Beiträge von Craterelle

    Hallo Chris,


    sehr schön detailreiche Bilder! Ich sammle nicht nach der Täublingsregel und knabbere alles an, sondern gezielt eine wenige Arten, die ich bestimmen kann. Bis jetzt eigentlich nur den Frauentäubling, ein paar mehr (grüngefelderter, Speise-, vielleicht Heringstäubling) könnten vielleicht dazukommen, wenn ich sie mal wieder finde. Das beschränkt dann die Geschmacksprobe auf Exemplare, die wahrscheinlich nicht grauenvoll schmecken.


    LG, Craterelle

    Ich war mal wieder in meiner Lieblingsgegend, die ich sogar ohne Pilze noch sehr schätzen würde, wegen des wundervollen weichen Wassers und der Berge.


    Tja, wo fange ich denn an? Auch der Harz war trocken, aber nicht so rascheltrocken wie Teile Brandenburgs, und wohl auch nicht so trocken wie im letzten Sommer. Es gab also Pilze.
    Bild 1

    Zum Sattessen eigentlich nur den Perlpilz, der größtenteils in Pilzsalat nach Nobis Rezept wanderte (ohne Wasser gedünstet). Nach meinem Empfinden hat der eigentlich ziemlich wenig Eigengeschmack, oder kommt der nur scharf gebraten zum Vorschein? Auf jeden Fall sehr angenehm zu putzen, wenn man nur die jungen mit geschlossenem Velum nimmt.
    Bild 2

    Der Königsfliegenpilz ist ja nun schon ein alter Bekannter. Die roten Geschwister waren nicht zu sehen. Auch graue und narzissengelbe Wulstlinge gab es zahlreich.
    Bild 3

    Außerdem Scheidenstreiflinge in großer Zahl, aber leider nur die graubraunen. Hier habe ich einen kurz nach dem Schlüpfen erwischt.


    Die Pfifferlinge standen überall in den Startlöchern, da könnte es nach ordentlichem Regen richtig losgehen, aber während ich dort war, waren es kaum ein paar Hände voll größere.


    Röhrlinge gab's nicht viele, ganz wenige Steinpilze, Hexen und Hainbuchenröhrlinge, und den mir aus dem Flachland völlig unbekannten Schönfuß.


    Bild 4

    Meine allerersten Saftlinge! Zwar "nur" der relativ verbreitete schwärzende, aber ich habe mich trotzdem so gefreut, dass ich kein scharfes Bild hinbekommen habe. Da müssen wir jetzt durch. Ich bin später noch einmal an die Stelle, aber da gab's außer dunklen Flecken im Gras nichts mehr zu sehen.


    Bild 5

    Ein weiterer Pilz, der schon lange auf dem Wunschzettel stand, den ich aber dort gar nicht erwartet hätte: Der Eichhase. Leider war dieser schon zu betagt, ich hätte gern mal gekostet.


    Mal kurz in die Botanik abgebogen:
    Bild 6

    Weiter als Orchidee bin ich nicht gekommen.


    Etwas Getier:
    Bild 7

    Das könnte Richtung Feuerfalter gehen, evtl. männlicher Dukaten-Feuerfalter? Eine vermeintlich andere Art am selben Ort war schwarz-orange gefleckt, mutmaßlich die Weibchen dazu.


    Bild 8

    Schachbrett?


    Bild 9

    Pfeffermilchlinge habe ich mir auch noch nie so genau angeschaut. Ich finde sie sehr hübsch mit den engen Lamellen und den Tautropfen (bei Verletzungen milchen sie natürlich ordnungsgemäß weiß).


    Bild 10

    Und mein neuer Liebling, jahrelang ersehnt: endlich Mohrenkopfmilchlinge! Der Freudentaumel verhindert offenbar scharfe Bilder. Ich finde sie so hübsch anzusehen, und wenn man es übers Herz bringt auch sehr lecker aufzuessen.


    Ach je, ich wäre gern noch länger dort geblieben, schnief.


    LG, Craterelle


    Und für den einen ist ein sehr gutes Bild eine 10 und der andere findet vielleicht immer noch ein klitzekleines Pünktchen auszusetzen bzw. kann sich es immer "noch besser" vorstellen und bewertet mit 9 oder 8.
    (Das erinnert mich an Schulzeiten, wo manche Lehrer in manchen nicht klar bewertbaren Fächern niemals eine Eins verteilten - höchstens Zwei Plus -, weil sie immer noch mehr sich hätten vorstellen können - und in anderen Bereichen gab es inflationäre Einser.)


