Beiträge von ZiUser

    Immer noch Altlasten, auch den hatte ich damals - Okt. 2015 - zur Seite gelegt, auch gefunden am Otterbach / Südpfalz. Irgendwie erinnert er mich an Bjerkandera, aber dann wieder doch nicht. Die OS ist so schön feinfilzig, und auf einigen der Fotos sieht er dann fast aus wie Auricularia mesenterica - aber dann darf man die US nicht ansehen, die hat Poren, und das passt ja nun garnicht. - Jetzt habe ich den Entwurf ein paar Tage stehen lassen aber immer noch keine bessere Idee als euch die Fotos zu zeigen. Leider sind die Freilandbilder gräßlich schlecht, irgenddwie war ich noch auf Kriegsfuß mit der neuen Kamera, aber wenigstens einen Eindruck von der Wuchsform bekommt man:


    Deshalb noch einige Schreibtischbilder mit besserer Sicht auf OS und US:





    Wahrscheinlich werde ich mir wieder an den Kopf schlagen und Ingo meint sowieso wieder Trametes versicolor :/ - bin aber trotzdem gespannt was ihr meint.

    Hallo zusammen,
    die folgenden hatte ich Okt. 2015 mit anderen zusammen als H. fasciculare abgelegt. Bei neuerlicher Sichtung kommen mir aber Zweifel - sehen die nicht eher wie H. capnoides aus? Kann man das an diesen 3 Bildern festmachen?


    Bild 1 - Standort 1, etwas älter, sieht mir garnicht typisch schwefelfarben aus:


    Bild 2 & 3 - anderer Standort, noch ziemlich jung. Hier irritiert mich insbesondere dieser weißlich filzige Belag am Hutrand:


    Würde mich freuen wenn ihr meine Zweifel zerstreuen könntet - wenn nicht, kann man auch nichts machen.

    Hallo Ingo,
    leider fürchte ich, dass ich genau diesen Stubben nicht mit Sicherheit wiederfinden kann - das Zocken muss hier dann leider unterbleiben. Es bleibt für mich die Erkenntnis, wie Porlinge i.w.S. in ganz jungem Stadium so aussehen können.


    PS: von Trametes versicolor halte ich garnichts, warum soll ein Pilz mit später ziemlich dünnen FK im Jugendstadium als so einheitlich dicke (> 0,5 cm) Schicht daherkommen? Wobei: nichts ist bei PIlzen unmöglich ...

    Hallo Stefan, hallo Pablo,


    also kein Wunder dass ich die in keinem meiner Bücher gefunden habe - nun weiß ich beim nächsten Mal Bescheid und kann vielleicht 2 Wochen später nochmal den Standort aufsuchen. Finde ich immer spannend auch solche fast nirgends dokumentierten Entwicklungsstadien dann wirklich artfest zu machen.


    Mit dem geht das leider nicht mehr - "Datiert vom 07.10.2015" - der dürfte längst den Weg alles irdischen gegangen sein ...

    Tja, viel anders kann ich nicht beschreiben, was ich in meinem Archiv noch gefunden habe. Datiert vom 07.10.2015, aus einem meiner Lieblingsflächen vom Otterbach bei Jockgrim / Südpfalz. Das ist ein schöner, naturnaher meist buchendominierter Hangwald an einem noch frei mäandrierendem Bach. Ich hatte voriges Jahr hier schon einiges von gezeigt. Aber nun die Bilder, habe überhaupt keine Idee:


    Und so sieht er von unten aus, ließ sich glatt und flächig ablösen, falls das jemandem weiterhilft:

    Die Fläche ist so zwischen einem halben und einem cm dick. Bin wie immer gespannt auf eure Anregungen!

