Beiträge von Craterelle
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Hallo Jan-Arne & Nobi, vielen Dank für die Bestätigungen und Vorschläge!
Zu Pilz 3 als Nachtrag noch einige Infos: Habitat deutlich anders als beim Königsfliegenpilz im 2. Bild, und ca. 300 m tiefer. Pilz 2: recht schattiger Fichtenwald auf gut 600 m Höhe, Pilz 3 gemähte Wiese mit nur vereinzelten Baumgruppen (Kurpark) auf unter 300 m Höhe. Ein weiteres Bild habe ich auch noch, nur das Schnittbild ist dem Löschteufel zum Opfer gefallen.
(Der Grünstich ist keine Farbverfälschung, sondern war tatsächlich deutlich wahrnehmbar.)
Aber ich nenne den trotzdem mal den kleinen Prinzen, oder doch nicht?
Nobi: ja, Fichtelgebirge ist wirklich ganz schön weit weg. Ich beneide dich fast, wieviel du herumkommst, und lese jeden Reisebericht begeistert mit.
LG, Craterelle
P.S.: Den Stiel von Amanita crocea kannte ich ja schon aus dem APR

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Nach monatelangem Pilzentzug konnte ich endlich mal mit den Augen und auch mit dem Gaumen in Pilzen schwelgen. Eine faszinierende Vielfalt, die ich längst nicht vollständig dokumentieren konnte. Die bunten Tupfen von Fliegenpilzen und Täublinge in allen Farben habe ich besonders vermisst.
Es gab so einige persönliche Erstfunde (bei Anfängern ist das ja noch ziemlich einfach ;)), u.a. meinen ersten Erdstern (Geastrum spec.).
Das hier könnte vielleicht ein Königsfliegenpilz (Amanita regalis / muscaria var. regalis) sein?
Beim nächsten denke ich aufgrund seiner pyramidalen Schuppen in Richtung Einsiedler-/Igelwulstling (Amanita solitaria / echinocephala), oder ist er dafür zu gelb?
Auch Semmelstoppelpilze (Hydnum repandum) wollte ich schon immer mal selbst finden anstatt sie zu kaufen.
Fichtenreizker (Lactarius deterrimus) hatte ich ebenfalls noch nicht, und diesen Scheidenstreifling halte ich für den safrangelben (Amanita crocea), was dann auch ein Erstfund wäre.
Zum Essen gab es außer den drei letztgenannten noch einige Pfifferlinge, Perlpilze recht zahlreich, ab und zu Frauentäublinge, und natürlich verschiedene Röhrlinge, wo bei der Steinpilz tatsächlich am häufigsten vorkam. Außer dem oben erwähnten Reizker hat sich noch etwas aus der buckligen Verwandschaft mit aufs Familienfoto gedrängt, daneben gab es außerdem auch noch Gold- und verschiedene Filzröhrlinge.
Und ich habe tatsächlich nicht nur Pilze fotografiert, sondern auch etwas Landschaft, weil es sooo schön war.
Traurig, dass der Harz doch ein bisschen zu weit weg ist. Aber mindestens einmal muss ich demnächst wieder dort hin, um einen Wunschpilz, den Mohrenkopfmilchling, zu finden.
LG, Craterelle
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Hallo Timo,
ja, nur in etwas Fett scharf angebraten und gesalzen, so mache ich das i.d.R. bei Erstverkostungen. Irgendeins meiner Pilzbücher empfiehlt Sahnesoße, meine ich, aber das habe ich noch nicht probiert.
Tuppie: vielleicht mal auf einer der Nordtouren? Osten ist definitiv auch erfolgversprechend, falls es dich mal Richtung Berlin verschlägt (gib Bescheid!). Oder in Spanien wird der auch gern gegessen und auch auf Märkten verkauft. Lohnt sich auf jeden Fall.
LG, Craterelle
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Ich habe den auch gestern zum ersten Mal probiert. Fichten sind in meiner Umgebung ja seltener als Kiefern. Wir haben nur ganz junge genommen und fanden sie recht lecker. So eine minimalste Bitterkeit im Nachgeschmack, und ich musste an Lakritz oder etwas ähnliches denken, aber auch nur eine Andeutung. Den Echten Reizker würde ich aber wie Safran vorziehen.
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Hallo zusammen,
auch ich kann ein Garmin nur empfehlen. Seit ein paar Wochen habe ich nun das 1000'er in Gebrauch. Vorgänger war das 800'er und hat dem zum Vergleich ein viel besseres Display. Ich nutze es hauptsächlich für die Rennrad und MTB Touren da ich auch für den Verein immer wieder neue Strecken präsentiere. Ist also mehrere Male in der Woche im Einsatz. Vorteil sind auch die neuen Sensoren für Trittfrequenz, Geschwindigkeit und Puls. Braucht aber wohl nicht jeder. Die Akkulaufzeit beträgt so um die 7 bis 8 Stunden reicht somit für 200km
Beide Geräte arbeiten mit Reflektionen der Signale, funktionieren deshalb auch gut im Wald (und im Wohnzimmer) und sind schnell einsatzbereit.
