Beiträge von Robby

    Danke Stefan, an Peziza hatte ich zunächst auch gedacht, aber nichts passendes in dieser Größenordnung und auf solchen Standorten gefunden.

    Es gibt natürlich viele Arten, aber die gängisten passen irgendwie nicht. Meine bisherigen Pezizafunde beschränken sich bislang auf Dungstandorte, z.B. Misthäufen...


    Grüße Robby

    Eine Stunde im Wald auf Hexensuche verbracht, ein einziger Flopp. Den einzigsten Pilzfund will ich euch aber nicht vorenthalten.


    Diesen Becherling würde ich grob als Kerbrandigen Napfbecherling (Tarzetta cupularis) benennen. Das Teil hat einen Durchmesser von lediglich 1,5 cm, Geruch angenehm fruchtig, leicht metallisch. Allerdings ein eher ungewöhnlicher Standort im Fichtenforst auf einem bemoosten Baumstumpf gewachsen.
    Sicherheit gibt es wohl nur mit Mikro - aber könnte das dennoch passen?



    Beste Grüße
    Robert

    Danke für Deine Bemerkung Ingo!

    Der olive Farbton dürfte an der Aufnahme liegen, allerdings fehlt tatsächlich die typische Riefung der Tubaria.

    Jetzt einen Tag später zeigt sich der Hut stark hygrophan. Hier noch zwei Fotos von heute...



    Gruß Robert

    Super Pablo!


    Hätte ich eigentlich selbst drauf kommen müssen. Hatte diesen Winter schon einige gefunden, aber immer alte Exemplare und z.T. tiefgefroren. Diese blutjungen Kerlchen haben sich wohl erst kürzlich entfalten und dadurch noch ihren Ring erhalten. Kein Fehler, wenn man Pilze in verschiedenen Alterstufen kennt...


    Danke Dir

    Grüße Robert

    Liebes Forum,


    folgende Art kann ich nicht so recht zuordnen. Gefunden heute auf einem Baumstumpf (Totholz Rotbuche Laubwald) in dichtem Moos. Hut 20mm, Stiel 30mm. Rand mit häutigen Velumresten und markantem Ring. Geruch unauffällig, leicht herb. Es waren etwa 5-6 Einzelexemplare, nicht büschelig. Stiel (unter der Lupe) mit weißen Längsrillen (Fasern?).






    Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen - besten Dank


    LG Robert

    Ganz lieben Dank euch Dreien für die Bestätigungen und den Hinweis auf die Pustelpilzchen - letztere habe ich mal als Neonectria coccinea mit Fragezeichen bei mir vermerkt. Mehr geht wohl nicht ohne Mikro...

    LG Robert

    Liebes Forum,


    im Auwald ist derzeit mächtig was geboten. Auf der Suche nach Judasohren haben wir eine Weide entdeckt, welche bis oben, selbst auf den kleinsten Ästen mit diesem Gesellen bewachsen war. Dachte zunächst an Judasohren, welche es hier in Massen gab, aber bei näherer Betrachtung sicherlich doch nicht. Wäre der Kreisel-Drüsling eine Option?





    Weiterhin gab es einen Baumstumpf in extrem luftfeuchtem Auwald (Schlucht) mit diesen Winzlingen. Die einzelnen Perlen sind maximal 1mm groß. Mein mitgeführtes Fotoequipment kam da leider an seine Grenzen, sorry. Ich hätte da jetzt auf einen Schleimpilz getippt, oder liege ich da falsch?




    Beste Grüße und ein erfolgreiches Pilzjahr euch allen!

    Robert

    Danke Ingo für den Hinweis - beim googeln entdeckt man da ja recht gruslige Erscheinungsformen...

    Heute konnte ich ein weit besser erhaltenes Exemplar entdecken, einfach faszinierend.



    Grüße

    Robert

    Perfekt - besten Dank für deine schnelle Antwort!

    Vielgestaltig ist recht treffend für diese Jungs, insbesondere wenn diese ihre besten Tage wohl schon hinter sich haben...


    LG Robert

    Liebes Forum,


    gestern auf einem Baumstumpf (Laubholz) ist mir dieses seltsame, wurstähnliche Gebilde aufgefallen. Anhand des benachbarten Gallertbecherling kann man die Größe etwa abschätzen.

    Ist das überhaupt ein Pilz? Ein Drüsling oder gar eine tierische Hinterlassenschaft? Vielleicht habt ihr ja eine Idee. Die Aufnahmen sind leider etwas bescheiden...





    Euch allen einen guten Rutsch nach 2022 - bleibt gesund!

    Grüßle Robert

    Besten Dank euch Beiden!


    Für mich war es interessant zu erfahren, dass hier der Stiel ein zu beachtendes Merkmal sein kann. Genial natürlich die grelle Farbe im Flutlicht.
    Anbei noch zwei weitere Aufnahmen - einfach nur so zum Anschauen.