    Hallo zusammen nochmal,
    ich bin mir euren Antworten nochmal durch die Bücher gegangen. Von den zuletzt besprochenen Arten scheidet M. tintinnabulum wg. der ausgebuchtet angewachsenen Lamellen aus - auch wenn das Foto der US schlecht ist, das Merkmal ist noch recht gut zu erkennen, zumal auf dem Original. Und von den gefleckten Arten - maculata und zephirus - gefällt mir maculata bei weitem besser, so dass ich es wohl unter cf. maculata ablegen werde. Aber ohne Mikromerkmale ist da wenig für wirkliche Sicherheit wenig zu holen.

    Hallo Ingo,
    danke für Deine kritische Sicht - angesichts der verlinkten Fotos passt ja wirklich alles - da möchte ich nicht gegen Deine Chips setzen. Der flockige Stiel, unten auch die irgendwie weißfilzigen Basis ist auch zu sehen. Und eben Weg und Licht und Pfütze - da werde ich die Artzuordnung nochmal ändern.

    Hallo Wolfgang - was Mycena betrifft bin ich wahrscheinlich ähnlich Laie - aber Mycena tintinnabulum war jetzt beim Durchsehen der makroskopisch denkbaren Kandidaten auch meine Nummer 2 gewesen.


    Aber was den Winter betrifft: der Fund war am 11.10.2015 - also noch nicht wirklich Winter - und wenn ich im Tintling lese "... Sein Vorkommen mitten im Winter ..." - passt das nicht wirklich.

    Hallo Pablo,
    sch... Synonymie-Chaos! Ich meine Alkalischer Helmling, Büscheliger Nitrathelmling - Mycena stipata. Im neuen Bon steht der als M. alcalina, bei 123pilze auch als Syn. für M. stipata angegeben - aber ich denke damit ist der klar, den ich meine.

    Hallo Stefan, Dieter, Pablo,


    danke für eure Anmerkungen - schon interessant, dass hier 2x galericulata ins Spiel kommt - aber für den ist er mir eigentlich viel zu braun und lange nicht hell genug. Pablo, an vieles kann ich mich nicht erinnern - aber wenn der irgendwie gemilcht hätte, hätte ich das auch notiert oder per Foto dokumentiert - das ist also eher unwahrscheinlich.


    Natürlich war mir 2015 noch nicht klar, dass man an Mycena unbedingt riechen muss, also kann ich nicht mit alkalisch oder so dienen - aber wenn ich mir so die Bilder von M. alcalina anschaue - das sieht für mich schon ziemlich treffend aus, insbesondere bei der linken, wohl etwas jüngeren Gruppe.


    Was haltet ihr davon?

    Hallo,
    hier noch einer vom gleichen Tag 2015 aus dem Lautertal, ich denke hier sind wir bei Mycena. Mehr Ideen habe ich aber nicht und außer den beiden Bildern ist auch kein Material da. Kann jemand von euch noch etwas mehr dazu beitragen? Bzw. liege ich mit Mycena überhaupt richtig?



    Hallo zusammen,
    bei Sichtung meiner alten Fotos habe ich nachfolgende kleinen Pilze gefunden, wo ich leider überhaupt keine Idee habe wo ich suchen kann. Am ehesten habe ich unter Cortinarius gesucht, aber der hier hat ja irgendwie keinerlei Gürtelung, wie die ihn ja fast alle haben sollten. Auffällig auf jeden Fall neben der Farbe die geflockten Stiele und der weißfilzige Fuß.


    Vielleicht kann jemand von euch anhand der Bilder einen Tipp geben - mehr an Material ist leider nicht da.


    Gefunden am 11.10.2015 im Lautertal direkt an der Elsässer Grenze. Schöner talnaher Mischwald, gefunden allerdings direkt auf dem Waldweg an einer Pfütze.




    Hallo Anna,
    danke dass Du neben dem APR-Stress auch noch hin und wieder Zeit findest, "normale" Anfragen zu kommentieren!


    Bin ja - leider auch mangels Zeit - auch dieses Jahr nur stiller Zaungast euer amüsanten Wortgefechte.


