Bingo Claus!
Und mein "ausgeschieden wegen dem Ornament" --> da hat mich Helga erleuchtet.
Sie sprach mit Romagnesi über das Thema wenn Ornament-Typen gemischt auftreten was dann zählt für die Einordnung in sein System.
Romagnesi's Antwort "Immer das am häufigsten auftretende zählt" --> Also ist meine Deutung "(A, B)C(E) 2 nach Woo" quasi "falsch" und das Ornament ist einfach nur C2 nach Romagnesi und auch nach Woo.
Die Sporenzeichnungen von Helga zu R. paludosa stimmen überein mit meinen.
IId existiert und ist wirklich nur einen Furz weit weg von IIIa.
IId zu IIIa - ja wenn ich meine Probe daneben halte passt beides nicht genau und man könnte es auch als IIIa einstufen - je nachdem wie das Licht reinfällt.
Inzwischen habe ich 2 weitere Paludosas untersucht und verglichen. Ergebnis: Mikromerkmale sind gleich. Sporenpulverfarbe auch gleich. Also Pantone 7507U ist definitiv der Paludosa-Farbton.
Beste Grüße
Dieter
Beiträge von Schwammer-Dieter
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Hallo,
ich wollte Euch noch gerne die selten und nur leicht inkrustietern Pileos zeigen.
Die frisch gemischte Salzsäure 4% hab ich etwas zu lange einwirken lassen, aber man sieht schon noch was ich meine:Tja, ich hätte schon einen Namen für diesen (trivialen) Täubling... will aber nicht vorgreifen.
Beste Grüße
Dieter -
Hallo zusammen und danke für die Antworten,
ja - Inkrustationen prüfte ich Karbolfuchsin. In Kongo kann ich da nichts sehen.
Bei diesem Pilz habe ich keine Bilder davon.
Beste Grüße
Dieter
[hr]
Hallo Dieter,MHK= Michael, Hennig, Kreisel Handbuch für Pilzfreunde in 6 Bänden; ein Standardwerk aus der DDR. War zur damaligen Zeit schwer zu bekommen...
l.g.
StefanAh, ach so - danke.
Ja das habe ich natürlich auch in meiner Pilzbuchsammlung.
Na aber jetzt verstehe ich gar nicht was Du dann meinst.
Denn genau so sind dich meine Beschreibungen der Makrodaten aufgebaut.
Könntest Du näher beschreiben welche Angaben Du in meinen makroskopischen Beschreibungen noch vermisst?
(Makro-Chemeiche Reaktionen ausgeschlossen da ich die erst seit kurzem mache wie Du weißt).
Beste Grüße
Dieter -
Das hat mal wieder Applaus verdient und eine tiefe Verbeugung, wie ihr die Pilze vorstellt und beschreibt.
Daß die Bilder hervorragend sind, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.DAAAAAAAAAAAANKE!
Eine Bitte habe ich: Könntest du die Kollektionen durchnummerieren? Dann wäre es einfacher, zu einzelnen Dokumentationen etwas zu schreiben.Ohhhh.... ja - stimmt dass wollte ich machen und habs wider vergessen.
>Schmetterlingstrameten<. Auch wenn die farblich noch nocht ganz schwarzblau sind (auch die Schicht unter dem Tomentum), passt das von der Wuchsform und den Farben am besten zu der Art. Die Fruchtkörper sind halt noch recht jung, noch jünger wären sie noch heller gefärbt."
Klappt in dem Fall noch recht gut, aber bei einer Doku iregndwo aus der Mitte des Themas raus wird's schwierig mit der Bezeichnung.Aha - OK - vielen Dank... Tramemten da bin ich noch gar nicht geübt...
Was haltet ihr beim Fälbling vom Flockenstieligen Rettich-Fälbling ?
Beim Schnittbild links sieht man schön den in den oben hohlen Stiel ragenden Zapfen , und der Rettichgeruch ist ja auch da .
Flocken am Stiel hat er auch...Stimmt, das haut hin. Allerdings bin ich bei Fälblingen vorsichtig geworden nachdem mir Matthias viel gelernt hat was es da so alles gibt.
Wenn Zeit ist werd ich vielleicht nochmal das Mikro anwerfen und ihn bestätigen.
Ähm, Dieter.
Ein weiterer beeindruckender Beitrag, keine Frage!Nochmal DANKE!!! ;-)))
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Aber wenn ich Dir mal einen völlig unvoreingenommenen Tipp geben darf.
Lass' die Großpilze links liegen.
Die "machen" eh schon viele.
Konzentriere Dich zukünftig auf die "Kleinen"!
Das, was Du aus Prosthecium platanoides, Splanchnonema pupula, Leptosphaeria acuta oder Orbilia eucalypti herausgeholt hast, ist ganz großes Kino!
Dazu gibt es nur wenige (falls überhaupt) vergleichbare Bilder.
Und mikroskopisch stellen die Kleinen die Großen doch locker in den Schatten, oder?Ja, da kann ich sagen: Keine Sorge - es folgen viele Berichte mit Pilzen von winzig klein über klein bis mittel und groß und noch größer...

2016 war wieder alles dabei und ein neuer Interessenschwerpunkt ist bei mir hinzu gekommen - den ich aber noch nicht einmal angefangen habe, der hat was mit superkleinen Pilzen zu tun aber das verrate ich noch nicht. Wird spannend werden was mir in der kleinen Welt so alles begegnet - und das zeig ich Euch natürlich auch hier... aber alles schön eins nach dem anderen. Bin ja noch ganz am Anfang.
Beste Grüße
Dieter -
[font="Arial"] 27.12.2015: Winter-Schwammern auf'm Rasen
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[font="Arial"]Liebe Schwammer-Freunde,
kurz vor dem Jahreswechsel war ich wieder mal mit Matthias unterwegs. Wir suchten uns mal einen Winter-Rasen aus.
Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
Wie immer: Meine Texte sind schwarz, Matthias' Texte sind grün.
Meine Bilder sind mit einem schwarzen ☻, Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.
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[font="Arial"]Fund Nummer 1: Ein Schleierling (Cortinarius spec.)
