Beiträge von Craterelle


    Also, in meinem Buch heißt es zu dem Rauchblättrigen Schwefelkopf: Hut ... Mitte rötlich- bis bräunlichgelb ...
    Stiel .... weißlich-hellgelb, abwärts gelbbräunlich bis rostbraun ... Lamellen ... erst gelblich-blass, bald graugelblich


    Hallo Maria,


    Mich würde mal interessieren, welches Buch das ist.


    Ich habe nochmal kurz in meinen geblättert, alle 3 mit halbwegs ausführlichen Beschreibungen weisen ausdrücklich auf das Fehlen gelber bzw. grüner Farbtöne in den Lamellen hin.


    LG, Craterelle

    Hallo,


    Wenn kein Täubling (du schreibst, du kannst keine weiteren Angaben machen, also vermutlich auch nicht zu Elastizität der Lamellen oder Bruchverhalten des Stiels?), vielleicht noch ein Blick Richtung tonblasser Fälbling?


    Der kann so etwas mit seiner Huthaut anstellen, zeigt es nur bei Trockenheit nicht.


    LG, Craterelle


    Hallo Maria,
    Das hatte ich beim letzten Post schon machen wollen, da wollten sich angesichts der lahmen Internetanbindung nicht mal ~400 kb hochladen lassen. Aber ich habe sie an anderer Stelle wiedergefunden und diesmal war offenbar auch der Upload erfolgreich.




    Erbsen sind ja wohl auch ziemlich variabel in Form, Farbe, Größe, aber "erbsengroß" als Definition einer Menge bzw. eines Volumens wäre für mich übrigens etwas kleiner.


    LG, Craterelle


    Nachtrag: ich habe das Bild etwas aufgehellt und jetzt auch das vom letzten jahr mit noch unreifen Früchten hinzugefügt.

    Hallo Forum,


    Erstmal ist das nur eine Idee, die aber auf jeden Fall ausprobiert wird, wenn ich mal zu viele finde.


    Also, ich fand vorgestern Fichtenreizker, habe davon nur die ganz kleinen Knöpfchen (so 3-4 cm Ø, vielleicht auch mal 5) eingesammelt und fand sie geschmacklich kaum hinter dem Echten Reizker zurückbleibend, sprich: auch sehr lecker. Gar nicht bitter, während ich beim ersten Versuch im letzten Jahr eine leichte Bitterkeit wahrgenommen hatte. Und irgendwie ein ganz kleines bisschen, hm, lakritzig-kratzig? Sowas schoss mir zumindest kurz durch den Kopf.


    Auf jeden Fall hatte ich sie in relativ viel Öl angebraten, ca. 2-3 EL auf ein Minipfännchen bzw. eine reichliche Handvoll Pilze.


    Wenn man die danach eng in ein Glas schichtet und mit Öl aufgießt, wird das doch sicher einige Tage im Kühlschrank halten. Für längere Aufbewahrung evtl. nochmal alles im Wasserbad auf 80 °C erhitzen und heiß verschließen, so dass ein Vakuum entsteht.


    Ich wäre erfreut, wenn das funktionieren sollte, da sich Reizker ja schlecht durch Trocknen oder Einfrieren konservieren lassen.


    Fortsetzung folgt hoffentlich...


    LG, Craterelle


    Hallo Pablo,


    tatsächlich habe ich gleich heute wieder von beiden Arten(-gruppen) welche gefunden. Die Karbolis bilderbuchmäßig quadratschädelig, mit gilbender und auch knolliger Stielbasis und dazu passendem Geruch.


    Dafür will der vermeintliche Schaf-...-Champignon diesmal nicht so ganz deutlich riechen. Muss ich wohl auch noch ins Döschen einsperren (natürlich bekommt er ein frisches ganz für sich alleine).


    Danke & LG, Craterelle

    Nachtrag zum Geruch: Döschen aufgeschraubt und geschnuppert. Süßlicher Lösungsmittelgeruch, ... Nagellackentferner, für mich ganz eindeutig! Riecht möglicherweise in aktueller Zusammensetzung auch anders (seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt), aber früher könnte da auch jeden Fall Phenol drin gewesen sein.

    Jetzt habe ich endlich einen gefangen. Und dazu noch einen ungefähr gleich weit entwickelten Schaf-/groß-/rundsporigen Champignon zum Vergleich.

    Von der Hutform keine markanten Unterschiede. Die "Quadratschädeligkeit", die dem Karbolchampignon manchmal nachgesagt wird, könnte man in beiden ein bisschen sehen oder auch nicht.

