Beiträge von lamproderma

    Hallo Wiltrud,
    schön, daß auf Deinem Rindenmulch doch schon was wächst. Sage mal Tiegelteuerling, Crucibulum laeve. ;)
    Bei uns sollte man vielleicht auch solche schönen Fliegenpilze aufstellen um die Leere in den Wäldern zu überbrücken :thumbup:
    Im Harz hatten wir am letzten Wochenende zwar 30 Arten, darunter waren aber nur wenige Arten mit Hut und Stiel.
    Hoffen auf weitere Regenfälle. :P
    LG Ulla

    Hallo Jürgen,
    da hast Du was schönes gefunden. Tolle Aufnahmen und sehr gute Mikroaufnahemn die alles Wichtige zeigen. :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ist das Amaurochaete atra.
    Das ist eine Art die gern auf Holzstapeln an relativ frisch geschlagenen Kiefernstämmen wächst, meist an der Schnittfläche.
    Eigentlich wird die Art als eher selten bezeichnet, aber bei gezielter Suche an diesen Kiefernholzstapeln wird man oft fündig.
    Im jungen Zustand sind die flächigen kissenförmigen Aethalien von einer glänzenden Cortex überzogen, die aber schnell zerbröselt und die Sporenmasse mit dem strauchartig aussehenden Pseudocapillitium freigibt. Die Sporen sind, wie auf Deinen Mikroaufnahmen gut zu sehen, warzig bis feinstachlig mit einer aufgehellten Seite (11-14um).
    Gut zu wissen, daß die Art jetzt schon kommt. Wir haben sie meist später im Jahr gefunden. Da werde ich an entsprechenden Standorten gleich mal die Augen offenhalten.
    LG Ulla

    Hallo Pablo,
    bin ganz neidisch auf Deine Funde und Glückwunsch zu all den tollen Fotos. Bei uns ist immer noch große Dürre und Pilz-Ebbe.
    Tyromyces kmetii hatten wir zum ersten Mal schon mal zu besseren Zeiten vor 2 Jahren im Harz.
    Aber vor allem danke ich Dir für den super Namen von Arcyria denudata : "Rotwuschelpuschelschleimpilz" :thumbup: :D :D
    Muß ich mir merken, auch wenn der natürlich auf alle roten Arcyria-Arten zutreffen würde.
    LG Ulla

    Hallo,
    Schleimpilze wachsen natürlich gern auf Holz oder krautigen Teilen von Pflanzen. Sie benutzen diese allerdings im Allgemeinen nicht zur Ernährung sondern nur als Unterlage. Normalerweise ernähren sie sich von Bakterien, Protozoen, Hefezellen und Sporen. Aber z.B. Badhamia utricularis kann auch pilzliches Material (wie z.B. Porlinge) zersetzen und aufnehmen. Das geschieht alles im Stadium des Plasmodiums was eigentlich eine riesige Freßzelle ist. Wenn der Schleimpilz Fruchtkörper bildet braucht er eigentlich kaum noch Nahrung.
    Ob Deine braunen Stellen auf dem Rasen allerdings von dem Schleimpilz stammen kann ich nicht sagen.
    LG Ulla

    Hallo, Deine Nr. 4 würde ich nicht für einen Kahlen Krempling halten, eher für einen Milchlng - Lactarius- . Bei der Trockenheit zur Zeit kann es ja sein daß er keine Milch absondert.
    Das müßte man mikroskopisch abklären, denn die Sporen sehen auf jeden Fall anders aus.
    LG Ulla

    Hallo,
    sehr schöne Fotos von Deinem Schleimpilz.
    Da ist er aber leider noch unreif. Die Lohblüte - Fuligo septica wäre schon eine Option. Das Biotop wäre allerdings etwas ungewöhnlich, den Fuligo septica wächst mehr auf Totholz.
    Aber es gibt noch andere Fuligo-Arten, die auch auf krautigen Teilen oder Gräsern fruktifizieren. Das ließe sich nur mikroskopisch feststellen falls Du davon ein Exsikkat hat.
    Falls ja kannst Du Dich melden, würde die Sache dann weiter untersuchen.
    LG Ulla

    Hallo Clavulina,
    schön, daß Du die Narrentaschen (Taphrina) an Erle zeigst. Haben wir leider nur im Winter gefunden wo sie natürlich nicht mehr so schön farbig sind.
    Da müßten wir uns bald auf Suche an den bekannten Stellen begeben um sie auch mal so farbenprachtig zu sehen.
    LG Ulla

    Hallo Juliane,
    leider ist bei unreifen Schleimis nicht immer eine Bestimmung möglich.
    Man müßte versuchen sie ausreifen zu lassen.
    Deine Pilzchen sehen nach einer unreifen Arcyria aus.
    Allerdings würde dagegen sprechen, daß Du sagtest daß sie jetzt kaffebraun sind. Kaffebraune Arcyria-Arten gibt es nicht.
    Die sind meist rot, rosa, gelb oder grau. Vielleicht kannst Du noch ein Bild von den gereiften Fruchtkörpern einstellen.
    Die Gattung Comatricha würde mit braunen Fruchtkörpern besser passen, aber da müßten die Stiele schon im unreifenZustand schwarz sein und nicht hell wie die Fruchtkörper selbst auf Deinen Fotos.
    LG ulla

