Hallo Oehrling, da schließ ich mich gleich an. Das wusste ich noch nicht, vielen Dank für die anschauliche Lektion in Sachen Trüffelsuche. Ich finde auch, dass die Hundies etwas mehr Komfort/Auslauf/Menschenrudelnähe verdienen würden. Immerhin sorgen die für gute Erträge bei der Trüffeljagd.
Beiträge von Wutzi
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Hallo zusammen,
jeder, der mal viele Pfifferlinge oder auch Riesenporlinge angefasst hat weiß, dass Pilze die Hände färben können. Der Riesenporling beizt die Haut regelrecht dunkel, fast so wie Walnuss. Das Kuhmaul hinterlässt auf Pfifferlingen hässliche schwarze Flecken und von Samtfußkremplingen habe ich gelesen, dass sie das Kochwasser violett färben. Beim Blanchieren der Pilze färben manche Pilzarten mit ihren dunklen Sporen das Pilzwasser tiefbraun und Hautköpfe hinterlassen auf Spiritus schöne farbige Abdrücke. Letztere gehören zu den Pilzen, mit denen Wolle gefärbt werden kann, so wie der Nadelholz-Braunporling auch und etliche andere Pilze.Ich experimentiere gerade mit dem Seife sieden. Genauer gesagt, ich befasse mich mit dem Färben des Seifenleims. Es wäre blöd, die aus guten pflanzlichen Ölen und Fetten hergestellten Seifen mit gesundheitlich bedenklichen E-Nummernfarben zu färben, deshalb verwende ich Kakao, Eisenoxide, Tonfarben, Kräuter, Paprika, Kurkuma und Ähnliches. Pflanzenfarben sind leider nicht lichtstabil und es wäre schön, färbende Alternativen aus dem Pilzreich nutzen zu können. Der Film von Nobi und der Hinweis auf den violett färbenden Zimtfarbenen Weichporling heute brachte mich auf die Idee, nach zum Seife färben geeigneten Färbepilzen zu googeln. Ich habe aber nichts dazu gefunden.
Deshalb meine Frage an Euch Pilzspezialisten: Hat schon einmal jemand von Euch ausprobiert, Seife zu sieden und den Seifenleim mit Pilzfarben zu färben oder anders gefragt. Sind Pilzfarben laugenstabil und behalten sie die Farbe bei der Verseifung?
Zur Verseifung werden Natronlauge und Fett gemischt. Die Kaltverseifung ist eine exotherme Reaktion, d.h. es entsteht Wärme, doch die Temperatur steigt kaum über 50, 60 Grad Celsius, wenn nicht besondere Zutaten wie Honig etc. im Spiel sind. Der Begriff sieden ist also irreführend, allenfalls bei dem Ansetzen von NaOH mit Wasser wird so viel Wärme frei gesetzt, dass es schon mal richtig heiß wird. Aber da muss man die Farbe noch nicht zusetzen. -
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Da haben wir mal Glück, dass er zu klein ist um uns seine Schlinge um den Hals zu werfen.Hi Claudia,
da musst du keine Angst haben. Peter K. hat da den Austernpilz mit der Gattung Hohenbuehelia verwechselt.
Deren Nebenfruchtformen sind berühmt für die Fangschlaufen.Der Austernpilz nutzt kleine Gifttröpfchen, die er in seinem Myzel produziert. Die Nematoden müssen den Tropfen nur berühren und das Kontaktgift lähmt sie. Er wächst dann über die Mundöffnung in den Wurm hinein und verdaut ihn. Das gibt es sogar als Lehrfilm vom IWF - sehr spannend. Müsste Peter eigentlich wissen, denn er kennt diesen Film...
Dem Zuschauer wirds egal sein - Fangschlaufen klingen halt spektakulärer. Vielleicht hat er's deshalb so "erklärt".
