Beiträge von Craterelle

    Hallo zusammen,


    Ein kleiner Streifzug gestern im Tegeler Forst brachte kaum was für die Küche, nur Hallimasch hier und da, praktisch keine Röhrlinge. Dafür Zweitbegegnungen mit Ohrlöffelstacheling und Erdstern den gleich in größerer Zahl und verschiedenen Stadien:


    Dann mein Erstfund des Zitterzahns, bei dem ich kaum Zweifel habe (den ich aber nicht probieren möchte).

    (Das Bild ist nicht so recht was geworden, aber life waren sie wie aus dem Bilderbuch)


    Diese dunklen Gesellen gaben mir im Wald Rätsel auf.


    Mit den Merkmalen
    - gesellig
    - auf Holz
    - sehr hart
    - innen hell
    - Größe bis ca. 5 cm
    scheint mir am ehesten die vielgestaltige Holzkeule in Frage zu kommen, liege ich da richtig? Sie waren weniger langgestreckt als vielfach abgebildet, aber der Name lässt ja einige Variabilität vermuten. Riecht übrigens sehr angenehm, auch das würde wohl passen.


    LG, Craterelle

    Hallo Safran,


    So richtig viel kann ich nicht dazu beitragen, die Kerlchen sind ganz neu in meiner Küche (eigentlich wollte ich auch noch was dazu schreiben).


    Ich würde es am ehesten mit Blanchieren angehen, aber das ist ein völlig blinder Tipp.


    LG, Craterelle

    Auch von mir späte Glückwünsche allen Siegern!


    Ich hatte mich sehr spontan zur Teilnahme entschlossen, durchaus auch mit dem Gedanken, das Niveau ein bisschen Richtung Normalsterbliche zu senken.


    Das Motiv hatte ich auch gar nicht wegen seiner Schönheit aufgenommen, sondern weil der oder die ziemlich in der Mitte so lustige Geschichten erzählt haben. Vielleicht wäre Audio besser gewesen ;)


    Wie auch immer, ich glaube, ich mach jetzt öfter mal mit. Dilettanten vor!

    Hab ich dich! Mein Wunschzettelpilz, tataaa:



    Alle sind pfannenfertig, nur die Glucke meinte, sie müsste noch kurz unter die Dusche.



    Diva? Dreckspatz? Wohl irgendwie von beidem etwas, aber ich fand das Putzen in diesem Fall der Mühe wert :yumyum:

    Den wollte ich schon ganz lange mal probieren, ich weiß (erst recht im Nachhinein) gar nicht so recht warum eigentlich.


    Heute ergab sich die Gelegenheit. In einer Kiefernschonung gab es ganz alte, jüngere und einige ganz junge.


    Beim Putzen war's eine etwas schleimige Angelegenheit, aber immerhin ließ sich die Huthaut größtenteils abziehen.


    In der Pfanne gab's eine kleine Überraschung, als die Pilze pink anliefen. Da musste ich vor dem Probieren doch noch kurz recherchieren, ob der das darf.


    Der Geschmack hat mich an Rote Beete erinnert, erdig und etwas säuerlich. Ich frage mich allerdings, inwieweit die Farbe diese Assoziation gefördert hat. Die Konsistenz war nicht so mein Fall, ging so in Richtung dieser übergroßen, weicheren Gummibärchen. Den Leberreischling habe ich in ähnlicher Erinnerung, was die Konsistenz betrifft.


    Ich glaube, es wird bei diesem einen Test bleiben. Aber ein hübscher Pilz ist er trotzdem.


    So ganz erinnere ich mich nicht mehr was die Konsistenz angeht. Ist schon eine ganze Weile her. Ich glaube die wurden recht matsch in der Pfanne.
    Der Geschmack jedenfalls war irgend so ein oller Muff. Ganz und gar nicht rettbar.
    Für mich jedenfalls absolut keine Option Reizker einzufrieren.


