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letzter Beitrag von Schwammer-Dieter am

In Österreich - rauf bis auf 1800 m - Teil 2

  • 03.09.2017-04.09.2017:In Österreich - rauf bis auf 1800 m - Teil 2

    dies ist Teil 2 des Berichtes vom 03.-04-09.2017
    .
    Teil 1 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Am zweiten Tag ging es weit rauf auf den Berg... hier hoffte ich auf Außergewöhnliches.

    Fundnummer: 2017-09-04-1046

    Zunächst ein Becherling...

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    Morphologische Daten:


    Fundort:
    ca. 1730 müNN, ca. N47.4, O14.1
    , im Gebirge auf sandiger Erde neben diversen Moosen und Gebirgssträuchern
    Fundzeit: 04.09.2017
    Wuchsform: einzeln
    Becherform:
    tulpenartig mit welligem Rand
    , nach unten kegelig zulaufend
    Becheroberfläche:
    innen (Hymenium): matt
    , außen: kleiig körnig
    Becherfarbe
    innen (Hymenium): violettbraun
    , außen: violettbraun, nach unten deutlich olivegrünlich werdend
    Hygrophanität: nein
    Stiel: keiner
    Größe: Durchmesser ca. 3,5 cm, Höhe ca. 4 cm
    Sporenpulverfarbe: es kam nichts heraus
    Geruch:
    neutral
    Geschmack: nicht probiert

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    ohne Apikulus, ellipsoid, mit 1 Öltropfen, Ornament: deine gratige Linien die ein unvollständiges Netz ausbilden, vom Sporenbild [Lit. siehe unten] passt Peziza phlebospora und Peziza badia am besten
    Maße:
    (17,8) 18,2 - 19,4 (20,5) x (8,9) 9,3 - 10,8 (11,0) µm
    Q = (1,7) 1,74 - 2,05 (2,1) ; N = 12
    Me = 18,9 x 10,0 µm ; Qe = 1,9

    mush-15857.jpg

    Excipulum:

    von außen nach innen:
    äußere Schicht: Eine bräunliche textura globulosa
    mittlere Schicht: Eine hyaline textura angularis teilweise untermischt mit
    textura intricata
    innere Schicht: Eine bräunliche textura (Form gemischt)


    mush-15854.jpg

    mush-15855.jpg

    mush-15856.jpg

    Asci:
    Spitze mit Lugol blau

    Paraphysen:
    nicht moniliform, mehrfach septiert, zylindrisch, Spitze kaum erweitert, keine Gel-Haube

    mush-15852.jpg

    mush-15853.jpg

    Die Bestimmung führte ich anhand des Schlüssels in "Hohmeyer, H. (1986): Ein Schlüssel zu den europäischen Arten der Gattung Peziza, Zeitschrift für Mykologie, Band 52(1)." durch.

    Schlüssel II > 1d > 15 > 15a > 16 > 16a > 17 > 17d > 18 > 18d > 20 > 20b > Peziza badia

    Geprüfte Alternativen:
    Schlüssel II > 1d > 15 > 15a > 16 > 16a > 17 > 17d > 18 > 18d > 20 > 20a > Peziza phlebospora

    Schlüssel II > 1d > 15 > 15a > 16 > 16b > 21 > 21c > 22 > 22a > 23 > 23a > 24 > Sackgasse

    Schlüssel II > 1d > 15 > 15a > 16 > 16b > 21 > 21c > 22 > 22a > 23 > 23b > 25 > 25d > Peziza phlebospora

    Schlüssel II > 1d > 15 > 15a > 16 > 16b > 21 > 21c > 22 > 22b > 26 > Sackgasse

    Peziza phlebospora wächst "vornehmlich" auf Brandstellen. Des weiteren ist das Ectal Excipulum von phlebospora nicht so blasig wie das von meinem Fund sondern eher flach angelegt. Es muss also der
    Kastanienbraune Becherling (Peziza badia) sein:
    mush-12970.jpg

    mush-12971.jpg

    Fundnummer: 2017-09-04-1252

    Entoloma in gelb-weiß...

