Beiträge von Maria

    Hallo noch einmal,


    für mich stellt sich nun die Frage wie man die vorhandenen Daten evtl. vielleicht doch nutzen könnte um zu einem Ergebnis zu kommen mit dem man dann weiter arbeiten könnte.
    Und auch, ob überhaupt und wenn ja, wie man dieses Thema evtl. zukünftig in die Kartierung inkludieren könnte, natürlich ohne großen Mehraufwand.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo,


    es freut mich ungemein, dass das Thema eines möglichen Einflusses des Mondes auf das Pilzwachstum hier weiter behandelt wird :thumbup:


    Die Grundüberlegung von Craterelle finde ich nicht verkehrt, nur sehe ich da mehr als ein Problem dabei. Ich befürchte, dass ein Ergebnis ähnlich sein wird wie die Erhebungen die vom Ehepaar Hirschmann bereits veröffentlicht wurden. Und ich befürchte, dass, egal wie das Ergebnis aussehen wird, dieses eben aus diesem Grund ebenso zerrissen und widerlegt wird wie bereits beim Ehepaar Hirschmann geschehen. Denn, im Endeffekt, so befürchte ich zumindest, werden keine wirklich aussagekräftigen Aussagen zustande kommen können.


    Im letzten Jahr bin ich ja beinahe täglich in immer das selbe Gebiet gegangen und habe Aufzeichnungen gemacht und die Zusammenfassungen dann jeweils hier veröffentlicht. Auch bin ich so nach und nach auf wichtige Erfassungskriterien gestoßen, die ich ebenfalls dort vermerkt habe. Ich frage mich nun, gehen tatsächlich alle (oder zumindest die allermeisten) Kartierer deren Daten dann zur Verfügung stehen wirklich alle ein bis drei Tage in das selbe Gebiet? Oder gehen sie eher in unregelmäßigen Abständen, nämlich dann, wenn man sich ein reichliches Pilzvorkommen erhofft und dann womöglich noch in die unterschiedlichsten Gegenden? Im letzteren Fall (oder wenn die erste Möglichkeit nicht nachweisbar ist) hätten wir die Situation der Erhebungen Hirschmann!


    Ich frage mich auch, welche Pilze normalerweise kartiert werden. Also, werden wirklich jedes Mal die häufigen Pilze wie Röhrlinge, Täublinge etc. miterfasst? Oder sagt man sich irgendwann - nee, die habe ich jetzt schon ein paar Mal für dieses Gebiet eingegeben, dies muss jetzt erst einmal genügen. Und wenn der Kartierer dann keine "besonderen" Pilze findet und daher keine Kartierungseintragung macht obwohl der Wald an sich voller z.B. Maronen steht? Sofern überwiegend die Massenpilze nicht jedes Mal miterfasst werden, so könnte dies meiner Meinung nach die Ergebnisse durchaus verfälschen!


    Die Grundidee wie schon gesagt finde ich gut. Aber meiner Meinung nach müsste man sich im Vorfeld sehr gut überlegen ob sich der Aufwand mit den aktuell vorhandenen Daten lohnt. Vielleicht könnte man für die nahe Zukunft ja hier etwas verändern, in Bewegung bringen, denn dieses Thema wird ja weltweit kontrovers diskutiert und Ergebnisse, zumal wenn sie von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie kommen würden, würden weltweit sicher Aufmerksamkeit bekommen.


    Liebe Grüße


    Maria


    Nachtrag:
    Aus den derzeitigen Kartierungsangaben kann man zudem nicht erkennen, ob es sich um alte Fruchtkörper handelt oder um junge Exemplare - auch dadurch kann das Ergebnis durchaus verfälscht werden.


    Hallo Maria und Abeja!
    Meine Schwiegermutter erzählt, dass sie, mit allen Kindern des Ortes "in der deuer Zeit" im Wald Bucheckern sammelte, um daraus Öl pressen zu lassen. Nicht besonders schmackhaft, erinnert sie sich, "aber wir hatten Öl". Auch an die nussige Komponente konnte sie sich erinnern. Da verwundert es nicht, wenn die Keimblätter auch etwas nussiges an sich haben.
    Ich glaube, ich muss die unbedingt mal probieren!


    Hallo Tuppie,


    ja probiere die jungen Blätter bzw. Schösslinge und berichte dann darüber.