Wäre ein Aufbau einer Pilz "Datenbank" eine Idee in der die GPS Daten zum Pilz hinterlegt werden? Oder hütet jeder seine Fundstellen wie einen Schatz? Könnte doch auch von wissenschaftlichem Interesse sein oder?
Tschau
UweHallo Uwe,
sowas gibt's bereits bei der DGfM. An Pilzkartierungen kann sich meiner Kenntnis nach jeder beteiligen, nicht nur Mitglieder, und die Genauigkeit der Erfassung* ist dem Kartierenden überlassen.
Hier im Forum wurde das schon mal kontrovers diskutiert:
http://www.pilzforum.eu/board/…?highlight=pilzkartierungLG, Craterelle
* (also die räumliche - bei der Bestimmung wäre mangelnde Genauigkeit wohl nicht gern gesehen)
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Hi Tuppie,ich habe mir mal ein gebrauchtes Garmin etrex Vista HCx zugelegt. Das füttere ich mit den Karten von Openstreetmap, da gibts verschiedene Optionen, alles aber kostenlos. Immerhin hat mir das Teil schon ein paar Mal den Weg aus dem Wald gezeigt.
Aber Vorsicht, man neigt dazu, sich ein weiteres Hobby zuzulegen, nämlich die Kartenergänzung auf Openstreetmap.
(http://www.amazon.de/Garmin-GP…x-Vista-HCx/dp/B000UH1YZ8)
Grüße von gegenüber
HaraldHi Tuppie,
ich habe ein ca. 10 Jahre altes Garmin etrex Venture HCx, was über lange Jahre bei jedem Ausflug dabei war. Wenn Outdoor-Navi, würde ich zu Garmin raten, u.a. wegen der freien Karten. Erschreckend finde ich die Preise, bei meinem war der Neupreis (reduziert) damals kaum über dem, was heute die Gebrauchtgeräte kosten, und die aktuellen Modelle kosten eher das doppelte oder dreifache.
LG, Craterelle
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Ich war gestern weit draußen im Oderbruch, und es gab tatsächlich Pfützen auf dem Boden und Pilze! Leider keinerlei Zeit für Untersuchungen oder auch nur Fotos. Riesenboviste waren dabei, eine Champignon-Art und "kleine weiße Pilze". Jetzt mit dem schönen Regen geht es hoffentlich auch anderswo aufwärts.
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Hallo Abeja,
Interessanter Erfahrungsbericht, aus meiner Sicht hätte der gern einen eigenen Thread haben dürfen.

Ich habe davon noch nicht alle verkostet, erinnere mich aber daran, dass ich den Leberreischling gar nicht mochte. Sauer ist ohnehin nicht so ganz meine Richtung, und die Konsistenz gefiel mir auch nicht. Aber die Optik ist wirklich ansprechend mit dieser schicken Maserung.
LG, Craterelle
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Ansonsten war ich in der Zwischenzeit mal im Wald und habe nach Pilzen geguckt, aber exakt 0 Pilze gesehen. Wenn ich mich an letztes Jahr erinnere, als ich um die Jahreszeit schon jede Menge Pilze gesammelt hatte, frage ich mich, ob dieses Jahr ein extrem schlechtes bzw. einfach nur sehr kurzes Pilzjahr ist oder das jetzt einfach nur Anfängerpech war.
Das war vermutlich aber noch nicht in Berlin/Brandenburg? Hier ging's letztes Jahr auch recht spät los, wohl weil's zu trocken war. Die Trockenheit war allerdings bei weitem nicht so extrem wie jetzt. Hier in Berlin ist das m.E. wirklich kaum zu übersehen. Hinzu kommt, dass die hier vorherrschenden Sandböden sehr schlecht Wasser speichern.Strategien:
A) In Gegenden fahren, die mehr Regen abbekommen haben.
B) Gezielt feuchtere Bereiche suchen.
C) Auf ausreichend Regen warten.
Viel Glück!
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Hallo Johannes,
ich finde die Karte sehr interessant und bedanke mich fürs Verlinken.
Ich war vorgestern im Nordwesten unterwegs, bei Dannenwalde (nur Holzbewohner und ein einziger Kartoffelbovist) und Oranienburg (immerhin: ein vereinzelter Riesenbovist).
Der Karte nach dürfte in geringer Entfernung zu Berlin die Bodenfeuchte am ehesten im Südwesten annähernd normal sein, da bin ich allerdings sehr selten, aber einige Foristen gibt's in der Ecke wohl schon. Bei einer Pilzschwemme hätte es vermutlich schon einen Erfolgsbericht gegeben.
