Beiträge von Craterelle

    Schnell Fotos gemacht, bevor das Licht weg ist.


    Der Fruchtkörper ist noch sehr schön fest, allerdings schien mir die Röhrenschicht beim Auffinden einen leichten weißlichen Belag gehabt zu haben. Der ist jetzt nach einigen Stunden Transport nicht mehr so erkennbar, aber das hat es mir leichter gemacht, den Appetit zu unterdrücken. Mal sehen, wie sich die Sache entwickelt.

    Hallo zusammen,


    Malone und ich hatten ja schon letzte Woche im Schlosspark Buch und im botanischen Garten einiges gefunden (In Berlin gibt's doch NIE Pilze), deshalb zog es mich nochmal in die Wälder bei Buch. Auf den ersten paar 100 m dachte ich, das wird gar nicht, rascheltrocken und nur ein plattgetretener Täubling und ein Kartoffelbovist am Wegrand. Aber dann ganz plötzlich eine überraschende, wunderhübsche Vielfalt:

    Das stammt alles aus einem sehr begrenzten Areal, später kamen nur noch ein paar Perlpilze, Filzröhrlinge und reichlich Frauentäublinge dazu. Und lustigerweise habe ich mit Ausnahme eines einzelnen Kremplings und wenigen Kartoffelbovisten fast nur Speisepilze gesehen.


    Der hier zählt ja auch dazu, bloß nicht mehr in diesem Zustand.


    Sein Wächter saß daneben.


    Das hat Spaß gemacht (und jetzt muss ich Pilze putzen :gmotz:).


    Euch allen viel Fundglück,

    Craterelle

    Ich habe jetzt so einen Kandidaten (Foto folgt) und könnte einspringen, nachdem ich mich etwas schweren Herzens gegen den Verzehr entschieden habe. Schupfnudel, wie stellst du dir den Versuchsaufbau vor?

    So fängt der Tag doch gut an. Vielen Dank, Malone! Die kleinen weißen finde ich besonders niedlich - vielleicht wecken sie Beschützerinstinkte in ihrer Zartheit?


    Und ich wünschte wieder einmal, ich könnte stereo-schielen.

    Ahoi, Käptn,


    die Smardaea planchonis gefällt mir. Live werde ich sie wohl leider nicht zu sehen bekommen (dann müsste sie schon sehr ausdauernd sein), aber wäre es nicht an der Zeit, für sie einen möglichst treffenden deutschen Namen zu erfinden?


    LG, Cratie

    Hallo Thomas,


    genau dieses Belag meinte ich weiter oben. Aber auch Christophs Hinweise zur Konsistenz werde ich mir merken.


    Den Geruch finde ich mitunter beim Mehlräsling schwierig, wir hatten im letzten Jahr eine Kollektion, die nicht nach Mehl/Gurke, sondern extrem spermatisch gerochen hat. Und das war nicht nur mein Eindruck, wir waren da in einer kleinen Gruppe unterwegs.


    LG, Craterelle

    Oh! Es gab noch schöne Funde, aber keine schönen Bilder mehr davon. Fokus verrutscht bzw. Schärfentiefe-Bereich zu klein :gmotz:


    Also unscharf: meine erster Wu*Bi** im Berlin-Brandenburger Raum.

    *rzelnder **tterröhrling


    Und ein niedlicher kleiner weißer Scheidling.

    Hallo Radelfungus,


    Nr. 2 könntest du mit dem brennenden Rübling vergleichen. Wir hatten den am Wochenende auch und standen im Wald ziemlich ratlos davor, weil mit den recht bräunlichen Lamellen älterer Exemplare die Idee nicht so nahelag.


    Schöne Bilder aus dem Norden :thumbup:(ich hatte dich aus irgendwelchen Gründen gedanklich eher am Alpenrand verortet - ist jetzt korrigiert)


    LG, Craterelle

    Motiviert von diesen Erfolgen zog es uns am nächsten Tag in den botanischen Garten, um die Entwicklungsfortschritte des glänzenden Lackporlings zu überprüfen. Indes, es muss dort zu bedauerlichen Unfällen unter Beteiligung von Rasenmähern gekommen sein, nicht einmal Leichenteile waren noch zu identifizieren.


    Ein Archivbild aus besseren Zeiten:

    Hallo Mausmann,


    Wastl hatte doch schon geschrieben, dass er die ersten beiden Bilder selbst für etwas anderes hält. Tu ich auch.