    Mit den Bucheckern und auch den Eicheln habe ich so einiges ausprobiert - das wiederum ist zum Teil richtig lecker.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo abeja,


    super dass Du dies ausprobiert hast :)


    Ich habe gestern auch noch ein wenig in meinen schlauen Büchern recherchiert und nicht wirklich viel über die kulinarischen Seiten oder gar über Inhaltsstoffe gefunden. Interessanterweise auch nicht in den Büchern die ansonsten die ungewöhnlichsten Pflanzen als Nahrungsmittel beschreiben. Die Ausnahme schienen allerdings die Linden-Schösslinge zu sein. Ansonsten scheint es eher so zu sein, das man die Baumschösslinge eher in Notzeiten gesammelt hatte. Die jungen Blätter (auch der Buchen) hat man wohl auch getrocknet und damit dann das Mehl gestreckt ...


    Das Einzige was mir eigentlich so interessant erschien, dass man es vielleicht einmal ausprobieren könnte, ist ein Buchenblätterlikör.


    Ansonsten aber, so meine Meinung, schenkt uns die Natur gerade in der Zeit in der die Baumschösslinge durchbrechen doch eigentlich ein derart reichliches Angebot an wirklich wohlschmeckenden Pflanzen mit reichlich Inhaltsstoffen, dass man in unseren Wohlstandszeiten sicherlich die vielen Baumschösslinge getrost den Rehen etc. (oder dem Kompost) überlassen kann ;)



    [hr]


    Der Gundermann bzw. die Gundelrebe ist ein äußerst interessantes Würzkraut mit einem breiten Anwendungsspektrum. Aber man sollte das Kraut wohl dosiert verwenden. Ich verwende es sehr gerne. Aber ein Blatt einfach so roh verkostet schmeckt mir persönlich jetzt nicht so besonders gut ;)


    Und ja, aus den Blättern und später dann auch aus den Kölbchen der verschiedenen Wegericharten kann man wahre Delikatessen zaubern.


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Heide,


    dies ist eine sehr schöne Zusammenstellung und ja, die Angaben stimmen :) Vorsichtig muss man allerdings im Netz durchaus sein und im Zusammenhang mit essbaren Baumblättern und Co. vor allem bei den sogenannten/selbst ernannten ;) Survival-Spezialisten.
    Ich schlage einmal später in meinen schlauen Büchern nach ob ich etwas über die Inhaltsstoffe herausbekomme, denn, ich meine mich zu erinnern, dass da für uns Menschen meistens nicht allzu viel Verwertbares in den Blättern enthalten ist.


    Liebe Grüße


    Maria


    P.S.: Ein paar Rezepte zu den diversen Baumblättern habe ich natürlich schon, die müsste ich bei tatsächlichem Bedarf nur heraussuchen


    Hallo Craterelle,


    ich bin versucht zu sagen: Keine Essensfreigabe hier im Forum ;)


    Also, ich weiß, dass die jungen Ahornblätter früher gerne und viel gegessen wurden, man hat eine Art Sauerkraut daraus gemacht oder sie zu Mus verarbeitet. Der Althochdeutsche Name (mazzaltra) deutet auch darauf hin, da dies so etwas ähnliches wie Speisebaum bedeutet. Selbst gegessen habe ich die Ahornblätter noch nie und kann Dir auch nichts über die evtl. Inhaltsstoffe sagen.
    In der Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen von Steffen Guido Fleischhauer konnte ich unter anderem folgendes finden:
    Die jungen Blätter von März bis April zu Sauerkraut. Die jungen Triebe von März bis April frisch zu Salaten, zu Gemüsegerichten oder getrocknet als Beigabe zu Kräuter-/Gemüsesuppen. (Diese Angaben wurden zu allen mitteleuropäischen Ahorn-Arten gemacht.)


    Liebe Grüße


    Maria


    P.S.: Ich glaube die Kornelkirsche liebt kalkhaltigen Boden, vielleicht ist dies der Grund warum sie hier gehäuft auch wild wachsend vorkommt.


    Zwar noch nicht zum Sammeln, aber zum Vormerken für später könnte jetzt auch die Zeit der Kornelkirsche gekommen sein oder bald kommen. Die soll angeblich im zeitigen Frühjahr während der Blüte besonders leicht zu erkennen sein. Ich habe leider immer noch keine gefunden, obwohl ich schon im letzten Jahr danach Ausschau gehalten habe.


