Beiträge von Helmut Krisch

    Diesen Pilz (Einzelexemplar) habe ich Ende Mai im Gras in meinem Garten (Hamburg) gefunden. Größe Hut 4 cm, Stiel 2,5 x 0.7.

    Hut flach konvex, Mitte stark eingesenkt, fast genabelt. Rand wellig. Stark hygrophan: feucht satt rotbraun, trocken hell ocker-beige.

    Lamellen kurz herablfd., beige mit deutlichem Gelb-Ton.

    Stiel glatt, Spitze nicht bemehlt, Basis ohne Myzel-Fäden; rotbraun. Auffällig eine tiefe Furche auf ganzer Länge (im Bild3 leider nur schlecht zu sehen).

    Mikro: Sporen siehe Bild4, 5-7 x 3-4, amyloid? (wenn, dann schwach); Spstb. weiß; keine Zystiden gesehen; mit Schnallen.

    Geruch & Geschmack: angenehm (nicht mehlig)

    Noch: Huthaut etwas klebrig (Lippen-Test).


    Meine Vermutung: Pseudoomphalina

    Weiß es jemand besser?

    Helmut

    Ich habe mir gerade das Buch 'Fungi of Temperate Europe' von Laessoe und Petersen gekauft und festgestellt, dass dort viele (mir) neue Gattungen für altbekannte Arten auftauchen. Die bisherige Gattung Boletus z.B. hat es besonders erwischt:

    Caloboletus

    Butyriboletus

    Aureoboletus

    Neoboletus

    Cyanoboletus

    Hortiboletus

    Rubroboletus

    Imperator u.a.

    Es ist natürlich richtig und wichtig, Unterschiede und Gemeinsamkeiten innerhalb einer Gattung herauszuarbeiten, zu dokumentieren und auch zu benennen, aber muss es gleich eine neue Gattung sein? Hätte es eine Untergattung oder eine Sektion nicht auch getan?

    Die Mykologen der Vergangenheit waren meines Wissens sehr zurückhaltend beim Erzeugen neuer Gattungen.

    Ich weiß nicht, welche Gründe zur Erzeugung dieser Gattungen geführt haben, aber mir drängt sich da der Verdacht auf, dass der Ehrgeiz, seinen Namen in der Nomenklatur zu etablieren, einen Einfluss gehabt hat.

    Der Name 'Imperator' fällt auch sehr aus der Konvention. Seit altersher werden Gattungsnamen (außer für verdiente Personen) aus lateinischen und griechischen Wortteilen zusammengesetzt, die einen Hinweis auf Eigenschaften der dort versammelten Arten geben. Bei Imperator denke ich eher an Nero oder Arnold Schwarzenegger als an Pilze.


    Helmut

    Hallo an alle, die diesen Pilz kommentiert haben.

    Ich bin inzwischen von Hydropus subalpinus auch abgekommen (habe beim Nachprüfen überhaupt keine Zystiden, schon garnicht große, gefunden).


    Es ist tatsächlich der gleiche Pilz am gleichen Standort (nach 14 Tagen).


    Inzwischen habe ich im Beitrag von Mathias(unterwegs Teil2) ein Bild von Mycena olida = minutula entdeckt, das meinem sehr genau entspricht. Genau den hatte ich ja auch schon in meinem Anfangsbeitrag vermutet, schon wegen des Geruchs. Wenn Mathias den richtig bestimmt hat, dann habe ich das gute Gefühl, dass wir das Problem gelöst haben.


    Danke für die interessante Diskussion

    Helmut

    Hallo Harald,

    danke für die Antwort.

    Hattest du bei deinem Fund auch diese Rotfärbung beobachtet?

    Falls nicht, habe ich noch eine Vermutung:

    es gab während der Fundzeit eine Nacht mit leichtem Frost (Minus 1-2 Grad).

    Vielleicht wurde die Verfärbung dadurch ausgelöst. Ist sowas denkbar?