    Hallo Mausmann,
    Die Fuligo septica var. candida ist meines Wissens nach wie vor eine Varietät von Fuligo septica. Meinst Du mit der Art Fuligo cinerea? Das ließe sich durch mikroskopische Untersuchung klären. F. cinerea hat wesentlich größere Sporen (12,5-14,5) als F. septica v. candida (6,5-7,5um). Hast Du einen Beleg von deiner Aufsammlung? Dann könnte man das untersuchen. Wäre interessant. Makroskopisch ist es sonst schwierig.
    LG Ulla

    Hallo Mario,
    sieht schon ganz nach Lyogala conicum aus, wenn auch noch nicht reif. Aber sehr schöne Fotos! :D
    Typisch sind die zugespitzten Fruchtkörper die keine andere Lycogala hat. :thumbup:
    War das an Laubholz? Da liegen ja Nadeln auf dem Holz. An Nadelholz habe ich die Art allerdings bisher noch nie gefunden. Nach der Literatur ist die Art aber auch auf Picea nachgewiesen.
    LG Ulla

    [quote pid='290486' dateline='1437506906']
    Hat nix mit Brandstelle zu tun, aber dieser Schleimi? hat mich mit seinem Fußballmuster schon interessiert. Einen Namen hab ich nicht, ist sonst gar nicht meine Baustelle.
    [/quote]
    Hallo Ralf,


    Dein Schleimi könnte Physarum conglomeratum sein. Die Sporengröße wäre allerdings grenzwertig, die sind normalerweise etwas größer (8-12um). Ist allerdings nur eine Vermutung, man müßte sich auch das Capillitium ansehen um eine Physarum festzumachen.



    Deinen Achat-Eulenspinner finde ich ganz toll! Man möchte ihn am liebsten streicheln. Faszinierendes Muster!


    LG Ulla

    Hallo Abeja,
    tolle Fotos, schöne Zusammenstellung!! :D
    Auf Deine Anfrage möchte ich mich aber noch zu den Schleimis äußern.
    auf 20/21, das gelbe Plasmodium kann alles werden und ist deshalb nicht ansprechbar.
    22/23 Ceratiomyxa fruticulosa ist ja klar
    24-26 halte ich für eine von der Hitze geschädigte und angetrocknete Ceratiomyxa fruticulosa var. porioides, auf Foto 26 gut erkennbar
    27-29 ist m.M. das was schon Pablo vermutete, also kein Schleim
    30-31 sind wieder unbestimmbare unreife Myxos
    32-33 Arcyria obvelata hast Du ja schon erkannt
    und die Fuligo auf Nr. 42 denke ich ist nur eine normale Fuligo septica.
    LG Ulla

    Hallo,
    da kann ich Pablo nur zustimmen. Der Schleim ist leider noch unreif und so unbestimmbar. Gattungsmäßig wäre Stemonitis denkbar, aber nur durch weitere mikroskopische Untersuchung der gereiften Fruchtkörper.
    LG Ulla

    Hallo Matthias,
    ich bin immer noch nicht überzeugt (wegen der Fruchtkörperfarbe und Größe), daß das Stemonitis fusca ist. Was hältst Du von Stemonitopsis,
    z.B. St. amoena? Die Sporengröße käme hin, auch die netzige Struktur. St. amoena kann auch an Nadelholz wachsen.
    Die Art hat nur ein fragmentarisches Oberflächennetz des Capillitiums, während St. fusca ein vollständiges Oberflächennetz hat.
    Vielleicht kannst Du Dir das Capillitium noch anschauen.
    Ich habe immer Probleme bei den Stemonitales, weil man wirklich alles (Sporen, Capillitium mit und ohne Oberflächennetz, Columella) untersuchen muß.
    Makroskopisch ist da eben leider nicht viel drin. Trotzdem bleiben mir oft Zweifel. ob ich die Art richtig angesprochen habe. Oft sind die Fruchtkörper auch nicht völlig reif und da kann man die Sporen schlecht ausblasen um das Capillitium zu betrachten.
    Vielleicht gelingt es Dir.
    LG Ulla

    Hallo Matthias,
    Gratulation für die tollen Bilder, vor allem Ceratiomyxa fruticulosa var. porioides ist Dir gut gelungen!
    Physarum contextum, auch ein schöner Fund! Ist eine Sommerart, die wir auch immer auf Blättern aber auch an krautigen Teilen finden.
    Dein Bild von der Stemonitis fusca (1. Foto) kommt mir etwas komisch vor, die Fruchtkörper sind eigentlich zu rötlich/violettlich. Das sie zu klein sind hattest Du ja schon bemerkt. Hast Du die Sporen angesehen?
    Vielleicht ist es doch was anderes, aber dazu müßte man wenigstens die Sporen ansehen um zu entscheiden in welche Richtung im Schlüssel es geht.
    LG Ulla

