Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Nobi,


    schöne Funde habt ihr da mal wieder gemacht. :thumbup: Eine Frage habe ich da noch. Habt ihr den Vermeintlichen St. subtomentosum mal "geärgert"? Immerhin hätte sich ja auch die "Doppelgängerart" (Stereum ostrea) dahinter verstecken können.


    Bin gespannt auf mehr.
    Euch da unten noch eine schöne Zeit


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    das Jahr neigt sich dem Ende zu; es wird kälter und die Pilzfunde seltener. Da ist die obilgatorische Abkletterveranstaltung nicht weit. Diesmal gings in Kirnitzschtal bei Bad Schandau zum Klettern. Es ist ein traumhaftes,enges Tal mit einem kleinen Bach und ohne Handyempfang. ;)
    Die Unterkunft bestand aus einem gemütlichen Matratzenlager mit 31 Betten. Bei uns in Sachsen ist der 31.Oktober Feiertag, so dass wir ein verlängertes WE hatten. Auf dem Weg zum Kletterfelsen habe ich auch einige Funde gemacht; allerdings nichts bewegendes. Annulohypoxylon cohaerens (Zusammenfließende Kohlebeere), Hypoxylon fragiforme (Rötliche Kohlebeere), Mycena galopus (Weißmilchender Helmling), Trametes versicolor, Fom pini, Fom fom, Daedalopsis confragosa (Rötende Tramete) usw. Also absolut nichts spannendes...


    Am Klettefelsen angekommen, gabs erstmal die obligatorische Rast. Ich freute mich sehr, endlich wieder mit dem Kleinen Lorenzstein einen neuen Gipfel besteigen zu dürfen.



    Nach einer leichten Kletterei habe ich auf dem Gipfel tatsäschlich noch einige Pilze gefunden. 8|8| Man konnte da sehr schön rumlaufen, so dass ich erstmal die "Lage peilen" musste.


    Hier einige Impressionen:


    2 schöne Aussichten:




    Arrangement mit einigen meiner Gpifelfunde und dem Gipfelbuch. Das ist zudem ein Gruß an jemand ganz speziellen. ;) Die Pilze sind übrigens Boletus badius (Marone) und L. laccata s.l.



    Weiterhin dort oben: Birkenporling; überraschenderweiße hab ich den an einem toten Birkenstamm gefunden. :evil:



    Ich fand den recht fotogen, so dass ich den dann mal doch verewigt hatte.


    Wir hatten auch einen absoluten Anfänger mitgenommen, der erstmal einen kleinen Crash-Kurs im Abseilen brauchte.



    Als Abschluss des ersten Tages verabschiede ich mich mit einem Blick auf den Nachbargipfel, dem Großen Lorenzstein.



    Am nächsten Tag ging es zum "Hinteren Raubschloss", einem Plateau, das über Eisenleitern erklimmbar ist. Oben stand mal im Mittelalter eine (Raub)ritterburg. Einige Mauerreste sind immer noch oben zu erkennen. Von dort hat man einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Gegend. Ist auf alle Fälle ein "Geheimtipp", denn Touristen mit Sandalen sind dort eher seltene Gäste. Auf dem Weg dahin habe fand ich dieses Motiv sehr fotogen.



    Bei den "Einheimischen" ist hingegen das beliebtes Ziel; nicht zuletzt wegen der Eisenleitern. Da dort teilweise nur eine Person durchkommt, herrscht dort gern mal Stau. Wir aber wollten auf einen vorgelagerten Klettergipfel steigen.
    Auf dem Weg dahin waren auch einige Funde zu vermelden: 2 wunderschöne Xerocomellus pruinatus (Herbstrotfuß) leider nicht fotografiert, Gymnopilus penetrans (Geflecktblättriger Flämmling), eine noch sehr junge; leider nicht bestimmbare Clavulina (entweder coralloides oder rugosa) und noch ein besonderer Fund, den ich erst am Ende meines Beitrages vorstelle. :evil:


    Endlich am Einstieg angekommen, musste ich erstmal die Felsen gegenüber bestaunen.



    Natürlich darf die obliagtorische Rast nicht fehlen. ;)



    Das war der Kletterweg von unten eine sehr schön aussehende III-er Verschneidung; allerdings hatten es die letzten 2-3 m in sich. Der Aussteig bildete ein ziemlich enger und glitschiger Kamin. *brrr* Irgendwie bin ich da aber dann doch zum Gipfel gelangt; war echt anstrengend.



    Hier noch 1-2 Impressionen.



    Blick zu den Lorenzsteinen.



    Kommen wir nun zum Fund. Es handelt sich um die Zungenkernkeule (Cordyceps ophioglossoides; u.a. erkennbar an den gelben Rhizomorphen). Nach längerem Graben meine ich auch die entsprechende Hirschtrüffel gefunden zu haben. Was meint ihr, kann man die noch bestimmen? Ein Exsiccat wird gerade angefertigt. ;) Habt ihr eine Idee, wie man die bestimmen kann?




    Der krönende Abschluss des Tages war eine Führung durch die Neumannmühle; die erste Sägemühel des Kirnitzschtales. Seit 1871 kam dann noch eine Holzschleiferei zur Papierherstellung hinzu.