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    Morphologische Daten:


    Fundort:
    ca. 1730 müNN, ca. N47.4, O14.1
    , im Gebirge neben diversen Moosen und Gebirgssträuchern
    Fundzeit: 04.09.2017
    Wuchsform: einzeln bis gesellig
    Hutform:
    konvex
    Huthaut: Zentrum gelblich, nach außen hin cremeocker werdend, matt, schuppig rissig
    Hygrophanität: nein
    Hutrand: etwas ausgefranst
    Lamellen: weiß, bauchig, mit rosa Schimmer, mit Zwischenlamellen, mit Y-Gabeln
    Lamellenschneiden:
    ohne Besonderheiten

    Lamellen-Stielübergang:
    ausgebuchtet angewachsen bis gerade angewachsen und immer leicht herablaufend

    Fleisch: weiß, Stiel: wässrige Außenhaut und weißer Kern
    Stiel: gelblich weiß, voll (nicht hohl!), glatt und minimal befasert, längsfaserig
    Stielbasis: keine Knolle, ohne Besonderheiten
    Größe: Hutdurchmesser ca. 0,8-2 cm, Stiellänge ca. 2-4 cm, Stieldurchmesser ca. 2 mm
    Sporenpulverfarbe: rosa
    Geruch:
    neutral
    Geschmack: nicht probiert


    Mikroskopische Daten:


    Pleurozystiden:
    fehlend

    Cheilozystiden:
    extrem selten, Form siehe Bilder, Breite: ca. (8,6) 9,9 - 13,1 (15,0) µm; N = 9; Me = 11,8 µm


    Sporen:
    5-eckig (57%), 6-eckig (36%), 7-eckig (5%)
    Maße:
    (8,9) 9,4 - 11,1 (11,8) x (6,6) 6,8 - 8,0 (8,8) µm
    Q = (1,2) 1,3 - 1,5 (1,7) ; N = 39
    Me = 10,2 x 7,4 µm ; Qe = 1,4

    Basidien:
    2- und 4-sporig, mit Schnallen; ca. 35 - 45 x 10 - 11 µm

    Schnallen:
    an Basidien und in Lamellen-Hyphen gesehen

    mush-15884.jpg

    Das ist der Mattweiße Rötling (Entoloma sericellum), der makroskopisch und mikroskopisch sehr variabel ist:
    mush-12972.jpg

    Fundnummer: 2017-09-04-1256

    Bei diesem war zunächst noch nicht einmal die Gattung klar...

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    Morphologische Daten:


    Fundort:
    ca. 1810 müNN, ca. N47.4, O14.1
    , im Gebirge neben diversen Gebirgs-Moosen
    Fundzeit: 04.09.2017
    Wuchsform: gesellig
    Hutform:
    konvex
    Huthaut: dunkelbraun, hygrophan-fleckig, glatt, Lamellen stark durchscheinend
    Hygrophanität: ja sehr, zu ocker ausblassend
    Hutrand: etwas schartig
    Lamellen: dunkelbraun, mit Zwischenlamellen
    Lamellenschneiden:
    ohne Besonderheiten

    Lamellen-Stielübergang:
    gerade angewachsen

    Stiel: rotbraun, nach unten hin deutlich dunkler werdend, glatt und etwas befasert, längsfaserig
    Fleisch: ohne Besonderheiten
    Stielbasis: minimal verdickt, mit Mycelsträngen
    Größe: Hutdurchmesser ca. 0,7 cm, Stiellänge ca. 1,5 cm, Stieldurchmesser ca. 1 mm
    Sporenpulverfarbe: es kam nichts heraus
    Geruch:
    neutral
    Geschmack: nicht probiert


    Mikroskopische Daten:


    Sporen:
    ellipsoid bis ovoid, bräunlich, glatt, Keimporus deutlich sichtbar, Keimporus zentral, apikal abgeflacht, dünnwandig, jedoch mit Sporenhülle dickwandig wirkend, Sporenhülle ablösend (Perispor)


    Maße:
    da die Lage der Sporen nicht immer eindeutig war und sicherlich auch welche dabei sind die nicht genau winkelig ausgerichtet zum Deckglas lagen, habe ich die Breite ausnahmsweise gemischt gemessen. Ist aber nicht tragisch, da sie frontal und im Profil fast gleich breit sind.
    Präparat: aus Lamellenstück ausgewaschen; Untersuchungsmedium: Wasser; Messwertanzahl: n = 80
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: nicht normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,5 × 0,3 µm; von Q: 0,1
    Median: von L × B: 6,7 × 4,4 µm; von Q: 1,5
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 6,7 × 4,4 µm; von Q: 1,5
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (5,6) 6,2 - 7,3 (8,3) × (3,8) 4,1 - 4,7 (5,5) µm; für Q: (1,3) 1,4 - 1,6 (1,8)
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (5,6) 6 - 7,4 (8,3) × (3,8) 4 - 5 (5,5) µm; für Q: (1,3) 1,4 - 1,7 (1,8)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht normalverteilt


