Beiträge von Suillus B.

    Hallo!


    Ich bin bei einem Spaziergang gestern auf etwas sehr Interessantes gestoßen. Auf einem Lagerplatz sah ich bis zu drei Meter hoch geschüttete Holzhäcksel, die offenbar etwas ausbrüten. Sie dampften oben recht heftig. Dort kondensierte auch teilweise der Dampf, weshalb sie eine dunklere Kuppe hatten. Das hat mich doch interessiert. Dachte mir schon, dass die Wärmeenergie von Pilzen erzeugt wird. Ich wühlte dann nur etwa 10cm tief (wollte ja nichts kaputt machen) in einen dieser Holzberge, die auch von der Seite etwas Wärme abstrahlten und stieß direkt auf weißes Pilzmyzel. Das Holz wird überwiegend Nadelholz gewesen sein. So roch es jedenfalls und es waren einige Fichtenzweige darin zu erkennen.


    Da ich so etwas noch nie gesehen habe, stelle ich mir jetzt natürlich die Frage, ob sich Pilze dieser Holzhäckselhaufen ungewollt bemächtigt haben oder das evtl. sogar eine geplante Pilzzucht sein könnte? Bei Fichtenhäckseln/-mulch und dieser aktuellen Aktivität vielleicht sogar für Spitzmorcheln?


    Bin gespannt, was ihr dazu wisst oder vermutet!


    Grüße

    Bilder

    • pilzzucht1.jpg
    • pilzzucht2.jpg

    sieht gut aus. wenn die austern frisch waren, wird das so erstmal funktionieren. warte, bis die ganze pappe überwachsen ist, bevor du brutsubstrat dazu gibst. und da das alles unsteril ist, fülle dann jeweils nur um eine dünne schicht auf, damit die zügig durchwachsen werden kann und keine zeit für fremdkeime bleibt. so könnte es funktionieren. schlau, dass du gleich so viele gläser angesetzt hast. das erhöht die wahrscheinlichkeit, dass nicht alle wegen kontis verworfen werden müssen.


    grüße

    Roggen bekommst du auch in der Drogerie, deren Name nach einer ehemaligen Währung klingt.


    Aber wie ich glaube ich schon sagte ist Roggen unbedingt steril zu handhaben. Vielleicht versuchst du es besser mal mit groben Sägespähnen, unsterile Brut herzustellen. Erfahrungen habe ich da allerdings auch nicht. Kann nur sagen: Bei mir hat Roggen unsteril noch nie funktioniert. Entweder Schimmel oder Milchsäuregärung.

    Die Luftfeuchtigkeit ist nicht so das Thema. Komm da besser erstmal hin...


    Eine transparente PET-Box erledigt das bei mir. Sobald sich Primordien (Fruchtkörperansätze) zeigen, kommt der Deckel ab. Die Substratblöcke werden dann täglich mit Wasser aus einer Sprühflasche besprüht.


    Feuchter Wäschekeller und tägliches Besprühen sollten aber auch reichen.
    [hr]
    das sind mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit var florida, da diese pflegeleichter sind bzgl. der fruchtungsbedingungen und obendrein noch weniger sporenpulver produzieren. im professionellen zuchtbereich ist dieses sporenpulver ein nicht zu unterschätzendes gesundheitsrisiko für züchter. es ist allergen und löst die sog. pilzzüchterkrankheit aus.

    Winter-Variante (der heimische pleurotus ostreatus) bedeutet hier keine andere Wachstumstemperatur, sondern andere Fruchtungsbedingungen. Die heimischen Austernseitlinge benötigen einen Frostreiz, um Fruchtkörper zu bilden. Sie wachsen ebenfalls am besten um die 20 °C


    Du kannst es durchaus mit pasteurisiertem Stroh (würde auch hier Strohpellets empfehlen) versuchen. Wichtig ist, dass du genügend Brut verwendest, damit das Substrat vom Pilz durchwachsen werden kann, bevor sich andere Keime darauf ausbreiten können.


    Gekaufte Brut von einem seriösen Edelpilzzuchtbetrieb hat schon vorteile. Du wirst eine gute, ausgewählte Genetik bekommen, die bereits vom Züchte für dich selektiert wurde. Dafür kostet die eben auch etwas.


    Die andere Möglichkeit ist eben, dir Brut aus Fruchtkörpern selbst herzustellen.


    Wie oft und wie viel du ernten wirst, wird dir niemand besonders genau beantworten können.


