Beiträge von Karl W

    Liebe Dungpilzspezialisten


    Ich hänge Euch mal zwei Bilder mit jungen Exemplaren auf Pferdedung an, die ich als C. niveus angesehen habe. Leider kein Material gesammelt, da ich schon Rötlinge, Saftlinge, Täublinge und weitere "unechte" ;) Pilze zur Bearbeitung hatte und meine Kapazität erschöpft war. Nun tritt die Frage auf, ob C. niveus diese haarige Stielbeleidung überhaupt habe darf oder ob es sich um C. pseudoniveus handeln kann.


    LG Karl


    Post von Mausmann


    In Ermangelung von Styroporchips oder sonstigem Verpackungsmaterial war die Sendung mit Süßigkeiten ausgepolster :D Danke!


    Wichtigster Inhalt war ein nachgesammeltes Prachtexemplar mit eindeutig büscheligem Wachstum, welches ich noch im Garten bei Tageslicht fotografiert habe.


    Ich wurde leicht unsicher, da ich so seltene Arten auch nicht in allen Alterstadien gesehen habe, aber das Mikro gab Ausschluss. Clavulinopsis fusiformis war schon nach einem Blick auf die Sporen im Präparat raus, da diese länglicher waren als für C. fusiformis beschrieben.


    Zu anderen Arten der Gattung passten die Sporen in Verbindung mit büscheligem Wachstum aber auch nicht, also weiter.



    Keine Schnallen an der Basidienbasis


    und keine Schnallen an den Hyphen wiesen auf die Gattung Clavaria.


    Mit büscheligem Wachstum landet man unweigerlich bei Clavaria fumosa., wozu auch die Sporen passen. Die untersuchten Exempare waren absolut reif und enthielten massenweise Sporen, was eindeutig auf ältere Fruchtkörper hinweist und die gegenüber Frischfunden hellere Farbe erklärt.


    Das Päckchen enthielt noch eine rote Hygrocybe, die trotz Regen einen trockenen Hut und Stiel aufwies, was das Foto nicht eindeutig hergibt. Die Vermutung, dass es sich um H. helobia handelt kann ich bestätigen. Die deutsche Bezeichnung Knoblauchsaftling ist irreführend, da der Geruch nur außerordentlich schwach ist und allenfalls für Sekunden nach Aufbewahrung in einer kleinen Schachtel zu erahnen ist.


    Von allen trockenen Saftlingen hat nur H. helobia lang septierte Hyphen in der Lamellentrama (Boertmann 150 - 500 m µ). Die unseptierten Abschnitte auf dem Mikrobild haben eine Länge von ca. 280 m µ, was absolut passt


    Wie der Zufall so spielt hatte ich gestern noch H. helobia im Depot und konnte zur Sicherheit sehr schön die Sporen vergleichen.



    Herzlichen Glückwunsch zu zwei tollen Funden


    Karl

    Liebe Täublingfreunde


    Um die auch für mich unglaubliche Eifelexkursion abzuschließen, habe ich noch eine sehr seltene Art.


    Die Hutfarbe war schon im Feld als irgenwie besonders aufgefallen und die Vermutung von Felix hat sich bestätigt. Ein roter Täubling mit fast weißem Sporenpulver und mildem Geschmack. Sporen fein warzig mit dünnen Verbindungslinien, Hutdeckschicht ohne Dermatozystiden jedoch mit Primordialhyphen.


    Zvaraes Täubling oder auch Rubinroter Täubling (Russula zvarae)


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Entoloma sinuatum kann auch in frischem Zustand mal schuppige Stiele haben und auch gröbere Schuppen auf dem Hut habe ich bei älteren Exemplaren schon beobachtet. Die Lamellen bei jungen Exemplaren sind gelblich mit einem Stich ins orangefarbige. Die schöne Färbe ist bei Exemplaren mit reifen Sporen so nicht mehr erkennbar.


    Frank: das Ausporen solltest Du ruhig machen, auch wenn es an E. sinuatum keinen Zweifel gibt.