    Bei den "Hinterbänkler-Bildern" sieht der eine dann trotz einiger wahrnehmbarer Macken immer noch etwas deutlich Positives und gibt vielleicht 6 Punkte und der andere Bewerter sagt: "Nee, ne" und vergibt 2 Punkte.


    Hallo ihr,


    Vielleicht könnte man die Spielregeln so ändern, dass jedes Jurymitglied eine Reihenfolge bewertet, also die Anzahl der Bilder die maximale Punktzahl bildet und die für das subjektiv beste Bild vergibt (oder wenn mehrere eben die höchste für diese und bei dem/den nächstbesten entsprechend weniger?


    Das wäre für Schulnoten sicher nicht angemessen, aber hier könnte ich es mir als sinnvoll und fair vorstellen.


    Oder kollidiert das mit der Ermittlung des Jahressiegers? Wird der noch einmal neu aus den ersten Plätzen der Monate abgestimmt (was dann natürlich nicht mehr anonym wäre) oder aus den zuvor vergebenen Punktzahlen ermittelt?


    LG, Craterelle


    Also: aus den nächsten ergiebigeren Funden wird's nachgekocht :yumyum:


    Getestet und für lecker befunden :plate:


    Die Pilze haben wir mit Salz und etwas Weißwein im geschlossenen Topf gekocht. Das roch beim Kochen nicht so sehr lecker, aber ich kann nicht beschreiben wonach. Gut die Hälfte Volumenverlust bei den Pilzen, und immer noch mehr Kochflüssigkeit, als man gebraucht hätte. Nach dem Kochen schmeckten die Pilze ok, recht neutral, aber schöne Konsistenz im Pilz- bzw. Selleriesalat, und schön anzusehen (leider aufgegessen statt fotografiert).


    Hm, alles Aroma in der Küche (und nicht mehr genug in den Pilzen?) klingt nach zu langer Garzeit, aber unter 2 min geht ja kaum mehr, wenn man sie warm essen möchte.


    Ich bin auch eher der bissfeste Typ :giggle: aber mich hat die Konsistenz bei den getrockneten und eingeweichten nicht so sehr gestört. Der Test mit frischen steht noch aus, vielleicht ja schon bald...


    Ich hoffe, du findest noch deine perfekte Zubereitungsart!


    LG, Craterelle

    Dieses Jahr habe ich es endlich mal geschafft, welchen anzusetzen, allerdings nur eine mickrige Menge. Macht nichts, zum Probieren wird es reichen, und hat nicht viel Arbeit gemacht.


    Die Schalen sind jetzt noch schön weich. Allerdings hatte ich ziemlich viel Ausschuss, wo der Kern innen nicht weiß war sondern braun. Das wären vermutlich "taube Nüsse" geworden.


    Für Walnüsse wäre es schon allerhöchste Zeit, aber das mache ich ohnehin nicht noch mal wegen des Farbstoffs und der Gerbsäure. Ich habe schon mal einen leckeren Walnusslikör getrunken, aber der war mehrere Jahre alt. Jetzt bin ich guter Hoffnung, dass die Haselnussvariante nicht ganz so lange braucht.


    Danke für die Inspiration, liebe Määählanie!


    Hallo, ich habe mich das beim Mitlesen auch schon gefragt und im Bad an einer Rolle Heftpflaster geschnuppert. Roch nahezu nach nichts, so ähnlich wie das Mehl in meiner Küche ;)


    Anscheinend wurde Phenol früher als Desinfektionsmittel bei Wundverbänden eingesetzt, bis wann habe ich nicht so einfach herausfinden können. Ob man heutzutage überhaupt noch irgendwo damit in Berührung kommt außer im Chemielabor?


    Was ich mich auch frage: riecht der Karbolchampignon so, weil er tatsächlich Phenol enthält, oder sind das andere aromatische Verbindungen, die nur so ähnlich riechen?


    LG, Craterelle

    Das waren die ersten Pilze, die sich auf unserer samstäglichen Tour blicken ließen. Ein paar haben wir zum Bestimmen mitgenommen, waren aber vor Ort und (zumindest ich) auch zuhause lange ratlos.


    Der Hut ist auffällig feinschuppig und wirkt irgendwie vertraut, ich vermute von ähnlich aussehenden Ritterlingen. Lamellen deutlich heller als der Hut, leicht ablösbar, ohne "Burggraben". Keine Milch und Stiel deutlich längsfaserig. Standort: sandiger Kiefernmischwald. Geruch: nach Gurke/Mehl. Tom fand nach Wanzen. Riechen die ähnlich? Ich habe noch nie an Wanzen gerochen. Der Sporenabwurf war zögerlich, aber ausreichend um es als weiß oder sehr hell zu bezeichnen.


