Den Glückwünschen schließe ich mich doch gerne an, zumal ich es noch nicht so weit gebracht habe ;-).
LG Karl
Den Glückwünschen schließe ich mich doch gerne an, zumal ich es noch nicht so weit gebracht habe ;-).
LG Karl
Hallo Hartmut
Ich habe mir meine Bilder der letzten Jahre noch mal angesehen. Üblich dürfte ein kurzer Stiel bis max. 1 cm sein. Die längsten Stiele weren 4 cm lang (auf dem Foto noch teilweise im Substrat eingesenkt). Als sicher sehe ich an, dass die Stiellänge nicht mit der Fruchtkörpergröße zusammenhängt. Auch große Fruchtkörper (bisheriges Maximum 2 cm) können kurze Stiele haben und umgekehrt. Sicherlich besteht da ein Zusammenhang mit der Dicke der Substratschicht.
LG Karl
Liebe Pilzfreunde
Einige Bilder von einem weiteren Besuch im Depot möchte ich Euch nicht vorenthalten.
Wie gesät stehen im Moment diverse Keulen.
Wurmförmige Keule (Clavaria fragilis)
Steht inzwischen scharenweise auf jeder lückig bewachsenen Sandfläche aber gelegentlich auch einzeln auf dichter bewachsenen Flächen.
Heidekeule (Clavaria argillacea)
Die nächste hat mich, durch nur ihren nur streichholzdicken, zylindrischen Fruchtkörper ohne Gelbtöne, getäuscht. Schlanke Sporen zeigten eindeutig das es nur eine junges Exemplar war.
Heidekeule (Clavaria argillacea)
Durch fast runde Sporen ist die nächste Art eindeutig von einigen ähnlichen Arten zu trennen, auch wenn die blaugrauen Töne fehlen.
Blaugraue Keule (Clavaria grelletii)
Immer wieder hübsch, wenn auch nicht annähernd so selten
Puppen-Kernkeule (Cordiceps militaris)
Jetzt ist auch die vierte Erdzunge am Start.
Schmierige Erdzunge (Geoglossum glutinosum)
Die nächsten Exemplare haben in der letzten Woche deutlich an Größe zugelegt.
Olivbraune Stielzunge (Microglossum olivaceum)
Es gab auch noch –žrichtige–œ Pilze von enormer Größe
Großsporiger Riesenegerling (Agaricus urinascens)
Ein Verwandter des bekannten Goldröhrlings
Grauer Lärchenröhrling (Suillus vicidus)
Bereits in der letzten Woche zum ersten Mal gesehen, aber nur ein Belegbild von einem älteren Fruchtkörper gemacht. Erster bekannter Nachweis für NRW (wenn mich nicht jemand eines Besseren belehrt)
Kiefern-Habichtspilz (Sarcodon squamosus)
Durch einen feinschuppigen Hut und kräftige längsgestreifte Stiele schon makroskopisch vom Rötlichen Lacktrichterling (Laccaria laccata) und ähnlichen Arten zu unterscheiden, wenn er so typisch wächst.
Braunstieliger Lacktrichterling (Laccaria proxima)
Ein Besiedler von Pferdedung mit vollständig abziehbarer Klebhaut zeigt seine namensgebende Farbe meist nur im Alter und musste vorsorglich mikroskopisch überprüft werden.
Blaufuss- Kahlkopf (Psilocybe fimetaria)
Hier noch einer meiner blauen Lieblinge, auch wenn er die blauen Farben rasch verliert und dann nur mikroskopisch bestimmt werden kann.
Dünnstieliger Zärtling (Entoloma exile)
Depot ohne Saftlinge geht natürlich gar nicht. Hier die rein gelbe Varietät des Mennigroten Saftlings.
Hygrocybe miniata var. mollis
Extrem selten, übersehen oder für den Gemeinen Heftelnabeling (Rickenella fibula) gehalten? Diese Frage stelle ich mir immer, wenn ich die im Depot verbreitete Art finde. Selbst im jüngsten Zustand sind die Fruchtkörper nie freudig orange gefärbt und blassen auch nie zu fast weiß aus.
