Beiträge von Climbingfreak


    Servus zusammen,


    riecht Inocybe cookei nicht ganz deutlich nach Kunsthonig, ähnlich wie Amanita phalloides? So kenne oder meine ich Inocybe cookei zu kennen.


    LG
    Christoph


    Hi,


    na ja sagen wir mal so. Hin und wieder muss man dessen Geruch auch entlocken, z.B. durch kräftiges Reiben des Stiels. Ich hatte letztes Jahr eine Kollektion und bin daran verzweifelt. Erst nachdem ich den etwas malträtierte, kam dann der Geruch. Das steht auch irgendwo; in GPBW Band 5 vielleicht. :/




    Hallo,
    wobei man dabei dann schon wieder genau in Erinnerung haben müsste, wie denn "Kunsthonig" riecht ... (eigentlich nur einfach süß, ohne besonderes Aroma, so ein bisschen "kratzig" süß). Ich z.B. habe auch Aminata phalloides nicht wirklich "in der Nase" nach meinen beiden Funden im letzten Jahr (bei mir ist wirklich so gut wie nichts häufig) - der roch auch - so glaube ich - nur etwas seltsam süßlich.


    Inocybe cookei kommt dann hier häufiger vor :D (ist auch schon zweimal von Risspilzkennern untersucht und bestätigt worden), der roch für mich auch süßlich, etwas aromatisch , aber diese typische risspilzig spermatische Note war da auch (im Hintergrund).



    Da musst du aufpassen. Das ist richtig, aaaber es gibt noch I. quietiodor, den Blattwanzenrisspilz! Der hat neben einer süßlichen Komponente auch noch was stechendes; eben nach Blattwanze (Lactarius quietus) halt. An der Stelle bin ich Ditte wegen Ihres Inocybe-Workshops in Bernried sehr dankbar. Da hat sie uns I. quietiodor sehr gut vorgstellt. Wenn du beide Gerüche nicht oder nur schwer unterscheiden kannst, dann musst du miroskopieren. Beide Arten unterscheiden sich z.B. in der Sporengröße.


    l.g.
    Stefan
    Stefan


    Oder für Vorträge als Anschauungobjekte usw. Ich denke mal, dass die Leute nicht von dir die Infos bekommen sondern vom Chemnitzer Pilzverein z.B.


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    recht so. Aus solchen Erfahrungen lernen wir. :thumbup: Übrigens, dass ich dich vergeblich die Pleuros hab suchen lassen war keine Schikane. Ich war mir nicht sicher und außerdem kann es nie schaden, dass du einen Blick dafür bekommst, ob ein Pilz nun Pleuros hat oder nicht. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    ich weiß aus zuverlässigen Quellen, dass die von verschiedenen PSV für Pilzausstellungen gesammelt werden. ;) Für die Verbreitung wurde wohl dann einer stehen gelassen. Das ist inzwischen ein offenes Geheimnis, wo die wachsen. Das wissen viele.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    also ich bin von deinem Lichtmikroskop total begeistert, dass es sogar Strukturen im nm-Bereich abbilden kann. Damit sprengst du jede Regel der Optik. (finde ich klasse!!) :evil: Machen wir mal µm draus, dann passt die Sache. *scherzmodus aus* Sorry konnte ich mir nicht verkneifen.


    Ok, sehr fein. :thumbup: Danke für die Mühe. Wie wäre es dann mit I. cookei? ;) Passt doch gut oder nicht? :)


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    ich hab deinen Fund mal mit ein paar Quellen verglichen (Dittes Website, FN, GPBW Band 5) und ich bin zum Schluss gekommen, dass dein Fund irgendwie von beiden Arten was hat. :D I. soluta kenne ich aus eigener Anschauung sehr gut; I. subcarpta kenne ich gar nicht. Mir fällt es schwer mich zu entscheiden. Was ich gesehen habe, passt die Sporenform und Hutfarbe sehr gut zu I. soluta; zu I. subcarpta die leicht schuppige Huthautstruktur und die Sporengröße. Wenn du kannst, dann versuch mal die Form der Zystiden fotografisch darzustellen.


