Hallo!
Was die Perlis sind schon da?
Mich hauts um - bei uns suchen wir nach Wüstenpilzen!
Beste Grüße
Dieter
Beiträge von Schwammer-Dieter
-
-
Danke Hias,
ich hatte dazu keine ---> müssen wir auf Andreas' Antwort warten.
Beste Grüße
DieterPS: Bin ein großer Fan Deiner Bestimmungs-Berichte und sie haben mir schon sehr oft weiter geholfen.
Danke dafür!
-
Hallo zusammen,
hier Update des Phylogramms:
https://www.pilzforum.eu/board…ea-update-des-phylogramms
Beste Grüße
Dieter -
Hallo zusammen,
hier update des Phylogramms und einordnung des Fundes:
https://www.pilzforum.eu/board…ea-update-des-phylogramms
Beste Grüße
Dieter -
[font="Arial"]Hallo Pilz-Freunde,
dieser Bericht ist wieder vor allem für die Psathyrella-Freunde interessant.
Unser Forianer Andreas (pilzmel) hat mir 2 neue Psathyrella-Sequenzen aus dem Spadiceogrisea-Komplex gesendet:
AM1884 --> 99% Psathyrella spadiceogrisea
und
AM1885 --> 99% Psathyrella spadiceogrisea (allerdings sind 99% zu einer falsch bezeichneten spadiceogrisea-Sequenz)
--> das ist der Pilz von unserem Forianer Robert - siehe hier:
https://www.pilzforum.eu/board…ing?highlight=Psathyrella
Logischer Weise versuchen wir damit ein Update des zuletzt erstellten Phylogramms und eine noch feinere Zuordnung zu den Arten.
Da ich inzwischen auch schon wieder dazu gelernt habe wird sich wohl an der ein oder anderen Stelle noch eine Änderung ergeben.
Und los geht's...
Zunächst wiederhole ich noch einmal die Ausgangs-Sequenzen vom letzten Phylogramm vom Stand 12.03.2017.
Wir hatten:
DQ389682 (P. spadiceogrisea - Schweden) ist laut Andreas aber P. casca
KC992878 (P. spadiceogrisea - Schweden) - muss casca sein.
AM712278 (P. aff. casca - Österreich) ist eine P. casca nahestehende Art. (aff = affin)
AV080419d (P. casca von Andreas' Homepage)
AM1461 (P. casca von Andreas' Homepage)
AM1814 (P. casca von Andreas' Homepage)
geheime Sequenz 01
AM712277 (P. phegophila - Österreich)
DQ389683 (P. clivensis - Schweden)
FN396129 (P. phegophila - Ungarn)
FM878024 (P. spadiceogrisea - Ungarn)
AM1668 (P. groegeri von Andreas' Homepage)
geheime Sequenz 02
geheime Sequenz 03
DW160426 (P. fatua - Deutschland) von mir selbst (Dieter Wächter)
DW160430 (P. groegeri - Deutschland) von mir selbst (Dieter Wächter)
KC992879 (P. fatua - Schweden)
DQ389681 (P. fatua - Schweden)
AM487 (P. fatua von Andreas' Homepage)
AM445 (P. fatua von Andreas' Homepage)
FN396142 (P. fatua - Ungarn) - wahrscheinlich falsch bestimmt.
AM1242 (P. spadiceogrisea von Andreas' Homepage)
AM1244 (P. spadiceogrisea von Andreas' Homepage)
AM1581 (P. spadiceogrisea von Andreas' Homepage)
AM1671 (P. spadiceogrisea von Andreas' Homepage)
AM1675 (P. spadiceogrisea von Andreas' Homepage)
GENTE3.35.43 (P. spadiceogrisea von Andreas' Homepage)
GENT563 (P. spadiceogrisea von Andreas' Homepage)
GENTJR3565 (P. spadiceogrisea von Andreas' Homepage)
HIAS120608 (P. spadiceogrisea von Andreas' Homepage)
AM712276 (P. spadiceogrisea - Österreich)
KC992871 (P. ammophila - Schweden)
KC992872 (P. ammophila - Schweden)
KC992876 (P. thujina - Schweden)
[/font]
[font="Arial"]Die Outgroup war JN021052
[/font]
[font="Arial"]Wir erinnern uns an das damalige Phylogramm vom 12.03.2017:
[/font]
[font="Arial"]Was folgte:
Bei meiner DW160426 hatte ich noch ein übersehenes Basenpaar (Doppeldeutigkeit) welches falsch war.
Bei meiner DW160430 hatten sich ebenso 2 fehlerhafte Basenpaare eingeschlichen.
Das habe ich erst mal beides korrigiert. An den Bestimmungen ändert sich dadurch jedoch nichts (Abweichung durch solche Fehler liegen im Promille-Bereich).
Einige kleine Alignment-Fehler hatte ich ebenso übersehen und korrigiert.
@ Andreas: Was mir auffiel: bei den Enden und Anfängen einiger Sequenzen Deiner Homepage scheinen sich noch ein paar Basenfehler eingeschlichen zu haben, oder sie fielen bei der ersten Korrektur noch nicht auf, da es zu der Zeit noch keine Vergleichssequenzen gab. Hier sollten wir bei Gelegenheit nochmal die Confidence Scores ansehen und manuell noch etwas daran feilen, dadurch ändert sich das folgende Phylogramm noch leicht.
Das Phylogramm wächst...
Dann ergänzte ich zu den Sequenzen die 2 neuen von Andreas. Von beiden lagen sowohl ITS-Region als auch LSU Region jeweils als reversed Complement vor:
AM1884 --> 99% Psathyrella spadiceogrisea - Qualität sehr gut (ITS und LSU) - es war keinerlei Korrektur nötig.
und
AM1885 --> 99% Psathyrellaspadiceogrisea- ITS: Qualität gut - ein paar wenige double peaks und low reads. Es stellte sich aber später heraus dass keine Korrektur nötig war. LSU: Rohdatan mit sudden drop, schlechte confidence scores - macht aber nichts - werte ich nicht aus.
[/font]
[font="Arial"]Dann erstellte ich aus dieser kompletten Sammlung das Phylogramm.
Modell: Maximum Likelihood
Statistik-Methode: Neighborhood joining
Test: Bootstrap mit 500 Replikationen
Gaps und Missings: entfernt
Ergebnis:
Das ist das genaueste was mit den aktuellen Daten momentan möglich ist.
Interpretation der neuen Funde:
AM1884 würde ich eindeutig P. spadiceogrisea zuordnen.
AM1885 würde ich eindeutig P. casca zuordnen.
Sonstiges:
P. ammophila lässt sich wohl eher nicht als P. spadiceogrisea s. l. ansehen.
In der Casca-Clade steht Arbeit an: Die neuen Arten (noch geheime Sequenzen) und die sich immer deutlich abgrenzenden Arten sauber makroskopisch/mikroskopisch beschreiben. Vielleicht findet man eindeutige Trennungsmerkmale.
@ Andreas: bei den Sequenzen mit den langen Ästen sollten wir mal eine Divergence map machen und das Chromatogramm mal untersuchen wo da diese starke Divergence her kommt. Aber die Zuordnung zu den Arten - rein rechnerisch - ist auch so eindeutig.
Was kommt:
Matthias und ich haben schon wieder einige Spadis gefunden. Sequenzierungen sind in Arbeit.
Beste Grüße
Dieter
[/font] -
[font="Arial"]OKI DOKI Andreas,
dann dürfte kaum mehr etwas dagegen sprechen wenn wir diesen Zweig wie folgt auftrennen:
Schon mal viel Spaß bei der Erstbeschreibung
Beste Grüße
Dieter[/font] -
Danke danke danke auch von mir an alle...
Bald gibt's mehr....
Beste Grüße
Dieter -
Danke Tuppie und Claudia ==Pilz24==Pilz24
Beste Grüße
Dieter -
[font="Arial"]Hallo Pilz-Freunde,
dieser Bericht wird vor allem die Psathyrella-Freunde interessieren.
Unser Forianer Andreas (pilzmel) schickte mir eine etwas rätselhafte Psathyrella-Sequenz:
AM1883 --> nach einer Kurzprüfung irgend etwas in Richtung Psathyrella microrhiza, bzw. 98%ige Psathyrella boreifasciculata.