    Hallo Craterelle,


    vielleicht bist Du ja selbst bereits fündig geworden, aber hier in meiner Gegend blüht zur Zeit überall die Kornelkirsche. Und ich muss ehrlich sagen, zumindest hier rund um Treuchtlingen, findet man erstaunlich viele wildwachsende und große Kornelkirschen - habe ich bisher in anderen Gegenden so noch nie in dieser Häufigkeit gesehen. Es liegt wahrscheinlich/vielleicht, und dies könnte für Dich beim Suchen hilfreich sein, daran: kalkhaltige Böden, Auwälder, Flußufer ...


    Viel Glück und liebe Grüße


    Maria

    Hallo Tanja,


    Claudia hat Recht damit, dass eine "erzwungene" Richtigstellung nicht wirklich etwas bringt, ganz im Gegenteil. Leserbriefe sind da sicher die bessere Option sofern sie sich nicht auf das Niveau des Artikels begeben.


    Ich konnte mit der Presse aber immer wieder bei solchen Dingen auch ganz andere Erfahrungen machen. Natürlich müssen die Medien Geld verdienen und natürlich müssen dazu die Artikel entsprechend aufgemacht werden damit die Mehrheit der Bevölkerung diese Artikel überhaupt liest bzw. kauft, aber meistens sind die Journalisten durchaus an einer fundierten, wahrheitsgemäßen guten Berichterstattung mehr als interessiert. Sprich die Redaktion doch einfach einmal an, ohne Vorwurf, ohne schimpfen etc.. Ich meine, nur einmal so als kleine Argumentationshilfe, da wächst gerade hier bei uns auf der Insel so ein seltener Pilz, wohl einmalig für Deutschland, sogar die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat extra einen Fachartikel zu diesem Pilz veröffentlicht der weltweit Beachtung findet, so selten und imposant ist dieser neue Pilz ;) ... und was den Deichbau angeht, gemeinsam haben wir es doch tatsächlich geschafft eine wirklich tolle Lösung für den Schutz der Menschen und dieser so selten und einmaligen Pilze zu finden - ist dies nicht toll!!! Ja, das sind halt wir Insulaner ;) ... - wäre doch ein toller Artikel ;)


    Vielleicht klappt es ja, dass dann ein neuer Artikel, und dann auch mit Fotos ?, erscheint.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    ich möchte den vielen aktiv Mitwirkenden in diesem Forum einmal herzlich danken!


    Als ich vor ungefähr einem Jahr beschloss mich ein wenig mehr in die Welt der Pilze zu bewegen entschied ich mich zunächst, nach gründlicher Recherche, für diese Forum und es war ein sehr guter Schritt!!! Mittlerweile bin ich in einigen anderen "Netzwerken" zugange und immer begeisterter gerade von diesem Forum hier. Warum?


    Hier kann ich mir sicher sein immer richtige und fundierte Aussagen zu bekommen! Egal ob ein Pilz aufgrund meiner Angeben sicher bestimmbar ist oder nicht - hier bekomme ich binnen Minuten eine wirklich fundierte Antwort. Auch wenn einmal irgend jemand eine Antwort "leicht daneben" gibt, was äußerst selten geschieht, dann wird dies auf äußerst nette und diskrete Weise sofort korrigiert!


    Innerhalb des Forums gibt es Freiraum und Nischen für viele weitere Dinge was mir sehr gefällt. Wenn aber etwas aus dem Rahmen fällt wird seitens der Administratoren sofort regiert. Und dies wiederum verschaffte zumindest mir ein Gefühl der Sicherheit und des Entspannt sein Könnens.

    Hallo Frank,


    ich würde hier einfach sagen ... "Immer mit der Ruhe!" :) Wenn Du soweit bist, dann sage doch einfach hier Bescheid. Schließlich hast Du ja auch noch anderes zu tun!


    Und was das "flexible" angeht - ich glaube, dass es dann sogar noch öfter heruntergeladen wird! Viele, die es sich aufgrund der hohen MB nicht herunter geladen hätten, werden sich dies nach der Modifizierung erst einmal ansehen, werden dann feststellen wie toll dies ist und es sich dann doch herunterladen um es eben jederzeit zur Verfügung zu haben.


