Beiträge von Craterelle


    Nanu, wer seid ihr denn?


    Alles was mir zu "Holzbewohner" und "büschelig" als erstes einfällt, sieht ganz und gar anders aus.


    In welche Richtung gucke ich denn da? Richtung Faserrübling vielleicht?

    Hallo Safran,


    ich habe das auch nach Automatenübersetzung gekocht, mein Spanisch ist bestenfalls mäßig.


    Hier die sehr freie Beschreibung:


    Edelreizker mit Knoblauch und Schinken


    So viele Edelreizker, wie nebeneinander in die Pfanne passen, Stiele kurz abgeschnitten
    reichlich Olivenöl
    2 Zehen Knoblauch, in Stifte geschnitten
    1 Chili (ich hatte leider nur getrocknete)
    etwas Schinken, in Streifen geschnitten
    Salz, Petersilie
    etwas Weißwein


    Knoblauchstifte bei niedriger Hitze in Olivenöl anschwitzen (nicht zu dunkel werden lassen goldbraun ist m.E. schon eher zu viel).
    Knoblauch und den größten Teil des Öls aus der Pfanne in ein anderes Gefäß geben.
    Pilze mit Huthaut nach unten in die Pfanne legen, zuerst kräftig anbraten.
    Dann leicht salzen, Chili, Schinken und Knoblauch-Öl-Mischung auf den Lamellenseiten der Pilze verteilen (geht besonders schön, wenn der Hutrand noch schön eingerollt ist) und etwas Weißwein drüberträufeln.
    Bei nicht ganz geschlossenem Deckel und schwacher Hitze mind. 10 Minuten durchschmoren.
    Petersilie (die im Originalrezept tatsächlich nicht vorkommt) darüberstreuen.

    Ein Holzbewohner, Dachpilz (Pluteus) schon mal recht sicher, aber eher nicht der mir bekannte rehbraune.


    Mit den dunklen Lamellenschneiden kommen wohl nur zwei in Frage, der schwarzschneidige (nigrofloccosus) oder der schwarzadrige/-schuppige (ombrosus).


    Aufgrund der uneinheitlich gefärbten Huthaut würde ich zu letzterem tendieren, liege ich da richtig?

    Zurück in der Küche... der echte Reizker war vor zwei Jahren für mich eine Neuentdeckung und gleich einer meiner Lieblinge. Als ich Montag mal wieder durch die Gelegenheit hatte, durch die Brandenburger Landschaft zu streifen, fand ich zu meiner Freude einige. Sie waren schon ziemlich groß, erstaunlicherweise aber madenfrei (die Perlpilze übrigens auch).


    Eine Spanierin hatte mir letztes Jahr mal ein Familienrezept weitergeben wollen, das hat aber leider nicht geklappt. Also bin ich mit den Begriffen "Niscalos" und "Rebollones" auf die Suche gegangen.


    Níscalos al ajillo con jamón klingt doch ganz gut:


    http://eladerezo.hola.com/recetario/niscalos-con-jamn.html


    Starke Aromen, aber da sollten die Reizker gegenhalten können. Außerdem hatte ich alle Zutaten im Haus, auch wenn der Schinken nicht von spanischen Schweinen, sondern von deutschen Schafen stammt.


    Und so sah meine Interpretation des Gerichts dann aus:


    Ich würde es durchaus weiterempfehlen.

    So, jetzt will auch diesen Thread auch mal füttern.

    Die gab's hier schon mal, ist mir in letzter Zeit auch mehrfach begegnet, sie sonnen sich momentan wohl ganz gern und sind dann auch geduldige Fotomodelle, die nicht abhauen. Ich mag den Kupferton gern.

    Und bei denen die durch das Gegenlicht überstrahlte Rückenlinien. Schwarze Schafe sind ja sonst nicht so dankbar Motive, zumindest nicht auf meinem Anfängerniveau.

    Hallo Mittelfranke,


    es gibt in Brandenburg inzwischen trotz der langen Trockenheit doch so einige Pilze, aber meiner Empfindung nach zumindest in den von mir besuchten Gebieten eher nicht massenhaft. Wenn schon den Pilzen so weit hinterherfahren, würde ich eher z.B. in den Harz fahren (außer du magst es eher flach, sandig und kiefernbestanden).


    LG, Craterelle


    hallo!
    ich persönlich bin sogar dafür das Pilzesammeln und Blumenpflücken in einigen Gebieten generell zu verbieten - die Natur hat, zumindest bei uns, darunter stark gelitten und es ist immer wieder traurig mit anzusehen wie alljährlich alles fast flächendeckend von den vielen Sammlern abgeerntet und zerstört wird
    mfg magellan


    Wenn es der Arterhaltung/Verbreitung denn zuträglich wäre, hätte ich da auch nichts gegen. Soweit ich weiß, haben Untersuchungen da aber keinen eindeutig positiven Effekt belegen können, und einem Verbot nur aus ästhetischen Gründen stehe ich eher skeptisch gegenüber.


