Beiträge von Maria


    Hallo,


    obwohl es sich hier um den Buchen-Schleimrübling handelt und man drumherum hauptsächlich Buchenblätter und -cupulen erkennt, scheint das Substrat hier ausnahmsweise Eiche zu sein. Das mache ich zum einen an der Rinde, aber auch an dem Pyrenomyceten fest. Da scheint es sich nicht um Diatrype disciformis, sondern um Diatrypella quercina zu handeln (der in diesem Fall schönere Pilz :P). Man sieht außerdem noch ein paar Blätter der Hainbuche und Fichtennadeln. An letzteren befindet sich offenbar noch ein Lophodermium oder so.


    Viele Grüße
    Steffen


    Hallo Steffen,


    da habe ich also noch zwei weitere Pilze mit aufgenommen, den einen an den Fichtennadeln hätte ich nie gesehen, den anderen sehe ich hier häufiger. Um welche Eckenscheibchen es sich dabei jeweils handelt kann gerade ich natürlich nicht sagen, ich habe mir weder diese Pilze bisher näher betrachtet, noch habe ich wirklich auf die Bäume geachtet. Ich meine aber, dass ich diese Eckenscheibchen auch noch an weiteren Eichen(-Überbleibseln) gesehen habe. Aber wie schon gesagt, auf diese Pilze habe ich nie wirklich geachtet.


    Falls es für Dich interessant wäre (viel findet man im Internet über die Eichen-Eckenscheibchen ja nicht), kann ich gerne noch einmal dort hingehen. Du müsstest mir in diesem Falle nur sagen was Du brauchst.


    Liebe Grüße


    Maria


    Danke abeja,


    ich schicke Dir eine PN.


    [hr]


    Hallo Claudia,


    einige Flechten, vor allem das Isländisch Moos, werden traditionell und mit Erfolg medizinisch eingesetzt.


    Es gibt so weit ich weiß im Internet Listen mit phototoxischen Pflanzen. Allerdings gibt es verschiedene Ursachen und hier sollte man unterscheiden (gute Veröffentlichungen machen dies auch). Es gibt Pflanzen die durch einen Hautkontakt zu Reaktionen führen können die aber bei Genuss dieser Pflanze keine Reaktionen zeigen - ich glaube bei der Weinraute ist dies so. Es gibt aber auch Pflanzen, die erst beim und nach dem Genuss der Pflanze in Verbindung mit Sonneneinstrahlung allergische Reaktionen hervorbringen können und hierzu zählt z.B. das Johanniskraut.


    Und ja, vor einem Hautkontakt mit dem Riesenbärenklau kann man wirklich nur warnen!!! Mit dem ist nicht zu Spaßen und wenn man ihn entfernen will, dann wirklich nur mit sehr wirksamer Schutzbekleidung!!!


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Maria!
    Ich fühle mich da auch mal angesprochen... ich schaue mal nach ob ich was finde. Ansonsten in ein paar Tagen blüht der in meinem Garten bestimmt, es sei denn, es wird zu kalt. ;)


    Super Tuppie,


    Alle anderen Fotos habe ich, nur keine von der Blüte. Die Blüte steht übrigens an geschützten Stellen kurz bevor, in dieser Woche noch denke ich. Eine Vorstellung des Waldmeisters wäre allerdings vor der Blüte gut ;)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    den nachfolgenden vielleicht 1 bis 1 1/2 cm großen Pilz fand ich an einem dünnen Laubholzast und ich habe nicht einmal eine Ahnung in welche Richtung ich überhaupt wegen einem Bestimmungsversuch suchen könnte.






     
    Vielen Dank schon einmal für Eure Antworten.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    heute war ich endlich wieder einmal im Wald und klar, wieder Pilze die ich noch nie gefunden habe. Die nachfolgenden Fotos müssten doch der Schuppige Porling sein. Der Geruch ist irgendwie leicht gurkenartig und er wuchs an einem Laubholzstumpf.




    Vielen Dank schon einmal für Eure Mühe.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo abeja,


    ich war jetzt doch neugierig was den Wiesenbärenklau angeht und habe einmal nachgeschlagen - da steht ja wirklich mitlerweile überall dieser oder ein ähnlicher Text - so ganz pauschal werden da, anscheinend vorsichtshalber, alle Wiesenbärenklau-Arten in einen Topf geworfen - ich fasse es nicht!


