Beiträge von Climbingfreak


    Hi,


    du darfst bei dem ganzen Naturhype eine Sache nicht vergessen. Das giftigste Gift ist immer noch ein natürliches und nicht von Menschen gemacht. Es reichen davon 3-4 kg um die gesamte Weltbevölkerung zu töten. Es handelt sich btw um Botox. :evil:


    l.g.
    Stefan

    Um hier noch 1-2 Sachen zu Pablos Antwort zu ergänzen. Bei meinen Interessensgebieten zumindest ist PdS inzwischen unbrauchbar insbesondere Risspilze und Cortinarien. Günter Saar hat mich explizit davor gewarnt...


    l.g.
    Stefan


    Hallo Günter, Hallo Stefan,


    danke, das hat mir weitergeholfen ;)
    Da scheints wohl besser zu sein, sich an die aktuellen Werke (GPBaWü, Ludwig, Gröger, Funga Nordica...) zu halten...


    LG, Janosch


    Streich da mal die GPBaWü ;) Die Werke haben auch so ihre Schwächen und leider wird die FN nicht mehr aufgelegt. :(

    Hi,


    nur mal kurz was von meiner Seite dazu. Leider sehe ich mir erst seit 2 Jahren Samtfüße unterm Mikro an und immer hatten meine Aufsammlung kurze Sporen und meistens habe ich die an Salix gefunden.


    Erst jetzt Mitte Januar hatte ich eine Kollektion mit langen Sporen; auch an Weide. Aus meiner Sicht waren die makroskopisch von den anderen Samtfüßen nicht zu unterscheiden und leider hatte ich die auch noch nie gekostet, da ich meist nur 4-5 Fruchtkörper finde und da lohnt sich eine Verkostung wirklich nicht.


    Worauf ich hinaus wollte: Ich traue mir eine reine makroskopische Bestimmung von beiden Arten nicht zu; selbst unter der Einbeziehung eurer Beschreibungen nicht. Schleimigerer Hut, dunklere Stiele etc. hatte ich auch, aber dort waren die Sporen auch immer kurz (unter 10 µm lang). Auch das Lieblingssubstrat Buche kann ich nicht bestätigen, dafür habe ich die kurzsporer viel zu oft an Weide gefunden...


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    nochmal zu den Hautköpfen: Bei den gelben Phlegmacien aus der Splendens-Ecke wird zumindest im neuen Flammer angegeben, dass die Farbpigmente auch die Giftstoffe darstellen. Ich meine das auch mal bei den Hautköpfen irgendwo gelesen zu haben, allerdings weiß ich nicht mehr wo und wie solide die Quelle ist...#


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    PdS ist für die Erscheinungszeit damals ein revolutionäres Werk gewesen; allerdings ist das aus heutiger Sicht taxonomisch nicht aktuell und in einigen Gattungen, bzw. Bereichen sehr stark fehlerhaft aus heutiger Sicht. Eine gescheite Pilzbestimmung ist da nur noch bedingt möglich...


    l.g.
    Stefan


    Hinsichtlich der ph-Wert-Regulierung sind unsere Körper ziemlich angepasst. Bis zu einem gewissen Grad tolerieren wir sogar unsere industrielle säurehaltige Ernährung (zu viel Eiweiß, Alkohol, Kaffee, Backwaren) und das Blut wird trotzdem nicht zu sauer, sonst würden wir sterben. Aber wenn wir es übertreiben, machen wir uns damit kaputt, weil der Körper sich zur Regulierung des Blut-Ph-Wertes unserer Knochen bedient.


    Hi,


    die Sache mit der Übersäuerung ist (leider) ein Mär, das ist nicht wissenschaftlich hinreichend gesichert (auch wenn dir diverse Frauenzeitschriften, Nahrungsergänzungmittelproduzenten usw. dir das ständig vorgaukeln. Der Knochenabbau hat auch nix mit der Säureneutralisation im Blut zu tun!!! Der Körper braucht einfach das Calcium im Knochen für einen konstanten Calcium-Spiegel im Blut. Das ist ein normaler Prozess, egal wie du dich ernährst.


