Beiträge von Karl W

    Liebe Pilzfreunde,

    seit Jahren tritt eine Form des Schwärzenden Saftlings an meinem Gartenteich auf. Neben dem feuchten Standort sind dominierende Rottöne und geringe Größe Merkmale, die für eine Abtrennung als Form oder Varietät vom Schwärzenden Saftling (Hygrocybe conica) oder für eine eigene Art (Hygrocybe conicopalustris) sprechen. DNA-Untersuchungen werden es irgendwann ans Licht bringen. Ich freue mich über jeden Fruchtkörper selbst wenn ich ins Wasser steigen muss, um ihn so abzulichten wie diesmal:).

    LG Karl

    Hallo,

    für mich sind das geradezu klassische Runzelige Ackerlinge (Agrocybe rivulosa). Das Verhältnis von Stiellänge zu Hutdurchmesser, die recht kompakten Ringe auf dem ersten Bild, das fast büschelige Wachstum und die deutlich erweiterte Stielbasis sprechen jedenfalls sehr dafür.

    LG Karl

    Hallo Karl,


    ich hab schon 2 Sommer und Spätherbste in Sachsen als Phytobegeisterter miterlebt und die entsprechenden Brombeerroste kartiert. Aktuelle persönliche Fundzahlen in Sachsen 20:2 zugunsten von P. bulbosum. :D Ich musste ganz schön suchen, bis ich meinen ersten sächsischen Nachweis von P. violaceum (in Rathen gegenüber der Fischräucherei) hatte. ;)

    Hallo Stefan,

    danke für die Info. Wirklich erstaunlich, dass es sich bei Dir nahezu umgekehrt verhält als bei uns.

    LG Karl

    PS Du wohnst schon in einer komischen Gegend ==Gnolm7

    Hallo Stefan,

    warte mal den Spätsommer und Herbst ab. denn ich glaube das wird sich noch ändern. Hier ist es später im Jahr eine echte Herausforderung einen Brombeerbestand ohne P. violaceum zu finden :D

    LG Karl

    Hallo Stefan

    Hier in der Gegend ist P. violaceum die mit Abstand häufigste Art und besonders im Herbst allgegenwärtig. Zur Zeit macht sich die Art allerdings noch rar und ich konnte sie erst einmal notieren.

    LG Karl

    Hallo Peter

    sehr schöne Zusammenstellung. In der zweiten Reihe sieht man teilweise die nach vorne verbreiterte Lippe, die mir beim Einzelbild im ersten Beitrag fehlte. Möglicherweise hast Du da ausgerechenet das am wenigsten typische Exemplar eingestellt. Es ist in der Bilddarstellung ja auch nicht zu erkennen, ob die Ränder der Lippe nach hinten umgeschlagen sind, was ich allerdings so deutlich noch nicht beobachten konnte. Auch die Frage ob alle Blüten an einem Stängel genau so aussahen, kann letztendlich noch eine Rolle spielen. Ein insgesamt recht schwieriges Gebiet und bei der großen Zahl an mediterenen Arten, fand ich daher die Zweifel angebracht ;) . Das Thema Hybridisierung hat Pablo ja schon angesprochen, aber ich denke einige reine Hummeln sind sicher dabei.

    LG Karl

    Hallo Thorben,

    finde ich gut den mal zu zeigen. Wie der gewöhnliche Grauschimmel, den ebenfalls fast jeder schon gesehen hat, bleiben solche Arten meist unerwähnt.

    LG Karl

    Hallo Malone

    Das sind ja wunderbare Eindrücke :daumen:
    Das "Knabenkraut" zur Begrüßung ist die Pyramidenorchis oder auch Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis)
    Das noch geschlossene "Knabenkraut" halte ich für eine andere Art. Das könnte sich zu der Nr. 30 entwickeln. Mückenhändelwurz (Gymnadenia conopsea)
    Das erste Widderchen erinnert mich an das Beilfleck-Widderschen.
    Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum) kann in der Gegend auch die ähnliche Adriatische Riemenzunge (Himantoglossum adriaticum) sein. Hast Du dran gerochen?