    Und natürlich. Austernseitlinge sind Saprobionten, die das organische Material, auf dem sie wachsen, abbauen. Ist das Substrat einmal ausgezehrt, wirst du es entsorgen und von vorne beginnen müssen.


    Grüße
    [hr]
    ach die letzte frage hatte ich gerade übersehen....


    Austernseitlinge, wie du sie im Einzelhandel und auch bei Pilzzuchtbetrieben (achte auf die Bezeichnung pleurotus ostreatus var. florida), benötigen keinen Frostreiz, um Fruchtkörper auszubilden. Sie beginnen meist von selbst zu fruchten, sobald das Substrat vollständig durchwachsen ist. Wichtig ist während des Fruchtkörperwachstums eine hohe Luftfeuchtigkeit, ein guter Luftaustausch und etwas Tageslicht.


    Aber ich möchte dir generell empfehlen, erstmal in kleinerem Stil Erfahrungen zu sammeln, bevor du direkt 60l Substrat mit gekaufter Brut beimpfst. Praktisch jeder erfährt bei der Pilzzucht als Anfänger zuerst mal Rückschläge. Am besten erstmal ein paar Austern im Supermarkt kaufen, auf Pappe klonen und Versuche anstellen, Brut herzustellen und damit anschließend (falls das alles bis dahin unsteril klappt) 6l Substratbeutel beimpfen.

    Hallo!


    kulturpilz.de ist ein guter Tipp, um sich ein paar Erfahrungsberichte und Zuchtanleitungen zu besorgen. Leider ist dort wirklich schon lange nichts mehr los. Daher bist du mit Fragen hier auf jeden Fall richtig.


    Obwohl sich das mit ein bisschen Recherche auf kulturpilz auch von selbst erklären würde, habe ich aber ein paar schnelle Tipps aus dem Handgelenk für dich:


    - Austernseitling bietet sich für den Einstieg an. Das Myzel wächst im Vgl. zu anderen Pilzen sehr aggressiv.
    - AS auf Kaffeesatz geht und liefert gute Erträge aufgrund eines vorteilhaften Stickstoffgehalts im ggs. zu vielen anderen Substraten. Würde ihn daher auf jeden Fall als Substratzusatz zu Strohsubstraten empfehlen. Bei Holzsubstraten ist er m.E. nicht nötig.
    - Kaffeesatz ist sehrsehr schimmelanfällig! Wer mit Kaffeesatz arbeitet, kommt um Steriltechnik nicht herum. Du benötigst dazu also mindestens einen Schnellkochtopf, Autoklavierbeutel und sterile Brut.
    - Andere Substrate wie Stroh oder Sägemehl verzeihen unsauberes Arbeiten auch nicht immer, aber häufiger.
    - Das Sterilisieren von Substrat ist außerdem recht energieaufwändig.


    Wenn du mit der Pilzzucht Erfolge feiern möchtest, wirst du früher oder später ohnehin einen Schnellkochtopf brauchen. Da kommt es eher darauf an, ob du dir jetzt schon einigermaßen sicher bist, das auch länger machen zu wollen, sodass sich ein paar notwendige Ausgaben auch lohnen. Kauf nicht zu billig, mir ist ein Billigtopf explodiert!


    - Deine vorgeschlagene Temperatur ist für die meisten Zuchtpilze zu niedrig. Sie würde sich noch eignen zur Fruktifikation von Austern- oder Kräuterseitlingen. Das Myzelwachstum ist bei so niedrigen Temperaturen aber so sehr gebremst, dass es unter den Bedingungen keinen Sinn mehr macht, Myzel zu züchten. Für Austernseitlinge empfehlen sich etwa 20-24 °C, je größer der Substratbeutel, desto niedriger.


    - Versuch mal, Austernseitlingsmyzel auf Karton zu klonen. Anleitung findest du bei kulturpilz.de. Karton ist nicht sehr Schimmelanfällig. Haarig wird die Angelegenheit meist erst, wenn man anschließend versucht, unsterile Brut daraus zu gewinnen. Soll aber auch schon funktioniert haben.


    - Auf dem Pferdemist kannst du natürlich hervorragend Champignons züchten. Er muß dazu aber speziell kompostiert werden. kulturpilz.de weiß dazu auch mehr.


    Viel Spaß bei deinen ersten Gehversuchen. Nicht verzagen, wenn am Anfang nichts so recht klappen will. Der Erfolg kommt mit der Zeit und Einsicht, dass ein gewisses Zubehör und Steriltechnik eben alternativlos sind ;)


    ....und natürlich gerne auch hier fragen!