(dass der Austernpilz keiner war, dürfte dem Sammler auch klar gewesen sein, sonst hätte er den nicht so schnell in den Korb geworfen - Fake für den Zuschauer...).
LG
ChristophHallo Christoph, da siehst Du mal, wie manipulativen das Internet ist
. Ein Austernseitling der keiner ist und dann auch noch nicht einmal Fangschlingen sondern fiese Kontaktgifte nutzt. Aber enttäuschend ist die kleine Schummelei ganz und gar nicht, sie macht vielmehr neugierig auf die Geheimnisse, die sonst noch in den Pilzen schlummern.Mich hat der Hinweis elektrisiert, dass der Zimtfarbene Weichporling ein legendärer Färbepilz zum violett Färben von Wolle ist. Dass stellt mich, als eine gerade vom Seifensiederei-Virus Infizierter vor ganz neue Fragen. Kann man die Hautkopf-, Braunporling-, Samtfußkremplings und Weichporlingsfarbe auch zur Seifenherstellung verwenden? Ich glaube aber, dass die Zielgruppe, die das wissen kann, hier wahrscheinlich nicht mitliest und so werde ich einen neuen Fred aufmachen.
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Liebe Claudia,
du schreibst u.a.
"Seitdem geh ich nicht mehr zum Friseur" Also seit 30 Jahren nicht mehr!
Wie lang sind deine Haare jetzt😂
VG.
ThomasHallo Thomas, Nee nee, ich trete nicht drauf.
gerade gehen sie bis etwa zum Schlüsselbein bzw. 7. Halswirbel, aber die dürfen wieder bis Pferdeschwanzlänge wachsen und wenn es mir zu sehr ziept beim Kämmen, kommen sie wieder ab. Dazu brauch ich keinen Friseur, nur eine Schere. Allerdings für die Formvollendung muss ich meist noch mal nachschneiden - soll ja nicht aussehen wie Toppschnitt. Bissi eitel ist frau halt auch dann, wenn sie nicht zum Friseur geht. -
Hallo Nobi,
danke, ein schöner Beitrag. Ich dachte allerdings auch bei dem Austernseitling des alten Herrn eher an einen Muschelseitling oder an die schwer verdauliche Methusalemauster. Wie auch immer, jetzt weiß ich dass der Austernseitling kein wirklicher Vegetarier ist. Erstaunlich, dass ein Pilz Beute machen kann. Da haben wir mal Glück, dass er zu klein ist um uns seine Schlinge um den Hals zu werfen. -
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Wie schön, es wird wieder gerätselt und was hast Du denn da gleich für ein Durcheinander ausgebrütet, danke Hans,
ich mach mit.Ja, ziemlich durcheinander!
Ich hab übrigens heute morgen einen Friseurtermin. (Wirklich!) Vielleicht lasse ich mir da mal Locken drehen statt immer nur Kurzhaarschnitt...Werde nachher berichten, was es für eine Frisur gegeben hat!
Hallo Kagi, da rate dringend ab. Ich hab mir einmal eine Dauerwelle machen lassen- ist mindestens 30 Jahre her. Irgendwas hat nicht funktioniert, jedenfalls sah ich aus, wie ein gerupftes Huhn. Seitdem geh ich nicht mehr zum Friseur.
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Moin Heike,
auch von mir ein herzliches Willkommen. Was Du schilderst, sind die klassischen Pilzbeklopptensymptome. Da bist du hier in guter Gesellschaft. Das ist übrigens nicht heilbar, im Gegenteil. Als ich im letzten Jahr begonnen habe, die Foristen hier mit meinen Fragen zu nerven, ist es erst richtig schlimm geworden. Es hat sich so eine Art Suchtverhalten entwickelt.
Aber gute Besserung wünsch ich dir nicht
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Ich kenne Bauernhelmi nur aus seinen Forumsbeiträgen. Er hat einen unglaublichen Optimismus ausgestrahlt und bis zuletzt neue Projekte in Angriff genommen. Ich hatte das Gefühl, dass er es schaffen wird.