    Die Huthaut gilbt bei beiden, das scheint aber zumindest beim Karboli vergänglich zu sein und ist insgesamt beim Schaf-/usw. (im folgenden verkürzt als Schäfchen bezeichnet) stärker ausgeprägt. Beim Karboli kann die Hutoberfläche einen Grauton haben und streifig oder feldrig aufreißen. Das habe ich bei vielen älteren Exemplaren beobachtet, mag aber evtl. witterungsbedingt sein?

    Der Ring ist bei beiden zweischichtig (oder wie bezeichnet man das?), beim Karboli ist der untere kleinere hier annähernd glattrandig, während er beim Schäfchen in groben Zacken endet.

    Die Lamellenfarbe geht beim Karbolchampignon ins rosafarbene, beim Schäfchen eher graubraun ohne rötliche Töne. Das fand ich schon beim letzten Fund recht auffällig.

    Und hier haben wir das gesuchte Gilben der Stielbasis, beim Karboli sowohl außen als auch innen sehr stark.


    Der Geruch: Schäfchen riecht anis-mandelig. Beim Karbolchampignon habe ich ganz frisch irgendwas erschnuppert, aber der Geruch war als ich ihn dann endlich zerknautschen konnte nicht mehr so richtig deutlich. Ich musste ja erst fotografieren, das war also tageslichtbedingt ca. 12 h später. Ich habe die Reste wie von Pablo empfohlen jetzt in ein Döschen gesperrt.


    Bislang würde ich zur Unterscheidung eher auf die gilbende Stielbasis und den fehlenden Ansigeruch setzen.


    LG, Craterelle

    Ui, den muss ich wohl doch mal probieren. Mich hat das Schwärzen bisher von einem Kostexperiment abgehalten (auch beim Hainbuchenröhrling finde ich, das sieht nicht so wirklich appetitlich aus - da müssen vielleicht noch Vorurteile über Bord).


    LG, Craterelle

    Hallo Ingo,


    das Sequenzbäumchen verstehe ich übrigens nicht wirklich. Was genau passiert an den Verzweigungen? Irgendeine Übereinstimmung bis dahin und ab da keine Übereinstimmung mehr, soviel ist wohl klar. Gibt das Bäumchen mehr Info her, wenn die Schrift leserbar ist?


    Noch ein sehr gute Erläuterung, wie man es überhaupt hinbekommt, gezielt nur bestimmte Teile der DNA zu untersuchen: http://forum.pilze-bayern.de/index.php?topic=1112.0 Hier das ganz am Ende verlinkte PDF. Zuvor muss man natürlich herausgefunden haben, welche Teile interessant sind.


    Dann noch einmal zurück zu der Frage, wie variabel das Genom einer Pilzart nun ist. Da die Vermehrung ja asexuell ist, sollte die genetische Variabilität innerhalb einer Art wohl ziemlich gering sein? Das in meinem letzten Post verlinkte Dokument gibt zwar Grenzen an, aber die Einheiten (bits?) werden nicht erklärt.


    Verena (& Stefan?): Ich wäre begeistert, wenn ihr euch das Mauskostüm anzieht!


    LG, Craterelle

    Hallo,


    euch allen danke für eure Antworten. Ich hatte das Thema übrigens absichtlich nicht im Wissenschaftsbereich platziert und bin froh, wenn es möglichst allgemeinverständlich bleibt.


    Ingo: große Klasse! Guter Start, um sich das ganze besser vorstellen zu können anstatt es als 'ohnehin zu kompliziert' abzutun.


    Den Schritt mit den Kulturen hatte meine Imagination einfach übersprungen. Aber das wird ja anscheinend auch nicht immer gemacht, sondern wenn ich Pablos Post richtig verstehe nur bei Ascos?


    Richtig spannend wird es dann wieder bei der Buchstabenfolge. Dabei steht jeder Buchstabe also für ein Basenpaar, richtig?


    Und diese Folge dürfte ziemlich lang sein. Ich kriege nicht so recht raus, wie lang. Die Bäckerhefe (zumindest mal etwas aus dem Pilzreich) soll um die 20 Mio. haben, andere Organismen (Mensch, Fichte u.a.) mehrere bis ziemlich viele Milliarden. Nehmen wir mal an, wir liegen irgendwo dazwischen.


    Die guckt man sich jetzt aber nicht alle an, sondern nur ganz bestimmte Abschnitte (und man braucht im Idealfall auch gar nicht das vollständige Genom zu sequenzieren, sondern eben nur Teile davon, die man mit Hilfe geeigneter Primer gezielt, also nur abschnittsweise, replizieren kann).


    Das funktioniert evtl. nicht bei allen Pilzen(?), aber bei ziemlich vielen, und dieser "interessante" Abschnitt (oder gibt es mehrere?) hat dann nur noch 500-600 Basenpaare.


