Servus,
bei meiner letzten Bergwanderung, fand ich doch tatsächlich eine feuchte, lehmige Abbruchkannte mit darauf wachsenden Großbecherlingen.
Schon im Feld war ich mir sicher, dass es Legaliana badia sein müßte.
Es waren viele Becherchen in allen Altersklassen.
Auffällig waren 2 sehr kleine, 8 mm, gelbliche, trichterförmige Fruchtkörper mit kleiger Aussenseite und
einem Myzelbüschel an der Basis.
Im Schnitt trat eine milchige Flüssigkeit aus
auch der Myzelfilz war sehr feucht und bräunte bei Verletzung
Natürlich gab es hier keine Sporen, der Pilz war gerade am Anfang seiner Entwicklung
aber schon die unreifen Ascusansätze verfärbten sich typisch für Legaliana
Der Mycelfilz enthielt gelb gefüllte Safthyphen
Daneben waren schon etwas ältere Fruchtkörper, bei denen man noch die gelbe Farbe erahnen konnte, sich aber schon deutlich ins olive verfärbte.
Auch die Apothecienränder dunkeln schon nach.
Bei Verletzung trat auch hier eine leicht trübe Flüssigkeit aus
Die Asci sind schon teilweise mit fast reifen Sporen gefüllt, und auch hier wieder die typische Lugolreaktion.
An den Sporen kann man schon das Ornament erahnen
Der reife Fruchtkörper, dieser war ca. 5 cm groß, sieht dann so aus.
Vom Gelb ist makroskopisch nichts mehr zu sehen.( Im Schnitt dann schon)
Im Schnitt tritt nur ganz wenig farblose Flüssigkeit aus
ein Sporenabwurf ergab die für Legaliana badia typisch ornamentierten Sporen
Zur Ergänzung ein Überblick:
Schnittstücke der 3 Fruchtkörper ( klein-mittel-groß)
1 ohne
2 mit 3% KOH aller 3 Proben
3 mit KOH+Lugol ( Deutliche Färbung des oberen Hymeniums)
Man könnte nun natürlich sagen, dass der kleine milchende Fruchtkörper etwas ganz anderes ist;
Ja, beweisen kann man das sicherlich nicht mehr, aber vielleicht hat noch jemand eine Idee dazu?
Dann immer her damit ![]()
Ich halte vorerst alles für L. badia.
Grüße
Felli