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, neben Hainbuche und anderen Laubbäumen
Fundzeit: 25.12.2015
Wuchsform: einzeln
Hutform: konvex mit Buckel
Huthaut: karamellbraun, glitzernd, Lamellen durchscheinend, glatt
Hygrophanität: ja
Hutrand: stark eingerissen, kantig, ohne Behang
Lamellen: orange, mit Zwischenlamellen, mit Y-Gabeln
Lamellenschneiden: weiß, leicht gezackt
Lamellen - Stielübergang: ausgebuchtet angewachsen
Stiel: hellorange, nach unten hin heller werdend, oben bereift, unten befasert, voll oder hohl
Stielbasis: spitz
Fleisch: orange-creme
Größe: Hutdurchmesser ca. 2,5 cm, Stiellänge ca. 5 cm, Stieldurchmesser ca. 5 mm
Sporenpulverfarbe: Pantone 1535U = ████
Geruch: nach Erde
Geschmack: nicht probiert
Unbestimmter Schleierling (Cortinarius spec.):
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[font="Arial"]Und gleich noch einer:
0911 Schleierling (Cortinarius spec.)
= nicht 25.12.2015 1414 links sondern anderer
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei verschiedenen Laubbäumen
Fundzeit: 27.12.2015
Wuchsform: einzeln
Hutform: konvex mit leichtem Buckel
Huthaut: rotbraun, glatt, radialrunzelig
Hygrophanität: ja
Hutrand: etwas weißlich, sonst ohne Besonderheiten
Lamellen: rotbraun, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
Lamellen-Stielübergang: herablaufend
Stiel: rotbraun, nach unten dunkelbraun werdend, kahl, längsfaserig, voll
Stielbasis: rund
Fleisch: rotbraun
Größe: Hutdurchmesser ca. 2 cm, Stiellänge 4 cm, Stieldurchmesser ca. 5 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: pilzig und nach Seife
Geschmack: nicht probiert
Unbestimmter Schleierling (Cortinarius spec.):
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[font="Arial"]Zum nächsten nicht näher bestimmten Fund erklärte mir Matthias:
Irgendwas um Gnomonia sp., es gibt da weitere nahestehende Gattungen, wie Apiognomonia, etc.
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[font="Arial"]Zäher Fadenhelmling (Mycena vitilis):
Die Stielhyphen haben nach den norwegischen Angaben von Aronsen keine Schnallen, nach Robich (Italien) schon. Meine hier haben Schnallen. Da aber nicht verwirren lassen, weil Aronsen das Fehlen von Schnallen sogar noch als wichtiges Merkmal angibt. Das scheint aber ?nur auf Aufsammlungen aus Nordeuropa zuzutreffen.
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[font="Arial"]Und noch ein optisch interessanter Schleierling (Cortinarius spec.):
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[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei verschiedenen Laubbäumen
Fundzeit: 27.12.2015
Wuchsform: gesellig, teils büschelig
Hutform: konvex, teilweise mit leichtem Buckel
Huthaut: weiß geschuppt (befasert) auf orangem Grund
Hygrophanität: nicht festgestellt
Hutrand: weiß, jung: etwas befilzt, alt: nach oben gebogen
Lamellen: entfernt stehend, jung: orangecreme, alt: braunorange, mit Zwischenlamellen, mit Y-Gabelungen
Lamellenschneiden: etwas weißlich
Lamellen-Stielübergang: ausgebuchtet und leicht herablaufend
Stiel: weiß, minimal braun befasert im oberen Bereich, längsfaserig, wattig ausgestopft
Stielbasis: sehr spitz
Fleisch: creme, etwas orange anlaufend im Längsschnitt, deutlich orange anlaufend im Stiel-Querschnitt und zwar in der Stielrinde mehr als im Zentrum
Größe: Hutdurchmesser ca. 3-5 cm, Stiellänge 4-7 cm, Stieldurchmesser ca. 10 mm
Sporenpulverfarbe: Pantone 160U = ████
Geruch: erdig, zerrieben pilzig nach Anis-Champignon
Geschmack: nicht probiert
Unbestimmter Schleierling (Cortinarius spec.):
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[font="Arial"]Matthias zeigte mir den Blassen Adermoosling (Arrhenia retiruga).
Bei uns nach meiner Erfahrung der häufigste Adermoosling. Sogar im eigenen Garten schon gefunden.
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[font="Arial"]Und den Gelblicher Haarstäubling (Trichia varia) - hier im Baby-Stadium:
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[font="Arial"]Der Graue Nitrathelmling (Mycena leptocephala):
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[font="Arial"]Der Violette Knorpelschichtpilz (Chondrostereum purpureum) war wunderschön anzuschauen:
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[font="Arial"]Matthias suchte nach Kernpilzen und fand einige interessante.
Hier der Schönsporige Ahornkugelpilz (Prosthecium platanoidis):
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[font="Arial"]Der mikroskopisch schönste Pilz von heute (bislang). Da habe ich wohl einen Ahorn-Ast mit erwischt, denn die Art wächst nur daran. Da wollte ich unbedingt eine Splanchnonema finden, eigentlich an Linde, und dann finde ich tatsächlich eine, nur die an Ahorn. So kann's gehen.
[/font][font="Arial"]Der Ahorn-Gekrösekugelpilz (Splanchnonema pupula):
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[font="Arial"]Weiter gings...
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei verschiedenen Laubbäumen
Fundzeit: 27.12.2015
Wuchsform: einzeln bis paarig
Hutform: Nabelingsartig - Mitte vertieft, jung konvex, älter ausgeflacht
Huthaut: Zentrum hellbraun, nach außen hin creme werdend, glatt
Hygrophanität: ja
Hutrand: Lamellen stark durchscheinend, alt ausgefranst
Lamellen: creme, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
Lamellen - Stielübergang: herablaufend aber trotzdem fast gerade angewachsen
Stiel: graucreme, nach unten hin dunkler werdend, voll
Stielbasis: rund
Fleisch: beige
Größe: Hutdurchmesser ca. 0,5-1,5 cm; Stiellänge 1,5-2 cm, Stieldurchmesser ca. 2-3 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: neutral
Geschmack: nicht probiert
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[font="Arial"]Ein noch unbestimmter Trichterling (Clitocybe spec.):
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[font="Arial"]Ein unbekannter Schillerporling (Inonotus spec.) wahrscheinlich an Goldregen:
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[font="Arial"]Ein Schleimpilz - bestimmungs-reif aber noch unbestimmt:
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[font="Arial"]Keine Mycenella, aber mit M. latifolia was recht seltenes....
[/font][font="Arial"]Breitblättriger Helmling (Mycena latifolia):
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[font="Arial"]Ein nicht näher bestimmter Moosbecherling (Bryoscyphus spec):
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[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, am Grashang eines Waldrandes (Mischwald)
Fundzeit: 27.12.2015
Wuchsform: paarweise
Hutform: konvex
Huthaut: rotbraun, nach außen hin heller werdend, kahl, Lamellen durchscheinend
Hygrophanität: nicht festgestellt
Hutrand: kantig, weißlich befasert
Lamellen: rotbraun, tränend, mit Zwischenlamellen, bewimpert (an den Lamellenflanken)
Lamellenschneiden: bewimpert
Lamellen-Stielübergang: gerade angewachsen bis leicht herablaufend
Stiel: rotbraun, weiß befasert, längsfaserig
Stielbasis: myzelfilzig
Fleisch: rotbraun
Größe: Hutdurchmesser ca. 1 cm, Stiellänge 1,5 cm, Stieldurchmesser ca. 2 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: nicht getestet
Geschmack: nicht probiert
Eventuell der Trockene Kahlkopf (Deconica cf montana) - aber noch nicht mikroskopisch bestätigt:
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[font="Arial"]Und natürlich: Lärchen-Haarbecherchen (Lachnellula occidentalis):
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[font="Arial"]Auch beim nächsten Pilz wusste Matthias sofort den Namen.