    mush-15885.jpg

    Pleurozystiden, Pileozystiden:
    fehlend

    Cheilozystiden:
    teilweise büschelig, teilweise vereinzelt, teilweise keulig, teilweise flaschenförmig und kopfig, dünnwandig, hyalin
    Maße:
    Die Werte sind nur sehr grob da alle Cheilozystiden in der Schneide steckten:
    ca. (16,7) 18,3 - 23,3 (25,4) x (4,1) 4,4 - 6,2 (6,7) µm; N = 15; Me = 20,8 x 5,2 µm

    Basidien:
    4-sporig und 2-sporig
    Maße: ca.
    (14,7) 16,1 - 18,6 (21,4) x (5,8) 6,6 - 7,0 (9,2) µm; N = 6; Me = 17,4 x 7,0 µm

    Schnallen:
    in der HDS keine gesehen, in den Lamellenhyphen gesehen

    mush-15886.jpg

    mush-15887.jpg

    HDS:
    bestehend aus liegenden, dünnen, bräunlichen, dicht gepackten Hyphen unter einer gelatinösen Schicht, unter dieser Schicht sind breite, in sich verschlungene Hyphen

    mush-15888.jpg

    Als Schlüssel verwendete ich Gröger, der klar und quasi eindeutig zum Ziel führt:
    rot = unsichere Schlüsselpunkte

    Gröger Teil I, S. 25 > 1 > 1b > 6 > 6b > 8 > 8b > 9 > 9b (da kein Wurzel-Möhrling, Schneckling, Schmierling, Gelbfuß, Krempling, Goldblatt, Amanita, Schleimschirmling) > 10 > 10b > 11> 11b (da keiner aus Gattungsschlüssel 4) > 12 > 12b (wahrscheinlicher) > 22 > 22b > 23 > 23b > Gröger Teil II, Gattungsschlüssel 13 > 1 > 1b > 3 > 3b > 5 > 5b > 6 > 6b > 7 > 7b > 9 > 9b > 11 > 11b > 13 > 13b > 21 > 22 > 22b > 23 > 23b > 24 > 24b > 25 > 25b > 26 > 26b > 28 > 28a > 118 Psilocybe p.p. Kahlkopf (Teilschlüssel c), S. 436 > 1 > 1b > 2 > 2b > 3 > 3b > 5 > 5b > 6 > 6b > 9 > 9b > 10 > 10b > 11 > 11b > 12 > 12b > 13 > 13a > Deconica montana

    Gröger Teil I, S. 25 > 1 > 1b > 6 > 6b > 8 > 8b > 9 > 9b (da kein Wurzel-Möhrling, Schneckling, Schmierling, Gelbfuß, Krempling, Goldblatt, Amanita, Schleimschirmling) > 10 > 10b > 11> 11b (da keiner aus Gattungsschlüssel 4) > 12 > 12a > 13 > 13b > 14 > 14b > 15 > 15b > 16 > 16b > 18 > 18b > 19 > 19b > 20 > 20a (wahrscheinlicher) > Gattungsschlüssel 7, S. 46 > 1 > 1b > 4 > 4b > 11 > 11b > 12 > 12b > 13 > 13b > 14 > 14b > 15 > 15a > 16 > 16b > 17 > 17b > 19b > 22 > 22b > 23 > 23b > 24 > 24b > 25 > 25b > 26 > Sackgasse

    Gröger Teil I, S. 25 > 1 > 1b > 6 > 6b > 8 > 8b > 9 > 9b (da kein Wurzel-Möhrling, Schneckling, Schmierling, Gelbfuß, Krempling, Goldblatt, Amanita, Schleimschirmling) > 10 > 10b > 11> 11b (da keiner aus Gattungsschlüssel 4) > 12 > 12a > 13 > 13b > 14 > 14b > 15 > 15b > 16 > 16b > 18 > 18b > 19 > 19b > 20 > 20b > 21 > 21a > Gattungsschlüssel 8, S. 58 > 1 > 1b > 2 > 2b > 3 > 3b > 12 > 12b > 14 > 14b > 15 > 15b > 20 > 20b > 21 > 21b > 22 > 22b > 23 > Sackgasse, da keiner aus den noch folgenden Gattungen