    Hummelragwurz kann ich mir so nicht vorstellen. Bei der Hummelragwurz ist die Lippe zur Spitze hin verbreitert und nicht verjüngt. Tolle Aufnahme aber auf jeden Fall


    LG Karl

    Hallo zusammen,

    Ich sehe mir seit dem Erscheinen der Arbeit von den Bakker & Noordeloos also immerhin seit mehr als 10 Jahren die Rauhfussröhrlinge genauer an, ohne jedoch dabei die Arbeit von Lannoy & Estades aus den Augen zu verlieren. Bei Funden von Leccinum pseudoscabrum s.l. habe ich noch keine verwertbaren Unterschiede in der HDS gesehen obwohl ich, auch in Abhängigkeit der variablen Hutfarbe, immer wieder Kollektionen untersucht habe. Nachdem ich 2014 die abgebildete nicht zusammengestellte Kollektion fand, schaue ich in die Gruppe allerdings nur noch selten rein.

    LG Karl



    Liebe Pilzfreunde

    Julia Kruse (Jule) hat Ihr Buch über Pilze an Pflanzen fertiggestellt :daumen: Näher Informationen und eine Darstellung des Inhalts durch die Autorin findet ihr hier.

    LG Karl



    Faszinierende Pflanzenpilze

    Erkennen und Bestimmen

    Julia Kruse

    „Pflanzenpilze sind eine faszinierende und bemerkenswert artenreiche Gruppe innerhalb der Pilze. Wenn im Garten mal wieder die Kürbispflanzen schneeweiß überzogen sind oder der Birnenbaum vorzeitig seine Blätter mit auffällig großen runden Blattflecken fallen lässt, dann haben wir es mit Pflanzenpilzen zu tun. Allein in Deutschland sind mehrere tausend Arten bekannt. An fast jeder Pflanzenart kann mindestens ein Pflanzenpilz vorkommen, stellenweise sogar mehrere. Der Pilz lebt als Parasit auf lebenden Organen der Wirtspflanze und ernährt sich von ihr. Dieses durch brillante Bilder unterstützte Bestimmungsbuch stellt die ca. 500 wichtigsten und auffälligsten in Deutschland vorkommenden Pflanzenpilzarten vor und gibt weiterhin noch zusätzliche Informationen zur Biologie und Ökologie dieser Arten. Ein herausragendes Werk für Pilz- und Pflanzenfreunde, Gärtner, Land- und Forstwirte, Biologen sowie Naturschützer!“

    Erscheinungsdatum: Oktober 2018

    QM-Verzeichnis_2018_2_Halbjahr_Kruse_Faszinierende Pflanzenpilze.pdf

    Liebe Phytobegeisterte,


    Es ist vollbracht, die Vorschau zu meinem Buch ist nun endlich auf der Seite von Quelle & Meyer verfügbar. Ein Auszug aus den Neuheiten des 2. Halbjahres habe ich Euch als pdf und jpg angehangen.

    Ich hatte schon länger die Idee ein Buch für Einsteiger zu schreiben, um jedem Naturgucker, Biologen, Naturinteressieren, Botaniker und auch Mykologen dieses Thema näher zu bringen. Es ist eine Pilzgruppe die immer noch sehr wenig beachtet wird. Für viele handelt es sich dabei einfach nur um Schadorganismen die es zu bekämpfen gilt. Aber phytoparasitische Kleinpilze sind viel mehr und verdienen die Anerkennung als eigene Organismengruppe, die es auch zu schützen gilt. Die wenigen Parasiten die im Garten- und Landschaftsbau schädlich sind, sind nichts im Vergleich zu den zahlreichen Arten die einen in der Natur draußen erwarten. Man kann auf fast jeder Pflanzenart mindestens einen Pilz finden. Um diesen zu bestimmen, muss allerdings erstmal die Wirtspflanze bestimmt werden. Hier beginnt wohl auch das grundlegende Problem, weshalb viele diese Thematik eher scheuen. Botaniker beachten diese Pilzgruppe zu wenig, vielleicht auch weil sie gar nicht wissen dass es sie gibt und wie interessant sie eigentlich ist und Mykologen scheuen die Pflanzen/Wirtsbestimmung (natürlich gibt es auch Ausnahmen).