    Bin ja nicht gerne der Spielverderber aber....
    Hahnheide ist meines Wissens nach Naturschutzgebiet.... Pilze sammeln verboten


    Pilze sammeln ist übrigens nicht in in jedem NSG explizit verboten (allerdings häufig durch die Wegepflicht in der Praxis eingeschränkt), und in einigen sogar explizit erlaubt. Zumindest nach meiner Interpretation ist zum Zweck des Pilzesammelns das Verlassen der Wege durch nachfolgende besipielhafte Bestimmungen erlaubt.


    http://www.nlwkn.niedersachsen…ticle_id=44584&_psmand=26


    § 3
    [a)-c)]
    d) die Wege zu verlassen, ...
    [e)-f)]


    § 4


    a) Unberührt von den Bestimmungen des § 3 bleiben forstliche, bergbauliche, jagdliche, gärtnerische, landwirtschaftliche und fischereiliche Maßnahmen und Nutzungen, einschließlich das Sammeln von Beeren und Pilzen (außerhalb der durch Kulturgatter und Horden wilddicht eingezäunten Kulturen);


    Sollte ich das falsch interpretieren, lasse ich mich gern eines Besseren belehren.

    Hallo Abeja,


    über das Weggießen des Kochwassers hat hier mal jemand was geschrieben, was ich sehr einleuchtend fand. Sinngemäß: wenn etwas Unverträgliches drin ist, was hitzestabil, aber wasserlöslich ist, hilft das ohnehin nicht, weil man es nicht vollständig rausbekommen wird. Wenn es nicht hitzestabil ist, reicht langes Kochen völlig aus, und mit dem Wasser würde man nur Aroma abgießen.


    Ich achte also beim Hallimasch auf vollständiges Durchgaren, gieße aber nichts weg, und finde ihn recht lecker.


    LG, Craterelle


    P.S.: Ich wollte den alten Thread noch verlinken, musste ihn aber erstmal wiederfinden:
    http://www.pilzforum.eu/board/…mit-den-vielen-hallimasch

    Lieber Nobi, ich habe noch eine Frage dazu, also nicht so sehr zum Rezept (das klingt auch super, aber die Austern werden hoffentlich noch etwas auf sich warten lassen).


    Wo hattest du denn diesen Ricotta her? Der ist ja vom Schaf! Ich liebe Schaf-Ricotta, wusste aber nicht, dass es den hierzulande zu kaufen gibt. Ich habe gerade schon ein bisschen nach der Marke recherchiert, anscheinend hatten sie ihm vor 3 Jahren mal bei einem Berliner Großhändler, aber da scheint er nicht mehr im Sortiment zu sein.


    LG, Craterelle

    Hallo Harald,


    ja, mir ist auch schon früher aufgefallen, dass die Schuppen nach einiger Zeit Lagerung meist weniger deutlich erkennbar sind als am frischen Pilz. Aber sie mussten über Nacht auf ihr Foto warten, weil das Licht gestern nicht mehr reichte.


    Grüße,
    Craterelle

    Hej hej Tom,


    den würde ich sehr gern mal sehen zum Vergleich, aber so bald wird das wohl nichts. Eigentlich schade, ist gerade so schön bunt & artenreich jetzt, auch wenn ich an Speisepilzen mengenmäßig nicht viel mitgenommen habe und sich die Glucken immer noch vor mir verbergen.


    LG, Craterelle

    Die habe ich im letzten Jahr zum allerersten Mal zu Speisezwecken mitgenommen. Da haben wir sie allerdings auch mit vereinten Kräften zu dritt bestimmt.


    Jetzt gab's im Wald ziemlich viele, und sie haben auch schuppige Stiele, wie es sein soll, und ich bin mir ziemlich sicher, dass es welche sind. So ca. 99%, aber das ist mir dabei immer noch zu wenig.




    Nee, ich weiß doch: keine Verzehrfreigaben, dafür bin ich lange genug hier. Ich würde einfach gern nach und nach noch sicherer werden in der Bestimmung.

    Abeja, ganz herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort :Kuschel:




    Ja, sie darf jetzt manchmal raus :D



    Ich benutze meistens den A-Modus und wechsle zu iA, wenn ich unzufrieden bin. iA+ hatte ich noch nicht entdeckt, habe ich jetzt eingeschaltet. Klingt eigentlich recht vielversprechend als Fallback, wenn ich im A-Modus nichts Zufriedenstellendes hinkriege. Bei iA war ich nämlich gelegentlich mit der Farbtemperatur unglücklich. Aber das Ziel lautet eigentlich eher A.


    Den Belichtungsmesser habe ich Ewigkeiten gesucht. Als ich ihn endlich gefunden hatte, stand er schon auf "on", aber ich sehe die Belichtungszeit trotzdem nirgendwo. Mit Blindheit gesegnet?