    Bei den Trichterlingen habe ich zunächst vergeblich herumgesucht und schließlich doch noch Kandidaten gefunden, wo sowohl Struktur der Huthaut als auch Mehlgeruch passen würden:


    Feinschuppiger Trichterling (Infundibulicybe squamulosa - was für ein Gattungsname)
    oder
    Kohlentrichterling (Clitocybe sinopica)


    Welcher von beiden nun werde ich wohl eher nicht feststellen können, aber ob überhaupt einer von beiden lässt sich evtl. mit eurer Hilfe klären?


    Danke & Grüße,
    Craterelle

    Das klingt richtig lecker! Wobei ich auch die Pilze auch eher dünsten als kochen würde.


    An Perlpilze traue ich mich auch noch gar nicht so lange. Aus meinem ersten Pilzbuch habe ich die 3 klassischen Verwechslungspartner mit lecker, bäh und giftig kennengelernt, und für Zufallstreffer erschien mir die Wahrscheinlichkeit da unglücklich verteilt. Aber inzwischen traue ich mir die Unterscheidung zu bzw. lasse stehen, was ich nicht 100% sicher als Perlpilz identifizieren kann.


    Also: aus den nächsten ergiebigeren Funden wird's nachgekocht :yumyum:

    Hallo Björn,


    Ich glaube fast, ein NSG, das weder auf der offiziellen Seite des Landes verzeichnet noch vor Ort kenntlich gemacht ist, würde ich ohne Gewissensbisse ignorieren. Aber einige sind da wohl vorbildlicher als ich.


    LG, Craterelle


    Hallo Marius,
    hallo Björn,


    in der Standard-Kartendarstellung von OSM sind die eingetragenen NSG zumindest als solche erkennbar, und es sind in der Nähe von Bottrop diverse, z.T. auch sehr kleine, eingetragen. Vielleicht hilft das schon etwas, selbst wenn es nicht 100 % vollständig sein sollte? Und was fehlt, kann ja nachgetragen werden.
    http://www.openstreetmap.org/#map=13/51.5405/6.9068


    Die Vollständigkeit dürfte auf des Website des Landes wohl eher gegeben sein, da finde ich die Orientierung aber eher schwierig:
    http://nsg.naturschutzinformationen.nrw.de/nsg/de/karten/nsg


    LG, Craterelle

    Sascha, leider kann ich zu der Frage nicht so viel beitragen, meine Funde sind noch zu wenige.


    Safran, ich dachte immer, S-H wäre bis auf ganz wenig Flecken kalkarm, also eher sauer als alkalisch? Da gab's doch so ein Morchel-Gejammer aus dem Norden :evil:


    Ulli, du meinst aber nicht, ab 60 wären die Menschen i.d.R. zu alt und/oder gebrechlich zum Pilze sammeln? Da würden hier sicher einige ganz energisch widersprechen. Naja, so energisch, wie es im Greisenalter halt noch geht ;)


    LG, Craterelle

    Glückwunsch! Und diesmal sogar die echten ohne Stoppeln ;)


    Habe gerade deine alte Anfrage dazu mit Schmunzeln gelesen.


    LG, Craterelle (die sich über beide Arten gleichermaßen freuen würde)

    Grrr. Schon auf meinem Streifzug entlang der Panke sah ich vor allem Schnittflächen, und jetzt das:

    Die waren noch nicht einmal angetrocknet, und den Baum beobachte ich schon seit April.
    ;(
    Hier in Berlin ist die Nahrungskonkurrenz einfach zu groß, da finden selbst nicht allgemein geschätzte Speisepilze ihre Liebhaber.


    Nun, ich habe soeben mal an einem getrockneten Pilz geleckt/gekostet. Es ist Wahnsinn, wie schoen der bittere Geschmack zugenommen hat. Leider schmeckt es ueberhaupt nicht nach einem leckeren Snack fuer zwischendrin. Aber der Versuch war es wert und der Erkenntnisgewinn ist auch nicht umsonst.


    Hallo,


    Ich habe kürzlich mitbekommen, dass einige Menschen den Gallenröhrling gezielt sammeln und trocknen, weil angeblich das Trocknen die Bitterstoffe zerstören würde und die Pilze dann wohlschmeckend wären. Ich war ziemlich erstaunt 8| Nach dem, was du schreibst, klingt das aber dann doch wenig wahrscheinlich.


    LG, Craterelle


    Die sehen doch alle supi aus! Ich habe den butterweichen Zustand wieder verpasst. Vor zwei Wochen war noch gar nichts zu sehen und am Samstag war der ganze Baumstumpf (Weide) schon wieder mit flachen "Konsolen" bedeckt. War mir nicht klar, dass der Schwefelporling auch so schnell wächst. Hab wieder Craterelles "Schwefelporling á la Coq au Vin" zubereitet, die Pilze dieses Mal wirklich scharf angebraten und es hat noch besser geschmeckt als letztes Jahr, weil die säuerliche (adstringierende) Komponente kaum noch auffiel. Ein leckerer Start in die Pilzsaison!