Das Grauweiße Holzscheibchen (Propolis farinosa):
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[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, auf lehmiger Erde (Rasen)
Fundzeit: 27.12.2015
Wuchsform: büschelig
Hutform: konvex (jung) bis flach (alt), alt auch wellig und leicht nach oben gebogen
Huthaut: braun bis rotbraun, samtig körnig
Hygrophanität: nein aber wird etwas heller beim Trocknen
Hutrand: ohne Besonderheiten
Lamellen: braun, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: weiß beflockt
Lamellen - Stielübergang: ausgebuchtet angewachsen
Stiel: rotbraun, nach unten hin dunkelbraun werdend, oben bereift, stark befasert, längsfaserig, hohl
Stielbasis: ohne Besonderheiten
Fleisch: rotbraun
Größe: Hutdurchmesser ca. 1-1,5 cm, Stiellänge ca. 2-3 cm, Stieldurchmesser ca. 2-3 mm
Sporenpulverfarbe: es kam nichts heraus
Geruch: fruchtig
Geschmack: nicht probiert
Wahrscheinblich der Körnige Flockenschüppling (Flammulaster cf granulosus):
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[font="Arial"]Und der Gemeine Violettporling (Trichaptum abietinum):
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[font="Arial"]Noch ein hübscher...
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[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an unbekannten Baumstumpf
Fundzeit: 27.12.2015
Wuchsform: gesellig geschichtet, reihig
Huthaut: creme mit Rosa- und Orangetönen, zottig, haarig
[/font]
[font="Arial"]Hygrophanität: nein
Hutrand: zottig, von unten betrachtet bildet er einen weißen Rand zu den Faltenporen
Poren: hautfarben (orangerosa), labyrinthartig faltig
Fleisch: gummiartig, sehr feucht
Größe: ca. 3-8 cm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: nach Heu, nach Kunststoff, leicht muffig
Geschmack: nicht probiert
Das ist der Gallertfleischige Fältling (Merulius tremellosus):
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[font="Arial"]Und ein Tramete:
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[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an Baumstumpf Laubholz
Fundzeit: 27.12.2015
Wuchsform: gesellig geschichtet, reihig
Huthaut: gezont, innen braun, nach außen ocker werdend, grünfleckig, kurzhaarig
[/font]
[font="Arial"]Hygrophanität: nein
Hutrand: stumpf, samtig
Poren: weiß, rundlich, angesenkt, teilweise labyrinthartig
Fleisch: grauweiß bis braunweiß, fest
Größe: ca. 3-8 cm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: nach Heu
Geschmack: nicht probiert
Tramete (Trametes spec.) - hier bitte ich um Euren Tipp:
☻
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[font="Arial"]Den Abschluss mach ein Fälbling...
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Birke.
Fundzeit: 27.12.2015
Wuchsform: einzeln
Hutform: glockig
Huthaut: gelb, nach außen zu ocker werdend, radial weißlich gestreift, etwas klebrig
Hygrophanität: nein
Hutrand: etwas eingerollt, scharfkantig
Lamellen: ocker, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: weiß beflockt, gesägt
Lamellen- Stielübergang: tief ausgebuchtet angewachsen und leicht herablaufend
Stiel: ocker, nach unten braun werdend, oben bereift, längsfaserig, voll aber oben ein Stück hohl mit Mittelzapfen
Stielbasis: zugespitzt, wurzelnd
Fleisch: beige, Stielbasis braun
Größe: Hutdurchmesser ca. 4 cm; Stiellänge 6 cm, Stieldurchmesser ca. 8 mm
Sporenpulverfarbe: Pantone 146U = ████
Geruch: nach Rettich
Geschmack: nicht probiert
[/font]
[font="Arial"]Noch unbestimmter Fälbling (Hebeloma spec.):
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Beste Grüße[font="Arial"]Dieter & Matthias[/font]
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Welches Programm nutz du zum stacken?Da nehm ich inzwischen ein etwas umgebasteltes CombineZP und manchmal Picolay.
Beste Grüße
Dieter -
[font="Arial"]10.03.2016: Erste Übungen zur Auflicht-Mikroskopie
Liebe Schwammer-Freunde,
im März ging ich wieder mal mit meiner kleinen auf den Spielplatz.
Es tummelten sich schon ein paar Kleinpilze und weil ich gerade vor ein paar Wochen das mikroskopieren angefangen habe, hab ich gedacht ich probiere mal ein bisschen mit dem Auflichten herum. Das will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.
Viel Spaß und los geht's...Vorher noch ein Zaunblättling (Gloeophyllum sepiarium) der an der Wippe auf der wir wippten zu sehen war
[/font]
[font="Arial"]
Der Brennessel-Kugelpilz (Leptosphaeria acuta) war mein aller erstes Mikromakro:
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Gefolgt vom Gelben Tellerstäubling (Arcyria pomiformis) der mir sehr gut gefällt:
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
Sporen:
(7.1) 7.3 - 8 (8.2) µm
N = 12
Me = 7.6 µm
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Eine nicht näher bestimmte Spaltlippe (Lophodermium spec.):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Mein Lieblingspilz von heute ist das mit bloßem Auge kaum erkennbare Scharlachrote Knopfbecherchen (Orbilia eucalypti):
Diese Aufnahme wurde schon mit etwas optimierter Technik gemacht:
[/font]
Sporen:
(2.7) 3 - 6.2 (6.5) x (1.8) 1.9 - 2.5 (3) µm
Q = (1.3) 1.6 - 2.6 (2.8) ; N = 11
Me = 4.7 x 2.2 µm ; Qe = 2.1
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Auch das Orangefarbige Brennesselbecherchen (Cylindrocolla urticae) - Nebenfruchtform war natürlich da:
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[font="Arial"]
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[font="Arial"]Den Abschluss machte ein nicht näher bestimmter Pilz.
Evtl. der Weißscheibige Pappel-Kugelpilz (Valsa cf nivea):
[/font]
[font="Arial"]Von null Ahnung bis hierher investierte ich ca. 5 Stunden Arbeit in die Technik.
Ich freue mich über Eure Kommentare.
Beste Grüße
Dieter
[/font] -
Ich denke Dieter ist ein Sturkopf, und zwar ein ganz zielstrebiger.

Und was für einer - das hast Du 100% richtig erkannt.
Hihiiii....
So aber ich sitze schon wieder am nächsten Täubling - und das ist ein richtig schöner - ihr werdet sehn.
Beste Grüße
Dieter -
Hallo Russulaner,
wie versprochen habe ich die HDS untersucht.