    Die Säureregulation im Körper funktioniert zum größten Teil mittels der Atmung und anteilig über den Urin.


    l.g.
    Stefan
    [hr]


    Ich will ja eigentlich nicht den Pilz verwenden sondern nur den Farbstoff. Dazu müsste der irgendwie aus dem Pilz herausgeholt werden.


    der Farbstoff ist übrigens das Gift. Du färbst dann die Seife mit dem puren, konzentrierten Gift - nebenbei bemerkt. Der Giftstoff heißt Polyporsäure und ist wasserlöslich. Die Färbung erhäktest du im alkalischen Milieu.


    Also ist das doch Polyporsäure. ;)

    Hi,


    im DGfM-Forum gibts ein Pilzcoach-Unterforum wo genau solche Fragestellungen besprochen werden können. Ich habe keine Ahnung von Seifenherstellung und von deren Färbung, aber trotzdem 1-2 Hinweise.


    Zu den E-Nummern: Die gelten für Lebensmittel nicht für Kosmetika. Es kann sogar sein, dass bestimmte Lebensmittelfarbstoffe nicht für die Herstellung von Komsmetika zugelassen sind. Zudem sind die E-Nummern-Farbstoffe in (teilweise nur bestimmten) Lebensmitteln zugelassen und damit per Definition nicht gesundheitsschädlich.


    Dass ich deren Einstz aus anderen Gründen nicht unbedingt gut heiße, steht auf einem anderen Blatt. Ich bin auch großer Freund von natürlichen Färbemitteln, wie Spinat, Rote Bete und Rotkraut etc. Damit kannst dus doch mal versuschen Claudia.


    Dann noch was anderes. Die Farbpigmente in den Hautköpfen und der violette Farbstoff im Weichporling sind teilweise genau die Giftststoffe, welche du nicht in deiner Seife willst. ;) Ich finde da beißt sich was.


    Noch ne Sache: Dermale Exposition (Aufnahme von Giftstoffen durch die Haut mit der Seife) und Orale Exposition (Verzehr der giftigen Fruchtkörper) sind 2 paar Schuhe. In toxikoligischen Studien wird so was getrennt untersucht.


    l.g.
    Stefan


    Ist doch nix neues. Machen die Gyromitras doch auch. ;)


    Passt doch. Deine neue Frisur steht dir. ;)

    Hi,


    wenns passt, mache ich auch gerne wieder als Teilnehmer und Rätselsteller mit. Derzeit ist aber leider beides nicht möglich. Falls die Rätselsteller aber Rat brauchen sollten, bin ich sehr gerne für sie da.


    Danke Hans und Irmtraud, dass ihr das weiter übernehmt und die schöen Tradition nicht aussterben lasst. :thumbup: :sun:


    l.g.
    Stefan

    Es ist weiterhin spannend. Danke für alle Beiträge! Dass man diese Pilze wirklich im Feld finden kann, finde ich umso interessanter. Eventuell schaut ja zufällig mal einer der Verantwortlichen für Pilze-Deutschland rein und weiß vielleicht, ob diese zellulären Schleimpilze nicht gemeldet wurden oder sie bewusst ausgeschlossen werden.


    Hi,


    guck doch mal, ob die entsprechenden Vertreter in Mykis gelistet sind, dann weißt du es, ob die prinzipiell erfasst werden sollen oder nicht.


    l.g.
    Stefan


    Hmmmm, ich dachte bisher Buchenpilz und Enoki sind das Gleiche, also Samtfußrüblinge. Tatsächlich aber ist der Buchenpilz dann wohl doch ein Holzrasling. Am Samstag schaue ich mal auf dem Wochenmarkt am Pilzstand vorbei. Der hat immer jede Menge Zeugs dabei, hab' mir das Sortiment aber noch nie genau angeschaut.


    Gerne Holger und mach ruhig mal bitte 2-3 Fotos, sofern möglich. Ich bin sehr gespannt...


    l.g.
    Stefan

    Hi Claus,


    auch ich betrachte deine Vorstellungen sehr genau und bin sehr erfreut, dass du dich damit befasst. Das Thema ist aber auch sehr undankbar, gerade die "Heringe". Da ist taxonomisch noch viel ungeklärt. Wie würdest du z.B. R. cicatricata einstufen, wie unterscheidest du R. graveolens von R. faginea usw.


    Da sagt jeder Täublingsexperte was anderes, wenn man sich denn mit denen mal unterhält...