    Eine Apparatur zum Schleifen von Sägeblättern; aufgebaut, wie ein Uhrwerk.



    Alte Werkzeuge


    Entwässerungsmaschine des aufbereiteten Holzschliffs.



    Die Mühle ist auf alle Fälle sehr sehenswert und sehr interessant. Bei einer Führung bekam ich tolle Einblicke in die maschinelle Holzverarbeitung seit dem 15. Jhr.


    Mit einem Blick auf das Mühlrad, möchte ich verabschieden.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    auf meinem Monitor sehe ich bei einem älteren Fruchtkörper Rosatöne bei den Lamellen; deswegen wäre ich für Entoloma. Kannst du den mal aussporen lassen?


    Edit: Hebeloma wäre meine 2. Idee gewesen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    das APR rückt näher liebe Mitstreiter und ich bin der Meinung, wir sollten uns noch vorher etwas "warmrätseln". Pablo hat mich gebeten, wieder zu übernehmen, allerdings müssen wir noch vorher die Nuss knacken. Hat jemand eine Idee für eine Frage? Sonst stell ich einfach eine.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    es gibt bestimmt Bodenkarten, wo die Schwermetallbelastung in deiner Gegend/Landkreis aufgezeichnet ist. Der Ansprechpartner dazu wäre die zuständige Untere Naturschutzbehörde/Bodensschutzbehörde.


    Ansonsten kann ich leider keien weiteren gescheiten Angaben machen, da ich außer bei gilbenden Champignons (Cadmiumanreicherung) keine weiteren Schwermetallsammler im Pilzreich kenne.


    Für deine Anfrage wäre das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) in Berlin zuständig.


    l.g.
    Stefan

    Ach herrje,


    Leute das ist ein Pilzforum und kein Wettrennen! *kopfschüttel* Und nebenbei auch nicht Hase und Igel. Es sei denn ihr zaubert noch einen Hasenröhrling und einen Igelstäubling aus dem Hut. :D


    l.g.
    Stefan

    Hallo Andreas,


    ja eigentlich ist ja jetzt auch August. :D So langsam könnten schon die ersten Satansröhrlinge kommen. Was meinst du? :evil:


    Schöne Funde für die späte Jahreszeit. Eine Frage hätte ich aber noch; was macht der Lactarius im Bild und ganz links ist doch eher edulis als aereus; oder nicht?


    l.g.
    Stefan

    Hallo Dieter,


    neben guter Literatur ist es wirklich das allerwichtigste, dass du dich makroskopisch mit deinen Funden auseinandersetzt. Lerne deine Funde verbal zu beschreiben, achte auf "Kleinigkeiten", fertige Schnittbilder an und achte auf die Ökologie.


    Das ist der erste und wichtigste Schritt der Pilzbestimmung. Du kannst makroskopisch viel machen. Ein Mikroskoop wird dir u.U. auch nicht helfen; insbesondere dann nicht, wenn du nicht weißt, wonach du suchen sollst.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Sarah,


    was meinst du damit? Sporenpulverfarbe ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal; ich denke mal, das weißt du. So wird es eher schwer, dem Pilz auf die Schliche zu kommen. Andere Möglichkeit wäre ein Mikroskop.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    deine Nr. 12 ist sehr wahrscheinlich eine Inocybe. Lepiota hätte weißes Sporenpulver.
    Du hast ja geschrieben, dass der Fruchtkörper rötet und nach blumig riecht. Das tun Inocyben; ob es aber eine Art gibt, die beides kann, bin ich überfragt. ;)


    Ansonsten schöne Funde.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ich bin bei Trichloma kein Experte; kenne vielleicht nur 15 Arten oder so; aber die wenigstens genau.


    T. agyraceum/scalpturatum: Ich kenne beide Arten sehr gut und schließe die definitiv aus!


    T. sejunctum verfärbt sich meines Wissens nach nicht im Schnitt und kann demzufolge auch ausgeschlossen werden.


    Konkrete Vorschläge kann ich aber auch nicht liefern. :shy:


    l.g.
    Stefan

    Hallo Tanja,


    schöne Rätsel. Bei dem grauen würde ich mal instinktiv in Richtung T. scalpturatum gehen; zumindest so lange, bis ich mal den Lamellenansatz gesehen habe und den Geruch kenne. :evil:


    Bei dem 2. Bild würde ich auch zu B. citrina und Ascocoryne spec. tendieren. Die Lamellenpilze: Hier wäre die Sporenpulverfarbe hilfreich. Das einzigste, was mir zu dem einfällt, ist Psathyrella spadicea. Allerdings mit sehr großem Fragezeichen...


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    außerdem fehlt für Hebeloma sinapizans der Zapfen; oder darf der auch mal fehlen? :evil:


    Ansonsten ist Hebeloma spec. ein heißer Favorit für den Pilz. :D ICh denke mal das wird ohne Mikro nicht zu lösen sein. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo Matthias,


    ich kenne nur einen, der das bestimmen mit einer gewissen Erfolgsaussicht bestimmen kann und der heißt hier Tomentella im Forum. ;)


    Für mich sind diese Rindenpilze s.l. ziemliches Neuland.


    l.g.
    Stefan