Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    ich hab ne gute und ne Schlechte Nachricht für dich. Die Gute: ich kann dir einen Startpunkt geben; die Schlechte: such mal bei Inocybe. :evil:
    Ohne mikroskopische Daten, kannst du eine Bestimmung vergessen. Hat dein Fund einen markanten Geruch? Mörtelbrühe oder honigartig vielleicht?


    l.g.

    Hallo Mario,


    das war nur eine Idee, weil das Bild von I. melanopus in den Großpilzen deinem Fund schon sehr ähnlich sieht und auch auf der Website von Ditte sich die Mikromerkmale schone ein bisschen ähneln; insbesondere auch die Zystidenform). Diese ist auffällig. Bei meinen bisherigen Funden hatte ich das so noch nicht. Es ist ein Glattsporer, die Sporen sind rel. klein. :/


    Was noch gut wäre wenn du die Cheilos, Pleuros und Sporen komplett (auch Breite) vermessen könntest Mario. Ich hoffe, dass Ditte oder Helmut hier noch was schreiben. Ich hab zumindest keine konkrete Idee; ich kenne auch leider zu wenig Arten...


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    sorry, dass ich hier nochmal kritisch werde. :cool: Ein wichtiges Merkmal ist auch der Stielring und der sieht überhaupt nicht nach M. procera, sondern eher nach M. rhodosperma aus; die "doppelte" Laufrinne des Parasols fehlt...
    Wenn schon, dann auch die Gesamtheit der Merkmale. :evil: Aber ich gebe euch gerne recht, dass dies nur Tendenzen sind. Schade, dass der Stiel fehlt.
     
    l.g.
    Stefan

    Hallo Mario,


    mal eine sehr gewagte Idee, weil ich die Art nicht kenne; aber vielleicht wäre I. melanopus eine Option...


    Du kannst das ja mal mit Dittes Website abgleichen.


    l.g.
    Stefan
    [hr]


    Hallo Mario,
    vergleiche die Mikromerkmale doch auch mal mit Inocybe sindonia - von der "Optik" her erscheint mir das sehr ähnlich zu den Pilzen, die ich schon mal gefunden hatte (und gerade wieder, zumindest makro....)


    http://www.inocybe.org/unterga…ybe-glattsporer/sindonia/


    http://www.pilzforum.eu/board/…hlight=sindonia#pid246873


    Hallo abeja,


    ich finde es schon etwas äähm aus heutiger kritisch solche Bestimmungen ohne Mikro vorzunehmen. (dein 2. verlinkter Thread). Der bereifte Stiel muss schon mikroskopisch abgesichert werden. Rein makroskopisch ist das nicht zu machen, sorry.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ich muss mich schon etwas wundern, du fragst Reizker an und machst keine Angaben zu den Begleitbäumen? Der große sollte schon ein Fichtenreizker sein; bei den kleinen wäre noch L. deliciosus drin; allerdings sollten dann auch Kiefern am Fundort gestanden haben...


    l.g.
    Stefan

    Hallo Anna,


    auch von mir Alles Gute zu deinem Ehrentag, besonders Gesundheit und Erfolg in allen Lebenslagen. Bleib bitte auch weiter so eine liebe Freundin. <3 Ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen; vielleicht sogar im Elbsandseingebirge, wo ich dir endlich mal die Geburtstagslok, die ich dir schon mit den besten und tollsten Glückwünschen auf die Reise geschickt habe, persönlich zeigen kann. :cool:


    Den obligatorischen vollen Pilzkorb hast du nicht mehr nötig; du bist ja jetzt schon von der Speisepilzsammlerin zur Mikroskopikerin aufgestiegen. :thumbup: :evil: Deswegen wünsche ich dir immer spannende Pilzfunde, die du auch hoffentlich rausbekommst. :cool: :giggle:


    Ganz liebe Grüße auch an Stefan.



    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    eine Verzehrsfreigabe gibts von keinem von uns, weil wir den Zustand der Fruchtkörper schlecht einschätzen können anhand der Bilder. Unter Umständen sind Fruchtkörper schon vorgeschädigt, was wir anhand der Bilder nicht sehen können. Dazu brauchen wir dne Fruchtkörper in der hand. Hinzu kommt noch, dass wir hier nur Bestimmungsvorschläge geben.


    Übrigens ist die favorisierte Art noch nicht in ielen der gängigen Pilzbüchern drin. Die Art wurde auch erst vor ein paar Jahren neu beschrieben. Ich kenne auch einige PSV, welche deinen Fund als Parasol ansprechen würden.


    Um auf deine Frage zurückzukommen: Prinzipiell ist M. rhodosperma essbar. Wenn du sicher gehen willst, ob du den wirklich essen kannst, solltest du deine "richtige" PSV aufsuchen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    Nadelwald ist ein ziemlich weiter Begriff. ;) Standen dort auch Kiefern oder nur Fichten? Dann wäre noch wichtig: Hast du mal gekostet? Bzw. kannst du mal Bitte ein Bild von der Stielspitze mit Lamellenübergang machen. Es käme vielleicht auch noch Lactarius picinus in Frage.


    Mohrenköpfe habe ich unlängst auch gefunden. Hier kannst du gern auch mal vergleichen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,
    auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. Um es ganz kurz zu machen. Aus meiner Sicht ist kein kein Parasol, sondern eine sehr nahe verwandte Art, nämlich Macrolepiota rhodosperma.