    Liebe Grüße


    Maria


    Was meinst Du mit anderer Lösungsmöglichkeit, es handelt sich lediglich um einen Schreibfehler und es sind 192 statt 150MB, in der heutigen Zeit doch nicht mehr wirklich ein Problem.


    Weiter oben in meinem Beitrag findet man auch den Link zur .csv Datei, die muss man sich dann eben selbst aufbereiten.


    Antonius behüt und herzliche Grüße
    Frank


    Hallo Frank,


    dies war nicht böse gemeint :)


    150 oder auch 192 MB sind natürlich kein Problem, wirken aber erst einmal etwas abschreckend :) Es ist so eine tolle Arbeit und vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit dies irgendwie so aufzubereiten, zur Verfügung zu stellen, dass man sich die 192 MB eben erst einmal nicht herunterladen muss - nur dies war mein Hinweis bzw. meine Frage als "technischer" Laie um nicht zu sagen Idiot was solche Dinge angeht ;) .


    Liebe Grüße


    Maria


    Kam bei mir auch!!!


    Gibt es da eine andere Lösungsmöglichkeit frage ich einfach einmal naiv und laienhaft?


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Juliane,


    Deine Fotos zeigen die Weiße Pestwurz. Diese wächst unter anderem in Auwäldern, sie liebt steinigen Boden und sie ist eher selten.


    Dann gibt es noch die recht häufige Rote Pestwurz. Auch diese wächst unter anderem in Auwäldern, liebt steinigen UND/ABER eben auch kalkhaltigen Boden.


    Ich persönlich denke, dass viele der Zeigerpflanzen sehr nützlich sind für die Einordnung des Bodens, also ob er eher kalkhaltig ist. Dies muss aber nicht unbedingt bedeuten, dass dann auch immer genau bei diesen Pflanzen z.B. Morcheln wachsen.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Claudia,


    das ist die weibliche Blüte des Bingelkrautes. Recht unscheinbar wobei das Bingelkraut an sich häufig ist.


    Hallo Tuppie,


    ich bin mir eigentlich sicher, dass die "Phantompilze" hier wachsen - alles passt - aber die große Frage ist halt WO? Wobei, heute habe ich zufällig den Revierförster getroffen. Der meinte zwar, dass er sich mit Pilzen nicht besonders auskennen würde hat mir indirekt aber dennoch einen Tipp gegeben. Mal schauen. und wenn nicht, dann halt nicht - ist ja auch nicht tragisch :) Auf jeden Fall heißen die Fichenzapfenrüblinge seit heute "Tarnkappenrüblinge" bei mir - so was von schwer zu sehe ... und das bei Sonnenschein also optimalen Sichtverhältnissen ... die Schlingel verstecken und tarnen sich ... ;)


    Nette Leute gibt es hier wirklich viele ... ob die aber mit in die Pilze gehen??? Naja, ich tue mein Bestes und wer weiß was sich da im Laufe der Zeit noch so entwickelt - es bleibt spannend :)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    angeregt durch die vielen Lorchel-, Morchel-, und Becherlingsfunde, vor allem in den sozialen Netzwerken verkündet, zog es mich heute wieder einmal hinaus. Um es gleich vorweg zu sagen ... diesbezüglich fand ich so rein gar nichts! Dennoch fand ich so einiges "pilziges", auch durchaus Delikatessen darunter, vor allem aber schwelgte ich in der erwachenden Natur mit ihrem Blütenreichtum.


    Neben blühenden Windröschen, Lungenkraut, Bingelkraut, Veilchen, Seidelbast, Leberblümchen, Scharbockskraut, usw., usw. beeindruckte mich dieser Pilz ungeheuer. Eigentlich waren es mehrere Pilze, alle gleich stattlich groß, die sich um einen dicken Baum herum befanden.


    Neben vielen weiteren Porlingen, Schwämmen, Trameten, unglaublich vielen alten diversen Erdsternen (ich denke es ware drei verschiedene) usw. fand ich dann noch Fichtenzapfenhelmlinge (ich denke, dass sie dies waren, denn sie rochen doch sehr laut nach Chlor)


    Und schließlich sammelte ich eine wirklich magenfüllende Schüssel voll mit leckeren Fichtenzapfenrüblingen.


    Zusammen mit der ebenfalls gesammelten Knoblauchsrauke, dem Giersch, den Brennnesseln und Taubnesseln, dem Scharbockskraut, Schafgarbe, Löwenzahn, Sauerampfer und Gänseblümchen wird dies morgen ein Festmahl. Der Tisch der Natur ist wieder aufs neue reichlich gedeckt!