Pileozys:
Zylindrisch bis leicht keulig, unseptiert, etwas inkrustiert
(50.2) 50.22 - 59.6 x 4 - 5.68 (5.7) µm
Q = (8.8) 8.84 - 14.27 (14.3) ; N = 4
Me = 54.7 x 4.8 µm ; Qe = 11.7
Epikutis-Endhyphen:
Septiert, zylindrisch, stumpf, lang
2.3 - 2.8 µm ; N = 3
Ich habe schon einen Verdacht, lasse Euch aber den Vortritt.
Beste Grüße
Dieter -
Vielen Dank Ulla,
das ist sehr interessant. Ich sehe - Comatricha spec. passt optisch sehr gut.
Beste Grüße
Dieter -
[font="Arial"] 26.12.2015: Kurze Spielplatzrunde
Liebe Schwammer-Freunde,
an Weihnachten letztes Jahr stand wieder mal Spielplatz mit meiner kleinen auf dem Programm.
Auch so spät im Jahr lassen sich aber noch gut Pilze finden.
Die zeige ich Euch gerne...An einem Laubholzstumpf gab es Samtfußrüblinge (Flammulina velutipes s.l.):
[/font]
[font="Arial"]Gleich nebenan...
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an Laubholzstumpf
Fundzeit: 26.12.2015
Wuchsform: einzeln
Farben: Mitte braun, nach außen heller werdend, Rand filzig weiß mit Guttationstropfen
Verfärbung: auf Druck blutrot verfärbend
Größe: ca. 2-10 cm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: neutral
Geschmack: nicht probiert
[/font]
[font="Arial"]Das ist der Rötende Runzel-Schichtpilz (Stereum rugosum):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
Der Rötungs-Test:
[/font]
[font="Arial"]An einer Staude:
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an Stängel einer unbekannten Staude
Fundzeit: 26.12.2015
Wuchsform: gesellig
Farben: Fruchtschicht oliv, Haare weiß
Größe: Durchmesser ca. 0,5-1,5 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: nicht feststellbar
Geschmack: nicht probiert
[/font]
[font="Arial"]Der Weißviolette Schüsselseitling (Lachnella alboviolascens):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Und dann dieser noch unbekannte aber interessante Pilz:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, auf Rasen unter einem Hagebutten-Strauch
Fundzeit: 26.12.2015
Wuchsform: gesellig
Hutform: Mitte vertieft, jung konvex, älter ausgeflacht, Rand wellig
Huthaut: hellocker, mit weißen Flächen überzogen, stark bereift, älter befasert wirkend
Hygrophanität: unsicher eventuell ja
Hutrand: jung minimal eingerollt, alt kantig und ausgefranst
Lamellen: graubeige, mit Zwischenlamellen, mit vielen Y-Gabeln
Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
Lamellen - Stielübergang: gerade angewachsen
Stiel: graubeige, nach unten hin dunkler werdend, hohl,
Stielbasis: spitz, mit Mycelfilz
Fleisch: graubeige
Größe: Hutdurchmesser ca. 1,5-3 cm; Stiellänge 2-3 cm, Stieldurchmesser ca. 5 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: stark mehlig
Geschmack: nicht probiert
Hier habe ich noch keine Idee dazu - vielleicht ein Trichterling oder ein Graublatt (Clitocybe oder Tephrocybe spec.).
Was meint Ihr?
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[font="Arial"]
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[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Und noch mehr gab es so spät im Jahr...
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, auf Boden unter Brombeer- oder Himbeerstauden
Fundzeit: 26.12.2015
Wuchsform: gesellig
Hutform: konvex
Huthaut: orangebraun, samtig körnig
Hygrophanität: nein
Hutrand: mit Behang
Lamellen: rotbraun, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: weiß beflockt
Lamellen - Stielübergang: ausgebuchtet angeheftet
Stiel: rotbraun, nach unten hin dunkelbraun werdend, verdreht, stark befasert, fest, nicht zerbrechlich, voll
Stielbasis: mit Knolle
Fleisch: braun, faserig
Größe: Hutdurchmesser ca. 0,7 cm, Stiellänge ca. 2 cm, Stieldurchmesser ca. 2 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: neutral
Geschmack: nicht probiert
[/font]
[font="Arial"]Der Körnige Flockenschüppling (Flammulaster granulosus):
[/font]
[font="Arial"]Ein Corti war auch noch zu finden
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, im Nadelwald
Fundzeit: 26.12.2015
Wuchsform: einzeln
Hutform: konvex
Huthaut: rotbraun, glatt
Hygrophanität: ja
Hutrand: deutlich weiß befasert, Lamellen durchscheinend
Lamellen: orangebraun, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
Lamellen-Stielübergang: leicht ausgebuchtet angewachsen und herablaufend
Stiel: rotbraun, komplett weiß befasert, längsfaserig, voll
Stielbasis: wurzelnd und spitz zulaufend
Fleisch: rotbraun
Größe: Hutdurchmesser ca. 1,5 cm, Stiellänge 3 cm, Stieldurchmesser ca. 3 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: pilzig
Geschmack: nicht probiert
[/font]
[font="Arial"]Schleierling (Cortinarius spec.):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Ein von oben kaum als solcher zu erkennender Rauchblättiger Schwefelkopf (Hypholoma capnoides):
[/font]
[font="Arial"]An liegendem Nadelholz - Ein Schleimpilz (Cribraria spec.):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Das Nachreifen gelang mir mangels Wissen leider nicht richtig:
[/font]
[font="Arial"]Das war's für heute....
Wie immer freue ich mich über Euer Feedback.
Beste Grüße[/font][font="Arial"]
Dieter[/font] -
Hallo,
danke an alle.
OK, also der einzige Hinweis den ich sehe ist "in Richtung Velenovsky weiter forschen".
--> mache ich und teile Euch das Ergebnis mit.
Bestimmungsprogramm lässt sich mit relativ wenig Aufwand auf einem Täublingsbestimmungsseminar der bekannten Pilzbestimmungsschulen (Hornberg, Jenaprießnitz, Durlangen.. - habe ich eine vergessen? dann sorry!) erlernen. Wäre das nichts für dich?Nein, das ist momentan nichts für mich.
Dieter: Täublingsbestimmung ist mehr als "nur" Sporenornament checken und Sporengröße messen.Ja, das kann ich bestätigen, Stefan.
So sehe ich das auch.
Meine Pilzfreundin und Täublingsmentorin fertigt sich immer erst eine genaue Beschreibung der Kollektion analog MHK an.Was ist MHK?
Danach wird die Sporenpulverfarbe ermittelt und dann erst ggf. mikroskopiert.Das ist eine logische Vorgehensweise.
So mache ich das auch immer - aber das weißt Du ja.Beste Grüße
Dieter -
Danke Karl,
nach Romagnesi sollten die Sporen folgende Werte haben: (7,5)7,7-10(13)x6,2-8,5(9).
Meine haben: (7) 7.7 - 9.1 (9.5) x (5.6) 6.1 - 7 (7.5) µm.
Hmmmm.... Also nachdem was ich sonst so an Abweichung erlebt habe ist das doch ganz OK.