Ich versuchte den Pilz über eine Sequenzanalyse näher in ein neues Phylogramm in dieser Ecke einzuordnen.
Was ich herausfand zeig ich Euch wieder mal... Viel Spaß...
Zunächst sah ich mir die Rohdaten an:
Wie man sieht: Hohe Amplituden - gute Qualität - kaum eine Dachschräge... damit kann man arbeiten.
Das Chromatogramm (hier schon in der Richtung korrigiert) schaut entsprechend gut aus.
Hohe Confidence-Scores. Allerdings gibt es ein paar Double Peaks und Bad Reads (gelb markiert), die wir unbedingt näher anschauen müssen um keine Fehlbestimmung zu machen:
Es stellte sich später heraus dass alle Basen richtig waren. Keine Korrektur war erforderlich.
Über Blast suchte ich die guten Kandidaten für die Sequenzanalyse heraus:
KC992868 (zwar als "Psathyrella sp." benannt, jedoch später als P. microrhiza bestimmt von Leif Örstadius - Schweden - in Unite ist diese Sequenz bereits richtig benannt!)
KF891350 (P. boreifasciculata - Finnland)
FN396130 (P. microrhiza - Ungarn)
AM712282 (P. microrhiza - Oesterreich)
DQ389684 (P. microrhiza - Schweden)
FN396141 (P. prona - Ungarn)
KC992856 (P. psammophila - Schweden)
KC992863 (P. magnispora - Schweden)
AM712273 (P. senex - Oesterreich)
FN396120 (P. senex - Ungarn)
AM712274 (P. senex - Oesterreich)
Als nächstes ging ich auf die Suche in Unite.
Hier finden sich noch mehrere
UDB024636 P. senex - Estland (liegt mir nicht vor)UDB019604 P. microrhiza - Estland
Ebenso durchsuchte ich ENA:
keine weiteren Funde
Ebenso durchsuchte ich Ensembl:
keine Funde.
Als Outgroup verwendete ich DQ389681.
Damit führte ich das Alignment - zunächst nach dem Muscle-Automatismus durch. Die Feinkorrektur passierte von Hand.
Keine besonderen Vorkommnisse
Dann erstellte ich das Phylogramm.
Modell: Maximum Likelihood
Statistik-Methode: Neighborhood joining
Test: Bootstrap mit 500 Replikationen
Gaps und Missings: entfernt
Ergebnis:
Dazu brauchen wir noch eine schöne Distance Chart:
Was können wir also dazu sagen:
Andreas' Fund passt am besten - mit 0,64% Abweichung - zu KC992868.
Da Leif Örstadius diesen als Psathyrella microrhiza bestätigt hat, würde ich AM1883 auch so benennen.
Allerdings ist mit 89%iger Sicherheit eine Abspaltung des Astes geschehen.
Eine Psathyrella microrhiza var. 1 und var. 2 dürfte zwar zulässig sein, aber wegen wahrscheinlicher Untrennbarkeit nicht besonders sinnvoll.
KF891350 (P. boreifasciculata - Finnland) steht mit 2,26% weiter ab als die anderen Psathyrella microrhiza mit 2,09%.
Deshalb würde ich den Namen P. boreifasciculata ausschließen.
Nach dem momentanen Wissensstand über diesen Ast wäre P. boreifasciculata mit P. microrhiza var. 3 wohl besser benannt gewesen.
Dass eine weitere Abspaltung geschah ist ja zu 98% sicher.
Es gibt also quasi 2 Möglichkeiten:
Entweder man findet ein Trennungsmerkmal und macht aus AM1883 und KC992868 eine Varietät von P. microrhiza oder eine neue Art.
Dann wäre P. boreifasciculata gerechtfertigt.
Oder: man fasst alle die oben zu sehen sind zu P. microrhiza zusammen.
Entscheiden könnte man das nur anhand eines sichtbaren, immer sichtbaren Trennungsmerkmals.
Andreas schrieb mir zum Fund:
"Die Merkmale sind sowas von abweichend [er meinte zu P. microrhiza], und der Standort war eine Brandstelle. Dem Rätsel möchte ich mal nachspüren."
Hält man diese Merkmale fest und findet Übereinstimmungen zu KC992868 könnte eine neue Art geboren werden.
Einen Fund auf Brandstelle hatte ich übrigens auch.
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, in einer Brandstelle in einer Wiese am Laubwaldrand
Fundzeit: 23.10.2015
Wuchsform: gesellig
Hutform: konvex
Huthaut: im Zentrum braun, nach außen heller werdend, jung runzelig, Lamellen durchscheinend, leicht befasert
Hygrophanität: ja
Hutrand: kantig
Lamellen: rotbraun, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: weinrot beflockt
Lamellen- Hutübergang: gerade angewachsen
Fleisch: beige
Stiel: beige, hohl, bereift bis faserig
Stielbasis: weißfilzig
Größe: Hutdurchmesser ca. 1-2 cm; Stiellänge 5-7 cm, Stieldurchmesser ca. 2 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: neutral
Geschmack: nicht probiert
[/font][font="Arial"]Wurzelnde Faserling (Psathyrella microrhiza):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Mikrodaten:
Cheilos: sehr viele vorhanden und büschelig
[/font]
[font="Arial"]Pleuros und Cheilos:
[/font]
[font="Arial"]Cheilos:
(27) 32.2 - 39.7 (45.1) x (8.1) 9 - 13.1 (14.4) µm
Q = (2.4) 2.6 - 3.9 (4.3) ; N = 31
Me = 36 x 11.1 µm ; Qe = 3.3
[/font]
[font="Arial"]Pleuros: viele zu finden
(51.8) 52.2 - 60.2 (61.9) x (11.9) 12.9 - 14.7 (14.9) µm
Q = (3.6) 3.7 - 4.6 (5) ; N = 10
Me = 56.4 x 13.8 µm ; Qe = 4.1
[/font]
[font="Arial"]Marginalzellen: nur einige zu sehen. Absolut nicht dominierend
22.63 - 25.5 x 11.91 - 12.9 µm
Q = 1.9 - 2 ; N = 3
Me = 23.7 x 12.3 µm ; Qe = 1.9
[/font]
[font="Arial"]Basidien: 4-sporig (einige 2-sporig)
9.65 - 23.1 x 9.6 - 11.57 µm
Q = 1.72 - 2.3 ; N = 5
Me = 21.5 x 10.9 µm ; Qe = 2
[/font]
[font="Arial"]Schnallen: keine gesehen
[/font]
[font="Arial"]Sporen:
(10.4) 10.6 - 11.7 (13.1) x (5.8) 6 - 6.7 (6.8) µm
Q = (1.6) 1.7 - 1.8 (1.9) ; N = 62
Me = 11.2 x 6.4 µm ; Qe = 1.7
[/font]
[font="Arial"]Offensichtlich mag P. microrhiza (s. l.) also auch Brandstellen.
Somit wäre die Brandstelle geritzt.
@ Andreas: Hoffe ich konnte ein bisschen etwas zur Lösung des Rätsels beitragen.
Du kannst ja mal den Fund mit den Mikrodaten von meinem vergleichen und dich hier melden.
@ alle Profis: ich bitte um angeheizte Diskussion und weitere Tipps. ;))
Beste Grüße
Dieter[/font] -
Hihiii...
Na frag mal Matthias...
Neulich:
Ich pack mene Kamera - Rumpel aus - die aus dem letzten Loch pfeifft.
Sie pfiff wirklich genz erbärmlich... iiiiiiiiiiiik... weil ich mal ausnahmsweise den Autofocus eingeschaltet habe für einen großen Baumschlappen (Baumpilz)
Er: "Na das klingt aber nicht gut - was ist das?"
Ich: "Hat mal bissl Wasser bekommen - ist der Servomotor - na dann schalt ich halt den Autofocus wieder aus" ;-)))
Andere Tour:
Ich pack wieder meine Rumpel aus, diesmal ein Bild mit Blitz, frei Hand, ich drück ein paar Knöppe - planlos wie immer wenn ich mit Blitz was fotografieren soll.