Es macht mich betroffen, dass er den Kampf verloren hat. Tröstlich ist nur, dass er bis zum Schluss, jeden Tag und jede Stunde seines Lebens genutzt und keine Zeit vergeudet hat. Bauernhelmi hat es verstanden, im hier und jetzt zu leben - ein gutes Vorbild für ein zufriedenes Leben. Ein gutes Vorbild für mich.
Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass jedes Ende auch ein Anfang ist. Sei herzlich gegrüßt, wo immer Du bist.
In stillem GedenkenClaudia
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Habt ihr alle denn schon eure wunderschönen Gutti-Tropfi-Bilder "rausgehauen"?

Hallo abeja, in dem Bedauern um das schlechte Abschneiden der Guttis sind wir mindestens zu zweit.

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wie gesagt: es ist eine völlig typische(!) Exidia cartilaginea. Das kann niemals Exidia thuretiana sein. Deshalb war ich so verwirrt, was deinen deutschen Namen dafür angeht. Ich kenne beide Arten sehr gut - nur sehr jung sind sie verwechselbar. In diesem Stadium ist es eindeutig.
Wäre es Exidia thretiana (die nicht so braun wird), dann wäre sie, würde sie so dick werden, überreif und voll mit Sporen. Für eine Exidia cartilaginea ist das Ganze noch schmächtig und jung. Ganz klar, dass du nur vereinzelte Sporen gefunden hast.

Exidia cartilaginea ist ein schöner Fund. Die Art kommt bei uns fast nur auf Linde vor (ich habe sie bisher nur an Linde gehabt). Exidia thuretiana hatte ich noch nicht an Linde. Die finde ich aber gerne an Esche, aber auch an anderen Laubhölzern.
Hallo Christoph,
danke für Deine Ergänzungen. Ja, Linde passt auch bei meinem Pilzlein. Und jetzt kenne ich auch die Unterschiede der beiden Arten. vielleicht wächst das Geknubbel ja noch, wenn es nicht zu kalt wird. Mal sehen, ob mir der Verwechlungspartner auch irgendwann über den weg läuft.
Jetzt haben wir doch noch allen einen Namen geben können. Wunderbar! -
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Hallo Wutzi,
schön das mal wieder jemand Schleierlingen einstellt.Zumindest zu den ersten beiden kann man schon etwas konkretes sagen
Stefan hatte ja die Nr. 1 schon in der Gegend um C. anomalus verortet, da liegt er richtig.
Konkret sollte es sich um Cortinarius caninu, rostbrauner Dickfuß handeln.
C. caninus ist ein strenger Fichtenbegleiter und ich finde ihn gerne in Höhenlagen d.h. im Schwarzwald ab 600m aber auch in den Alpen bis 1700m
Gekennzeichnet durch die gelichmässig mittelbraune Farbe und ein matte , wildllederartige Huthaut. Typisch ist das leicht bräunlich/gelbe Velum das mit einem deutlichen Gürtel am Stiel abschliesst.Der zweite ist nicht so eindeutig , aber ein konkrete Idee habe ich schon
War der Fichten-Wald denn eher feucht bis fast moorig ?
Dann käme C. scutulatus, violetter Rettichgrütelkfuß in Frage. Die deutlichen Violetttöne im Schnitt, schöne weisse Velumgürtel und ein mehr oder weniger deutlicher Rettichgeruch
Wie gesagt das ist eine Idee und keine BestimmungDie Nr. 3 sehe ich nicht unbedingt bei den Cortinarien
mehr will ich da aber nicht sagenWenn du Bilder und Beschreibungen vergleichst, bitte nicht bei 123 Pilze schauen, da sind sehr viele falsche Bilder drin.
beste Grüße
UweHallo Uwe,
ganz große Klasse und vielen Dank, dass Du meinen Beitrag entdeckt und Vorschläge zu meinen Cortinarien gemacht hast. Im Moment gibt es ja gerade nicht so sehr viele davon
aber ich werde mir die Merkmale genau einprägen und dann werde ich im kommenden Herbst wissen, wie sie heißen. Die stehen hier nämlich alle Jahre wieder.