    Vielen Gruß,

    Helmut

    Hallo Pilzfreunde,

    das Besondere an diesem Pilz ist die Verfärbung der Lamellen. Die sind erst cremefb., dann gelb und schließlich dunkel rot, wobei das Fleisch in Hut und Stiel vollkommen unverändert bleibt (Huthaut und Schuppen färben sich im Alter aber auch rot). Die Rotfärbung beginnt mit Punkten und an der Kante und breitet sich dann über die ganze Lamellenfläche aus.

    Weitere Fakten:

    Hutgröße bis 7 cm,

    Stiel zylindrisch mit kl. runder Knolle, Ringzone unterhalb mit Velumfetzen,

    Sporen kurz ellipsoid bis ovoid, dickwandig mit KP., dextrinoid und metachromatisch, Größe recht unterschiedlich, 7-9 x 3-5

    mit (seltenen) Schnallen,

    Geruch: erst ohne, nach kurzer Zeit in Behältnis stark fischig,

    Fundort: Hamburger Friedhof auf Fichtennadelstreu, Okt- Anf.Nov


    Ich habe anhand der Arbeit von M.Bon 'Les Lepiotes' eine Bestimmung versucht und bin bei L. ochraceofulva oder L. josserandii gelandet. Aber bei Beiden werden die Lamellen nur als jaunatre (also gelblich) beschrieben und der Geruch als angenehm. Er erwähnt aber einen Hinweis von Huijsman zu fischigem Geruch. Die Beschreibung von L. josserandii passt noch weniger.

    Dann habe ich im Bestimmungsbuch von Gröger Bd. II S. 163 eine Beschreibung von L. ochraceofulva gefunden, die ziemlich gut passt (Sporengröße, Lam. orangerot fleckend, Fischgeruch, Vorkommen). Daher wäre das mein Favorit.


    Vielleicht hat jemand diesen Pilz auch schon gefunden und bestimmt?

    Viele Grüße, Helmutpilzforum.eu/attachment/295883/

    Erstmal besten Dank für deinen letzten Beitrag.

    Ich bin aber nachwievor von subalpinus überzeugt.

    In der Lit. ist zwar meist eine gelb-braune Form abgebildet, aber im Internet findet man fast nur weiße Abbildungen, wie auch auf der Seite, die du angegeben hast als 'Mikroskopie zum Vergleich'. Ich war etwa 10 Tage später nochmal am Fundort , da waren alle Exemplare gelbbraun (hänge Bild dazu an). Die Sporengrößen sind dort etwas länger (8-10) und 'legerèrement allantoid', auf dem Bild in Wasser auch kaum zu sehen. Mit den Zystiden ist mir allerdings unerklärlich, vielleicht habe ich nicht ordentlich gesucht.

    Auch der deutsche Name Buchenwald-Wasserfuß scheint mir ein gutes Argument, den der Fundort ist ein reiner Buchenwald.

    Viele Grüße,

    Helmut

    Hallo Matthias,

    Naja, es gibt schon auch größere Helmling (pura), aber die auf Bäumen wachsenden sind tatsächlich alle viel kleiner und dünnstieliger. Da hast du gut gesehen, dass auf meinem Bild im Hintergtund tatsächlich wohl eine Mycena-Art zu sehen ist, aber die habe ich nicht untersucht.

    Zu deinem Vorschlag Tephrocybe habe ich mein Bestimmungsbuch (Gröger Bd. 1) befragt, aber da gibt es keine Art, die auf Rinde wächst.

    Dabei bin ich aber auf die Gattung Hydropus gestoßen. Meine Literatur war da unergiebig, aber über Google war ich erfolgreich: dort gibt es Bilder von Hydropus subalpinus, die genau passen, auch die Beschreibung (bis auf die Sporengröße, die bei mir etwas kleiner ist).

    Ich bin sicher, dass das die Lösung ist. Oder?

