Beiträge von Karl W

    Hallo Jürgen


    Die Darstellung sowie Kommentare und Bemerkungen gefallen mir gut. Ich esse zwar nur gelegentlich Steinpilze habe aber früher selber mal mit Einzelgerichten experimentiert. Bezüglich Waldchampignon, Perlpilz, Steinpilz, Riesenbovist, Schleiereule, Rauhfußröhrlingen, Parasol und Frauentäubling teile ich Deine Meinung. Besonders enttäuscht war ich von der Schleiereule. Ganz junge festfleischige Exemplare hatten schon einen üblen Nebengeshmack.


    LG Karl


    mit dem Bestimmen sind wir ja nicht weiter gekommen?


    Hallo magellan


    Dabei wird es ohne mikroskopische Untersuchung leider auch bleiben. Ich habe etliche gesicherte Kollektionen aus dem Kreis um phaeophthalma, die lediglich an der Stielbasis striegelig sind. Anderenfalls hätte ich an Deiner Kollektion sicher keine Zeifel geäußert.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Vielen Dank für Eure positiven Kommentare :)




    Mein Zahnarzt wird sich freuen. Ich bekomme den Mund gar nicht mehr zu. 8|


    Hallo Matthias


    Ich behalte dann mal einige Funde in der Hinterhand und Du schickst mir vor dem nächsten Zahnarztbesuch eine PN :D




    Besonders gefällt mir der Spitzhütige Faltentintling (tolles Foto!).
    Aber auch den Orangefuchsigen möchte ich gerne mal finden. Hast Du den auf saurem Boden entdeckt?


    Hallo Gerd


    Der Spitzhütige Faltentintling in diesem jungen Zustand hat mir auch gefallen und man muss sich ja nicht immer von prächtigen Farben blenden lassen ;)
    Oft wurde er ja nur als Varietät vom gewöhnlichen Faltentintling aufgefasst denn im Alter ist der makrokopische Unterschied geringer.


    Der orangefuchsige stand auf Kalk in einem Bereich mit Riesenrötling und Korallen.


    LG Karl


    Danke Dieter


    Das irre an dem Tag war ja, dass fast Alles so stand und wir nur Pilze dazu legen mussten damit man die Unterseite sieht. Hätten wir jedes Mal Kollektionen zusammensuchen müssen, wären wir nur halb so weit gekommen. Grundsätzlich hast Du jedoch recht. Ich versuche von einer Art möglicst verschiedene Alterzustände und Farbvarianten in einem Bild darzustellen was bei Massenvorkommen jedoch seine Grenze hat da es leicht passieren kann Mischkollektionen zu produzieren.
    Deine Art Pilze zu zeigen hat ja auch was. Zahlreiche Einzelbilder in verschiedenen Zuständen durch Detailaufnahmen ergänzt zeigt ja noch besser alle wichtigen Merkmale. So hat eben jeder seine Methode ;) .


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde



    Diesmal wieder mit Rainer unterwegs. Nachdem die Täublinge aus Laubwäldern in den letzten Berichten ziemlich dominiert haben, widmeten wir uns diesmal anderen Arten.


    Keine Täublinge, aber ein Bewohner ihrer Überreste Beschleierter Zwitterling (Nyctalis parasitica)


    Auf sehr magerem, flachgründigen Boden stießen wir auf einige Raritäten. Eine Art die ich erstmals fand, unterscheidet sich vom Riesen-Scheidenstreifling (Amanita ceciliae) unter anderem durch geringere Größe und die helleren Velumreste auf dem Hut.
    Hellschuppiger Scheidenstreifling (Amanita beckeri)


    Auf den ersten Blick denkt man beim nächsten Fund nicht unbedingt an einen Gürtefuss (Telamonie). Die schwarze KOH-Reaktion auf Hut, Stieloberfläche und Fleisch wies jedoch in die richtige Richtung.
    Wildschwein-Gürtelfuss (Cortinarius aprinus)


    Einer der Raslinge, der sich bei Verletzung schwarz färbt, ist schon durch seinen kräftigen Stiel sehr auffallend und in Verbindung mit rautenförmigen Sporen kaum zu verwechseln
    Derbknolliger Rasling (Lyophyllum rhopalopodium)


