Beiträge von Maria


    Hi,


    nee oder. :D Schon wieder so ein Wackelkandidat zwischen Polporus badius (Kastaninenbrauner Stielporling) und Polyporus melanopus. Das ist btw. die 3. Anfrage in der Woche; ziemlich interessant. Die scheinen gerade wirklich einen Schub zu haben.


    l.g.
    Stefan


    :D


    Hi Stefan,


    ich hab ´s gerade in dem anderen Thread auch gelesen.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    heute bin ich "nur Mal schnell" in den Wald um Waldmeister zu holen - und ich hatte weder Kamera noch Pilzbestimmungsbuch noch sonst etwas dabei :haue: Naja, jedenfalls habe ich neben dem Waldmeister eine ganze Reihe Pilze gefunden. Die nachfolgenden interessieren mich primär.


    Sie wuchsen am selben Baumstamm neben dem Schuppigen Porling. Leider komme ich mit der eindeutigen Pilzbestimmung nicht wirklich weiter. Und leider konnte ich die Exemplare die ich mitgenommen hatte gerade eben erst bei schlechtem Kunstlicht fotografieren.





    Ich danke Euch für Eure Antworten :P


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Stefan,


    danke für Deine Antwort.


    Ich habe über viele Jahre hinweg Jahr für Jahr im Internet gegoogelt (mein wunderbarer Birnenbaum hatte ja den Birnengitterrost) in der Hoffnung auf irgend etwas ganz Tolles zu stoßen womit ich den Baum retten könnte. Und dabei stößt man zwangsläufig auch auf den Weißdorngitterrost. Dies waren verschiedene Seiten, verschiedene Quellen und ich habe auch nicht darauf geachtet ob die Quellen überhaupt in Deutschland waren. Und über die Jahre hinweg ist eben der allgemeine Eindruck bei mir entstanden, das die Häufigkeit eines Befalles mit dem Weißdorngitterrost zunimmt. Ob dies tatsächlich der Fall ist weiß ich nicht.


    Gerade eben habe ich ein wenig gegoogelt und siehe da, ich bin sofort fündig geworden, allerdings ohne Erklärung warum dies so ist oder sein könnte. (Link)


    Liebe Grüße


    Maria


    P.S.: Amelanchier-Arten werden übrigens sehr gerne als Ziersträucher/-Bäume gepflanzt und sind daher in Parks, Gärten etc. gar nicht so selten.

    Hallo Ihr,


    es wird ja mittlerweile in diesem Thread, über den Biber hinaus, und nur dies war ja das ursprüngliche Anliegen, etwas breiter diskutiert :) . Und wenn man dieses Thema nun schon breiter anlegt, dann muss ich sagen, dass ich persönlich mich eigentlich nur noch aufregen kann, dass ich nur noch fassungslos bin ... darüber was wir mit uns machen lassen, was reines Profitdenken, Inkompetenz?, Korruption?, viel zu langsame Bürokratie? ausrichten können!!!


    Was nutzt es Tiere wie z. B. den Biber wieder anzusiedeln, wenn gleichzeitig massiv, und so wie es aussieht dauerhaft, das Öko-System an sich zerstört wird? Lest einfach einmal diesen gerade erschienen Artikel - die Aussagen dieses Artikels sind nicht neu, aber schön und verständlich zusammengefasst. Und nach dem Lesen fragt Euch, ob es wirklich vordergründig wichtig ist über Biber, Wölfe, Luchse, Auerhähne und Co. zu diskutieren oder ob man nicht vielleicht einmal zunächst andere Dinge angehen sollte um überhaupt eine dauerhafte Lebensgrundlage für diese Tiere und nicht nur für diese!!! zu schaffen.


