Beiträge von ZiUser

    Hallo,
    ich sichte gerade weiter die unbestimmten Bildordner von 2015 und bin auf einen fast völlig resupinat wachsenden Pilz an Pinus gestoßen, den ich nach einigem Suchen als Antrodia serialis ansprechen möchte. Gefunden - wo auch sonst - am Otterbach / Südpfalz, Nov. 2015. Sieht ja doch etwas untypisch aus so fast ohne die reihigen Hüte, aber z.B. bei Aphyllopower finden sich recht ähnliche Bilder. Liege ich hier richtig?





    Hallo Pablo,
    ja leider habe ich kein vernünftiges Foto von einem mit normaler Hütchenbildung gemacht. Von den anderen habe ich aber auch ein paar Stückchen hier zu Hause. Die berühmt berüchtigte "schwarze Linie" zeigen sie nicht und auch sonst wäre mir ochracea näher als versicolor. Kann ich das irgendwie sicher machen?

    Hallo zusammen,
    na dann ist das ja auf einem guten Weg - hatte den Dieter auch schon außerhalb vom Forum per Mail angetriggert. Bin gespannt was rauskommt - good luck!

    Hallo zusammen,
    nun habe ich doch noch einen letzten vom gleichen Holzstapel, irgendwas, was von der US aussieht wie Trametes aber völlig resupinat und mit den Poren nach oben auf dem gleichen Holzstapel wächst. Ob da jemand dran gedreht hat - keine Ahnung - Sinn macht es doch eigentlich nicht, wenn die Poren himmelwärts zeigen oder? Und wie Trametes versicolor - was so etwas ja fast immer ist ;) - sieht es mir doch nicht aus. Aber ansonsnten nicht wirklich eine Idee.




    Hallo zusammen,
    also nach soviel Zuspruch lege ich den ganz bestimmt unters Mikro. Wie komme ich an die Sporen? Einfach eine solche Pustel aufschneiden und das was drin ist in Wasser?


    romana: mit Hainbuche liegst Du natürlich richtig - ist ja schon am Holz zu sehen, mit den Leisten, das ist niemals Buche, ganz typisch Hainbuche. Danke. Und das andere ist ganz klar Buche. Irgendwann begreife ich das mit dem Totholz auch noch.


    Kann aber ein paar Tage dauern, eh ich dazu komme mit dem Mikro.

    Hallo Irmi,
    danke für Deine Einschätzung. Mit meinem Mikro habe ich mangels Zeit noch nicht viel gemacht und auch heute komme ich nicht mehr dazu, aber vielleicht nächstes Wochenende ... - kann ja eigentllich nicht so schwer sein. Evtl. bekomme ich ja noch 'ne Aussage.

    Hallo,
    der Holzhaufen mit den Exidia- und Tremella-Funden von heute hatte noch mehr geboten, unter anderem zwei verschiedene Kohlenbeeren.


    Nr. 1 - eine sehr kleine Art, max 2mm, überall die Buchenrinde überziehend, ich denke das ist Melogramma spiniferum, der Rasigkrustige Buchenkugelpilz. Hier ein paar Bilder:



    Nr. 2 - etwas größer, so um die 5 mm. Ich kann mich nicht entscheiden zwischen Hypoxylon fuscum - Violettbrauner Kohlenbeere und H. fragiforme, Rötlicher Kohlenbeere. Geht das anhand der Bilder? Wobei ich die bei Bedarf auch für weitere Untersuchungen noch neben mir auf dem Schreibtisch zu liegen hätte. Das letzte Bild zeigt die Sache jetzt trocken unter Kunstlicht, aber ziemlich farbecht:



    Hallo Fred,
    ich in mit Deinen Bildern mal durch meinen zwar schon etwas betagten, aber doch guten Geastrum-Schlüssel von Dörfetl gegangen. Klar ist
    a) Peristom faltig gefurcht (vs. fransig gewimpert) und
    b) Endoperidie ungestielt
    Mit a) scheidet G. minimum dann leider erstmal aus und mit b) dann auch G. nanum ...
    Bleiben dann in diesem Schlüssel nur G. ambiguum und G. badium - beides sehr seltene Arten der Steppenrasen und Steppenheidewäldern - passt eigentlich nicht so schlecht. Und für G. badium wird noch eine napfartige Vertiefung beschrieben und gezeigt, die ich bei den beiden oberen Bildern auch ganz gut zu erkennen glaube. Siehe auch das Ex. ganz rechts hier. Aber da wirklich selten und ich kein wirklicher Spezialist bin wäre es gut das noch abzusichern.