    Es sollte also der Trockene Kahlkopf (Deconica montana) sein - seltsam sind dabei die ablösenden Sporenhüllen (siehe oben):
    mush-12973.jpg

    Fundnummer: 2017-09-04-1258

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    Morphologische Daten:


    Fundort:
    ca. 1730 müNN, ca. N47.4, O14.1
    , im Gebirge neben diversen Moosen und Gebirgssträuchern
    Fundzeit: 04.09.2017
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    konvex, genabelt
    Huthaut: gelborange, Zentrum dunkler, Lamellen durchscheinend, matt, fein behaart
    Hygrophanität: nicht festgestellt
    Hutrand: etwas schwärzend
    Lamellen: weiß, mit Zwischenlamellen, mit Y-Gabeln, fein behaart
    Lamellenschneiden:
    fein behaart

    Lamellen-Stielübergang:
    stark herablaufend

    Fleisch: ohne Besonderheiten
    Stiel: orangelich, fein behaart, längsfaserig
    Stielbasis: ohne Besonderheiten
    Größe: Hutdurchmesser ca. 0,8 cm, Stiellänge ca. 3 cm, Stieldurchmesser ca. 1,2 mm
    Sporenpulverfarbe: kam nichts heraus
    Geruch:
    neutral
    Geschmack: nicht probiert


    Mikroskopische Daten:


    Sporen:
    Maße: ca. (4,4) 4,6 - 5,66 (5,7) x (2,0) 2,2 - 2,4 (2,6) µm; Q = (1,8) 2,0 - 2,5 (2,7); N = 17; Me = 5,2 x 2,3 µm ; Qe = 2,3

    Cheilozystiden:
    nicht kopfig bis kopfig, ca. 10 µm breit, ca. 30-60 µm lang, Hälse ca. 3-4 µm breit

    mush-15889.jpg

    Hier hoffte ich auf etwas besonderes, doch leider ist die nur ein schlichter
    Orangeroter Heftelnabeling (Rickenella fibula):
    mush-12974.jpg

    mush-12975.jpg

    mush-12976.jpg

    Fundnummer: 2017-09-04-1303

    Dann ging es los mit Saftlingen...

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    Morphologische Daten:


    Fundort:
    ca. 1775 müNN, ca. N47.4, O14.1
    , im Gebirge neben diversen Moosen und Gebirgssträuchern
    Fundzeit: 04.09.2017
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    konvex
    Huthaut: orangerot, samtig
    Hygrophanität: nicht festgestellt
    Hutrand: ohne Besonderheiten
    Lamellen: gelblich-weiß
    Lamellenschneiden:
    ohne Besonderheiten

    Lamellen-Stielübergang:
    herablaufend

    Fleisch: ohne Besonderheiten
    Stiel: orangerot, glatt, längsfaserig
    Stielbasis: ohne Besonderheiten
    Größe: Hutdurchmesser ca. 0,8 cm, Stiellänge ca. 2,5 cm, Stieldurchmesser ca. 1 mm
    Sporenpulverfarbe: weiß
    Geruch:
    neutral
    Geschmack: nicht probiert


    Mikroskopische Daten:


    Sporen:
    Präparat: aus Lamellenstück (Exsikkat) ausgewaschen; Untersuchungsmedium: Wasser; Messwertanzahl: n = 78
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: nicht normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 1,1 × 0,5 µm; von Q: 0,2
    Median: von L × B: 10 × 6,1 µm; von Q: 1,7
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 10,2 × 6,1 µm; von Q: 1,7
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (7,5) 8,9 - 11,5 (12,9) × (4,7) 5,5 - 6,7 (7) µm; für Q: (1,3) 1,4 - 1,9 (2,2)
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (7,5) 8,6 - 12,4 (12,9) × (4,7) 5,3 - 6,8 (7) µm; für Q: (1,3) 1,4 - 1,9 (2,2)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht normalverteilt

    mush-15893.jpg

    Längen der Lamellentramahyphen:
    (26) 34 - 90 (94) µm; N = 18; Me = 65,2 µm

    Basidien:
    2-sporig, 3-sporig und 4-sporig

    Maße ca.: (33) 33 - 53 (52,9) x (8,2) 8,2 - 10,5 (10,5) µm; N = 5; Me = 45 x 9,2 µm
    Sterigmen-Längen: ca. 3,8 - 8,5 (8,5) µm; N = 4; Me = 6,6 µm