    Mein Buch soll den Einstieg in die Materie erleichtern und das Bewusstsein für das Vorkommen dieser Gruppe wecken. Man sieht nur das was man kennt und das stimmt. Bevor ich mich vor nun schon mehr als 10 Jahren angefangen habe mit dieser Thematik intensiver zu beschäftigen habe ich immer nur „Gesunde“ Pflanzen gesehen, die „Kranken“ habe ich gar nicht beachtet scheinbar. Das Buch kann natürlich nicht alle in Deutschland vorkommenden Phytoparasiten enthalten. Dies war auch gar nicht Ziel oder Intention meines Buches. Ich wollte die Lücke zwischen dem Einsteiger und dem Gebrauch vom Klenke & Scholler (2015) schließen. Mein Buch bildet ungefähr 500 verschiedene Phytoparasiten aus unterschiedlichsten Gruppen (Falsche Mehltaue, Echte Mehltaupilze, Brandpilze, Rostpilze und weitere) mit makroskopischen Fotos/Detailaufnahmen ab. Die Auswahl der Arten habe ich basierend auf meinen Erfahrungen getätigt. Es werden zum einen alle häufigen oder verbreiteten Arten abgebildet, die man regelmäßig finden kann, außerdem auch seltene auffällige Arten. Verwechslungsmöglichkeiten der jeweiligen Pilze sind immer im Text genannt. Ich habe bewusst auf die Darstellung von mikroskopischen Merkmalen verzichtet, da ich einen Feldführer schreiben wollte und niemanden abschrecken möchte. Ein Mikroskop braucht man wenn man mit Phytoparasiten anfangen möchte nicht zwingend, es reicht erstmal überhaupt ein Bewusstsein für diese Gruppe zu entwickeln und vielleicht hier und da mal einen Fund näher zu betrachten. Ich habe mich bemüht immer den Wirt abzubilden, auf dem die Art auch am häufigsten gefunden wird.

    Das Buch hat einen kleinen Einleitungsteil, in dem die verschiedenen Gruppen der Pflanzenparasiten vorgestellt werden. Um diese Pilze zu bestimmen ist es nämlich von Vorteil die Merkmale der Gruppen zu lernen um schon im Feld einen Brandpilz von einem Rostpilz unterscheiden zu können (das gelingt einem nach etwas Übung). Informationen zur Biologie werden natürlich auch gegeben, sowie ein kleines Kapitel zur Bestimmung und Sammeln der Arten. Ein Schlüssel zu den Hauptgruppen rundet das ganze ab. Weiterhin habe ich ein Kapitel über Phytoparasiten im Garten erstellt, indem die häufigsten Arten aufgezeigt werden. So kann jeder Interessierte sich erstmal über die Pilze im eigenen Garten an diese Thematik herantasten.

    Den größten Anteil im Buch nimmt natürlich der Bestimmungsteil ein. Sortiert ist dieser nach dem wissenschaftlichen Namen der Wirtspflanzen/Gattungen, die deutschen Namen sind aber ebenfalls gelistet und finden sich auch im Register mit den entsprechenden Seitenzahlen wieder. Innerhalb der verschiedenen Wirtspflanzen sind die Pilze nach Pilzgruppe und alphabetisch sortiert (Brandpilze, Echte Mehltaupilze etc.). Um den Einstieg zu erleichtern sind auch die Phytoparasiten mit deutschen Artennamen versehen. Einige Namen davon sind schon lange gebräuchlich, andere wiederum wurden für dieses Buch neu aufgestellt. Zu den jeweiligen Arten werden neben Habitus und Detailfotos Informationen zum Erscheinungsbild, jahreszeitlichem Vorkommen, Wirtspflanzen, Häufigkeit und Verwechslungsarten gegeben.

    Das Buch hat ein umfassendes Register mit allen wissenschaftlichen und deutschen Namen die im Buch auftauchen. Abgerundet wird das Buch mit einer phänologischen Tabelle, aus der man das jahreszeitliche Vorkommen der einzelnen Arten ablesen kann.


    Ich hoffe dass ich mit diesem Buch bei vielen von Euch das Interesse für dieses „Stiefkind der Mykologie“ wecken konnte und das der eine oder andere von Euch jetzt Lust bekommen hat sich mit der Thematik zu beschäftigen. Ihr dürft gerne Werbung für dieses Buch machen und die pngs oder auch das pdf verbreiten innerhalb von Eurem Freundeskreis, Pilztreffen etc.


    Viele Grüße,

    Julia

    Hallo Stefan,

    immer gut, wenn mal wieder was von einer interessanten, viel zu wenig beachteten Gruppe von Pilzen gezeigt wird. Deine Taphrina farlowia solltest Du allerdings umtaufen ;)

    aber Deine Freude über die Pfirsichkräuselkrankheit kann ich nun gar nicht nachvollziehen. Die hat mir einen wunderbaren

    Pfirsichbusch gekillt.:gheulen:

    Hallo Claudia

    Stefan zeigt aber doch Taphrina farlowii an Später Traubenkirsche und das ist eine aus Amerika eingeschleppte Art, die in unseren Wäldern teilweise zur Plage wird.
    Dein "Pfirsischkiller" nennt sich Taphrina deformans und nach meiner Beobachtung treiben die befallenen Pflanzen immer wieder neu aus.