Die Verbindungen im Ornament sind auch da.
Aber gut - vielleicht kennt jemand noch eine andere Alternative...
Beste Grüße
Dieter -
[font="Arial"]Hallo Russula-Freunde,
ich möchte Euch meine neueste Bestimmungsübung zeigen und hoffe auf Euer Feedback.
Ein Schwieriger Russula Fund "stellte sich mir in den Weg" am 15.07.2016:
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, im moosigen Nadelstreu im Fichten- und Kieferwald.
Fundzeit: 15.07.2016
Wuchsform: einzeln
Hutform: trichterförmig vertieft
Huthaut-Konsistenz: bei nasser Witterung: schleimig. Trocken: klebrig, glänzend
Huthaut-Farbe: Zentrum ockergelb, Mittelbereich rosa, Rand ockergelb
Huthaut-Abziehbarkeit: fast vollständig abziehbar
Fleischfarbe unter Huthaut: absolut ungefärbt, cremeweiß
Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: rötend
Hutrand: etwas gerieft
Lamellen: cremegelblich, 3 mm hoch, breit, stumpf, bauchig, mit vielen Y-Gabeln in Stielnähe, keine Zwischenlamellen, gedrängt stehend, Queradern am Grund
Lamellensprödigkeit: nicht getestet
Lamellen-Stielübergang: gerade angewachsen, vom Stiel abgerissen
Stiel: weiß, bei Druck wässrig weiß, feinrunzelig, zylindrisch, leicht keulig, wattig / schwammig ausgestopft, nicht verfärbend, beim Trocknen gilbend / rötend
Stielbasis: leicht zugespitzt, beim Trocknen leicht grauend
Verfärbungen auf Druck: keine (weder innen noch außen)
Fleisch: wässrig weiß, beim Trocknen gilbend / rötend, Basis leicht grauend
Größe: Hutdurchmesser 3,8 cm, Stiellänge 4 cm, Stieldurchmesser ca. 12 mm
Sporenpulverfarbe: Pantone 7507U = ████ - Am ehesten passt IId im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
Geruch: un-zerrieben neutral, auch zerrieben absolut neutral
Geschmack: mild (unmittelbar und auch nach 1 Minute Kauen) und ohne jeden Geschmack
[/font]
[font="Arial"]Nach dem Aussporen war klar - das wird ein schwieriger Fall, denn makroskopisch wollte zunächst nichts so recht passen.
Ich ließ für die makroskopische Vorbestimmung eine größere Toleranz zu.
Damit kam ich auf folgende potentielle Kandidaten:
(Blauer Text nach Sporenuntersuchung ergänzt)
[/font]
[font="Arial"]Milder Glanz-Täubling (Russula nitida)
Das Sporenpulver ist etwas zu hell. ABER: Helga Marxmüller bewies mit ihrer molekularen Untersuchung R-0607 dass Russula nitida auch IIc-d aussporen kann (siehe dort).
Nach Sporenuntersuchung: Das sehr unterschiedliche Ornament welches ich feststellte ist genau das Kennungsmerkmal von nitida (wie z.B. Kibby bemerkt).
Ebenso die von mir festgestellten hohen Warzen bis 0.9 (1.2) µm kann von den 3 übrig gebliebenen (nitida, robertii, sphagnophila) nur Russula nitida.
Milder Torfmoos-Glanz-Täubling (Russula robertii)
Es fehlte die Birke, die Bodenart passt nicht.
Nach Sporenuntersuchung: Scheidet aus wegen der Warzenhöhe und der Grobgratigkeit.
Milder Torfmoos-Täubling (Russula sphagnophila) --> falls man diesen überhaupt als Art anerkennt.
Es fehlte die Birke, die Bodenart passt nicht, es fehlt aber auch eindeutig der deutlich gefurchte Hutrand.
Nach Sporenuntersuchung: Scheidet aus wegen der Warzenhöhe und der Grobgratigkeit.
Vielfarbiger Täubling (Russula versicolor)
Dieser kommt nur selten im Nadelwald vor. Aber theoretisch ein Kandidat.
Nach Sporenuntersuchung: Scheidet aus wegen der Warzenhöhe
[/font]
[font="Arial"]Apfel-Täubling (Russula paludosa)
Etwas zu klein und optisch nicht so recht passend, die Hutrand-Riefung passt nicht, die Stieloberfläche passt nicht.
Nach Sporenuntersuchung: Scheidet aus wegen der Sporengröße (zu klein)
[/font]
[font="Arial"]Ziegelroter Täubling (Russula velenovskyi)
Die Hutrand-Riefung passt nicht, Die Huthaut-Konsistenz passt überhaupt nicht, die Stieloberfläche passt nicht.
Nach Sporenuntersuchung: Scheidet aus wegen dem Ornament
Ergebnisse der Sporenuntersuchung:
Sporen:
Klassische Darstellung mit 80% CR:
(7) 7.7 - 9.1 (9.5) x (5.6) 6.1 - 7 (7.5) µm
Q = (1.1) 1.2 - 1.35 (1.4) ; N = 60
V = (118) 147 - 239 (277) µm ³
Me = 8.3 x 6.5 µm ; Qe = 1.3 ; Ve = 184 µm ³
Statistische Darstellung mit 68% CR:
7.7 [8.2 ; 8.4] 8.9 x 6.1 [6.4 ; 6.5] 6.9 µm
Q = 1.2 [1.3 ; 1.29] 1.3 ; N = 60 ; C = 68%
V = 150 [179 ; 188] 218 µm ³
Me = 8.3 x 6.5 µm ; Qe = 1.3 ; Ve = 184 µm ³
Statistische Darstellung mit 95% CR:
7.2 [8.1 ; 8.4] 9.4 x 5.7 [6.4 ; 6.6] 7.3 µm
Q = 1.2 [1.3] 1.4 ; N = 60 ; C = 95%
V = 117 [175 ; 192] 251 µm ³
Me = 8.3 x 6.5 µm ; Qe = 1.3 ; Ve = 184 µm ³ ; σxy = 0.6 x 0.4
Bei diesem Experiment mit 3 unterschiedlichen Rechenmethoden zeigt sich einmal schön wie sehr sich die Sporenmaße (max, min) unterscheiden je nachdem welche Rechenmethode man verwendet und dass ohne die Angabe wie denn gerechnet wurde eine Sporenmaßangabe nichts aussagend ist. Auch in einschlägiger Literatur fehlt diese oft.
[/font]
[font="Arial"]Warzen:
Alles dabei: dornig, kegelig, zylindrisch, babyschnullerförmig, halbrund
(0.3) 0.5 - 0.9 (1.2) µm
N = 132 --> ja, ich habe tatsächlich 132 Warzen softwaretechnisch gemessen weil mir schon beim mikroskopieren klar wurde dass dieser Wert maßgebend sein wird.