    Freut mich übrigens sehr, dass du eine persönliche PSV hast; nicht viele haben so ein Privileg. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    bis auf eine sehr untypisch pigmentierte Netzhexe fällt mir leider zu dem nix weiter ein. Andererseits ist es aber auch gut möglich, dass es noch was wesentlich besseres ist. Ich bin mit den seltenen Röhrlingen leider nicht so vertraut...


    l.g.
    Stefan

    Mal ein Erklärungsversuch:


    Karbolegerlinge enthalten zwar tatsächlich reines Phenol, aber eben nicht nur. Man riecht das Gemisch.
    "Karbol" soll so heißen, weil man es erstmals aus Steinkohlenteer extrahierte (carbo = Kohle und oleum = Öl). Keine Ahnung, warum man das nachträglich umbenennen musste, die Endung stimmt doch.
    Und wer weiß, was für ein Gemisch genau man im 19. Jahrhundert als Desinfektionsmittel benutzt hat. Natürlich kein reines Phenol, sondern stark verdünnt, bestimmt auch mit anderen Alkoholen. Und sicher nicht unter Laborbedingungen (häufige Wiederverwendung), sich bildende Phenolate mögen auch anders riechen. Vielleicht so wie Karbolegerlinge ;)


    Hallo Verena,


    danke für dein Erklärungsversuch. Ich hab mir inzwischen auch so was gedacht. ;) Die nachträglich Umbennung ist der IUPAC geschuldet. Sie hat Regeln für die Nomenklatur von chem. Verbindungen erstellt. Das Wort "Karbol" ist zu unpeszifisch. Ich hab gerade auch nochmal die Artikel über Phenol und Benzen überflogen. Schon sehr interessant, was unsere Vorgänger alles für tolle Theorien aufgestellt haben, gerade was die Struktur von Benzen angeht. Leider ist so was im Studium damals zu kurz gekommen. Wir haben uns da eher auf Synthesewege beschränkt. Im Hauptstudium beschäftigten wir uns dann fast nur noch mit der Analytik.


    l.g.
    Stefan

    14.) zum Champignon: ... Was also bleibt: nicht rötend, medizinisch im Geruch (kein Marzipan, kein Ouzo - also wohl doch eher Karbol, von dem ich nicht weiß, wie das riecht - medizinisch nehme ich an :)


    Hallo,


    ich hab mal nach "Karbol" gegoogelt. Der Begriff ist mir damals im Chemiestudium nicht untergekommen. Wenn ich dem Wiki-Artikel glauben darf, ist das ein alter Trivialname von Phenol. Das wurde früher in Desinfektionsmitteln eingesetzt. Für mich war das eine Überaschung, denn der Karbolgeruch der Karbolegerlinge ist doch etwas sehr verschieden als der Geruch der Reinsubstanz Phenol.


    l.g.
    Stefan


    Für diese Exemplare ist es vermutlich zu spät. Evtl. finde ich ja an der Stelle noch weitere Exemplare.


    Jetzt will ich's wissen. Ich hab ein Uralt-Mikro im Keller und wäre bereit es zu reaktivieren. ;) Welche Vergrößerung bräuchte ich denn mindestens? Komm ich hier auch ohne Chemikalien weiter?


    Hallo,


    stell dir das nicht zu einfach vor. Du brauchst neben einem (guten; kein "Aldi") Mikro, wie du bereits gesagt hast, noch einiges an Chemikalien für die Täublingsbestimmung:


    Sulfovanilin (kannst du dir aus Vanilin und konz. Schwefelsäure selber herstellen), Eisen-II-Sulfat, Karbolfuchsin, KOH; Guajak, Phenol.
    Dann musst du auch wissen, wie du die Präparate herstellst. Das ist auch nicht ganz so einfach.


    Die Vergrößerung ist übrigens nicht ganz so entscheidend. Ich benutze viel die 400-fache Vergrößerung. Aber es ist auch wichtig, 1000fach vergrößern zu können.


    Aus meiner Sicht wäre es sinnvoller, wenn du dir in deiner Gegend, wo du wohnst, jemanden suchst, der Pilze schon mikroskopiert und du schaust ihm über die Schulter...


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    dein Lacktrichterling ist einer. Laccaria laccata s.l. um genau zu sein. Die ARtengruppe kannst du nur mikroskopisch trennen.


    Dein Täubling: Für mich sieht das so aus, als ob die Huthaut nicht die Lamellen komplett überdeckt. Soll heißen, dass die Lamellen unter der Huthaut übersehen. In dem Falle wäre es R. vesca. Hast du die Aufnahmen bei Kunstlicht gemacht? Die Hutfarbe ist etwas untypisch.
    Standen am Fundort Buchen, Eichen oder Birken?


    l.g.
    Stefan

    Hallo Norbert,


    laut Gröger ist das der einzige mit runden Zellen in der Huthaut. Was mich aber etwas stört sind diese flaschenförmigen Elemente. Auch ist mir der Hut etwas zu hell. Über die Sache mit dem Geruch habe ich je schon oben was geschrieben.


    Ach ja, ich kenne mich mit Clitocyben überhaupt nicht aus. Das ist das Gleiche bei mir wie bei Melanoleuca und Leucoagaricus. Die "übersehe" ich immer.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Norbert,


    ich würde gerne noch ein paar Bilder der Huthaut sehen. Die kugeligen Zellen müssten eigentlich recht häufig in der Huthaut vertreten sein. Übrigens: Wie roch dein Fund? Der Ranzige T. hat einen recht markanten, aufälligen (ich wills mal mit staubartig beschreiben) Geruch.


    l.g.
    Stefan