Servus beinand,
bei mir beginnt gerade die Saison für Uromyces ficariae, weshalb ich dieses Portrait erstelle. Dieser Rostpilz vollzieht keinen Wirtswechsel, sondern bildet direkt seine Telien auf Ficaria verna, dem Scharbockskraut. Man findet ihn daher in Form von bäunlichen Anschwellungen an den Blättern und Blattstielen, die schließlich aufbrechen und die Teliosporen freigeben:
Fund von heute (26.4.2026) – Telien an der Blattunterseite (sind auch auf der Blattoberseite vorhanden), oben noch verschlossen bzw. sich gerade öffnend, weiter unten am Blatt komplett offen.
Geschlossene und offene Telien an der Blattunterseute und am Blattstiel (26.4.2026)
Hier ein Foto vom 10.5.2025, also vom letzten Jahr. Wenn Uromyces ficariae richtig ausgereift ist, ist er schon fürs bloße Auge auffällig. Die Kollektion von heute (die beiden ersten Fotos oben) hatte ich zufällig mitgenommen, da Blattflecken vorhanden waren. So habe ich mit der Lupe dann die Telien entdeckt. Im Mai letzten Jahres war alles reifer (da später im Jahr) und somit viel auffälliger.
Im Mikroskop findet man dann die schönen, großen, einzelligen Teliosporen:
Uromyces ficariae ist sehr häufig und wer auf die Art achtet, soltle sie auch finden.
Es gibt weitere Uromyces-Arten an Scharbockskraut, die dort aber nur die Aecien bilden und dann wirtswechseln. Durch die Telien ist Uromyces ficariae daher unverwechselbar. Aecien bildet diese Art gar nicht aus.
Liebe Grüße,
Christoph