    @beili: Deine Pilze halte ich für Hebeloma sinapizans, Die Hutoberfläche erscheint eher schmierig und passt auch farblich überhaupt nicht. Sollte das tatsächlich E. sinuatum sein, sind die Bilder farbverfälscht und zum Vergleich leider nicht geeignet. Tut mir leid, wenn ich das so deutlich schreibe, aber bei einem gefährlichen Giftpilz halte ich das für wichtig.


    LG Karl


    @ Frank ich meine das du deine Fund als Entoloma sinuatum kannst ohne zweifeln nehmen .


    LG beli !


    Hallo beli


    Da bin ich Deiner Meinung, aber Deine Exemplare sehen eher wie Fälblinge aus. Kann natürlich auf dem Bild täuschen.


    LG Karl

    Liebe Täublingsfreunde


    Bei ca. 50 Arten an einem Tag dürfen natürlich die Weißtäublinge nicht fehlen. Der Schmalblättrige Weiß-Täubling (Russula chloroides) und der Gemeine Weiß-Täubling (Russula delica) werden über Blauschimmer in den Lamellen, Lamellenanzahl pro cm, Größe der Fruchtkörper und geringe mikroskopische Unterschiede getrennt. Von beiden Arten sind mehrere Varietäten beschrieben und es gibt fließende Übergänge, die eine sichere Bestimmung oft unmöglich machen.
    Weiß-Täubling (Russula delica agg.)


    Ein Bemerkenswerter Fund war jedoch ein Weißtäubling mit dotterfarbenem Sporenpulver, von dem bisher nur wenige deutsche Fundmeldungen bekannt sind. Ein echter Kracher, wie Felix bei seltenen Funden gerne betont.
    Gelbsporiger Täubling (Russula flavispora)


    Von den Schwärz-Täublingen bekamen wir gar fünf Arten zu sehen. Alle Arten der Gruppe schwärzen mehr oder weniger stark, wobei teilweise dem Schwärzen eine rosarote Verfärbung vorausgeht. Eine direkt schwärzende Art mit eigentümlichem Nachgeschmack ist der
    Menthol-Schwärz-Taubling (Russula albonigra)


    In allen Teilen sehr deutlich und direkt schwärzend, mit einem rosa Schimmer in den Lamellen und scharfem Geschmack ist der
    Lachsblättrige Schwärz-Täubling (Russula anthracina)


    Ein heller, milder Täubling im Buchenwald, der nur schwer von ähnlichen Arten zu trennen ist
    Cremeweißer Täubling (Russula faustiana)


    Ebenfalls hell, aber mit blassen Gelbtönen und sehr scharfem Geschmack
    Blassgelber Täubling (Russula raoultii)


    Unter der Schar von sehr scharfen, roten Täublingen mit fast weißem Sporenpulver entpuppte sich eine Gruppe mit erträglicher Schärfe unter Eiche, als Cremesporer.
    Schwachfleckender Täubling (Russula persicina)


    Am den nächsten Exemplaren wäre ich ohne die Aufmerksamkeit von Felix wohl vorbeigelaufen, da der Rotstielige Leder-Täubling (Russula olivacea) eine gewisse Ähnlichkeit und nicht immer deutliche rotviolette Töne am Stiel hat. Ein Kracher, aber das hatten wir ja schon :)
    Wildleder-Täubling (Russula sericatula)

    Sein Sporenpulver ist dotterfarben aber heller als bei R. olivacea, es fehlen die Röttöne am Stiel und die Phenolreaktion ist nicht rotviolett sondern braun.



    Als Rarität (Kracher) entpuppte sich ein weitere Fund. Im Feld noch als möglicher Purpurbrauner Ledertäubling angesehen, wies das cremefarbene Sporenpulver in eine andere Richtung. Geschmacksprobe nachgeholt brrrr <X
    Bitterster Täubling (Russula amarissima)


    In typischer Ausprägung recht gut zu erkennen ist ein scharfer Dottersporer
    Gefleckter Täubling (Russula maculata)


    Bei jungen Exemplaren ist eine makroskopsche Bestimmung kaum sicher möglich
    Gefleckter Täubling (Russula maculata)


    Ebenfalls zu den Dottersporern jedoch mit mildem Geschmack zählt der
    Hainbuchen -Täubling (Russula carpini)