    Ganz interessant fand ich dieses Dokument: http://www.lag-gentechnik.de/dokumente/uam-methoden/028.pdf
    Darauf bin ich gestoßen, als ich versucht habe herauszufinden, wofür ITS steht. Wird da u.a. auch erklärt.


    Ich bin noch nicht durch damit...


    LG, Craterelle

    Spannend hier! Zu blöd, dass ich mich mit Röhrlingen so schlecht auskenne.


    Ich habe deshalb mal die Mathematik bemüht und bin zu dem Schluss gekommen, dass 3 der 5 unbesehen klar sein sollten (und einen davon hätte ich sogar erraten, tadaAA). Aber bei den anderen 2 bleiben doch zu viele mögliche Kombinationen :(


    Pablo, Jörg: ich meine, eure Änderungen können sich gar nicht positiv auswirken, auch nicht bei der richtigen Bildnummer. Den neuen Tipp glaube ich auch sicher ausschließen zu können.


    Alles unter dem Vorbehalt, dass ich besser rechnen kann als ihr zählen :evil:


    LG, Craterelle

    Hallo zusammen,
    hallo Ingo,


    Das mag vielleicht eher ein Winterthema sein, aber mich interessiert es auch jetzt: wie geht so etwas so ganz grob und v.a. welche Erkenntnisse gewinnt man daraus? Vielleicht auch noch interessant: was sind aktuell die Kosten, und sind die Ergebnisse bisheriger Sequenzierung öffentlich oder zumindest Fachleuten zugänglich?


    Ich würde mich freuen, wenn dazu jemand ein bisschen was schreiben könnte.


    LG, Craterelle

    Das Bild ist klasse, Ingo :thumbup: Interessantes Phänomen, super dokumentiert.


    Ich wollte schreiben "das gehört doch auch ins Artenportrait", aber da steht's ja schon, nur ohne die Erklärung. Ob du die wohl noch da hineineditieren magst?


    Die Knoblauchrauke erstaunt mich, ich hatte die Blattform anders in Erinnerung. Naja, gucke ich bei der nächsten nochmal genau hin und bilde mich weiter.


    LG, Craterelle

    Hallo Ingo!



    Klar, wenn die sich unter bestimmten Gegebenheiten nicht so verhalten wie man es gewohnt ist, sind auch solche Überlegungen erlaubt.


    Puh, da habe ich aber echt noch mal Glück gehabt :evil:


    Auch bekomme ich gerade ein klein wenig Einblick in die Ergebnisse von Pilz-Sequenzierungen.
     
    Einige Arten kann man gar nicht so leicht festschreiben, die erwischt man dabei, dass sie sich aufdrößeln. Da sehen die Ergebnisse von verschiedenen Kollektionen immer ein klein wenig anders aus.
    Andere Arten sind gerade mal stabil und gleichen sich oft 100%-ig von Kollektion zu Kollektion (zumindest in einem bestimmten Gebiet. Wie es 5000 km weiter östlich oder sonstwohin aussieht ist dann wieder eine andere Frage).


    Alles sehr interessant, aber viel komplexer als es der Mensch mit seinem Schubfachdenken eigentlich gebrauchen kann.


    Das finde ich sehr spannend. Vielleicht könntest du (bzw. ihr, wenn sich noch mehr Foristen damit befassen) in einem eigenen Thema ein bisschen was darüber erzählen?


    LG an die Gnolmchen,
    Craterelle

    Danke euch beiden, Pablo und Ingo! Die machen's einem echt nicht leicht die Champis. Gefunden habe ich auch erstmal keine neuen mehr.


    Die nicht vernünftig blauenden Maronen hatte ich zumindest bis jetzt übrigens für eine innerartliche Varietät gehalten und nicht für einen Trockenschaden.


    LG, Craterelle

    Safran, ich würde dich auch heiraten wollen, wenn's mit Mikromeister nix wird. Ich hab das heute endlich mal ausprobiert, mit Nelkenschwindling und (versehentlich, hatte sich in der Mühle versteckt) etwas Erbsenstreuling. Nur 1-2 Prisen Salz.


    Ich denke nicht, dass der Erbsenstreuling geschmacklich geschadet hat, aber die Pilzbutter sieht ein bisschen aus wie Leberwurst 8|


    Trotzdem absolut lecker, danke für das Rezept!


    LG, Craterelle

    Hallo Pablo,


    Oh je, du willst mir jetzt aber nicht etwa sagen, außer über das Habitat kann man die auch nicht sicher auseinanderhalten? Die (wenigen) dünnfleischigen oder schiefknolligen aus dem Wald, die ich bisher gefunden habe, haben sehr viel stärker gegilbt, die waren nach einer Weile quietschgelb. Oder ist das auch variabel? 8|


    Diese Funde waren im Park, Wiese mit lockerem Laubbaumbestand.