    Viele Grüße, Helmut

    Hallo Pilzfreunde,

    dieser Fund (Ende Oktober) stammt von einem stark vermoosten Buchenstamm (1-2 m hoch) aus dem Hamburger Umland (Bild1). Ich vermute, dass es sich um eine Mycena-Art handelt.

    Hut frisch glatt, rein weiß, Durchmesser max. 3 cm, beim Trocknen zu 2/3 gestreift, Mitte mit braunem Punkt (Bild2). Stiel frisch ebenfalls rein weiß, glatt, ohne Basis-Plättchen oder Knöllchen, 4 x 0.4 cm, ziemlich zäh, beim Trocknen etwas grau mit weißen Fasern (Bild3); die Lamellen gerade angewachsen bis kurz herablaufend, weiß (Bild4). Geruch frisch ohne, nach kurzer Zeit in Behältnis stark unangenehm (ich weiß nicht wie 'ranzig' riecht).

    Obwohl die gesammelten Hüte voll aufgeschirmt waren, wollten sie nicht aussporen, weil die Basidien praktisch alle noch geschlossen waren. Nach 2 Tagen mit 'Fuß in Wasser' ging es dann doch: Sporen (Bild5) länglich ellipsoid, 6-7 x 3-4, nicht amyloid. HDS besteht aus einer Schicht dünner Hyphen ohne jede Art von Ausstülpungen, ohne Schnallen, in unteren Schichten gibt es aber rel. große Schnallen (Bild6). Im Hymenium fand ich nur 1 Element, das wie eine Zystide aussah (rundlich mit Köpfchen) (Bild7).

    Noch 2 Beobachtungen: aus dem Hymenium wuchsen nach kurzer Zeit Haar-ähnliche Hyphen heraus (keine Haare, weil mit Schnallen) (Bild8); die Stiele, die am Fundort zum Anwuchspunkt gebogen waren, haben sich nach kurzer Zeit vollkommen gerade gebogen.

    Die häufigen Arten von Baum bewohnenden sind wohl .alba, .hiemalis und .olida. Für olida spricht der Geruch und die glatten Huthauthyphen, für hiemalis die Jahreszeit, gegen alba die Sporenform. Gegen alle spricht die Hutgröße und die Stieldicke und die Schnallen.

    Wer kann da weiterhelfen?

    Mit besten Grüßen,

    Helmut

    Das auffälligste an diesem Pilz ist, dass das cremefb. Trama sich beim Anschneiden sofort gelb verfärbt, in der Stielrinde nach einiger Zeit sogar gelb-orange. In meiner Literatur gibt es nur Leprocybe rubicundulus mit dieser Eigenschaft, aber die Beschr. / Abb. sind weit abweichend.

    Die Sporen sind recht unterschiedlich, ellipsoid/zitronenfg./bohnenfg. (9x5 bis 7x4), rauh, Staub ocker mit rötl.-Ton.

    Der Fund ist aus BW (Rammert), Fichte

    Wer kann dazu etwas sagen?

    Zu "invasiv": wenn der Pilz bis vor einigen Jahren in Deutschland nicht auftrat, aber z.B. in England schon länger bekannt war, so muss man ihn wohl als Neuankömmling bezeichnen. Auch die offensichtliche Ausbreitung von Nord nach Süd ist ein typisches Merkmal von invasiven Arten. Wie der hierher gekommen ist, ist dafür m. E. unwichtig.

    Viele Grüße,

    Helmut

    Der Fund stammt von einem großen Friedhof in Hamburg. Dort wurden vor 2 Jahren viel gehäckselte Holzreste unter Büschen und an Wegrändern ausgebracht. Seither wuchs dort garnichts. Nach dem tagelangen Regen Ende September fand dort aber eine Massenentfaltung von Pilzen statt (Coprinus, Psathyrella) und vorallem diese Art Stropharia aurantiaca. Ich hatte die noch nie gesehen, aber die Merkmale sind so charakteristisch, dass kein Zweifel besteht. Nach Literatur (Großpilze BW Bd. 4) ist die Art invasiv. Ich poste diesen Beitrag daher, um zu zeigen, dass die Art jetzt hier angekommen ist.