Drück zwei, drei mal ab.
Ich - bilder anschauend: "pfffffffffff...." "ohhhhh..."
Er: "Was geworden?"
Ich: "Alle zu dunkel und unscharf - passt!"
Er: "Alle zu dunkel und unscharf - passt?"
Ich: "Passt einwandfrei..." und geh weiter... ;-))))
Beste Grüße
Dieter -
OOOch mit Computern und Fotografieren und so kenn ich mich auch nicht gut aus.
Ich drück einfach auf die Knöppe rum und probier viel aus oder schau immer mal was Matthias mit der Kamera macht wenn wir unterwegs sind.
Oder auch was andere Leute die fotografisch (nicht Pilz-mäßig) unterwegs sind so machen.
Ich kann viel besser eine Kamera reparieren als mit ihr umgehen.
Was eine Blende, und ein ISO-Wert ist weiß ich grad mal soweit dass ich halt ein Schwammerl fotografieren kann.
Beste Grüße
Dieter -
Danke Ihr alle....

Ja Schwammern ist halt einfach schön.
Habt ihr mal von H. polytrichi die Sporen vermessen? Nicht, dass ihr H. elongatum auf den Leim gegangen seid. Ist mir auch schon mal so gegangen.
Der war sicher bestimmt - aber das ist jetzt zu lange her - weiß nicht ob Matthias das noch weiß.
Beste Grüße
Dieter -
Hallo,
also es ist ja "nur" s . l. - mehr konnte man da nicht raus holen.
Stefan: Doch doch (siehe Beschreibung): Lamellen: ocker.
Zum sauberen Betrachen von weiß/grau-abgeglichenen Bildern (das sind nicht alle aber viele in unseren Berichten) bitte einen (professionellen) Monitor mit einem Kalibrier-Sensor und Kalibrierprogramm abgleichen. Z.B. Colorimeter. Alles andere wird nichts gescheites werden. Monitore habe ich 2 Eizo EV2436WFS. Nachdem 4 andere "Versuchs-Gurken" aussortiert wurden. Gibt's jetzt glaub ich nicht mehr aber der Nachfolger wird wohl kaum schlechter sein
http://www.testberichte.de/p/e…v2436wfs-testbericht.html
Beste Grüße
Dieter -
Hi Pablo,
Roch die Hygrocybe helobia nach Knoblauch?Da muss ich passen und Matthias wohl auch, denn die haben wir nicht entnommen.
Der Standort ist ein alt bekannter.
Die Bilder von Mycena aciculata...
und die von mycena acicula...
Ui. Beeindruckend.Find ich auch ;-)))
Beste Grüße
Dieter -
Danke Beli, Danke Oehrling ==)==)
Neue Russulas (und vieles, vieles andere) folgt bald.
Beste Grüße
Dieter -
Hallo,
vielen Dank an alle ;-))
Neue Bilder und Berichte folgen bald.
Beste Grüße
Dieter -
[font="Arial"]19.06.2016: Magerrasen-Ultra-Tour - Teil 4
[/font]
[font="Arial"]Liebe Pilz-Freunde,
dies ist Teil 4 des Berichtes vom 19.06.2016.
[/font]
[font="Arial"]Teil 1 findet Ihr hier
Teil 2 findet Ihr hier
Teil 3 findet Ihr hier
[/font]
[font="Arial"]Und weiter geht's...
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1156
Derzeit der einzige Standort dieser Art, den ich kenne. Hier kommt sie aber alljährlich konstant in großer Zahl und über eine größere Fläche hinweg vor. Man muss angesichts der Größe aber schon sehr genau hinsehen, um sie zu entdecken. Die Art ist wesentlich kleiner als die üblichen grauen Mycenas wie galopus oder leptocephala und auch noch deutlich kleiner als die namentlich ähnlich klingende, knallfarbene M. acicula, die wir später noch fanden.
Haariger Helmling (Mycena aciculata):
☻
[/font][font="Arial"]☻[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font][font="Arial"]☻[/font]
[font="Arial"]☻[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font][font="Arial"]☻[/font]
[font="Arial"]
☻[/font][font="Arial"]
☻[/font]Fundnummer: 2016-06-19-1231
Geweihförmiger Schleimpilz (Ceratiomyxa fruticulosa):
[font="Arial"]☻[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1244
Moos-Schwefelkopf (Hypholoma polytrichi):
☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1250
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 620 müNN. ca. N50, O12, (MTB Marktredwitz 5938/4), bei Fichte und weit weg eine Esche
Fundzeit: 19.06.2016
Wuchsform: gesellig
Hutform: abgeflacht, mit Buckel, eingerissen, radialrissig
Huthaut: braun, außen heller, Risse weiß, radialfaserig
Hygrophanität: nein
Hutrand: eingerissen, ansonsten kantig, nicht behangen aber Reste von Behang sichtbar
Lamellen: ocker, mit Zwischenlamellen, mit Y-Gabeln und umgekehrten Y-Gabeln
Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
Lamellen-Stielübergang: tief ausgebuchtet angewachsen, etwas herablaufend
Stiel: oben beige, nach unten hin rotbraun werdend, oben deutlich bereift, längsfaserig
Stielbereifung: oben deutlich bereift, Mitte und unten wenig bereift
Stielbasis: weiß, starke Knolle
Fleisch: beige, Basis weiß, faserig, fest
Größe: Hutdurchmesser 3-4 cm; Stiellänge 5-8 cm, Stieldurchmesser ca. 5 mm
Sporenpulverfarbe: Pantone 1615U = ████
Geruch: absolut neutral, auch zerrieben neutral
Geschmack: nicht probiert
Dieser ist ein Höckersporer, also ist fuscidula raus.
Nach Untersuchung von Ditte Bandini ist das der Weißknollige Risspilz (Inocybe assimilata) - unterscheidbar mikroskopisch von Inocybe napipes u.a. durch weniger höckerige und kleinere Sporen. Für mich ein toller Erstfund:
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1302
Geschmückter Helmling (Mycena amicta):
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1316
Das farbliche Highlight des Tages, besser noch als die knalligen Becher zuvor. Trotz trüben Wetters leuchteten an einem grasigen Wegrand etliche Exemplare. Beim Herumstöbern im Gras fanden wir dann immer mehr kleine Farbkleckse. Mit Sicherheit eine der schönsten Helmlingsaufsammlungen meines Lebens.
Orangeroter Helmling (Mycena acicula):
☻
[/font][font="Arial"]☻[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font][font="Arial"]☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font]
[font="Arial"]☻
[/font]
[font="Arial"]Das war's für heute Leute
Wie immer freuen wir uns auf Eure Kommentare.
[/font]
[font="Arial"]Beste Grüße
Dieter & Matthias[/font] -
[font="Arial"]19.06.2016: Magerrasen-Ultra-Tour - Teil 3
[/font]
[font="Arial"]Liebe Pilz-Freunde,
dies ist Teil 3 des Berichtes vom 19.06.2016.
[/font]
[font="Arial"]Teil 1 findet Ihr hier
Teil 2 findet Ihr hier
Teil 4 findet Ihr hier
[/font]
[font="Arial"]Und weiter geht's...
