Beiträge von Pälitzhofer

    Hallo ins Forum

    Dass der Erlen-Kremplinge inzwischen in mehrere Arten aufgespalten wurde, ist an mir irgendwie vorbei gegangen 🤔. Jedenfalls sind „meine“ hier in Pälitzhof bei Weitem nicht so rötlich. Sobald sie in diesem Jahr da sind, stelle ich ein paar Fotos rein. Hat jemand so etwas wie einen Schlüssel?

    Viele Grüße

    Manfred

    Hallo Pablo,

    Sind Polyporus brumalis und P. arcularius inzwischen synonymisiert? Wenn nicht, dann habe ich offenbar ein Problem... Zumindest Bild 1 hätte ich ohne P. brumalis zugeschlagen. Wie unterscheidest Du die beiden?

    Viele Grüße

    Manfred

    Hallo ins Forum,

    In meinen Johannisbeerbüschen sitzen reichlich gemeuchelte Fliegen. Ich vermute Entomophthorales als Täter. Leider fehlt mir für die Gruppe sowohl jedwede Erfahrung als auch Literatur(-zugang). Hat jemand Lust, ein paar angenehme Stunden am Mikroskop zu verbringen und so den Täter zu überführen? Anbei schon mal ein paar Tatortfotos.

    Herzliche Grüße

    Manfred

    Hallo liebe Pilzfreunde,

    So, nun sollte das Osterrätsel geknackt werden... Der Pilz ist reif aber: Einfach geht anders!

    Ulla hat schon mal 3 Gattungen angeregt. Brefeldia fällt aus, da das Capillitium nicht die schönen blasigen Verdickungen hat. Da bleiben noch Amaurochaete und Symphytocarpus.

    Der Schlüssel von Nannenga-Bremekamp fragt, ob Aethalien mit einer übergreifenden (overkoepelende) Wand oder Pseudoaethalien ohne gemeinsame (geen gemeenschappelijke) Wand vorliegen. Mein Pilzchen hat aber eine große zusammenhängende Schale. Außerdem sind die Sporen bei Amaurochaete größer als bei Symphytocarpus. Meine Sporen liegen bei 13-15 my. Damit käme bei Symphytocarpus nur S. confluens infrage, der sähe nach NeuNowBau aber ganz anders aus.

    Also Amaurochaete: Und jetzt wird es schwer... Drei Arten kommen infrage:

    A. tubulina schließe ich aus, da sie Sporen dort bis 17 my und feinwarzig sein sollen.

    A. comata ist lt. NeuNowBau durch ein haarförmiges ... Capillitium, das an senkrechtem Substrat nach dem frühen Schwinden der Cortex herabhängt, nicht zu verwechseln. Das passt also nicht. Bleibt also nur noch:

    A. atra!

    Möchte jemand einen Beleg zu Überprüfung? Es würde mich freuen, wenn jemand anderes noch mal draufschaut.

    Herzliche Grüße

    Manfred

    Auf Kiefer habe ich ein schleimiges blutiges Etwas gefunden. Ich denke mal, das will eine Amaurochaete atra werden. Vielleicht ist es aber auch was von einem anderen Stern oder was, das aus einem amerikanischen Chemiewaffenlabor ausgebüchst ist. 😂😅🤣😀

    Herzliche Ostergrüße

    Manfred

    Hallo Beli, der hallo Werner,


    Ich bin da nicht ganz auf dem Laufenden. Vor ein paar Jahren galt noch

    Apfel = Ph. trivialis, Weide = Ph. igniarius. Dann: trivialis = igniarius. Dann wieder das Erstere...

    Was ist jetzt aktuell?


    LG

    Manfred

    Die zweite Anfrage zeigt auch welche, wobei hier große Zweifel bezüglich des Substrates bestehen. Lebende Fichte??? ...liegender Ast/Stamm... ...Laubblätter in der Nähe (Eiche + x)… …Tannenzweig im Bild…

    Lebend Fichte als Substrat ist seeehr unwahrscheinlich, liegender Laubbaumstamm wäre OK

    LG Manfred

    Hallo Florian, Rada und Norbert.