E. Ludwig schreibt im Pilzkompendium dazu: –žPlanar bis alpin (Gletschervorfelder, Quellfluren), bis 2.400 m aufsteigend. VI - IX. Bisher bekannt aus Frankreich, Norwegen, Schweiz. In Mitteleuropa sehr selten.–œ Und weiter: –žMein Fund scheint der erste gesicherte in Deutschland zu sein.–œ Dann wäre das der Zweite. Im Verbreitungsatlas der Niederlande ist ebenfalls ein Fundpunkt eingetragen und das liegt ja um die Ecke.
Also noch mal die Frage diesmal an Euch: –žSelten oder übersehen–œ?
Honigbrauner Heftelnabeling (Rickenella mellea)
Bis zum nächsten Besuch im Depot LG Karl
Hallo Norbert
Die Hutfarbe erinnert sehr stark an H. virginea var. ochraceopallida. H. colemanniana könnte ich aber nicht ausschließen, obwohl bei dieser Art die Lamellen normalerweise deutlicher anastomisierend sind. Leider weiß ich ebenfalls nicht, ob der Dattelbraune so hell aussehen kann.
LG Karl
Hallo Enno
Ein gelungenes Potrait Bisher bin ich dafür noch zu schreibfaul, aber zwei Bilder kann vom 30. August diesen Jahres kann ich beisteuern.
LG Karl
Hallo Pablo
Die Aufnahmen sind Dir sehr gut gelungen. Im Gegensatz zu normalen Zystiden, die aus dem Hymenium herauswachsen, liegt hier eine Hyphenschicht vor, die parallel zur Lamellenschneide verläuft und deren Enden oft büschelweise aufgerichtet sind. Das nennt sich auch Serrulatumstruktur oder Serrulatumtyp und kommt bei mehreren Arten und auch in anderen Gattungen vor. Eigentlich sind das gar keine richtigen Zystiden.
LG Karl
Hallo Hartmut
Ein hochinteressanter Fund!
Ich kenne P. punctata ja seit ca. 10 Jahren aus dem Depot und die Sporengröße passt perfekt. Auch Nobi hat die Art ja von diesem Standort schon untersucht und kam zum gleichen Ergebnis. Bisher waren alle Funde auf Pferdedung und wir werden sicherlich zukünftig mal gezielt auf Schafdung im Depot achten. Auffallend sind lediglich die relativ kurzen Stiele, die ich bei Poronia punctata im allgemeinen länger kenne. Das ist aber möglicherweise variabel und ich ziehe natürlich nicht jeden Fund aus dem Substrat.
LG Karl
Hallo Pablo
das konnte ich wirklich nicht ahnen auch wenn mich der Ausdruck egoistisch in diesem Zusammenhang gewundert hat. Auf Deinen Bildern ist Entoloma serrulatum zu sehen. Die dunkle Hutfarbe bleibt fast bis zum Vergehen erhalten, was den makroskopischen Unterschied zu E. caesiocinctum ausmacht. Die Lamellen sind bei E. serrulatum übrigens nicht immer so deutlich blau.
LG Karl
PS. Mikroskopieren solltest Du trotzdem. Wenn Du ohne zu Quetschen eine Lamellenschneide betrachtest, könntest du eine Überraschung erleben.
Hallo Pablo
Den "Polsterpilz" hatte ich im August auch mal so flach allerdings auf Holz. Beide Erscheinungsformen werden übrigens inzwischen unter Postia ptychogaster geführt. Bin gespannt, was raus kommt.
LG Karl
Hallo Pablo
Die Namen stehen immer über den Bildern ![]()
LG Karl
Hallo Steffen
Eine weitere tolle Ergänzung. Die Nebenfruchtform von P. p. habe ich bisher für unreife Frk. gehalten, da sie gewöhnlich ca. 6 - 8 Wochen vor der Hauptfruchtform auftreten und diese dann auf den gleichen Dungstellen stehen. Auch vermeintliche Übergänge habe ich schon beobachtet, aber kein Bild davon.