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1043
[/font]
[font="Arial"]Morphologische Daten:
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 620 müNN. ca. N50, O12, auf Rasen bei Kiefern und Fichten
Fundzeit: 19.06.2016
Wuchsform: gesellig
Hutform: stark trichterförmig
Huthaut: gold-ocker, samtig, alt: Bänderung angedeutet
Hygrophanität: nein
Hutrand: jung: eingerollt, alt: fast eingerollt, niemals gerippt oder gekerbt
Lamellen: creme-weiß, mit welligen Zwischenlamellen, mit Y-Gabeln, sehr weit entfernt stehend, stark queraderig
Lamellenanzahl die Stiel erreichen: ca. 38
Lamellenbreite: 4-6 mm
Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
Lamellen-Stielübergang: herablaufend
Stiel: ocker bis hellbraun, voll, keulig
Stielbasis: rund, myzelfilzig
Fleisch: ocker, gummiartig zäh
Größe: Hutdurchmesser ca. 3-6 cm, Stiellänge 4-8 cm, Stieldurchmesser ca. 6-8 mm
Sporenpulverfarbe: cremeweiß
Geruch: fruchtig bis gummiartig, im Schnitt stark fruchtig, vor Ort leicht mehlig festgestellt, zuhause nicht mehr
Geschmack: pilzig, mild
Makrochemische Reaktion: Am Exsikkat auf Huthaut mit 10% KOH dunkelbraun
Mikroskopische Daten:
Sporen:
tränenförmig, in der Größe sehr variabel, mit körnigem Inhalt
(4.9) 5.8 - 7.1 (7.4) x (3.7) 3.9 - 4.5 (4.7) µm
Q = (1.3) 1.4 - 1.7 (1.9) ; N = 44
V = (37) 47 - 75 (83) µm ³
Me = 6.4 x 4.2 µm ; Qe = 1.5 ; Ve = 58 µm ³
☻
Hyphen der Huthaut:
[/font]
[font="Arial"]schlauchförmig, Schnallen vorhanden. Pigment: intrazellulär, auch Inkrustationen vorhanden. Inkrustationen sehr fein bis grob
(2.8) 4.3 - 9 (9.1) µm
N = 13
Me = 6.4 µm
☻
Makrochemische Reaktion: Am Exsikkat auf Huthaut mit 10% KOH dunkelbraun:
☻
Nach Gröger kommen 3 Arten in Frage:
[/font]
[font="Arial"]1 > 1b > 2b > 12 > 12b > 14 > 14b > 16 > 16b > 17 > 17b > 18 > 18a > 19 > 19a > C. bresadolana
oder:
1 > 1b > 2b > 12 > 12b > 14 > 14b > 16 > 16b > 17 > 17b > 18 > 18a > 19 > 19b > 20 > 20a > C. costata
oder:
1 > 1b > 2b > 12 > 12b > 14 > 14b > 16 > 16b > 17 > 17b > 18 > 18a > 19 > 19b > 20 > 20b > C. squamulosa
[/font]
[font="Arial"]Das erste Problem ist, dass Qm unseres Fundes eben bei 1,5 liegt.
C. bresadolana scheidet jedoch (nach den Angaben im Pilzkompendium/Ludwig Band 3 Seite 105) ganz klar aus, ebenso sollte Qm bei bresadolana immer deutlich über 1,5 liegen.
Haben wir noch C. costata und C. squamulosa (mikroskopisch quasi nicht unterscheidbar)
Nach längerer Recherche habe ich diesen Fund Clitocybe squamulosa zugeordnet aus folgenden Gründen:
- die besser passende Ökologie
- der absolut ungerippte Hutrand kommt bei C. costata selten vor
- der glatte Stiel
- der körnige Sporeninhalt
- die "hirschlederartige" Struktur der Huthaut welche Ludwig nennt passt prima
- die gewellten Zwischenlamellen sind (laut Ludwig) ein Zeichen von C. squamulosa
- die sehr weit entfernten Lamellen sind ein deutliches Zeichen von C. squamulosa - die Lamellen von C. costata stehen gedrängter
- der leicht mehlartige Geruch, welcher vor Ort da war, zuhause aber weg dürfte bei costata nicht sein, bei squamulosa wird dieser aber von manchen Autoren genannt
- Clitocybe costata kenne ich eigentlich - und unser Fund sah einfach ganz anders aus
Hier also der Feinschuppige Trichterling (Infundibulicybe squamulosa):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
Fundnummer: 2016-06-19-1053
Ein weiterer Standard: Blaustieliger Heftelnabeling (Rickenella swartzii):
☻
[/font]
[font="Arial"]Der dritte Täubling des Tages folgte...
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1108
[/font]
[font="Arial"]Makrodaten:
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 620 müNN. ca. N50, O12, bei Birke & Kiefer
Fundzeit: 19.06.2016
Wuchsform: gesellig
Hutform: bereits jung konvex und abgeflacht, Mitte leicht vertieft
Huthaut-Konsitenz: matt
Huthaut-Farbe: violettrosa wobei rosa überwiegt, stark ausblassend zu Ockertönen
Huthaut-Abziehbarkeit: 2/3 abziehbar
Fleischfarbe unter Huthaut: creme, Mitte aber violettlich
Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine Fraßstellen
Hutrand: ungerieft
Lamellen: cremeweiß, viele Y-Gabeln am Stiel, wenig Zwischenlamellen, starke Queradern
Lamellensprödigkeit: spröde
Lamellen-Stielübergang: ausgebuchtet angewachsen
Stiel: weiß, unten jedoch deutlich rosa, fein runzelig, zylindrisch bis leicht keulig, total hohl, beim Trocknen etwas gilbend
Fleisch: weiß, gilbend
Verfärbungen auf Druck: keine (weder innen noch außen)
Stielbasis: rosa, rund bis leicht zugespitzt
Größe: Hutdurchmesser 4-7 cm, Stiellänge 8 cm, Stieldurchmesser ca. 15 mm
Sporenpulverfarbe: IIa im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel.
Geruch: völlig neutral
Geschmack: völlig mild (unmittelbar und auch nach 1 Minute Kauen)
[/font]
[font="Arial"]Ein schwieriger Fall - das ist ganz klar. Denn hier passt kein Täubling so richtig dazu.
Aber bei diesen Makrodaten kommen auch nur 4 Täublinge in Frage.
Den 4. brachte "Öhrling" ins Spiel, er meinte es könnte der Rotstielige Reif-Täubling (Russula lilacea) auch sein, den ich bereits ausgeschlossen hatte.
Wir haben also:
[/font]
[font="Arial"]Fleischroter Speise-Täubling (Russula vesca)
Die Stiel-Konsistenz passt überhaupt nicht, die Huthaut müsste mehr zurückgezogen sein, optisch passt er einfach nicht, aber evtl. eine Möglichkeit
[/font]
[font="Arial"]Rubinroter Täubling (Russula zvarae)
Die Begleitbäume passen dafür nicht (was aber nichts heißen mag), die Bodenart passt nicht gut (was aber auch nichts heißen mag)
[/font]
[font="Arial"]Armoricanischer Täubling (Russula armoricana)
Ein optischer Volltreffer, jedoch ebenso: Die Begleitbäume passen dafür nicht (was aber nichts heißen mag), die Bodenart passt nicht gut (was aber auch nichts heißen mag). Er lässt sich scheinbar nur eindeutig durch die Länge und Spitzenform der inkrustierten Primordialhyphen von Russula zvarae unterschieden.
[/font]
[font="Arial"]Rotstieliger Reif-Täubling (Russula lilacea)
Die Größe und die Huthaut-Fleckung passt hier nicht, weshalb ich ihn bereits ausschloss.
[/font]
[font="Arial"]Ein schwierigerer Fall...
[/font]
[font="Arial"]Eine eindeutige Unterscheidung ist durch die Pileozystiden und durch die inkrustierten Primordialhyphen UND zusätzlich durch das Sporenornament möglich.
Ich muss also die Huthaut auf 2 verschiedene Arten untersuchen und ebenso die Sporen.
Für die Pileozystiden und die inkrustierten Primordialhyphen genügt Kongorot nicht, da ich eine eindeutige Aussage über Pileozystiden und inkrustierte Primordialhyphen brauche.
Ergebnis Mikrodaten:
Pileozystiden:
Epicutis in Sufovanillin: ganz klar: keine Pileozystiden --> Fleischroter Speise-Täubling (Russula vesca) scheidet aus.
[/font]
[font="Arial"]inkrustierte Primordialhyphen:
vorhanden, stark inkrustiert, lang, dünn, Enden zugespitzt --> Armoricanischer Täubling (Russula armoricana) scheidet aus.
2.6 - 4.3 µm
N = 9
Me = 3.4 µm
Inkrustierungen:
0.73 - 1.1 µm
N = 7
Me = 0.9 µm
filamentöse Subcutishyphen:
vorhanden
Me = 5 µm
Hier sieht man die starken Inkrustierungen (sorry für das schlechte Bild):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Sporen:
(5.9) 6.3 - 7.2 (7.5) x (5.2) 5.3 - 6.1 (6.5) µm
Q = (1.1) 1.13 - 1.27 (1.3) ; N = 34
Me = 6.8 x 5.7 µm ; Qe = 1.2
Warzen:
(0.5) 0.6 - 1.1 (1.3) µm
N = 35
Me = 0.8 µm
Ornament:
isoliert --> das ist A2(3) nach Woo --> Rubinroter Täubling (Russula zvarae) scheidet aus!
