Beiträge von lamproderma

    Hallo Chris,
    sieht mir ganz nach Arcyria denudata aus. Auf jeden Fall gehört die Art zu den roten Arcyria-Arten bei denen da Capillitium fest am Stielbecher angewachsen ist.
    LG Ulla

    Hallo Stephan,


    vielleicht meinst Du das Buch von Ewald Kajan: Pilzkundliches Lexikon, erschienen 1988 im Einhorn-Verlag.
    Weiterhin gibt es noch von Heinrich Dörfelt et al. ein "Lexikon der Mykologie" auch von 1988.
    LG Ulla

    Hans muß ich leider widersprechen.
    Es handelt sich bei Deinem Fund doch um Leocarpus fragilis, das Löwenfrüchtchen, wie ich schon vermutete.
    Das Löwenfrüchtchen hat wie auf Deinem Foto gut zu sehen, eine braune glatte eierschalenartige Peridie, während Physarum virescens im reifen Zustand immer gelblichgrüne kalkbesetzte Fruchtkörper ausbildet wie im Link von Hans auch eigentlich gut zu sehen ist.
    Anbei noch ein Foto von Physarum virescens von uns.



    LG Ulla

    Hallo Rainer,
    ja leider sind Deine Schleimpilze noch unreif. Physarum virescens wäre natürlich eine Option, wächst im Nadelwald auf Moos oder Nadeln. Die Art hat bei Reife eine grünlichgelbe kalkbesetzte Peridie.
    Als 2.Art wäre aber auch das Löwenfrüchtchen - Leocarpus fragilis möglich, da Du schriebst bei Reife verfärben sich die Fruchtkörper nach braun und haben eine glatte Peridie.
    Vielleicht kannst Du noch ein Foto von den reiferen Fruchtkörpern reinstellen.
    Beide Arten sind im reifen Zustand makroskopisch eigentlich leicht zu unterscheiden.
    Deine Fotos sind aber auch von den unreifen Fruchtkörpern toll. :thumbup: :thumbup:
    LG Ulla

    Hallo Rainer,
    ja Jan-Arne hat recht, das ist Didymium melanospermum, eine Art die typischerweise meist an Moosen fruktifiziert.
    Falls Du mikroskopieren kannst: typisch für die Art ist: die Peridie hat große braune Flecken, wie ein Giraffenfell.
    Auch findet man Kalkristalle auf der Peridie, die typisch für die Gattung Didymium ist.
    LG Ulla

    Hallo beisammen,
    Euer Treffen war beneidenswert schön, tolle Gemeinschaft, viele interessante Pilze und natürlich auch sehr schöne Dokumentation hier in Forum, dass die anderen Forianer daran indirekt teilnehmen konnten! :D ;) :thumbup:
    Auf Anfrage von Pablo noch ein paar Bemerkungen zu den Schleimlingen die Ihr gefunden habt:
    der "braune": Hemitrichia calyculata, gut zu erkennen an dem vernetzten Capillitium mit Spiralbändern und auch rein makroskopisch, gestielte braune Fruchtkörper, die im reifen Zustand oben aufreißen und das gelbe Capillitium entlassen (zur Unterscheidung: Hemitrichia clavata hat m.E. nach mehr unvernetzte Capillitium und kürzere Stiele die nur allmählich in den Kelch übergehen.)
    der "schwarze": Metatrichia floriformis. Von Metatrichia vesparium gut zu unterscheiden durch das stachellose Capillitium mit lang zugespitzten Enden (M.vesparium hat demzufolge stachliges Capillitium mit kurzen Enden)
    Zu Physarum psittacinum: hat immer diese rotorangenen Stiele, wächst mehr einzeln nicht büschlig. Die Peridie des Köpfchen irisiert so schön golden glänzend, kann auf der Oberfläcche kalkfrei sein oder hat orange Kalkschüppchen (vielleicht waren Eure Frk. noch nicht ganz reif, dann sieht man die Kalkschüppchen noch nicht so deutlich)
    Das Capillitium im Innern der Köpfchen hat orange Kalkknoten. Die Art ist eigentlich im Freiland immer gut anzusprechen. Ist der schönste Fund bei Euch gewesen!
    Schön aber daß Ihr auch die Schleimlinge nicht überseht und mit einpackt.
    Leider interessieren sich zu wenige für die wunderbare Welt dieser winzigen Lebewesen!
    LG Ulla