Hallo Mathias
Auch Deine Ergänzung ist Klasse. Ich beschäftige mich ja nur wenig mit Dungpilzen, aber die Mirkos finde ich toll.
@ An Alle: Ich kann Eure Begeisterung nur zu gut verstehen. Auch nach mehr als 150 Begehungen in 14 Jahren, bin ich an manchen Tagen immer noch fasziniert.
@ Helmut: Ich habe anfangs die Funde von L. deliciosus und L. quieticolor nebeneinander mikroskopiert. Bei L. quieticolor ist das Sporenornament etwas deutlicher, was man aber nur im direkten Vergleich beurteilen kann. Bei beiden Arten ist die Milch karottenrot und verändert sich auch nach 30 Minuten nicht nennenswert. Die Hutfarbe ist, besonders bei nicht zu alten Fruchtkörpern, völlig unterschiedlich. L. quieticolor ist im primordialem Zustand völlig blau und sieht dann bald von oben aus wie L. quietus. Ältere Einzelfruchtkörper sind wohl nur zu unterscheiden, wenn man die Art häufig frisch gesehen hat.
@ Nobi: Ich zeige am Wochenende eine Präsentation über den aktuellen Kartierungsstand vor Biologen, wobei auch Mitglieder der für Pflegemaßnahmen zuständigen Biologischen Station und die Naturschutzbeauftragte des Kreises anwesend sind. Ich werde das Thema (Dung)pilztagung mal in den Raum werfen. Wahrscheinlich wäre nicht mal eine zusätzliche Begehungserlaubnis erforderlich.
@ Ralf: Bisher nur wenige reife Sporen bei der Scutellinia, die gerade in BW-Lactophenol badet. Ich halte Dich auf dem Laufenden.
LG Karl
Hier noch ein weiteres Bild von L. quieticolor
Hallo Stephan
Einige sehr interessante Ansätze zeigst Du uns da auf. Ich werde auf jeden Fall versuchen Deine Ergebnisse nach zu stellen, da ich in der nächsten Zeit sicher noch in reinen Kiefernwäldern unterwegs sein werde.
LG Karl
Hallo Bernd
Die Lamellen stehen sehr dicht, was mich wieder von Schneckling abbringt. Das Gilben tritt wohl nur bei angetrockneten Fruchtkörpern auf, was eine Bewertung als Bestimmungskriterium unwahrscheinlich macht. Einen Namen für Deinen Fund kann ich Dir leider nicht nennen.
LG Karl
Hallo Nobi
Ich halte Dich auf dem Laufenden. Bin sicher bald wieder da.
LG Karl
Halo Nobi,
ein super Bericht mit tollen Bildern. Leider ist der nächste ähnlich pilzreiche Friedhof fast 60 km von mir entfernt, sonst wäre ich jeden zweiten Tag da. G. glutinosum hatte ich aber selbst dort noch nicht.
Bei den gelben Wiesenkeulen hat C. laeticolor den längeren Apiculus, oder ist das ein weiterer Fehler in PdS? Die weißen überprüfe ich auch immer mikroskopisch, da der hyaline Stiel bei C. falcata nicht immer deutlich zu sehen ist. Wenn ich keine reifen Sporen finde nehme ich die Bogenschnallen an den Basidien zur Unterscheidung.
Weiterhin schöne Funde nicht nur auf Dung wünscht
Karl
Vielen Dank für Eure Komplimente. Am liebsten hätte ich mir ein Zimmer gesucht und wäre noch drei Tage geblieben, aber ich konnte ja mein Haupt-Exkursionsgebiet nicht vernachlässigen, wie Ihr hier seht :). http://www.pilzforum.eu/board/showthread.php?tid=27182
LG Karl
@ Nobi: Poronia war noch nicht da.
Liebe Forumsleser
Bei dem Depot handelt es sich um das Naturschutzgebiet Brachter Wald, in dem die Arbeitsgemeinschaft Pilzkunde Niederrhein (APN) seit mehr als 14 Jahren kartiert und bisher mehr als 1100 Pilzarten festgestellt hat.