☻
[/font]
[font="Arial"]Tja, damit bleibt nur Russula lilacea übrig.
Für Lilacea sind die Sporen zwar fast zu klein und die Primos auch, die Fruchtkörper zu groß und die Fleckung unpassend - aber naja - da ich auch nichts besseres wüsste - hake ich den als Lilacea ab.
[/font]
[font="Arial"]
Hier ist er also nun - der Rotstielige Reif-Täubling (Russula lilacea) - ein schöner Pilz:
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1130
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 620 müNN. ca. N50, O12, (MTB Marktredwitz 5938/4), bei Birke auf sandig-steinigen Boden
Fundzeit: 19.06.2016
Wuchsform: gesellig
Hutform: konvex mit Vertiefung
Huthaut: orange-braun, wildleder-samtig
Hygrophanität: nein
Hutrand: fast eingerollt, jung: mit filzhaariger Cortina behangen, alt: nicht behangen
Lamellen: ocker, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: deutlich beflockt, weiß
Lamellen-Stielübergang: angeheftet
Stiel: ocker, befasert, längsfaserig, mit Ringzone, spitz nach unten zulaufend, hohl
Stielbereifung: nicht bereift
Stielbasis: rund, im Schnitt gelb
Fleisch: ocker, in der Basis gelb, faserig
Größe: Hutdurchmesser 1-2,5 cm, Stiellänge ca. 1,5-3 cm, Stieldurchmesser ca. 4 mm
Sporenpulverfarbe: Pantone 168U = ████
Geruch: absolut neutral, auch zerrieben neutral
Geschmack: nicht probiert
[/font]
[font="Arial"]Dieser ist sehr wahrscheinlich aus dem Umfeld von I. dulcamara. Die hatte ich an der Stelle ein Jahr zuvor untersucht.
[/font][font="Arial"]Nach Rücksprache mit Dr. Ditte Bandini konnte sie das auch bestätigen.
[/font]
[font="Arial"]Hier also der Bittersüße Risspilz (Inocybe dulcamara s.l.):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1142
Nach der Melastiza gleich noch ein knallroter becherförmiger Bodenbewohner. Zwar sind sie wesentlich kleiner als die Melastiza, aber da sie an einem sehr offenen Ort wuchsen, waren sie bereits aus größerer Entfernung sichtbar.
Rotleuchtender Kissenbecherling (Pulvinula convexella):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Weiter zum Teil 4[/font] -
[font="Arial"]19.06.2016: Magerrasen-Ultra-Tour - Teil 2
[/font]
[font="Arial"]Liebe Pilz-Freunde,[/font][font="Arial"]dies ist Teil 2 des Berichtes vom 19.06.2016.
[/font]
[font="Arial"]Teil 1 findet Ihr hier
Teil 3 findet Ihr hier
Teil 4 findet Ihr hier
Und weiter geht's...
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1010
Überall in großer Menge - der Orangerote Heftelnabeling (Rickenella fibula):
☻
[/font]
[font="Arial"]Der nächste Täbling war ein etwas komplizierterer Fall
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1016
[/font]
[font="Arial"]Makrodaten:
Fundort: ca. 620 müNN. ca. N50, O12, bei Kiefer (direkte Nähe) und Fichte.
Fundzeit: 19.06.2016
Wuchsform: einzeln
Hutform: halbkugelig
Huthaut-Konsitenz: matt, leicht klebrig, fein genarbt
Huthaut-Farbe: grau-olive, Zentrum dunkler
Huthaut-Abziehbarkeit: 2/3 abziehbar
Fleischfarbe unter Huthaut: leicht olive-grau
Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine Fraßstellen
Hutrand: minimal gerieft, quasi nicht gerieft
Lamellen: cremeweiß, mit Y-Gabeln, Zwischenlamellen
Lamellensprödigkeit: mittelspröde (aber für Bestimmung unbeachtet wegen des jungen Alters)
Lamellen-Stielübergang: angeheftet, fast frei
Stiel: weiß, matt, zylindrisch, wattig ausgestopft, beim Trocknen nicht verfärbend
Fleisch: weiß, minimal gilbend
Verfärbungen auf Druck: keine (weder innen noch außen)
Stielbasis: rund, beim Trocknen leicht gilbend
Größe: Hutdurchmesser 5 cm, Stiellänge 5,5 cm, Stieldurchmesser ca. 15 mm
Sporenpulverfarbe: IIa im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel.
Geruch: völlig neutral
Geschmack: völlig mild (unmittelbar und auch nach 1 Minute Kauen)
[/font]
[font="Arial"]Chemische Reaktionen: Huthaut mit KOH orange (über die gleich folgenden Arten liegen mir jedoch keine Angaben außer beim Grasgrünen Täubling über diese Reaktion vor - somit für die Bestimmung nicht unbedingt verwendbar)
[/font]
[font="Arial"]Hier kommen makroskopisch mehrere Täubling in Betracht - vor allem wegen des jungen Alters:
[/font]
[font="Arial"]Grasgrüner Täubling (Russula aeruginea)
Für diesen ist das Sporenpulver etwas zu hell (aber wegen der sowieso-nicht Romagnesi-Farbe ist das bedeutungslos), der Lamellen-Stiel-Übergang passt nicht (aber wegen des Alters in der Toleranz)
[/font]
[font="Arial"]Frauen-Täubling (Russula cyanoxantha)
Für diesen ist das Sporenpulver etwas zu dunkel, die Stiel-Konsistenz passt überhaupt nicht.
[/font]
[font="Arial"]Olivfarbener Frauentäubling (Russula cyanoxantha f. peltereaui)
Für diesen ist das Sporenpulver etwas zu dunkel, die Stiel-Konsistenz passt überhaupt nicht.
[/font]
[font="Arial"]Hartfleischiger Frauen-Täubling (Russula langei)
Für diesen ist das Sporenpulver etwas zu dunkel, die Stiel-Konsistenz passt überhaupt nicht.
Papageien-Täubling (Russula ionochlora)
Die Stiel-Konsistenz passt überhaupt nicht
[/font]
[font="Arial"]Rissighütiger Frauen-Täubling (Russula cyanoxantha var. cutefracta)
Für diesen ist das Sporenpulver etwas zu dunkel, die Huthaut-Abziehbarkeit passt gar nicht, die Stiel-Konsistenz passt überhaupt nicht.
Grüner Speise-Täubling (Russula heterophylla)
Für diesen ist das Sporenpulver etwas zu dunkel, die Huthaut-Abziehbarkeit passt gar nicht, die Stiel-Konsistenz passt überhaupt nicht.
Fleischroter Speise-Täubling (Russula vesca)
Hier gibt es tatsächlich grüne Formen.
Für diesen ist das Sporenpulver etwas zu dunkel, die Huthaut sollte zurückgezogen sein, die Stiel-Konsistenz passt überhaupt nicht.
[/font]
[font="Arial"]Oder aber auch ein anderer ist möglich.... das wird schwierig.
Mikrodaten:
Sporen:
(7.4) 7.5 - 8.4 (8.8) x (5.9) 6.2 - 7 (7.1) µm
Q = 1.2 - 1.27 (1.3) ; N = 21
Me = 8 x 6.6 µm ; Qe = 1.2
Warzen:
(0.3) 0.35 - 0.6 (0.9) µm
N = 52
Me = 0.5 µm
Ornament (diesmal ohne Bilder):
2-3 feine Verbindungen zwischen den Warzen
Das ist Typ B2 nach Woo
Apikulus:
1.7 - 1.9 x 0.9 - 1.1 µm
Q = 1.6 - 1.8 ; N = 6
Me = 1.8 x 1 µm ; Qe = 1.7
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Schauen wir uns auch die HDS an...