    Ansonsten können dir nur noch erfahrene Inocybologen helfen; allen voran Ditte und Helmut und vielleicht noch KarlW und Lamproderma. Ich bin gerade mit meinem Latein am Ende. :shy:


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    äähm wie soll ich sagen. Kannst du vielleicht Bilder einstellen, die nicht diesen entsetzlichen Gelb-Grün-Stich haben. :shy: Mir fällt es unheimlich schwer, da was gescheites zu erkennen. Dann wären vielleicht noch die Pleurozystiden wichtig und die Maße der Zystiden. Anhand deiner Angaben kann ich mich nicht entscheiden. Von der Sporenform passt I. soluta; von der Größe her nicht. Bist du dir sicher, dass du dich nicht "vermessen" hast, bzw. dein Mikroskop richtig geeicht ist?


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    nur mal ganz kurz. Ich hab da eine Vermutung. Such mal nach Pleuros und versuch auch mal die Cheilos z.B. durch ein Quetschpräparat gescheit zu sehen/fotografieren. Versuch auch mal den Geruch (gerne auch mal etwas kräftiger am Stiel reiben) genau zu fassen. Süßlich honigartig vielleicht. Zeig auch bitte mal ein Sporenbild. Bist du dir mit den Sporenmaßen sicher? Die erscheinen mir etwas zu klein. Hast du Velumreste auf dem Hut als weißliche Flecken ausmachen können?


    Ich halte deinen Fund was aus der Inosperma-Rimosa-Gruppe, ist aber ohne weitere Angaben/Bilder nicht weiter bestimmbar. Und um dir eine Antwort zu geben. Inocybe ja. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    Christoph hat recht. Ich gehe sogarso weit, dass ich zu Schirmlingen überhaupt nur was sage, wenn ich die unterm Mikro hatte. Bei 2-3 Arten traue ich mir eine makroskopische Bestimmung zu (Lepiota magnispora oder L. cristata z.B.) aber sonst kann man da "böse" Überraschungen erleben. Der beste Lepiota Schlüsse ever ist übrigens in der FN; der ist noch besser als im Gröger.


    Der 2. ist eine Thelophora. Ich dachte zuerst an T. palmata, aber ich kenne die Art mit abgestutzten Enden (nicht so spitz). Das kann gut was besseres sein.


    l.g.
    Stefan


    Hallo,


    ja, delica oder chloroides - wenn sich die beiden Taxa überhaupt konstant trennen lassen ....


    beste Grüße,
    Andreas


    Hi Andreas,


    wie ist das mit dem grünlichen Reflex auf den Lamellen? Damit sollten sich doch beide Arten trennen lassen oder nicht?


    l.g.
    Stefan


    Hallo Stefan,


    für den schönen Bericht danke ich Dir und habe mich besonders über die Vorstellung von Pyrenophora tritici-repentis gefreut, die mir noch nie aufgefallen ist.


    LG, Dieter


    Hallo Dieter,


    danke. :sun: Na ja der Pilz gehört zur Kategorie: Muss man kennen und gezielt Substrat absuchen, um den zu finden. Ich habe mich auch ein bisschen auf anamorphe Blattfleckenerreger und Rostpilze auf Süßgräsern äähm eingearbeitet. Da gibts einiges hübsches; insbesondere auch die Mastigosporium-Arten oder ein paar hübsche Septorias. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    herzlichen Dank für eure Worte und die Korrektur der Orchideenbestimmung. :thumbup: Zumindest für mich war der "König" was schönes, denn seit der Tour Mit Nobi vor 2-3 Jahren hatte ich den nicht mehr in der Hand. :sun:


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    der erste ist ganz klar Cortinarius semisanguineus; der 2. ist irgendwas verschimmeltes. Kann gut ein Röhrling sein, der mit einer der beiden Goldschimmelarten befallen ist.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Ditte,


    danke für deine Einschätzung und Anmerkungen die Bilder kommen in den nächsten Tagen. Die Stielbasis war sagen wir mal angeschwollen verdickt; ein Hauch von einer richtigen Knolle. Mir ist nur die besagte Diskussion im Pilzepilze-Forum eingefallen, so dass ich mir halt nicht sicher bin, ob das wirkliche eine banale Soluta ist. Das ist alles.