    Zum Abschluss ging es noch zu einem bekannten Standort wo wir einen Täubling zu finden hofften, den Felix noch nicht selbst gefunden hatte. Der Täublingswahnsinn fand ein unglaubliches Ende. Mehr als 100 Fruchtkörper an einer Böschung unter einer Birke, die selbst mit Weitwinkel nicht zu erfassen gewesen wären
    Weicher Dotter-Täubling (Russula intermedia) Syn.: R. lundellii



    LG Karl

    Liebe Täublingsfreunde und solche, die es werden wollen :)


    Nach den Täublingen von Niederrhein https://www.pilzforum.eu/board…aeublinge-vom-niederrhein ist jetzt die Eifel an der Reihe.




    Wieder mit Rainer in der Eifel. In den letzten Tagen brach eine wahre Täublingsflut über uns herein, die kaum zu bewältigen war. Doch diesmal hat sich Russulaspezialist Felix Hampe zur Verstärkung angeschlossen. Ergebnis des Tages waren ca. 50 Täublingsarten fast ausschließlich aus Laubwäldern. Zum Glück war vieles schon aus der Vergangenheit bekannt jedoch mussten etliche Exemplare zur mikroskopischen Überprüfung eingesammelt werden. Beeindruckend war nicht nur die Anzahl, sondern auch die Häufigkeit zahlreicher Arten und so wurde auch uns gut bekanntes immer wieder mal abgelichtet.


    Zahlreich vertreten waren die auffälligen Goldtäublinge (Russula aurea)


    Ebenfalls an mehreren Stellen faden wir einen sehr scharfen, Täubling mit ockerfarbenem Sporenpulver. Bei trockener Witterung sieht man seine bereifte Hutoberfläche besonders schön.
    Scharfer Zinnober-Täubling (Russula rubra)


    Hier sieht man sehr schön seine starke Reaktion auf Guajaklösung


    Blassere Hutfarben besonders im Zentrum, weicheres zerbrechliches Fleisch, milden oder allenfalls schwach bitteren Geschmack und blass cremefarbenes Sporenpulver hat der
    Netzflockige Rosa-Täubling (Russula velutipes) inzwischen oft als R. aurora bezeichnet


    Hier sieht die feine flockige Stieloberfläche und eine charakteristische Farbreaktion


    Allgegenwärtig war ein großer Täubling mit mildem Geschmack und dotterfarbenem Sporenpulver. Trocken ist seine Hutoberfläche matt und die Hutfarben variieren von olivbraun bis weinrot in vielen Übergängen. Meistens weist sein Stiel mehr oder weniger weinrote Töne auf.
    Rotstieliger Leder-Täubling (Russula olivacea)


    Die Beschreibung jung oliv und später weinrot sehe ich mit dem nächsten Bild als widerlegt an. Bei der Art geht es kreuz und quer durcheinander. Charakteristisch ist jedoch die Reaktion des Fleisches


    Sehr ähnlich kann ein weiterer, ebenfalls milder Dottersporer aussehen. Auch diese Art ist extrem farbvariabel jedoch fehlt die Stielfärbung und die weinrote Phenolreaktion.
    Weißstieliger Leder-Täubling (Russula romellii)


    Immer wieder sahen wir den bekannten Frauentäubling, der überwiegend in seiner grünen Form zu finden war. Seine nicht brüchigen, speckigen Lamellen machen ihn jedoch leicht kenntlich. Augenscheinlich waren die Roten Wegschnecken in Urlaub und hatten nur einige kleinere Verwandte zurückgelassen ;)
    Frauentäubling (Russula cyanoxantha fa.)