Der zweite kommt nicht massenhaft vor, aber dafür immer an zuverlässig an der selben Stelle: an einem Hohlweg, der eine feuchte Böschung hat. Das könnte passen. -
Toll Claudia
Das inspiriert mich richtig doch vielleicht morgen auch mal zu schauen an solchen Ecken 
Hallo Mentor,
dass solltest du unbedingt tun. Im Moment sprießen die Trameten und Schichtpilze aus jedem Knopfloch. die Stelle mit den Pappeln und Birken ist nicht der einzige Ort, an denen der Pilz abgeht.
Hallo
Heute??? Nicht das dort jetzt schon ein Zelt steht ............

[/quote]Nö nö Uwe, aus dem Alter bin ich (leider) raus. Ich habe lieber etwas bequemer, wenn es sich machen lässt. Das ist aber gar nicht weit weg von mir, und dem Hund ist es (fast) wurscht welche Richtung wir einschlagen.
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Hallo beli,
die sehen den Pilzen, die ich vor kurzem gefunden habe, sehr ähnlich. Die Angebrannten Rauchporlinge sind offenbar unglaublich variabel. Ich habe sie auch nicht erkannt.
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Hallo Claudia,Aha, da steckst du also, wenn du mal für einen ganzen Tag verschollen bist! Versteh ich, ginge mir auch nicht anders. Da muss ich dann aber auch allein hin. Bei allem Verständnis meines Mannes für "meine Pilze", so weit geht es dann doch nicht.

Hallo Heide, das schwere Schicksal teilen wir

HexeDee schrieb
Definitiv, da hast du recht...ich hab nur meist leute im Schlepptau,die von mir was wissen wollen

[/quote]Und ich dachte, nur mir geht es so!

[/quote]Hallo HexeDee und Uwe, ich glaube, dass es gar nicht so schlecht ist, wenn jemand etwas wissen will. Da ist man gezwunge, sich mit dem Pilz intensiver auseinanderzusetzen und stößt manchmal Dinge, die einem sonst gar nicht aufgefallen wären. Allerdings reicht das Interesse dieser Art Begleiter nicht so weit, sich stundenlang in den Bewuchs an alten Baumstämmen zu versenken.
Bei Sonne sah das heute übrigens so aus: -
Hallo Claudia!Solange du bei Nr.5 kein Foto zeigst, wo du im weißen Bereich drübergekratzt hast, kann ich das als Dauerskeptiker nicht akzeptieren, dass der nicht rot anlaufen soll. Bitte nicht verübeln, aber ich tu mir wahnsinnig schwer jetzt gerade was anderes zu sehen.
VG Ingo W
Dam da damm... selbstsicheren Schritts - eine Melodie von Ennio Morriconeim Ohr näherte ich mich dem Fundort. Armer Ingno, der Besen wird dir gar nicht schmecken
, dachte ich. Dann war ich bei den Pilzen. Ich reibe über einen Pilz- nichts, ich reibe über den nächsten - nichts. Na also
.... Dann fasse ich mir ein Herz und rupfe ein paar Hütchen ab und knete sie in der Hand. Niemand soll sagen, ich hätte nicht alles probiert. Und.... dann... röten doch diese weißen Pilzränder. Ich glaube das jetzt nicht. Grummel. Pfui! So ein Besen schmeckt ekelhaft.Ihr hattet Recht. Ich hätte es wissen müssen. Danke, danke, danke, dass Ihr hartnäckig geblieben seid. Jetzt kenne ich wieder einen und weiß, wie ich ihm sein Geheimnis entlocken kann. Nicht kuscheln sondern mit brutaler Gewalt.
