Hallo!
Nachdem ich meine gestrigen Funde gerade der Frischpilzausstellung in Hanau gespendet habe, kommt jetzt der angekündigte zweite Teil.
Wie immer sind Anmerkungen und Korrekturen willkommen.
Es gab auch ein paar Cortinarien, die ich aber nicht benamsen kann, z.B. diese mutmaßlichen Telamonien
Diese beiden Exemplare würde ich als "Kahle Kremplinge s.l." bezeichnen:
Dann habe ich diese Exemplare gefunden, die ich vorläufig als Rhizopogon bezeichnen möchte:
Eine wirkliche Rarität ist dieser Fruchtkörper von Tricholoma joachimii:
Hier standen vor zwei Wochen junge Gallenstachelinge mit blau-grüner Stielbasis, alle (ca. 20 Exemplare) weg. Da kann ich dem Sammler nur "guten Appetit" wünschen und hoffen, dass die sehr seltene Art dadurch nicht beeinträchtigt wird:
Eine hübsche Dermocybe, die von einer Interessentin der Hanauer Ausstellung für Färbeversuche verwendet wird:
Heide-Scheimfüße gab es reichlich in diesem Habitat. Weil die aber nicht so bekannt und auch nicht so leicht zu identifizieren sind, werden sie wohl von den meisten Sammlern gemieden:
So sieht das Habitat von Tricholoma colossus, dem Riesenritterling aus. Offiziell "nur" als Rote Liste 2 Art eingestuft, gehört der meines Erachtens mittlerweile ganz klar in RL 1
Klein aber fein ist dieser Stacheling, vielleicht ein Phellodon? Namensvorschläge erbeten!
Die eigentliche Rarität ist aber zweifelsfrei dieser Fund, für Tricholoma roseoacerbum (abgesichtert durch Pablo Alvarado) gibt es nur ganz wenige Nachweise
Auch wenn das Pilzjahr insgesamt unterdurchschnittlich war, konnte ich dennoch ein paar schöne Funde verbuchen. Die Raritäten werden selbstverständlich herbarisiert und der Wissenschaft zugänglich gemacht, so wie ich das seit ein paar Jahren handhabe (Botanische Staatssammlung München, Herbarium Marburgense, Landsmuseum Wiesbaden, CMEC Globe Institute in Kopenhagen etc.).
Beste Grüße,
Frank