    Beim Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium) gibt es mehrere Unterarten. Alle Wiesenbärenklauarten sind leicht giftig und zwar hauptsächlich in den unreifen Früchten und in den Wurzeln. Die meisten der Unterarten, aber um die geht es hier ja gar nicht, haben eine Phototoxische Wirkung auch durch die weiteren Pflanzenteile. Bei Berührung der Pflanzenteile und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung auf diese Hautteile kann es eher selten und bei empfindlichen Menschen zu Hautreizungen kommen, in der Regel sind dies eher leichte Rötungen und Schwellung der Haut.
    Eine Ausnahme bilden hier die Blätter des Gewöhnlichen Wiesenbärenklaues (Heracleum sphondylium L. subsp. sphondylium) und das ist der, der in der Wildkräuterküche verwendet wird. Seine Blätter, insbesondere die jungen Blätter die man in der Küche verwendet, zeigen keine Phototoxizität.
    (Quelle: Giftpflanzen - Pflanzengifte, Roth, Daunderer, Kormann, Nikol Verlag)


    Ganz ehrlich, manchmal bin ich wirklich erstaunt. Wenn man sich die traditionelle und Jahrtausende lange Verwendung des Gemeinen Wiesenbärenklaues ansieht, dann wird man keine Rezepte zu Wurzeln oder gar unreifen Samen finden (also zumindest ich habe da noch nie etwas darüber gelesen). Für die Stiele wird man Rezepte wie "Kompott", "blanchiert und überbacken" usw. finden, ich kann mich aber nicht daran erinnern jemals ein Rezept mit rohen Stielen gelesen zu haben. Was soll das Ganze also? Verstehe ich wirklich nicht!


    Liebe Grüße


    Maria


    Apropos Foto: Hast Du vielleicht zufällig ein Foto des blühenden Waldmeisters? :) Ich habe mir nämlich überlegt, den vielleicht die Tage im Wildkräuter-Thread zu bringen.

    Hallo,


    nur vorsichtshalber zur vielleicht etwas übersichtlicheren Darstellung :)


    Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
    Gattung: Schaumkräuter (Cardamine), Zahnwurze (Cardamine / Dentaria)
    Art: z. B. Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis)
    Unterart: z.B. Cardamine pratensis subsp. atlantica, Cardamine pratensis subsp. genuina , .....


    Die Schaumkräuter (Cardamine) sind eine Pflanzengattung mit ich glaube an die 200 Arten weltweit. Zur Gattung Cardamine wurde irgendwann auch noch eine weitere, früher eigenständige Gattung, zugeordnet, die Zahnwurze (Dentaria). Nachfolgend schreibe ich aber nur von den ursprünglichen Cardamine-Arten, den Schaumkräutern.


    Die verschiedenen Schaumkraut-Arten wachsen an unterschiedlichen Standorten, sehen zum Teil gut erkennbar unterschiedlich aus, zum Teil ähneln sie sich vom Aussehen her. Die Inhaltsstoffe ähneln sich bei den Hauptkomponenten sehr, sind aber bei den verschiedenen Arten in Höhe und Zusammensetzung unterschiedlich, was sich natürlich auf den Geschmack niederschlägt.


    Das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) wächst, wie der Name schon sagt, überwiegend auf Wiesen, wenn möglich nährstoffreichen und frischen/feuchten Wiesen und es sollte hell sein. Natürlich kann es auch im Wald vorkommen, nämlich dort, wo es ähnliche Standorte findet wie auf einer Wiese eben. Und natürlich kann es auch auf nicht ganz so nährstoffreichen und feuchten Wiesen vorkommen, am Ackerrain, am Rand von Gebüschen, im Gartenrasen, und es kann z. B. in lichten Auwäldern vorkommen, an Bachläufen etc..
    Das Waldschaumkraut (Cardamine flexuosa) als Vergleich dazu, wächst gerne im Mischwald, Buchenwälder mag es auch sehr gerne. Auch hier werden nährstoffreiche und feuchte Böden bevorzugt. Gelegentlich sieht es dem Wiesenschaumkraut durchaus ähnlich, auf den ersten Blick zumindest.
    Das Bittere Schaumkraut (Cardamine amara) wiederum bevorzugt nasse Füße und Halbschatten. Nur sehr selten kommt es daher auf Nasswiesen vor.


    Tja, bisher war es ja noch schön übersichtlich, nun aber werden einige der Cardamine-Arten noch in Unterarten, zum Teil recht umfangreiche, aufgegliedert. Ich denke aber, dass wir "normale" Kräutersammler diese weiteren Unterarten getrost vergessen können.