Hallo Claudia !Wenn Pilze zu trocken sind , probierst du auch an Fruchtkörper Spucken mit Finger schmieren . Nach ein paar Sekunden in Kontakt mit Feuchtigkeit kommen rote Farbe wieder zurück .
LG beli !Hallo beli, heute Nacht gab es Raureif. Die Feuchtigkeit ist auch bis unter die Wurzel gedrungen und der Pilz hat sich tatsächlich rot gefärbt. vielen Dank für Deinen Tipp!
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Hallo Wolfgang,
wer so schöne Pilze findet, muss nicht auch noch Austern haben, gelle
Danke fürs Zeigen. -
Hallo Claudia,mein Zelt würde ich da im Winter wohl kaum aufbauen, aber einen ganzen Tag dort verbringen und fotografieren schon!

Viele Grüße
WolfgangHallo Wolfgang,
hmm, ja, aber warme Socken brauchtest Du dann schon. Wenn ich nur besser fotografieren könnte.... seufz
Das ist ja wirklich das reinste Pilzpotpourri das du da präsentierst!
Da kann man selbstverständlich herrlichst die Zeit vergessen.

Hallo Mausmann,
stimmt. Ich stelle immer fest, dass ich die Zeit vergessen habe, weil der Hund verschwunden ist. Oft ist er schon ziemlich weit voraus und braucht eine Ewigkeit, wenn ich ihn rufe. Wenn er dann wiederkommt, bin ich längst wieder in die Pilzen abgetaucht... und so weiter.
Hallo ihr Lieben!
Tolle Bilder Claudia, ich glaube mit den richtigen Leuten kann man an solchen Fundstellen ewig herumlungern. Aber allein unterwegs zu sein, hat manchmal auch was für sich.Hallo HexeDee, klar macht das auch alleine Spaß. Aber so richtig was lernen kannst Du am besten, wenn Dir jemand was erklärt und wenn Du mit jemandem diskutierst, prägst Du Dir die Merkmale viel besser ein. Also wenn Du die Chance hast, mit Pilzlern in den Wald zu gehen, nutze sie unbedingt.
[hr]
Hallo Claudia,so eine tolle Winterpilzstelle ist ein Träumchen. Da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es auf wenigen Quadratmetern nicht langweilig wird. Danke für deinen Bericht!
Liebe Grüße
RotfüßchenHallo Rotfüßchen, gerne. Ich freu mich, wenn es dir gefallen hat.
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Hallo Claudia!Solange du bei Nr.5 kein Foto zeigst, wo du im weißen Bereich drübergekratzt hast, kann ich das als Dauerskeptiker nicht akzeptieren, dass der nicht rot anlaufen soll. Bitte nicht verübeln, aber ich tu mir wahnsinnig schwer jetzt gerade was anderes zu sehen.
VG Ingo W
Hallo Ingo, überredet. Dann geh ich da halt noch mal hin und schicke ein Rumkratzfoto.

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Hallo
Herrlich diese vielen Schmetterlingstrameten (und Ockertrameten?) in den verschiedensten Farben!
Hallo Uwe,
so ist es. und Schichtpilze und Spaltblättlinge und, und..
Die Diskussion in meinem anderen Thread gerade läuft darauf hinaus, dass Schmetterlings- und Ockertrameten möglicherweise die selbe art seien könnten. Fänd ich gut, muss ich mir nicht so viel merken.
Genau so ist es.
Du hast völlig recht, an solche tollen Orte muss man normalerweise alleine hin. Die meisten Leute verstehen das nicht richtig, wie ein wirklich interessanter Platz zum verweilen auszusehen hat.
Hallo Pablo, es sei denn Du hast irgendwelche Pilzverrückte in der Gegend, die Deine Vorlieben teilen. Leider kann sich hier in meiner Ecke so gar niemand für ein Hobby erwärmen.