Me = 0.7 µm
Ornamente:
selten isoliert, wenige Warzen durch feine Linien miteinander verbunden, oft partielles Netz bildend, viele gratig verbunden in Reihen.
Das ist (A, B)C(E) 2 nach Woo.
Apikulus:
(1.6) 1.65 - 2.1 x 1 - 1.2 (1.3) µm
Q = (1.4) 1.42 - 2 (2.1) ; N = 12
Me = 1.9 x 1.1 µm ; Qe = 1.8
Es ist also der Logik nach der Milde Glanz-Täubling (Russula nitida):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Beste Grüße
Dieter[/font] -
Danke Norbert,
ja, der Aufwand war mehr oder weniger rein übungstechnischer Natur.
Mit (fehlendem) Jodoformgeruch bin ich nämlich schon 2 mal in die Falle getappt.
Beste Grüße
Dieter -
[font="Arial"]Hallo Täublings-Freunde,
ich möchte Euch wieder kurz meine neue Russula-Bestimmungsübung zeigen und würde mich wie immer über Euer Feedback freuen:
[/font][font="Arial"]Makrodaten:
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Kiefer und Fichte.
Fundzeit: 01.07.2016
Wuchsform: einzeln
Hutform: konvex abgeflacht, Mitte vertieft
Huthaut-Konsitenz: matt
Huthaut-Farbe: weinrot, Zentrum fast schwarz
Huthaut-Abziehbarkeit: 1/2 abziehbar
Fleischfarbe unter Huthaut: vilolett-rosa
Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: unverändert violett-rosa
Hutrand: rundlich, kaum gerieft
Lamellen: rührei-gelb, Y-Gabeln, keine Zwischenlamellen, leichte Queradern, mittel-weit entfernt stehend
Lamellensprödigkeit: spröde (splitternd)
Lamellen-Stielübergang: ausgebuchtet angewachsen
Stiel: weiß, glatt, kaum runzelig, zylindrisch, schwammig ausgestopft, beim Trocknen kaum gilbend
Fleisch: weiß, keine Verfärbungen, beim Trocknen kaum gilbend
Verfärbungen auf Druck: keine (weder innen noch außen)
Stielbasis: rund
Größe: Hutdurchmesser ca. 6 cm, Stiellänge ca. 5 cm, Stieldurchmesser ca. 10 mm
Sporenpulverfarbe: Pantone 141U = ████ - das ist eine sehr genaue Romagnesi-Farbe --> Am besten passt IVc im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel.
Geruch: völlig neutral (auch Stielbasis Geruch = neutral), auch zerrieben neutral, kein Jodoform-Geruch
Geschmack: völlig mild (unmittelbar und auch nach 1 Minute Kauen)
Pantonisierung:
Diese Abspor-Folie hat ungefähr den gleichen Dunklungsfaktor wie Glas - welcher laut Romagnesi mit dazu gehört bei der Farbermittlung.
[/font]
[font="Arial"]Ich nahm prophylaktisch die Sporendaten auf:
[/font]
[font="Arial"]Mikrodaten:
[/font]
[font="Arial"]Sporen:
(6.7) 7.2 - 8.2 (8.3) x (5.7) 6 - 6.6 (7.2) µm
Q = (1.1) 1.2 - 1.26 (1.3) ; N = 42
V = (117) 135 - 183 (214) µm ³
Me = 7.7 x 6.3 µm ; Qe = 1.2 ; Ve = 162 µm ³
Warzen:
dickwarzig, zylindrisch bis babyschnullerförmig
(0.4) 0.5 - 0.7 (0.9) µm
N = 45
Me = 0.6 µm
Ornament:
Teils perlschnurartig verbunden, bis zebriert, durch dünnere Stege zu partiellem Netzwerk verbunden.
Das ist C2/E2 nach Woo
[/font]
[font="Arial"]Hilarfleck:
Polygonal bis oval
2.23 - 2.66 µm
N = 3
Me = 2.4 µm
Apikulus:
1.43 - 1.7 x 0.8 - 0.9 µm
Q = 1.5 - 2.1 ; N = 8
Me = 1.6 x 0.8 µm ; Qe = 1.9
[/font]
[font="Arial"]Mit diesen Daten kamen nur 3 Täublinge in die engere Wahl:
[/font]
[font="Arial"]Kiefern-Täubling (Russula cessans)
Makroskopischer und mikroskopischer Volltreffer.
Amethyst-Täubling (Russula amethystina)
Es war kein Jodofom-Geruch bemerkbar, das Ornament stimmt nicht, die Warzenform stimmt nicht
Jodoform-Täubling (Russula turci)
Es war kein Jodofom-Geruch bemerkbar, die Huthaut-Abziehbarkeit stimmt nicht, das Sporenpulver ist zu dunkel, die Warzen sind zu hoch, die Warzenform stimmt nicht
Hier war für mich klar - das kann nur der Kiefern-Täubling (Russula cessans) sein.
Was meint Ihr?
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Beste Grüße
Dieter[/font] -
dass meine Farbtabelle durchgehend immer bei RGB 255-x-x beginnt, bis zum tiefsten IVe.Ja - da ist das Problem - von R255 ging ich auch aus - und es ist wohl falsch.
Kann auch gar nicht so sein, denn Romagnesi malte die Tafel und so wie er sie malte wurde sie gedruckt.
Dass er beim malen R255 "erwischt hat" ist so unwahrscheinlich dass ich es inzwischen für falsch halte.
Spätestens nach Gérard Lévêques Untersuchung ist auch klar, dass KEIN Täubling R255 absport sondern zwischen R240-R247.
Es wäre somit unlogisch eine Farb-Tafel mit R255 durchgehend zu erstellen.
Beste Grüße
Dieter -
Hallo Claus,
wie versprochen meine Recherche zu veternosa:
Was gegen Russula veternosa spricht ist Folgendes:
- Der Geruch stimmt nicht (besonders beim alten exemplar)
- der Standort war sehr wahrscheinlich nicht Kalk-Boden (denn Kalkböden gibt es nur sehr selten bei uns)
- die Lamellen stehen nicht gedrängt, die Sporenpulverfarbe (soll: IVa-b) passt nicht
- der Stiel ist viel zu lang
- Das Ornament stimmt nicht (soll: isoliert)
- die Warzen von veternosa sollten dünn und 0,6-1(1,5) lang sein, meine waren dick und nur (0.5) 0.52 - 1 (1.1) µm.
- die Pileozystidenbreite stimmt überhaupt nicht
- die Pileozystidenseptierung stimmt nicht denn Marxmüller hebt dies besonders als Unterscheidungsmerkmal hervor "fällt ... veternosa durch vielfach unterteilte Pileozystiden auf während .... die von decipiens unseptiert (selten einfach septiert) sind" --> siehe Ihre Zeichnung auf Seite 662 bis 668 - und hier stimmt die Zeichnung von decipiens mit meinem überein
Einhellinger verweist hier auch auf das Unterscheidungsmekmal der Pileozystidenseptierung (und den Geruch).