LG, Craterelle
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Hallo Abeja,
dann wäre es wohl an der Zeit, mal wieder die Fundorte zu inspizieren.
Es ging mal das Gerücht, der würde entweder im Frühjahr oder im Spätsommer/Frühherbst fruktifizieren, aber nicht zweimal im Jahr. Ich habe jedoch wie du die gegenteilige Erfahrung gemacht, letztes Jahr kam ich im Herbst allerdings viel zu spät. Deshalb danke für den Tipp und natürlich für den Erfahrungsbericht.
LG, Craterelle
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Hallo zusammen,
ich melde auch mal vorsichtiges Interesse an.
Allerdings habe ich noch eine Verständnisfrage: Nach meiner derzeitigen Kenntnis (und das weiß ich auch noch nicht mal besonders lange) herrscht in NSG i.d.R. Wegegebot. Wird das dann eine Teleobjektiv-Tour?
Ich habe mir gerade die Verordnung für Stechlin mal zu Gemüte geführt. Wegeverbot trifft zu, Pilzesammeln ist aber (außerhalb der Totalreservate, aber in die soll es wohl nicht gehen?) ausdrücklich erlaubt.
LG, Craterelle
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Hallo Caaadi,
etwas ergiebigen Regen gab's wohl nur in einem recht schmalen Streifen, so etwa Velten-Oranienburg-Liebenwalde-Joachimsthal-Angermünde. Ich denke, da besteht am ehesten Hoffnung, dass sich Fruchtkörper heraustrauen.
Die Niederschlagssummen auf kachelmannwetter.com habe ich mal als Tipp hier im Forum gefunden, sehr nett.
LG, Craterelle
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Herrlich, diese bunte Vielfalt!
Ich habe seit dem Winter genau zwei Mal Hut-und-Stiel-Pilze gesehen, einmal Lepista im April, und vor einigen Wochen, als sich die Bodenfeuchte ansatzweise zu normalisieren begann noch einige. Jetzt hat die Trockenheit wieder zugeschlagen...
Und es hätte sogar den ersehnten Kiefernbraunporling für mich gegeben, wenn ich es nur bis nach Hamburg geschafft hätte

Freut mich, dass ihr so eine erfolgreiche gemeinsame Tour hattet!
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Zeit, mal etwas Farbe in diesen verwaisten Thread zu bringen, auch wenn ich vorwiegend mir selbst schreibe. Ich habe kürzlich im Wald einen braunen Porling an Kiefer mitgenommen, der wohl eher kein Kiefernbraunporling war. Wolle hat er nicht besonders gefärbt, aber der Nylonstrumpf hat die Farbe ziemlich stark angenommen.
(Das Graue oben ist die Ausgangsfarbe, dort war der Strumpf zugebunden.)Ich dachte immer, Kunstfasern ließen sich nicht färben, aber das ist wohl abhängig von der chemischen Zusammensetzung: Polyester nein, Polyamid ja oder so ähnlich.
Ansonsten kann man viele andere Sachen zum Färben einsammeln, wenn wie hier um Berlin Pilzflaute herrscht.
Mein neuer Liebling ist der Essigbaum, der gebeizte Wolle zum Anbeißen zitronengelb färbt, und Eichenlaub (mit Eisenacetat) für ein klares, neutrales Grau auf allen möglichen Fasern.
Ok, das ist auch schon wieder off topic. Habt Erbarmen und lasst mich endlich einen Kiefernbraunporling finden! -
Hallo Nobi,
Die Kostprobe des frischen, selbst gefundenen habe ich mir ja leider entgehen lassen ("der ist bestimmt zu alt..."), insofern mache ich aus deiner Spende (nochmals danke!), was immer mir einfällt - außer Färben.
Als Soßenzutat hege ich den Verdacht, dass er tatsächlich mehr Farbe als Geschmack bringt.
Das hier beschriebene ließ sich zumindest schon mal mit anderen Aromen (Artischocke bei mir, die ja auch eine Diva ist) kombinieren, ohne sich beleidigt zurückzuziehen.
Weitere Experimente stehen aus.
LG, Craterelle
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Das Problem scheint ja zu sein, dass das Aroma sehr leicht flüchtig ist.
Bei meinem jüngsten Versuch habe ich die Stückchen deshalb nur kalt eingeweicht, ca. 1h ziehen lassen - riecht sehr lecker, und das Einweichwasser wird natürlich auch irgendwie verwertet. Dann in reichlich ("Platz zum Schwimmen") schäumender Butter ca. 2-3 min garen. Die Butter sollte dabei höchstens leicht bräunen (den Farbstoff nimmt sie nicht an, der ist offenbar wasserlöslich) und die Pilzstückchen werden auch nicht richtig knusprig, aber sehr lecker. Wenn man es knusprig möchte, besser Butterschmalz nehmen.
