Beiträge von Karl W

    Hallo Tuppie


    Man kann es ja auf dem Bild nicht so gut erkennen. Vielleicht sind das mit Pilzbrut beimpfte Getreidekörner und Du säst Weizen aus. Dann kannst Du Dir demnächst eigenes Brot backen. :D


    LG Karl

    Hallo Matthias


    Im Exsikkat waren Deine Fruchtkörper viel heller als meine C. fumosa die ich mal angelegt hatte, weshalb ich noch etwas nachgeforscht habe. In der Funga Nordica wird eine Clavaria amoenoides erwähnt, von der ich noch nicht gehört hatte. Nachdem ich las "Sp oblong ellipsoid to bean-shaped" habe ich die nicht weiter beachtet. Jetzt habe ich mir mal die Sporenzeichnung angesehen, die nichts von bohnenförmig zeigt und im Text gelesen "Frb. densely fasciculate, pale yellow" und auch "lengthwise centrallay compressed" Dass passt hervorragend zu Deinem Fund. Inzwischen habe ich auch eine Abbbildung gefunden, die super passt:
    https://www.researchgate.net/f…TK-1859-Photo-Tapio-Kekki Die Art ist wohl in Skandinavien verbreitet und aus Deutschland sind nur wenige Funde im Norden bekannt. http://www.pilze-deutschland.d…ner-ks-thind-anand-1956-1


    Wie Du siehst, hättest Du eingentlich mir die Art vorstellen müssen und nicht umgekehrt :D :D :D



    LG Karl

    Hallo Stephan


    Wirklich schade mit dem Akku. R. atropurpurea finde ich meistens mit etwas trüberen Farben und ohne das leuchtende Rot Deiner Kollektion. Deine Schilderung des Auffindendes von Wieseltäublingen kann ich aus eigener Erahrung bestätigen :D auch wenn das schon fast 20 Jahre zurückliegt.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Danke für Eure Glückwünsche und Kommentare, auf die ich aus Zeitgründen nicht einzeln eingehen kann, da ich schon wieder mit Täublingen aus der Eifel beschäftigt bin ;)


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde


    Seit 20 Jahren kenne ich diese Art aus der Literatur und es war mir nicht vergönnt, sie zu finden. Heute während einer Exkursion der AG Pilzkunde Niederrehin wurden gleich mehrere Exemplare entdeckt.


    Traubenstieliger Sklerotienrübling (Dendrocollybia racemosa)



    LG Karl


    Hallo Eike,


    E. sericellum hatte ich für mich ausgeschlossen. Selbst wenn die Lamellen breit angewachsen sein können, sind sie zumindest noch bauchig. Mirkos habe ich daher nicht verglichen. Ich bin schon recht sicher, das Claudopus stimmt.


    LG Karl



    Weissfilziger Nabelrötling (entoloma albotomentosum) ist das einzige was mir so einfällt.


    Der weißfilzige Nabelrötling passt makroskopisch nicht, wie Eike schon angedeutet hat. Außerdem hat die Art keine Schnallen und keine echten Zystiden. In der gleichen UG steht E. rugosum mit Schnallen, Zystiden und makroskopisch ähnlichem Aussehen. http://www.mycodb.fr/fiche.php?genre=Entoloma&espece=rugosum
    Soweit ich gelesen habe sollten die Sporen von E. rugosum wohl größer sein, als beim oben beschriebenen Fund.


    LG Karl

    Hallo Frank


    Ich bin da ganz bei Pablo. Du könntet noch probieren, ob der Pilz bei längerem Kauen bitter schmeckt. Bei Funden aus Kalk-Buchenwald habe ich das schon festgestellt, aber laut Literatur soll das nicht konstant auftreten. Die Verwechselungsarten schmecken mehlartig bzw. mild.