    LG und noch einen schönen Sonntag!
    Robert

    Hallo liebes Forum,


    auf der Jagd nach Samtfüßen bin ich heute auf dieses sonderbare Gebilde gestoßen. Der etwa 2 cm große, auf einem bemoosten abgestorben Weidenstamm im Auwald wachsende Pilz sah in Natura eigentlich recht unscheinbar braun aus. Die Überraschung gab es beim Betrachten der Handynahaufnahme (mit Handylicht). Da gibt es normalerweise eigentlich keine Farbverfälschungen und manipuliert hab ich auch nichts. Aber dieses leuchtpink ist schon extrem.


    Natürlich wüßte ich gerne, was das für eine Art ist, aber v.a. interessiert mich, ob der Pilz irgendwie auf das Kunstlicht reagiert. Sowas gibts ja gelegentlich beim Anleuchten mit UV-Licht.



    Über eure Einschätzung würd ich mich sehr freuen - besten Dank schonmal...


    Grüßle
    Robert

    Ganz lieben Dank euch Dreien!

    tatsächlich sind da leichte Lilatöne Richtung Basis vorhanden. Beim Anschneiden war leider nicht mehr viel zu sehen - war dann doch schon etwas trocken..

    Egal - mit Laccaria sind wir uns jedenfalls alle einig. Interessant, wie variabel sich die Arten in dieser Gattung z.T. präsentieren. Missbildungen und Alterserscheinungen gibt es da wohl häufiger (ist mir zumindest bei L.amethystina öfters schon begegnet).


    Besten Dank nochmals und euch eine schöne Restwoche!

    Grüßle

    Robby

    Hallo liebes Forum,


    diesen heutigen Fund kann ich trotz markanter Merkmale überhaupt nicht einordnen. Standort war ein Laubwald (viel Hainbuche) auf Kalkboden (Muschelkalk). Es gab nur ein Exemplar, gewachsen im feuchten Laub.


    Auffallend die an Leisten erinnernden, weit stehenden und den Hutrand kaum erreichenden Lamellen. Hut ca. 3 cm, Stiel etwa 6 cm. Geruch angenehm pilzig. Auffallend der sehr harte, feste, dennoch hohle Stiel (gummiartig biegsam). Die schuppige Hutoberfläche erinnert stark an einen Körnchenschirmling - aber da passt ja der Rest in keinster Weise...





    Freue mich über jeden Hinweis - besten Dank schonmal


    Grüßle

    Robert

    Liebe Pilzfreunde,


    hier möchte ich euch ein wunderbares, herbstliches Pilzgericht vorstellen, welches ich kürzlich zubereitet habe. Das Rezept habe ich im Netz gefunden, aber den aktuellen Pilzfunden angepasst.


    Statt getrockneter Steinpilze hab ich getrocknete Glucke und für die frischen Pilze habe ich den Violetten Rötelritterling, Lachsreitzger, Trompetenpfifferling und Hallimasch verwendet. Das Essen war ein Gedicht und passt zur Jahreszeit. Beim Rosenkohl evtl. etwas sparsamer mit der Orangenschale umgehen, war bei mir etwas dominant...


    Besonders lecker war das Topping mit in Butterschmalz angebratenen o.g. Pilzen, fast schon frittiert. Aber Achtung, zwischen frittiert und verbrannt ist ein schmaler Grat.


    Ich hoffe, es ist okay, hier den Link zum Originalrezept anzugeben (sonst einfach löschen):

    Originalrezept



    Viel Spaß beim Nachkochen (Foto ist von mir)!


    Grüßle

    Robert

    Hi Pablo und Stefan,


    besten Dank an euch für die Hinweise. Ist ja wie in der Botanik auch, z.B. bei den Brombeeren oder den Habichtskräutern. Da gibt es auch zig Unterarten mit unklarer taxonomischer Einordnung. Meistens werden die Pflanzen dann in Artengruppen (agg.) zusammengefasst. Bei meinem derzeitigen Wissensstand wäre ich dagegen bei den Pilzen ja schon happy, wenn ich eine halbwegs sichere Gattungszugehörigkeit erkennen würde, ja bestenfalls die spec. agg., aber da bin ich leider noch weit von entfernt.


    Vielleicht kommt ja mal die Zeit, wo es sich auch für mich lohnt, tiefer in die Materie einzusteigen. Aber es reicht ja nicht, sich ein Mikroskop zu kaufen. Dieses muss man auch beherrschen. Dazu kommt das Beschaffen und studieren von Fachliteratur und Bestimmungsschlüsseln. Viel Geld und sehr viele Stunden input sind unumgänglich. Als Ergebnis erhält man dann einen (vielleicht) korrekten lateinischen Namen. Ein krasses Missverhältnis von Aufwand und Ergebnis. Aber das bringen Hobbies halt oft so mit sich und ich muss gestehen, dass auch mich das durchaus reizen würde. Aber vorerst reicht es mir vollkommen, makroskopisch Unterscheidbares - egal ob auf Art, Untergattungs oder Gattungsebene - einordnen zu können.


