Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Uwe,
    eine sichere makroskopische Trennung ist bei der Gruppe um G.marginata leider nicht möglich, selbst die mikroskopischen Unterschiede sind oft nur marginal.


    Hi,


    das ist doch auch eine schlüssige Erklärung, wie der botanische Name von dem Gifthäubling entstanden ist. Makroskopische und mikroskopische Unterschiede zwischen den Vertretern aus der Gruppe sind marginal. :giggle: :saint:


    l.g.
    Stefan

    Hi,



    fangen wir mal an. Ich muss langsam ins Bett. Hier kommt der Anfang:


    1. Ein altes Apothecium; Sporengrößen 55-60 x ca. 30 µm mit leichtem gerieftem Ornament. Ich vermute hier einen alten Ascobolus immersus oder kommt da noch was anderes in Frage?



    2. Eine Coniocheta:


    Mit Richardson&Watling komme ich auf Coniochaeta scatigena. Kann das hinkommen? Auf alle Fälle ist das ein Erstfund, weil ich hatte bisher keinen Vertreter aus der Gattung. Die Keimspalte der Sporen ist auf alle Fälle unterm Mikro schön zu sehen.


    Sporengrößen: 23-25 x 13-15 µm Asci: 168-180 x 23-27 µm







    l.g.
    Stefan

    Zitat


    24 Dieses Bild geht speziell an climbingfreak. Das ist dieser ominöse Mini-Parasola auf Hasenköttel, welcher dann wohl doch keiner war.
    Vielleicht war es aber wirklich eine vertauschte Probe. :/


    @ climbingfreak: das interessiert mich doch auch sehr, konnte ihn dir einfach nicht richtig beschreiben, dieses zarte Sternchengebilde...


    Hi,


    davon hab ich in meiner Dose dann nix mehr gefunden. Der war leider zu klein und zu schnell zerflossen. Wenn es aber wirklich eine Parasola war, dann wäre P. misera eine sehr gute Option. Ohne Mikrodaten ist das aber auch nur Spekulation.


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    Nobi, Eike und ich haben auch genug geilen Sch*** von der Buntwiese mitgenommen, wenn ich das mal so sagen darf. :D Ich hab gerade meinen ersten Dungpilz auf Hasendung vom Nordtreffen unterm Mikro gehabt.


    Ich bin der Meinung, dass ich hier eine separate Rubrik eröffnen sollte, weil ich mit meinen Bestimmungsanfragen/Bestätigungsbitten dort den "Flow" nicht stören mag. Ich hoffe auf viele persönliche Erstfunde.


    Bilder der ersten Bestimmungsanfragen folgen. Ist auch ein schönes Mittel die Spannung hochzuhalten. :cool:


    l.g.
    Stefan


    100 Arten waren bei Uni-Exkursionen oft auch im Spätherbst bald erreicht, dazu hab ich die 50 Pflicht-coprophilen wortwörtlich aus einem Beitrag übernommen. Climbing-Stefan hatte Phytobuch und Interesse dabei - und diese machen, angefangen mit verschiedensten Mehltauarten meist jede Fundliste lang, und zusätzlich waren ja einige Leute dabei, die sich mit den vielen Pilzen sehr gut auskennen, die sich bei jedem Wetter immer noch an Holz festhalten :)


    Hi,


    um ehrlich zu sein: die 300 Arten waren schon eine interne Vorgabe vom ersten Tag. :D Das Ziel erschien mir auf jeden Fall erreichbar. Ich hab ungefähr auch so geschätzt, wie Eberhard. Leider habe ich zu der Fundliste nur ca. 20 Phytos beitragen können, denn die Pflanzen auf den offenen Flächen waren alle so schrecklich gesund. :evil: Zudem war die Vegetationsperiode entsprechend ungünstig. Auf der Buntwiese musste ich mir mindestens 40 Eichen ansehen, bis ich endlich da den ubiquitären Eichenmehltau Erysiphe alphitoides an einem Blatt fand.
    Die vielen Arten sind hauptsächlich durch die kleinen Ascos auf Holz und Dung, Rindenpilze und die ganzen Nabelinge, Keulchen und sonstige Dünenpilze auf den offenen Standorten zusammen gekommen und den Leuten, die son Zeug bestimmen können: Matthias Lüderitz, Eike, Pablo, Torsten Richter, Maren, huperzia. Also alle Mikroskopiker bei dem treffen außer mir. :D Inocyben gab es auch kaum, so dass ich persönlich mich besonders auf die Standardarten konznetriert habe (Diatrypella favacea, Diatrype undulata, Colpoma quercina, rötliche Laccarias, Ascocoryne-Arten) und mich auf die ganzen Stropharias, Tintlinge und Kahlköpfe in der Nachbestimmung gestürzt habe.


    l.g.
    Stefan


    ..haben alle Fischgeruch (spätenstens nach dem Bräunungstest an den verletzten Stellen)...


    Ich habe jüngst erfahren müssen dass ich den besagten Fischgeruch nicht wahrnehmen kann. Meiner Freundin verzog angeekelt die Nase - ich roch lediglich einen alten Täubling. Das macht es natürlich etwas schwieriger einen Heringstäubling im Feld anzusprechen :(


    Das Zaubermittel in dem Fall ist dann immer noch der Eisen-II-Sulfatkristall. Übrigens danke für das Sternchen. :sun:


    Hi,


    ganz einfach; Heringtäublinge weisen eine Bräunung des Stiels auf Druck auf, haben alle Fischgeruch (spätenstens nach dem Bräunungstest an en verletzten Stellen), und eine Grünfärbung der Pilztrama mit Eisen-II-sulfat. Die Untersektion ist also schon im Feld sehr gut anzusprechen... Die genaue Artbestimmung kann dann manchmal sehr kompliziert werden...