    Auf nacktem Erdboden stand auch der Weiße Erdwarzenpilz (Thelephora penicillata)


    Eigentlich vermeide ich ja Schlagschatten bei meinen Aufnahmen, aber diese Gruppe wurde durch eine Lücke im Blätterdach schön angestrahlt
    Herkules-Keule (Clavariadelphus pistillaris)


    In diesem Jahr ist wohl alles möglich. 4 verschiedene Saftlinge, einen der blaustieligen Rötlinge und 2 Wiesenkeulen im Wald. Leider vielfach schon nicht mehr fotogen. Sehen lassen konnte sich allerdings noch der
    Kirschrote Saftling (Hygrocybe coccinea)


    und die Wurmförmige Wiesenkeule (Clavaria fragilis)


    Das schrie geradezu nach einem Abstecher auf eine Wiese. Auf einer noch ungemähten Wiese entdeckten wir im hohen Gras zwei schöne Kollektionen. Ein Rötling ohne Zystiden und mit ungerieftem Hut war schon etwas ausgeblasst.
    Blauschwarzer Rötling (Entoloma atrocoeruleum)


    In Topzustand hingegen war der Grünlichgelbe Saftling (Hygrocybe citrinovirens)


    Zurück im Wald. Für mich ein neuer Fund in der Eifel war der tödlich giftige
    Orangefuchsige Raukopf (Cortinarius orellanus)


    Nur wenig entfernt standen graue Ritterlinge, die sich durch ihre radialfaserigen Hüte von ihren oft schuppigen Verwandten unterschieden. Spitz gebuckelte Hüte und sehr scharfer Geschmack waren weitere Merkmale.
    Brennender Ritterling (Tricholoma virgatum)


    Seinen Namen alle Ehre machte der Riesenrötling (Entoloma sinuatum)


    Ein wunderschöne Koralle mit rotvioletten Spitzen ist noch nicht sicher bestimmt. Wahrscheinlich handelt es sich um die
    Hahnenkamm-Koralle (Ramaria botrytis)


    Sehr zahlreich zeigte sich ein Stacheling im Buchenwald, der mir zum ersten Mal begegnete
    Gezonter Korkstacheling (Hydnellum concrescens)


    Der einzige Dickröhrling des Tages war der Weinrote Purpurröhrling (Rubruboletus rubrosanguineus)


    Auf dem Rückweg zum Auto fand sich unter Zitterpappeln ein schönes Grüppchen von Rauhfüßen ohne gefärbte Stielschuppchen
    Espen-Rotkappe (Leccinum albostipitatum)


    Am Wegrand eine Gruppe von Pilzen, die dem bekannten Faltentintling nah stehen
    Spitzhütiger Faltentintling (Coprinopsis acuminata)


    Noch ein kurzer Abstecher in einen Fichtenwald. In den Kinderschuhen steckte ein Stacheling mit ansiartigem Geruch und blauendem Fleisch
    Wohlriechender Korkstacheling (Hydnellum suaveolens)


    Ein gewöhnlich unter Kiefern wachsender Täubling hatte sich in den Fichtenwald verirrt und wurde sicherheitshalber mikroskopiert
    Blutroter Täubling (Russula sanguinaria)


    Weiterhin fand sich ein Täubling mit scharfem Geschmack und fruchtigem Geruch
    Stachelbeer-Täubling (Russula queletii)


    Einer muss der letzte sein. Ein kleiner, milder Täubling mit bei Reife ockefarbenen Lamellen
    Geriefter Weichtäubling (Russula nauseosa)



    LG Karl

    Hallo Karl-Heinz


    Da ich kein PSV bin ist mir diese Handhabung natürlich nicht geläufig. Am Besten schreibst Du die betrefenden PSV direkt an, wenn es Dich interessiert. Es sind ja auch noch einige in der Karte, die keine APN-Mitglieder sind.


    LG Karl


    Seit das enorme Pilzwachstum eingesetzt hat, habe ich fast täglich Notrufe, die die Notrufzentralen an mich vermittelt haben. Darunter sind Anrufe aus Dortmund, Köln, Düsseldorf, Mönchengladbach! u. mehr. Ich habe fast den Eindruck, dass ich diesbezüglich hier im größeren Umkreis "Einzelkämpfer" bin. Ist Dir bekannt, wer von der APN noch bei den Giftnotrufzentralen gelistet ist?