    Noch eine schöne Zeit die letztzen Tage vor dem Finale,

    Hallo zusammen,
    dieser mal ziemlich direkt vor meiner Haustür, am Kolpingbach der hier durch die Weinberge herunter in mein Dorf fließt. Gefunden am 19. Sept. ziemlich aufgeweicht an im Gras liegenden Holz von Salix.


    Er ist dann aber trotzdem noch ohne zu vergammeln getrocknet, so dass ich ihn mir heute mal zusammen mit den Bildern vorgenommen hatte.


    Habe etwas rumgesucht und im Nebel gestochert nach Porling und Salix und zerschlitzten Poren und bin dann auf Abortiporus biennis - Rötender Saftwirrling gestoßen, wo sich der Nebel dann einfach mal gelichtet hat. Passt alles wirklich gut, nur dass wegen des damaligen aufgeweichten Zustandes die Farben etwas fehlen.


    Außer dem Substrat passt jetzt wo er trocken neben mir liegt auch der ganz seidenweiche weiße kurzfilzige Rand.


    Ich zeige mal ein paar Bilder vom Originalstandort. Obwohl ich fast sicher bin wäre ich für Kommentare oder Bestätigung dankbar.




    Vielen Dank euch beiden für die Kommentare.


    @Pablo: Exsikat ist vorhanden, da kann ich noch einiges selbst nachschauen.


    Ingo: danke für die Referenz auf diesen Beitrag. Bei aphyllopower ist oft so einiges Interessantes zu finden. Und der passt hier erstaunlich gut, das geht weit über Arbeitsname hinaus. Folgendes passt zu 100%:

    • "Dieser ausschließlich resupinat (krustenförmig) wachsende Porling überzieht gerne ausgedehnt die Seite oder Unterseite liegender, toter Stämme, Stümpfe und Wurzeln, größtenteils von Nadelholz." - Bei mir großflächig die US eines liegenden Kiefernstammes.
    • die relativ kleinen, ca. 3 –“ 4 (5) per mm messenden, rundlich-eckigen bis schartigen, dünnwandigen Poren
    • der sterile, weißliche Rand - beides auf den Bildern gutb zu sehen
    • etwas säuerlich riechenden Fruchtkörper sind zäh, aber leicht vom Substrat zu lösen (riecht selbst jetzt nach 3 Monaten noch deutlich, bloß säuerlich kann ich nicht nachvollziehen)


    Das mit dem Auflösen in KOH werde ich mal noch machen, mal sehen was zu sehen ist. Sporen habe ich leider keine.


    Auch die Abgrenzung vom Wurzelschwamm ist gut beschrieben (war meine Idee also nicht so abwegig, wenn er sich die Mühe macht, darauf hinzuweisen): "Völlig resupinate Fruchtkörper des Wurzel-schwamms (H. annosum) können u.U. ähnlich aussehen, sind aber viel härter und durch einen bräunlich, welligen Rand unterschieden."

    so dass ich doch ins Zweifeln gekommen war. gefunden auch noch am 06.09. im Bienwald, an Pinus. Die ersten beiden Fots von einem Stubben, die folgenden von einem daneben liegenden Stamm (also nicht ausgeschlossen, dass das was verschiedenes ist). Aber aufgrund der leuchtend weißen Poren habe ich z.B. Bjerkandera adusta ausgeschlossen, die den ersten Zweifel gebracht hatte. Da bleibt mir eigentlich nur noch Trametes versicolor.


    Hier erstmal die beiden wirklich grauen vom Stubben, die mich stuzig gemacht hatten:


    Und jetzt ein paar schon eher bunte vom Stamm daneben:



    Was meint ihr?

    Hallo,
    auch dieser wunderschöne leuchtend weiße große flächige Überzug an der US einer liegenden Kiefer ist aus dem Bienwald, vom 06.09. diesen Jahres.


