Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Ralf,


    in der Tat wird dir die Frage niemand zu 100% beantworten können. Ich hatte mal Parasola misera in Kultur und die waren typisch. Ob sich andere Tintlinge anders verhalten, weiß ich nicht.


    Aber warum nicht einfach mal "Kultur"tintlinge untersuchen udn sehen. ob da was schlüssiges bei rumkommt.


    Übrigens haben wir 2 Tintlingspäpste. Hans und pilzmel. Außerdem kennt sich Nobi auch super mit (Dung)tintlingen aus; wären schon 3.


    Tintlinge werden auch zukünftig meine Baustelle werden, ich find die so spannend. :sun:


    l.g.
    Stefan


    Wochen später... habe ich nun auch einen Namen für die Schneeflocken: Schizophyllum commune - kommt das hin?


    (Ja, ich weiß, für Euch ist sowas ein alter Hut... aber als Anfänger seh ich das zum ersten Mal. Also jetzt zum zweiten, ich war noch mal da und die Pilze auch, bzw. noch besser: sie waren gewachsen (falls es denn immer noch die gleichen sind).)


    Hallo,


    würde ich dir ohne weiteres abnehmen.;)


    l.g.
    Stefan


    P.S. Die kleinen (Glimmer)Tintlinge sind übrigens auch sehr schön. Welche das nun aber genau sind, muss das Mikroskop entscheiden.

    Dünnschaliger Kartoffelbovist
    Scleroderma verrucosum (Bull.) Pers.




    Synonyme:
    Lycoperdon verrucosum Bull.
    Scleroderma verrucosum (Bull.) Pers.var. verrucosum
    Scleroderma verrucosum (Bull.) Pers. f. verrucosum
    Scleroderma verrucosum (Bull.) Pers. subsp. verrucosum
    Scleroderma verrucosum var. maculatum Peck
    Scleroderma cepa var. maculatum (Peck) Lloyd
    Scleroderma maculatum (Peck) Lloyd
    Scleroderma verrucosum var. fascirhizum Å ebek
    Scleroderma verrucosum var. violascens Herink
    Scleroderma verrucosum f. angustistipitatum


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Boletales --> Sclerodermataceae --> Scleroderma --> Scleroderma verrucosum



    Fruchtkörper: 3-6 cm breit, kugelig bis knollig, Scheinstiel bis 5 cm lang und meist gut ausgebildet; kann aber auch mal kleiner sein, Peridie bis 1mm dick, gelblich sehr braun-grauen Schüppchen, deren Größe extrem variabel ist


    Fruchtschicht: Sporenmasse (Gleba) jung weißlich, im Alter olivfarben bis schwarzbraun


    Speisewert: giftig


    Sporenmasse: bei Reife schwarzviolett; Sporen kugelig, (7)8 bis 10(11) µm im Durchmesser, mit bis zu 1,4 µm hohen separaten Stacheln


    Vorkommen: Mykorrhiza mit verschiedenen Laubbäumen; rel. häufig meist finde ich sie an Wegrändern, Grünanlagen oder Parks


    Verwechslungen: mit 2-5 mm dicker deutlich geschuppter Peridie --> Scleroderm citrinum
    mit glatter bis feingeschuppter dünner Peridie, fehlendem Scheinstiel und netzartig-ornamentierten Sporen--> Scleroderma bovista
    Der Leopardenfell-Kartoffelbovist Scleroderma areolatum sieht Scleroderma verrucosum sehr ähnlich. Die Schuppung der Peridie und die Ausprägung des Scheinstieles sind keine verlässlichen Unterscheidungskriterien. Lediglich die größeren Sporen von (8)9-12(14) µm mit deutlich größeren Stacheln (1,5-2,5 µm) können als einzig sicheres Unterscheidungsmerkmale dienen.


    Wissenswertes: Es wurden wenige Vergiftungsfälle dokumentiert, wo es bei größeren verzehrten Mengen von Fruchtkörpern von Scleroderma-Arten zu Bewusstseinsstörungen bis hin zu temporärer Erblindung kam. Die betroffenen Personen haben die Fruchtkörper verzehrt, weil sie meinten Trüffel gefunden zu haben. Näheres dazu: hier


    Bilder:







    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Scleroderma areolatum<
    >Scleroderma bovista<
    >Scleroderma citrinum<
    >Scleroderma cepa<

    Hallo,


    noch ein Tipp: denkt nicht zu kompliziert. Der Pilz ist in den Standardwerken drin; auch teilweise schön bebildert. Ich wollte mit dem Rätsel euch schon vor eine gewisse Herausforderung stellen; euch aber keinesfalls überfordern. :shy: :saint:


    Ich muss mir langsam ernsthaft überlegen, was ich euch zukünftig "zumuten" darf, ohne euch zu überfordern. Ich hoffe, dass mein nächstes Rätsel für euch wieder einfacher wird.