    Hallo Christoph und Thorben,

    jetzt habe ich es auch kapiert. Also die imperfekte Form eines Ascomyceten.

    Da lag ich ja mit meiner ersten Vermutung nicht so daneben, habe aber vielleicht den

    falschen Begriff verwendet. Ich wollte schon noch fragen, wie sich die verschiedenartigen

    Konidien erklären, aber Thorben hat das ja schon beantwortet.

    Die Welt dieser Pilze ist schon exotisch!


    Vielen Dank für die Aufklärung und

    Grüße von

    Doofi Helmut

    Liebe Thorben und Christoph,

    ich war nochmal vor Ort, der Pilz hatte sich äußerlich kaum verändert in den 3 Wochen.

    Die Oberfläche war nur von weich/krümelig zu weich/feinst-filzig verändert.

    Aber ich konnte im Mikroskop eine wichtige Entdeckung machen:

    die Entstehung der eiförmigen Sporen mit dem kurzen Fortsatz.

    An dicken Hyphen voller Plasma werden sie offenbar abgeschnürt (Bild6+7).

    Ich denke, wenn das Plasma aufgebraucht ist, werden diese Hyphen zu den

    gelbbraunen in Bild4+5.

    Passt das zu der von Dir bestimmmten Zygomycetenart?


    Viel Grüße,

    Helmut

    Hallo Thorben,

    du bist Dir offenbar sehr sicher in der Bestimmung. Ich höre jetzt zum ersten mal von solchen Jochpilzen.

    Deine mikroskopischen Bilder zeigen ja eine große Übereinstimmung mit meinen, aber die makroskopischen

    nur wenig. Sind die so veränderlich?

    Ich will in den nächsten Tagen nochmal zum Fundort gehen, ob ich da Veränderungen feststellen kann.

    Melde mich dann nochmal.

    Auf jeden Fall schonmal vielen Dank,

    Helmut

    Hallo Pilzfreunde.

    Ich habe neulich (Februaur) diesen Pilz gefunden (Bild1+2). Er wuchs ohne Basisstruktur direkt

    auf Rinde (Fagus), war nicht als Ganzes ablösbar. Die Konsistenz ist weich-krümelig, anfangs

    satt rot, später mehr braun-rot. Die Sporen (Bild3) sind sehr unterschiedlich: ellipsoid, grünlich,

    8-12 x 6-10 und eiförmig, farblos, 16-20 x 12-15, diese mit kurzem zylindrischem Fortsatz,

    der aussieht, als ob sie mal irgendwo festgesessen haben. In Masse ist die Sporenfarbe braun.

    Weil ich trotz großer Menge von Sporen keine Basidien finden konnte, bin ich auf die Idee

    gekommen, dass es sich vielleicht um Mitosporen handeln könnte, also der Pilz eine Anamorphe

    ist. Ich habe dazu in 'Pilze der Schweiz' Bd. 1 Nr. 68 etwas gefunden, was in einigen Punkten

    bei meinem Pilz zutrifft. Die dort gezeichneten Konidiophoren konnte ich allerdings nicht finden,

    dafür die in Bild4+5 gezeigten sehr auffälligen, häufigen, gelb-braunen Hyphen mit dicken

    Ausbeulungen, die wiederum bei Nr. 68 nicht vorkommen.


    Kennt sich da jemand aus?


    Grüße, Helmut

    Hallo!

    Danke für die Kommentare.

    Ja, Tubaria hiemalis trifft meine Daten viel besser, vorallem die Sporengrößen.

    Ich habe auch in mehreren Bildbänden Abb. gefunden, bei denen das Verwachsen des

    Stiels mit kleinen Holzstückchen zu sehen war und den cremefarbenen Belag im Zentrum.