    Liebe Grüße (und ich hoffe ich bin jetzt niemanden auf den "Schlips" getreten :) )


    Maria

    Ich hoffe, dass ich deine Frage beantworten konnte Maria. ;)


    Hallo Stefan,


    erst einmal vielen Dank für Deine Mühe :)


    Worüber ich eigentlich nachdachte ist folgendes:


    Beim Birnengitterrost liest man, dass er auf nicht-heimischen-Wacholderarten (z. B. Juniperus chinensis) und dem Sadebaum (Juniperus Sabina) vorkommt. Man liest, meistens im gleichen Satz, dass die heimischen Wacholderarten nicht vom Rost befallen werden. Der Sadebaum ist aber in einigen Regionen Deutschlands heimisch. Dies passt für mich nicht ganz zusammen.


    Und beim Weißdorn-Gitterrost meine ich den Berichten der letzten Jahre entnehmen zu können, dass der Befall wohl zunimmt, auch der Befall an den Pflanzen, die bisher eher nicht so häufig betroffen waren wie z.B. die Felsenbirne. Stimmt dies? Und wenn ja, weiß man warum dies so ist?


    Liebe Grüße


    Maria

    Danke Ralf für diese Worte :thumbup:


    Ich denke die Mehrzahl der Menschen ist natürlich für die Wiederansiedlung verschwundener oder stark bedrohter ursprünglich heimischer Tierarten in einer intakten, ursprünglichen Natur. Gerade beim Biber zeigt sich aber genau das von Dir Ralf beschriebene Bild.


    In einem größeren, sich selbst überlassenen Auwald wird sich der Wald gerade durch den Biber immer wieder erneuern, verjüngen. Insgesamt gesehen dürfte z. B. in einem Auwald mit Bibern eine größere Artenvielfalt vorkommen wie in Auwäldern ohne Biber. Auch wenn hier Wasser durch den Biber aufgestaut wird und an anderer Stelle zutage tritt, dürfte dies in der Regel zu keinen Problemen führen.
    Die Biber vermehren sich aber und sie stehen unter Schutz. Was passiert also - wenn die Population zu groß wird bleibt der Biber eben nicht in den ursprünglich angedachten Gebieten sondern er verbreitet sich. Und in diesen neuen Gebieten, in landwirtschaftlich genutzten Gebieten, gibt es sehr wohl Probleme. Und die sind zum Teil nicht unerheblich und mit finanziellen Belastungen vor allem für die Landwirte verbunden.


    So schön und begrüßenswert es ist, dass der Biber wieder angesiedelt wurde, so bin ich persönlich der Meinung, dass eine ungehinderte Vermehrung eher kritisch zu betrachten ist.


    Hier einmal einen Zeitungs-Artikel zu dem Thema.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr,


    also wenn ich mich richtig erinnere ist dies so, glaube ich zumindest:
    der Weißdorngitter-Rost geht von Weiß- oder Rotdornarten auf bestimmte Arten des Wacholders über aber auch auf andere Pflanzen wie z.B. die Felsenbirne ...
    Der Birnengitterrost geht von bestimmten Wacholderarten, der Sadebaum (Juniperus sabina) gehört ja auch dazu, auf die Birne über und umgekehrt ...


    Egal ob es sich um den Weißdorngitterrost oder um den Birnengitterrost handelt, sie sind ja sehr eng verwandt, sie lassen sich schwer bekämpfen und sind keinesfalls "Ohne"! Und bei aller Liebe zu den Pilzen - DIE müssen nun wirklich nicht sein!


    Für mich stellt sich aber durchaus die Frage der Zusammenhänge!
    Beim Birnengitter-Rost werden die Nicht-heimischen-Wacholder-Arten befallen und somit wäre es ganz einfach zu sagen, dass die heimischen Birnenarten damit halt nicht so gut zurecht kommen. Nun aber wird eben auch der Sadebaum befallen und der ist hier, zumindest stellenweise, heimisch.


    Wie ist dies nun beim Weißdorn-Gitter-Rost? Der Weißdorn ist hier zweifelsfrei heimisch, der Befall an Weißdorn-Gitter-Rost nimmt aber in den letzten Jahr(zehnt)en anscheinend ziemlich zu. Und anscheinend befällt er wohl nun auch zunehmend die Felsenbirne.


    mmmh ? :/


    Kann da jemand etwas dazu sagen?