    Hallo Wastl,


    Ein weiteres Merkmal, dass ich nur vom Mehlräsling kenne, ist der flüchtige reifartige Belag auf der Huthaut, auf dem sich Fingerabdrücke deutlich abzeichnen. Aber Sporenabdruck sollte eigentlich Pflicht sein, wenn sich schon so ein schöner direkter Vergleich bietet. Kostet ja wirklich nicht viel, außer das man zwei Exemplare mitnehmen muss.


    LG, Craterelle

    Wenn es das ist, was ich darin sehen möchte, ist auf den letzten beiden Bildern etwas zu viel Ablenkung, also Gegenstände oder Namensteile, die ich gar nicht mit verbaut habe. Bild zwei gefällt mir, auch wenn ich Kulturbanausin natürlich nicht sofort wusste, was das ist.

    Meine ersten Tipps basierten auch alle auf ziemlich krausen Herleitungen. Vor der Schleimpilz-Spur hatte ich mir aus Urne->Begräbnis->Spaten einen gelben Spateling gebastelt (und den Dotter einfach weggelassen), danach dann die gelbe Lohblüte ins Auge gefasst. Geht alles irgendwie... Urne->Feuerbestattung->Lohe = großes Feuer, und Blumenschmuck wird bei Beerdigungen ja auch immer gebraucht.


    Kelchstäubling durch eine Urne zu illustrieren gefällt mir :thumbup:

    Da war Joseph doch schon auf der richtigen Spur, als er sie auskippen wollte. Der Vorname war eben diesmal sehr verwirrend.


    Bereits fürs nächste,

    Cratie

    Hallo ihr alle,


    Vielen Dank fürs Mitfreuen und Kommentieren. Den Waben-Stielporling hatten wir wenige Wochen vorher im Tegeler Forst schon mal (und um Offenbach auch, aber das ist ja auch klimatisch begünstigtes Gebiet). Vorher habe ich den auch noch nie gefunden.


    Joe, danke für den g:-)


    Joseph, schön dich mal wieder zu lesen! Expertin die alle Pilze schon kennt trifft aber nicht wirklich auf mich zu, ein paar waren ja sogar "Perser(st)funde".


    Der schwarzblauende sah tatsächlich so aus, ohne ein Tintenfass drüber auszuleeren.


    LG, Craterelle

    Ahoi zusammen,


    natürlich war ich mit Malone unterwegs, jedesmal wenn er hier in Berlin war.


    Nur gab es leider nie so richtig viel zu sehen. Einen einzelnen über zwei Wochen alten Kelchbecherling im Vorfrühling, als weiteres Highlight vielleicht noch die glänzenden Lackporlinge im botanischen Garten.


    Die Erwartungen waren also nicht zu hochfliegend, zumal es immer noch ziemlich trocken ist. Selbst das kleine Reisekörbchen wurde eigentlich "nur so" im Rucksack mitgeführt, aber es hat seine Premiere gehabt.


    Erstes Ziel war nach sorgfältiger Konsultation der Niederschlagsmengen der Schlosspark Buch, wo sich Risspilze, Filzröhrlinge und Täublinge tummelten. Auch Milchlinge, Champignons (eindeutig aus der Karbol-Gruppe), Nelkenschwindlinge sowie Perlpilze (madig) ließen sich vereinzelt blicken, außerdem ein weiteres Exemplar des Waben-Stielporlings, der in Berlin und Brandenburg noch gänzlich unkartiert ist.


    Neu für mich war der schwarzblauende Röhrling, der ebenfalls in Berlin noch nicht oft kartiert wurde.


    Und auch den gestreiften Teuerling hatte ich vorher noch nicht, aber das mag seiner geringen Größe geschuldet sein, wer weiß, an wie vielen ich ahnungslos vorbeigelaufen bin.

    (Bild nachträglich etwas verbessert und ausgetauscht, ist aber das ursprüngliche Motiv)

    Das ist mal ein Anfang ==Pilz27


    LG, Cratie

    Hallo John,


    du zeigt die anderen ja nicht, aber seid ihr da wirklich sicher, dass es Wiesenchampignons sind? Oder nur Wiesenchampignons im Sinne von Champignons, die auf einer Wiese wuchsen?


    Die gezeigten sehen für mich überhaupt nicht nach Wiesenchampignons aus, viel zu kräftig und soweit ich das sehen kann mit deutlichem Ring mit zahnkranzartiger Struktur auf der Unterseite. Gilben die vielleicht doch irgendwo auf Berührung hin (Huthaut reiben, Stielbasis ankratzen)?


    LG, Craterelle