Beiträge von Craterelle

    Zwei Tage vergebliche Suche nach dem Kiefernbraunporling liegen hinter mir. Viele viele Kiefern habe ich gesehen.


    Ich dachte, wenn was wächst, dann Holzbewohner, und neben dem Kiefernbraunporling wäre ich selbstverständlich auch Glucken und Schwefelköpfchen nicht abgeneigt gewesen, aber es gab nichts vom alledem.


    Trotzdem habe ich auf den Touren ein paar schöne Ecken kennengelernt, die zum Herbst hin vielleicht spannend sein könnten:


    Nördlich der Schönower Heide: typischer Kiefernwald auf Sandboden, ein wenig monoton vielleicht, aber angenehm memschenleer.


    Das Südostufer des Mühlenbecker See fand ich noch reizvoller, abwechslungsreich, hügelig, ein bisschen verwunschen, wenig Menschen und gemischter Baumbestand.


    Dann noch ein eigentlich unspektakuläres Kiefernwäldchen an der Pankgrafenstr., das seiben Vorteil v.a. darin hat, dass es für mich leicht zu erreichen ist.


    Einzige Ausbeute der Ausflüge: eine Handvoll Kiefernharz (soll ich für eine Freundin sammeln) und zwei Zunderschwämme zum Untersuchen/Basteln(/...Kokeln...?)


    Ich hoffe, der Regen bringt ein bisschen was. Und bitte verratet mir doch endlich, wo es Kiefernbraunporlinge gibt!

    Oh, mein Lieblingsrezept bekommt doch noch mal Konkurrenz:



    Chicken (of the wood) Nuggets nach Cajun Art




    Eher größere Stücke von nicht mehr ganz jungem (s.o.) Schwefelporling in Salzwasser oder Brühe abgekocht, in einem Rest Pfannkuchenteig mit reichlich Senf gewendet und in Cornflakes-Bröseln gewälzt, dann ab in den Ofen.


    Das Originalrezept sieht natürlich Huhn vor, eine Senf-Sauerrahm-Mischung (da hatte ich Zweifel, ob das genug klebt), und Maisbrot-Brösel.


    Lecker war's, und ein bisschen eine Entschädigung für zwei Tage vergeblicher Suche nach dem Kiefernbraunporling.

    Fehlt jemandem noch der Wollige Scheidling in der persönlichen Fundliste? Davon habe ich vorgestern am Südwestufer des Liepnitzsees Babys gefunden, die demnächst aufschirmen müssten. Leider habe ich keine Gelegenheit, nochmal hinzufahren.


    Übrigens, weiß jemand Vorkommen vom Kiefernbraunporling? Den suche ich schon so lange.


    LG, Craterelle

    Na, immerhin legt mich Anna mit dem nicht mehr aufs Kreuz!


    Wie lange wird's wohl dauern bis zum Aufschirmen? Ich könnte morgen noch mal gucken oder nächste Woche. Hab den Verdacht, das wäre einmal zu früh und einmal zu spät. Berliner & Brandenburger: will jemand übernehmen?


    P.S.: Nix Baggersee, hier gibt's richtige echte Seen (wenn schon keine echten Steine, also Felsen am Stück)


    Hallo Craterelle,


    da solltest du in den nächsten Tagen nochmal nachschauen.
    Das werden mal wollige Scheidlinge, Volvariella bombycina.


    LG Rudi


    Oh, das ist ja spannend, und ein Erstfund für mich. Ob sie allerdings die Chance zum Großwerden bekommen, da bin ich nicht so sicher. Der Baumstamm steht an einen ziemlich beliebten Badeplatz an einen sehr, sehr beliebten Badesee, da werden heute und morgen viele hundert Leute dran vorbeikommen. Und wenn nur jeder 50te davon ein Exemplar untersucht, bleibt da kaum mehr was übrig.


    LG, Craterelle

    Ach ist das erfrischend! Ich bin hier gefangen in meiner kühlen Wohnung, draußen vor der Terassentür steht eine Wand aus glühendheißer Luft. Ich träume eigentlich eher von tiefen bewaldeten Schluchten mit glucksenden Bächen am Grund, aber das dürfte mangelnder Fantasie geschuldet sein. Schnee ist auch nicht schlecht!



    Und nun her mit dem Eisberg! Ja, in meinen Garten. Nein, es macht gar nichts wenn es zischt.

