Hallo Dieter
Nur zur Sicherheit die Frage, wie Du die Spp-Farbe beurteilst. Ich schiebe das Spp zusamen und bringe es zwischen zwei Objektträger, die ich vorsichtig gegeneinander verschiebe, bis ein dünne geschlossene Schicht entsteht. Dann vergeiche ich direkt mit einer Farbskala. Nach meiner Erfahrung schätzt man blass cremefarbene SPP sonst als weiß ein und dotterfarbiges zu hell. Die Beurteilung sollte möglichst bei Tageslicht erfolgen.
LG Karl
Danke Karl für diesen wertvollen Hinweis, den ich gleich ausprobiert habe.
Meine (alte) Methode war:
Aussporen lassen auf Glas.
Dann einen uncoated Pantone guide (ja, ein neues Original) hin halten.
Lichtquelle sollte keinen großen Einfluss haben, sofern sie nicht all zu farbig ist, denn es werden ja beide Farbflächen bestrahlt.
Somit habe ich erst mal die genaueste für mich bestimmbare Farbtemperatur.
Aus diesem Pantone-Wert kann ich dann in alles umrechnen (RGB., Romagnesi, ect.)
Und: Die Farbtemperatur kann ich so dauerhaft "speichern" und jederzeit wieder aus dem Schrank ziehen.
Die "direkte Farbskala" - naja - die gäbe es für Täublinge - aber erstens habe ich die nicht und sie ist ja sehr grob gestuft. Und: Die Farbabweichung (Toleranz) beim Buchdruck ist gering, im Vergleich zum Hersellungsverfahren eines Pantone Guides. Was nun nicht heißen soll dass ich die direkte Farbskala irgendwie in Frage stelle - sie ist wohl sicher ebenso ausreichend - aber halt grob gestuft und etwas ungenauer.
Zum Täubling zurück:
Mit Deiner Methode, die mir weitaus besser gefällt - verändert sich die Farbe zu Pantone 713:

Das ist nun wieder Romagnesi IIIc oder IVa. OK, mit ein bisschen Toleranz ist IVb drin --> damit ist Russula nauseosa schon wieder im Rennen, und eigentlich auch der einzige der makroskopisch dann hin kommt. Sagen wir die leichte Schärfe war wegen der Wässrigkeit nicht so recht da, und die Größe in der Toleranz - dann kommt er in Frage - sozusagen als einziger, es sei denn es findet sich noch einer der auch makroskopisch passt.
Beste Grüße
Dieter
[hr]
zur Not fragst du mal bei Matthias nach zwecks Mikroskopie; wenn der nur mittels Mikromerkmalen zu knacken ist, dann hast du mit ihm einen sehr guten Ansprechpartner.
Ja, Matthias und ich waren übrigens gestern auf Tour - es war wieder absolut genial.
Ich habe wieder so viel gelernt - das glaubst gar nicht. Bericht folgt, dauert aber noch.
Hab noch genügen Material zum abarbeiten.
Mikroskopisch (und beim Studium) ist er momentan gut mit Arbeit eingedeckt - da werd ich ihn nicht noch mehr eindecken :shy:
Aber macht alles nichts - so muss ich mich gezwungener maßen noch genauer mit makroskopie UND Pilzen beschäftigen und freue mich wenn ich mal selbst ein Mikroskop habe und meine alten Funde noch nachbestimmen kann.
Bin ja totaler Anfänger - also null Problemo.
Macht so Spaß wie es ist und wird sicher noch besser die nächten Monate und Jahre.
Habe ja auch noch 2 Punkte in der To-Do List für Makroskopie: Bodenbestimmung und Chemische Reaktionen - dann bin ich da erst durch.
Beste Grüße
Dieter