    LG karl

    Hallo Verena


    Dermoloa magicum ist eindeutig. Ich hatte 2011 etwas mehr Mühe mit der Bestimmung, da die Art im Pilzkompendium nicht enthalten ist, aber mit dem Gröger war es dann kein Problem. Toller Fund, von dem bisher nur wenige Einträge in Pilze Deutschlands gibt. Der deutsche Erstfund war wohl 2007 in Sachsen ist aber nicht eingepflegt.


    LG Karl

    Hallo Verana


    Vergleiche mal mit Dermoloma magicum. Zellige Huthaut wäre eindeutig, da diese bei Porpoloma hyphig ist. Die Sporen wären dann ebenfalls amyloid, wobei es in der Gattung Dermoloma auch Arten mit inamyloiden Sporen gibt. Die Stielschuppen sind bei D. magicum übrigens sehr unterschiedlich. Mal fast fehlend und mal so deutlich wie bei Deinem Fund.


    LG Karl


    http://www.bender-biotop.de/pi…2/_dermoloma_magicum.html


    hab noch welche im Beitrag https://www.pilzforum.eu/board/thema-wiesenpilze--26849 unten :)


    Gut gesehen, das ist Clavaria Krieglsteineri


    LG Karl


    Beide Arten können solch wollige Stiele haben, Karl.
    Habitus, Struktur der Hutoberfläche und Färbung sprechen für C. pseudoniveus.
    C. niveus ist das meiner Meinung nach nicht.


    Danke für deine Antwort Nobi, die sich auch mit der Auffassung von Hans deckt. Kann ich nur feststellen Schuster bleib bei Deinen Leisten oder besser (Täublingen und Wiesenpilzen) oder nimm demnächst Alles mit ;)


    LG Karl

    Liebe Pilzfeunde



    Mit dem Depot ist wie viele bereits wissen, mein Hauptexkursionsgebiet NSG Brachter Wald gemeint. Auf den mageren, meist sandigen Böden erscheinen im Sommer nur selten Pilze und die Hauptzeit ist Oktober/November. Wenn es aber mal im Sommer sehr regenreich ist und keine extremen Hitzeperioden zwischen den Regengüssen liegen und kein starker Wind auftritt, dann kann es richtig gut sein. Einige Bilder vom zweitbesten August seit dem Jahr 2000, möchte ich Euch gerne zeigen.


    Ein Pilz, der wohl nur in Verbindung mit Kiefern gefunden wird
    Kupferroter Gelbfuß (Chroogomphus rutilus) zählt wohl inzwischen zu Gomphidius


    Auch Schlauchpilze zeigten sich schon in beachtlicher Zahl
    Rotleuchtender Kissenbecherling (Pulvinula constellatio)


    Aus einer meiner Lieblingpilzgruppen gab es ebenfalls mehrere Arten in z. T. großer Zahl. Es handelt sich um Arten aus der Untergattung Leptonia, die im deutschen Sprachgebrauch mal Rötlinge und mal Zärtlinge genannt werden.
    Am Häufigsten war eine der Deutschen Verantwortungsarten, die an sieben Standorten auftrat
    Blaublättriger Zärtling (Entoloma chalybaeum)


    Ebenfalls mehrfach vertreten war eine Art, die sich durch dunkle Lamelleschneiden unterscheidet
    Gesägtblättriger Zärtling (Entoloma serrulatum)


    Sehr ähnlich aber schneller ausblassend und im jungen Zustand nur mikroskopisch zu trennen
    Schwarzschneidiger Rötling (Entoloma caesiocinctum)


    Helle Lamellen, deren Schneide blassbraun gefärbt ist und einen leutend blauer Stiel hat
    Dreifarbieger Zärtling (Entoloma poliopus)


    Nur in ganz jungem Zustand schwache Blautöne findet man beim
    Schmächtigen zärtling (Entoloma exile)


    Schließlich noch ein Winzling mit weniger als 1 cm Hutdurchmesser
    Bläulicher Zwergrötling (Entoloma cyanulum)