    Lieben Dank, Pablo! Ich würde die Stiele bestenfalls als schwach längsfaserig bezeichnen. "Rillstielig" stelle ich mir anders vor, oder ist das gemeint? Ich habe nochmal versucht, es im Bild festzuhalten.




    Und noch die merkwürdigen Dinger, für eine eigene Bestimmungsanfrage leider zu schlecht dokumentiert.



    Ebenfalls an Buche: hühnereigroße eiförmige Beulen an Buche, Außenhülle plattig-felderig aufreißend, innen weiß, feucht. Ich fühlte mich ins Adventspilzrätsel zurückversetzt. Was will denn das mal werden? Ein Pilz muss es wohl sein? Oder doch ein B-Rätsel? Nein, wohl nicht, roch auch ganz leicht pilzig.



    Erkennt das trotz der suboptimalen Beschreibung vielleicht jemand?

    Der Ausflug in den Wald gestern war eigentlich nicht den Pilzen gewidmet, aber ein paar sind mir trotzdem begegnet. Gar nicht so selten die hier:




    Hut: hell, feinseidig bis speckig, etwas gelblich v.a. beim Antrocknen, Anflüge von Mausgraubraun wie bei Austernseitlingen, max. ca. 5 cm
    Stiel: deutlich vorhanden, annähernd weiß, lateral, weniger pelzig als ich es von Austern in Erinnerung habe
    Lamellen: annähernd weiß, sehr eng, am Stiel unregelmäßig weit auslaufend
    Fleisch: weiß
    Sporenpulver: weiß
    Substrat: Buche
    Geruch: für mich nicht nach Anis, sondern klar nach Austernpilzen. Rohe (frische) Austernpilze riechen nach meinem Empfinden nicht sehr gut, ich assoziiere Gummi damit. So rochen diese auch.



    Kann ich den gedanklich trotz der fehlenden Anisnote als cremeweißen Seitling / Lungenseitling (Pleurotus pulmonarius) ablegen?

    Erdgeschosswohnung, und ich kämpfe um jedes Grad: Fenster von außen abschatten, lüften nur wenn's draußen kühler ist als drinnen, dann aber gründlich. Letzte Nacht war das ca. von 3-6, heute wohl gar nicht.


    Aber es ist eine Oase, bei den Temperaturen sind kalte Füße ein angenehmer Luxus (im Winter fluche ich dann drüber).


    LG, Craterelle

    Hui, ganz schön krass, bei 45 º (gefühlt vermutlich >65 º?) auf schattenlosen Schutthängen.


    Ich bewundere euch und bin dankbar, den Bericht bei angenehmen 20 º frei Haus geliefert zu bekommen.


    Angela: dann kann's ja losgehen mit den kulinarischen Entdeckungen.


    LG, Craterelle


    Hallo Engelchen,


    Nobi dürfte auch da mehr Erfahrung haben als ich. Trocknen im Ganzen stelle ich mir aber sehr unpraktikabel vor.


    Dann mal viel Erfolg bei eurer Tour!
    Ich wäre natürlich gern dabei, zumindest nachträglich virtuell.


    LG, Craterelle

    Hallo Nobi,


    also lecker waren sie schon (je länger durchgezogen desto besser), aber das Pilzaroma nicht sehr intensiv, was aber bei der extrem langen Kochzeit (noch deutlich länger als die normale Dauer für Reis) wohl auch nicht weiter verwunderlich ist.


    Außerdem finde ich es bei Erbsenstreuling immer schwer, die Abwägung zwischen ausreichender Menge für den Geschmack und noch appetlich wirkender Farbintensität hinzubekommen. So dunkel wie im ersten Bild finde ich optisch nicht so ansprechend.


    Ich werde jetzt auch mit kurzen Garzeiten weitermachen, das sollte ja mit getrockneten genauso funktionieren, hoffe ich.


    Angela, dann mal raus! Du scheinst ja eine der Glücklichen zu sein, die passende Habitate in der Nähe hat. Ich habe meinen einzigen eigenen Fund im Urlaub ungefähr 3000 km weit weg gehabt.


    LG, Craterelle

    Hm, ich habe auch schon überlegt, ob der Regen wohl in ausreichender Menge den Waldboden erreicht. Ich würde schon gern mal wieder Hut-und-Stiel-Pilze sehen oder gar verspeisen. Ich hatte sogar schon überlegt, einen Tagesausflug in den Harz zu machen, aber für dieses Wochenende ist die Wetterprognose nicht allzu verlockend.