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    nachdem mich Hans sehr dezent drauf hingewiesen hat, dass es mit einer neuen OEPR-Runde wieder losgehen könnte, ;) haben Pablo und ich da ein paar Sachen kundzutun. :)


    Fangen wir mit Pablo an. Derzeit sieht es bei ihm so aus, dass er eine Neuauflage des OEPR zeitlich nur noch bedingt betreuen kann; nicht ohne andere Sachen, wie Pilzportraits, Bestimmungsanfragen usw. zu vernachlässigen.


    Bei mir siehts ähnlich aus. Wie ihr vielleicht bemerkt habt, habe ich mich im Forum in letzter Zeit hier sehr rar gemacht und das hat Gründe, nämlich hauptsächlich Jobsuche und wenig Zeit. Meine befristete Arbeitsstelle läuft bald aus und ich muss mich nach neuer Arbeit umtun. Zudem habe ich auch in der "realen Pilzwelt" noch ehrenamtliche Verpflichtungen, die insbesondere jetzt sehr arbeitsaufwendig sind. Also stehe ich leider auch nur bedingt zur Verfügung.


    Falls es dieses Jahr wieder ein OEPR geben sollte, müsste das jemand von euch übernehmen; gern auch wieder mehrere. Pablo und ich würden auch die Rätselsteller fachlich und moralisch unterstützen; keine Frage, aber derzeit können wir beide das aufgrund unserer derzeitigen Situation einfach nicht wuppen.


    Falls mal wieder bessere Zeiten kommen, kann ich mich da auch wieder verstärkt einklinken, aber bis April werde ich vorraussichtlich nicht viel machen können.


    Wie seht ihr denn die Sache?


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    als ich letztes Jahr in Wiesbaden war, haben wir auch einen Wochenmarkt besucht. Es gab da auch einen Wochenmarkt mit interessanten Zuchtpilzen.


    Hat jemand von euch ne Ahnung, was das für ein Pilz sein soll? Außer Hypsizygus tessulatus der vielleicht kein Licht gesehen und den Anna im APR 2013 dran genommen hat, fällt mir weiter nix gescheites ein.



    Was meint ihr denn dazu? Übrigens was mich auch gerade noch umtreibt: Gibts auch Wochenmärkte in Bremen oder Hamburg, wo so außergewöhnliche Waren (es wurden an dem Stand auch nicht näher bestimmbare Trüffel und Totentrompeten verkauft) angeboten werden? Ich kannte das bisher nur vom Münchner Viktualienmarkt (vom Hörensagen; selber drauf war ich bisher noch nicht). Auf meinen bisher besuchten Wochenmärkten, die ich so kannte gabs maximal Zuchtchampis.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Felli,
    nun, bei bananenförmigen ein oder mehrfachseptierten Konidien wie Du sie in deinem Bild 11 schön zeigst, kannst Du schon mal Fusarium sagen... dann wirds kniffliger :)
    Grüße
    Eberhard


    Hi Felli und Eberhard,


    Fusarien sind doch schon in der Artbestimmung kompliziert genug. :D Bist du dir sicher, dass das wirklich Fusarien sind? Fusarien s.st. machen meines Wissens keine Acervuli oder Pycnidien! Das wäre zu klären. Sichelförmige Konidien können z.B. auch Colletotrichum Arten haben...


    Beim 1. musste ich an Libertella betulina danken; leider passt die Konidienform nicht.


    Dein 2.: diese "Nadeln" heißen Synnema. Leider kenne ich namentlich keinen Pilz, der Synnema ausbildet.


    Zum Rest: Hast du mal mit dem Ellis&Ellis geschlüsselt Felli?


    Wenn da nichts dazu steht, dann wirds extrem schwer.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    ich gebe Felli hier vollkommen recht. Leider hast du verpasst zu deiner Anfrage die hier so wichtigen Substrate (Holzarten) anzugeben.


    1-3. H. multiforme ist möglich, aber nur, wenn du den auf Betula oder einer anderen Betulaceae gefunden hast.
    4. ohne Schnittbild und Mikro sage ich dazu gar nix.
    5. an Nemania serpens musste ich hier auch denken
    5a. Eher Hypoxylon fuscum
    6. Hier ist vieles möglich; Melogramma spiniferum und noch weiteres. Ohne Mikro usw.


    Den Rest sehe ich genau so wie Felli.


    Es ist schön Adi, dass du dich mit solchen Pilzen befassen magst; einfach sind die nicht und auch nicht unbedingt anfängergeeignet, da du bei den meisten solcher Funde auch immer ein Mikro brauchst...


    l.g.
    Stefan