    Immerhin habe ich mich jetzt nochmal über die Bedienungsanleitung gebeugt, weitere Funktionen (z.B. Histogramm und Spitzlichter-Warnung) entdeckt und Knöpfchen, die ich bislang noch nicht benutzt hatte, z.B. den unbeschrifteten Drehschalter auf der Rückseite oben rechts. Falls der das Mittel der Wahl für Belichtungskorrekturen ist, wäre das auch wieder etwas, was ich schon länger gesucht habe.


    Vielleicht wird es ja so nach und nach.



    LG, Craterelle

    Ich stand mindestens genauso perplex vor meinem Erstfund in ähnlich jungen Stadium. Pilze haben so viele Überraschungen (hier: Überraschungseier) parat :thumbup:

    Hallo Lothar,


    dank' dir fürs Festhalten deiner weiteren Erfahrungen. Freut mich, dass du mit der Kamera so zufrieden bist.


    Ich habe meine auch jetzt schon einige Zeit, nehme sie aber viel zu selten mit, und ich mache nicht selten schlechtere Bilde als der Automatik-Modus (iA) ;(. Da kann die Kamera natürlich nichts dafür, aber es frustriert mich trotzdem.


    Nachteile außer meiner mangelnden Begabung habe ich erst einen ausgemacht: Ich finde die Formatwahl als Drehschalter außen am Objektiv ziemlich unglücklich. Vielleicht gibt es tatsächlich Fotografen, die das Format häufig wechseln, aber ich habe das bisher ausschließlich versehentlich verstellt und unbeabsicht schon diverse quadratische Bilder gemacht. Das hätte ich lieber tiefer im Menü versenkt und den Schalter für etwas anderes genutzt.


    Ich habe jetzt angefangen, nachträglich (zu Hause am Rechner) beim iA-Modus abzugucken, welche Einstellungen da benutzt wurden. Anscheinend geht die Automatik bei schlechten Lichtverhältnissen auf Blende 1,4 und Belichtungszeit 1/60 runter, und wenn das noch nicht ausreicht mit der Empfindlichkeit nach oben. Belichtungszeiten länger als 1/60 sind freihändig natürlich auch nicht sinnvoll, aber ich weiß es ja vorher nicht, wenn ich den A-Modus benutze, und habe auch noch keine Möglichkeit gefunden, die Einstellungen schnell direkt an der Kamera nachzugucken. Dann würde ich nämlich vielleicht eher aufblitzen oder die Kamera auflegen, als mit der Empfindlichkeit zu weit hochzugehen.


    Habt ihr in der Richtung noch Tipps für mich?


    LG, Craterelle

    Hallo,


    auch von mir ein herzliches Willkommen!


    Bei Steinpilz vs. Marone schau mal genau auf den Stiel: Maronen sollten, auch wenn sie mal nicht richtig blauen wollen, nie genetzt, sondern braun marmoriert sein. Bei Steinpilzen dagegen sollte zumindest oben am Stiel eine helle Netzstruktur auf dunklerem Grund erkennbar sein.


    Dein letztes Bild wirkt ein bisschen wie gemalt. Gefällt mir total gut, auch wenn mir kein Name dazu einfiel. Aber dafür haben wir ja Pablo :thumbup:


    LG, Craterelle

    :evil:
    Hallo Ulli,


    Ich hoffe, du hast gut geschlafen letzte Nacht!


    Darf man zum Jahrestag von Pilzinfektionen eigentlich gratulieren? :kopfkratz:


    Seid ihr wirklich erst 3 Jahre dabei oder ist das künstlerische Freiheit?


    LG & danke für den unterhaltsamen Text,
    Craterelle


    Hallo Craterelle!
    Ganz schöne Ausbeute, und hübsche Pilze. Aber hier gefällt mir das Bild von den bemoosten Steinen am besten. Ich liebe solche Lichtspiele!


    Hallo Tuppie,


    freut mich, dass es dir gefällt! Mit dem Bild bin ich nicht 100% zufrieden (nicht ganz scharf), und live war es sowieso noch viel schöner. Auf jeden Fall eine wunderschöne Ecke.


    LG, Craterelle

    Hallo Cleoluka,


    Ich muss das schon ein wenig relativieren, die Funde erstreckten sich über 4 Tage, und gebietsweise war es auch schon eher artenarm bis pilzleer. Ich habe es nach der Trockenzeit in meiner näheren Umgebung trotzdem als paradiesisch empfunden.


    Hallo Ulla,


    Ich habe den gar nicht versucht auf Artebene zu bestimmen, erster Erdstern überhaupt war mir genug. Ich habe noch ein grauenvoll unscharfes Bild, dafür mit naturgetreueren Farben. Eher beige-gelb als rötlich auf jeden Fall.


    LG, Craterelle