    Hallo Ulli,
    danke dass Du mich nochmal auf die Art gestoßen hast, in Betracht gezogen hatte ich sie ja auch. Ich habe mir daraufhin nochmal das Profil hier von Pablo angeschaut. (Tremella foliacea) Dort wird auch auf Exidia saccharina als Verwechslungsart hingewiesen, aber mit dem Hinweis "ausschließlich auf Nadelholz" und: "Die Fruchtkörper von E. saccharina sind idR. weniger lappig und weisen an der Oberfläche Drüsenpunkte auf, die bei Tr. foliacea nie zu finden sind"


    Ich habe das Stück mal bei 40x unter mein Bino gelegt, da sehe ich nichts von Drüsenpunkten. Praktischerweise habe ich auch ein Stück von Exidia glandulosa mitgenommen, da kann ich diese bei gleicher Vergrößerung ganz gut erkennen.


    Also: Nr. 3 keine Exidia, sondern Tremella foliacea.

    Hallo zusammen,
    ausnahmsweise mal was ganz aktuelles, von heute. Trotz tendenziell eher regnerischem Wetters sind wir ins Modenbachtal am Rand des Pfälzerwaldes gefahren, dann zur PWV-Hütte 7-Quellen. Auf dem Wege kamen wir an einem Holzstapel vorbei - da hätte man Stunden zubringen können. Leider wurde der Regen stärker, so dass wir doch nach einigen wenigen Fotos uns Richtung Hütte bewegt haben. Trotzdem denke ich, drei verschiedene Exidia-Arten gefunden zu haben. Mangels Erfahrung und auch aus anderen Gründen bleiben Restzweifel, so dass ich sie kurz vorstellen möchte:


    1.) Exidia glandulosa - Becherförmiger Drüsling (ws. Quercus) - passt eigentlich für mich ganz gut:


    2.) Exidia plana - Warziger Drüsling (Fagus) - nur wenige Stämmchen daneben, sieht eigentlich auch gut aus:


    3.) Exidia saccharina - Kandisbrauner Drüsling (Betula) - auchn nur ein paar Meter weiter, und auch der sieht für mich ziemlich treffend aus, z.B. gegen die Bilder bei 123 oder in den GPBW
    Aber hier werden "Pyrolaceen-Kiefernwälder" als Habitat genannt und als Substrat Nadelholz - das hier ist eindeutig Birke - insofern :( . Aber selbst die lappige Struktur passt. Als Alternative wird bei 123 Tremella foliacea - Rotbrauner Zitterling genannt, der würde zwar vom Drumherum besser passen aber sieht mir irgendwie doch nicht ganz so passend aus. Ein Stück habe ich aber auch mitgenommen, um bei Bedarf noch etwas nachschauen zu können ... - Aber hier jetzt die Bilder:



    Mal sehen was ihr sagt ...

    Hallo ihr drei,
    Danke für die Klarstellung. Die kreisförmige Zonierung auf der OS hatte mich so stark in Richtung Milchlinge gebracht, dass das auf Stubben dann schon sehr eigen ist war mir schon klar. Als Ausnahme schon nachvollziehbar, wie auch Pablo schreibt, aber das waren schon einige, die ich an dem Tag gefunden hatte, und IMMER AUF Buchenstubben. Passt also auch insofern prima zu Panus conchatus. Da muss ich dieses Jahr mal etwas früher im Jahr nach schauen, dass ich sie auch mal noch schön Lila etwas jünger finde.

    Hallo Ralf, hallo Markus - danke und gut zu wissen. Man findet leider bei vielen Arten viel zuwenig sicher bestimmte Fotos von ganz jungen oder auch späten Altersstadien. Insofern immer wieder interessant, auch diese bestätigt zu bekommen.

    Hallo, dies mein letzter für heute, auch Okt. 2015 vom Otterbach. Sieht aus wie Oudemansiella mucida - Beringter Buchenschleimrübling, aber in gelbbraun. Habe aber sonst überhaupt keine Idee was es sonst sein könnte:



    Die hier habe ich am gleichen Tag nur ein paar Minuten weiter gefunden, da ist die Sache klar:


    Aber vielleicht hat ja jemand schon ähnliche gefunden und kann die Sachen einordnen.

    Diesen hier gleichenorts denke ich ermittelt zu haben - Mycena epipterygia - Dehnbarer Helmling, gefunden auf Kiefer.
    Da wie so vieles und da ja Mycena auch eine sehr weitläufige gruppe ist, stelle ich die Bilder hier nochmal zur Diskussion. Würde mich über eure Kommentare wie immer freuen:


    Hallo,
    und immer noch vom Okt. 2015 vom Otterbach. Da hatte ich eine ganze Reihe Milchlinge, die als Baumpilze direkt auf Fagus-Stubben wuchsen. Leider habe ich nur 2 Fotos. Am ähnlichsten sehen sie den Artne aus der Gruppe um den Hainbuchen-Milchling - Lactarius pyrogalus, aber dann doch nicht wirklich. Und dann eben der Wuchsort direkt AUF den Stubben - sehr eigen. Auch eigenartig, dass ich nur diese beiden Fotos gemacht hatte, das war keine Ausnahme, insgesamt bestimmt mehr als ein Dutzend, die ich so gefunden hatte. Vielleicht hat ja jemand eine zündende Idee:

    Hallo Stefan, hallo Pablo,
    danke für eure Einschätzung. Dann muss ich sie als Gymnopilus indet. ablegen. Es ist richtig, die haben ihre besten Zeiten schon hinter sich. Und angesichts ihres Zustandes habe ich die bestimmt nicht mitgenommen, so dass ich nicht in meiner Kiste wühlen muss ...