Hier einige kleine Eindrücke vom letzten Samstag
Auf schotterhaltigem Sandboden bei Kiefern findet man ihn jetzt zahlreich
Kupferroter Gelbfuss (Chroogomphus rutilus)
Auf magerem Sandboden zwischen kleinen Kiefern, Heidekraut, Moosen und Flechten steht ein Risspilz, dessen Sporen mehr als doppelt so lang wie breit sind und dessen Stiel sich bei Druck dunkelbraun verfärbt.
Spindelsporiger Risspilz (Inocybe lacera)
Magere Wiesen bevorzugt hingegen der nächste Vertreter
Runzliger Samtritterling (Dermoloma cuneifolium)
Weit verbreitet und oft hundertfach, aber nur selten so taufrisch und schön behangen
Amiant Körnchenschirmling (Cystoderma amianthinum)
Nur halb unterirdisch in reinem Sand bei Kiefern zeigt sich die
Gelbbräunliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon luteolus) gelegentlich als R.obtextus bezeichnet
Die Erdzungen erreichen langsam ihren Maximalaspekt sind aber meist noch bis Dezember zu finden. In typischer Ausprägung an ihrem schuppigen Stiel erkennbar
Täuschende Erdzunge (Geoglossum fallax)
Hier noch mal von der Sonne angestrahlt
Ein solches Massenvorkommen kannte ich bisher nur von der Schleimigen Erdzunge (Geoglossum glutinosum), die sich aber noch nicht zeigte. Einen etwas runzligen oder fast glatten Stiel besitzt die
Schwarze Erdzunge (Geoglossum umbratile)
Von der folgenden Art entdeckten wir erstmal im Oktober 2012 eine kleine Gruppe. Im letzten Jahr konnte trotz intensiver mehrfacher Suche kein Exemplar gefunden werden. Am Samstag dann die freudige Überraschung. Mehr als 30 Exemplare
Olivbraune Stielzunge (Microglossum olivaceum)
Zurück zum mageren Sandboden. Im ausgebreiteten Zustand bis zu 3 cm groß und bei Kiefern wachsend.
In der Literatur findet man meist die Bezeichnung Großsporiger Sandborstling für folgende Art. Untersuchungen von D. Benkert (Zeitschrift für Mykologie 76/2, 2010) haben gezeigt, das der Name falsch angewendet wurde.
Kleinsporiger Sandborstling (Geopora arenicola) oft noch als Sepultaria
Beim nächsten Exemplar warte ich noch auf vollständig ausgereifte Sporen, um die Bestimmung abzusichern.
Kurzhaariger Schildborstling (Scutellinia cf. kerguelensis)
Durch größere Fruchtkörper, dunklere Hutfarben und Vorkommen bei Nadelbäumen vom ebenfalls nach Kokos riechenden, aber meist bei Birke wachsenden Blassen Duft-Milchling (Lactarius glyciosmus) zu unterscheiden.
Dunkle Duft-Milchling (Lactarius mammosus)
Fast ausschließlich bei Kiefern wachsen die folgenden Vertreter der Milchlinge mit von Beginn an karottenroter Milch.
Edel-Reizker (Lactarius deliciosus)
Von oben sieht man oft keinerlei orangefarbene Töne und merkt erst beim umdrehen, was man gefunden hat.
Wechselblauer Edel-Reizker (Lactarius quieticolor)
Erstaunlich häufig findet man Rötlinge aus der Untergattung Leptonia im Gebiet. Die Vertreter dieser Untergattung besitzen einen feinschuppigen oder zumindest im Zentrum runzeligen Hut und sind meistens nur mikroskopisch bestimmbar.
Zu den eher unauffällig gefärbten Arten gehört eine Art, deren deutscher Name eine Bestimmung eher erschwert. Rote Töne findet man nur selten und oft erst nach mehr als einem Tag im unteren Stielteil.