    Liebe Grüße


    Maria


    Im Anhang noch ein paar (wenige) Fotos wobei mich das letzte Foto besonders fasziniert.

    Danke Heide,


    das freut mich sehr :) Pflanzen und übrigens auch Pilze (warum heißt z.B. der Pilz Judasohr ausgerechnet Judasohr ;) ) sind nicht nur einfach und ausschließlich zu reduzieren auf "Lebensmittel" oder "Medizin" oder ähnliches, sie haben uns so viel mehr zu erzählen - von unserer Kultur, unserer Geschichte, unserer Sprache zum Beispiel. Schwierig für mich ist es nur bei solchen Kurztexten wie hier im Forum die wichtigsten "Highlights" irgendwie kurz und knackig und dennoch allgemein verständlich unterzubringen. Ich finde Deine Rückmeldung deswegen umso schöner :) .


    ... und wenn Du kontinuierlich die jungen Blättchen in den Beeten erntest, dann geht dort der Giersch mehr und mehr zurück. Bei mir und bei meiner Mama war dies zumindest so. Ich habe ihn ganz weg bekommen. Allerdings hatte ich auch nicht so viel. Meine Mama, deren ganzer Garten voll mit Giersch war, sagte irgendwann zu mir, "Du ich glaube jetzt muss ich einmal mit dem Giersch Pause machen, sonst ist er ganz weg und für deinen Papa (der hat ja die Gicht) brauche ich denn ja täglich.


    Also, genau so viel Erfolg wie wir ihn hatten beim Giersch ernten und liebe Grüße


    Maria


    Tolles Profil Maria :) Danke :) Hier in meinem Dunstkreis nennt man es auch Dreiblatt...keine Ahnung warum aber das war der erste Name den ich für das Kraut gelernt habe...Giersch kam vielll später ;)


    LG Torsten


    Hallo Torsten,


    ja der Giersch hat unheimlich viele volkstümliche Namen und neben Geißfuß dürfte Dreiblatt der wohl geläufigste sein. Dreiblatt bezieht sich übrigens auf die Dreiteilung der Blätter.


    Und das Wort Giersch kommt von Giers, ein uraltes Wort, ich glaube Althochdeutsch. Giers wiederum war einfach Kraut bzw. Unkraut und soweit ich mich erinnere müsste dieses Wort Giers bereits um 1000 geläufig gewesen sein - aber ehrlich gesagt müsste ich jetzt selbst nachlesen um genaueres sagen zu können.


    Hier noch einmal ein Foto auf dem man die Dreiteilung der Blätter vielleicht ein wenig erkennen kann.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Markus,


    eine weitere sehr schöne Präsentation.


    Reismehl ist sehr gut für einen Tempurateig geeignet, kann ich nur bestätigen. Eine Frage habe ich allerdings, kommen speziell bei diesem Gericht mit Judasohren neben Reismehl und Wasser keine weiteren Gewürze wie z. B. Salz dazu?


    Liebe Grüße


    Maria

    Sehr schön Markus :thumbup:


    Wie Holger schon geschrieben hat, man denkt so selten daran in diese Richtung selbst zu kochen und dabei liebe ich thailändische und auch die vietnamesische Küche.


    Gerne mehr Rezepte darüber wie man Pilze in Thailand in der Küche verwendet.


    Liebe Grüße


    Maria


    Liebe Maria, ich mag den Giersch nicht besonders, aber nach Deiner Nachhilfestunde bekomme ich wieder Lust, ihn auf andere Weise zu probieren.


    Liebe Grüße Claudia


    Ja probiere einmal Claudia und berichte dann bitte darüber :thumbup:


    Und wenn er Dir dann immer noch nicht besonders schmeckt, dann gibst Du ihn einfach zu den Blumen-Gestecken - da macht er sich ebenfalls wirklich gut und ist sehr dekorativ.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Claudia,


    bitte nicht böse sein wenn ich dir jetzt diese Frage stelle :) Wenn ich mir das Foto betrachte (auf dem man leider keine Details erkennen kann) und Deine Beschreibung lese - bist Du sicher, dass es sich um junge Rotbuchen handelt und nicht doch um Hainbuchen?