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Hallo Patrick,
hallo Mirko,freut mich sehr, dass die Rezepte Anklang gefunden haben! Ein weiteres schwirrt mir noch im Kopf herum, falls aus dem letzten Rest in der Kühltruhe doch keine Waldhuhnsuppe werden sollen.
Mal sehen...
Nach Frikassee-Art habe ich mal einen Ästigen Stachelbart zubereitet, aber ich fand die Mehlschwitze irgendwie zu schwer. Hühnerfrikassee wäre wohl auch nicht so mein Geschmack.
LG, Craterelle
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Hallo Nobi,
Ich habe den vor einigen Wochen auch gefunden (Jungstadium) und stand staunend davor (B-Rätsel). Wie Ralf habe ich ihn in deinem Rätsel dennoch nicht erkannt und hatte leider auch keine Gelegenheit, ihm beim Wachsen zuzugucken. Umso mehr freue ich mich, dass du das für uns alle gemacht hast.
Danke!
Craterelle -
An den zimtfarbenen habe ich mich noch nicht wieder rangetraut (vielleicht ein bisschen auch wegen der Giftigkeit). Woran ich gerade herumrätsele: ist die Farbveränderung wohl reversibel oder stabil? Ich habe versucht, es mit dem herauszufinden, was ich im Haus hatte (Soda und Essigessenz), das war eher uneindeutig, weil mit Soda schon die Farbänderung hin zu violett eher schwach ausfällt.
Tanja, liest du hier noch mit? Hast du das mal getestet?
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Hallo Mausmann, hallo Pablo,
An Kiefern suche ich ihn v.a. deshalb, weil die hier im Vergleich zu Fichten und Douglasien deutlich in der Überzahl sind.
Ich will so gern mal damit färben, seit ich Bilder davon gesehen habe. Ist eigentlich nicht zeitkritisch, außer dass es in den Fingern kribbelt. Naja, und Hochsommer ist natürlich am besten, um die nötigen Temperaturen ohne Energiezufuhr hinzukriegen.
LG & danke fürs Trösten,
Craterelle -
Zwei Tage vergebliche Suche nach dem Kiefernbraunporling liegen hinter mir. Viele viele Kiefern habe ich gesehen.
Ich dachte, wenn was wächst, dann Holzbewohner, und neben dem Kiefernbraunporling wäre ich selbstverständlich auch Glucken und Schwefelköpfchen nicht abgeneigt gewesen, aber es gab nichts vom alledem.
Trotzdem habe ich auf den Touren ein paar schöne Ecken kennengelernt, die zum Herbst hin vielleicht spannend sein könnten:
Nördlich der Schönower Heide: typischer Kiefernwald auf Sandboden, ein wenig monoton vielleicht, aber angenehm memschenleer.
Das Südostufer des Mühlenbecker See fand ich noch reizvoller, abwechslungsreich, hügelig, ein bisschen verwunschen, wenig Menschen und gemischter Baumbestand.
Dann noch ein eigentlich unspektakuläres Kiefernwäldchen an der Pankgrafenstr., das seiben Vorteil v.a. darin hat, dass es für mich leicht zu erreichen ist.
Einzige Ausbeute der Ausflüge: eine Handvoll Kiefernharz (soll ich für eine Freundin sammeln) und zwei Zunderschwämme zum Untersuchen/Basteln(/...Kokeln...?)
Ich hoffe, der Regen bringt ein bisschen was. Und bitte verratet mir doch endlich, wo es Kiefernbraunporlinge gibt!
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Oh Hans, das ehrt mich aber :shy:
Ich hatte es noch gar nicht gesehen. Abstimmen kann ich jetzt aber leider nicht mehr, ich wäre deutlich parteiisch.
Falls ich mal ein Küchenblog starte, werde ich das so nennen

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Oh, mein Lieblingsrezept bekommt doch noch mal Konkurrenz:
Chicken (of the wood) Nuggets nach Cajun Art
Eher größere Stücke von nicht mehr ganz jungem (s.o.) Schwefelporling in Salzwasser oder Brühe abgekocht, in einem Rest Pfannkuchenteig mit reichlich Senf gewendet und in Cornflakes-Bröseln gewälzt, dann ab in den Ofen.
Das Originalrezept sieht natürlich Huhn vor, eine Senf-Sauerrahm-Mischung (da hatte ich Zweifel, ob das genug klebt), und Maisbrot-Brösel.
Lecker war's, und ein bisschen eine Entschädigung für zwei Tage vergeblicher Suche nach dem Kiefernbraunporling.