    Hallo Juliane,
    leider sind Deine Fotos wirklich nicht aussagekräftig, da man die Struktur der eventuell reifen Myxos (wenns welche sind) nicht erkennt.
    Das müßte man sich im Original ansehen. Anders wirst Du sicher zu keinem Ergenbis kommen.
    Falls Du den Beleg schicken willst, melde Dich. Ich würde mir ihn mal ansehen.
    LG Ulla

    Hallo Stefan,
    Dein 3. Rißpilz erinnert mich an den den ich heute auch fand: Inocybe napipes.
    Die knollige Stielbasis erkennt man bei Deinem Fund ja ganz gut, die Sporen sind sehr höckrig und der Fund bei nadelbäumen würde auch passen. Wäre zumindest ein Vorschlag.
    Zu den anderen beiden enthalte ich mich.
    LG Ulla

    Hallo beinander,
    schöne Eindrücke, auch ohne Pilze. :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    Man sollte immer den Blick auch für andere schöne Dinge offen halten. ;)
    Die Nr. 11 ist das Immenblatt - Melittis melissophyllum, die zerrriebenen Blätter riechen nach Honig.
    Die Pflanze ist recht selten, kommt in wärmeliebenden Laubwäldern vor
    LG Ulla

    Hallo Stefan,
    geht doch!
    Da dürfte es nun keinen Zweifel mehr geben, daß es doch Fuligo septica v. candida ist.
    Ich hätte zwar zunächst auf Mucilago getippt, aber man erlebt eben immer wieder Überraschungen. Die Arten können meiner Erfahrung nach doch ähnlich sein.
    Da ist es eben schön wenn das Mikroskop so schnell bei Zweifeln hilft.
    Wieder was dazu gelernt.
    Trotzdem bin ich der Meinung, daß zur korrekten Bestimmung einer Art die mikroskopische Untersuchung wichtig ist, auch wenn man sich makroskopisch eigentlich sicher wähnt.


    Da berufe ich mich auf "mreul"'s Beitragszusatz,
    da es mir genauso geht:


    "Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen".


    LG Ulla

    Hallo Matthias,


    dank dem Poststreik habe ich Deine Probe heute zum Sonntag erhalten und mir gleich angeschaut.
    Die Aufsammlung war wunderbar ausgereift und man konnte die Sporen problemlos ausblasen, sodaß ich das Capillitium gut ansehen konnte.
    Ich bin nach der Untersuchung zu dem Ergebnis: Stemonitis herbatica und nicht St. splendens gekommen.
    Sporen: warzig, 6,8-8,5um (würde allerdings auch für St. splendens zutreffen).
    Capillitium relativ grobmaschig, aber stärker vernetzt als es für St. splendens sein sollte.
    Das gut ausgebildete Oberflächennetz hat Netzmaschen die vorwiegend unter 25 um liegen. St. splendens hat große Netzmaschen bis zu 100um.
    Auch sind die Fruktifikationen nur 5-6 mm hoch, bei St. splendens können sie größer sein (ist meiner Erfahrung aber nur bedingt zur Bestimmung hinzuzuziehen, da es auch Minis oder auch Maxis gibt in Abhängigkeit der Wachstumsbedingungen).
    Du schriebst: Wachstum in leerem Blumenkübel. Da meinst Du sicher auf Erde in einem nicht bepflanzten Kübel.
    Ich denke Du kannst die Art als Stemonitis herbatica abhaken. Ich habe die Art erst einmal gefunden, deshalb beglückwünsche ich Dich zu diesem schönen und reichlichen Fund!
    Ich hoffe, daß Du nichts dagegen hast, daß ich den Beleg meinem Herbar einverleibe. Die Daten hattest Du ja dazu mitgeteilt, Vielen Dank!



    Sporen

    Capillitium ausgehend von der Columella

    Netzmaschen des Oberflächenetzes


    LG Ulla

    Hallo Steffen,
    wenn Du Dir da absolut sicher bist, bist Du zu beneiden.
    Bei Myxomyceten erlebt man oft Überraschungen, deshalb kläre ich sowas lieber anhand der mikroskopischen Merkmale, wodurch ja beide Arten eindeutig auseinander zu halten sind. Damit vergibt man sich sicher nichts, sondern erweitert seine Erfahrungen.
    LG Ulla

    Hallo Steffen,
    ich meine, wenn man mit der makroskopischen Bestimmung nicht mehr weiter kommt (da sich beide Arten ähneln) muß man eben doch zum Mikroskop greifen. Dadurch müßte man die Bestimmung klären können.
    Für mich ist das immer die entscheidende Option, vor allem bei Myxomyceten. Ohne Mikroskop geht bei mir eigentlich gar nichts.
    LG Ulla