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Neuergast und ein herzliches Willkommen hier im Forum :)


    Als ehemalige Birnbaum-Besitzerin die diesen nach jahrelangem erfolglosem Kampf eben wegen dem Birnengitter-Rost verloren hat, kann ich dich nur bitten den von mir gesetzten Link in dem anderen Thread zu lesen. Und wenn der Wacholder in Deinem Garten steht, könntest Du Dir ja vielleicht einmal Gedanken machen, ob es nicht andere hübschere Sträucher/Bäume für diesen Platz gäbe - alle Birnbaum-Besitzer im Umkreis von weit über 500 Metern werden Dir danken ;)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Joe,


    ja, so in etwa stimmt dies. Der Pilz braucht zwei Wirte, eben immer bestimmte Wacholderarten und Birnen zwischen denen er wechselt. Hier findest du meiner Meinung nach sehr gute Informationen darüber.


    Liebe Grüße


    Maria


    P.S.: Ich sehe gerade Stefan hat ja schon ähnliches geschrieben.

    Hallo abeja,


    dann lass uns doch beim Wiesenschaumkraut einfach einmal ein wenig forschen. Also ich meine Du und ich, da werden wir des Rätsels Lösung doch wohl auf die Schliche kommen ;) Und rechtzeitig zur nächsten Saison können wir das Thema dann vervollständigen.


    [hr]


    Eine Rezept-Idee für den Waldmeister


    Probiert einmal ein Waldmeister-Sorbet oder Eis - zum dahin schmelzen!


    Einfach ein normales Sorbet-Rezept (mit Weißwein oder noch besser mit Sekt, etwas Zitrone, etwas Zucker und das war es schon) und eben sehr fein gehackten (oder im Zitronensaft püriertem) frischem Waldmeister (oder, noch besser, Waldmeister-Sirup). Etwas Orange und/oder Zitronenmelisse passt auch ganz gut dazu.


    Das schmeckt pur schon super lecker - eine Kugel davon dann aber noch in Sekt, mit Waldmeisterblüten und -blättern dekoriert, serviert ... ein Augenschmaus und einfach nur lecker :yumyum:


    Liebe Grüße


    Maria


    Was mich noch interessieren würde: Tonkabohne (kenne ich noch nicht selbst, aber von Marias Beschreibung ausgehend), Waldmeister und Cassia-Zimt riechen ja doch recht verschieden. Klar, dürfen sie auch, es werden ja immer Mischungen aus diversen aromatischen Verbindungen sein, mit Cumarin als nur einer Komponente unter vielen. Aber weiß vielleicht jemand, in welche Richtung das reine Cumarin am ehesten geht? Also welches der 3 Gewürze am ähnlichsten ist?


    LG, Craterelle


    Hallo Craterelle,


    Cumarin, das ist vielleicht am ehesten mit dem Duft nach der Wiesenmahd zu beschreiben - das riecht nach Cumarin. Und der Waldmeister riecht intensiv nach Cumarin, oder der Steinklee, der riecht ebenfalls intensiv nach Cumarin. Soweit ich diese kenne, haben aber alle Cumarin-haltigen Pflanzen mindestens eine weitere Geschmacks-/Duftnote. Aber vielleicht kannst Du mit diesen drei bekannten Duftnoten der drei verschiedenen Pflanzen den reinen Cumarin-Duft herausfiltern.


    Im Falle der Tonka-Bohne kommen gleich mehrere Geschmacknoten dazu. Eindeutig ist aber auch hier der Cumarin-Geschmack klar vorhanden und steht meiner Meinung nach im Vordergrund.


    Zum Cassia-Zimt kann ich nichts sagen, da ich diesen noch nie, zumindest nicht bewusst, verkostet habe.