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    zunächst erst einmal möchte ich auf die Dresdner Mykologische Fachgruppe hinweisen. Wenn sich ein(e) LeserIn aus dem Dresdner Umfeld uns auf eine Exkursion begleiten möchte, bzw. mehr über Pilze lernen möchte, dann kann sie/er sich gerne bei mir melden. Wir freuen uns immer über interessierten "Nachwuchs".:sun:


    Unsere gestrige Exkursion (inkl. Vorexkursion von letzter Woche) war sehr erfolgreich. Es folgen ein paar interessante Funde. Leider habe ich nicht so viel fotografiert, so dass ich teilweise auf einige Seiten verlinken muss.


    Es ging gut los. Auf einem Zwischenstopp an einem Weizenfeld mit vielen vergilbten Blättern (an gesunden Pflanzen braucht man nicht zu suchen), konnte ich endlich mal was optisch hübsches selber finden. Einen hübschen anamorphen Blattfleckenerreger, der nur Weizenblätter befällt.


    Pyrenophora tritici-repentis; asex.: Drechslera tritici-repentis; hier ist das asexuelle Konidienstadium gezeigt. Auf den Blattflecken sitzen einzelne (niemals büschelige!!!) Konidienträger mit teilweise über 100 µm langen zigarrenförmigen Konidien dran. Aufpassen muss man allerdings, dass man das nicht mit einer Alternaria verwechselt, die wachsen büschlig. ;)


    Unter der Stereolupe Vergrößerung 40fach



    Konidien unterm Mikro



    Zudem muss man aufpassen, dass es sich wirklch um Weizen, bzw. auch Triticale handelt. Es gibt noch ein paar andere Drechslera-Arten, die auf Gerste z.B. wachsen. Ihr könnt sehr gerne mal selber nächstes Jahr Getreidefelder absuchen. Es gibt da noch ein paar andere knuffige Blattfleckenerreger, die sehr häufig sind, aber völlig unterkartiert.


    Zudem gab es viele spannende Rostpilze und Mehltaue. Hier seien mal ein paar für mich besondere Funde genannt.


    Melampsora rostrupii an Pupulus tremula (Zitterpappel)
    Golovinomyces prenanthis und Puccinia maculosa auf Hasenlattich Prenanthes purpurea
    Podosphaera balsaminae auf Großem Springkraut Impatiens noli-tangere
    Neoerysiphe galeopsidis auf Buntem Hohlzahn Galeopsis speciosa


    Kommen wir zu den "richtigen" Pilzen. Auch da gabs einiges. Unmengen an


    Stinkmorcheln
    Grauhäutige Scheidenstreiflinge Amanita submembranacea diesmal auch mit olivgrünen Hutfarben, so dass man fast geneigt war, die für Grüne Knollis zu halen. ;)


    Safrangelbe Scheidenstreiflinge Amanita crocea



    Ein besonders schöner Fund, den ich letztes Jahr gar nicht hatte: Fleischrosa Schönkopf Calocybe carnea



    Botanischer Sensationsfund des Tages; eine Orchidee, die unsere Pflanzenexpertinnen als Rotes Waldvöglein Cephalanthera rubra angesprochen haben.



    Ganoderma lucidum agg. auf einem Fichtenstumpf. Vielleicht kann bitte ein Experte dazu mal was sagen, wie die einzelnen Arten unterscheidbar sind. :shy:



    Endlich auch Inocyben; Inocybe mixtilis - Gerandetknolliger Risspilz und zwar mindestens 10 Fruchtkörer. So viele hatte ich an einem Tag noch nie. Dabei fällt mir auch gerade auf, dass dringend die 1,2,3-Pilze Seite bezüglich der Inocyben überarbeitet gehört. Bei den Bildern auf der Seite ist teilweise alles mögliche dabei, nur nicht Inocybe mixtilis. :D


    Mal was komisches; anderereits auch wieder nicht. :evil: Ist ja schließlich ein Risspilz. :giggle: Inocybe soluta (das ist der mit den fast rechteckigen kleinen Sporen bis 8 µm Länge) allerdings mit deutlich höckerigen Sporen und etwas zu bauchigen Zystiden. Das geht an Ditte. Ich bin mal gespannt, was sie dazu sagt. Kann gut eine "neue Art" sein.