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Claudia,


    zu Deiner Eingangsfrage kann ich vielleicht etwas sagen. In Mittelfranken herrschte in weiten Teilen eine Monokultur vor - die reinen Kiefernwälder (Steckerleswälder). Diese Kiefernwälder waren in der Regel äußerst pilzreich, allerdings häufig nicht übermäßig artenreich. Vor vielleicht 20 / 30 Jahren begann man in den Staatswäldern damit, diese reinen Kiefernwälder zum Missfallen vieler Pilzsucher in Mischwälder umzuwandeln. Heute findet sich, so zumindest meinem Empfinden nach, ein wesentlich größerer Artenreichtum an Pilzen vor wie früher und ich habe nicht den Eindruck, dass irgend ein Pilz von früher nun fehlt oder das es weniger Pilze gibt. Und, ich bin mir sicher, dass Du dies noch erleben wirst Claudia.


    Die ebenfalls angesprochene Verbuschung findet eigentlich nur auf sich selbst überlassenem Brachland statt aber diese Flächen sind eher selten anzutreffen. Ansonsten findet sich ein etwas stärker Krautwuchs, wie Ralf schon geschrieben hatte, in der Regel eher am Wald- oder Wegesrand vor, also dort, wo mehr Lichteinfall ist. Diese etwas stärker bewachsene Krautzone, oft in Verbindung eben mit Brombeeren, Holunder und vielen weiteren Pionierpflanzen, geht aber in der Regel nicht sehr weit in den Wald hinein. Und in dieser Krautzone finden sich dann auch Pilze, Pilze die man früher nicht so angetroffen hat.


    Was die nicht fallenden Blätter der Hain- oder Weißbuche angeht habe ich einmal versucht in meinen schlauen Büchern etwas herauszubekommen - leider ohne Erfolg. Ich glaube allerdings nicht, dass es etwas mit der Herkunft zu tun hat, den z.B. die Rotbuche kommt ebenfalls aus wärmeren Gefielden. Vielleicht hat es wirklich etwas mit der Genetik zu tun.
    Gerade lese ich, dass Du zwischenzeitlich geschrieben hast, dass es sich um nicht fallende Blätter der Rotbuche handelt - mmmh - vielleicht doch die Herkunftsländer von vor Tausenden von Jahren?


    Zur Unterscheidung von Buchen und Hainbuchen auch anhand der Rinde habe ich einmal zwei Links beigefügt (bei den jeweiligen Bäumen hinterlegt). In der Regel wird man die Hainbuche in Deutschland eher als Heckenpflanze antreffen, auch da durchaus größer. Eine Buche hingegen wird man in einer Hecke eher selten antreffen. Ansonsten, wenn man mit der Rinde Schwierigkeiten hat, empfiehlt es sich die alten Blätter vom letzten Jahr am Boden anzusehen, falls keine Fruchthüllen vom letzte Jahr da liegen, und spätestens dann müsste man eindeutig unterscheiden können.


    Liebe Grüße


    Maria

    Giersch (Aegopodium podagraria)
    Geißfuß, Gichtkraut, Zipperleinskraut, Podagrakraut, Baumtropfen, Bodenholunder


    Beim Giersch scheiden sich die Geister. Die einen nennen ihn begeistert eine Delikatesse, die anderen mögen ihn geschmacklich nicht so gerne, die einen bezeichnen ihn als unentwegt nachwachsendes Dauergemüse und lieben ihn, die andern betiteln ihn als das schlimmste Unkraut im Garten und hassen ihn. Unzweifelhaft (eigentlich) sind dagegen seine medizinischen Seiten und darauf deuten bereits viele seiner Namen hin.


    Der Name Podagraria (aus dem Griechischen) heißt "das Podagra heilend" und Podagra ist die Gicht. Zipperlein bedeutete früher Fuß-Gicht, speziell die Gicht am großen Zeh. Bereits im Mittelalter haben die Mönche den Giersch in ihren Klostergärten eben wegen dieser Heilkräfte angepflanzt. Er war dem Heiligen Gerhard geweiht, der bei Gicht um Hilfe angerufen wird. In England heißt der Giersch deshalb heute noch "bisops wort". (Natürlich gibt es noch viele weitere Erklärungen zu den vielen Namen des Giersch, aber hier belasse ich es erst einmal darauf.)
    Der Giersch ist eines der ältesten und bekanntesten Wildgemüse. Von der ärmeren Bevölkerung wurde er als gesundes Nahrungsmittel zum Nulltarif verwendet lange bevor der Spinat im 16. Jahrhundert aus Asien eingeführt wurde. Die römischen Legionäre, die den Giersch reichlich gegessen haben sollen, werden für seine Verbreitung in ganz Europa verantwortlich gemacht. Schließlich geriet der Giersch in Vergessenheit bis ihn der Kräuterpfarrer Künzle wiederentdeckte.