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    ja der erste Tag war für mich ein schönes Warm-Up. :cool: Nobi und ich sind 9:30 uhr in Dresden gestartet und wir waren gegen 15 Uhr in Poyenberg. Pabloud Jan-Arne kamen gleichzeitig an. Wir entschlossen uns zu einem ersten kleinen Spaziergang. Ich hab da wirklich mangels anderer Funde sehr viele Grashalme und Blätter umgedreht und wurde sogar gut fündig (insgesamt 10-12 Phytos am ersten Tag). Einen nicht allzuhäufigen Mehltau an Brennessel, Phragmidium bulbosum an Brombeere, Eichenmehltau...


    Immerhin einen recht schnuckligen Tintling hat Pablo gefunden, der sich nach kurzer mikroskopischer Bestimmung als Copinopsis ellisii entpuppt hat. Viele Inocyben haben wir leider nicht finden können, dafür aber gabs als Trost ein paar schöne Tinlinge. Im Lauf der Tagung habe ich dann auch von Torsten Richter noch 1-2 Dungtintlinge zur Bestimmung erhalten. Dann noch ein paar Dermocyben, Laccarias schöne Ascomyceten und viele tolle Menschen, schöne Gespräche und gutes Essen. Da vielen die wenigen Inocyben gar nicht groß ins Gewicht.


    Nach und nach trafen die anderen Teilnehmer ein. Am meisten war ich, wenn ich ehrlich sein soll auf Hans (nochn Pilz) und Eike gespannt. Die Wiedersehensfreude mit Pablo, Melanie, Jan-Arne, Safran, Zimtsternchen und Tanja war riesig. Ich hab alle ein Jahr lang nicht gesehen.


    Insgesamt kann ich sagen, dass ich mich auch schon am ersten Tag sehr wohl gefühlt habe. Bebilderte Berichte folgen im in den Fortführungsthreads.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    ich bin leider kein Lyophyllum/Tephrocybe-Spezialist, deswegen kann ich zu deinem Vorschlag nix sagen. Mich erinnert dein Fund vom Habitus her eher an eine Mycena; ist aber auch nur so ein Bauchgefühl.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    ja ich bin auch für die Vorstellung des Gebietes von einem Fachkundigen. Vielleicht kann Phillipp mir bei der Pflanzenbestimmung helfen. Ist es eigentlich ok Pflanzen zwecks Phytoparasitenbestimmung mitzunehmen?


    Ich bringe extra den Klenke/Scholler mit. Außerdem wäre es wirklich mal spannend da auf Phytojagd zu gehen.


    l.g.
    Stefan


    Yep und such mal nach dickwandigen Cheilocystiden; gern auch Kristallbeschopft. Dein Fund ist komisch. Von der Huthautstruktur her, sieht das Ding aus wie I. fuscidula; vom Gesamthabitus erinnert es an eine Dermocybe.


    Ums mal kurz zusammenzufassen: Sporen glatt (ohne Warzen), mandelförmig, dickwandige Cheilocystiden mit Kristallschopf; evtl. auch Sporen höckerig, eckig; mit den beschriebenen Cheilos ---> Inocybe
    Sporen mandelförmig und mit warzipem Ornament, ohne markante Cheilocystiden ---> Cortinarius (einge Cortinarien haben markante Cheilos), aber meines Wissens können das keine Leprocyben oder Dermocyben


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr 2,


    bei den grauen Ritterlingen bin ich bei der Bestimmung nur aufgrund von Bildern sowieso raus. Ich muss gestehen, dass ich bisher nur einmal T. portentosum in der Hand hatte und da sah die Hutoberfläche vollkommen anders aus; nicht so dicht geschuptt.


    Mir war es nur wichtig zu wissen, ob T. protentosum auch bei Fichte vorkommen kann oder nicht.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    ich halte deine Bestimmung für unwahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich. Mir fehlt z.B. die Gürtelung, Natterung, wie ich ihn von C. rubellus her kenne (zumindest Bildtechnisch); live gesehen habe ich den noch nie. Zudem ist mir der Hut zu faserig für eine Leprocybe. Ich meinte zuerst, dass du uns eine Inocybe zeigst. Wenn ich mich recht entsinne darf auch mal I. flocculosa gelbe Lamellen haben. :/


    Für mich hast du trotzdem eine Dermocybe gefunden; wahrscheinlich C. croceus. Die leuchtend olivgelben Lammellen sind auf den Fotos gut zu sehen. Meine Inocybe-Idee will ich aber auch nicht ausschließen. Mikroskop hast du nicht, denn dann könnten wir zumindest sehr schnell die Gattung klären.


    l.g.
    Stefan


    P.S. hatte der einen markanten Geruch?

    Hi,


    das sind Hallimasche; allerdings ist die genaue Artbestimmung aufgrund von unscharfen Bildern und fehlender Stielbasis nicht möglich. Übrigens ist die Artbestimmung bei Hallimaschen auch mit scharfen Fotos und Stielbasen schwierig. :D


    l.g.
    Stefan