Beiträge von Climbingfreak

    Hallo an alle Miträtsler,


    euch allen ein fohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2014.
    Im neuen Jahr werde ich auf alle Fälle wieder aktiver im Forum sein, da hab ich dann wieder Zeit dafür.
    Meine Liste schicke ich auf alle Fälle noch übermorgen ab.
    Wir lesen voneinander ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo an alle,


    ich denke ich werde bei Gelegeneit (also im Januar) mich hier auch beteiligen.
    Übrigens hab ich A. praecox letztes Frühjahr hier im Dresdner Raum sehr viel gefunden. Laut Gerhard ist der Geruch des Pilzes unverletzt kakaoartig und verletzt mehlartig.


    euch allen ein schönes Fest


    Stefan

    Hallo an alle,


    ja an Echinoderma asperum dachte ich auch; allerdings kenne ich den nur unter dem Begriff Igelschirmpilz. Ich hab Exemplare mit 15 cm Hutdurchmesser schon gesehen; das sollte passen.
    Beim 2. Pilz ist natürlich auch eine Entoloma möglich. Allerdings erinnern mich diese "längsüberfaserten" Stiele immer mehr an Puteus als an Entoloma.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Jörg,


    der erste Pilz ist für mich ein Igelschirmling. Die abstehenden Schüppchen auf dem Hut sind für den Pilz charakteristisch.
    Der 2.Pilz ist keinesfalls eine Tricholoma. Das sind immer Weißsporer und der Pilz hat rötliche Lamellen. Schade, dass du keine Draufsicht auf die Unterseite hast. Wenn der freie Lamellen hat und auf Holz wächst, würde ich Pluteus (Dachpilz) sagen. Allerdings ist das dann was nicht alltägliches. Anhand des Bildes kann ich den nicht bestimmen.
    Der letzte ist für mich irgendeine Mycena (auf alle Fälle Hellsporer). Bei der Gattung kenne ich mich leider nicht wirklich aus.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Frieda-Renate,


    sehr schöner Erdstern; das ist kein Grund sich davor zu fürchten;). Allerdings, wenn er in deinem Palmentopf auftaucht, ist das für mich sogar ein Hinweis, dass es kein einheimischer Erdstern ist. Die exakte Bestimmung gestaltet sich innerhalb der Gattung als eher schwierig. Ohne weitere Kenntnis bestimmter Merkmale ist der nicht genau zu bestimmen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Ingo,


    Lebensmittelsensoriker gibt es nicht als Beruf. Das war eine Teildisiplin meines Studiums. Man kann das vereinfacht so ausdrücken. Professionelles Verkosten und Berriechen von Lebensmitteln (und anderen Dingen, wie z.B. Kosmetika) anhand von wissenschaftlich anerkannten Verfahren. Es werden da, einerseits Gerüche und Geschmack beschrieben, andererseits wird z.B. erstmal überhaupt festegestellt, ob z.B. eine veränderte Rezeptur bei den Kunden bemerkt wird. Das ist ein weites Feld mit sehr vielen Einsatzmöglichkeiten. Das wichtigste Merkmal ist, dass die Sinne des Menschen bestimmte Eindrücke beschreiben und vergleichend quantifizieren. Es gibt sogar GC-Detektoren, wo die Geruchstoffe neben z.B. einem Massendetektor auch zu einer menschlichen Nase geleitet werden, um eine Beschreibung des Geruchs von Einzelkomponenten einer komplexen Mischung von Geruchsstoffen zu haben.
    l.g.
    Stefan


    [hr]

    Hier sehe ich noch größere Unterschiede, spermatisch oder fischig sind zweierlei, völlig unterschiedliche Gerüche.
    Bei dem klassischen Risspilzgeruch = spermatisch (Frau Daehncke würde inocybioid sagen) käme ich nie auf die Idee an Fisch zu denken und umgekehrt bei den Herings-Täublingen nie auf spermatisch.


    Nur als kurze Ergänzung, ich hab so viele Amine in meinem Leben bisher riechen müssen, dass es mir manchmal sehr schwerfällt Anhand des Geruchs zu merken, von welcher Quelle die stammen; klar, bei einem Fischwagen ist es der Fisch. Das sind teilweise chemisch sehr ähnliche Verbindungen (Amine halt), die sehr änhlich riechen können. Bei den Pilzen ist es ähnlich. Ich hab schon an einigen Pilzen gerochen, wo ich mir nicht sicher war, fischig oder spermatisch? ICh hab dann für mich deutlicher Amingeruch als Geruchsbeschreibung eingeführt; wobei ich schon Geruchsunterschiede von Risspilzen und Heringstäublingen feststelle ;)