    Hallo Frank, auch Deine Fotos können sich sehen lassen!!
    Ihr habt ja toll was gefunden, da könnte man richtig neidisch werden, denn bei uns in Sachsen-Anhalt ist immer noch nichts oder nichts mehr los. ;(
    Aber bei den Außentemperaturen geben wir natürlich die Hoffnung nicht auf!
    Dein Schleimi auf der Nr. 23??? ist auch was Nettes: Physarum psittacinum (einen deutschen Namen kann ich dazu allerdings nicht liefern).
    Jan-Arnes Namen für Comatricha nigra - Wollkugelschleimpilz - finde ich ja niedlich :D :thumbup: . Hatte ich vorher noch nicht gehört.
    LG Ulla

    Hallo Mentor, schöne Aufnahmen!!
    Zu Deinen kleinen Pilzchen auf Heide: das ist ein Schleimpilz, möglicherweise aus der Gattung Didymium. mehr kann ich ohne Mikroskop nicht sagen.
    Bei Deiner Poronia punctata ist mir aufgefallen, daß die Fruchtkörper wie gestielt aussehen und außerdem sieht man keine Peritezien auf der Oberseite.
    Hast Du vielleicht ein besseres Makro wo man das besser sieht?
    Poronia punctata ist ja nach wie vor ein bemerkenswerter Pilz, den man auf jeden Fall kartieren sollte. Da ist jede Aufsammlung wichtig!
    LG Ulla

    Hallo Tom,
    ja es gibt den Orangegelben Lärchenschneckling, Hygrophorus speciosus. Der ist mir leider noch nicht untergekommen. Im "Gerhardt" steht aber auch daß er eigentlich nur im montanen Bereich, vor allem den Alpen vorkommt. Auch andere Literatur gibt nur Vorkommen im Bergland an. Das würde sicher bei Deinem Fundort bei den "DDR-Bunkeranlagen" eher nicht zutreffen und würde rein standortsmäßig mehr für die orange Varietät des Frostschnecklings sprechen. Wir haben den jedenfalls in ähnlichem Biotop hier im Norden von Sachsen-Anhalt gefunden. Mikroskopisch soll H. speciosus etwas größere Sporen haben.
    Möglicherweise bleibt das trotzdem ungeklärt ohne weitergehende Untersuchung.
    LG Ulla

    Hallo Alina,
    Deine drei letzten Fotos mit der Herbstfärbung sind traumhaft schön, Danke fürs Zeigen!! :thumbup:
    Den Helmling mit den "grünen" Stielen würde ich für den Überhäuteten Helmling - Mycena epipterygia halten.
    LG Ulla

    Hallo Tom,
    ich will ja Deinen Finderstolz nicht schmälern,
    aber ich könnte mir vorstellen, daß Deine "Lärchenschnecklinge" keine sind (trotz Lärchen in der Umgebung) sondern die orange Form des Frostschnecklings - Hygrophorus hypothejus var. aureus. Das wäre trotzdem ein schöner Fund, denn diese Varietät ist auch nicht häufig.
    Der Lärchenschneckling ist immer richtig gelb und nie so orangegelb. Peter hat ja davon schöne Fotos eingestellt.
    Anbei ein Foto von unserem Fund der Varietät vom Frostschneckling.


    LG Ulla

    Hallo magellan,
    bei Deiner Nr. 4 würde ich es mal mit einem Schneckling versuchen. Im Nadelwald vielleicht der Genatterte Schneckling, Hygrophorus olivaceoalbus. Auf den Fotos könnte man eine Natterung am Stiel erahnen. Aber das sind nur Ahnungen bei den doch nicht so besonderen Fotos.
    LG Ulla

    Hallo Karl,
    gratuliere Dir zu dem schönen und diesmal reichlichen Fund!
    Wie ist es immer, ungewöhnliche Witterungsumstände bringen immer wieder seltene Pilze hervor.
    LG Ulla

    Hallo Hella,
    dieses Mal sage auch was ohne Mikroskop. Löwenfrüchtchen für Deine Nr. 11 ist schon richtig.
    Tolle Fotos für deinen Spaziergang auf Fanö.
    Bei der kleinen Cordyceps fällt mir noch Cordyceps gracilis - die Raupenkernkeule - ein. Könnte das vielleicht eine Option sein?
    LG Ulla