Somit bleibe ich beim Weinroten Dotter-Täubling (Russula decipiens).
Beste Grüße
Dieter
[hr]
Ich weiss aber nicht in welchem Medium du deine Sporen gemessen hast. Das wäre interessant für mich.
Ich messe in Wasser, neuerdings mit gleichem Ergebnis in Kongo-SDS, nicht in Melzer!Da musste ich jetzt extra suchen

Die Messung bei diesem Täubling machte ich damals in "Spor-o-brems M".
Dies wirst Du nicht kennen, denn es ist eine Versuchsanordnung die ich selbst herstellte und inzwischen wieder verworfen habe.
Sie war auch nicht zum Messen gedacht sondern um Stackbilder zu machen (Spor-o-brems bremst die Sporenbewegung ab)
Da ich aber keinen Unterschied zu Wasser feststellen konnte machte ich einige Messungen darin.
Auch konnte ich bislang keinen Unterschied zwischen Melzers und Wasser feststellen obwohl das Chloralhydrat die Sporen quellen lassen sollte - hier bitte ich um Eure Erfahrungen.
Frage an alle: Darf man Sporen in Melzers messen?Bislang konnte mir auch noch niemand beantworten ob Sporen wie andere Pilzteile beim Trocknen schrumpfen und deshalb wieder gequellt werden müssen. Von der Logik her müsste es so sein, aber gelesen habe ich das noch nie. (Getrockneten) Sporenabwurf in Wasser rein und messen ist ja keinesfalls ein Quellen. Denn: Wasser quillt zu schwach, Wasser ist kein geeignetes Quellmittel. Logischer Weise kann man Sporen auch schlecht quellen, denn man müsste das Quellmedium ja wieder absaugen und dann würde man ja die Sporen mit absaugen.
Frage an alle: Also wie ist das? Sporen (auch alte Abwürfe) ohne echtes Quellen in Wasser rein und sofort messen - ist OK oder nicht OK? Wenn nicht OK: Wie ist es OK?Hier bin ich sehr gespannt auf Eure Meinungen.
Beste Grüße
Dieter -
Danke auch Dir Ohrling für den Tipp.
Das Sporenabwurf-Herbarium liegt vor mir.
Nein, das ist leider nach meinem derzeitigen Erkenntnisstand aus verschiedenen Gründen nicht optimal.
Dazu werde ich noch genauer berichten.
Der wichtigste Punkt ist dass der geniale Romagnesi bewusst keinen cyan-wert in die Farben gemischt hat obwohl er wusste dass Russula Sporenpulver einen Cyan-Anteil hat.
Er mischte also keine blaue Farbe beim Malen hinzu. Jedoch mischte er etwas rot ab einem bestimmten Wert hinzu (von ihm selbst so mündlich an Helga Marxmüller bestätigt).
Warum er das so tat ist nicht bekannt, und wenn man über diese Logik nachdenkt wird es kompliziert und einleuchtend zugleich. Allerdings braucht uns das "Warum" als Anwender nicht zu interessieren. ABER: Es leuchtet ein, dass es falsch wäre, zu glauben dass z.b. ein IIIa Sporenpulver IMMER die gleiche Farbe hat - nein nein - das ist so nicht. Es ist anderes herum: IIIa Sporenpulver hat immer einen ähnlichen Helligkeitswert (bei IIIa zum Beispiel 86,1%) und annähernd ähnlichen magenta+gelb-Summenanteil (NICHT Einzelanteil) (wenn man mal in subtraktiver Farbmischung spricht) - der cyan-Anteil wird (bewusst) unterschlagen und nicht bewertet. Legt man sich also nun ein Sporenabwurf-Herbarium (eben mit unerwünschten Cyan-anteil) an und denkt, man könnte so mit anderen Sporenpulvern vergleichen so hat man die optische Abweichung die sich daraus ergibt als Fehler immer mit dabei. Liest man Helgas Ausführungen dazu weiß man auch das sich das Sporenpulver unbekannt schnell in der Farbe verändert.
Richtig jedoch ist, dass diese Methode zumindest genauer ist, als die meiste Lietratur, aber eben ungenauer als Romagnesis Methode.
Zur info dazu hier schon einmal die aktuellen Ergebnisse meiner Recherche als Diagramm - aber Achtung: dies ist nicht der finale Stand.
Ich optimiere dieses Diagramm immer noch und ich behaupte auf gar keinen Fall dass dieses Diagramm stimmt:Druckt man diese Werte jedoch mit einem kalibrierten Spitzenklassedrucker auf Spitzenklasse-Papier ist die Deckung mit den mir vorliegenden Sporenabwürfen bislang das Beste was ich habe. Damit löst sich dann auch das Problem dass meine Reinweißsoprer endlich Ia sind.
Ich freue mich über eine angeregte Diskussion über das Thema.
Beste Grüße
Dieter -
Vielen Dank Claus für den wertvollen Beitrag,
Du meinst den Schlüssel auf Seite 577 - ja - da war ich auch schon mal angelangt.
Veternosa hatte ich wegen makroskopischen Merkmalen ausgeschlossen.
Aber ich werde diesen nochmals neu beleuchten und Euch das Ergebnis hier mitteilen.
Ich denke hier werden wir mit Helga Marxmüllers wundervollem Buch am ehesten voran kommen, die genau dieses Problem dieser 3 Arten wohl erkannte und sie hintereinander ab Seite 662 sehr schön beschrieb. Ansonsten sind die in der Literatur angegebenen Merkmale nämlich (wie immer) stark abweichend. Ich werde aber alle mir zur verfügung stehende Literatur prüfen - ich melde mich.
Beste Grüße
DieterPS: Weil wir gerade bei Helga Marxmüller sind: Nach langer Recherche über Sporenpulvertafeln bin ich nun sehr davon überzeugt, dass die Tafel von Helga die tatsächlichen Romagnesi-Werte am ehesten trifft, auch wenn diese Tafel mit Ihren Farben "aus der Reihe tanzt". Zum Beispiel beginnt Helga's "reinweiß" Ia eben nicht mit reinweiß, so wie ich ich schon lange vermutete dass das eben genau so ist. Helga's reinweiß beginnt mit: links: 243, 239, 223 - und rechts: 243, 240, 229 - was einen Mittelwert von 243, 240, 227 ergibt und sich mit meinen Beobachtungen bei "Reinweißsporern" deckt. Dies ist ein Helligkeitswert von 93,9% und entspricht damit beispielsweise IIb von anderen Farbtafeln (Tintling, Kränzlin, aber auch Romagnesi Reprint 1996, etc.). Auch die wirklich eingehende Recherche von Gérard Lévêque kommt auf 247, 247, 210 für Ia. Meine zukünftigen Sporenpulverangaben werde ich entsprechend korrigiert angeben und immer mit RGB-Wert.
-
Danke auch von mir - werd ich mir gut abspeichern.