    [hr]


    Hallo Tuppie,


    Gerichte mit der Tonka-Bohne können schon sehr, sehr gut schmecken. Erst die Woche habe ich ein Dessert (Bayerisch-Creme mit Tonka-Bohne) gegessen, also da wäre ich am liebsten in die Schüssel gekrabbelt so lecker war dies. Aber ansonsten brauche ich das jetzt auch nicht unbedingt nur weil es gerade in Mode ist. Wie schon gesagt, ich gehe halt in den Wald und hole mir gratis meinen Waldmeister der noch dazu einfacher und schneller zu verarbeiten ist (und manchmal gebe ich ein wenig Zimt (Ceylon-Zimt) oder Vanille oder Rum dazu ;) ) Und später im Jahr hole ich mir Steinklee - ebenfalls super lecker.


    [hr]


    Hallo Heide,


    für das Gelee nehme ich persönlich etwas mehr Waldmeister. Und ich lege ihn über Nacht in Apfelsaft ein, also mehr als zwei Stunden. Aber ich mag beim Gelee, komischerweise aber auch nur beim Gelee, auch einen intensiveren Waldmeister-Geschmack.


    Also das mit dem Wiesenschaumkraut ist eine wirklich leicht verzwickte Sache. Sobald ich die Zeit dazu habe will ich da einmal ein wenig forschen.



    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Tuppie,


    vielen Dank für die tollen Fotos.


    Hier hat der Waldmeister zwar ebenfalls schon Knospen wie ich heute feststellen konnte, ist aber noch nicht so weit wie auf Deinen Fotos zu sehen.


    [hr]


    Hallo Claudia,


    ich finde den Duft des Waldmeisters auch unvergleichlich. Allerdings geht es mir auch wie Craterelle - zu viel davon, auch des Duftes, mag ich dann doch wieder nicht so gerne - als ich vorhin meine Wohnung betrat schlug mir dieser Duft entgegen da ich heute Waldmeister zwar gesammelt aber noch nicht verarbeitet habe. Naja, meine Wohnung ist gerade ziemlich Waldmeister-parfümiert ;)


    [hr]


    Hallo Nobi,


    einen kleinen, zu später Stunde sehr spontanen Nachschlag zum Waldmeister ...


    Ganz groß in Mode ist ja die Tonka-Bohne. Und diese hat eben ebenfalls einen hohen Cumarin-Gehalt. Interessant ist übrigens auch zu lesen, zum Beispiel in dem recht guten Eintrag bei Wikipedia, was die Tonka-Bohne noch so drauf hat - relativ ähnlich zum Waldmeister ;)


    Jedenfalls kursieren im Internet, weil sie halt in der Haut-Cuisine in Mode ist, viele Rezepte mit der Tonka-Bohne ... die Tonka-Bohne einfach einmal mit Waldmeister "ersetzen" ... das Einzige was beim Waldmeister meiner Meinung nach anders ist, ist der leichte Vanille-Rum-ähnliche Geschmack der Tonka-Bohne, aber ansonsten ... ansonsten finde ich den Waldmeister nicht nur ebenbürtig sondern gelegentlich, je nach Gericht, sogar besser. Deswegen mein Tipp - einfach einmal ein wenig experimentieren :)


    Und dabei wünsche ich Euch allen viel Spaß und Freude.


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Maria und alle anderen Kräutersucher und -finder,
    leider geht jetzt bei mir die Wiesenschaumkrautzeit schon zu Ende, aber das Wiesenschaumkraut aus dem Wald war für mich schon eindeutig.
    Da würde ich jede Wette eingehen. :giggle:
    Cardamine flexuosa und hirsuta (die ich im nichtblühenden Zustand noch nicht ganz eindeutig unterscheiden kann, zwar soll es Unterschiede in der Behaarung und Fiedergröße geben und auch Standort und Aufblühzeit - und das ist auch nicht eindeutig, weil ich am Freitag alle beide mehrfach in wenigen Metern Abstand in blühendem (jung und alt) und schon mit Früchten gesehen habe) ... diese beiden sind deutlich milder als Cardamine pratensis (in der milden-schärflichen) Variante.


    Ein Bild, leider nicht so detailreich. Es sind sehr "mastige" Exemplare, diese Wiesenschaumkräuter im Wald.