Also - zunächst einmal haben wir eine gelatinöse Schicht:
vorhanden, beständig in Ammoniak, auflösend in Schwefelsäure
☻
[/font]
[font="Arial"]Die Huthaut besteht aus 1 bis 3-septierten keuligen Elementen die sich in SV schwach grau anfärben lassen.
Ich vermute das sind Epikutishyphen. Viele der Elemente tragen starke Inkrustationen.
[/font]
[font="Arial"]Epikutis-Hyphen (vermutet):
rasenartig, keulig, 1 bis 3-septiert, oft stark inkrustiert, in Sufovanillin leicht grauend
(32.8) 33.5 - 40.3 (41) x (3.5) 3.8 - 4.9 (6) µm
Q = (6.5) 7 - 9.5 (9.6) ; N = 10
Me = 36.4 x 4.5 µm ; Qe = 8.3
Selten sind unbekannte in Kongo(!) grau erscheinende Elemente:
Sehr selten, keulig
Ca. 30 x 2.8 µm
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]In SV fand ich null Pileozystiden zumindest in Sufovanillin keine Elemente die stark grauen:
☻
Dann gibt es noch lange zylindrische Elemente. Bongo - inkrustierte Primordialhyphen.
inkrustierte Primordiallhyphen:
zylindrisch, 3-septiert, Enden stumpf
ca. 80 - 100 x 3.4 - 4.4 µm
☻
[/font]
[font="Arial"]Nach längerer Recherche bleibt hier nur der Weißblättrige Reif-Täubling (Russula azurea):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
Am Ende nicht weiter bestimmungsrelevant:
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1022
Gilt eigentlich gar nicht als so selten, dennoch ist das in dieser Region für uns ein Erstfund gewesen. Und zwar ein ganz schön üppiger.
Mennigfarbiger Borstling (Melastiza chateri):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1029
Bei Matthias gab es am Abend Pfifferling mit Ei:
Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius):
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1037
Von weitem erst als komischer Helmling angesehen, brachte ein Blick auf die Lamellen dann Klarheit über die Gattung. C. velutipes gehört in unserer Region zu den häufigsten Samthäubchen.
Das Ding ist ziemlich variabel, hat mich schon öfters genarrt wegen den linsenförmig abgeplatteten Sporen, die man als solche kaum erkennt. Und die Pileozystiden sind im Präparat schwer zu finden zwischen den HDS-Zellen, sieht man aber auf meinen Makrofotos als feine Härchen.
Das Gebirgs-Samthäubchen (Conocybe velutipes):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Weiter zum Teil 3[/font] -
[font="Arial"]19.06.2016: Magerrasen-Ultra-Tour - Teil 1
[/font]
[font="Arial"]Liebe Pilz-Freunde,
Nach einigen Regenfällen konnten wir (ich und Matthias) schon ahnen dass es einiges geben wird.
Wir suchten uns einen schönen Magerrasen aus. Was uns erwartete war ein richtiges Pilz-Feuerwerk.
Dieses hielten wir fest und zeigen es Euch gerne
[/font] [font="Arial"]Wegen der Menge müssen wir diesen Bericht diesmal auf 4 Teile aufteilen.
[/font]
[font="Arial"]Teil 2 findet Ihr hier
Teil 3 findet Ihr hier
Teil 4 findet Ihr hier
Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
Wie immer: Meine Texte sind schwarz, Matthias' Texte sind grün.
Meine Bilder sind mit einem schwarzen ☻, Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.
Und los geht's...
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-0919
Es begann relativ unspektakulär mit dem Halsbandschwindling (Marasmius rotula):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Dann der erst Täubling des Tages...
Fundnummer: 2016-06-19-0923
[/font]
[font="Arial"]Makrodaten:
Fundort: ca. 620 müNN. ca. N50, O12, im feuchtem Moos bei Birke und Fichte.
Fundzeit: 19.06.2016
Wuchsform: einzeln
Hutform: konvex abgeflacht, mit deutlichem Buckel
Huthaut-Konsitenz: klebrig, glänzend, feinrunzelig
Huthaut-Farbe: rosa, Zentrum olivebraun
Huthaut-Abziehbarkeit: fast komplett abziehbar
Fleischfarbe unter Huthaut: weiß
Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine Fraßstellen
Hutrand: leicht gerieft
Lamellen: cremegelb, bauchig, mit Y-Gabeln, wenige Zwischenlamellen, Schneiden vom Rand her rosa
Lamellensprödigkeit: normale Sprödigkeit
Lamellen-Stielübergang: ausgebuchtet angewachsen
Stiel: weiß, seidig glänzend, feinrunzelig, hohl, keulig, beim Trocknen gilbend
Fleisch: weiß, brüchig, beim Trocknen gilbend
Verfärbungen auf Druck: keine (weder innen noch außen)
Stielbasis: rund
Größe: Hutdurchmesser 3,5 cm, Stiellänge 4 cm, Stieldurchmesser ca. 10 mm
Sporenpulverfarbe: Pantone 719U = ████ - am ehesten passt IIIc im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
[/font]
[font="Arial"]Geruch: völlig neutral
Geschmack: mild (unmittelbar und auch nach 1 Minute Kauen)
[/font]
[font="Arial"]Mit diesen Makrodaten kommen nur 4 Arten in Frage:
Milder Glanz-Täubling (Russula nitida)
makroskopischer Volltreffer
Milder Torfmoos-Glanz-Täubling (Russula robertii)
Zu diesem passt die Sporenpulverfarbe nicht wirklich, der Standort passt nicht wirklich.
Milder Torfmoos-Täubling (Russula sphagnophila)
Zu diesem passt die Hutrandriefung nicht.
Mache Autoren synomisieren Russula sphagnophila = Russula robertii.
Es gibt jedoch einige eindeutige Unterschiede zwischen diesen Arten, somit trenne ich sie so wie es Index Fungorum auch tut.
Eine Literaturrecherche ist nötig um die Trennungsmerkmale zu erkennen.
Vielfarbiger Täubling (Russula versicolor)
Gefällt mir optisch nicht so recht. Auch der starke Hutbuckel und die Milde schließt diesen schon fast aus.
Diese Arten können vor allem durch die Warzenhöhe unterschieden werden.
Mikrodaten:
Matthias nahm schon mal die Sporen unter's Mikroskop. Er stellte 6-9 x 6-7 µm Sporengröße fest.
☻
[/font]
[font="Arial"]Die Sporenmaße allein helfen noch nicht wirklich weiter.
Ich entschied mich eine Sporenmessreihe mit Warzenhöhen zu machen und das Ornament nochmals unter die Lupe zu nehmen.
Ebenso nahm ich die Epkutishyphen und Pleurozystiden mit ins Visier um versicolor sicher ausschließen zu können.
[/font]
[font="Arial"]Sporen:
(6.9) 6.92 - 8.1 (9.6) x (5.4) 5.6 - 6.4 (6.9) µm
Q = 1.2 - 1.35 (1.4) ; N = 40
Me = 7.5 x 6 µm ; Qe = 1.3
Warzen:
(0.5) 0.7 - 0.87 (0.9) µm
N = 31
Me = 0.8 µm
Apikulus:
(1.7) 1.71 - 1.9 x (0.8) 0.81 - 1.1 (1.3) µm
Q = (1.5) 1.6 - 2.2 (2.3) ; N = 11
Me = 1.8 x 1 µm ; Qe = 1.9
Hilarfleck:
Polygonal bis rundlich
2.7 - 3 µm
N = 7
Me = 2.9 µm
☻
[/font][font="Arial"]Ornament:
Warzen formen selten unvollständiges Netz durch feine Linien, sind sonst meist isoliert
Das ist Typ A(B/C)2 nach Woo
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Basidien:
4-sporig
30.6 - 37.1 x 10.4 - 11.5 µm
Q = 2.9 - 3.3 ; N = 6
Me = 34 x 10.8 µm ; Qe = 3.2
Pleuros:
Keulig bis spindelig, die spindeligen haben einen langen wurmartigen Fortsatz mit 6x1,5 µm
38 - 42.1 x 6.8 - 9.8 µm
Q = 4.3 - 5.9 ; N = 6
Me = 39.4 x 8.6 µm ; Qe = 4.8
Cheilos:
Keulig, büschelig
31.22 - 38.5 x 9.15 - 11.59 µm
Q = 3.22 - 3.49 ; N = 4
Me = 35.8 x 10.6 µm ; Qe = 3.4
Epikutishyphen:
1.9 - 2.79 µm
N = 5
Me = 2.3 µm
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Pileozystiden:
Zylindrisch, teils auch crin-förmig
0-3 septiert
39.5 - 66.6 x 2.83 - 4 µm
Q = 11.7 - 20.1 ; N = 9
Me = 53.2 x 3.5 µm ; Qe = 15.7
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Die Pileozystiden schließen versicolor ganz klar aus.