    Ich hatte ihn erstmal unter Rindenpilz abgelegt, nachdem ich mir aber dort die mannigfaltigen Kandidaten angeschaut habe, bin ich dann doch am ehesten bei einer rein resupinaten Form des Gemeinen Wurzelschwamms - Heterobasidion annosum angekommen. Aber andererseits ist er mir auch wieder zu makellos weiß und schön - aber das ist wohl eher unwissenschaftlich und subjektiv.


    Hier ein paar Bilder, was meint ihr? Auffällig sind übrigens auch die schönen Guttationstropfen an der US, es war knochentrocken in der Zeit, Regenwasser war das nicht.


    Wenn ich irgendwas zur Aufhellung mit ihm anstellen soll, ein kleines Stück liegt noch etwas zusammengerollt neben mir, ließ sich relativ leicht vom Substrat lösen.





    Hallo,
    bin immer noch am Aufarbeiten der Funde vom 06.09. vom Bienwald / Südpfalz. Von diesen hier habe ich nur 2 Fotos, nichts mitgenommen. Beim Suchen in den Nabelingen bin ich über das Portrait von Rickenella fibula gestolpert, ich denke da war ich fündig. Zumal die herablaufenden Lamellen im Unterschied zu Mycena acicula gut zu sehen sind.
    Zur Sicherheit möchte ich es hier aber nochmal anfragen, ob nicht doch auch anderes in Frage kommt, zumal die gezeigten Bilder z.T. doch deutlich unterschiedlich aussehen, wie bei den kleinen Kobolden eben üblich:

    OK, Dank euch beiden.
    Zumal die anderen ja wirklich nur auf der anderen Seite der gleichen Eiche wuchsen. Aber eben ein ganz anderes Altersstadium, die waren schon ziemlich "durch". Und dann sehen Pilze eben ziemlich verschieden aus. Umso wichtiger, die auch mal zusammen zu sehen - ich hänge hier nochmkal den Link zu meiner anderen Anfrage rein, wer Lust hat kann vergleichen.

    wie gestern abend gepostet Gymnopus fusipes - Spindeliger Rübling, vom 06.09.2016 aus dem Bienwald, Südpfalz. Leider hatte der hier nicht ausgesport, so dass ich überhaupt keine Idee habe, wo ich suchen kann und ob da eine Chance besteht, den "dingfest" zu machen.


    Auffällig sind die rotbraunen Felcken am Stiel, die auch jetzt am total durchgetrockneten Ex. noch auszumachen sind, allerdings jetzt schwarzbraun auf dunkelbraunem Untergrund. Der Stiel ist jetzt auch stark längsrillig eingetrocknet. Die Lamellen stehen entfernt, angewachsen, zum Rand hin mit Zwischenlamellen und noch weiter direkt am Rand mit gegabelten kurzen Lamellen. Ach ja, der größere hatte ca. 3cm Hutduchmesser, der Stiel ca. 6 cm. Jedenfalls halte ich das hier nicht für Gymnopus fusipes, die standen ja auch direkt nebenan, aber ich zeige einfach mal ein paar Bilder, bis auf das letzte sind alle geblitzt:




    Zu dem Pilz kann ich wegen Ahnungslosigkeit nichts sagen, aber das erste Bild ist ja was für die Tapete, das hätte meineserachtens in den Photowettbewerb gehört. :thumbup:


    Danke für die Blumen! Jetzt wo du es sagst fällt es mir auch auf dass das schon Besonders ist. Ich bin aber irgendwie "schärfefixiert", deshalb war mir das selbst garnicht so bewusst geworden.


    Der Fokus meiner Fotos liegt eigentlich immer auf dem Dokumentieren, natürlich trotzdem auch mit dem Anspruch, dass was qualitativ gutes und ansprechendes rüberkommt.


    Und wenn Du es für Deine Tapete haben möchtest, schick mir eine Nachricht, dann maile ich Dir gern das Original ;)