    Heute habe ich mir das Pilzchen noch mal angesehen.

    Mein Fehler bei der Bestimmung war ganz am Anfang: Ich bin mit dem Schlüssel von Richardson und Watling eingestiegen. Gleich die Frage 1 hab ich falsch beantwortet. (Peri-, Pseudo- oder Apothecium versus Cleisto- oder Gymnothecium) Hier bin ich bei Perithecien abgebogen und damit war Preussia mit Cleistothecien raus. Ich glaube allerdings nicht, dass das Cleistothecien sind. Nach der Definition von Kreisel (1969) liegen da die Asci „im Ascocarpzentrum unregelmäßig zerstreut.“ Beim aufgequetschten Fruchtkörpet im Präparat meine ich eine gewisse Grundordnung zu erkennen. Leider habe ich heute keinen vernünftigen Fruchtkörperschnitt hinbekommen (einfach zu klein)... Perithecien sind nach Kreisel (ebd.) „allseitig geschlossene oder mit ... Ostiolum ... versehene Fruchtkörper, in deren Zentrum die Asci rosetten- oder hymeniumartig angeordnet sind.“

    Ich hab ja noch nicht viele Dungpilze gesehen, aber die Ähnlichkeit zwischen Preussia und Sporormiella ist groß. Warum sollten die zwei offensichtlich nahe verwandten Gattungen völlig verschiedene Fruchtkörpertypen haben? Ich denke, die Frk. von Preussia sind Perithecien ohne Ostiolum. Das hab ich so auch gleich mit Bleistift im Schlüssel angemerkt.

    Viele Grüße

    Manfred


    Kreisel, H. (1969): Grundzüge eines natürlichen Systems der Pilze. - Jena, p. 85f.

    Der große Porling ist nur von der Oberseite nicht bestimmbar. Verdacht: Wenn er relativ dünn und scharfkantig ist, dann ist es Ganoderma lipsiense/applanatum

    Danke Florian,

    Dann wird es wohl aufgrund der z.T. schrägen Septen und der Sporengröße eine Preussia funiculata. Ich schau mir das nachher noch mal an.

    Dass ich die Existenz der Gattung Preussia nicht auf dem Schirm hatte, sei mir als überzeugten Mecklenburger verziehen. 😂

    Viele Grüße aus dem schönen Mecklenburg (kurz vor !!! der Grenze nach Preußen)

    Manfred

    Hallo Pilzfreunde,


    Heute gibt es mal was neues von Ron und Ginny, unseren beiden Häschen. Auf dem Komposthaufen habe ich heute mal ältere Köddeln eingesammelt und bin beim Durchmustern.


    Dabei fand ich an der Oberfläche ein glänzendes fast rundes geschlossenes Kügelchen. Es hatte keinen Perithecienhals und keine auffallende Öffnung. Darum habe ich es als Verdachtsmyxomycet unter das Deckglas gepackt und leicht gequetscht.


    Heraus kamen keulige, lang gestielte, 32-sporige Asci. Die 1zelligen Ascosporen waren sehr uneinheitlich in Form und Größe und hatten eine leicht schräge geschwungene Keimspalte. Also nach Schlüssel Hypocopra. Da gab es aber nichts, was passen könnte.


    Schließlich kam mir der erlösende Gedanke! Die unreifen Sporen sind zu viert zusammenhängend, also 32/4=8, also 8-sporige Asci mit 4zelligen Sporen, also Sporormiella!


    Nun komme ich aber auch hier nicht weiter... Sporen 30-35 my, seeehr früh (noch im Ascus) zerfallend? Septen z.T. schräg, Keimspalte schräg und geschwungen. Asci lang gestielt... Sporormiella leporina will nicht so recht passen, besseres fällt mir dazu aber nicht ein.


    Viele Grüße

    Manfred



    Perithecienwand


    Überblick


    Asci


    Sporenfragmente mit Keimspalte






    Hallo ins Forum!


    Seit heute bin ich stolzer Besitzer eines neuen Buches. Als verspätetes Weihnachts-selbst-geschenk ist heute MEIN Fungi Fimicoli Italica angekommen.


