Alpiner August

  • Hallo zusammen


    Im Moment hat sich die Pilzlage hier etwas beruhigt, nachdem ich drei Wochen lang jede freie Minute am Mikroskop sah.

    Jetzt gibt es in den Wäldern nur langweilige Sachen, sowas wie Steinpilze, die brauche ich nicht.


    Also zeige ich euch ein paar hübsche Sachen aus den Bergen.

    Bitte korrigiert mich gnadenlos, es sind alles nur Bestimmungsvorschläge.

    Mikrofotos zeige ich nur wenige. Wenn jemand Interesse hat: Einfach nach mehr fragen.


    Am Furkapass (bei Salix herbacea, reticulata) gab es Mitte August folgendes:


    1:

    Alpine Anomali sind quasi unbestimmbar. Vielleicht Cortinarius albocyaneus?


    Sporen: 7.5-8.4-9.5 x 6.1-7.0-7.9 µm, schwach dextrinoid.



    2:

    Cortinarius chamaesalicis, der ein Synonym von C. badiolatus sein soll.


    Sporen deutlich warzig, 10.4-12.3 x 6.2-6.9 µm



    3:

    Cortinarius cf. xanthocephalus


    Sporen 8.4-9.4-10.5 x 6.9-7.4-8.9 µm



    4:

    Helvella philonotis



    5:

    Mallocybe squarrosoannulata


    Sporen: 7.4-8.9-10.1 x 5.3-5.7-6.1 µm, Q = 1.37-1.56-1.75


    Cheilozystiden: 16-25 x 9-10 µm



    6:

    Omphalina pyxidata



    Dann aus dem abgelegenen Tal "Les Outannes" bei Salix herbacea:


    7:

    Omphalina rivulicola



    8:

    Inocybe canescens - mikroskopisch klar und sehr häufig, deshalb keine weiteren Details



    9:

    Eine beringte Mallocybe, vielleicht wieder M. squarrosoannulata.


    Sporen: 8.5-9.4-10.9 x 5.3-6.1-6.7 µm, Q = 1.31-1.54-1.85




    Eine weitere kurze Exkursion auf dem Nufenenpass ergab folgendes:


    10:

    Clavulina cinerea auf über 2500m




    Cheilozystiden ähnlich wie oben.



    11:

    Das ist vielleicht Cortinarius alpicola.


    Sporen: 8.0-9.0-10.0 x 6.2-7.4-8.0 µm



    12:

    Das hier sah schwer nach Cuphophyllus virgineus aus, aber er ist es nicht.

    Ich finde nur einen möglichen Namen: Cuphophyllus angustifolius.


    Die Sporen sind winzig, etwa 4-5 x 3-3.5 µm.



    13:

    Ein kleiner Risspilz, den ich mit einigen Fragezeichen als Inocybe gymnopilus bestimmt habe.


    Sporen recht gedrungen: 7.9-9.1-10.6 x 5.8-6.4-7.2 µm, Q = 1.26-1.42-1.63


    Cheilozystiden 38-63 x 15-21 µm


    Pleurozystiden 45-78 x 14-18 µm


    Kaulozystiden, überall am Stiel vorhanden.



    14:

    Inocybe cf. lindrothii


    Sporen: 9.3-10.2-11.7 x 5.7-6.1-6.6 µm, Q = 1.50-1.68-1.89


    Cheilozystiden auffallend schlank und sehr dickwandig, apikal meistens sandig, 45-89 x 13-21 µm.


    Pleurozystiden ebenso, 61-71 x 13-17 µm


    Kaulozystiden überall reichlich vorhanden.



    Mehr folgt im nächsten Beitrag.


    LG Raphael

  • Clavaria

    Hat den Titel des Themas von „Alpiner August / Teil 1“ zu „Alpiner August“ geändert.