    Grüße

    Hallo!


    Also ich habe an gleicher Stelle noch einen Winzling aufspüren können und zum Aussporen mitgenommen. Leider zeigt sich gar kein Sporenabwurf. Dafür habe ich im sozusagen im Vorbeigehen noch ein gutes Kilo frische Austern gefunden und eine Art Mulch-Halde, die ich in vier Wochen wohl intensiver nach Morcheln absuchen werde :cool:


    Grüße

    Danke für die Antwort!


    An Lepista Nuda habe ich da ehrlich gesagt auch gedacht. Bloß sind die doch wirklich viel viel zu klein, oder? Außerdem hatten sie wirklich keinen wahrnehmbaren Geruch. Ich habe sie leider nicht mitgenommen. Da das aber praktisch nebenan ist, könnte ich die Stelle evtl. morgen nochmal aufsuchen und versuchen, einen Sporenabdruck herzustellen.


    Grüße!
    [hr]
    ach.... Ein Velum ist mir nicht aufgefallen. Sorry für die Bildqualität!

    Hallo!


    Ich habe vorgestern bei einem Spaziergang in einem Park unerwartete Funde gemacht, die ich leider nicht in der Lage bin zu bestimmen.


    Diese violetten Pilzlein fand ich am Rand der Parkanlage, die diverse Baumarten beheimatet. Ich sehe vor allem Buchen, Birken und Platanen, einige Eschen. Es stehen aber auch gelegentlich Nadelbäume (Fichten vor allem, andere Nadelbäume, m.E. keine Kiefern) dazwischen. Sie standen auf einer kahlen erdigen Stelle. Die kleineren Exemplare (<1cm) haben diese markante violette Farbe an Hut und Lamellen, größere (~2cm) sind dann Kaffeebraun oder etwas heller gefärbt. Die Huthaut glänzt, ist aber nicht schleimig oder schmierig. Der Hutrand ist etwas eingerollt. Die Lamellen sind angewachsen aber nicht herablaufend. Der Stiel ist heller als der Hut, möglicherweise leicht strukturiert. Das Fleisch ist recht saftig, die Bruchstelle glänzt glasig. Einen Geruch konnte ich nicht ausmachen.





    Ich bin gespannt, was ihr zu diesem Pilz sagt!


    Außerdem fand ich noch diesen Porling an einer umgestürzten Buche. Ich nehme an, dass die merkwürdige Form (der Pilz hat kein oben, noch unten) auf den Lagewechsel des Substrats während seines Wuchses zurück geht. Dieses knubbelige Ding hatte es mir jedenfalls direkt angetan. Ich musste es leider vom Stamm abbrechen, um es näher untersuchen zu können. Und siehe da, die nächste Überraschung. An der Bruchstelle roch der frische Pilz relativ deutlich und etwas süßlich nach Anis! Er ist recht leicht, ziemlich trocken und steinhart. Seinen charakteristischen Geruch hatte er schon nach wenigen Stunden aber verloren.




    Danke schonmal!


    Grüße!

    Hallo!


    Also das ist ein Kokon. Bei der näheren Bestimmung kann ich dir leider nicht helfen. Vergleiche doch mal Bilder, die du auf Google zu "Kokon" findest. M.E. könnte es in Richtung Spinnen gehen.


    Grüße
    [hr]
    Btw: Ein tolles Bild von einem tollen Ding ist das! :alright:

    Mit Schwamm sind die Röhren gemeint. Die sind bei nicht ganz jungen Exemplaren** tw. nicht mehr so lecker bzw. werden bei der Zubereitung weich bis schleimig. Sie sind aber wunderbar aromatisch und müssen nicht verworfen werden. Man kann daraus herrliches Pilzpulver herstellen oder sie eben für Extrakte verwenden wie hier bei der Aromaölherstellung.


    **Mit nicht ganz jung meine ich hier natürlich nicht überständige Exemplare. Die taugen gar nicht mehr zum Verzehr oder Verarbeitung in Lebensmitteln und haben im Wald zu bleiben.


    Grüße

    Stark!


    Ich hatte mir die Morcheljagd so ab Ende März vorgenommen. Aber deine Funde schauen ja verheißungsvoll aus.
    Werde wohl am Wochenende schonmal ins Morchelgebiet zwischen Rhön und Vogelsberg gehen und die Augen offen halten.


    Jetzt schon eine Hand voll Morcheln...Das wär ja was!