    ...und der erste heute gefundene Pilze war gleich NICHT drin...


    Auf meinem Fuchs wuchs ein 2,5 Zentimeter (2500 my) Sporangiophor. Der Stiel war unten grünlich-braun weiter oben braun. Auch die Columella war braun. Die leicht bräunlichen Sporen maßen 17-20 x 8-10 my. Richardson und Watling führen mich zu Ph. nitens.


    Viele Grüße

    Manfred

    Hallo Pilzfreunde,

    Heute habe ich auf Hase gut gefunden.

    Das ging los mit winzigen gelben Becherlingen. Unter dem Mikroskop keulige 8sporige Asci mit hyalinen ellipsoiden Sporen (7-8 my). Eine Wucht aber waren die mit goldener Flüssigkeit gefüllten Paraphysen. Ich habe das Pilzchen als Thelebolus microsporus bestimmt.

    Der war für mich neu, es kommt aber noch besser: Winzige dunkle Punkte, unter dem Mikroskop 100-150 my große Perithecien mit 8sporigen Asci, Ascosporen 7-8 my. (Daneben waren noch vielsporige Asci im Präparat die ich aber ignoriert habe...) Mit Richardson und Watling kam ich glatt auf Sordaria minima.

    Beim Nachschauen im Forum, ob das denn sein kann, fand ich von Nobi den Hinweis, dass die Art an Thelebolus wächst. Schlagartig wurden also die vielsporigen Asci interessant. Die waren zu mehreren in einem Ascoma. Die 100 my großen Asci haben 264 Sporen die ellipsoid und 8 my lang sind. (Mit Richardson und Watling käme ich zu Thelebolus nanus.) Mit dem Pilzforum komme ich zu Th. polysporus.

    Ich hoffe mal, dass die Drei richtig bestimmt sind. Das waren 3 persönliche Erstfunde in 2 Stunden.


    Viele Grüße

    Manfred

    Hallo Norbert, hallo ins Forum,


    Zitat:

    Passend zum Thema gibt es eine weitere Arbeit, wo einige "neue Arten" dieses Artenkomplexes beschrieben werden.

    Vielleicht kannst Du ja den Artikel auftun. Ich habe dafür momentan weder Kraft noch Lust.


    Ich hab den einen Autor (Prof. Silar) angeschrieben. Er hat mir den Artikel geschickt. Soll ich ihn hier Einstellen (Urheberrecht?) oder Dir/Euch Kopien per Post schicken?


    Der Herr scheint ganz nett zu sein und sucht Proben von Sordariales... Anbei die Mail.


    ——————————-


    Dear Manfred,

    please find enclosed the paper. I don’t know if you cultivate the fungi, but if you have any interesting strain related to P. anserina (e.g., Sordariales) I would be glad to receive them. Alternatively, if you don’t cultivate the fungi, but if you find intersting Sordariales one, I would be glad to receive dung samples with the fungus, so that I can cultivate them,

    cheers

    Prof. Philippe Silar

    Hallo Pilzfreunde,


    Hier ein Notruf aus Namibia Mecklenburg.


    Mein Freund, der Fuchs, hat mir ein Häufchen hinterlassen, das mich überfordert. (Ab sofort nur noch Schaf!) Bis ich den Rhopalomyces bestimmt hatte, war ich kurz vor dem Wahnsinn. Inzwischen bin ich schon ein ganzes Stück weiter...


    Da sind winzigste (< 0,2 mm) gestielte Becherchen mit langen septierten Borsten am Rand.

    Unter dem Mikroskop ertrinkt alles in winzigen (5-6 x 3 my) Sporen.

    Ich finde keine Asci. (Gibt es rein anamorphe Apothecien???)


    Ohne Asci taugt der beste Schlüssel nicht. Für Lasiobolusse sind die Sporen zu klein. Ascophanus cinerellus hätte Haare und derartig kleine Sporen soll aber grau sein...


    Kann mir jemand sachdienliche Hinweise geben?


    Herzliche Grüße

    Manfred