    LG, Craterelle


    Dem Austausch steht ja dann nichts mehr im Weg, wenn das Nordtreffen sogar bei dir stattfindet, Safran.


    Meine Schwefelporlings-Phase pausiert gerade, der Rest wartet im Tiefkühlschrank auf eine spätere Fortsetzung. Zeit, mich mal wieder den Erbsenstreulingen zuzuwenden.


    Ich musste heute einige Triebe der Weinpflanzen zurückschneiden, weil sie im Weg waren. Schöne große Blätter, noch relativ zart und noch nicht von Insekten zernagt. Also gefüllte Weinblätter sollen es sein, ich habe ja eine Schwäche für aufwendige Rezepte.


    Die musste ich erstmal suchen, a) wegen der Zutaten, b) wegen der Mengenverhältnisse und c) wegen der Zubereitung. Vor allem bei a) und c) scheinen die Variationen enorm.


    Meine Zutatenliste:
    10 Weinblätter, blanchiert
    1 kl. Zwiebel
    1 EL getrockneter Erbsenstreuling
    3 Lorbeerblätter
    100 g Risottoreis
    3 Datteln
    40 g Pinienkerne
    Petersilie
    Zitronensaft
    Olivenöl


    Einige sehr dominante Aromen wie Minze, Zitronenschale und Knoblauch habe ich bewusst weggelassen, die könnten auch in die Joghurtsoße, die dazu gegessen wird.


    Bei der Zubereitung habe ich mich hieran orientiert:
    https://lamiacucina.wordpress.…des-gefullte-weinblatter/


    So kompliziert war es dann doch gar nicht, das Falten ging einfacher als erwartet.


    Ein bisschen groß sind sie allerdings für meinen Geschmack geraten:

    Lieber Nobi,


    Ich bin spät dran, habe aber ebenfalls die Sehnsucht, die dein Urlaubsbericht weckt, sehr genossen. Und dabei bin ich gar nicht so frankophil.


    Danke für den Kurzurlaub,
    Craterelle

    Hallo Caro,


    Ich wünsche dir Fundglück! Hier scheint seine Zeit eher dem Ende entgegen zu gehen, aber es gibt ja im Herbst auch noch mal eine Chance (dann allerdings mit Konkurrenz aromatischer Pilzarten).


    LG, Craterelle

    Hallo Vincent,


    die Kanten bzw. der ganze Pilz, wenn er noch sehr jung ist wie z.B. der hier sind mir für die meisten Gerichte (es kommt noch mindestens ein Rezept mehr) zu labbrig, ich mag den Schwefelporling lieber, wenn er etwas mehr Struktur hat. Das Fleisch ist dann nicht mehr satt-, sondern eher hellgelb. Ist aber Geschmackssache, andere mögen ihn am liebsten ganz jung und "streichzart".


    LG, Craterelle

    So, endlich zurück in der (Pilz-)Küche. Wegen der ausgefallenen Morchelsaison gab's kulinarisch seit den Winterpilzen nicht viel.


    Nachdem es hier schon seit einiger Zeit Berichte von Schwefelporlingsfunden gab und ich auch schon vor zwei Wochen im Park die ersten gesichtet hatte, war ich in Sorge, vielleicht bereits zu spät dran zu sein. Aber ich habe dann neben zu alten am einer schon vom letzten Jahr bekannten Weide auch noch ein paar jüngere entdeckt.




    Meine bevorzugte Zubereitungsart für die butterweichen, wässrig-saftigen Zuwachskanten, die ich sonst wegschneide:


    Veganer Rührei-Ersatz


    Ungefähr die Hälfte habe ich mit dem Stabmixer fein zerkleinert, den Rest mit dem Wiegemesser etwas stückiger. Salz, Pfeffer, Oregano dazu und evtl. etwas Mineralwasser. In einer Pfanne Zwiebelwürfelchen in Öl anbraten, die Porlingsmasse dazugeben und bei schwacher Hitze und geschlossenen Deckel 15 min durchschmoren, dabei gelegentlich umrühren.



    Erstaunlich lecker fand ich es, auch für Nicht-Veganer.

    Rascheltrocken ist es, ich bin außer Holzbewohnern in letzter Zeit keinem Pilz mehr begegnet, obwohl ich in den letzten Wochen meist weiter im Norden war, wo es ein bisschen mehr Niederschlag gegeben hat.


    Aber die Schwefelporlinge sind da, bzw. teilweise für Speisezwecke auch schon wieder nicht mehr.