Hallo Claudia,
Danke fürs zeigen deines pilzdorados- freut mich immer wieder wenn man an lieblingsplätze von pilzlern geführt wird. Das mit den "normalen" menschen kann ich auch gut verstehen/gerade jetzt im winter ist es wieder besonders schlimm...
Lg joeWohl wahr Joe, dabei wissen die Pilzfremdelnden gar nicht, was ihren da alles entgeht!

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Hallo!Bei Nr. 5 hat die Wutzi-Claudia wohl ein klein wenig geschludert. Sich über fehlende Zonierung Gedanken machen, aber nicht mitkriegen, dass das Ding keine Poren hat und verletzt im weißen Bereich rot anläuft.
Der Besen sei mein, wenn das nicht Stereum sanguinolentum ist, und ich finde den von den Farben her auch nicht eingetrocknet, der sieht doch frisch aus.
Allerdings kann man den dort geschriebenen Text schon sehr missverständlich auffassen, weil nämlich drunter ein Text viel dichter an diesem Bild dran steht und dort Laubholz als Substrat angibt.Kannst ja mal drauf achten, dass der Text am zugehörigen Bild klebt, das macht vieles einfacher.
Auch die Suchmaschinen funktionieren so, dass sie den nächsten Text nach dem Namen durchsuchen.
Wenn du mal bei Google-Bildersuche statt deinem gesuchten Pfifferling einen Steinpilz gezeigt kriegst, dann ist die Ursache meist das angesprochene.Zitat
Verreum varibilis
Bitte mit "F" und für hinten schenke ich dir noch ein "a".Hallo Ingo, hier der zweite Antwortversuch. Der erste ist verschollen.
Ja, Pfusch bei der Nummerierung, irgendwie zerschieße ich die jedes Mal. Ich denke ja, der Mac ist schuld. Der macht immer so komische Sachen. Ich versuche mal, das in Ordnung zu bringen.
Die Anmerkung zur Zonierung bezog sich auf Nummer 6.
Bei der 5 war übrigens nix beim Herumkratzen. Ich habe heute noch mal ein Stückchen abgepflückt und fotografiert, aber da war wirklich nichts verfärbt. Vielleicht zu alt? Besen?Die Rechtschreibkorrektur zum Nagelpilz nehme ich dankbar entgegen. Fe Kurzform von Eisen. Der Grund dieser total dämlichen Schreibweise war ebenso der Mac. Er hat aus Ferreum Verräum gemacht, was ich dann nur teilweise korrigiert habe. Den Nachnamen habe ich ebenso verpfuscht. Es ist eben nicht der varible sondern der variable, aber warum zum Teufel protestiert hier die Autokorrektur nicht?
Danke, dass Du mir trotz meiner Schusselei beim Lernen hilfst.
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Hallo !Nr 5. ist ohne zweifeln Stereum sanguinolentum .
Was ist nr 6. diese Pilz
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LG beli !
Hallo beli, vielleicht ist er das. Mich irritiert nur, dass er nicht rot verfärbt, wenn man ihn anfasst. Vielleicht ist er schon zu alt.
Nummer 6 ist eigentlich 7. Die Fotos waren schlecht beschriftet. Ich habe gerade versucht, das zu ändern. Schau mal, ich habe noch einige weitere Fotos zu 7 eingestellt. vielleicht erkennst Du ihn da besser. Vermutlich wachsen an dem Baum mehrere Arten. Ich bin auch ein wenig verwirrt. -
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Hallo, Claudia!Bei dem Angebrannten Rauchporling hatte ich auch vorher schon keine Zweifel, nun nochmals bestätigt.