    [hr]


    abeja
    Ich habe Wiesenschaumkraut von den verschiedensten Standorten (alle Wiesen-ähnlich, vom Ackerrain, aus meinem Garten, neben Hecken/Gebüsch) gegessen, lediglich direkt aus dem (Au-)Wald nicht. Einen geschmacklichen Unterschied konnte ich nie feststellen.
    Ehrlich gesagt vermute ich eher, dass Du verschiedene Arten probiert hast. Und da gibt es eben geschmackliche Unterschiede.


    Liebe Grüße


    Maria


    Untypisch geformte und ungetupfte Blätter (bei mir wächst der Aronstab an manchen Stellen in gemischten Horsten mit Bärlauch, für ungeübte Sammler brandgefährlich...)


    Ja - durchaus brandgefährlich! Ihr ahnt gar nicht in wie vielen Körben, Plastiktüten, Handtaschen, Rucksäcken und Co. ich genau solche Blätter schon entdeckt habe!!!


    Bärlauch scheint bei einigen Menschen wirklich auch die Sinne zu vernebeln ;)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo abeja.


    ganz, ganz tolle Bilder :thumbup: Und ich bin sehr versucht Dich zu fragen ob ich einige der Pflanzenbilder verwenden dürfte :)


    Zum Bild 47: Der Wiesenbärenklau löst, zumindest soweit ich weiß, keine allergischen Reaktionen aus. Er wird nur gerne verwechselt mit dem Riesen-Bärenklau und der löst sehr wohl sehr heftige Reaktionen aus, ist ziemlich gefährlich. Und hier kommt dann noch die "juristische Seite" dazu, die viele Sachbuchautoren dazu zwingt sich nach allen Seiten abzusichern. Und diese Autoren wiederum werden dann zitiert von weiteren Autoren ....
    Das glaube ich Dir gerne, dass Du den Wiesenbärenklau als schmackhaft empfunden hast, denn er ist auch für mich, richtig zubereitet, außerordentlich schmackhaft - ich mag ihn (die jungen Blätter und die Knospen) sehr gerne.


    Und zur Gundelrebe (Bild 48) schreibe ich irgendwann einmal noch etwas - die ist etwas heikel, aber gezielt angewendet wirklich eine Abrundung vieler Gerichte - meiner Meinung nach zumindest und Deiner Meinung nach nun wohl auch :)


    Zu den diversen Baumblättern fällt mir persönlich eigentlich immer nur ein Spruch ein den ich in meiner Familie beim Experimentieren mit dem Ackerschachtelhalm eingeführt hatte: "Gut zu wissen für schlechte Zeiten" ;) und auch da scheinen wir wohl in Bezug der genannten Baumblätter einer Meinung zu sein. :)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo abeja,


    da hatte ich Dich wirklich missverstanden (Wenn ich Deinen Text jetzt lese - das nächste Mal frühstücke ich erst und dann antworte ich ;) )


    Es ist gut möglich, dass es bei den unterschiedlichen Standorten auch geschmackliche Unterschiede gibt. Ich selbst habe das Wiesenschaumkraut schon alleine aufgrund der Masse bisher nur auf Wiesen gesammelt.


    Ich danke Dir übrigens für Deine Wertungen! Warum?
    Bei so vielen Wildpflanzen liest man in beinahe allen Veröffentlichungen immer den gleichen Text (Die schreiben anscheinend alle voneinander ab ;) ). Beim Wiesenschaumkraut z. B. immer "Salat" / "Frischpflanzenpresssaft". Es mag sein, dass dies außerordentlich gesund ist, es mag sein, dass es natürlich Menschen gibt, denen genau dies sehr gut schmeckt, Du hast mir aber die Bestätigung gegeben, dass ich mit meiner persönlichen Meinung nicht alleine stehe - als Beikraut zu Salat, Quark, Frischkäse, etc., die Blätter zusammen mit Butter UND Blüten ... dann ist das Wiesenschaumkraut wirklich köstlich.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo abeja,


    ja die Bitterstoffe ... :) Viele Wildpflanzen haben die von uns Menschen so "bitter" benötigten Bitterstoffe, ganz im Gegensatz zu den herkömmlichen Lebensmitteln aus denen die Bitterstoffe weitgehend herausgezüchtet wurden. Ich gestehe, hier im Wildpflanzen-Thread habe ich an die Plastikschälchen mit der degenerierten Kresse aus dem Supermarkt überhaupt nicht gedacht - das glaube ich gerne, dass man da einen enormen Unterschied feststellt.


