Microbotryum silenes-dioicae T. Giraud, Denchev & M.E. Hood 2009

  • Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag war ich in Kelmis, einem Dorf im deutschsprachigen Teil Belgiens direkt hinter der Grenze bei Aachen unterwegs. Neben Galmeiflächen gibt es dort im Hohnbachtal einen schönen Auwald auf Kalk, der im Frühjahr Narzissen und Orchideen sowie jede Menge Bärlauch zu bieten hat. Dort findet sich auch stellenweise in großer Menge Microbotryum silenes-dioicae, ein Rostpilz, der die Blüten von Silene dioica befällt (Silene latifolia hat mit Microbotryum lychnidis-dioicae ihren eigenen Rost). Der Pilz sorgt dafür, daß in den Blüten keine Pollen sondern nur jede Menge Teliosporen gebildet werden. Diese sind kugelförmig und besitzen ein attraktives, netzartiges Muster. Interessant finde ich, daß der Pilz dort im Tal wirklich in großer Menge vorkommt, während er im Duisburger Stadtwald, wo der Wirt auch an jedem Wegrand zu finden ist, vergeblich sucht.


    Befallene Pflanzen am Fundort


    Befallene Blüten im Detail


    Teliosporen in Wasser


    Björn