    Weitverbreitet waren kräftige, mehr oder weniger ockerfarbige Täublinge mit stark gerieften Huträndern. Neben zwei Arten mit starkem Mandel- bis Anisgeruch gibt es Vertreter mit unangenehmem bis fast widerlichem Geruch. Der bekannteste Vertreter stand in einer Wiese unter einer alten Eiche und war durch seine windexponierte Position angetrocknet und dunkler als gewöhnlich.
    Stinktäubling (Russula foetens)


    Eine Kollektion mit ähnlichem Geruch jedoch wesentlich kleineren Fruchtkörpern wäre ohne das wache Auge von Felix wohl unbeachtet geblieben. Möglicherweise handelt es sich um eine aus Spanien beschriebene Art, die jedoch noch einer weiteren Überprüfung bedarf. Jedenfalls lohnt es sich zukünftig solche Kollektionen näher zu untersuchen.
    Arbeitsname ist vorerst noch Mini foetens


    Einen komplexen Geruch hat die nächste Art. Anfangs leicht anisartig jedoch spätestens bei Verletzung deutlich unangenehm. Beachtet man die braunen Punkte und Striche auf der Lamellenschneide ist der Name sofort klar.
    Morsetäubling (Russula illota)


    Den Abschluss von Teil 1 bildet eine in typischer Erscheinungsform unverwechselbare Art, die ich nur selten so schön gesehen habe.
    Grüngefelderer Täubling (Russula virescens)



    LG Karl

    Hallo Pablo


    Ein faszinierender Fund. Auch wenn ich nur selten Schlempilze bereite, hätte ich den auch fotografiert und mikroskopiert. Hoffentlich findet jemand einen passenden Namen.


    LG karl


    Boah, Russula Melzeri! Ganz großes Kino! Vor vielen Jahren wurde er mir mal im Schwarzwald bei einem Pätzold-Kurs gezeigt, selber konnte ich ihn noch nie finden. Auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch zum Fund!
    FG
    Oehrling


    Danke Oehrling
    Du kannst Dir sicher vorstellen, dass ich fast andächtig vor dem ersten kaum einen cm großen Fruchtkörper stand und bei genauem Hinsehen wurden es immer mehr :)


    Denn zinnoberroten Täubling ........ich finde ihn soooo fotogen.........sehe ich dieses Jahr auch häufig. Er riecht nach Bleistift und ist schon beim durchschneiden sehr fest. Wenn es Dir recht ist, dann würde ich ihn hier zeigen.......aber dann ist Schluß..........schließlich ist es Dein Beitrag. Ist es überhaupt der Zinnobertäubling?


    Hallo Heidi


    So wie Du es beschreibst, wird es wohl der Harte Zinnobertäubling sein. Sicherheit zur Unterscheidung des Ockerblättrigen Zinnobertäublings geben ein Sporenabwurf oder bei älteren Exemplaren die ockerfarbenen Lamellen. Auch die Huthaut lässt sich besser abziehen als beim Harten Zinnobertäubling.


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde


    Nach langer Flaute endlich mal wieder reichlich Täublinge in meiner näheren Umgebung. Man hätte man sich klonen oder von Standort zu Standort beamen müssen, um Alles in schönstem Zustand zu erwischen. Durch heftigen Wind waren viele Exemplare schon nach einem Tag wieder unkenntlich und verschrumpelt. Auch diesmal war ich wieder mit Rainer unterwegs verstärkt Durch Hans (Coprinusspezi) der uns zwei seiner Gebiete vorstellte. Einige schöne Kollektionen möchte ich Euch zeigen.


    Ein recht häufige Art, die meisten bei Eichen zu finden ist. Die cremefarbenen Lamellen täuschen darüber hinweg das ihr Sporenpulver weiß ist. Hier eine Kollektion mit extremen ockerfarbenen Flecken, die gewöhnlich nur spärlich vorhanden sind aber fast nie fehlen. Der Lamellengeschmack ist nur leicht aber deutlich scharf.
    Purpurschwarzer Täubling (Russula atropurpurea)


    Ein häufiger Birkenbegleiter, der seinen deutschen Namen zu unrecht trägt. Junge Fruchtkörper können von Beginn an fast weiß sein und ausgewachsene Fruchtkörper behalten ihre rote Farbe. Bei jungen Frk. ist der Lamellengeschmack scharf aber die Schärfe vergeht rasch.
    Verblassende Täubling oder Ausblassende Birken-Täubling (Russula exalbicans)


    Eine recht farbvariable Art die auch rein violett mit nur leicht aufgehellter, olivfarbiger Mitte auftreten kann und eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Frauentäubling hat. Durch brüchige Lamellen ist eine Verwechselung jedoch leicht zu vermeiden und die Lamellen sind zumindest am Alter cremfarben.
    Papageien-Täubling (Russula ionochlora)