    Grüße

    Danke für die Antworten!


    Das Substrat ist m.E. Buche. Aber das ist ja interessant, versehentlich einen weiteren unbeachteten Pilz mitfotografiert zu haben....


    4. Sind übrigens wirklich Plastikkügelchen, die ich allerdings auf den ersten Blick für beachtenswert hielt. In der Nähe spielten ein paar Kinder Dschihad mit Nachbildungen israelischer Waffen (Uzi). Wahrscheinlich waren das also solche Softair-Kügelchen....



    Grüße!

    Hallo Pilzgemeinde!


    Bei meinem heutigen kurzen Spaziergang sind mir doch tatsächlich interessante Arten ins Netz gegangen.


    1. Diesen würde ich für einen Orangeseitling (Phyllotopsis Nidulans) halten. Er soll recht selten sein. So oder so ist er jedenfalls wirklich hübsch anzusehen in seiner markanten Farbgebung. Er riecht unangenehm muffig.




    2. Hier dürfte mit ziemlicher Sicherheit ein Winter Stielporling (Polyporus Brumalis) zu sehen sein. Er duftet markant würzig, fast verführerisch. Der Geruch erinnert mich stark an Krause Glucke (Sparassis Crispa) Kaum zu glauben, dass er als ungenießbar gilt.




    3. Und hier bin ich für jede Unterstützung dankbar. Ich würde diese zu den Galerinas stellen, verzweifle aber an einer genaueren Bestimmung. Sie standen an manchen Stellen im Mischwald recht häufig, selten büschelig. Mit der Nase bin ich leider noch nicht so fit. Für mich riechen sie nicht gerade unangenehm. Nicht so würzig wie Stockis aber irgendwie eben unaufdringlich wenn auch vernehmbar pilzig.
    Edit: Ich habe die Pilze auf den Bildern für die gleiche Art gehalten. Das erste Bild ist mit Blitz fotografiert und recht stark farbverfälscht. Die Lamellen waren jedenfalls nicht so grau, sondern eher Stielfarben...




    4. Zu guter letzt noch etwas, wozu ich leider nichts weiter beitragen kann...



    Grüße!

    Hallo Alisa!


    Klasse Pilze hast du da mal wieder.


    Den zweiten (Fahrradsattelpilz) würde ich für einen Goldröhrling halten. Zum ersten (Satellitenschüsselpilz) habe ich aber keine Ahnung und hoffe, dass da noch mal ein Experte eine Vermutung äußert.


    Mich verunsichert, dass der ja heftig zu röten scheint....


    Grüße

    der war tatsächlich ziemlich hart, aber wie gesagt pelzig auf der oberfläche.


    vielleicht gehe ich da die Tage nochmal vorbei und kann dann evtl bessere Bilder von einem etwas reiferen Fruchtkörper liefern....

    Hallo!


    Heute ist mir beim Spaziergang im Stadtwald, auf relativ frischem Buchentotholz folgender interessanter Pilz begegnet...


    Die Hutoberseite war ganz flauschig, samtig und knallorange. Obwohl ich diesmal eine Kamera zur Hand hatte, sind die Bilder trotzdem mist. Leider war es schon recht dämmrig...




    Bin gespannt, was ihr dazu sagt!


    Grüße!

    Schöne Bilder!


    Die alten Schwefelköpfe sehen wirklich aus wie Blüten. Das ist ein besonders schönes Bild, weil es die Vergänglichkeit des "blühenden" Pilzes so wunderbar mit der vollen Blüte einer schönen Blume assoziiert.


    Es grüßt der Kuhröhrling ;)

    Also sorry Giles *bitte nicht falsch verstehen* ich bin auch kein Biologe, aber....