    Grüße aus dem Ruhrpott!


    Hallo Teetrinker,


    freut mich total, dass mein Rezept, was ich selbst seit Ewigkeiten nicht mehr gekocht, quasi weiterlebt. Da bekomme ich direkt selbst wieder Lust drauf, aber für dieses Frühjahr dürften die Schwefelporlinge wohl durch sein.


    LG, Craterelle

    Hallo ihr beiden,


    Danke für eure Antworten. Ich dachte irgendwie, einjährig vs. mehrjährig würde bei Pilzfruchtkörpern keinen Sinn ergeben, aber bei den Porlingen (i.w.S.) gibt es ja tatsächlich auch welche, wo die Fruchtkörper älter werden.


    Dann hoffe ich mal das beste für den Baum. Sei tapfer!


    LG, Craterelle

    Eigentlich freue ich mich ja immer, wenn ich welche finde. Aber doch nicht da, an einem wunderschönen uralten Walnussbaum in der Mitte eines Vierseitenhofs, unter dem ich schon fürstlich gespeist und einige schöne Stunden verbracht habe.


    Der Baum ist sogar ein Naturdenkmal. Ist er mit dem Befall automatisch an die Weißfäule verloren oder kann ein Baum das wegstecken? Im kleinen Gerhardt steht "einjährig", aber das kann ich nicht recht glauben, an den mir bekannten Stellen erscheinen sie recht zuverlässig immer wieder.


    Ich konnte den Besitzern erstmal wenig sagen, außer dass das Entfernen der Fruchtkörper wohl wenig bringen wird und dass sie nett zu dem Baum sein sollen.


    LG, Craterelle

    Hallo Fredy,



    Es handelt sich lediglich um einen neutralen Beitrag, der nur bei der Wahl meiner Mittel etwas subtil in die eine oder andere Richtung deutet.


    Subtil 8| ? Subtil im Sinne von Holzhammer?
    :saint:


    Zu den "guten" Fotos (im Sinne von Fotos mit künstlerischem/gestalterischem Anspruch) nur ein paar Worte, weil das m.E. weder in diesem noch in dem anderen Thread Thema war:


    Es steht wohl außer Frage, dass man mit deiner Arbeitsweise ästhetisch ansprechende Fotos machen kann. Zwingend erscheint mir das aber nicht, es gibt Fotografen hier, die ohne Raw-Bearbeitung auskommen und die auch regelmäßig tolle Bilder vorstellen.


    Was hier in beiden Fällen die Fotografen mit den Bildern erreichen wollen, ist ja schon einigermaßen klar umrissen: Gute Bestimmungsbilder mit einer Farbwiedergabe, die möglichst gut zur Bestimmung beiträgt und nicht etwa auf falsche Spuren führt.


    Ich habe in letzter Zeit auch ein wenig in der RAW-Bearbeitung herumgeschnuppert. Zwar nur mit von dir - auch sehr subtil ;) - als minderwertig dargestellten Open Source Programmen, aber trotzdem sehr spannend. Für Bestimmungsbilder würde ich unabhängig davon unbedingt versuchen, direkt bei der Aufnahme die Farbwiedergabe mit meiner Wahrnehmung bestmöglich in Übereinstimmung zu bringen. Bei der Nachbearbeitung hat man ja häufig das Objekt nicht mehr vor Augen, was ich als Nachteil ansehe.


    Beste Grüße,
    Craterelle

    Hallo Susanne & alle,


    bei mir sind die Probleme seit gestern (Update von Frank-Takumi) behoben. Die Anzeige des Login-Status funktionierte allerdings erst wieder korrekt, nachdem ich den Cache geleert habe. Das würde ich als erste Maßnahme empfehlen, um zu überprüfen, ob eure Probleme dann weiterhin bestehen, also noch aktuell sind.


    LG, Craterelle


    Schon der Rotfußröhrling ist ihr zu säuerlich.
    Mit Leberreischling und Anhängselröhrling kann man sie jagen.


    Den Schwefelporling müssen wir erstmal finden- bis jetzt hatten wir noch keinen Erfolg.


    Hallo Safran,


    Ich finde den auch nur an zwei Stellen, dort aber dann mehrfach bis zahlreich. Und ich glaube, zumindest deine Tochter würde ihn ohnehin überhaupt nicht mögen, euch entgeht also auch nicht übermäßig viel.


    LG, Craterelle