    Hallo Karl-Heinz


    Ich denke die findest Du hier https://www.pilzfreunde.eu/mehr/psv-uebersichtskarte.html und auf der DGfM-Seite.


    LG Karl


    [font="Arial, sans-serif"]Ich für meinen Teil kann Pilze nur bestimmen, wenn ich mindestens einen, besser eine Kollektion in unterschiedlichen Entwicklungsstadien vor mir liegen habe. Mit dieser Vorgehensweise gehe ich auch ziemlich sicher, dass ich einen Schneckling nicht als Täubling bestimme.
    [/font]
    [font="Arial, sans-serif"]Ich gebe allerdings zu, dass ich mich mit der Gattung Clitocybe noch nicht eingehender beschäftigt habe, allerdings scheint das bei Dir ja auch so zu sein.[/font]


    Hallo Karl-Heinz


    Jetzt wirst Du langsam albern. Das Thema Täubling - Schneckling habe ich längst erläutert, was Du gerne nachlesen kannst und Spekulationen über meine Beschäftigung mit der Gattung Clitocybe kannst Du anstellen so lange es Dir Spaß macht. Ich hoffe, dass Dich Dein Wissen weiter glücklich macht und werde mich zu weiteren Kommentaren von Dir nicht mehr äußern.


    LG Karl

    Hallo Ulla


    Ein wirklich beneidenswerter Fund, der in diesem Zustand weit oben auf meiner Wunschliste steht. Habe ich nur einmal mit abgeregneten Hutflocken und ausgeblassten Lamellen gesehen aber mich darüber auch schon riesig gefreut.



    LG Karl


    PS Bei welchem Maler lässt Du arbeiten :D


    Hallo Karl,


    wie es den Anschein hat, war der Pilz so weit im Substrat und wurde zum Fotografieren freigelegt.
    Welche Clitocybe deiner Einschätzung nach wäre denn striegelig über den halben Stiel?


    Ach Karl-Heinz, wie einfach stellst Du Dir den Pilzbestimmung vor und dann auch noch bei Trichterlingen. Nur weil ich auf ein ungewöhliches Erscheinungsbild hinweise, muss ich doch nicht unbedingt schon die Alternative parat haben.


    LG Karl


    Hallo Dieter


    Bevor Du dir so vile Arbeit machst, musst Du doch Klarheit über die Stielbekleidung haben. Wenn Du schreibst sehr wenig gefunden, kann das ja eine Art aus der Gruppe mit gemischter Stielbekleidung sein.


    LG Karl


    Hallo Karl-Heinz


    Aber doch nur den im Substrat eingesenkten unteren Teil und nicht den halben Stiel, wie oben zu sehen. Falls das jemand nachvollziehen möchte, bittte unter dem heute gültigen Artnamen phaeophtalma :)


    LG Karl


    Hallo Karl,
    der Sporenabwurf ist noch da, ich hatte über Weiß und Schwarz absporen lassen. Sieht im Original ganz typisch aus wie in Pilze der Schweiz. Kommt aber im Foto leider nicht rüber, die sind beide etwas zu hell. Dsa erste ohne Blitz im Zimmer, etwas versucht die Farbstiche rauszubekommen, das zweite geblitzt.


    Hallo Rainer


    Zum Vergleich der Sporenpulverfarbe bringe ich das SPP auf einen Objektträger, schiebe es zu einem Häufchen zusammen und lege einen zweiten Objektträger drauf. Dann verschiebe ich die Objektträger gegebeinander bis sich eine dünne, gleichmäßige Schicht bildet. Die Objektträger kannst Du dann zum Vergleich über die Farbtafel legen.


    LG Karl


    Hallo, Karl!


    Einen Sporenabwurf haben mir die oben gezeigten Pilze verweigert. Obwohl es eigentlich reichlich Sporen gab, und da eben immer wieder Verbindungen zwischen den einzelnen Graten. Was ja einer der Punkte war, wegen denen ich dann zu der Bestimmung kam.