    Man sollte auch daran denken daß es ja Milchlinge sind und die Milch wird sich beim Konservieren nicht im Pilz halten, was Geschmack und Konsistenz verändern wird. Und die Milch ist es doch wohl die den Geschmack solcher Pilze ausmacht.



    Jetzt habe ich die gefrorenen getestet, im direkten Vergleich zu frischen. Ich gebe dir völlig recht <X:nana: <X
    Die Konsistenz ist natürlich weniger knackig, die Farbe schlägt beim Frosten ins weinrötliche um, aber das wäre alles nicht so schlimm. Nur ist auch das Aroma komplett verschwunden, zurück bleibt etwas modrig-muffiges.

    Schöne Funde! Es gibt vermutlich so einige, die den gern mal finden möchten.


    Der Experte für Erbsenstreulinge dürfte wohl Nobi sein, vielleicht schreibt er noch was dazu.


    Trocknen würde ich sie in dünnen Scheiben, im ganzen würden sie vermutlich zu langsam vollständig durchtrocknen. Das was noch zweifarbig und schnittfest ist, sollte ok und noch nicht zu reif sein.


    Frisch zubereiten soll auch gehen (auf kurze Garzeit achten).

    Kalr, Craterelle: Das ist schon was anderes als deine Pilze. Die waren ja Lepista personata (in manchen Büchern auch Lepista saeva), also Lilastieliger Rötelritterling.
    Lepista irina ist der >Veilchenritterling<. Aber ich bin da durchaus unsicher, weil eben einige Details nicht recht passen wollen. Aber momentan sehe ich keine besser passende Alternative.


    Autsch! Die wissenschaftlichen Namen... ich dachte, ich würde langsam besser damit, aber das war wohl zu optimistisch :cursing:

    Nachdem ich vor einigen Wochen zum ersten Mal den Safran-Scheidenstreifling gegessen habe (leider nur als Mischpilz), war jetzt der rotbraune an der Reihe. Und ich fand den eigentlich sogar ganz gut. Sicher nicht eine der aromatischsten Pilzarten, aber ich fand den Geschmack definitiv eher angenehm als unangenehm. So ein wenig hat es mich an dieses chinesische Unsterblichkeitskraut, [font="Roboto-Regular, HelveticaNeue, Arial, sans-serif"]Gynostemma [/font]pentaphyllum, erinnert, mit Noten von Heu, nussig und etwas herb. Allerdings nicht sehr ergiebig, für ein über eine Kostprobe hinausgehendes Solo-Gericht müsste man schon eine ganze Menge sammeln.


    Ich hatte Kuschel irgendwann mal von meinen eingefrorenen Fichtenreizkern berichtet. Die schmeckten total besch... und wurden nicht aufgegessen. Die landeten im Müll.
    So ist das Thema wohl für uns beide erledigt gewesen denn die Edelreizker würden nicht anders enden, denke ich.


    Was genau war denn <X, haben sie sich geschmacklich nachteilig verändert oder eher die Konsistenz oder beides?

    Hallo,


    ich war kürzlich bei Fürstenberg unterwegs, und fand dort Menge und Vielfalt gar nicht mal schlecht, obwohl es immer noch recht trocken war. An Speisepilzen v.a. Maronen, Perlpilze, Reizker, und die sehr schön madenfrei. An essbaren Täublingen wäre wohl auch noch etwas zu finden gewesen, aber ich taste mich da sehr langsam heran und nehme bisher nur den Frauentäubling mit.


    LG, Craterelle


    Nanu, wer seid ihr denn?


    Alles was mir zu "Holzbewohner" und "büschelig" als erstes einfällt, sieht ganz und gar anders aus.


    In welche Richtung gucke ich denn da? Richtung Faserrübling vielleicht?

    Hallo Safran,


    ich habe das auch nach Automatenübersetzung gekocht, mein Spanisch ist bestenfalls mäßig.