    P1090070.JPG  
    Giersch wächst selten alleine. In jeder Wachstumsphase haben die Blätter eine andere Grüntönung (je älter desto dunkler).


    Eine herrliche Medizin,
    so äußerte sich Kräuterpfarrer Künzle über den Giersch. Giersch ist stark harntreibend, reinigend, entzündungshemmend, appetitanregend, schwach blutreinigend und verdauungsfördernd. Insbesondere bei Gicht, Rheuma und Ischias ist er, speziell zusammen mit Brennnessel, kaum zu toppen!
    Auch wenn nach einigen Untersuchungen und Studien der letzten Jahre nun gesagt wird, dass eine Wirkung des Giersch nicht nachzuweisen ist, vor allem wohl da man sich nicht erklären kann wodurch diese Wirkung zustande kommt, kann man dem Wissen und den Erfahrungswerten unserer Vorfahren durchaus Glauben schenken. Immer wieder konnte ich persönlich bis heute feststellen, wie hervorragend der Giersch gerade bei Gicht hilft (mein Vater hat Gicht).
    Die möglichen weiteren Verwendungsmöglichkeiten bitte ich z. B. hier zu entnehmen.


    Eine unserer nützlichsten Speisepflanzen
    Der Giersch ist nicht nur aufgrund der chemisch analysierbaren Vitamine und Spurenelemente eine unserer wichtigsten Speisepflanzen, sondern er schenkt uns auch etwas von seiner unverwüstlichen Lebenskraft. Diese Kraft macht sich bei uns durch ein allgemein gesteigertes Lebensgefühl bemerkbar.
    Vitamin C (Tagesbedarf 75 mg): 100 g Giersch - 201 mg / Gemüse mit höchstem Anteil: Broccoli, Rosenkohl: 114 mg
    Reineiweiß: 100 g Giersch - 6,7 mg / Gemüse mit höchstem Anteil: Grünkohl: 3,0 mg
    Provit.-A(Carotin) (Tagesbedarf 1,0 mg): 100 g Giersch - 0,684 mg / Gemüse mit höchstem Anteil: Spinat 0,7, Karotten 2,0 mg
    Eisen (Tagesbedarf 10 mg): 100 g Giersch - 16,6 mg
    Kupfer (Giersch 2,13 mg), Titan (Giersch 1,68 mg), Bor (Giersch 3,9 mg), .....


    Ein unentwegt nachwachsendes Dauergemüse - Giersch kulinarisch
    Im Internet und in den Büchern findet man relativ viel über die kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten des Giersch. Wichtig und entscheidend ist dabei das Wachstumsstadium der Blätter!
    Die Blätter sind sehr aromatisch und erinnern laut den vielen Beschreibungen an Petersilie. Ich persönlich sage, sie erinnern an Suppengrün. Also einfach einmal vorstellen: etwas Petersilie, Sellerie und Karotte zusammen im Mund kauen ... so ungefähr ... Und nun kann sich sicher jeder ein genaueres Bild davon machen, ob ihm persönlich bei dieser Geschmackskombination z.B. ein reines Gemüse oder ein reiner Salat aus Giersch schmecken könnte oder eher nicht. Giersch kann man beinahe das ganze Jahr über sammeln, auch die nachgewachsenen jungen Blättchen. Der Geschmack verändert sich kaum.
    Ich persönlich verwende die jungen, zarten Gierschblätter sehr gerne als Würzkraut zusammen mit anderen Kräutern, also z.B. in Salaten, Quark, Kräuterfüllungen, Kräuterbutter, im gemischten Wildkräuterpesto, im gemischten Wildkräuter-Essig usw. usw.