    Hallo Leute,


    ich steig hier einfach mal in die Diskussion ein. Mario, ich finde die Idee klasse. Leider wird die Umsetzung einige Schwachstellen haben.
    (bin gelernter Lebensmittelsensoriker kenne mich mit dem Geruchsempfinden etwas aus...)
    Das Hauptproblem ist das individuelle Geruchsempfinden; die einen empfinden bei Pilzen, die nach Mehl riechen einen ranzigen Mehlgeruch, die anderen einen Gurkenartigen und beide haben sie recht. Weiterhin besteht das Problem der Verbalisierung (Beschreibung des Geruchs). Es fällt vielen Menschen schwer den Geruch nach etwas zu beschreiben; da kommen dann dann vage Beschreibungen, wie säuerlich oder süßlich raus.
    Ein weiteres Problem ist die Beschaffung von "Riechstandards". Wenn ein Pilz nach einer bestimmten Raupe, Juchtenleder, Lärchensporn, Veilchenwurzel usw. riechen soll ist es der Theorie nach immer wichtig diese Gerüche zu präsentieren und die Probanden sollten sich diese merken. Das ist sehr schwer und dauert lange. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich die wichtigsten Aromakomponenten/Gewürze am Geruch erkennen konnte. Das erfordert hartes Training. Außerdem ist es auch sehr schwer, wenn ein Pilz spermatisch riechen soll oder nach Fisch. Die Originalgeruchstoffe von Sperma und Fisch (Fisch richt erst, wenn die Proteine/Peptide sich abbauen!!) sind Amine (Abbauprodukte von Aminosäuren/Proteinen/Peptiden). Ich kann nicht immer sagen, ob der Pilz nun einen verdorbenen Fischgeruch aufweist oder spermatisch riecht; sehr wohl aber, weil ich den Geruch genau kenne, dass es sich um Amingeruch handelt,was ich bei meinen Geruchsbeschreibungen in dem Falle immer sage.
    Ich mach jetzt erstmal Schluss; hoffe ich konnte was dazu beitragen. wenn Rückfragen bestehen; immer her damit.
    l.g.
    Stefan[hr]


    Hallo, ehrlich gesagt habe ich noch nie frisch gemahlenes Korn gerochen und verbinde den Mehlgeruch mit mir bekannten Pilzen, die in der Literatur oder sonstwo so beschrieben werden. Allerdings beschreibt Ewald Gerhardt sogar den Geruch des Gifthäublings als "mehlartig", ebenso den des Maipilzes. Er unterscheidet dabei lediglich die Intensität (schwach/stark) und dafür gehört ihm M.M.n. auf die Fingerchen gekloppt.


    Hallo,


    hierzu kann ich sagen, dass Ewald Gerhardt zumindest im sensorischen Sinne recht hat. Es ist durchaus richtig, Gerüche auch nach Intensitäten zu unterscheiden. Mir hat das bisher immer sehr bei der Pilzbetimmung sehr geholfen. Allerdings verstehe ich euren Unmut, wenn man den Mehlgeruch nicht kennt. Alte Leute kennen den;die wissen noch, wie ranziges Mehl riechen soll...
    l.g.
    Stefan

    Zitat

    Allerdings ist das so von nem Foto immer schwierig; gerade bei Pholiota.


    Da hast du sicher Recht, Stefan, aber trotzdem zeigt mit Sicherheit keines der Bilder P. squarrosa!!! ;)
    Aus oben genannten Gründen.


    Viele Grüße,
    Emil


    Hallo Emil,


    nur mal fürs Protokoll: die genannten Gründe, konnte ich nicht lesen, weil ich gerade die Antwort geschrieben hab und du in der Zwischeneit deine Antwort gepostet hast. ;)
    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    sollte der P. aurivella nicht schwarze Punkte/Schüpchen auf der Huthaut haben? Das P. aurivella und der Hochthronende Schüppling nicht ein und derselbe sind, hab ich schon gehört. Trotzdem sind, wenn das stimmt, verdammt viele Pilzbücher falsch...
    Mich würden an dieser Stelle mal die Unterscheidungsmerkmale interessieren.


    von Pholiota lucifera hab ich wieder mal noch nie was gehört ;(


    l.g.
    Stefan

    Hallo an alle,


    was für mich interressant wäre, sind das alles Strukturen, die man mit bloßem Auge erkennen kann oder habt ihr auch Bilder mit ner Strereolupe/ Mikroskop gemacht?


    ICh bin übrgigens dafür nächstes Jahr den "42-Joker" einzuführen. Wir schreiben immer 42 als unsere Antworten und bekommen volle Punktzahl :D
    das ist ja bekanntlich immer die Antwort aller Antworten ;)
    l.g.
    Stefan


    Hallo,
    ja aber nur fasciculare und mit der Literaturangabe kann ich evtl. dienen; muss nur bei dem Vortragenden mal anfragen...