    Hier die sehr freie Beschreibung:


    Edelreizker mit Knoblauch und Schinken


    So viele Edelreizker, wie nebeneinander in die Pfanne passen, Stiele kurz abgeschnitten
    reichlich Olivenöl
    2 Zehen Knoblauch, in Stifte geschnitten
    1 Chili (ich hatte leider nur getrocknete)
    etwas Schinken, in Streifen geschnitten
    Salz, Petersilie
    etwas Weißwein


    Knoblauchstifte bei niedriger Hitze in Olivenöl anschwitzen (nicht zu dunkel werden lassen goldbraun ist m.E. schon eher zu viel).
    Knoblauch und den größten Teil des Öls aus der Pfanne in ein anderes Gefäß geben.
    Pilze mit Huthaut nach unten in die Pfanne legen, zuerst kräftig anbraten.
    Dann leicht salzen, Chili, Schinken und Knoblauch-Öl-Mischung auf den Lamellenseiten der Pilze verteilen (geht besonders schön, wenn der Hutrand noch schön eingerollt ist) und etwas Weißwein drüberträufeln.
    Bei nicht ganz geschlossenem Deckel und schwacher Hitze mind. 10 Minuten durchschmoren.
    Petersilie (die im Originalrezept tatsächlich nicht vorkommt) darüberstreuen.

    Ein Holzbewohner, Dachpilz (Pluteus) schon mal recht sicher, aber eher nicht der mir bekannte rehbraune.


    Mit den dunklen Lamellenschneiden kommen wohl nur zwei in Frage, der schwarzschneidige (nigrofloccosus) oder der schwarzadrige/-schuppige (ombrosus).


    Aufgrund der uneinheitlich gefärbten Huthaut würde ich zu letzterem tendieren, liege ich da richtig?

    Zurück in der Küche... der echte Reizker war vor zwei Jahren für mich eine Neuentdeckung und gleich einer meiner Lieblinge. Als ich Montag mal wieder durch die Gelegenheit hatte, durch die Brandenburger Landschaft zu streifen, fand ich zu meiner Freude einige. Sie waren schon ziemlich groß, erstaunlicherweise aber madenfrei (die Perlpilze übrigens auch).


    Eine Spanierin hatte mir letztes Jahr mal ein Familienrezept weitergeben wollen, das hat aber leider nicht geklappt. Also bin ich mit den Begriffen "Niscalos" und "Rebollones" auf die Suche gegangen.


    Níscalos al ajillo con jamón klingt doch ganz gut:


    http://eladerezo.hola.com/recetario/niscalos-con-jamn.html


    Starke Aromen, aber da sollten die Reizker gegenhalten können. Außerdem hatte ich alle Zutaten im Haus, auch wenn der Schinken nicht von spanischen Schweinen, sondern von deutschen Schafen stammt.


    Und so sah meine Interpretation des Gerichts dann aus:


    Ich würde es durchaus weiterempfehlen.

    So, jetzt will auch diesen Thread auch mal füttern.

    Die gab's hier schon mal, ist mir in letzter Zeit auch mehrfach begegnet, sie sonnen sich momentan wohl ganz gern und sind dann auch geduldige Fotomodelle, die nicht abhauen. Ich mag den Kupferton gern.

    Und bei denen die durch das Gegenlicht überstrahlte Rückenlinien. Schwarze Schafe sind ja sonst nicht so dankbar Motive, zumindest nicht auf meinem Anfängerniveau.

    Hallo Mittelfranke,


    es gibt in Brandenburg inzwischen trotz der langen Trockenheit doch so einige Pilze, aber meiner Empfindung nach zumindest in den von mir besuchten Gebieten eher nicht massenhaft. Wenn schon den Pilzen so weit hinterherfahren, würde ich eher z.B. in den Harz fahren (außer du magst es eher flach, sandig und kiefernbestanden).


    LG, Craterelle