    Hallo Jan-Arne, wirklich schöner Fund!
    Kannst Du vielleicht etwas zum Biotop sagen? Friedhof, aber wie und wo dort?
    Wir hatten diesen Pilz jetzt zur Cortinarien-Tagung in Urbino in einem Kiefernwald auf Kalk an einer etwas eutrophierten Stelle.
    LG Ulla

    Hallo Heidi,
    Dein "Orangekäppchen" ist m. M. ein Täubling. Mehr kann ich leider nicht dazu beitragen. Da müßte man mehr dazu wissen oder den Pilz untersuchen.
    Dein "Schoki-Pilz" könnte aber eventuell auch eine Hebeloma -Fälbling sein?
    Ohne nähere Untersuchung bleibts aber auch ungeklärt.
    LG Ulla

    Hallo Heidi,
    ich schließe mich Stefan an - Telamonia - also den Cortinarien (Schleierlingen) zugehörig. Sehr große und schwierige Artengruppe.
    Da wird Dir leider keiner aus dem Forum helfen können, denn da sind sogar die Experten ratlos. (War gerade auf der Cortinarien-Tagung in Italien und da haben sich alle bei Telamonia bedeckt gehalten)
    Rißpilz schließe ich aber auf Grund der Lamellenfarbe völlig aus. Entschuldigung Stefan! :shy:
    LG Ulla

    Hallo Magellan, waren da Pappeln in der Nähe?
    dann sieht es wirklich wie der Rosascheckige Milchling - Lactarius controversus - aus, wie Pablo schon vermutet hat.
    LG Ulla

    Hallo Nando,
    nochmal zu Deiner Nr. 27.
    das ist definitiv kein Schleimer, auch keine Fuligo, dazu sieht das alles zu wattig aus.
    Leider habe ich keinen anderen Vorschlag als ein Schimmelpilz oder was anderes niederes. Da kenne ich mich aber nicht aus.
    Vielleicht gibts dafür noch 'nen Spezi der hier reinschaut :rolleyes: .
    LG Ulla

    Hallo nando,
    tolle Fotos, schließe mich meinen Vorrednern an!
    Der Schleimi nr. 20 ist auch sehr gut gelungen, allerdings verfälscht der orangefarbige Hintergrund die Farbe der Fruchtkörper.
    So kann ich nicht genau sagen ob es Physarum nutans ist, da wären die Köpfchen weiß oder doch Ph. viride. Die wären dann mehr gelb.
    Im Innern der Köpfchen befinden sich auch noch charakteristische Kalkknoten (entweder weiße oder gelbe)
    Da würde dann also nur das Mikroskop helfen.
    LG Ulla

    Halllo Jan-Arne,


    Mario hat voll recht: Myxo namens Dictydiaethalium plumbeum. :thumbup:
    Die deutlichen rundlichen Punkte die Du gesehen hast, sind die einzelnen Fruchtkörper, da das ein Sammelfruchtkörper oder Aethalium ist.
    Mikroskopisch sieht das dann aus wie ein 6-eckiges Deckelchen mit herabhängenen Capillitium-Fäden.
    LG Ulla

    Hallo Cleoluka,


    für die Bestimmung Deiner Funde wäre es schön, etwas zum Habitat/Substrat zu erfahren. "Wald" ist ein wenig dürftig.
    Trotzdem möchte ich meine Vermutungen (mehr können es leider nicht sein) äußern:
    1: Ziegelroter Schwefelkopf - Hypholoma lateritium
    2: Graukappe (etwas durchwässert und alt) Lepista nebularis
    3: Milchling (ohne weitere Angaben zum Habitat, zur Milch, ev. noch der Geruch, nur Vermutung) --> scheint allerdings nach den Nadeln aus dem Fichtenwald zu kommen und es sind auch weiße Milchreste zu sehen --> ganz unsicher eventuell Flatter-Reizker - Lactarius tabidus
    LG Ulla

    Hallo Klaus,
    gratuliere Dir für den schönen Fund.
    Kannst du ihn mikroskopieren? Dann wären alle Un-Klarheiten "beseitigt". Einfach ein bischen vom Fruchtkörper unters Mikroskop quetschen (möglichst dünn mit viel Wasser) und dann kann man gut die lampionartigen Gebilde im Capillitium sehen die charakteristisch für diese Art sind.
    Falls Du nicht mikroskopieren kannst, einen Beleg hast und es genauer wissen möchtest, kann ich es nachuntersuchen. Schick mir dann eine PN.
    LG Ulla