Rötender Zärtling (Entoloma turci)
Eine Art mit blauschwarzen Lamellenschneiden und nur sehr jung blauen Tönen am Hutrand ist der
Blaugesäumte Zärtling (Entoloma caesiocinctum)
Der nächste war zwar hier http://www.pilzforum.eu/board/showthread.php?tid=27166 schon bei, aber es ist halt einer meiner Lieblingspilze. Zumindest jung mit deutlichen Blautönen in den Lamellen zeigt sich der
Blaublättrige Zärtling (Entoloma chalybaeum)
Drei von vier im Gebiet nachgewiesenen Saftlingsarten, die sich durch trockenen Hut, helle Hutschüppchen und trockene Stiele von ähnlichen Arten unterscheiden, waren noch zu entdecken. Oft schon im August zeigt sich die wohl schönste Art, von der es noch wenige Einzelexemplare gab. Ihr Geruch ist nur schwach und nur nach Lagerung in einer geschlossenen Dose beim Öffnen zu bemerken. Ein gutes makroskopisches Merkmal sind die deutlich abstehenden Hutschüppchen, die aber nur bei trockenem Wetter so auffallend sind.
Knoblauch-Saftling (Hygrocybe helobia)
Wesentlich später erscheint gewöhnlich eine weitere Art, die gerade ihre ersten Fruchtkörper zeigte.
Mennigroter Saftling (Hygrocybe miniata)
In Der Erscheinugszeit überschneidet sich die dritte Art mit ihren Vorgängern. Herablaufende Lamellen sind ein gutes Trennmerkmal.
Pfifferlings Saftling (Hygrocybe cantharellus)
Denn Schluss bildet eine kleine Keule, die ich wohl häufiger fotografiert habe, als jeden anderen Pilz. Sie erscheint zuverlässig in jedem Jahr auf sandigen meist mit Heidekraut bewachsenen Standorten und kann, in guten Jahren, bei einer einzigen Exkursion, an hundert Stellen gefunden werden.
Heidekeule (Clavaria argillacea)
LG Karl
Hallo,
das sieht schon sehr nach Hypocrea aus. Hier findest Du mögliche Alternativen.
http://www.natur-in-nrw.de/HTM…/Ascomycota/PAS-151.html#
LG Karl
Hallo Chris
Könnten das, was Was Du als Velum auf dem Hut bezeichnest, auch verregnete Schüppchen sein und hast Du einen Geruch oder eine Fleischverfärbung bemerkt? Ich muss spontan an einen kleinen Egerling denken.
LG Karl
Hallo Nobi und Mathias
Ein Beitrag der absoluten Spitzenklasse, der sogar mich noch neidisch machen kann. Schön, das sich P. punctata inzwischen weiter ausbreitet. Eine erstklassige Dokumentation!
@ Nobi: Danke fürs verlinken. Da wäre mir beinah was Tolles entgangen. Momentan komme ich vor lauter Pilzen kaum noch dazu mir systematisch die Forumsbeiträge anzusehen.
LG Karl
Hallo Stefan
Ist schon erledigt. Hatte nur einmal versehentlich auf absenden geklickt.
LG Karl
Ich habe ja schon viel gesehen, aber der vergangene Freitag stellte Alles in den Schatten. Zwei Kalk-Magerrasen und zwei Wiesen mit neutralem Boden zeigten sich von ihrer besten Seite. Ich fange mal mit dem Kleinsten an.
Graubrauner Samtschneckling (Camarophyllopsis schulzeri)
Hier der Größte in fast allen Altersstadien.
Zitzen-Riesenschirmling (Macrolepiota mastoidea)
Weiter geht es mit kleinen keulenförmigen Exemplaren
Geweihförmige Wiesenkeule (Clavulinopsis corniculata)
An ihren grobwarzigen Sporen erkennt man die
Goldgelbe Wiesenkeule (Clavulinopsis helvola)
Glatte elliptische Sporen hat hingegen die
Gelbweiße oder Aprikosenfarbene Wiesenkeule (Clavulinopsis luteoalba)
Die folgende Art trägt Bogenschnallen an den Basidien, was sie von der ähnlichen Lachsrosa Keule (Clavaria rosea) unterscheidet.