    Schnallen:
    vorhanden


    mush-15890.jpg

    Die Schlüsselung führte ich nach Gröger durch:
    Gröger I S. 125 > A > A* > B > Teilschlüssel a, S. 125 > 1 > 1b > 3 > 3b > 6 > 6b > 8 > 8b > 10 > 10a > 11 > 11b > 12 > 12a > 13 > 13b > 16 > 16b (wahrscheinlicher) > 18 > 18b > 19 > 19b > Hygrocybe cantharellus (= Hygrocybe lepida)

    Untersuchte Alternative:
    Gröger I S. 125 > A > A* > B > Teilschlüssel a, S. 125 > 1 > 1b > 3 > 3b > 6 > 6b > 8 > 8b > 10 > 10a > 11 > 11b > 12 > 12a > 13 > 13b > 16 > 16a > 17 > 17b > Hygrocybe substrangulata --> passt nicht

    Es handelt sich also um den
    Pfifferlingssaftling (Hygrocybe cantharellus):
    mush-13292.jpg

    mush-13293.jpg

    Fundnummer: 2017-09-04-1306

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    Morphologische Daten:


    Fundort:
    ca. 1775 müNN, ca. N47.4, O14.1
    , im Gebirge neben diversen Moosen und Gebirgssträuchern
    Fundzeit: 04.09.2017
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    deutlich genabelt
    Huthaut: orangegelb mit oliv-stich, glatt, leicht befasert
    Hygrophanität: nicht festgestellt
    Hutrand: ohne Besonderheiten
    Lamellen: gelb
    Lamellenschneiden:
    ohne Besonderheiten

    Lamellen-Stielübergang:
    stark herablaufend

    Fleisch: ohne Besonderheiten
    Stiel: orangegelb mit oliv-stich, glatt, längsfaserig
    Stielbasis: ohne Besonderheiten
    Größe: Hutdurchmesser ca. 1 cm, Stiellänge ca. 3 cm, Stieldurchmesser ca. 2 mm
    Sporenpulverfarbe: weiß
    Geruch:
    neutral
    Geschmack: nicht probiert

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    Maße:
    (8,4) 9,1 - 10,3 (10,7) x (5,9) 6,2 - 6,7 (7,4) µm
    Q = (1,3) 1,4 - 1,6 (1,7) ; N = 17
    Me = 9,6 x 6,4 µm ; Qe = 1,5

    Basidien:
    Maße:
    34 - 51 x (8) 8 - 10,2 (10,2) µm; N = 5; Me = 43,6 x 9,2 µm
    Sterigmen-Länge: ca. 4,2 - 7,3 (7,3) µm; N = 5; Me = 6,3 µm

    mush-15892.jpg

    Lamellentramahyphen:
    Schnallen vorhanden;
    Länge grob: 67 - 101 µm; N = 2

    Huthauthyphen:
    Breite: ca. (5) 9 - 18,7 (19,2) µm; N = 9; Me = 13,5 µm

    mush-15891.jpg

    Stieltrama-Hyphen
    Länge ca. (109) 128 - 227 (236) µm; N = 17; Me = 166,6 µm

    mush-15894.jpg


    Wieder verwendete ich den Gröger-Schlüssel:

    Gröger I S. 125 > A > A* > B > Teilschlüssel a, S. 125 > 1 > 1b > 3 > 3b > 6 > 6b > 8 > 8b > 10 > 10a > 11 > 11b > 12 > 12a > 13 > 13b > 16 > 16b > 18 > 18b > 19 > 19b > Hygrocybe cantharellus (= Hygrocybe lepida)

    Geprüfte Alternativen:
    Gröger I S. 125 > A > A* > B > Teilschlüssel a, S. 125 > 1 > 1b > 3 > 3b > 6 > 6b > 8 > 8b > 10 > 10a > 11 > 11b > 12 > 12a > 13 > 13a > 14 > 14b > 15 > 15b > Hygrocybe turunda --> Huthaut passt nicht


    Gröger I S. 125 > A > A* > B > Teilschlüssel a, S. 125 > 1 > 1b > 3 > 3b > 6 > 6b > 8 > 8b > 10 > 10a > 11 > 11b > 12 > 12b > Fortsetzung von Teilschlüssel a S. 113 > 20 > 20b > 23 > 23b > 25 > 25b > 27 > 27b > 28 > 28b > 29 > Hygrocybe reidii --> passt nicht