    So ist das, wenn man erst mal auf dem falschen Pferd sitzt, reitet man auch in

    die falsche Richtung.


    Das Forum ist eine prima Sache.


    Grüße,

    Helmut

    Hallo Pilzfreunde.

    Ich finde seit Jahren in meinem Garten im Spätherbst (bei mildem Wetter bis Dez/Jan)

    diese kleinen Pilze (Bild 1,2 und 4).

    Ich bin ziemlich sicher, dass es sich um Galerina handelt, aber eine Artbestimmung

    ist mir nicht gelungen.

    Hier sind meine Befunde:

    Vorkommen: im tiefen Moos, einzeln wachsend.

    Größe: Hut bis 2 cm, zum Winter hin unter 1 cm, Stiel 4 x 0.2-0.3 cm.

    Hut: jg. halbkugelig, spä. flach konvex; dünnfleischig (nicht häutig); stark hygrophan;

    feu. fast bis zur Mitte gestreift; beim Trocknen bildet sich von der Mitte aus

    eine grau-creme farbene Schicht (Bild 4), die am Ende den ganzen Hut überzieht, sodass

    keine Streifung mehr zu sehen ist. Die Farbe ist jg. dkl. rotbraun, spä. ocker-gelb

    mit orange-Ton, Mitte dunkler. Huthaut nicht zäh, nicht klebrig, nicht gelatisiert.

    Manchmal mit kleinen Velumfetzen am Rand.

    Lamellen: erst ocker, spä. rotbraun; breit angewachsen, eher weit (L ~20, I=3-5);

    Schneiden silbrig (Bild 3)

    Stiel: gleichdick ohne Basisknolle; rotbraun, Spitze weiß bemehlt, manchmal mit feinen

    Velumresten, manchmal sehr fein silbrig überfasert (Bild 5 und 6).

    Ein Stiel war mit einem sehr dünnen Holzstückchen verwachsen (Bild 7).

    Geruch & Geschmack: ohne

    Sporen: Staub hell rotbraun mit orange-Ton; 7-8 x 5-6 µ; im Mikroskop grünlich erscheinend (Bild 8),

    ellipsoid, glatt (auch unter Immersion), nicht kalyptrat (Bild 9 mit KOH behandelt),

    stark färbend in Baumwollblau.

    Mikro: Cheilozystiden (Bild 10) häufig, kopfig, ~40µ lang, Köpfchen 8µ breit; Pleuros: keine

    gefunden; winzige Schnallen; Basidien 2-sporig (ich glaube bei früheren Funden

    auch 4-sporige gesehen zu haben).

    HDS: hyphig, verschlungene "Würste" (Bild 11), ~10µ breit; Endzellen oft inkrustiert.

    Die beim Abtrocknen entstehende Schicht besteht aus kugeligen Zellen mit 5µ Durchmesser.


    Bei meinen Bestimmungsversuchen kamen 3 Arten in die engere Wahl:

    G. cinctula: passt alles, aber die Sporen nach Lit. wesentlich größer

    G. camerina: soll aber an Nadelholz wachsen (in meinem Garten weit & breit kein Nadelbaum),

    soll in Norddeutschland fehlen.

    G. sideroides: Huthaut gelatinös, 4-sporig, andere HDS-Hyphen.


    Nun hoffe ich auf Erleuchtung durch die Forum-Teilnehmer.


    Helmut

    Bilder

    • Bild6.JPG

    Hallo Mario,

    da hast Du dir ja viel Mühe gegeben beim messen.

    Ich finde die Angaben aber etwas unübersichtlich.

    Da die Sporengrößen sicher normalverteilt sind, könnte man die Statistik zuhilfe nehmen:

    20 Messwerte geben schon eine gute Basis, um Mittelwert und Streuung zu berechnen.

    Das ergäbe pro Länge und Breite je 2 Zahlen (vielleicht noch 2 für den Quotienten).

    Daraus läßt sich dann folgern, dass 67% innerhalb des Intervalls m+-s und 90% innerhalb von m+-2s liegen.

