Beiträge von Climbingfreak

    Hallo,


    nach meiner letzten Pflanzenanfrage möchte ich euch gerne mal den entsprechenden Mehltau dazuvorstellen. Er heißt Podosphaera aphanis und kommt u.a. an verschiedenen Rosacaean; u.a. auch an Erdbeeren und Alchimilla (Frauenmantel) vor. Hier mal ein Foto.



    Makroskopisch sind echte Mehltaue immer an dem typischen weißen, abwischbaren Belag auf den Blättern zu erkennen. Mikroskopisch bieten Echte Mehltaue nicht viel. Man sieht Hyphen, die an einigen Enden Konidien abschnüren. Sehr oft sind diese tonnenförmig und in Ketten angeordnet. Bei einigen Arten können diese auch mal mehrere Formen annehmen oder aber nur einzelne Konidien gebildet werden.




    Eine Einteilung der Arten erfolgt über die Form Anhängsel an den Chasmothecien/(verkappte Cleistothecien; Fruchtkörperform mit dicker Hülle und darin enthaltenen rundlichen Asci). Beispielfotos. Diese Fruchtkörper werden zur Überdauerung und zur Neukombination der Gene am Ende der Vegetationsperiode gebildet. Derzeit werden diese aber nur auf Blumeria graminis (kommt auf allen Süßgräsern vor) gebildet. So bald ich mal ein paar Schöne Fotos von Chasmothecien machen kann, reiche ich diese nach.


    Ich hoffe der kleine Exkurs hat euch gefallen.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    zu deinem A. bitorquis: Ich wäre da vorsichtig. Ich sehe den Doppelring nicht; das kann auch gut ein anderer Vertreter aus der Gruppe sein.


    A. strobiliformis sollte passen.


    C. gallica kenne ich nicht so resupinat. Kann dein Fund nicht auch eine verkappte Datronia mollis sein?


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    mal ein kleiner Zwischenbericht vom Bielatal. Ein überalter Flocki, die ersten Perlis und "Graue", erste nicht näher bestimmte Rotfüße s.l., erster Grauer Faltentintling des Jahres.


    Dann kann ich noch die Suchanregungen für echte Mehlataue und Rostpilze geben. In dem Bereich "geht gerade die Post" ab. Ich habe schon einige selten dokumentierte Arten gefunden. :cool:


    Achtet mal auf Mehltaue an Spitzwegerich (Konidien mit Fibrosinkörpern unterm Mikro) und auf die beiden Ramularias (violette Blattflecken auf Ampfer; Rumex acetosa). Leider alles nur mit Mikro zu bestimmen.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    was mich noch umtreibt: Du weißt schon, dass Fusarien nur Anamorphe von diversen Hypocreales sind? Die Teleomorphen gehören den unterschiedlichsten Gattungen an. Welche "Fusarien" interessieren dich denn dabei genau?


    l.g.
    Stefan

    Hallo Bernd,


    na ja es gibt einerseits dieses Tool und andererseits noch die "Schnellsuchleiste" oben rechts, wo aber nur nach Threadtiteln mit dem entsprechenden Begriff gesucht wird.


    Wenn z.B. jemand einen Thread mit den Worten Lactarius, zonarius und acerrimus im Titel hier im Forum erstellt hat, brauchst du nur die drei Wörter in die Suchmaske eingeben und suchen. Bei dem Suchtool ist das auch möglich; da wird aber auch noch zusätzlich die Beitragstexte nach den Begriffen durchsucht.


    Eine Und-, bzw. Oder-Funktion gibt es meines Wissens nicht.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    die Sendung ist bei mir wohlbehalten angekommen. Leider komme ich erst nächste Woche dazu mir das anzusehen.


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    vielleicht aber auch mehrere. ;) Ich denke mir mal, dass es noch nicht erforscht wurde. So was rauszubekommen ist leider auch nicht trivial; erstmal müsste herausgefunden werden, bei welcher Mehltauart das Wachstum inhibiert wird. An beiden Pflanzen kommen nämlich 4-5 Arten vor, wobei 2 Arten beide Pflanzen besiedeln können...


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    schade, dass du kein Schnittbild von deinen Rotfüßchen eingestellt hast. Ich denke eher, dass es sich hier um Falsche Rotfüße Xerocomellus porosporus handelt. Zumindest ist so ein feldriges Aufreißen der Huthaut typisch, was ich bei X. chrysenteron seltener beobachte.


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    Hack vom Rind und Schwein sind ne andere Hausnummer als Geflügelhack. Das hat zwar was mit Keimen zu tun, aber nicht so wie du denkst...


    Es geht hier vielmehr um Salmonellen, Campylobacter usw., die tendenziell immer im Geflügelfleisch enthalten sind. Es ist leider vorgekommen, dass über Geflügelfleischsaft andere Lebensmittel bei der Zubereitung damit kontaminiert wurden. Deswegen auch die ganzen Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise. Das hat mit mulitresistenten Keimen primär erstmal nix zu tun. Diese Vorfälle passierten schon vor dem "Entstehen" der Mulitresistenten Keime. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    na ja; ich habe mal 2 Begriffe in Google eingegeben und habe einen möglichen Kandidaten bekommen, von dem ich noch nie was gehört habe. :D


    Wie ich den auf dem Rätselsbild aber hätte erkennen können, erschließt sich mir allerdings nicht so ganz...


    l.g.
    Stefan


    P.S. der 2. Jokerteil ist für mich noch der einfachere; bis vor 2Minuten war mir nicht klar, was das mit Schnecke sollte. :/

    Hallo in die Runde,


    erstmal vollkommen richtig Ralf. :thumbup:



    Da für das Tier für jedes Kilo Fleisch ca. 7 Kilo pflanzliche Nahrung aufnehmen muss, werden auch die Inhaltsstoffe dieser 7 Kilo im Tier akkumuliert. Da sind dann gleich ein paar mal mehr von dem Gift drin...