    Hallo Pablo


    Nur um nicht falsch verstanden zu werden. An L. romagnesii habe ich keinen Zweifel


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Welche Sporenpulverfarbe haben Deine R. zonarius? Ich hatte gestern helle Exemplare mit SPP dass deutlich dunkler war als in Pilze der Schweiz bei L. zonarius abgebildet. Leider habe ich keinen Sporenabwurf von typischen L. zonarius.


    LG Karl

    Hallo magellan


    Nr. 3 ist der dickblättrige Schwärztäubling, der sich zuerst langsam rosa und dann schwarz verfärbt. Da jast Du nicht lange genug gewartet :)
    Nr. 4 ist klar
    Nr. 5 ist eher der Knopfstielige Rübling jedoch keinesfalls der Spindelige.


    Die weißen "Korallen" sind nicht bei den Echten Korallen (Ramaria) zu suchen, sondern bei Clavulina. Wahrscheinlich ist C. rugosa dabei und mit den verzweigten Spitzen C. coralloides


    Die Büschel mit dominant gelben Tönen gehen in Richtung R. flaccida, die mit Grüntönen in Richtung R. abietina


    Bei dem Trichterling habe ich Zweifel an Deiner Bestimmung, da ich C. hydrogramma nicht mit striegeliger Stielbasis kenne.


    LG karl


    Joah, und wie das oft so ist - als ich den Hang verlasse und zum Auto zurückwill, haut es mich komplett aus den Schuhen:
    ein Hydnellum, fernab jeglichen Nadelbaums (am ganzen Hang gibt es nur Buche, Eiche und Hainbuche!):


    Demnächst muss ich noch mal an diese Stelle, wenn die Fruchtkörper reif sind und Sporen haben. Dann kann ich die vielleicht auch bestimmen.


    Hallo Stephan


    Ich hatte gestern mit Rainer an einem ähnlichen Standort Hydnellum concrescens. Sieht Deinem Fund zuindest täuschend ähnlich.



    LG Karl


    Eben mit den Sporen tue ich mich schwer in der Gruppe (also die mit den großen, weit abstehenden Graten), was aber auch an bisher nur sehr wenigen untersuchten Funden liegt. zB pterosporus habe ich noch gar nicht selbst untersucht. Verbeeken, Heilmann-Clausen & Vesterholt ziehen da noch weitere Merkmale hinzu (eben Farben, Hutrunzeln, Hutrand, Habitus); aber ob das auch die beste Referenz ist, das weiß ich nun eben nicht so genau.
    Immerhin kam auch differenzialdiagnostisch mit Gröger geschlüsselt bei diesen Pilzen romagnesii raus:


    Hallo Pablo


    Mit den Sporen habe ich mich früher auch schwer getan. Mann muss schon etliche Sporen aus einem Abwurf beobachten und fleßig fokussieren. Bei L. romagnesii sieht man dann neben den Graten immer wieder Querverbindungen wenn auch bei weitem nicht bei jeder Spore. Bei L. pterosporus hat man die umlaufenden Grate und seltener Verbindungen. Nach aufmerksamem Lesen in der Arbeit von Verbeeken, Heilmann-Clausen & Vesterholt und wenn man mal beide Arten unter dem Mikro hatte, wird das sehr gut nachvollziehbar. Am Besten Du verwahrst mal Sporenpulver von L. romagnesii bis Du L. pterosporus findest.


    LG Karl


    nee, das sagt er seit ein paar Tagen nicht mehr, weil er mittlerweile gemerkt hat, dass der Wald in Hohenlohe in Sachen Täublinge auch ordentlich was kann. :D


    Freut mich, das es bei Dir auch losgeht und Deine Berichte habe ich bereits gelesen



    Was für Farben, lieber Karl, und was für schöne Fotos und Funde! Toll!


    ABER: Findest du das richtig, beiläufig zu bemerken, dass da auch Risspilze rumstanden und dann keine zu zeigen? Hm? Da muss ich doch schwer protestieren... :) .


