Beiträge von Climbingfreak


    :evil: Du hast nur die Hälfte der Strecke, die ich von Dresden aus gebraucht habe. ;) Aber auch 250km sind schon ein ziemliches Stück; das gebe ich gerne zu. Wenn ich nicht "dienstlich" in Wiesbaden zu tun gehabt hätte, wäre ich auch aufgrund der Entfernung nicht in die Ausstellung gegangen. Das muss ich fairerweise zugeben.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    freut mich, dass euch mein Beitrag gefällt. Mir ist das ein Anliegen die Ausstellung auch entsprechend publik zu machen, insbesondere auch deswegen, weil Hermine und Meike so viel Herzblut und Engagement reingesteckt haben.


    Wie du schon sagst Norbert. Warum nicht einfach mal verabreden und mit einer größeren Gruppe reingehen? Tuppie, Grüni, Zuehli, du, Lupus, Malone, EmilS, Verena... Das wäre eine illustre Truppe.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    ohne die Angaben/Funde von Cheilozystiden sehe ich hier keine Chance; leider. Dei beiden Arten, die ich bisher auf Gräsern hatte fallen raus.


    C. epibryus hat keine Schnallen
    C. varaibilis hat glatte, cylindrische Sporen.


    Wenn du mich fragst, dann würde ich deinen Fund C. cesatii s.l. nennen; wohlwissend, dass Funde auf Grashalmen für die Art bisher nicht dokumentiert sind meines Wissens nach.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    bei so was muss ich immer spontan an Phoma/Phomopsis, bzw. Phyllosticta denken. Coelomyceten sind auch eine verdammt schwere Kost, zumal wenn es sich um Saprophyten handelt. Bei den phytopathogenen hat man da noch Chancen die zu bestimmen; aber so wirds extrem schwer. Wie schätzt du denn die Konidiogenesemechanismen deines Fundes ein? Im Sutton wird danach nämlich im Schlüssel recht schnell gefragt. ;)


    l.g.
    Stefan


    Könntet ihr evtl. ein möglichst umfassendes Büchlein zur Pilzbestimmung empfehlen, in dem die lateinischen oder griechischen Namen erklärt sind (Lexikon mit Namensherkunft)?


    Hi,
    na ja. Buchempfehlungen sind immer so eine Sache. ;) Als Anfänger machst du mit dem "Laux", "Gerhardt" und "Pareys" erstmal nix falsch. Was darüber hinaus geht, wird sehr schnell sehr teuer. Das nächste Problem ist dann auch noch die Pilzbestimmung an sich. Es gibt sehr viele Artengruppen, die sich nur mikroskopisch unterscheiden. Du müsstest dir erstmal ein gescheites Mikro dafür zulegen und dann noch die teure Spezialliteratur zur Bestimmung kaufen. Selbst dann ist es keineswegs so, dass du sofort die Pilze auch sicher bestimmen kannst. Du müsstest dir dann erstmal die Präpariertechniken aneignen, die mikroskopisch wichtigen Strukturen erkennen lernen und das dauert Zeit.
    Ein gutes Werk kann ich dir empfehlen, wo die wiss. Namen übersetzt/erklärt sind. Das ist das Pilzkompendium von Erhard Ludwig; ein sehr teures mehrbändiges Werk, das pro Band 150-200€ kostet. Um das aber vollends nutzen zu können, musst du mikroskopisch arbeiten und auch schon ein bisschen Ahnung von der Materie haben. Einfach nur kaufen, um es zu haben, macht aus meiner Sicht wenig Sinn. Übrigens ist das Werk auch nicht geeignet für eine Pilzbestimmung. Ich benutze es nur um meine Bestimmungen abuzsichern, denn dort sind nur die Pilze beschrieben und im Bildband wunderschön gezeichnet. Es gibt kein Bestimmungsschlüssel oder ähnliches, so dass du max. nur durch Blättern ans Ziel kommst.
    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    wie der Zufall so wollte hat es mich letztes WE nach Wiesbaden verschlagen, wo ich auch die dortige "Pilzausstellung" im Landesmuseum besucht habe. Ich war sehr gespannt, denn ich wusste, dass Frau Mag. Hermine Lotz-Winter und Frau Prof. Dr. Meike Piepenbrink diese konzipiert hatten. Da ich die beiden Damen persönlich kenne und um ihre Liebe zum Detail und ihre Pilzliebe auch weiß, war ich besonders gespannt, ob es ihnen auch gelungen ist, diese Liebe auch in der Ausstellung zur Geltung zu bringen. Um es vorweg zu nehmen. Es ist ihnen sehr gut gelungen. :thumbup:


    Als ich die Ausstellung betrat, fühlte ich mich auch gleich heimisch sozusagen, begrüßt von Überlebensgroßen Fliegenpilz-, Steinpilzmodellen sowie dem Modell einer auskeimenden Pilzspore mit Primärmycel <3 und Hermine, die ich dort zufällig traf. :sun: Zufälle gibts aber auch. :D