    Gut vetreten waren auch verschiedene Saftlinge. Die allgemein häufigste Art fand sich in verschiedenen Farben aber meist nur in Einzelexemplaren
    Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica)


    In größeren Gruppen zeigte sich da schon der Safrangelbe Saftling (Hygrocybe persistens/acutoconica)


    Auch von den trockenhütigen Arten gab es mehrere Gruppen. Mit herablaufenden Lamellen und etwas farbvariabel
    Pfifferlings-Saftling (Hygrocybe cantharellus)
    Hygrocybe cantharellus 12.08.17 Depot 3.jpg


    und die Art mit dem jung sattesten Rot
    Knoblauch-Saftling (Hygrocybe helobia)
    Hygrocybe helobia 12.08.17 Depot 4.jpg


    Zu Abschluss noch ein Einzelexemplar
    Papageien-Saftling (Hygrocybe psattacina)




    Und diesmal keine Täublinge? Doch einer geht noch :) Eine milde, rote Art die sowohl bei Birken als auch bei Fichten vorkommen kann und meist in der Hutmitte ockerlich entfärbt.
    Ziegelroter Täubling (Russula velenovskyi)


    LG Karl


    Hi,


    sagen wir mal so. Bisher hatte ich "leider" nur C. pseudoniea und die Funde sahen deinen Bildern sehr ähnlich; insbesondere der haarige Stiel. Aber beide Arten bekommst du über die Sporenform/Größe sehr gut und schnell getrennt. Inwieweit es da noch andere Unterscheidungsmerkmale gibt, bin ich leider überfragt. Zur Not noch mal zum Fundort gehen und reife Fruchtlörper einsammeln.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Stefan


    C. pseudonivea hatte ich bisher nur auf Rinderdung aber nie auf Pferdeäpfeln, deshalb war ich ja so unvorsichtig nichts mitzunehmen. Den Standort suche ich bestimmt bald wieder auf. Die Bilder sind aus dem Depot (NSG Brachter Wald).


    LG

    Liebe Dungpilzspezialisten


    Ich hänge Euch mal zwei Bilder mit jungen Exemplaren auf Pferdedung an, die ich als C. niveus angesehen habe. Leider kein Material gesammelt, da ich schon Rötlinge, Saftlinge, Täublinge und weitere "unechte" ;) Pilze zur Bearbeitung hatte und meine Kapazität erschöpft war. Nun tritt die Frage auf, ob C. niveus diese haarige Stielbeleidung überhaupt habe darf oder ob es sich um C. pseudoniveus handeln kann.


    LG Karl


    Post von Mausmann


    In Ermangelung von Styroporchips oder sonstigem Verpackungsmaterial war die Sendung mit Süßigkeiten ausgepolster :D Danke!


    Wichtigster Inhalt war ein nachgesammeltes Prachtexemplar mit eindeutig büscheligem Wachstum, welches ich noch im Garten bei Tageslicht fotografiert habe.


    Ich wurde leicht unsicher, da ich so seltene Arten auch nicht in allen Alterstadien gesehen habe, aber das Mikro gab Ausschluss. Clavulinopsis fusiformis war schon nach einem Blick auf die Sporen im Präparat raus, da diese länglicher waren als für C. fusiformis beschrieben.


    Zu anderen Arten der Gattung passten die Sporen in Verbindung mit büscheligem Wachstum aber auch nicht, also weiter.



    Keine Schnallen an der Basidienbasis


    und keine Schnallen an den Hyphen wiesen auf die Gattung Clavaria.


    Mit büscheligem Wachstum landet man unweigerlich bei Clavaria fumosa., wozu auch die Sporen passen. Die untersuchten Exempare waren absolut reif und enthielten massenweise Sporen, was eindeutig auf ältere Fruchtkörper hinweist und die gegenüber Frischfunden hellere Farbe erklärt.


    Das Päckchen enthielt noch eine rote Hygrocybe, die trotz Regen einen trockenen Hut und Stiel aufwies, was das Foto nicht eindeutig hergibt. Die Vermutung, dass es sich um H. helobia handelt kann ich bestätigen. Die deutsche Bezeichnung Knoblauchsaftling ist irreführend, da der Geruch nur außerordentlich schwach ist und allenfalls für Sekunden nach Aufbewahrung in einer kleinen Schachtel zu erahnen ist.


    Von allen trockenen Saftlingen hat nur H. helobia lang septierte Hyphen in der Lamellentrama (Boertmann 150 - 500 m µ). Die unseptierten Abschnitte auf dem Mikrobild haben eine Länge von ca. 280 m µ, was absolut passt


    Wie der Zufall so spielt hatte ich gestern noch H. helobia im Depot und konnte zur Sicherheit sehr schön die Sporen vergleichen.



    Herzlichen Glückwunsch zu zwei tollen Funden


    Karl

    Liebe Täublingfreunde


    Um die auch für mich unglaubliche Eifelexkursion abzuschließen, habe ich noch eine sehr seltene Art.


    Die Hutfarbe war schon im Feld als irgenwie besonders aufgefallen und die Vermutung von Felix hat sich bestätigt. Ein roter Täubling mit fast weißem Sporenpulver und mildem Geschmack. Sporen fein warzig mit dünnen Verbindungslinien, Hutdeckschicht ohne Dermatozystiden jedoch mit Primordialhyphen.


    Zvaraes Täubling oder auch Rubinroter Täubling (Russula zvarae)


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Entoloma sinuatum kann auch in frischem Zustand mal schuppige Stiele haben und auch gröbere Schuppen auf dem Hut habe ich bei älteren Exemplaren schon beobachtet. Die Lamellen bei jungen Exemplaren sind gelblich mit einem Stich ins orangefarbige. Die schöne Färbe ist bei Exemplaren mit reifen Sporen so nicht mehr erkennbar.


    Frank: das Ausporen solltest Du ruhig machen, auch wenn es an E. sinuatum keinen Zweifel gibt.


    @beili: Deine Pilze halte ich für Hebeloma sinapizans, Die Hutoberfläche erscheint eher schmierig und passt auch farblich überhaupt nicht. Sollte das tatsächlich E. sinuatum sein, sind die Bilder farbverfälscht und zum Vergleich leider nicht geeignet. Tut mir leid, wenn ich das so deutlich schreibe, aber bei einem gefährlichen Giftpilz halte ich das für wichtig.


    LG Karl


    @ Frank ich meine das du deine Fund als Entoloma sinuatum kannst ohne zweifeln nehmen .


    LG beli !


    Hallo beli


    Da bin ich Deiner Meinung, aber Deine Exemplare sehen eher wie Fälblinge aus. Kann natürlich auf dem Bild täuschen.


    LG Karl

    Liebe Täublingsfreunde


    Bei ca. 50 Arten an einem Tag dürfen natürlich die Weißtäublinge nicht fehlen. Der Schmalblättrige Weiß-Täubling (Russula chloroides) und der Gemeine Weiß-Täubling (Russula delica) werden über Blauschimmer in den Lamellen, Lamellenanzahl pro cm, Größe der Fruchtkörper und geringe mikroskopische Unterschiede getrennt. Von beiden Arten sind mehrere Varietäten beschrieben und es gibt fließende Übergänge, die eine sichere Bestimmung oft unmöglich machen.
    Weiß-Täubling (Russula delica agg.)


    Ein Bemerkenswerter Fund war jedoch ein Weißtäubling mit dotterfarbenem Sporenpulver, von dem bisher nur wenige deutsche Fundmeldungen bekannt sind. Ein echter Kracher, wie Felix bei seltenen Funden gerne betont.
    Gelbsporiger Täubling (Russula flavispora)


    Von den Schwärz-Täublingen bekamen wir gar fünf Arten zu sehen. Alle Arten der Gruppe schwärzen mehr oder weniger stark, wobei teilweise dem Schwärzen eine rosarote Verfärbung vorausgeht. Eine direkt schwärzende Art mit eigentümlichem Nachgeschmack ist der
    Menthol-Schwärz-Taubling (Russula albonigra)


    In allen Teilen sehr deutlich und direkt schwärzend, mit einem rosa Schimmer in den Lamellen und scharfem Geschmack ist der
    Lachsblättrige Schwärz-Täubling (Russula anthracina)


    Ein heller, milder Täubling im Buchenwald, der nur schwer von ähnlichen Arten zu trennen ist
    Cremeweißer Täubling (Russula faustiana)


    Ebenfalls hell, aber mit blassen Gelbtönen und sehr scharfem Geschmack
    Blassgelber Täubling (Russula raoultii)


    Unter der Schar von sehr scharfen, roten Täublingen mit fast weißem Sporenpulver entpuppte sich eine Gruppe mit erträglicher Schärfe unter Eiche, als Cremesporer.
    Schwachfleckender Täubling (Russula persicina)


    Am den nächsten Exemplaren wäre ich ohne die Aufmerksamkeit von Felix wohl vorbeigelaufen, da der Rotstielige Leder-Täubling (Russula olivacea) eine gewisse Ähnlichkeit und nicht immer deutliche rotviolette Töne am Stiel hat. Ein Kracher, aber das hatten wir ja schon :)
    Wildleder-Täubling (Russula sericatula)

    Sein Sporenpulver ist dotterfarben aber heller als bei R. olivacea, es fehlen die Röttöne am Stiel und die Phenolreaktion ist nicht rotviolett sondern braun.



    Als Rarität (Kracher) entpuppte sich ein weitere Fund. Im Feld noch als möglicher Purpurbrauner Ledertäubling angesehen, wies das cremefarbene Sporenpulver in eine andere Richtung. Geschmacksprobe nachgeholt brrrr <X
    Bitterster Täubling (Russula amarissima)


    In typischer Ausprägung recht gut zu erkennen ist ein scharfer Dottersporer
    Gefleckter Täubling (Russula maculata)


    Bei jungen Exemplaren ist eine makroskopsche Bestimmung kaum sicher möglich
    Gefleckter Täubling (Russula maculata)


    Ebenfalls zu den Dottersporern jedoch mit mildem Geschmack zählt der
    Hainbuchen -Täubling (Russula carpini)



    Zum Abschluss ging es noch zu einem bekannten Standort wo wir einen Täubling zu finden hofften, den Felix noch nicht selbst gefunden hatte. Der Täublingswahnsinn fand ein unglaubliches Ende. Mehr als 100 Fruchtkörper an einer Böschung unter einer Birke, die selbst mit Weitwinkel nicht zu erfassen gewesen wären
    Weicher Dotter-Täubling (Russula intermedia) Syn.: R. lundellii



    LG Karl

    Liebe Täublingsfreunde und solche, die es werden wollen :)


    Nach den Täublingen von Niederrhein https://www.pilzforum.eu/board…aeublinge-vom-niederrhein ist jetzt die Eifel an der Reihe.




    Wieder mit Rainer in der Eifel. In den letzten Tagen brach eine wahre Täublingsflut über uns herein, die kaum zu bewältigen war. Doch diesmal hat sich Russulaspezialist Felix Hampe zur Verstärkung angeschlossen. Ergebnis des Tages waren ca. 50 Täublingsarten fast ausschließlich aus Laubwäldern. Zum Glück war vieles schon aus der Vergangenheit bekannt jedoch mussten etliche Exemplare zur mikroskopischen Überprüfung eingesammelt werden. Beeindruckend war nicht nur die Anzahl, sondern auch die Häufigkeit zahlreicher Arten und so wurde auch uns gut bekanntes immer wieder mal abgelichtet.