    Danke für das Kompliment und den Einwand mit den Risspilzen habe ich auch von climbingfreak erwartet :D Es war einfach zu viel, um Alles zu machen. Wir haben leider aus Zeitgründen auch tolle Kollektionen von weiteren Gattungen nicht fotografieren können ;)




    Den Wald habt ihr aber sowas von im richtigen Moment erwischt; Cortinarius humicola zB steht schon seit langem auf meiner Fundwunschliste. :thumbup:
    Tolle Aufnahmen und was zum Nachhaken hab' ich auch gefunden: Die Hutränder bei Lactarius romagnesii waren ungerippt? Weil nach der FNE - Monografie (mit der ich mich meistens den Milchlingen nähere) scheint das ein wichtiges Trennmerkmal gegenüber Lactarius pterosporus zu sein (bei ziemlich ähnlichen Sporen), neben der dunkleren Färbung. Lactarius ruginosus wäre noch blasser mit ebenfalls geripptem Hutrand und ein (für die Gruppe) eher kleines Pilzchen.
    Aber ich denke, mal, mit der Färbung kommt auch ohne deutlich gerippte Hutränder kein Lactarius pterosporus mehr in Frage.


    Hallo Pablo, ich kenne L. romagnesii nur schwach bis ungerippt und L. pterosporus mit runzliger Hutmitte. Die Arten sind bei manchen Kollektionen oft nur durch den direkten Vergleich der Sporen nebeneinander zu trennen. L. ruginosus kann auch sehr dunkel sein, aber der Rand ist richtig gekerbt. Leider ist auch L. azonites manchmal in der Mitte schwach gerunzelt und etwas gerippt können die Ränder aller Arten gelegentlich sein. Ohne mikroskopische Absicherung benenne ich nur äußerst selten einen Fund.


    Mich erstaunt vor allem das Massenaufkommen im Nadelwald - bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich in den Laubwäldern einiges regt, aber in den Nadelwäldern so gut wie nichts.


    Hallo Gerd, spare Dir die Nadelwälder, da war doch nur R. integra


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde


    Ja, Ihr lest richtig. Diesmal war Rainer nicht dabei aber er hatte den entscheidenden Hinweis auf einen unglaublichen Wald gegeben.
    Zum Auftakt ging es noch auf einen mageren Wiesenstreifen, von dem wir uns aber bald wieder losgerissen haben. Bei mehr als 50 Exemplare dieses schönen Pilzes hätte man alleine schon zwei Stunden zubringen können.
    Braungrüner Zärtling (Entoloma incanum)


    Nicht minder schön und ebenfalls reichlich war ein blaustieliger Vertreter der Rötlinge, der sich erst nach mikroskopischer Untersuchung zu erkennen gab. Der gebräuchliche Deutsch Name ist irreführend, da die Art auch im Flachland gefunden werden kann.
    Montaner Blaustiel-Zärtling (Entoloma sodale)


    Mit blauschwarzem Hut, befasertem, blaugrauen Stiel und weißen Lamellen ohne gefärbte Schneide zeigte sich eine weitre schöne Art.
    Rabenshwarzer Rötling (Entoloma corvinum)


    Jetzt aber ab in den Wald wo uns zunächst mal die Spucke weg blieb.


    Der Ausschnitt wäre ja noch zu verkraften gewesen aber das zog sich hin soweit das Auge reichte. Um den Überfluss perfekt zu machen, standen dazwischen noch braune Milchlinge, diverse Risspilze, zahlreiche Cortinarien und diverse Kleinpilze wie z. B. Helmlinge. Was tun, um sich nicht zu verzetteln?????? Machen wir eben nur interessante Täublinge die nicht so häufig sind und Milchlinge. Der Vorsatz war jedoch schnell vergessen, da etliche Arten in verschieden Altersstufen und fast unversehrt waren.
    Sicher keine seltene Art und dazu noch an seiner satt roten Farbe und dem harten Fleisch gut zu erkennen. An so einer Gruppe von frischen Exemplaren ohne Schneckenfraß kann man doch nicht vorbeigehen.
    Harter Zinnober-Täubling (Russula lepida)


    An seinem stark gerieften Hutrand in Verbindung mit anisartigem Geruch erkennt man den
    Mandeltäubling (Russula grata)


    Ein Vertreter der Kammtäublinge mit blasser Hutfarbe und scharfem Geschmack in noch nie gesehener Zahl.
    Mehlstiel-Täubling (Russula farinipes)


    Deutliche Schärfe und weißen Lamellen hat der Blassgelbe Täubling (Russula raoultii)


    Eine Verwechselung mit ausgeblassten Exemplaren des ebenfalls scharfen Sonnentäublings wäre durchaus möglich, jedoch hat dieser ockerfarbene Lamellen.