    Meintest Du mit dem "dicken Buch" vielleicht die Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen von Steffen Guido Fleischhauer oder ein anderes der zahlreichen "dicken Bücher"?


    Liebe Grüße


    Maria



    [hr]


    Hallo an Alle,


    es gibt weltweit und auch bei uns relativ viele Cardamine-Arten und die meisten (in Mitteleuropa alle) sind essbar. Nicht alle sind aber überall zu finden, nicht alle sind leicht zu erkennen/zu bestimmen, einige stehen so weit ich weiß auch unter Schutz. Beinahe überall und massenhaft zu finden UND durch die Blüte leicht zu erkennen und eigentlich nicht zu verwechseln ist das Wiesenschaumkraut - daher habe ich nur dieses hier im Forum genannt.


    Viele Wildpflanzen sind leicht bis ziemlich bitter und dies ist auch gut so. Wir Menschen brauchen Bitterstoffe und nachdem diese Bitterstoffe in den meistens der herkömmlichen Lebensmitteln zwischenzeitlich weitgehend weggezüchtet wurden dringender denn je. Zwischenzeitlich scheint es aber auch so zu sein, dass viele Menschen durch das überwiegende Essen der von den Bitterstoffen "befreiten" Lebensmitteln überhaupt keine Bitterstoffe mehr mögen - dies nimmt nach Untersuchungen mittlerweile bedenkliche Formen an.


    Soweit mir bekannt sind alle Cardamine bitter mit Unterschieden bei der Bitterkeit. Und bei allen Cardaminen sind die Blätter vor der Blüte weniger bitter wie nach der Blüte.


    Die Frage ist einfach nur wie man die Pflanzenteile zubereitet. Ganz bewusst habe ich daher beim Wiesenschaumkraut zwei Fotos eingestellt auf denen man erkennen kann, in welchem Mengenverhältnis man eine wirklich schmackhafte Speise zubereiten kann ohne dass das Essen bitter oder "scharf" schmeckt. Bei den Blütenbroten z.B. kann man wirklich reichlich die feinen Fiederblättchen auflegen - die leichte Bitterkeit und Schärfe wird durch die ebenfalls dick aufgelegten Blüten kompensiert und es ergibt sich ein harmonisches Geschmackserlebnis.
    (Selbst die Kinder der 1. Klassen die diese Blütenbrote auf der Wiese selbst zubereiten und essen sind begeistert davon und dies wären sie auf keinen Fall, wenn die Brote zu bitter oder zu scharf wären ;) ).


    Liebe Grüße


    Maria


    Prima Idee Maria, kann man das Verzeichnis ggf. erweitern, falls es weitere Pflanzenportraits gibt?
    Liebe Grüße Claudia


    Hallo Claudia,


    natürlich ist dies möglich, habe ich ja heute mit dem Wiesenschaumkraut schon gemacht. Und ich werde die nächsten Pflanzen natürlich jeweils ergänzen/einfügen. :)U


    Liebe Grüße


    Maria
    [hr]


    Hallo Safran,


    vielen Dank für Deinen Vorschlag :thumbup:


    Auch bin ich der Meinung, dass man die bereits im Forum vorhandenen, schon lange existierenden, Pflanzenporträts oder ähnlichem zu dem Thema in das Inhaltsverzeichnis einfügen könnte. Zurzeit kann ja wohl nur ich das Inhaltsverzeichnis bearbeiten - also schickt mir einfach eine PN mit dem Link zu der aufzunehmenden Pflanzenbeschreibung oder ähnlichem :)


    Über Dein Lob habe ich mich übrigens sehr gefreut :)


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Nobi,


    das Bittere Schaumkraut wächst ja, im Gegensatz zum recht häufigen Wiesenschaumkraut, nicht überall. Ich selbst habe nun das Bittere Schaumkraut leider noch nie kosten können :D . Aber ich habe einmal in einigen meiner schlauen Bücher nachgeschlagen.


    Die Inhaltsstoffe ähneln sich weitgehend wodurch sich auch der Geschmack ähneln dürfte. Beschrieben wird der Geschmack eigentlich überall so: Die Brunnenkresse ist etwas milder (nicht so scharf und bitter) wie das Bittere Schaumkraut, naja und das Wiesenschaumkraut ist wiederum etwas milder (nicht so scharf) dafür aber aromatischer wie die Brunnenkresse.