    Zahlreich vertreten waren die auffälligen Goldtäublinge (Russula aurea)


    Ebenfalls an mehreren Stellen faden wir einen sehr scharfen, Täubling mit ockerfarbenem Sporenpulver. Bei trockener Witterung sieht man seine bereifte Hutoberfläche besonders schön.
    Scharfer Zinnober-Täubling (Russula rubra)


    Hier sieht man sehr schön seine starke Reaktion auf Guajaklösung


    Blassere Hutfarben besonders im Zentrum, weicheres zerbrechliches Fleisch, milden oder allenfalls schwach bitteren Geschmack und blass cremefarbenes Sporenpulver hat der
    Netzflockige Rosa-Täubling (Russula velutipes) inzwischen oft als R. aurora bezeichnet


    Hier sieht die feine flockige Stieloberfläche und eine charakteristische Farbreaktion


    Allgegenwärtig war ein großer Täubling mit mildem Geschmack und dotterfarbenem Sporenpulver. Trocken ist seine Hutoberfläche matt und die Hutfarben variieren von olivbraun bis weinrot in vielen Übergängen. Meistens weist sein Stiel mehr oder weniger weinrote Töne auf.
    Rotstieliger Leder-Täubling (Russula olivacea)


    Die Beschreibung jung oliv und später weinrot sehe ich mit dem nächsten Bild als widerlegt an. Bei der Art geht es kreuz und quer durcheinander. Charakteristisch ist jedoch die Reaktion des Fleisches


    Sehr ähnlich kann ein weiterer, ebenfalls milder Dottersporer aussehen. Auch diese Art ist extrem farbvariabel jedoch fehlt die Stielfärbung und die weinrote Phenolreaktion.
    Weißstieliger Leder-Täubling (Russula romellii)


    Immer wieder sahen wir den bekannten Frauentäubling, der überwiegend in seiner grünen Form zu finden war. Seine nicht brüchigen, speckigen Lamellen machen ihn jedoch leicht kenntlich. Augenscheinlich waren die Roten Wegschnecken in Urlaub und hatten nur einige kleinere Verwandte zurückgelassen ;)
    Frauentäubling (Russula cyanoxantha fa.)


    Weitverbreitet waren kräftige, mehr oder weniger ockerfarbige Täublinge mit stark gerieften Huträndern. Neben zwei Arten mit starkem Mandel- bis Anisgeruch gibt es Vertreter mit unangenehmem bis fast widerlichem Geruch. Der bekannteste Vertreter stand in einer Wiese unter einer alten Eiche und war durch seine windexponierte Position angetrocknet und dunkler als gewöhnlich.
    Stinktäubling (Russula foetens)


    Eine Kollektion mit ähnlichem Geruch jedoch wesentlich kleineren Fruchtkörpern wäre ohne das wache Auge von Felix wohl unbeachtet geblieben. Möglicherweise handelt es sich um eine aus Spanien beschriebene Art, die jedoch noch einer weiteren Überprüfung bedarf. Jedenfalls lohnt es sich zukünftig solche Kollektionen näher zu untersuchen.
    Arbeitsname ist vorerst noch Mini foetens


    Einen komplexen Geruch hat die nächste Art. Anfangs leicht anisartig jedoch spätestens bei Verletzung deutlich unangenehm. Beachtet man die braunen Punkte und Striche auf der Lamellenschneide ist der Name sofort klar.
    Morsetäubling (Russula illota)


    Den Abschluss von Teil 1 bildet eine in typischer Erscheinungsform unverwechselbare Art, die ich nur selten so schön gesehen habe.
    Grüngefelderer Täubling (Russula virescens)



    LG Karl

    Hallo Pablo


    Ein faszinierender Fund. Auch wenn ich nur selten Schlempilze bereite, hätte ich den auch fotografiert und mikroskopiert. Hoffentlich findet jemand einen passenden Namen.


    LG karl