    Gröger I S. 125 > A > A* > B > Teilschlüssel a, S. 125 > 1 > 1b > 3 > 3b > 6 > 6b > 8 > 8b > 10 > 10a > 11 > 11b > 12 > 12b > Fortsetzung von Teilschlüssel a S. 113 > 20 > 20b > 23 > 23a > 24 > Sackgasse

    Sieht zwar anders aus, ist aber wohl auch der
    Pfifferlingssaftling (Hygrocybe cantharellus):
    mush-13294.jpg

    mush-13295.jpg

    Fundnummer: 2017-09-04-1311

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    Morphologische Daten:


    Fundort:
    ca. 1775 müNN, ca. N47.4, O14.1
    , im Gebirge neben diversen Moosen und Gebirgssträuchern
    Fundzeit: 04.09.2017
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    deutlich genabelt
    Huthaut: rot, mit orangen Flecken, samtig
    Hygrophanität: ja
    Hutrand: stumpf
    Lamellen: gelb
    Lamellenschneiden:
    ohne Besonderheiten

    Lamellen-Stielübergang:
    nur leicht herablaufend
    Fleisch: ohne Besonderheiten
    Stiel: orangerot, zur Basis hin gelblich werdend, glatt, längsfaserig
    Stielbasis: ohne Besonderheiten
    Größe: Hutdurchmesser ca. 1,5 cm, Stiellänge ca. 3 cm, Stieldurchmesser ca. 4 mm
    Sporenpulverfarbe: weiß
    Geruch:
    neutral
    Geschmack: nicht probiert

    Mikroskopische Daten:

    Sporen
    ellipsoid bis ovoid, oft seitlich eingedellt
    Maße:
    (6,7) 7,1 - 8,8 (10,0) x (4,1) 4,5 - 5,5 (5,6) µm
    Q = (1,4) 1,5 - 1,7 (1,9) ; N = 27
    Me = 8,2 x 5,0 µm ; Qe = 1,6

    Basidien

    4-sporig, ca. (25) 25 - 38 (38) x 7,6 - 8,1 (8,1) µm; N = 4; Me = 29,7 x 7,7 µm
    Sterigmenlänge: ca. bis 5,9 µm

    mush-15895.jpg

    Lamellentramahyphen
    länger als 250 µm (z,B, 500 µm gemessen)

    HDS-Endhyphen
    Breite: ca. bis 31 µm

    mush-15896.jpg

    mush-15897.jpg

    Stieltramahyphen
    Messung der Länge nicht möglich, jedoch "sehr lang"

    Kaulozystiden
    mit Schnallen, verzweigt, oft hakenartige Enden, septiert

    mush-15898.jpg

    Der Schlüsselweg nach Gröger geht geradlinig durch:

    Gröger I S. 125 > A > A* > B > Teilschlüssel a, S. 125 > 1 > 1b > 3 > 3a > 4 > 4a > Hygrocybe helobia

    Knoblauchsaftling (Hygrocybe helobia)
    :
    mush-13296.jpg

    mush-13297.jpg

    Fundnummer: 2017-09-04-1317

    Den Abschluss machte eine ganz tolle Entoloma...

    Fundort - klick hier

    Morphologische Daten:


    Fundort:
    ca. 1775 müNN, ca. N47.4, O14.1
    , im Gebirge neben diversen Moosen und Gebirgssträuchern
    Fundzeit: 04.09.2017
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    ausgeflacht, Zentrum etwas vertieft
    Huthaut: hellbraun, mit hygrophanen hellen Streifen, im Zentrum ein brauner haariger Fleck, Lamellen durchscheinend
    Hygrophanität: ja, stark
    Hutrand: stumpf
    Lamellen: weiß mit rosa Schimmer, viele Zwischenlamellen, ca. 18 Lamellen erreichen den Stiel
    Lamellenschneiden:
    ohne Besonderheiten

    Lamellen-Stielübergang:
    etwas herablaufend
    Fleisch: ohne Besonderheiten
    Stiel: grau, verdreht, glatt, längsfaserig, ohne Bereifung
    Stielbasis: ohne Besonderheiten
    Größe: Hutdurchmesser ca. 2 cm, