Ein hübsches rötliches Becherchen


    17. Leccinum sp. unter Birke. Das war leider das einzige Exemplar, das ich finden konnte, alle anderen Leccinums sind in der Tüte eines Sammlers verschwunden, der kurz vor mir dort war.


    18. Phyllactinia guttata auf Hasel


    19. Phyllactinia mali auf Weißdorn





    20. Phragmidium violacaeum auf Brombeere mit Mikrobildern der Uredo- und Teliosporen





    Landschaftspark-0106.jpg


    Björn

    Hallo Jan-Arne,


    die Frage ist ja ein bißchen, ob die Dinger hier so rar sind, oder ob einfach keiner Ausschau danach hält (davon abgesehen sind sie ja auch leicht zu übersehen). Eigentlich haben wir hier mit den Halden ja doch den ein oder anderen potentiellen Standort und bei dir um die Ecke in der Halterner Heide könnte es doch auch Interessantes geben...


    Björn

    Hallo zusammen,


    erstmal vielen Dank an Jan-Arne fürs Mikroskopieren! Die Clavaria krieglsteineri wäre ja sogar etwas für NRW relativ seltenes, außer einigen Fundmeldungen aus dem Depot gibt es sonst nur noch einen Nachweis aus dem Sauerland und einen aus Herford.


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem es am Reformationstag mit dem MAB nach Radevormwald ging, war für Allerheiligen eine Tour mit dem APR ins Rotbachtal in Bottrop-Kirchhellen angesetzt. Der Wald zeigte sich extrem produktiv mit über 180 Arten, die es bis jetzt schon auf die Fundliste geschafft haben. Von allen gibt es im Folgenden keine Bilder, aber eine kleine Auswahl habe ich dann doch abgelichtet:


    1. Sphaerobolus stellatus



    2. Helvella crispa in Engelform


    3. Helvella lacunosa


    4. Helvella ephippium


    5. Mycena acicula


    6. Helvella atra


    7. Ascocoryne sarcoides


    8. Ascotremella faginea


    9. Stereum gausapatum


    10. Winzlinge auf einem Buchenblatt


    11. Panellus serotinus


    12. Grifola frondosa an Buche


    13. Phyllactinia guttata auf Haselblättern

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für Euer Feedback. Das weiße Becherchen ist nicht unters Mikroskop gewandert, von daher hab ich es jetzt mal wieder namenlos gemacht ;)
    Der Mottenkugelpilz hatte in der Tat einen interessanten Geruch (als ich den Anfang des Jahres das erste Mal gefunden hatte, war es leider ein altes geruchsloses Exemplar). Jetzt weiß ich also auch wie Mottenkugeln riechen (und muß direkt an den Witz mit Klein Erna und den Mottenkugeln denken :D).


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Reformationstag ging es mit dem MAB in ein kleines Waldstück an der Wupper bei Radevormwald, wo sich wieder mal etliche Pilze zeigten.


    1. Cudoniella acicularis


    2. Schleimpilz, zu dem uns Jan-Arne eventuell einen Namen verraten wird.


    3. Phlebia radiata


    4. Scytinostroma hemidichophyticum



    5. Ascocoryne solitaria (Nebenfruchtform) nebst Mollisia sp.


    6. Craterellus tubaeformis


    7. Dendrostilbella smaragdina


    8. Elaphomyces granulatus


    9. Phlebia radiata


    10. Rutstroemia firma


    11. Xylaria carpophila


    12. Hübsche, weiße Becherchen, nicht mikroskopiert.




    13. Hymenochaete rubiginosa


    14. Hypocrea rufa


    15. Schleimpilz, für einen Namen ist auch hier wieder Jan-Arne gefragt.


    16. Phlebia tremellosa


    17. Stereum gausapatum



    18. Eriopezia caesia


    Björn

    Hallo Peter,


    ich hab mal eben den entsprechenden Schlüssel aus "Die Flechten Deutschlands" abgetippt, vielleicht hilft das ja weiter.


    1 Thallus aus rundlichen bis muschelförmigen, flachen bis randlich aufgebogenen Schuppen.....2
    1* Thallus aus dichtstehenden, d. grünen Kügelchen ("Botrydina"), dazwischen mitunter bis 2(-3)cm hohe Hutpilz-Fruchtkörper mit am Stiel deutlich herablaufenden Lamellen.....3


    2 Auf Rinde, Rindenmoosen, selten Felsmoosen. Schüppchen rundlich bis nierenförmig, h.grau bis blaugrau, v.a. am Rand sorediös aufbrechend, am Rand nach oben eingerollt und heller und wie erhaben gesäumt, auf der Fläche mitunter leicht konzentrisch gewellt, 1-2 mm, zerstreut bis gedrängt. Fruchtkörper (Per.) im Gebiet nicht bekannt...Normandina pulchella
    2* V.a. auf Torf, Rohhumus, bemoosten Felsen. Schuppen rundlich bis nierenförmig oder blättrig zus. fließend, feucht tief lauchgrün, trocken blass grün-grau, nicht sorediös, bis 3(-5)mm. An den Schuppen bisweilen Hutpilz-Fruchtkörper, bs 3 cm hoch. Stiel anfangs leicht lila, dann weißlich, Hut cremefarben bis leicht bräunlichgelb, bis 1,5 cm breit, Lamellen kaum herablaufend, Sp. 6-7,5 x 3-3,5 µm....L. hudsonia


    3 Hut zitronengelb, tief gelb bis orange, 0,5-1,5 cm breit, Stiel bis 1,5 cm hoch, Sp. 6,5-9,5 x 3,5-4,5 µm, Basidien 4(1-2)sporig L. alpina
    3* Hute creme- bis strohfarben bis h.bräunlich oder d.braun, gegen den Rand gefurcht. Fruchtkörper bis 2(-3) cm hoch....4


    4 Hut creme- bis strohfarben bis h. bräunlich, 0,5-2 cm breit, Sp. 7-11 x 5-8 µm. Basidien 1-, 2-, 4sporig.... L. umbellifera
    4* Hut d.braun, zuletzt graubraun, 0,5-1,1 cm breit. Sp. 6-9,5 x 3-5 µm. Basidien meist 2-sporig.... L. velutina


    Björn

    Hallo zusammen,


    3. Ich habe den Pilz mal ein bißchen geärgert und siehe da, es riecht nach Rettich. Ich hab auch mal einen Blick in FNE geworfen, da ist die gelbhütige Form aus dem M. pura Kreis als eigene Art M. luteovariegata aufgeführt. Interessanterweise steht dort auch, daß dies der Vertreter des Kreises ist, der auf Wiesen spezialisiert ist, was zum Fundort passen würde.


    4. Stefan: Kiefern habe ich da keine gesehen. Aber das heißt im Zweifelsfall ja nicht. Wie oft bin ich schon durch den Wald gelaufen,hab Goldröhrlinge gesehen und erst dann die zugehörigen Lärchen aufgespürt. Pilze haben scheinbar bessere Augen ;)
    @Pablo
    Der Pilz sport zwar gerade aus, tut dies aber leider im Gleispark, sprich ich hab den leider nicht eingepackt, weil ich dachte: Ach, so ein Xerocomus mit charakteristischer Verfärbung läßt sich bestimmt auch makroskopisch ansprechen. Wieder was dazugelernt :D


    5. Den Jungfernellerling würde ich hier sicher ausschließen wollen, dafür waren meine Pilzchen viel zu zart. Die von Pablo vorgeschlagene M. flavoabla paßt da deutlich besser.


    7. Das wird dann wohl leider auch bei Tricholoma sp. bleiben müssen. Ich hatte nur am nicht zerknautschten Fruchtkörper gerochen (erdig-muffig) und den Pilz dann auch vor Ort gelassen. Ich muß offfenbar noch mehr Zeugs einpacken.


    8. Ich sehe schon, ein Fall fürs Mikroskop, den werde ich dann mal weiterreichen und berichten.


    Björn

    Hallo zusammen,


    heute ging es für mich in den Gleispark Frintrop in Essen-Dellwig. Hierbei handelt es sich um einen ehemaligen Güterbahnhof, der in den 60ern stillgelegt und mittlerweile renaturiert wurde. Das ganze Gebiet ist gekennzeichnet durch Trockenrasen und Birkenbewuchs und scheint auch pilzmäßig interessant zu sein:


    1. Cyanoboletus pulverulentus. Eigentlich wollte ich ja heute gar nichts zum Essen sammeln, aber da waren so viele knackige Exemplare, daß ich nicht anders konnte :D


    2. Ein mir komplett unbekannter Pilz, den ich nicht mal gattungsmäßig verorten kann.



    3. Hier habe ich auch keinen rechten Schimmer. Vielleicht ein Helmling? In erster Linie fiel mir hier der violette Stiel auf.




    4. Xerocomus sp. aber welcher? Auffällig ist natürlich die Rotfärbung im Hutfleisch. An Baumpartnern gab es eigentlich nur Birken in der Nähe.





    5. Hier würde ich auch Hygrocybe sp. tippen



    6. Noch ein weiterer Unbekannter.


    7. Tricholoma sp.



    Gleispark Frintrop-0050.jpg


    8. Ein seltsamer Fund, der ziemlich fest am Boden steckte und zwischen Moos wuchs. Interessanterweise scheint das innere des Pilzes weiß zu sein.

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für Euer Feedback, insbesondere natürlich Pablo für die zahlreichen Bestimmungen und Bestimmungsideen.


    Bei Nummer 4 bin ich ursprünglich auf einen Braunsporer gekommen, weil die Lamellen neben dem Violettstich auch eine schwache bräunliche Note hatten. Aber eine der Lepistas scheint da in der Tat deutlich besser zu passen. Das würde auch den fehlenden Schleier erklären :D


    Was die Saftlinge angeht, habe ich zum Glück welche eingepackt und werde sie in den kommenden Tagen einem Mikroskopiker zuführen.


    Björn

    Hallo Norbert,


    freut mich, daß die Bilder gefallen. Ich hab den Rosenroten Schmierling bisher noch nicht so oft gefunden und wenn dann immer in Verbindung mit Kuhröhrling, von daher war das für mich heute was Neues. Aber macht natürlich Sinn, daß die Fruchtkörper unabhängig voneinander sind. Wie ist das eigentlich beim Schmarotzerröhrling?


    Björn

    Hallo zusammen,


    heute habe ich mich mal zu neuen Ufern aufgemacht und dem Diersfordter Wald in Wesel einen Besuch abgestattet. Das ganze Gebiet steht auf sandigem Untergrund, es gibt viele Kiefern, einen großen Bereich mit Stieleichen und auch Binnendünen sowie Moorseen. Pilzmäßig war jetzt nicht so schrecklich viel los, da der Boden doch etwas trocken war. Aber das ein oder andere Highlight gab es dann doch zu entdecken (nachdem ich ganz zu Anfang fast vo einem Hund gefressen worden bin...)


    1. Gomphidius roseus, interessanterweise war kein Suillus bovinus in der Nähe.



    2. Den hier hatte ich vor Ort direkt als Peniophora quercina abgelegt, da er an einem frisch gefallenen wenige cm dicken Eichenast wuchs. Mario hatte gerade bei Facebook aber Zweifel geäußert.


    3. Xylaria hypoxylon


    4. Cortinarius sp.? Unter Buche, Lärche und Fichte. Geruch auf der Hutoberfläche angenehm, beinahe fruchtig. Beim Durchbrechen roch das ganze dann aber eher unangehm streng - genauer beschreiben kann ich da aber leider nicht.



    5. Suillus grevillei


    6. Dieser Pilz wuchs an einem toten Eichenstamm. Etwas später habe ich den gleichen Pilz auf am Stamm einer (noch) lebenden Eiche gefunden.


    7. Unter einem Eichenstamm fanden sich diese kleinen Zeitgenossen.


    8. Am gleichen Stamm wuchsen auch noch Becherchen.



    9. Imleria badia


    10. Suillus bovinus


    11. Amanita muscaria


    12. Hygrocybe sp.





    13. Coprinus comatus


    14. Agaricus sp.






    Und ganz am Ende fand sich dann noch diese furchteinflößende Tapezierspinne:


    Björn