Die 6er Tramete: Wenn das Bild im Beitrag von gestern abend nicht gewesen wäre, würde ich das Bild von heute als ganz tolle und typische T. ochracea loben. Aber - wo Christoph ja auch schon drauf hingewiesen hat: Auf dem Bild von gestern abend ist dann wieder ein fruchtkörper zu sehen, mit relativ dunklen und trüb gefärbten Linien. Das geht doch schon so irgendwie ins mausgraue oder taubenblaue, eine Färbung, die zu meiner Vorstellung von T. ochracea nicht passt.Allerdings - was die Sache auch nicht einfacher macht: T. ochracea und T. versicolor sitzen hin und wieder auch ganz einträchtig am selben Stumpf nebeneinander. Ist ja kein Wunder, wenn man sich überlegt, daß ein jeder Baumstumpf durchzogen ist von den Mycelien dutzender Arten, die zwar nicht immer alle Fruchtkörper bilden, aber nur eine Art an einem Stumpf zu entdecken ist eher ungewöhnlich.
Der 5er Schichtpilz: Hat er nun gerötet beim Ankratzen?
LG, Pablo.
Hallo Pablo,
Danke, dass du noch mal reingeschaut hast. Vielleicht sind es wirklich verschiedene Arten. Schau mal in meinen Beitrag von heute: Pilzdorado. Da wachsen massenhaft Pilze verschiedenster Arten einträchtig zusammen. Vielleicht sind es wirklich zwei verschiedene.Gerötet hat der 5er nicht. Das hatte ich gestern beim Fotografieren schon getestet, aber vergessen zu schreiben.
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Hallo Forianer,
heute nehme ich Euch mit an meine Lieblings-Winterpilzstelle. Am liebsten gehe ich da allein hin, weil es normalen Menschen schwer fällt, zu akzeptieren, dass man da immer ein Weilchen zum Gucken braucht. Ich schätze mal, ein paar Leute aus dem Forum würden dort ihr Zelt aufschlagen.
Von weitem sieht alles ganz harmlos und ziemlich hässlich aus. Da liegen seit drei Jahren ein paar Pappeln und Birken herum, die sich die Natur allmählich zurückholt.
Wer dann genauer hinschaut, ist überrascht, an jedem Stück Holz überraschend viele Pilze und Pilzarten zu finden.
Und an den Schnittstellen der Bäume wuchern die Pilze regelrecht. Die Farb- und Formenfülle ist grandios. Sie zeigen, was sie draufhaben. Kaum einer gleicht dem anderen, als wollten sie unterstreichen, dass sie sich einen Teufel darum scheren, wie sie nach Pilzbuchstandard aussehen müssten.
Kaum ein Quadratzentimeter, der nicht von einem Fruchtkörper bedeckt ist. Das Sprichwort du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht muss geändert werden in: du siehst den Baum vor lauter Pilzen nicht.
Unter den Baumpilzklassikern verstecken sich auch einige junge Austern und kleine Samtfußrüblinge.
Am liebsten sind mir die Borstentrameten, die wie kleine Pelztiere an den Stämmen kleben. Schade, dass die Sonne nicht schien. Im Licht sind sie noch viel schöner.
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Hallo Christoph und Pablo, ich hab Hausaufgaben gemacht und kann ein paar Bilder nachliefern.
zu 3 der helle Drüsling - so nenne ich ihn jetzt mal - wächst hier. Ob es sich um den Knorpeligen oder um den Hellen handelt, werde ich wohl nicht herausbekommen. Ich hab immerhin mein bestes gegeben.
Die Struktur ist etwas fester als die vom Warzigen Drüsling, aber nicht annähernd so knorpelig wie z.B. der Violette Knorpelschichtpilz. Die Konsistenz könnte allerdings auch altersbedingt weicher geworden sein, wenn es sich denn um ein älteres Exemplar handeln würde. Das kann ich nicht einschätzen.