    Die Ausstellung ist auch sehr durchdacht konzipiert. Der erste Raum vereinigte die Grundlagen: Sporenbildung, Verbreitungsmechanismen, Anwendungsmöglichkeiten von Pilzen (Pilze als "Hersteller/Lieferanten" für bestimmte Chemikalien, Arzneimittel und Lebensmittelzutaten), Heilpilze, Speise- und Giftpilze, Zuchtpilze (auch die Exotischen), Pilze zum Färben von Stoffen, phytopathogene Pilze, coprophile Pilze, die einen recht großen Bereich einnahmen, humanpathogene Pilze, Spaltblättling und dessen Rolle beim Fracking für Erdöl, Schleimpilze und noch vieles mehr. Fast jeder Aspekt war beleuchtet, kurz und knackig aber infortmativ genug um die Besucher auch für die bestimmten Themenbereiche zu sensibilisieren. Eine hohe Kunst, die nur wenige Menschen beherrschen. Hermine und Meike beherrschen die perfekt, wie ich ja schon bei ihren Fachberaterkursen kennen gelernt habe.


    Hier mal ein paar Fotos:







    Coprosektion: Das Pilobolus-Modell ist wirklich genial. :cool:




    Nun aber wieder zurück zu den wirtschaftlichen Anwendungen und weiterer Thematiken. ;)





    9.jpg



    Auch alltägliche Anblicke boten sich mir. ;)



    Ein weiterer Raum hatte die Ökologie zum Grundthema. Das Hauptaugenmerk waren einige große Plakate (insgesamt als Säule angeordnet) wo die wichtigsten Naturräume vorgestellt wurden. Vor jedem dieser Plakate waren 2 große Vitrinen aufgestellt, wo die jeweiligen typischen Pilzarten dieser Habitate als täuschned echt aussehende Modelle präsentiert wurden. Drumherum wurde die Rolle der Pilze nicht nur als Mykorrhiza beschrieben, nein es wurde auch eindrucksvoll gezeigt, was mit den Wäldern passieren würde, wenn eben keine Destruenten das Totholz zersetzen würden, es keine insekten- und phytopathogene Pilze gäbe usw. Auch hier wurden Überlebensgroße Psilocyben ausgestellt, die auch noch witzigerweise mit verschiedenen Lichtfarben illuminiert wurden. :D Ein Geniestreich. :thumbup: Zudem wurde dort auch das Thema Flechten und Insektenpathogene Pilze ausgiebigst beleuchtet.










    Auch wurde ein großer Teil der Ausstellung dafür verwendet um mal zu zeigen, wie die Pilzmodelle hergestellt wurden. Es wurden in der Ausstellung so viele Facetten angesprochen, die ich nicht alle hier wieder geben kann. Am besten ihr sehts euch selbst mal an, wenn ihr in der Gegend seid. Für alle Pilzinteressierten ist das auf alle Fälle ein absolutes Muss diese Austellung besucht zu haben. Lasst euch dafür Zeit, denn die läuft noch bis nächstes Jahr Mitte August.


    Falls ihr während des Museumsbesuches mal ne Pilzpause braucht; es gibt auch eine wunderbare pomologische Ausstellung dort bis Januar. :evil: Nach den vielen Apfelmodellen als Pause hatte ich wieder Lust auf Pilze. :cool:


    Fazit: Eine sehr gelungene Austellung, die fast alle Seiten der Hobby- und Berufsmykologie vereinigt, wunderbar dargestellt, teilweise auch genialst interaktiv aufgearbeitet. So gab es auch immer wieder Mikroskopiestationen, wo man sich bestimmte Dinge genaue betrachten konnte. Um es kurz zu machen. Für interessierte Anfänger, Hobbymykologen und Profis eine wunderbare Sache und auch eine der wenigen Plattformen, wo sich auch diese Leute austauschen können.


    l.g.
    Stefan

    Böser Stefan! Kniegt nix vom Gnikolaus!!! :cursing:


    ---------------------------------------------------------------------------------------------
    Und auch nix vom Christgnind !!! :nana:


    Danke; zuviel der Ehre. ==Gnolm7 Gnihihi. Um so erstaunlicher ist es, dass sich 2 Teilnehmer nicht der breiten "Naphtalin-Masse" angeschlossen haben. :thumbup: Das hat mich um ehrlich zu sein am meisten gefreut.


    Btw freue ich mich auch auf deine Phälchen beim APR, lieber Gneberhard. :thumbup:


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    danke, das wollte ich wissen. :thumbup: Ich habe mich von der Gattung "Phellinus" weitestgehend ferngehalten bisher. Bis auf P. ignarius s.l. und P. tuberculosus kenne ich bisher keine Art. Klar habe ich schon mal P. robustus, P. pini und P. hartigii in der Hand gehabt/gesehen, aber erkennen und sicher ansprechen sind dann schon wieder 2 paar Schuhe. ;)


    l.g.
    Stefan


    Aber auch nur vielleicht. ;)

    Hi,


    ich kenne die in reinweiß und nicht mit so einem rosa Hauch auf dem Hut und auch nicht so gerunzelt. Das macht mich gerade wieder etwas stutzig; aber einen gescheiten Gegenvorschlag habe ich nicht.


    Ich dachte mal kurz, an Porpolomopsis calyptriformis aber der passt auch nicht. Dafür ist der Hut halt zu gerunzelt.


    Warten wir mal ab, was die Wiesenpilzspezis dazu sagen.


    l.g.
    Stefan