    Außerdem ist es vielleicht eventuell möglich, dass hier schon 1-2 Zaunphäle aufgestellt wurden. Ist zwar noch nicht Ostern. Aber wie heißt es doch so schön:


    Wer suchet, der findet. (oder so) :evil:


    l.g.
    Stefan


    Oder wir tragen das in den Portraits nach; auch eine Variante...


    l.g.
    Stefan


    Eine weitere mögliche Frage, die vielleicht anderen besser gefällt, wäre auch : Frage nach Schleimigkeit des Hutes (bzw. Stieles). Was meinen die anderen zu der Frage: erstmal vielleicht nur nach Schleimigkeit des Hutes?


    Wir können nach der Auflösung das gern diskutieren. :thumbup: Eine Frage nach Schleimigkeit finde ich übrigens gut. Das Angebot mit den 4 Fragen steht übrigens noch.


    l.g.
    Stefan

    Eine Frage habe ich zu dem Träuschling:
    Wie sieht denn die Lamellenschneide im Gesamtbild aus? Stropharia aeruginosa hat ja auch Chrysozystiden auf der Lamellenschneide, die sind nur halt eher spärlich verteilt und keulige Zystiden ohne Inhalt überwiegen.


    Hallo Dieter,


    ja wirklich große klasse deine Mikrobilder. :thumbup: Ich komme da mit meinen nicht ran; ok ich hab auch kein Fototubus etc. ;) Zu deinen Helmlingsbestimmungen kann ich wenig beitragen. Ich kenne mich da zu wenig aus.
    Die "Strobilurusse" hast du aber richtig bestimmt. Die Mühe mit dem Sporen und Cheilos ausmessen hättest du gar nicht machen brauchen. Dort ist die Form der Cheilos wichtig und ob die mit Kristallen oder einer Harzkappe besetzt sind.


    Die Sache mit den Chrysozystiden hat dir Pablo schon erläutert. Im Exsiccat kollabieren die übrigens schnell. Wichtig ist, dass du dich erstmal mit den gängigen Schlüsseln vertraut machst und die dann "abarbeitest". Das ist so ziemlich der einzige Weg unbekannte Pilze sicher zu bestimmen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Pablo,


    danke für den Hinweis. Ich hab das Schriftbild angepasst.


    Erklärung Mikroskopier-Trick: Das ist ein kleiner Trick, den ich von WolfgangP auf der letzten Boletus-Tagung erhalten habe. Scleroderma-Sporen sind stark hydrophob. In Verbindung mit Wasser erzeugt das winzige Luftblasen, wodurch die Sporen unscharf erscheinen, bzw. die Höhe des Ornaments nicht gemessen werden kann.
    Wenn man aber anstatt des Wassers nun Immersionsöl als Einbettungsmedium nimmt, ist das Sporenornament gestochen scharf. Der Trick stammt eigentlich aus der Pflanzenmikroskopie und wird schon seid vielen Jahren für die mikroskopische Untersuchung von Pollen eingesetzt.


    l.g.
    Stefan


    Na jetzt stellt euch mal nicht so an. :evil::saint: Wenn ihr den Pilz einmal gezeigt/erklärt bekommen habt, dann ist erkennt ihr den auch 100pro wieder. Übrigens ist auch die Pilzbestimmung innerhalb der Gattung auch nicht so schlimm, wie es von einigen hier angedeutet wird; zumindest nicht in jedem Fall. Ein guter Bestimmungsschlüssel ist da aber auf alle Fälle Vorraussetzung und ein Kurs kann auch nicht schaden. :giggle:


    l.g.
    Stefan


    Zwischenfrage:


    wenn es hier ein Schleierling wäre, würde man dann nicht irgendwo zumindest nicht einen kleinen Rest der Cortina sehen? Bei den Klumpfüßen etc. bleibt ja gern ein kleiner (kaum sichtbarer) Rest am stiel zurück in dem sich dann die Sporen verfangen wodurch man die Cortina dann eben doch erkennen kann.


    Oder gibt es in dieser Größe auch Cortinarien die dieses verhalten so gar nicht aufweisen?


    Die Beantwortung deiner Frage ist wie Lotto-Spielen. :D Prinzipiell hast du recht, aber solch kleinen "Reste" an Cortina, wie du schreibst, können durchaus auch mal verlustig gehen, durch Regen oder mechanischen Abrieb beim Anfassen/Entnehmen der Fruchtkörper etc.


    l.g.
    Stefan

    Netzsporiger Kartoffelbovist


    Scleroderma bovista Fr.




    Synonyme:



    Scleroderma verrucosum subsp. bovista (Fr.)


    Scleroderma verrucosum var. bovista (Fr.)


    Tuber fuscum Corda


    Scleroderma fuscum (Corda) E. Fisch.