    Ich glaube, hier bestehen evtl. immernoch etwas schiefe Vorstellungen darüber, was Kommunikation hier bedeutet. Denn: Pflanzen und Pilze sprechen nicht miteinander. Kommunikation ist hier doch ein sehr dehnbarer Begriff. In diesem Fall bedeutet er nicht mehr als, dass diese Organismen auf bestimmte Stoffwechselprodukte anderer Organismen spezifisch reagieren. Es wäre auch denkbar, dass Botenstoffe extra zum Zweck der "Kommunikation" ausgesendet werden. Aber im Wesentlichen passiert hier nur soetwas wie: Normalerweise würde der Befall pflanzlichen Gewebes mit fremden Zellen zu einer Immunantwort der Pflanze führen, die darauf ausgerichtet ist, das befallene Gewebe zu isolieren und einen größeren Infekt damit zu vermeiden. Die Evolution mag es nun so eingerichtet haben, dass es Symbiosen zwischen Pflanzen und Pilzen gibt, weil sie für beide vorteilhaft sind. D.h. beide haben "gelernt", keine Immunantwort zu geben, wenn sie aufeinandertreffen. Diese Entwicklung könnte sich über einen "Defekt" der pflanzlichen Immunsysteme eingestellt haben, der sich dann weiter vererbte, weil er eben im Fall der Symbiose vorteilhaft war, die Pflanze trotz des "Befalls" überlebte und prächtig gedieh. Oder der Pilz könnte sich dem Baum aufgrund einer genetischen Variation auf eine bestimmte Weise genähert haben, die in der Pflanze nicht zu einer Immunreaktion führte. Da der Pilz mit der Pflanze Nährstoffe austauschen konnte, gedieh er besonders prächtig, vermehrte sich rasant und die Variation konnte sich durchsetzen.
    "Kommunikation" bedeutet jedenfalls "nur", dass hier etwas passiert, was das Immunsystem der Fichte dazu veranlasst, den Steinpilz nicht zu bekämpfen. Z.B. könnte das ein Stoffwechselprodukt des Steinpilzmyzels sein, das die Routine der Immunantwort außer Kraft setzt. (Weiß ich aber auch nicht genau, wie das funktioniert!) Ganz anders, wenn sich ein Hallimasch versucht breit zu machen. Dann setzt eine Immunreaktion im Baum ein, die versucht, das befallene Gewebe abzutrennen und dem Pilz damit die Nährstoffe abzuschneiden.


    "Kommunikation" heißt hier also, dass es einen Austausch von "Informationen" (z.B eben Botenstoffe, Stoffwechselprodukte oder bestimmte Verhaltensweisen) geben muß, an denen das Immunsystem des Baums "erkennt": "Da ist ein Pilz, aber kein schädlicher Hallimasch, sondern ein nützlicher Steinpilz. Ok. Dann muß ich also nichts unternehmen."


    Es grüßt der Kuhröhrling^^

    Es geht um genau zu sein um diesen schön großen und unheimlich billigen Topf türkischen Fabrikats mit italienischer Gebrauchsanweisung:


    http://www.ebay.de/itm/1216514…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


    Das ist eher so eine Konstruktion aus Omas Zeiten. Da der Topf ein doppeltes Sicherheitsventil besitzt, war ich doch ganz zuversichtlich, dass er mir nicht um die Ohren fliegen würde. So schaut der auch recht robust aus, was evtl. Teil des Problems ist, sollten die Sicherheitsventile versagen.... Wer weiß schon, wie hoch der Druck in dem Topf wirklich war. Die Explosion war jedenfalls unheimlich heftig! Dabei habe ich erst wenige Minuten und schon gar nicht mehr auf voller Flamme befeuert.


    In den ebay-Bewertungen sind weitere zwei negative, die ebenfalls von einer Explosion berichten.


    Heidi: Ich habe versucht, darin Körnerbrut für Kräuterseitlinge zu sterilisieren.


    Grüße

    Hallo allerseits!


    Gerne möchte ich euch an meinen bisherigen Erfahrungen mit dem Sterilisieren im Schnellkochtopf teilhaben lassen.


    Die Bilder sprechen für sich:






    Obwohl ich während der Explosion direkt daneben stand, ist mir glücklicherweise nicht viel passiert. Nur leichte Verbrennungen an den Armen und ein paar winzige Glassplitter unter der Haut (T-Shirt getragen), die wie Schrapnell durch die ganze Küche flogen.


    Der Topf ist ganz neu von ebay, da ich einen größeren brauchte. Er ist durchaus nicht empfehlenswert!!


    Grüße

    Danke für die Antworten!


    Ja Ingo. Der Geruch war sehr intensiv und angenehm. Das macht es allerdings auch etwas schwerer, sie einfach stehen zu lassen...


    Ich glaube am meisten würde mir helfen, den Gifthäubling mal in die Hände zu bekommen, sodass ich direkt vergleichen kann und riechen. Der Geruch wird ja als sehr unangenehm beschrieben. Vielleicht nächstes Jahr.... Bzw. darüber finde ich keine Info: Wie häufig tritt der denn in unseren Breiten auf? Vielleicht könnt ihr das aus persönlicher Erfahrung einschätzen?


    Grüße