    LG Karl

    Die rote halte ich für Orchis morio, die zwei gelben Orchideen könnten Orchis pallens sein. Gibt es dagegen Einwände?

    Hallo Ralph,

    Orchis pallens sollte keine gefleckte Lippe haben. Ich denke Du hast das Holunerknabenkraut (Dacthylorhiza sambucina) gefunden, welches in beiden Farben vorkommt.

    LG Karl

    Hallo Karl,

    tolle Zusammen- und Gegenüberstellung ... das muss man erst einmal "sacken" lassen.

    Da kann man ja immer wieder mal prima drauf zurückgreifen - mit den Hybriden haben wahrscheinlich die meisten "Orchideen-Gucker" riesige Probleme.

    Das sehe ich bei den Anfragen im Pflanzenbestimmungsforum - da antworten dann nur die ausgemachten Experten, die sich jahrelang damit beschäftigen und auch die kleinen Details einschätzen können.

    Hallo abeja,

    jetzt muss ich aber vorsorglich mal gegensteuern ;) Von einem Experten bin ich meilenweit entfernt. Ich zeige ja nur die Funde, bei denen ich relativ sicher bin und habe daneben jede Menge Funde, bei denen ich absolut im dunklen stehe. Meinen ersten Fund von Orchis militaris x Orchis anthropophora habe ich beispielsweise als Orchis simia angesehen und ein wirklicher Experte hat mich auf den Irrtum hingewiesen :). Auf Orchis militaris x Orchis purpurea hat mich ein gleichzietig anwesende wirklicher Experte aufmerksam gemacht.

    LG Karl

    Hallo Pablo,

    danke für´s Aufpassen. Das Gefleckte heißt natürlich D. maculata. Werd ich mal schnell korrigieren ;)

    LG Karl

    Hallo Christoph.

    danke für Deine tolle Arbeit. Bisher habe ich nur wenige Kollektionen untersucht, da zeitgleich mit dem Erscheinen der Semmelstoppelpilze einfach zu viele Täublinge auftraten, die dann Vorrang hatten. Ich werde in diesem Jahr mal genauer hinsehen ;)

    Die Problematik um die Antrage für den nächsten Kongress habe ich mitbekommen und ebenfalls dagegen gestimmt.

    LG Karl

    Hier würde ich auf Fingerwurz, Gefleckter, Breitblättriger oder Fuchs, tippen.:gzwinkern: Naja, also ich weiß es nicht.

    Aber immerhin, Gattung stimmt wohl!

    Hallo Brassella

    Eine Unterscheidung der drei genannten Arten nach einem Foto der Blüte ohne Laubblätter kann ich leider auch nicht vornehmen. Das breitblättrige Knabenkraut ist normalerweise dunkler in der Blüte, bevorzugt feuchtere Standorte und blüht etwa eine Woche früher. Ich kann mir meist nur am Standort ein Bild machen, wenn ich größere Populationen der genannten Arten sehe und Hybridbildung weitgend ausgeschlossen ist.

    Hier mal ein Bild einer Wiese wo D. maculata ss. l. und D. majalis gemeinsam vorkommen. Ein undurchdringliches Chaos.


    Hier ein reiner Bestand von D. fuchsii


    Bretiblättriges Knabenkraut (Dacthylorhiza majalis)



    LG Karl

    Sag mal, konntest du beobachten, was bei Wiki über Orchis simia steht: "Sicheres Zeichen für eine Hybride ist das Aufblühen von unten nach oben."? Bin mir nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Gilt das jetzt nur für Hybride mit O. militaris oder auch mit O. purpurea? Letzteres würde ja nicht zu deiner Aufsammlung passen...

    Hallo Verena

    Nach meiner Beobachtung blühen Hybriden und alle mir bekannten Arten von unten nach oben, was man bei voll aufgeblühten Exemplaren natürlich nicht mehr sehen kann. Ein schönes Beispiel dazu ist ja O. ustulata. Einzige Ausnahme ist die nicht hybridisierte O. simia, bei der sich Blüten auch im obere Teil des Blütenstandes früher öffnen. Das heißt allerdings nicht von oben nach unten, sondern unregelmäpig verteilt.

    O. purpurea


    O. militari


    O. simia


    LG Karl