Die Warzenhöhe und der Rest ist eindeutig:
Das ist der Milde Glanz-Täubling (Russula nitida) - ein wunderschöner Pilz:
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-0937
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 620 müNN. ca. N50, O12, (MTB Marktredwitz 5938/4), bei Fichte und Birke
Fundzeit: 19.06.2016
Wuchsform: paarweise
Hutform: konvex mit starkem Buckel
Huthaut: braun, Buckel dunkler, stark filzig-faserig
Hygrophanität: nein
Hutrand: jung: filzhaarig behangen, alt: nicht behangen
Lamellen: beige bis hellbraun, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: deutlich beflockt, leicht weißlich
Lamellen-Stielübergang: tief ausgebuchtet angewachsen
Stiel: braun, oben: deutlich befasert, Befaserung nimmt nach unten ab, längsfaserig
Stielbereifung: nicht bereift
Stielbasis: leicht verdickt, rund
Fleisch: rötlich-braun, faserig
Größe: Hutdurchmesser 1-2 cm, Stiellänge ca. 2-4 cm, Stieldurchmesser ca. 2,5 mm
Sporenpulverfarbe: Pantone 175U = ████
Geruch: spermatisch
Geschmack: nicht probiert
Nach Rücksparceh mit Dr. Ditte Bandini ist das der Struppige Risspilz (Inocybe lacera):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-0951
Selbstverständlich gab es auch Saftlinge - hier der erste - der Schleimfußsaftling (Hygrocybe glutinipes):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-0953
Ein Standard - der Gemeine Erd-Warzenpilz (Telephora terrestris):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-0958
Eins der Highlights dieses Gebiets. Wir kennen H. helobia insgesamt nur von zwei Standorten, die wir in den letzten beiden Jahren entdeckt haben. Die Art ist durch intensive Rottöne, deutliche Schüppchen auf dem Hut und mikroskopisch durch die langen Hyphen der Lamellentrama gekennzeichnet.
Sumpf-Saftling (Hygrocybe helobia):
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1004
Hübsche Graue Wulstlinge (Amanita excelsa) gab es wie immer auch:
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-19-1009
Und für die Pfanne war auch genügend da...
Perlpilz (Amanita rubescens):
☻
Die intensiv pinke Stielbasis machte uns zunächst stutzig...
☻
[/font]
[font="Arial"]
☻
[/font]
[font="Arial"]Weiter zum Teil 2[/font] -
Hi Andreas,
ein 99% Spadi - prima! Yeah!
Meld mich später bei Dir - den bauen wir in das Spadi-Assignment mit ein...
Dauert ein bisschen wegen totaler (leider nicht Pilz-mäßiger) Überlastung.
Beste Grüße
Dieter -
[font="Arial"]12.06.2016: Kleine Pilze und viele rote Schneiden
Liebe Pilz-Freunde,
an diesem Tag machte ich eine Kurztour im Regen...
Wider gab es einiges zu finden - vor allem kleine Pilzchen...
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-12-1441
[/font]
[font="Arial"]Ein sehr schöner winziger, eigenartiger Pilz, der nachdem klar war dass es eine Galerina ist einfach zu bestimmen war.
Später war klar: das war der Fund des Tages...
[/font]
[font="Arial"]Morphologische Daten:
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an Totholz Birke im Mischwald
Fundzeit: 12.06.2016
Wuchsform: einzeln
Hutform: spitzkegelig mit starkem Buckel
Huthaut: Zentrum rotbraun, nach außen heller werdend, glatt, leicht schmierig, Lamellen durchscheinend
Hygrophanität: ja
Hutrand: ohne Besonderheiten
Lamellen: gelbbraun, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: heller als Lamellen
Lamellen-Stielübergang: ausgebuchtet angewachsen
Stiel: orangebraun, längsfaserig, fest, hohl, mit tiefer weißer Ringzone, über der Ringzone etwas weiß befasert, unter der Ringzone weiß befasert
Stielbasis: verdickt
Fleisch: orangebraun im Stiel, rotbraun im Hut
Größe: Hutdurchmesser ca. 0,8 cm, Stiellänge 1,5 cm, Stieldurchmesser ca. 1,5 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: neutral
Geschmack: nicht probiert
Exsikkat-Farben: Hut mittelbraun, Lamellen und Stiel rötlich braun, nicht schwärzlich
[/font]
[font="Arial"]Mikrodaten:
Cheilos:
ampullenförmig, manchmal mit Kopf, manchmal nur Hals ohne Kopf, eine mit Schleimkappe gefunden
(21.1) 25 - 32.2 (35.1) x (5.6) 6.2 - 7.8 (8.1) µm
Q = (3.4) 3.5 - 4.9 (5.2) ; N = 17
Me = 28.7 x 7 µm ; Qe = 4.1
Cheilo-Hälse:
(1.2) 1.3 - 2.1 (2.2) µm
N = 13
Me = 1.7 µm
Cheilo-Köpfe:
(1.1) 1.9 - 3.1 (3.3) µm
N = 22
Me = 2.6 µm
[/font]
[font="Arial"]Basidien:
2-sporig, mit Basalschnallen
(18.8) 20 - 26.4 (27.1) x (6.7) 6.8 - 7.9 (8.1) µm
Q = (2.5) 2.7 - 3.4 (3.5) ; N = 7
Me = 22.7 x 7.4 µm ; Qe = 3.1
Sterigmen:
(3.6) 3.7 - 4.5 (4.8) µm
N = 7
Me = 4.1 µm
Basidolen:
(15.6) 16.9 - 23.1 (23.2) x (5.6) 6.1 - 7 (7.5) µm
Q = (2.7) 2.8 - 3.3 (3.5) ; N = 9
Me = 20 x 6.6 µm ; Qe = 3
[/font]
[font="Arial"]Sporen:
dickwandig, spindelig bis ellipsoid, leicht warzig
(8.4) 9.3 - 10.8 (11) x (4.4) 5.1 - 5.6 (5.9) µm
Q = (1.7) 1.8 - 2 (2.1) ; N = 36
V = (94) 128 - 174 (200) µm ³
Me = 10.1 x 5.3 µm ; Qe = 1.9 ; Ve = 150 µm ³
[/font]
[font="Arial"]Nach FN wirklich einfach zu schlüsseln:
1 > Key A p. 887 > 1 > 3 > 4 > 5 > Galerina ampullaceocystis
Ich präsentiere den wirklich tollen Erstfund: Flaschenzystidenhäubling (Galerina ampullaceocystis):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-12-1501
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an Totholz Eiche
Fundzeit: 12.06.2016
Wuchsform: gesellig
Hutform: spitzkegelig bis glockig, gerieft im Lamellenrhythmus
Huthaut: Zentrum grau, nach außen hin creme werdend, sehr fein weinrötlich befasert/gefärbt (nur mit Lupe sichtbar), Lamellen durchscheinend
Hygrophanität: nicht festgestellt
Hutrand: kantig
Lamellen: hellgrau, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: weinrot
Lamellen-Stielübergang: tief ausgebuchtet angewachsen und herablaufend
Stiel: weiß bis hellgrau, hohl
Stielbasis: ohne Besonderheiten
Fleisch: ohne Besonderheiten
Größe: Hutdurchmesser ca. 0,5-1,5 cm, Stiellänge 3-4 cm, Stieldurchmesser ca. 1-1,5 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: neutral, zerrieben ebenso neutral
Geschmack: nicht probiert
Das ist der Rotschneidige Helmling (Mycena rubromarginata):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-12-1536
[/font]
[font="Arial"]Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, im Moos im Mischwald
Fundzeit: 12.06.2016
Wuchsform: einzeln
Hutform: konvex
Huthaut: rotbraun, nach außen hin heller werdend, Lamellen durchscheinend
Hygrophanität: nicht festgestellt
Hutrand: kantig