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    der erste ist für mich die Nebelkappe diesmal sehr sicher (Vgl. Rötelritterlinge I); der 2. evtl. auch.
    (L. irina hab ich bisher noch nicht gefunden.)


    mit dem 3. könntest du Recht haben; kann aber auch L. flaccida sein oder was ganz anderes sein. Möchte mich da nicht festlegen. Lactarius ist übrigens nicht unbedingt meine Stärke. Schade, dass du nicht getestet hast ob die Lamellen sich leicht von der Huttrama ablösen lassen, bzw. ob der Pilz Milch bei Verletzung absondert. Das wäre hilfreich gewesen...


    l.g.
    Stefan

    Hallo Abeja,


    endlich mal wieder ne Anfrage zu ner Gattung, wo ich den Hauch einer Ahnung hab :D
    Der erste ist für mich L. nuda, wenn auch die Hutfarbe etwas äähm untypisch ist.


    Der 2. ist schwerer. Habe unlängst selber weiße bis hell cremefarbene Lepista gefunden, die ohne Bestimmung bleiben musste. Was ich mit Sicherheit sagen kann, dass es weiße Lepistas gibt; z.B. der Veilchenrötelritterling. Der Geruch ist bei allen Lepistas keinesfalls gleich. Die Ablösbarkeit der Lamellen der Huttrama aber bestimmendes Merkmal für die Gattung Lepista.
    der 2. Könnte auch eine evtl. Nebelkappe sein (wo es derzeit ein Streitfall ist, ob der zu Lepista oder Clitocybe gehört). Da wäre der Geruch typisch/markant (süßlich parfümiert) un wenn du ihn mal gerochen hast sehr einprägsam ;)
    Nur für die Nebelkappe stört mich der Buckel etwas...
    l.g.
    Stefan

    Hallo Pablo,


    ok wie du meinst ;)
    Bin bei sowas immer vorsichtig. Also was mich bei dem Vortrag am meisten erstaunt hat, war H. fasciculare; allerdings in einer sehr geringen Konzentration an Psilocybin. Da ist die Magen-Darm Problematik eher relevant als eine Rauschwirkung und dann noch Stropharia coronilla.
    Ein Risspilz war glaub ich auch dabei; welchen meinst du? :)
    Frag nur mal aus Interesse, weil ich vorhab mich in die Gattung Inocybe einzuarbeiten; aber bitte noch nicht zu vielen Leuten sagen:whistling: ;)
    l.g.
    Stefan


    Hallo Pablo,


    das mit dem Magen-Darm kann sein; Halluzinogen nein eher nicht. Ich hatte zu meiner letzten Lausitztagung da einen super Vortrag über Halluzinogene Pilze. Da war der nicht dabei. Was mich aber erstaunt hat, was für Pilze Halluzinogene Wirkung haben sollen. Das sind nicht nur die üblichen Verdächtigen (auch aus den dafür bekannten braunsporigen Gattungen) sondern auch Massenpilze (alles ungenießbare und giftige Pilze). Zur Sicherheit werde ich hier keine Namen nennen...
    Kannst mich bei Interesse mal mit ner PN anschreiben.
    l.g.
    Stefan


    P.S. G. junonius ist in fast allen meiner Pilzbücher als Ungenießbar eingestuft, wegen der Bitterkeit. Ich hab ihn gekostet; er ist bitterlich...

    Hallo Pablo,


    danke für die Aufklärung. Ach mann ehh; an Gymnopilus hab ich bisher noch gar nicht gedacht (hängt leider damit zusammen, dass ich immer nur den Geflecktblättrigen finde und die Gattung wohl eher unterschätze). Mir wurden btw. unlängst mal Beringte (Riesendinger!!) zu ner Pilzberatung vorbei gebracht. Da hab ich vielleicht nicht schlecht gestaunt, zumal ich die noch gar nicht kannte zu dem Zeitpunkt. Natürlich hab ich die nicht zum Verzehr freigegeben; unbekannte Pilze und so :)


    l.g.
    Stefan

    Hallo Pablo und Emil,


    ihr müsst einem wirklich jeden Spaß nehmen. 2 gegen einen ist unfair:D
    Und ich war mir mit meinem Dachpilz sicher ;(
    Was ist eigentlich, wenn ich jemals keine Chips mehr haben sollte?
    Ich denke mal ihr wollt auf ne Galerina raus; kann ich auch mit leben...
    Ich würde Chips setzen, wenn ich welche hätte und ich das Risiko des Bankrotts ertragen kann;)


    l.g.
    Stefan

    Ja Hallo Pablo,


    danke für die Antwort:) Ich hab meine Meinung von oben auch zur Hälfte ironisch gemeint;) War in letzter Zeit mit einem allseits geschätzen Forumsmitglied viel hier in den heimischen Wäldern um Dresden unterwegs und habe von ihm eine Menge gelernt; gerade was den Chrysenteronkomplex angeht. Ich trau mir durch ihn auch zu die 3 genannten Pilze im Feld sicher zu bestimmen...
    Auf alle Fälle hast du recht und es ist auch meine Meinung; die genetischen Untersuchungen fangen gerade erst an (zumindest bei Pilzen) und die Genomunterschiede/Gleichheit sollten nicht als Alleinkriterium gelten.


    l.g.
    Stefan