    Ein kleiner Strubbelkophhelmling. :giggle: oder aber auch Helmlingsschimmel Spinellus fusiger auf Mycena sanguinolenta. Hatte die Art schon lange nicht mehr gesehen. Ich habe auch gleich mal erklärt, dass es sich bei dem "Schimmel" um einen Zygomyceten handelt.



    Der krönende Abschluss kommt noch, denn ich habe je einen majestätischen Fund versprochen. :cool: Gefunden von Engelchen und Heidrun


    Der Königsfliegenpilz Amanita regalis



    Ich hoffe die Tour hat euch gefallen. Bei den Exkursionsteilnehmern bedanke ich mich herzlich für den schönen Tag und die tollen Diskussionen.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    ok, ich dachte bisher, dass die Art zwar nicht so häufig ist, aber gleich so selten. :/ Toffel hat sie mir mal vor 2-3 Jahren in einem Dresdner Stadtpark gezeigt. Auf alle Fälle ein optisch sehr attraktiver Agaricus. :sun:


    Trotzdem gefallen mir die "Satane" besser; aber das ist ja Geschmackssache.


    l.g. und danke fürs Zeigen


    Stefan

    Hallo Karl,


    ein klein wenig war ich ja schon enttäuscht; ich hätte jetzt bei Nr.3 die total krassen Phlegmacien erwartet, stattdessen kommst du mit den ganzen Trivialarten an. :evil: :saint: :giggle: *Scherzmodus aus*


    Ok, keine Phlegmacien, dafür aber schwärzende Pfifferlinge, Karottentrüffel und A. franchetii. Alles feine Funde, die ich noch nie habe finden dürfen; insbesondere danke ich dir fürs Zeigen der Karottentrüffel. Die kannte ich bis dato noch gar nicht. :sun: :thumbup:


    Das nächste Mal stellst du aber bitte Phlegmacien ein, ja. :saint: ;)


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    ich gehe bei beiden Bestimmungen mit. :thumbup: Du solltest beim Perli immer auf den gerieften Ring und rötliche Verfärbungen achten Grüni. Auf den Fotos ist das nicht gut zu erkennen. Was auch noch so ein Verwechlsungskandidat wäre (mit gerieftem Ring), ist der Graue Wulstling, der aber deutlich nach Rettich riecht und dessen Stielbasis (Madenfraßgänge) sich auch dunkelbraun verfärben kann. Den Panther sehe ich hier nicht.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Hans,


    schön mal wieder was von dir zu hören. :thumbup:


    Den ersten kann ich gerade nicht einordnen; der. 2. sollte doch Coprinopsis cinerea sein oder irre ich mich da? Den hatte ich unlägst auch.


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    kleine Anmerkung noch dazu. Sobald ein Champi unangenehm für dich riecht, dann schmeiß ihn weg, egal ob er rötet, gilbt oder sonst was. Jeder Champi riecht im alter muffig und das ist ein Zeichen, dass schon die erste Zersetzungsprodukte gebildet haben, welche auch zu Problemen führen können. Man spricht hier von einer sog. unechten Pilzvergiftung.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    stimmt die Größenangabe habe ich gestern überlesen. Der Geruch nach Jodoform war für mich sehr eindeutig, was mich zu R. turci führte. R. amethystina musste ich gestern erstmal in Wikipedia nachschlagen. Sei es, wie es sei. 10-15 cm ist zumindest für Turci schon zu groß. In der Größe hatte ich den noch nie. Mit dem Jodoform-Geruch bist du dir sicher Robin, ich meine hast du mal an Jodoform gerochen?


    l.g.
    Stefan