    Hallo abeja,


    zufällig fand ich heute mitten im Wald auf einer gerodeten Fläche Wiesenschaumkraut, allerdings ein zumindest für mich ungewöhnliches. Eigentlich kenne ich es so, dass die Blattrosetten verschwunden, oder so gut wie verschwunden sind, wenn die Pflanze in voller Blüte steht. Hier war es anders, die Blattrosetten strotzten nur so. Auch waren die Pflanzen ungewohnt "buschig" und, so wie Du auch geschrieben hast, insgesamt wesentlich fetter als die auf der Wiese. Vielleicht sollte ich mich doch einmal etwas intensiver mit den möglichen Unterarten beschäftigen ;)


    Geschmacklich konnte ich allerdings keinen wirklichen Unterschied zu denen von der Wiese ausmachen.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    so langsam tut sich rund um Treuchtlingen etwas.


    Bereits vor vier Tagen fand ich einen kleinen, wunderbar jungen, Schuppigen Porling den ich mit großem Genuss verspeiste.


    Außerdem ein einsames Exemplar des Buchenschleimrüblings, was wegen der Jahreszeit wohl etwas ungewöhnlich ist.



    Heute nun fand ich schon etwas mehr - immer wieder Tintlinge ...


    ... und jede Menge ganz kleiner hübscher Rotrandiger Baumschwämme (ich denke zumindest, dass es diese sind)



    Unabhängig von den Pilzen ist es zurzeit überall ein Blütenmeer - einfach nur wunderschön.


    Liebe Grüße


    Maria

    Ich danke Euch allen, auch für den Humor :)


    Immerhin habe ich schon einmal erkannt "Tintling" und das hätte ich vor einem Jahr noch nicht ;) .


    Liebe Grüße


    Maria


    P.S.: In was sollte ich jetzt die "Überschrift" der Anfrage am Besten abändern?


    Hallo Maria


    Das sind ganz sicher keine Gesäten Tintlinge, sondern einer der Glimmertintlinge. Der gesäte Tintling hat nie braune Hutfarben und ist wesentlich kleiner.


    LG Karl


    Danke Karl,


    richtig, auf die Größe der Hüte habe ich bei meiner Bestimmungssuche nicht geachtet - irgendwann lerne ich es schon noch ;) .


    Beim Glimmertintling war ich bei meiner Suche auch, aber da las ich, das die Hüte jung glockenförmig seien, so wie hier denke ich, und die Lamellen jung weißlich wären, im Alter grau bis schwarz. Die Hüte der älteren Glimmer-Tintlinge sahen dann auf den Fotos wieder ganz anders aus als die Pilze auf meinen Fotos ...


    Jetzt bin ich neugierig, was dies für Pilze sind.


    Liebe Grüße


    Maria


    Ach so, hatte ich ganz vergessen - die Hutfarbe ging Richtung ocker-hell-bräunlich.

    Hallo "ylquentin",


    unabhängig von der Pilzbestimmung möchte ich Dich herzlich in diesem wunderbaren Forum mit sehr wohltuenden Umgangsformen wie Hallo, bitte, danke, usw. begrüßen.


    Du hast Dir nicht nur ein Forum mit einer unglaublich hohen Fachkompetenz sehr vieler Mitglieder des Forums ausgesucht, sondern hier bekommt man die Auskünfte immer auch sofort, meistens binnen Minuten. Das für eine sichere Bestimmung oder für eine Eingrenzung der in Frage kommenden Pilze mehr Angaben von Nöten sind, wurde Dir ja bereits mitgeteilt.


    Ich freue mich schon auf mehr Informationen zu diesen Pilzen und auch auf weitere Bestimmungs-Anfragen.


    Liebe Grüße


    Maria


    Danke, Maria! Der Waldmeister gehört für mich einfach zum Frühling, auch wenn ich das Aroma im Übermaß eher grenzwertig finde und es mir durchaus zu viel werden kann.


    Im letzten Jahr habe ich versucht, Waldmeistergetränke (Waldmeisterwein sowie mit Waldmeister aromatisierten Apfelsaft) ohne Lebensmittelfarbe grün zu färben. Geglückt ist es nach diversen Fehlversuchen schließlich mit Spirulina. Braucht man zwar nicht, aber ich find's hübsch und auch geschmacklich nicht beeinträchtigend.