    Interessant ist vielleicht noch, dass das Bittere Schaumkraut anscheinend nie in die Volksheilkunde Einzug fand, auch sind keine Rezepte überliefert. In meinen ganzen Kochbüchern fand ich zum Bitteren Schaumkraut kein einziges Rezept.


    Wenn Dir das Bitter Schaumkraut schmeckt und es bei Dir reichlich vorkommt, dann ist dies doch super :)


    Liebe Grüße


    Maria
    [hr]


    hallo maria,
    danke für den interessanten beitrag! im garten ist es gerade ums aufblühen/wird gleich mal ausprobiert. noch dazu hast du es ja in kombination mit einer meiner lieblingszubereitungen -etwas dicker mit butter bestreichen ;) angeführt.
    lg joe


    Lass es Dir schmecken :) Und ich finde es auch immer wieder beglückend eine "Ausrede" für dick Butter zu haben ;)


    Liebe Grüße


    Maria

    Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis)


    Im April und Mai schäumen manche Wiesen fast über mit blaß-lila, rosa oder weißen Blüten. Es ist eine im wahrsten Sinne überschäumende Blütenpracht. Das Wiesenschaumkraut wird zwischen 15 und 50 cm hoch. Der hohle, fast runde, Stengel wächst aufrecht aus rosettigen Grundblättern und weist gefiederte Blätter auf. Das Kraut ist beinahe über ganz Europa verbreitet und wächst mit Vorliebe auf fetten, feuchten Wiesen, an Bachufern und in Flachmooren, manchmal aber auch im Wald. Das Wiesenschaumkraut ist unter anderem verwandt mit dem Hirtentäschel und mit der Kresse.



    Gesammelt werden im April und im Mai die Blattrosetten, die Blätter, die Triebspitzen mit den Knospen und die Blüten. Die Blattrosetten und die Blätter sind vor der Blüte am Besten, sind dann aber im Gras vor allem für ungeübte Kräutersammler schwer zu finden. Zum Zeitpunkt der Blüte sind die Blattrosetten zudem oft bereits verschwunden. Der optimale Zeitpunkt ist daher bei Knospenbildung.



    Medizinisch wurde das Wiesenschaumkraut schon immer verwendet. Auch die heutige Schulmedizin hat gegen die Verwendung der frischen Pflanze (z.B. als Salat oder als Frischpflanzenpresssaft) nichts mehr einzuwenden, ganz im Gegeteil. Das Wiesenschaumkraut ist stoffwechselanregend, durchblutungsfördernd, harntreibend und wirkt antibakteriell.
    Wirkstoffe sind organische Schwefelverbindungen, bedeutende Mengen an Mineralstoffen wie Eisen, Jod, oder Kalzium, Mineralsalze aus Kalium und Magnesium. Ferner Senfölglycoside, viel Vitamin C, Vitamin A und B, Flavonide, Saponine und Acetylcholine. Auch hier einen kleinen Vergleich, dieses Mal nur zum Vitamin C: Der Vitamin-C-Gehalt beträgt beim Wiesenschaumkraut auf 100 g frisches Kraut 60 mg - Kopfsalat hat 13 mg auf 100 g.
    (Durch die Schwefelglykoside weist der Urin nach innerer Anwendung/Verzehr einen charakteristischen Geruch auf - also nicht wundern.)


    Auch die Ernährungswissenschaftler empfehlen den Salat aus Wiesenschaumkraut. So regt es unter anderem die Körperdrüsen zu erhöhter Tätigkeit an was zweifellos das Wohlbefinden steigert.


    Wiesenschaumkraut schmeckt ähnlich wie Kresse, nur nicht ganz so scharf, dafür aromatischer. Es kann wie Kresse verwendet werden, also alle Rezepte in denen Kresse oder Brunnenkresse angegeben sind, lassen sich in gleicher Weise mit Wiesenschaumkraut zubereiten. Ich persönlich finde, dass das Wiesenschaumkraut eine hervorragende Beigabe zu sehr vielen Salaten ist und wunderbar in Quark(-aufstriche) oder zu Weichkäse passt. Ganz besonders liebe ich aber die Blütenbrote. Dazu einfach Baguette-Scheiben mit Butter bestreichen (etwas dicker damit die Blätter haften bleiben), leicht salzen, mit Blättern belegen und anschließend mit Blüten krönen. Dies sieht nicht nur sehr schön aus sondern ist auch ein Hochgenuss.