    An der Größe von s sieht man auch gut, ob die Sporen isoform sind oder nicht.

    Viele Grüße,

    Helmut

    Danke, Pablo.

    Bei den Fruchtkörpern sieht man den Einfluss ja mit bloßem Auge, es wäre ja verwunderlich,

    wenn sich das bei den Sporen nicht auswirken würde. Eine Klärung würde vielleicht auch erklären,

    warum bei manchen Arten die in der Lit. angegebenen Maße sich deutlich unterscheiden.

    Außerdem würde das die Abgrenzung von Arten aufgrund von Sporengrößen infrage stellen.

    Ein schönes Thema für eine Doktorarbeit!

    Viele Grüße,

    Helmut

    Hallo an das Forum.

    Ich würde gern wissen, ob es Erkenntnisse über den Einfluss von Umweltfaktoren

    wie Trockenheit, Höhenstufe oder Jahreszeit auf die Größe von Sporen gibt.

    Falls ja, würde ein Link auf entsprechende Ergebnisse prima sein.

    Danke im Voraus,

    Helmut

    Hallo Mario, nach meiner Lektüre in dem Wälzer von Bernicchia & Gorjon ist die Bestimmung als

    Hypochnicium geogenium wohl richtig.

    Aber verrate mir doch, was die vielen Zahlen zu den Sporengrößen bedeuten, vorallem

    die letzten beiden.

    Grüße, Helmut

    Na, das freut mich, dass mein seltsamer Pilz solch lebhaftes Interesse gefunden hat!

    Also eine krankhafte Veränderung.

    Wenn man dann die Rot-Verfärbung ignoriert, passt alles von mir Beobachtete

    tatsächlich zu Strobilurus esculentus.

    Vielen Dank an alle,

    H.K.

    Diesen kleinen Pilz fand ich Anfang November auf einem Fichten-Waldweg in der Nordheide

    (bei Winsen).

    Ich dachte zunächst an Mycena, aber die Zystiden (dickwandig, mit Kristallschopf) passen garnicht

    dazu.

    Jetzt habe ich nicht mal eine Ahnung, welche Gattung das sein könnte.

    Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen?

    Hier die weiteren Merkmale:

    Einzelexemplar.

    Hut: Durchm. 1 cm, flach eingesenkt, klebrig, Rand fein gestreift, sonst glatt,

    Huthaut häutig, nicht zäh; Farbe Mitte hell gelb, Rest cremefb., große blutrote Flecken.

    Stiel: 4 x 0.2, gleichdick, Spitze kelchartig in den Hut erweitert; gleichmäßig hell braun, glatt.

    Lamellen: erreichen den Stiel nicht (also frei), weit, normal breit; weiß, z.T. in Hutnähe rot.

    Sporen: kurz ellipsoid bis rund, 5x4 µ, farblos, sehr fragil (platzen leicht), ölhaltig.

    glatt (?, könnte auch uneben sein).

    Zystiden: häufige Cheilo- und Pleurozyst. wie Bild, aber auch dünnwandige Cheilos.

    HDS: hyphig, keine Schnallen gefunden.

    Lieber Christoph,

    ich muss mich entschuldigen. Denn ich habe in meinem Beitrag das falsche Bild (Bild1) gepostet. Jetzt soll das richtige kommen.

    Hoffentlich sind wir uns diesmal einig, dass es sich wirklich um Steccherinum handelt (Unterseite Buchenast).

    Es hat leider lange gedauert für die Korrektur, aber ich habe wenig Zeit für mein Hobby.

    Was die 'Kugeln' angeht: wenn es sich wirklich um anorganisches Material handelt, so wäre es doch möglich, dass es

    sich um eine Art 'Defäkation' handelt: schlechte Stoffwechsel-Produkte werden in eine Zelle ausgelagert und dann

    abgestoßen.

    Vielen Dank für die Antwort,

    Helmut