    Sehr kompakt und fest mit kaum abziehbarer Huthaut und meist rot überhauchtem Stiel ist diese Art kaum zu verwechseln. Der in der Literatur angegeben Geschmack nach Zedernholz, der nach längerem Probieren auftreten soll, hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Hauptwirt bei uns ist die Buche.
    Harter Zinnober-Täubling (Rusula lepida) Syn.: R. rosea


    Hier noch junge Exemplare, die gerade aus dem Moos herausragen


    Eine ähnliche aussehende Art mit im Alter ockerfarbenen Lamellen und weniger festem Fleisch der oft unter Eichen votkommt ist
    Ockerblättriger Zinnober-Täubling (Russula pseudointegra)


    Ein weiterer roter Täubling der jedoch brennend scharf ist und der bei Verletzung und im Alter deutliche Gelbtöne annimmt ist am Niederrhein nicht häufig. Sein Hauptverbreitungsgebiet sind Kalk-Buchenwälder in denen er in diesem Jahr in Massen zu finden war.
    Gilbender Speitäubling (Russula luteotacta)


    Schubkarrenweise im Laubwald war die nächste Art zu finden. So typisch wie auf den folgenden Bildern ist eine Verwechskung kaum möglich. Leider verblassen die Pilze recht schnell, weisen dann eine bräunliche Hutmitte auf und der Reif verliert sich.
    Blaugrauer Reiftäubling (Russula parazurea)


    Ebenfalls zu den in deisem Jahr sehr häufig auftretenden Arten gehört ein Vertreter der Kammtäublinge. Er ist makroskopisch nur schwer von zwei ebenfalls weit verbreiteten Arten zu unterscheiden. Der Geschmack ist nicht scharf sondern allenfalls etwas kratzend und sein Geruch schwer zu beschreiben. Wenn man Glück hat, findet man eine kupferrote Verfärbung an der Stielbasis, die seine Verwechselungsarten nicht aufweisen.
    Kratzender Kammtäubling (Russula pectinatoides)


    Der Camembert-Täubling (Russula amoenolens) riecht ähnlich wie sein Name aussagt und ist im Geschmack sehr scharf. Der Milde Kammtäubling (Russula insignis) ist absolut mid im Geschmack und riecht angenehm fruchtig. Oft erscheint sein Hutrand etwas gelblich und auch sein Stiel weist häugfig gelbe Töne auf. Bei uns könne die drei Arten wild durcheinander auftreten.


    In manchen Jahren nur selten und als Einzelexemplar zu finden, scheint die folgende Art ein gutes Jahr zu haben. Die hellgelbgrünen, festfleischigen Fruchtkörper weisen oft violette Töne am Stiel auf und riechen etwas fischartig.
    Violettstieliger Täubling, auch Violettstieliger Pfirsich-Täubling genannt (Russula violeipes)


    Ebenfalls fischartig riecht ein weiterer in diesem Jahr recht häufiger Vertreter. Wie bei allen Arten seiner Gruppe verfärben sich Stiel und Lamellen bei Berührung bräunlich. Im Alter gehen die rotvioletten Töne meistens vollständig verloren und ich habe schon blass cremfarbene Exemplare gesehen.
    Fleischvioletter Heringstäubling (Russula graveolens)


    Das Beste kommt zum Schluss. Von dieser Art habe ich nur ein Dia mit 2 alten Fruchtkörpern aus dem Jahr 1998. Ein wunderschöner kleiner Täubling, der sich mir endlich mal in einer Traumkollektion gezeigt hat. Bei einem Hutdurchmesser von 0,5 -2,5 cm bezieht sich das Beste also nicht unbedingt auf die Sammler von Speisepilzen obwohl in 123pilze.de Sehr guter Speisepilz Relative Wertigkeit 1 angegeben wird :D
    Kleiner Reiftäubling oder Roter Samttäubling (Russula melzeri)


    LG Karl


    Hallo Mausmann


    Matthias Lüderitz ist natürlich eine erstklassige Adresse für ein derartiges Problem. Der kennt wahrscheinlich auch noch Arten, die aus dem üblichen Rahmen fallen oder noch nicht beschrieben sind :)
    Zur Literatur kann ich nicht anderes beitragen als Pablo
    Exemplare zur Untersuchung kannst Du mir gerne schicken wenn Du magst. Es gibt da mit C. flavipes = straminea noch eine blassgelbe Art mit fast runden Sporen.