Beste Grüße
Dieter -
Danke ihr 2,
das mit den Primos versuche ich das nächste mal noch mit einer anderen Methode.
Die von Zehfuß angegebene Verfahrensweise ein Täublings Exsikkat nicht zu quellen vor derm Färben, fixieren, waschen und zerzupfen scheint nicht ideal zu sein. In solchen Präparaten sehe ich oft nichts brauchbares. Das oben war so eines. Erst durch vorheriges Quellen blühen die Hypehn wieder auf.
Zum Sporenpulver: Da werde ich demnächst wohl etwas näheres berichten. RGB 255, 255, 255 = Ia kann nicht stimmen --> da wird das Problem liegen.
Beste Grüße
Dieter -
[font="Arial"]Hallo Täublings-Freunde,
ich möchte Euch kurz meine neue Russula-Bestimmungsübung zeigen und würde mich wie immer über Euer geschätztes Feedback freuen:
[/font][font="Arial"]Makrodaten:
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Kiefer und Fichte.
Fundzeit: 01.07.2016
Wuchsform: gesellig
Hutform: jung: halbkugelig, alt: konvex bis flach
Huthaut-Konsitenz: matt, Rand körnig bereift, matt, alt: samtig
Huthaut-Farbe: jung: Zentrum weinrot: olive-ocker, alt: außen weinrot, Zentrum schwärzlich
Huthaut-Abziehbarkeit: 1/2 abziehbar
Fleischfarbe unter Huthaut: vilolett
Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine/weiß
Hutrand: rundlich (nicht hochgezogen), jung: nicht gerieft, alt: kaum gerieft
Lamellen: schneeweiß (auch bei alten Exemplaren), keine Y-Gabeln, keine Zwischenlamellen, leichte Queradern
Lamellensprödigkeit: sehr spröde
Lamellen-Stielübergang: nicht geprüft
Stiel: weiß, glatt und mehlig bereift, nicht runzelig, leicht keulig, wattig ausgestopft (alt und jung)
Fleisch: weiß, minimal gilbend
Verfärbungen auf Druck: keine (weder innen noch außen)
Stielbasis: rund
Größe: Hutdurchmesser 3-6 cm, Stiellänge 3-5 cm, Stieldurchmesser ca. 10 mm
Sporenpulverfarbe: IIa im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel.
Geruch: völlig neutral (auch Stielbasis Geruch = neutral), auch zerrieben neutral
Geschmack: völlig mild (unmittelbar und auch nach 1 Minute Kauen)
[/font]
[font="Arial"]Mikrodaten:
Sporen:
(6.9) 7.2 - 8.4 (9.2) x (6) 6.1 - 6.9 (7.1) µm
Q = (1.1) 1.14 - 1.3 (1.4) ; N = 29
V = (133) 142 - 207 (229) µm ³
Me = 7.8 x 6.4 µm ; Qe = 1.2 ; Ve = 169 µm ³
Warzenhöhe:
(0.5) 0.6 - 0.69 (0.7) µm
N = 10
Me = 0.6 µm
Das ist B2 nach Woo
Hilarfleck:
rundlich bis polygonal
3.13 - 3.17 x 3.1 µm
Me = 3.1 x 3.1 µm
Apikulus:
1.41 - 2 x 0.73 - 1 µm
Q = 1.4 - 2.4 ; N = 8
Me = 1.7 x 0.9 µm ; Qe = 1.9
Basidien:
4-sporig, keulig
41.2 - 42.5 x 10.9 - 13.4 µm
Q = 3.1 - 3.9 ; N = 5
Me = 41.6 x 12.1 µm ; Qe = 3.5
Sterigmen:
4.94 - 6.8 µm
N = 4
Me = 5.9 µm
Zystiden:
38.3 - 63.06 x 10.3 - 12.1 µm
Q = 3.2 - 6.1 ; N = 5
Me = 45 x 11.4 µm ; Qe = 4
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Pileozystiden:
keine gefunden
Hyphen-Endzellen und inkrustierte Primordialhyphen:
zylindrich bis leicht kopfig, septiert, gegabelt
4 - 6.1 µm
N = 16
Me = 4.8 µm
Inkrustierungen teils bis 5 µm groß
[/font]
[font="Arial"]
Extra lange inkrustierte Primo mit 140 x 4 µm mit Karbolfuchsin gefärbt:
[/font]
[font="Arial"]Es kamen folgende Täublinge in Betracht:
[/font]
[font="Arial"]Weißblättriger Reif-Täubling (Russula azurea)
makroskopischer Volltreffer, die Sporen sind etwas zu klein aber mit nur N = 29 wohl noch OK.
Fleischroter Speise-Täubling (Russula vesca)
Passt optisch nicht, die Huthaut-Konsistenz passt nicht wirklich, der Hutrand (nicht zurückgezogen) passt nicht, die Stielfleischkonsistenz passt nicht, die Sporen sind zu groß, er müsste Pileozystiden haben und dürfte keine inkrustierten Primordialhyphen haben.
Blaugrüner Reif-Täubling (Russula parazurea)
Die Steilbereifung passt nicht, die Stielfleischkonsistenz passt nicht, die Sporen sind zu groß, das Sporenornament passt nicht, er müsste Pileozystiden haben und dürfte keine inkrustierten Primordialhyphen haben.
Samt-Täubling (Russula amoena)
Die Huthaut-Konsistenz passt nicht wirklich, die olive-ocker-Töne passen nicht, der Geruch passt nicht könnte aber noch sein, der weiße Stiel und die restliche Optik passt überhaupt nicht, die Stielfleischkonsistenz passt nicht, die Sporen sind zu groß.
[/font]
[font="Arial"]Damit nenne ich diesen optisch wirklich sehr schönen Fund Weißblättriger Reif-Täubling (Russula azurea):
Ein stark zerfressenes Exemplar half ebenso bei der Bestimmung:
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Beste Grüße
Dieter[/font] -
Hallo und vielen Dank Ihr 2,
das hilft schon mal viel weiter. FN ist bei mir auch vorhanden.
Ja da werd ich mal das nächste Jahr beginnen die ersten gehversuche zu machen und Euch meine Ergebnisse berichten.
Beste Grüße
Dieter -
Hallo Pilzfreunde,
Die Gattung Cortinarius ist für mich Neuland. Soll es aber natürlich nicht bleiben
Frage an Euch: Welche makrochemischen Farb-Reaktions-Tests führt man "als Standard" bei Cortinarius durch?
Das heißt: welche Testflüssigkeit, welche Konzentration, an welchen Pilzteil und außen oder "innen" am/im Fleisch?
Nach Prüfung meiner Litaratur stellte ich fest dass vor allem die Konzentration und das Pilzteil und innen/außen nicht näher angegeben ist.
Es ist mir klar dass es hier kein Patentrezept gibt, aber vielleicht gibt es Tests die sehr häufig vorkommen (so wie z.B. bei Russula) und quasi prophylaktisch immer gemacht werden (können).
Beste Grüße
Dieter