    Jedenfalls habt ihr mir zu diesem Fund viel Aufschlussreiches mitgeteilt, dafür ganz herzlichen Dank. Diesen Fund habe ich jetzt erstmal als H.crustuliniforme agg. mit Fragezeichen verbucht.


    Grüßle

    Robby

    Liebes Forum,

    dieser Pilz bereitet mir etwas Kopfzerbrechen. Dachte zunächst an einen Rasling oder Ritterling, was aber bei genauerer Betrachtung nicht sein kann.

    Jetzt bin ich eher bei Cortinarius oder Fälbling (evtl. tonblasser).

    Der Pilz wurde in einem Nadelwald auf einem moosigen, sehr feuchten Waldweg gefunden. Saures Milieu, zumindest die Umgebung und die Deckschicht des Weges, aber man weiß ja nicht, was als Unterbau verwendet wurde.

    Er riecht deutlich nach rettig und hatte eine sehr schleimige glänzende Huthaut (bei Nässe), leuchtend weiß mit einem Hauch ocker in der Hutmitte. Lamellen zimtfarben, fast frei, nur mit Zahn angewachsen. Stiel schuppig. Druckstellen bräunen. Sporenabdruck kakaofarben. KOH negativ am Stiel.






    Freue mich auf eure Meinung!

    Grüßle

    Robert

    Liebes Forum,

    erstmals habe ich mir diese Art etwas genauer angeschaut. Denke es müsste der Gifthäubling sein.

    Gestern auf Nadeltotholz in großer Anzahl gefunden. Geruch muffig, holzig. Würde mich über eine kurze Bestätigung freuen.






    Besten Dank!

    Grüßle

    Robert

    Hallo Werner,

    toll, dass Du einen Blick auf die Helmlinge geworfen hast. Ja, den Winterhelmling hatte ich zunächst auch auf dem Schirm. Dann hab ich eben heute Morgen diese weißen Kügelchen entdeckt. Jetzt, nach Deiner Einschätzung hab ich die Überreste wieder aus dem Kompost geborgen (war nicht lustig) zwecks eingehender Inspektion. Steinchen sind das nicht, aber eben auch keine Milch. Die Objekte waren an allen fünf Pilzen, die ich mitgenommen hatte, vorhanden. Hab den dringenden Verdacht, dass es sich um die Eiablage eine Insekts handeln könnte.


    Ganz lieben Dank für Deine nette Hilfe!

    Grüßle Robert

    Hallo zusammen,


    eine Helmlingsgruppe bereitet mir etwas Kopfzerbrechen. Gestern auf einem vermoderten Baumstumpf (wahrscheinlich Fichte, evtl. Rotbuche) gefunden. Geruch war schwach erdig bzw. rettigartig (nicht nitrös). Vor Ort konnte ich keine Milch feststellen. Heute Morgen waren aber kleine weiße Milchkügelchen zwischen den Lamellen ausgetreten. Im hohlen, fast schwarzen Stiel hingegen nicht. Hutdurchmesser bis 3 cm.

    Wäre evtl. Mycena galopus eine Option?






    Freue mich auf eure Meinungen - Danke!


    Grüße

    Robert

    Danke Pablo für Deine Einschätzung. Mein vermeintlicher Wurzelschnitzling dürfte wohl tatsächlich ein Ritterling sein. Sehr schöne Aufnahmen von Dir!

    Den Sto. vom Lacktrichterling behalte ich mal im Auge. L.amethystina kenne ich eigentlich in allen Altersstufen recht gut - passt mir hier irgendwie nicht so richtig...

    LG Robby

    Hallo zusammen,


    ich weiß, Anfragen zu Cortinarien sind anhand von Fotos meist unlösbar. Dennoch möchte ich zwei Funde von gestern zur Diskussion stellen. Ich gebe denen einfach mal Namen, welche m.E. evtl. passen könnten...


    1. Cortinarius variicolor - Erdigriechender Schleimkopf

    Fundort Mischwald mit viel Tanne und Fichte, eher nährstoffreich, durchaus auch kalkhaltig (Keupermergel). Geruch erdig oder nach staubigem Keller (meine Oma hatte so einen). Geschmack mild, nach einigem Kauen etwas unangenehmer Beigeschmack. Mit KOH leuchtend gelber Ring. Schleimig war da allerdings nichts, aber es war auch trockene Witterung.






    2. Cortinarius camphoratus - Bocks Dickfuss

    Moosiger Waldweg unter Fichten, bodensauer. Geruch widerlich mit Gummikomponente. Stielfleisch im oberen Teil lila. KOH negativ.



    Könnte man den Formenkreis um die genannten Arten so akzeptieren? Bessere Vorschläge?

    Besten Dank vorab!


    LG Robert