Lamellen: weiß, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: weinrot
Lamellen-Stielübergang: tief ausgebuchtet angewachsen und herablaufend
Stiel: violettbraun, nach unten beige werdend, oben weinrot bereift, hohl
Stielbasis: ohne Besonderheiten
Fleisch: ohne Besonderheiten
Größe: Hutdurchmesser ca. 0,5 cm, Stiellänge 6 cm, Stieldurchmesser ca. 0,5 mm
Sporenpulverfarbe: weiß
Geruch: vergessen zu testen
Geschmack: nicht probiert
[/font]
[font="Arial"]Mikrodaten:
Sporen:
(8.8) 9.2 - 11.5 (12.5) x (5.7) 6.1 - 7 (7.4) µm
Q = (1.4) 1.45 - 1.76 (1.8) ; N = 50
V = (153) 175 - 281 (351) µm ³
Me = 10.4 x 6.5 µm ; Qe = 1.6 ; Ve = 232 µm ³
[/font]
[font="Arial"]Der Purpurschneidige Blut-Helmling (Mycena sanguinolenta):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-12-1551
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an Totholz (Baumart unbekannt)
Fundzeit: 12.06.2016
Wuchsform: gesellig
Hutform: flach, sehr stark gerieft im Lamellenrhythmus sodass Rand stark gewellt ist
Huthaut: Zentrum graubraun, nach außen hin beige werdend, sehr fein weinrötlich befasert/gefärbt (nur mit Lupe sichtbar)
Hygrophanität: nicht festgestellt
Hutrand: stark gewellt
Lamellen: hellgrau, mit Zwischenlamellen, Queradern am Grund angedeutet
Lamellenschneiden: weinrot
Lamellen-Stielübergang: ausgebuchtet angewachsen und herablaufend
Stiel: weiß mit rosastich, bereift auf ganzer Länge, hohl
Stielbasis: mycelfilzig
Fleisch: ohne Besonderheiten
Größe: Hutdurchmesser ca. 1,5-2 cm, Stiellänge 4-5 cm, Stieldurchmesser ca. 1,5 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: neutral
Geschmack: nicht probiert
[/font]
[font="Arial"]Und das ist noch mal der Rotschneidiger Helmling (Mycena rubromarginata):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-12-1604
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an Totholz (Baumart unbekannt)
Fundzeit: 12.06.2016
Wuchsform: gesellig
Hutform: konvex - fast glockig
Huthaut: hellbraun, sehr fein weinrötlich befasert/gefärbt (nur mit Lupe sichtbar), nach außen hin heller werdend
Hygrophanität: nicht festgestellt
Hutrand: weinrot gefranst
Lamellen: weißlich, mit Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: weinrot
Lamellen-Stielübergang: nicht untersucht
Stiel: grau mit rosastich, nach unten hin grau werdend, spitze bereift, hohl
Stielbasis: mycelfilzig
Fleisch: ohne Besonderheiten
Größe: Hutdurchmesser ca. 1-2,5 cm, Stiellänge 2-3 cm, Stieldurchmesser ca. 1,5 mm
Sporenpulverfarbe: nicht getestet
Geruch: neutral, zerrieben ganz leicht pilzig
Geschmack: nicht probiert
[/font]
[font="Arial"]Auch das war der Rotschneidige Helmling (Mycena rubromarginata):
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-12-1609
[/font]
[font="Arial"]Zur Abwechslung dann mal der Grünschneidige Helmling (Mycena viridimarginata):
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Fundnummer: 2016-06-12-1621
[/font]
[font="Arial"]Morphologische Daten:
[/font]
[font="Arial"]Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, auf Erde bei Laubbäumen
Fundzeit: 12.06.2016
Wuchsform: gesellig bis büschelig im Hexenring
Hutform: konvex, alt stark verbogen
Huthaut: gelb, nach außen hin heller werdend, glatt
Hygrophanität: ja
Hutrand: etwas gerieft
Lamellen: hell-Zitronengelb, mit Zwischenlamellen, inverse Y-Gabeln, sehr eng stehend
Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
Lamellen-Stielübergang: angeheftet
Stiel: gelb, glatt, hohl
Stielbasis: verdickt
Fleisch: gelb
Größe: Hutdurchmesser ca. 3-4 cm, Stiellänge ca. 3-5 cm, Stieldurchmesser ca. 3-5 mm
Sporenpulverfarbe: weiß
Geruch: zerrieben deutlich fruchtig
Geschmack: nicht getestet
[/font]
[font="Arial"]Mikroskpische Daten:
Sporen:
(4.5) 4.8 - 5.6 (5.8) x (2.6) 2.8 - 3.2 (3.3) µm
Q = (1.5) 1.6 - 1.9 (2) ; N = 25
V = (16) 21 - 30 (31) µm ³
Me = 5.2 x 3 µm ; Qe = 1.7 ; Ve = 25 µm ³
[/font]
[font="Arial"]Mit diesen schmalen Sporen und sehr hellem, einfarbigen Hut kann es nur der Hellhütige Waldfreund-Rübling (Gymnopus aquosus) sein:
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]
[/font]
[font="Arial"]Das war's für heute....
Beste Grüße
Dieter[/font] -
Hallo Pablo,
danke. (Für die Mitleser: Pablo meinte "Christensen Heilmann-Clausen" - The Genus Tricholoma (Fungi of Northern Europe 4))
OK, Birke nun auch im Tintling gefunden - dann ist alles klar. Nächste aus der Gruppe werd ich besser einordnen können.
Beste Grüße
Dieter -
Hallo zusammen,
Bei 2016-06-05-1405 glaube ich nicht an Tricholoma argyraceum. Das ist aber schon auch verflixt schwer, wenn man keine jungen Fruchtkörper mit velum dabei hat. Aber die Sporenform passt viel besser zu Tricholoma scalpturatum, auch wenn die Sporen noch unreif und damit zu klein sind.OK, das habe ich geprüft und da gehe ich mit - ist in meinem Archiv geändert.
Dafür scheint 2016-06-05-1439 allerdings Tricholoma scalpturatum zu sein: Da passt die Sporenform, das Beschriebene "minimale Gilben" (Tricholoma inocyboides gilbt stark, bei den hellen Farben der Art ist das noch kräftiger und auffälliger als bei T. scalpturatum) und vor allem: Die Farben, denn Tricholoma inocyboides ist generell nahezu weiß und vor allem ziemlich unschuppig.OK, auch hier gehe ich mit - geändert.
Bei der zweiten Kollektion würde ich vor Ort erst einmal nach der Birke forschen. Aussehen tut sie mMn durchaus wie T. inocyboides.Eine Birke gab es da nicht - nur Hainbuchen.
Kannst Du mir bitte die Quellenangebe für die Birke als Begleitbaum sagen? Ich konnte das leider nirgends finden.Beste Grüße
Dieter -
Da hast Recht Pablo.
Ditte und Andreas und Matthias - und all die anderen Gattunsexperten - Hut ab und immer wieder eine tiefe Verbeugung von mir.
Ich als totaler Amateur und Anfänger weiß noch nicht wo meine Reise hingeht.
Matthias zeigt mir Welten die ich nicht kannte. Jede Tour mit ihm ist ein Erlebnis.
Erst neulich zeigte er mir einen Pilz der aussah wie ein Nabeling "Das ist eigentlich eine Flechte..." und haute mir noch ein paar lateinsche Namen um den Kopf. Ich war begeistert...
Ob ich mich bei diesen vielen interessanten Pilzen auf eine Gattung spezialisieren werde weiß ich nicht, da mich einfach jeder Pilz fasziniert.
Aber auch andere Sachen faszinieren mich. Z. B. Elektronik und Mechanik und Musik und meine Kinder und alles was die Welt so an für mich "Wunder" hergibt.
Beste Grüße
Dieter
