Hallo Brigitte,
ich drücke Dir die Daumen für deine Ansätze!! Spass macht es allemal.
Daraus, dass es bisher ganz gut läuft, schöpfe ich auch für weitere Pläne ausreichend Kraft.
So freue ich mich darauf, im Winter ein paar Samtfussrüblinge zu finden und auch diese in einer Kultur zu probieren.
Was mir im Zusammenhang mit meinen Versuchen hier wichtig ist:
Aus welchen Gründen auch immer habe ich mir vorgenommen, die gesamte Pilzzucht mit Dingen zu probieren, die "eh da" sind. Das ging mit den Seitlingen los, die ich aus dem Wald geholt habe. Den Gläsern, die immer wieder anfallen, der Pappe, die immer vorrätig ist und dem Kaffeesatz, den es auf Arbeit genug gibt.
Ich mag keine Kulturen, kein Substrat, keine Sterilisierapparate usw. kaufen. Ich will es erst mal so probieren...
In den letzten 2 Wochen habe ich festgestellt, dass der Pilz auf durchgekochter Pappe wie verrückt wächst - ein ideales Anzuchtsubstrat. In den Kaffeesatz wächst der Pilz auch ein, aber deutlich langsamer (pH werde ich demnächst mal testen - nicht dass der Kaffeesatz wird zum umschlagen tendiert). Nun habe ich mir überlegt, Pappe zu schnipseln, zu kochen und vielleicht zu 30% unter den Kaffeesatz zu rühren. Könnte das relativ feste Kaffeesubstrat ja auch etwas auflockern. Setze ich morgen mal an und berichte...
Und dann hatte ich ja noch aktuelle Bilder versprochen...
Hier ein Pappeansatz mit hungrigem Myzel, dem ich jetzt das nahrungsmittel Kaffeesatz "beibringen" möchte. Er hat das jetzt seit 2 Tagen bekommen und ist nicht "geflüchtet":

Und hier ein Blick in das eine Nutellaglas, wo man sieht, dass das Myzel seine Fäden in die Kaffeesatzkrümel streckt (seit einer Woche beimpft):

beste Grüße,
Tom