    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Boletales --> Sclerodermataceae --> Scleroderma --> Scleroderma bovista



    Fruchtkörper: kugelig-knollig, 2-6 cm, Scheinstiel nur kurz oder fehlend, Peridie gelblich bis graubraun, selten stellenweise auch weinrötlich, glatt oder fein geschuppt (Schuppen nicht erhaben), 1-1,5 mm dick, Hyphen mit Schnallen


    Fruchtschicht: Sporenmasse (Gleba) jung weißlich, im Alter olivfarben bis schwarzbraun


    Speisewert: giftig


    Sporenmasse: Sporen kugelig, (8) 9-11 µm im Durchmesser, mit bis zu 1,5-2 µm hohem regelmäßigem netzartigem Ornament, dunkelbraun


    Vorkommen: Mykorrhiza mit Eichen, Linden, Kiefern und Zedern und eventuell noch andere Baumarten. Kommt in Parks, Gärten, Kiefernforsten, Eichen-Hainbuchenwäldern, Auwäldern, Buchenwäldern und an Wegrändern vor.


    Wissenswertes: Es wurden wenige Vergiftungsfälle dokumentiert, wo es bei größeren verzehrten Mengen von Fruchtkörpern von Scleroderma-Arten zu Bewusstseinsstörungen bis hin zu temporärer Erblindung kam. Die betroffenen Personen haben die Fruchtkörper verzehrt, weil sie meinten Trüffel gefunden zu haben. Näheres dazu: hier


    Verwechslungen: mit 2-5 mm dicker deutlich geschuppter Peridie --> Scleroderm citrinum
    mit deutlichem Scheinstiel und Sporen mit stacheligem Ornament --> Scleorderma areolatum und Scleroderma verrucosum


    Bilder:




    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Scleroderma citrinum<
    >Scleroderma verrucosum<
    >Scleroderma areolatum<
    >Scleroderma cepa<

    Hallo,


    meines Wissens nach ist (beschränkt auf die Kohlebeeren) die Nebenfruchtform von H. howeianum die einzigste, die so aussieht. Und ja warum können nicht 2 Kohlebeerenarten auf dem Ast wachsen.


    Bei deinem 2. Beitrag halte ich auch die kleineren Pyrenos für Annulohypoxylon cohaerens. Ich bin auch kein Pyrenoexperte; habe aber von Toffel die häufigsten erklärt/gezeigt bekommen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    Öhrling war schneller. Ich sehe das genau so. Solche helle Hutfarben und milchkaffeebraune Lamellen passen super zu Fälblingen. Deine Geruchsangabe "rübenartig" übrigens auch.


    Was das für einer ist, kann dir von der Ferne keiner genau sagen. Fälblinge sind ein Kapitel für sich. H. crustuliniforme ist sicherlich eine Option; aber auch nur eine Option...


    l.g.
    Stefan


    Na dann als kleiner Denkanstoß nur für dich. Es ist die Gattung, an die man bei "fädigem Velum" zuerst denkt. ;)

    Reaktion mit Kalilauge kann eine gute Frage sein. Sie müsste allerdings geschickt formuliert werden.


    Das stimmt. Und da bin ich mir auch noch bzgl . der genauen besten Fragestellung etwas unschlüssig.


    Und das ganz gemeine: Bei einer Untergattung,die ich für möglich halte, finde ich gerade gar nichts zu der Farbreaktion und frage mich, ob das heißt, daß keine da ist :/


    Sagen wir mal so. Kalilaugen-Reaktion macht nur bei einer Untergattung Sinn und dort auch nur bei der Hälfte. Die andere Hälfte hat keine Reaktion. Zudem gibt es 2 mögliche Positiv-Reaktionen auf KOH in der besagten Untergattung. Deswegen sollte auch die Frage so gut formuliert werden. :giggle:


    l.g.
    Stefan


    Also mich überrascht die Antwort auf die erste Frage nicht. Der einzige Gewinn für mich ist der, daß eine fototechnisch gar nicht passende Nebenidee, auf die ich nur wegen der Hinweise kam, jetzt wirklich ausgeschlossen ist.


    Ich habe immer noch nicht getippt.


    Ich bin immer noch für die Frage nach der Reaktion mit Kalilauge.


    Hallo Safran,


    deine Idee aufgrund der Hinweise würde mich dann schon zur Auflösung interessieren. ;)


    Reaktion mit Kalilauge kann eine gute Frage sein. Sie müsste allerdings geschickt formuliert werden. Ich schreib dann bei der Auflösung noch was dazu.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Frank,


    auch von mir alles Gute. Ich wünsche dir auch alles erdenklich Gute; vor allem Gesundheit. Danke, dass du unser Forum so wunderbar betreust.


    Hier ist noch der obligatorische Strauß Pilzblumen; ääh Blumenpilze. Oder so. :evil:



    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    die "Sternchen" gehören sehr wohl dazu. Das ist die Anamorphe (Nebenfruchtform) zu deiner gezeigten Art:


    Hypoxylon howeianum die Zimtbraune Kohlenbeere.


    Ansonsten gebe ich dir recht. Kohlebeeren makroskopisch auseinanderzuhalten ist wirklich teilweise schwer. Du kannst die Anhand der Form, Größe, Vorhandensein von Anamoprhen und des Substrates auseinanderhalten. Zudem kannst du mittels 20%iger KOH auch Pigmente aus den Fruchtkörpern lösen. Deren Farbe ist auch noch ein wichtiges Bestimmungskriterium.


    Der Rest ist Fall fürs Mikroskop...


    l.g.
    Stefan