Unterm Mikroskop trieb er mir die Haare durch den Hut. Der Versuch, ihn zwischen Objektträger und Deckglas zu bugsieren, glich dem Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln. Er glubschte immer wieder weg. Schließlich ist es gelungen, aber viel schlauer wird man davon wohl auch nicht, da die Sporenlänge- eine der wenigen Sporen habe ich vermessen= 9,5x4,3 µ - für beide Arten passt. Hier die Fotos dazu:
zu 5 das schichtpilzige Gewächs an der Fichtenwurzel
zu 6 das ockerfarbene Trametengewächs
zu 7 die gammeldreckoxidische ChamelonTramete
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Hallo, ihr zwei!Allerdings sieht es doch schon anders aus, als bei Claudias Bildern.
Daß Pilze hin und wieder komische SAchen machen, sollte man im Hinterkopf behalten, aber es handelt sich dann eben um Ausnahmen. Und Der Seifenritterlings - Vorschlag ist wirklich gut, jedenfalls von der Richtung her.
Was man aber auch immer im Hinterkopf haben sollte: Pilze, die sich nicht bestimmen lassen, sind im Gegensatz zu ungewöhnliich ausgprägten Pilzen ziemlich häufig. Das wird im grunde auch dann nicht besser, wenn man sie durchs Mikroskop anguckt.
LG; Pablo.
Hallo Pablo,
auch wenn Ihr nur mutmaßen könnt, was ich da fotografiert habe, hilft mir die Diskussion doch sehr dabei, die Pilze einzuordnen. Das Vergleichen mit Euren Vorschlägen macht mich das nächste Mal sicherer. Wenn ich daran denke, dass ich vor knapp einem Jahr nur die wichtigsten Speise- und Giftpilze gekannt habe und das mit meinem Wissensstand von heute vergleiche, habt Ihr mir schon ganz ordentlich auf die Sprünge geholfen. Danke!
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Servus beinand,ich glaube immer noch eher an Trametes versicolor. Nur am Foto werden wir es aber kaum rausbekommen. Selbst Hermann Jahn hat sein Konzept der Zonentramete im Lauf der Jahre verändert. Erst war es etwas, dass er fast nur an Birke fand (und das Konzept der Tr. zonata / ochracea kenne ich, sie ist wirklich dickfleischig und sie hat keinerlei schwarze Linie, auch getrocknet nicht). Später weitete Jahn sein Konzept, wobei dann die Abgrenzung zu Tr. versicolor nicht so einfach ist. Man findet auch Kollektionen, denen frisch der schwarze Strich fehlt, getrocknet ist er aber dann doch da.
Wenn sie nicht in allen Punkten richtig typisch ist, bin ich skeptisch. Trametes versicolor ist halt wirklich ein Chamaeleon.
Nebenbei bemerkt: in Regensbrug wurde vor Jahren an Trametes genetisch gearbeitet, es kam aber m.W. nichts dabei heraus - das wird schon seine Gründe gehabt haben

LG
ChristophP.S.: Claudia - ist für dich Exidia cartilaginea der "Weißliche Drüsling" und du kennst die Art schon? Da du dich so gar nicht über diesen tollen Fund freust (ich kenne als Weißlichen Drüsling nur die Exidia thuretiana).
Hallo Christoph,
ein Trametes-Chameleon. Ja wenn das so ist und selbst die Experten rätseln, bin ich voll und ganz zufrieden. Ich bin wirklich schon hochzufrieden, wenn die Richtung stimmt
.Tja und was Exidia thuretiana da bin ich natürlich alles andere als sicher. Es kann ebensogut Exidia cartilaginea sein. Ich bin noch in dem Stadium, wo frau sich über jeden Pilz freut, den sie noch nicht gesehen hat. Und die treffe ich fast jeden Tag
. Ich hab den Pilz auf dem Lindenstamm gesehen, fotografiert und zu Hause bei Google gesucht. Da war halt der "Weißliche Drüsling" derjenige, der dem kleinen Geschrubbel am nächsten kam. Aber weißt Du, ich hole mir ein Mikroskopier-Opfer und guck mir das heute mal genau an. Mal sehen, ob er etwas über sich verrät.