    Entscheidend ist wie schon gesagt das Wachstumsstadium:
    Kleine, hellgrüne, "gelackte", zarte Blättchen: Brotbelag, Salat, .....
    Größere, mittelgrüne, noch zarte Blätter: Gemüse, evtl. noch Salat, Getränke, Gelee, Sauergiersch, Würzkraut, zum Trocknen als Würzkraut, ...
    Große, grüne, nicht mehr ganz so zarte Blätter: Getränke, Gelee, evtl. gerade noch Sauergiersch
    Stiele: Stielmus
    Blüten: im Ausbackteig
    Samen: Gewürz


    P1090017.JPG  
    Hier sind die hellgrünen, gelackten bzw. glänzenden jungen zarten Blättchen gut erkennbar.


    Meine ganz persönlichen Lieblingsrezepte:
    Gierschbrote
    Baguette-Scheiben buttern, mit ganz jungen zarten Gierschblättchen belegen, eine Scheibe gekochtes Ei darauf legen, einen Klecks Mayonnaise darauf und dieses mit einem winzigen Gierschblättchen dekorieren. Die sieht nicht nur wunderschön aus sondern schmeckt fantastisch.


    Gierschlimonade
    Reichlich Gierschblätter, wenig Gundermann, etwas Pfefferminze, Apfelsaft, evtl. Zitrone
    Die gewaschenen Gierschblätter, die Gundermannblätter und die Pfefferminzblätter etwas andrücken und in Apfelsaft einlegen. Mein Mengenverhältnis für eine würzige Kräuterlimonade ist in etwa die Hälfte der Menge insgesamt sollten/können Kräuter sein. Gundermann ist eher herb-bitter, daher nicht so viel verwenden und Pfefferminze ebenfalls eher sparsamer verwenden aber vom Anteil her mehr als der Gundermann. Das Ganze kühl stellen und am Besten über Nacht ziehen lassen. Über einem Sieb abgießen, dabei die Kräuter gut ausdrücken, und mit Wasser aufgießen. Wer will kann noch Zitronensaft zugeben. Eine wunderbare erfrischende Kräuterlimonade! (Aus dieser Mischung kann man dann wiederum ein erstaunlich lecker schmeckendes Gelee herstellen.)


    Ein wenig Botanik muss hier sein
    Der Giersch kann von ungeübten Kräutersammlern durchaus mit ungenießbaren oder sogar giftigen Pflanzen verwechselt werden. Ich bitte daher darum, sich vor einem evtl. Sammeln genauestens zu informieren! Der dreikantige Stengel der an der breitesten Seite der dreikantigen Stengel immer eine Art Rille hat, ist, neben den anderen Merkmalen, ein gutes Bestimmungs-Merkmal. Und dann sollte man eine Geruchsprobe machen - also einfach ein Blatt zwischen den Fingern reiben und schon strömt der Giersch-typische Geruch aus.


    Ein Unkraut im Garten - ohne jeden Zweifel!
    Wer Giersch im Garten hat, der hat ein Problem, denn beim Giersch handelt es sich ohne jeden Zweifel um ein kaum auszurottendes Unkraut. Giersch verbreitet sich ungemein und erobert mittels unterirdischer Ausläufer mühelos bis zu 3 qm Boden pro Jahr. Die Würzelchen brechen sehr leicht und jedes Wurzelstückchen treibt neu aus. Durch hacken, ausreißen etc. belebt man die Wuchskraft daher eher noch. Es gibt Pflanzen die der Giersch nicht mag, Buschbohnen z.B.. Allerdings ist die Wirkung der Buschbohnen nur eher begrenzt, denn der Giersch wächst dann halt einfach neben dem Buschbohnenbeet fröhlich weiter. Was aus eigener Erfahrung hilft ist den Giersch (bereits die jungen Pflanzen) ständig abzuschneiden, vor allem an den Ausläufern. Auf diese Weise verarmen die Ausläufer an Nährstoffen und verlieren ihre vehemente Wuchskraft. Mit dieser Methode, die "etwas" Geduld erfordert, geht der Giersch immer mehr zurück und verschwindet dann irgendwann ganz.



    Und jetzt könnt Ihr natürlich gerne Fragen stellen, Eure Erfahrungen, Rezepte etc. teilen ... ich freue mich darauf.


    Liebe Grüße


    Maria



    Es versteht sich von selbst, dass man Pflanzen, genau wie Pilze auch, nur dann sammelt und verwendet, wenn man sich mit der Bestimmung dieser Pflanzen zu hundert Prozent sicher ist.