    Ich habe mir die chem. Struktur von Glyphosat gerade mal angesehen. Ich sehe dort keine Akkumulationsgefahr im Tier, denn


    1. ist es ein recht polares Molekül.
    2. Gibt es genug reaktive Gruppen im Molekül, was eine schnelle Metabolisierung und Ausscheidung gewährleistet. So traurig das klingen mag; die Nutztiere, welche Glyphosathaltige Futtermittel fressen, sind eine Art "Filter/Entgifter" für uns Menschen; bezogen auf Glyphosat; nicht auf andere Rückstände/Kontaminanten. Inwieweit noch die Metabolite von Glyphosat für uns toxisch sind, weiß ich natürlich nicht...
    Akkumulationsgefahr besteht bei lipophilen Substanzen, wie z.B. "Dioxinen", PCBs oder PAK z.B. (nur mal zur Info)



    Fleisch aus der Massentierhaltung ist ein Gesundheitsrisiko. Das steht sogar auf der Verpackung.


    Das interessiert mich jetzt, wo soll denn bitte das auf der Verpackung (dein Bild) deiner Meinung nach stehen? Ich lese davon nix. 8| Da stehen alle rechtlich geforderten Kennzeichungselemente drauf und nebenbei auch noch einige wichtige/nützliche Zusatzinfos.


    l.g.
    Stefan


    P.S. Ich bin auch kein Freund von Massentierhaltung; aber auch kein Freund von bedingungslosem "Bio-Produkte-Wahn". Wenn schon Fleisch, dann am besten direkt vom Hofladen meines Vertrauens um die Ecke. :)


    Hi,


    Sporenpulverfarbe hilft nicht; die ist bei den Cortinarien ziemlich einheitlich; wichtig wären in dem Fall mikroskopische Merkmale zur Bestimmung der Art. Cortinarius vernus hat für Cortinarienverhältnisse recht markanze Zystiden...


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    zu den Rätselpilzen; ich würde da sagen, dass es irgendwas aus der Nivei-Gruppe sein sollte; Coprinopsis (pseudo)nivea oder so was; Substrat sieht mir sehr nach Dung aus.


    Falls das falsch ist, dann hab ich Entzugserscheinungen von Dungtintlingen (ok; die habe ich sowieso). :D


    Herzlichen Glückwunsch zu der I. pseudoasterospora; hatte ich leider noch nicht. :(


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    also mit Psathyrella liegst du schon mal richtig. Bei den ersten 3 Bildern hätte ich ohne größere Bedenken die einfach als Behangene Faserlinge abgetan und gut. Man muss sich auch nicht mehr Arbeit machen als nötig. ;)


    Die Zeit die man da spart kann man noch sinnvoll in spannenderes Zeug investieren; Cortinarien, Inocyben und Phytoparasiten z.B. :evil:


    l.g.
    Stefam


    Hallo Sprite,


    ich fände es interessant, ob der "Mehltau" im Garten auf der Blattunter- oder -oberseite des Basilikum wächst. Der Unterschied ist, dass oberseitiges Wachstum für den Echten Mehltaupilz Golovinomyces biocellaris spricht, hingegen Befall an der Unterseite eher vom Falschen Mehltau"pilz" (die sind eigentlich gar keine Pilze) Peronospora belbahrii verursacht wird. Das liegt daran, dass Falscher Mehltau bevorzugt aus den Spaltöffnungen der Blätter wächst und die liegen nun mal an der Blattunterseite.


    Liebe Grüße
    Dieter


    Hi,


    es geht nicht darum, ob der Mehltau an Basilikum kommt; sondern darum, dass Basilikum Gurken und Tomatenpflanzen vor Mehltaubefall schützt. :)


    Auf alle Fälle sehr spannendes Thema. Ich weiß noch aus Schulzeiten, dass Zwiebeln Krotten vor irgendwelchen Insekten schützt. (Ich habs mit den Krabbeltieren nicht so.) Vorneweg nur noch eine Bemerkung. Es gibt nicht nur den "echten Mehltau"; nein das sind viele Arten, die alle ziemlich wirtspeifisch sind.


    Ich hab mich mal schlau gemacht.


    1. bin ich dir über die Anfrage sehr dankbar, denn ich habe gelernt, dass Mehltaue bei weitem nicht so wirtsspezifisch sind, wie Rostpilze, denn es gibt es in der Tat 2 Arten des echten Mehltaus, welche Gurken und Tomaten gemeinsam besiedeln können. Das war so mir auch noch nicht bewusst.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass Basilikum protektive Effekte für Gurken und Tomaten aufgrund von ätherischen Ölen hat; aber sicher weiß ich das nicht. Nebenbei bemerkt; es gibt auch eine andere Art an echtem Mehltau an Basilikum. :)


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    3. ist ein echter Düngerling, denn die Lamellen vom Heu"düngerling" sind im Alter rotbraun; bei den echten Düngerlingen sind sie hingegen fast schwarz. Zur Art an sich kann ich wenig sagen; nur dass die Arten sehr gut über die Sporengrößen und Form sehr gut zu trennen sind.
    2. kann gut eine Parasola sein. Es gibt noch ein paar andere Tintlinge mit (teilw. vergänglichem) Velum und so faltigen Hüten, so dass ein Bild von jüngeren Fruchtkörpern hifreich wäre. Ansonsten nur mit Mikro bestimmbar...


    l.g.
    Stefan