Fleischfarbene Keule (Clavaria incarnata)
Oft als Orangerote Stielzunge (Microglossum fuscorubens) wird die folgende Art verkannt, weil Ihr meistens die namengebenden Farbtöne fehlen.
Olivbraune Stielzunge (Microglossum olivaceum)
Die größte ihrer Gattung, mit oft mehr als 15 cm Länge ist die
Trockene Erdzunge (Geoglossum cookeianum)
Auch Rötlinge waren reichlich vertreten. Leider hatte der erste Fund seine oft intensiv blaue Farbe schon verloren.
Lilablauer Rötling (Entoloma bloxamii)
Besser machte es da schon der
Graulilastielige Zärtling (Entoloma griseocyaneum)
Kaum mit anderen Arten zu verwechseln, was bei den Rötlingen die Ausnahme ist.
Braungrüner Zärtling (Entoloma incanum)
Schon etwas schwerer macht es einem da der
Graulila Zärtling (Entoloma mogeotii)
Von der vorigen Art durch Abwesenheit von Cheilozystiden unterscheidet sich der
Schwarzblaue Rötling (Entoloma atrocoeruleum)
Der letzte seiner Gattung gehört zu meinen Lieblingspilzen und ist meistens, an seinen jung blauen Lamellen, schon makroskopisch zu erkennen.
Blaublättriger Zärtling (Entoloma chalybaeum)
Natürlich dürfen die saftlingsartigen Pilze in einem solchen Beitrag nicht fehlen. Nur auf Kalkböden fand ich bisher eine Varietät des rein weißen Jungfern-Ellerlings. Im Indexfungorum werden die Varietäten nicht unterschieden. Möglicherweise kennt ja jemand einen deutschen Namen dafür.
Cupophyllus virgineus var. fuscescens (oft auch Camarophyllus oder Hygrocybe)
Am nächsten kann ich ohne Foto nicht vorbeigehen
Papageiengrüner Saftling (Gliophorus psittacinus) meistens Hygrocybe psittacina
Einen trockenen, meist nur 1cm durchmessenden Hut hat der
Zerbrechliche Gold-Saftling (Hygrocybe ceracea)
Einen lachsfarbenen Reflex in den Lamellen und einen auffallenden Geruch nach Blattwanzen besitzt der
Schnürsporige Saftling (Hygrocybe quieta) oft auch H. obrussea
Zumindest frisch besitzt die folgende Art einen schleimigen Stiel und einen schmierigen Hut, der sich rasch zu gelb entfärbt
Gelbrandiger Saftling (Hygrocybe insipida)
Allenfalls etwas schmierig ist der Stiel der folgenden Art. Sein Geruch ist oft schwach und nur nach Lagerung in einer verschlossenen Dose beim Öffnen festzustellen.
Honig Saftling
Wie scheinbar verschwenderisch die Natur sein kann zeigte sich auf etwa 100 Quadratmetern in leuchtendem Rot.
@ Für Eingeweihte: Dafür kann man sogar mal auf das Depot verzichten
Kirschroter Saftling (Hygrocybe coccinea)
LG Karl
Hallo Pablo
Natürlich ist die Zahl der Parasiten erheblich. Aus dem Auszug geht leider nicht hervor, das dabei von Großpilzen die Rede ist.
Deine Überraschung bezüglich der Gattungen kann ich verstehen. Wenn du berücksichtigst, das nicht automatisch alle Arten einer aufgeführten Gattung Mykorrhizapilze sein müssen, sieht das sicher anders aus. Die Gattung Entoloma ist ja nicht mal enthalten, obwohl einige Arten nur bei Rosaceen vorkommen. Ob es sich dabei um eine echte Mykorrhiza handelt ist m. W. jedoch nicht sicher nachgewiesen.
Quelle der Liste ist übrigens das Kartierungsprogramm Mykis, in welchem bundesweit Daten für die DGfM-Kartierung gesammelt werden.
LG karl
