Hallo Ihr,
zum Thema Kartierung stellt sich mir, wenn ich die Texte lese, die Frage, für wen oder was ist die Kartierung eigentlich alles gedacht? Für eher wissenschaftliche Erfassung mit verschiedenen Schwerpunkten ist klar, aber ich dachte eigentlich auch als Informationsmöglichkeit für die breite Masse der "normalen" Pilzsucher.
Meine weiteren Gedanken sind, dass es auf der Kartierungskarte relativ viele, zum Teil recht große, weiße Flecken gibt. Da wurden bisher kaum oder so gut wie keine Pilze kartiert. Gebt einmal spaßeshalber ein paar der "Allerweltpilze" bei der Kartierungskarte für Bayern ein - egal um welchen Pilz es sich handelt, selbst bei dem allgegenwärtigem Maronenröhrling, werdet Ihr in den immer gleichen Regionen keine Einträge finden!
Ich sehe es übrigens auch so, dass es nicht ganz ungefährlich ist, wenn "Laien" Pilze kartieren. Wichtig wäre dazu wirklich ein konkreter Erfassungsbogen (nicht zu kompliziert aber dennoch aussagekräftig und für den eher laienhaften Erfasser verständlich). Niedrigschwellig und ohne großen Zeitaufwand zu händeln wäre auch hier angesagt. Auch sollten meiner Meinung nach immer aussagekräftige Fotos beigefügt werden (vielleicht ist dies ja jetzt schon so). Und dann könnten sich sicher die Kartierungskarten mit einigen Pilzarten etwas mehr füllen, auch wenn es vielleicht überwiegend nur die "Allerweltspilze" wie Fliegenpilz, Maronen oder Stinkmorchel sein werden ;).
Aber auch Pilze die man nicht so häufig findet können Laien durchaus erfassen. Ich erinnere nur einmal an den Parasitischen Röhrling (den ich letztes Jahr massenhaft gefunden hatte) oder an den Elfenbein-Röhrling den ich ja ebenfalls gefunden hatte.
Für alle weiteren nur schwer oder nicht ganz so einfach zu bestimmenden Pilze, oder wenn man sich unsicher ist, glaube ich, dass diejenigen die sich die Mühe machen Pilze zu kartieren bzw. für die Kartierung zu melden in der Regel sehr genau wissen wo ihre persönlichen Kenntnis-Grenzen sind und dann diese Pilze eben nicht melden oder einem Experten die Pilze zur sicheren Bestimmung zeigen. Auch hier kann ich persönliche Beispiele nennen - mein Lorchelfund vom letzten Jahr. Oder die Tage fand ich eine ganze Ecke voll mit Nesterdsternen (wurden ja dankenswerter Weise ebenfalls hier im Forum bestimmt allerdings warte ich noch einmal ab bis Neue kommen, denn mir ist noch nicht wirklich klar um welchen Nesterdstern genau es sich handelt).
Ich hoffe, ich konnte ein paar konstruktive Gedanken und vielleicht sogar Anregungen beisteuern.
Liebe Grüße
Maria