    LG, Craterelle


    P.S.: Ich hoffe, ich finde jetzt endlich mal Karbolchampignons, damit ich der Gattung vorerst den Rücken kehren kann.

    Und die nächste Portion, diesmal wieder (schwach) gilbend und anis-mandelig. Eher Mandel als Anis, und recht aufdringlich süßlich.


    champis.jpg
    Die Lamellen ganz jung hell, dann über grau und nicht über rosa zu dunkelbraun verfärbend. Ring auch bei den älteren noch in Resten vorhanden, also nicht so vergänglich wie beim Wiesenchampignon. Ring mit Zacken auf der Unterseite, was man es bei meinem Bilder leider gar nicht erkennt, aber bei den Bildern in Andreas' Anfrage (Pilz I) ist es schön abgebildet.


    Ich würde das dann auch mal Richtung Schafchampignon, groß- oder rundsporiger sortieren.


    LG, Craterelle

    Hallo Nobi,


    ts, da sucht man ihn nicht mehr, sondern nun den Karboli, und zack!


    Stefan, das mit den Namen ist mir bekannt, nur hat man außerhalb des Chemielabors eher keine Berührung damit (was angesichts der Giftigkeit auch ganz ok ist). Ich suche weiter, werde ihn schon noch finden oder nebenbei weitere andere Vertreter der Gattung kennenlernen ;)


    LG, Craterelle

    Danke Hans! Also nicht Richtung Teer wie Karbolineum. Hab sowas leider nicht im Medizinschrank.


    Die Jagd nach dem Karbolchampignon blieb bisher vergeblich. Vorgestern habe ich noch einen jungen gilbenden eingesammelt, der endlich mal Anis-Mandel-Duft hatte. Eher zur Mandel hin - ist das eigentlich auch artspezifisch, ob Anis- oder Mandelgeruch vorherrscht?


    Gestern dann eine der (schwach) rötenden Arten, sehr zierlich, Huthaut leicht graubräunlich befasert, Ring vergänglich, Stiel seidig, Geruch annähernd neutral. Auf dem habe ich lange herumgeknautscht, den Trick mit Döschen aber leider nicht ausprobiert.


    (Bilder sind leider nicht gut geworden, vermitteln aber vielleicht einen ungefähren Eindruck.)

    Die haben schon angefangen zu fischeln, ich fürchte das wird nichts eindeutiges mehr. Ich werde mich aber jetzt auf alle Champignons stürzen und wenn ich einen finde, der innen in der Stielbasis gilbt, diesen gründlich beschnuppern. Ich habe nämlich noch gar keine Vorstellung vom Geruch. Karbolineum glaube ich zu kennen, und unter medizinisch kann ich mir auch etwas vorstellen, aber ich bringe das beides nicht zusammen.


    LG, Craterelle

    So, ich habe Material eingesammelt, aber zum Fotografieren war es schon zu dunkel.


    Also: definitiv eine der gilbende Arten. Das Fotomodel von gestern war jetzt in der Huthaut leicht gelblich und auch am Stiel außen sehr gelb, innen an der Schnittfläche aber überhaupt kein bisschen.


    Das hätte ich bei einem Karbolchampignon eigentlich erwartet, oder habe ich da irgendwas falsch verstanden?


    LG, Craterelle


    ob Rhizopogon obtextus auf den Kanaren gegessen wird? Vor Jahren habe ich im November auf den Kanaren Urlaub gemacht und bin selbstverständlich auch in die dortigen Wälder zum Pilzesuchen gegangen. (Die an Pinus silvestris, unsere heimische Waldkiefer gebundene?) Rhizopogon obtextus habe ich dort nicht finden können, aber dafür im dortigen Pinienwald massenweise eine andere (möglicherweise indigene? auf den Kanaren gibt es sehr viel Indigenes!) Rhizopogon-Art mit grundsätzlich weißer, an lichtbeschienenen Stellen orangegelb verfärbter Peridie und blassgelber Gleba. Vielleicht ist dies die Art, die dort gegessen wird.


    Hallo Oehrling,


    ich hatte damals auch lange gegrübelt, recherchiert und verglichen, welche Rhizopogon-Art die auf den westl. Kanaren häufige wohl sein mag (http://www.pilzforum.eu/board/…alma?pid=276429#pid276429 - dort auch das verlinkte PDF der mykol. Gesellschaft). Du meinst, es ist eher eine eigene, endemische Art?


    Hiesige Exemplare von R. obtextus sind mir noch nicht begegnet, so dass ich nicht vergleichen kann.


    LG, Craterelle