    LG, Craterelle


    Hallo Craterelle,


    gerne geschehen :) .


    Irgend ein berühmter Mensch des 19. oder 20. Jahrhunderts, müsste ich jetzt suchen wer dies war, hat einmal dazu folgendes gesagt: "Am Besten einfach aus einem grünen Glas trinken!" ;)


    Auf der anderen Seite, wenn ich mir so überlege ... wenn mein heiß geliebtes Waldmeistergelee auf meinem Frühstücksbrötchen grün wäre, ich glaube das würde mir nicht so gefallen :D


    Liebe Grüße und Danke für den Tipp


    Maria

    Waldmeister (Galium odoratum)

    Auf besonderen Wunsch versuche ich einmal den in vielerlei Hinsicht äußerst interessanten Waldmeister kurz und dennoch mit den verschiedenen Aspekten vorzustellen.


    Eine meisterhafte, mütterliche Königin im Wechsel der Zeiten
    Der Waldmeister ist eine uralte Heilpflanze die beinahe in Vergessenheit geraten wäre, wenn es da nicht die Waldmeisterbowle gäbe. Auch diese ist ein uraltes traditionelle Getränk das erstmalig im Jahre 854 von dem Benediktinermönch Wandalbertus genannt wird:

    "Schüttle den perlenden Wein
    auf das Waldmeisterlein".


    Doch bereits die Germanen würzten ihr Bier mit Waldmeister, vor allem zu den Maifesten, und dies hat sich ebenfalls bis heute in der Berliner Weiße erhalten.


    Die medizinische Nutzung geht noch viel weiter zurück. Ursprünglich hieß der Waldmeister "Waldmutterkraut". Irgendwann fand dann im deutschsprachigen Raum allerdings eine "Geschlechtsumwandlung" statt, in Frankreich heißt er dagegen noch immer "Reine de Bois", also Königin des Waldes. Jedenfalls gehört der Waldmeister zu den Pflanzen, die unter den Begriff "Maria Bettstroh" fallen, und diese Nutzung geht auf eine sehr alte vorchristliche Sitte zurück (lediglich der Name wurde in Maria Bettstroh "christianisiert").



    Herzlichen Dank an "abeja" für die zur Verfügung Stellung dieses Fotos.


    Herzkraut, Sternleberkraut - der Waldmeister und seine vergessenen Heilkräfte
    Genutzt wurde der Waldmeister lange Zeit unter anderem bei der Geburt und im Wochenbett. Es hieß, dass der Waldmeister das Herz der Mutter und des Kindes stärke (daher auch der volkstümliche Name Herzkraut), und im Kissen gut für die Nerven wäre und für einen ruhigen Schlaf sorge.
    In der Volksheilkunde wird der Waldmeister heute noch zur Beruhigung, Krampflösung und Herzstärkung eingesetzt. Über die Volksheilkunde hinaus bei bestimmten Leberproblemen (daher der volkstümliche Name Sternleberkraut), Gallestörungen, Darmstörungen und krampfartigen Zuständen und auch als Schlafmittel.
    Immer wieder liest man auch, dass er gegen Migräne helfen soll. Hier gilt wahrscheinlich das tatsächlich immer wieder zutreffende Prinzip: Das was eine Pflanze auslöst (im Falle von übermäßigen Waldmeistergenuss eben Kopfschmerzen), das heilt sie auch.
    Der Waldmeister ist jedenfalls ein vielseitig einsetzbares mildes Mittel, das gerne in Mischtees verwendet wird.


    Vorsichtshalber: Der Waldmeister stand eine Zeitlang (60iger Jahre) im Verdacht krebserregend / leberschädigend zu sein. Auch hier fanden wieder einmal Tierversuche statt bei denen den Tieren isolierte Stoffe in hoher Konzentration zugeführt wurden, wodurch sie, welch Wunder, dann erkrankten. Weitere Untersuchungen habe diesen Verdacht allerdings und Gott sei Dank widerlegt!