    Teil eines vorbereiteten Imbisses bei einer Wildkräuterführung



    Leider habe ich keine weiteren kulinarischen Fotos rein mit Wiesenschaumkraut: Hier ein kleiner Vorspeisenteller mit Wildkräutersalat und der war eben mit Blättern und Blüten des Wiesenschaumkrautes


    Der Name Wiesenschaumkraut kommt übrigens von dem Schaum der sich gelegentlich am Stengel finden lässt. In dieser "Kuckucksspucke" leben die Larven der Schaumzikade. Auch die vielen, vielen volkstümlichen Namen des Wiesenschaumkrautes haben natürlich alle ihre Bedeutung.


    Und jetzt kann ich nur empfehlen die kurze Saison des sehr gesunden und unheimlich leckeren Wiesenschaumkrautes zu nutzen.


    Liebe Grüße


    Maria


    Es versteht sich von selbst, dass man Pflanzen, genau wie Pilze auch, nur dann sammelt und verwendet, wenn man sich mit der Bestimmung dieser Pflanzen zu hundert Prozent sicher ist!


    :D


    Hallo Peter,


    Du denkst auch an den Strohrum ;) Zum Test mit dem Brennen ist der gute Ron viel zu schade - auf diese Idee würde nach dem ersten Verkosten wirklich niemand mehr kommen ;) Und für die Rachenmandeln ist es wie ein Balsam, es rinnt runter besser wie das feinste Öl ;)


    Den Rest Deiner Anfrage beantworten Dir lieber andere ;)


    Liebe Grüße und Salud


    Maria


    Danke für die Info Nobi - einen Bourbon der mir wirklich schmeckt habe ich bisher nämlich auch noch nicht gekostet.


    Eine kleine lustige Geschichte, also zumindest für mich war dies lustig ;) : Als ich einmal mit einer Delegation nach Nicaragua flog, keiner der anderen Teilnehmer war vorher in Lateinamerika gewesen, träumte ich bereits im Flugzeug, laut natürlich ;) , von meinem ersten Glas Rum. Alle sahen mich mit großen Augen an, keiner sagte etwas, aber es war so offensichtlich das jeder an den Stroh-Rum dachte (was mir hinterher auch bestätigt wurde). Nun gut, nach der Ankunft im ersten Hotel trafen wir uns auf der Hotel-Terrasse und ich war die einzige die sich einen Rum bestellt. Hoch erfreut und genießerisch tat ich meinen ersten kleinen Schluck und alle anderen sahen mich wieder mit eher mitleidigen und ungläubigen Blicken an, woraufhin ich einfach wortlos mein Glas weiterreichte ... Was soll ich sagen - am Ende des Abends standen zwei leere Flaschen Ron auf dem Tisch und das Getränk des Abends für den Rest der Reise war klar :D . Alle nahmen "Souvenirs in flüssiger Form" mit nach Deutschland zurück und schwärmen heute noch vom 12-jährigen Flor de Caña.


    Allerdings muss ich sagen, dass ich im Laufe der Jahre in Lateinamerika weitaus besseren Rum getrunken habe, nur kann man den halt, im Gegensatz zum Flor de Caña, in Deutschland in der Regel nicht kaufen - LEIDER.


    ... nach einem gutem Rum mein Lieblingsgetränk ...


    Ho he ho ... unn ´ne Pulle voll Rrrrrrrrrum!
    Darauf stoße ich an. :) Jetzt aber mit Tee. Die Pulle kommt ein anderes mal auf den Tisch.
    Du darfst gerne in den Norden einwandern. :thumbup:


    O.K. - ich mach nen kurzen Zwischenstopp im Norden, sammle dich ein, trink ne Tasse Tee, und dann geht's ab in die Karibik um einen richtig, richtig guten Ron, natürlich pur, zu genießen :evil:

    Na wenn das nicht passt 8|


    Gerade eben, kurz bevor ich den Thread Stammtisch öffnete, habe ich mir einen Single Malt Whisky eingeschenkt ... nach einem gutem Rum mein Lieblingsgetränk, begleitet je nachdem wonach mir zumute ist von Salsa oder Jazz ... :)


    Daher Cheers auf die guten Sachen dieser Welt ;)


    Hallo Schleiereule,


    dann wünsche ich Dir gute Besserung und nicht allzu viele Schmerzen bei gewissen Bewegungen :)


    Ich habe übrigens noch nie Morcheln gefunden - verspeist mit größtem Genuss allerdings schon ;) . Aber hier, bei meinem neuen Wohnort, müsste es die eigentlich geben ... eigentlich ...


    Liebe Grüße


    Maria