    Hallo Andreas,
    Deine Bemerkungen zu "eingeklappt" und zu dem dunklen Strich, auf den ich mir überhaupt keinen Reim machen konnte, versöhnen mich mit meiner ersten Ansprache, die ich dann später in Zweifel gezogen hatte. Klar können Dunkelsporer ihre dunklen Sporen auch irgendwo lassen - und sei es im weißen Randbehang, der dadurch dunkel wird. Und dass ich dann nicht soviel weißflockiges erwarten kann wie auf den jungen Ex. von 2014 - ist ja eigentlich auch klar. Ich denke Zweifel zerstreut - es ist nicht mal ausgeschlossen dass es der gleiche Stubben ist wie 2014, auf jeden Fall ganz in der Nähe.

    Hallo,
    auch den von Ende Oktober vom Otterbach / Südpfalz. Auf ziemlich morschem Holz, könnte alles mögliche sein. Das ist ein schöner bachbegleitender naturnaher Mischwald, buchendomiert, aber auch mit wohl eingebrachtem Nadelholz und auch immer wieder mit Tanne, vor allem Jungwuchs.
    Vor Ort nur notiert "Gymnopilus?" - und ich denke damit liege ich richtig. Mit dem fein schuppigen Hut bleibt dann eigentlich nur G. sapineus - oder liege ich vielleicht völlig falsch?
    Ich kann euch hier nur die fogenden Fotos bieten:




    Hallo,


    auch der vom Okt. 2015 vom Otterbach. Psathyrella - da bin ich relativ sicher, vor Ort ganz mutig notiert als "piluliformis". Aber mir fehlen hier am Hutrand die weißen Velumreste - ich hatte die im Jahr davor ziemlich typisch unweit von dieser Stelle. Im Gegenteil sieht man hier am Hutrand von unten einen eher dunklen Strich, was immer das auch ist. Wobei von oben man noch einen weißllichen Hutrand erahnt, vielleicht liegt es ja auch daran, dass die hier schon etwas älter sind. Aber vielleicht könnte ihr mit den Bildern was anfangen:





    Hier nochmal ein Bild vom Jahr davor, so stelle ich mir Psathyrella piluliformis vor, wobei die hier natürlich noch schon jung sind:

    Hallo Pablo,
    ich hatte "Kiefer" notiert, aber dem Holz auf dem Foto sehe ich das jetzt im Nachhinein nicht mehr an. Ist ja auch schon sehr stark verrottet, könnte ich so jetzt von Buche in dem Stadium nicht unterscheiden. Aber nach Ansicht der sonstigen Kandidaten sehe ich auch niemand anderen der so gut passt. Und inzwischen weiß ich auch dass einige Helmlinge eben spezifisch "bluten" können.

    Hallo,
    auch hier nochmal ein ganz hübscher Helmling vom Okt. 2015, wieder vom Otterbach, an Kiefer. Für mich ist die Gattung noch ziemlich unübersichtlich und wohl ohne Mikroskopieren nicht wirklich erkennbar, aber vielleicht hat jemand anhand folgender Fotos ein Idee, in welche Richtung das gehen könnte, zumal eigentlich alles makroskopisch wichtige zu sehen sein müsste:


    Hallo Stefan - es war eigentlich als Scherz gemeint - aber ich habs befürchtet, dass da tief drin irgendwas ernstes steckt. Kann ich mir übrigens angewöhnen - immer wenn ich nicht weiter weiß, Trametes versicolor ranschreiben und fertig ;) ;) ;) . - Aber im Ernst - das sieht Soooo anders aus. Keine Zonierung, so schön braunfilzig, bloß die US, die ging für mich eben auch in Richtung Tramete - ich muss mal schauen ob ich die Dinger noch finde, eigentlich habe ich das meiste noch in einer Kiste, was sich einmal schadfrei trocknen ließ. Da ist bloß noch kein richtiges System drin - eben Kiste.

    Hallo Stefan,
    das Problem ist, damals hatte ich die ohne Zweifel abgelegt als fasciculare - die Zweifel kamen mir erst heute. Insofern kann ich leider auch nicht mehr sagen als auf den Bildern zu sehen ist. Sicher ist dass es da auch ganz ganz viel H. fasciculare gibt - ist ja auch ein "Allerweltspilz".
    Bei Bild 1 ist ja einiges vom Substrat zu sehen, ich denke schon dass das Laubholz ist - Buche? Ahorn? - auf jeden Fall für mich kein Nadelholz.