    Eine recht gute Übersicht nicht nur zu den medizinischen Anwendungen des Waldmeisters findet man z.B. hier.


    Genutzt wurde der Waldmeister auch immer gegen Motten, als Duftsäckchen bei der Wäsche und auch als Zusatz zum Pfeifentabak.


    Von Naturgeistern und Elfen
    Der Waldmeister wurde und wird aber auch noch in ganz anderer Weise genutzt und dieses Thema gehört bei dieser Pflanze nun einfach dazu, zumal es im Internet ja doch so einiges darüber zu lesen gibt. Hauptwirkstoff des Waldmeisters ist das Cumarin, besser gesagt Cumaringlykoside. Und die haben es durchaus in sich, wie bereits unsere Vorfahren wussten. Ganz bewusst wurde insbesondere zu den Maifesten die weitere Wirkung des Waldmeisters genutzt. Heute gibt es immer noch (oder wieder?) Menschen die die psychoaktiven Wirkungen des Waldmeisters unbedingt ;) brauchen. Aber keine Sorge, wenn man den Waldmeister in den üblichen geringen Mengen und Zubereitungsarten verwendet, setzen diese psychoaktiven Wirkungen natürlich nicht ein. Und diejenigen, die jetzt meinen experimentieren zu müssen kann ich nur warnen: es ist mit starker Übelkeit und Kopfschmerzen bis zu drei Tagen zu rechnen, mindestens jedoch am nächsten Tag!!!


    Vielfalt in der Küche
    Kulinarisch ist der Waldmeister eine wunderbare Pflanze, nicht nur in der Bowle oder der Berliner Weiße. Einfach in Apfelsaft eingelegt oder wie es neuerdings heißt eingehängt, kurz ziehen lassen (1 bis 2 Stunden), einen Spritzer Zitrone und Wasser dazu - köstlich.


    Oder den Waldmeister klein schneiden und mit etwas Honig (oder Zitrone ...) pürieren, sehr fein gehackt geht aber auch, und damit Eis, Sorbet, Pudding, Sahne, usw. herstellen (normale, geschmacklich passende, Rezepte und den vorbereiteten Waldmeister zugeben). Oder man legt ihn in Apfelsaft ein und verarbeitet dann den Apfelsaft weiter, z.B. zu einem fantastischen Gelee - mein absoluter Favorit beim Waldmeister. Oder man kocht den Waldmeister in Apfelsaft kurz auf und verarbeitet diesen nach Erkalten zum Beispiel zu Desserts weiter.
    Oder man stellt einen Waldmeistersirup her oder einen Likör oder Waldmeisterzucker, oder ... Oder man gibt ihn einfach frisch und etwas zerkleinert über Erdbeeren mit Sahne.
    Selbst für herzhafte Speisen kann man ihn verwenden, einfach einmal z.B. Forellen damit füllen.


    Mengenmäßig braucht man nicht viel und sollte man wegen dem Cumaringehalt auch nicht viel nehmen. Einige wenige Stängel (auf einen Liter Flüssigkeit maximal 10 bis 13 Stängel) reichen vollkommen aus.


    Vorsichtshalber: Der Waldmeister (Auszüge) ist farblos! Bei den gekauften Produkten die grün daher kommen handelt es sich um Lebensmittelfarbe! Auch wird in diesen Produkten kein echter Waldmeister mehr zur Herstellung verwendet, sondern der Geschmack wird künstlich hergestellt (die Verwendung von echtem Waldmeister ist in den 80-iger Jahren, als der Waldmeister unter Verdacht stand, in Deutschland in der Lebensmittelindustrie verboten worden und dieses Verbot wurde bis heute nicht aufgehoben obwohl seid damals auch feststeht, dass er eben nicht krebserregend ist).