    Extrem selten jedoch bereits der zweite Fund in den letzten Wochen. Ein Weiß-Täubling mit dotterfarbenen Lamellen.
    Gelbsporiger Täubling (Russula flavispora)


    Ein weiterer Weiß-Täubling fiel uns wegen seiner cremefarbenen Lamellen auf. Sporenpulver 2a und derb stachelige Sporen mir wenigen dünnen Verbindungen führten zu einer Varietät des
    Gemeinen Weiß-Täublings (Russula delica var. trachyspora)


    Machen wir eben nur interessante Täublinge die nicht so häufig sind und Milchlinge und ignorieren so eine Gruppe. Das geht ja gar nicht.
    Schuppiger Rauhkopf (Cortinarius humicola)


    Der erste Milchling mit schleimigem Hut, blassen Farben und recht kompaktem Stiel ist in den Kalk-Buchenwälder der Eifel regelmäßig zu finden.
    Falber oder Blasser Milchling (Lactarius pallidus)


    Gleich drei Milchlinge deren Milch sich korallenrot verfärbt trafen wir an. Bei einer Art verfärbt sich die Milch innerhalb von ca. 15 Sekunden auch isoliert.
    Rosaanlaufende Milchling (Lactarius acris)


    Bei allen anderen Arten der Gruppe verfärbt sich die Milch nur in Verbindung mit dem Fleisch, was jedoch einige Minuten dauern kann und darauf konnten wir nicht warten. Die dunkelste Art im reinen Laubwald ist der
    Dunkle Korallen-Milchling (Lactarius romagnesii)


    In der Hutmitte gerunzelt ist der Flügelsporige Milchling (Lactarius pterosporus)


    Beide Arten wurden zur Überprüfung mikroskopisch untersucht, da es noch weitere ähnliche Arten gibt.


    Aus der Gruppe der schwierig zu erkennenden rotbraunen Milchlinge zeigt eine Art mit einem rötlichen Ring an der Stielspitze ein auffallendes Merkmal, welches jedoch nicht immer deutlich ist.
    Rotgegürtelter Milchling (Lactarius rubrocinctus)


    Machen wir eben nur interessante Täublinge die nicht so häufig sind und Milchlinge :rolleyes: Das hatten wir ja schon aber doch nicht bei der Gruppe
    Wald-Schneckling (Hygrophorus nemoreus)


    Immer wieder verwirrend ist die Farbenvielfalt eines milden Dottersporers den ich ohne Überprüfung oft nicht sicher ansprechen kann.
    Weißstieliger Leder-Täubling (Russula romellii)
    Russula romellii 20.08.17 Nohn 2.jpg


    Ein ebenfalls milder Dottersporer jedoch mit ungewöhnlicher Farbe stand im Übergangsbereich zu einem Fichtenbestand, wo er auch hingehört.
    Brauner Ledertäubling (Russula integra)
    Russula integra 20.08.17 Nohn.jpg


    Ein Dottersporer der jedoch recht scharf ist macht einem das Leben nicht ganz so schwer auch wenn man bei blassen Exemplaren ins Grübeln kommen kann.
    Gelbblättriger Spei-Täubling (Russula rutila)


    Der letzte Vertreter für Heute ist ein scharfer Dottersporer der bei Hainbuche stand und schon recht ausgeblasst war. Die Bestimmung war nur mikroskopisch möglich.
    Purpurfleckiger Täubling (Russula vinosopurpurea)
    Edit: Eine Nachuntersuchung aufgrund eine weiteren Fundes zeigte vereinzelte Divertikel an den Haaren der Hutdeckschicht, allerdings nur sehr spärlich und nicht annähernd so wie bei Sarnari oder Einhellinger gezeichnet. Nur an einer Dermatozystide war ein kleines Anhängsel zu sehen. Es handelt sich aber wohl doch um
    Purpurbrauner Dotter-Täubling (Russula cuprea)




    Wird Zeit dass ich fertig werde da es morgen wieder in die Eifel geht.


    LG Karl