    LG Karl


    PS. Adresse kommt mit PN

    Karl........oder jemand anders.......kannst Du mir sagen, wie lange die Tintenfische in etwa brüten?


    Hallo Heidi


    Ich habe die Hexeneier ja mit nach Hause genommen und in sehr feuchte Erde eingesenkt und diese auch feucht gehalten. Außerdem habe ich eine Plastikdose darüber gestülpt, damit die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt. Unter diesen Bedingungen traten Frk. nach 3 - 5 (7) Tagen auf.


    LG Karl

    Karl W, von drei Leuten wurden, von zwei Standorten mehrere Exemplare mikroskopiert, wir wollten auf Nummer sicher gehen, dass nicht irgendwo Var. subglobosa dabei ist.


    Alles klar :) dann habt ihr sicher auch darauf geachtet, dass keine Bogenschnallen an der Baiss der Basidien vorhanden sind. Die hat nur C. incarnata und bei C. rosea feheln sie.


    LG Karl


    Die von mir aufgeführten Arten können übrigens noch deutlich länger als 10 cm werden und hitzegeschädigt ist fragilis/vermicularis nicht mehr weiß und C. fumosa sowieso nicht.
    Die Bilder bei 123 passen farblich nicht zu meinen Funden von C. fusiformis. Selbst ältere Frk. verlieren nicht so extrem Ihre Farbe.


    Hinzu kommt, dass C. fudsiformis büschelig wächst und Deine Funde zeigen allenfalls geselliges Wachstum auch wenn man die Stielbasis nicht immer sieht. Ich bleibe daher vorerst bei meiner Annahme.


    LG Karl

    Hallo abeja


    Ich habe zwischenzeitlich typisch Schlankstielige Pfeffermilchlinge mit zugespitzter Basis gesammelt und zu meiner Überraschung wurde die Milch beim Eintrocknen blass grau. Die KOH-Reaktion war je nach Stelle des Frk. mehr oder weniger deutlich. Orange war sie eigentlich nur auf dem Hut an gelblich verfärbten Stellen :rolleyes: .
    Das bestätigt zunächst deine Beobachtungen. Gestern habe ich erfahren, das die Arten weder über den Habitus noch über Milchverfärbung oder KOH-Reaktion zu trennen sind.
    Eine sichere Trennung sei nur über die Huthautstruktur möglich.


    LG Karl


    https://link.springer.com/article/10.1007/s11557-013-0931-5


    Ich finde die Bilder farblich durchaus typisch, kann keinen Blaustich erkennen auf meinem Monitor.


    Hallo Andreas


    Ich habe ja auch nur von einem Bild geschrieben. Bild Nr. 3 hat zumindest auf meinem Monitor einen Blaustich. Der Rest passt.


    LG Karl

    Hallo Gerd


    Ich sehe nichts, das gegen R. decipiens spricht. Die braunfleckige, grauende Stielbasis passt gut und der Rest auch, wobei ich unterstelle, dass keine violettlichen Töne vorhanden waren, sondern ein Bild einen Blaustich aufweist.
    Da bei allen Fruchtkörpern die charakteristischen Flecken von R. maculata fehlen und diese Art auch meist Orangettöne aufweist, würde ich die ausschließen.


    LG Karl

    Hallo Maria


    Ich möchte den Igelstäubling nicht ausschließen, aber besonders beim Schnittbild erscheinen mir die Stacheln im Verhältnis zum Durchmesser sehr kurz. Einfach mal weiter beobachten, um sicher zu sein.


    Hier mal im Größenvergleich mit einer Bucheckern-Fruchtschale


    LG Karl

    Hallo Maria


    Ich stimme Stefan 100%ig zu. Momentan beobachte ich eine größere Gruppe und will täglich ein Bild machen um die Entwicklung festzuhalten. Das Ergebnis gibt es dann irgenwann hier zu sehen.


    LG Karl