    Bestimmung und Ernte
    Der Waldmeister gehört zu den Labkräuter und diese wiederum zur Familie der Rötegewächsen und ist somit, wenn auch weitläufig, mit dem Kaffee verwandt was z.B. beim Kletten-Labkraut aber durchaus ein Rolle spielt. Labkräuter haben immer quirlständige Blätter (4 - 12) und sind daran gut zu erkennen. Der Waldmeister hat 6-8 quirlständige Blätter direkt am vierkantigen, aufrechten Stiel. Der typische Waldmeistergeruch entwickelt sich häufig erst, wenn die Pflanze welkt. Wenn man sich unsicher ist, einfach einen Stängel nehmen und in der warmen Hand einige Zeit etwas drücken. Nach nur wenigen Minuten entwickelt sich dann der intensive Geruch (und wenn nicht, dann ist es kein Waldmeister sondern vielleicht das Wald-Labkraut).
    Den Waldmeister sollte man nur sehr behutsam oder mit einer Schere ernten da es die Pflanze anscheinend nicht mag wenn die Wurzel allzu sehr bewegt wird.


    Immer wieder ist zu lesen, dass man den Waldmeister nur vor der Blüte ernten solle, genauso viele Autoren nennen als Sammelzeitpunkt vor und während der Blüte. Wenn man genauer nachforscht, dann findet sich keine Erklärung dafür warum man ihn nicht auch während der Blüte ernten sollte. Ich persönlich ernte den Waldmeister immer auch während der Blüte. Nach der Blüte werden die Blätter immer härter, dann ernte ich ihn nicht mehr.


    Und jetzt könnte ich noch etwas zu der interessanten Fortpflanzungsstrategie oder z.B. zum Anbau im Garten oder auf der Fensterbank schreiben, aber ich glaube, es reicht jetzt erst einmal.


    Liebe Grüße


    Maria



    Es versteht sich von selbst, dass man Pflanzen, genau wie Pilze auch, nur dann sammelt und verwendet, wenn man sich mit der Bestimmung dieser Pflanzen zu hundert Prozent sicher ist!

    Hallo Stefan,


    der Pilz kam unter dem Eichenast hervor - es kann gut sein, dass darunter ein Ast einer Buche war. Nachgesehen und damit den Pilz evtl. beschädigt habe ich nicht (es war der einzige Pilz weit und breit und diesen einen wollte ich einfach stehen lassen).



    Hallo Steffen,


    also eigentlich muss ich dies jetzt bei den Eckenscheibchen nicht so ganz genau wissen. Aber vielen Dank für Dein Angebot.


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Maria,
    der mehlig-gurkige Geruch, den du sicher von deinen mittelfränkischen Ritterlingen her kennst, ist das beste Abgrenzungsmerkmal zum geruchlosen Sklerotienporling (P. tuberaster). Da du gerne Pilze kulinarisch verwertest, ist für dich vielleicht die Information interessant, dass P. squamosus in diesem Altersstadium ausgezeichnet schmeckt.
    Liebe Grüße
    Oehrling


    :D
    Habe gerade etwas zu meinem ersten Kochversuch gepostet - der war so richtig, richtig lecker!!!


    Danke Oehrling!


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Maria,
    der mehlig-gurkige Geruch, den du sicher von deinen mittelfränkischen Ritterlingen her kennst, ist das beste Abgrenzungsmerkmal zum geruchlosen Sklerotienporling (P. tuberaster). Da du gerne Pilze kulinarisch verwertest, ist für dich vielleicht die Information interessant, dass P. squamosus in diesem Altersstadium ausgezeichnet schmeckt.
    Liebe Grüße
    Oehrling


    :D
    Habe gerade etwas zu meinem ersten Kochversuch gepostet - der war so richtig, richtig lecker!!!


    Danke Oehrling!


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo,


    gestern hatte ich einen kleinen Schuppigen Porling gefunden und diesen heute, in Scheiben geschnitten, lediglich in Butter gebraten und leicht gesalzen. Und da das Telefon just im Moment des Bratens läutete wurden die Pilzscheiben ziemlich knusprig, waren aber immer noch goldbraun. Ich sage Euch - richtig, richtig lecker!


    Liebe Grüße


    Maria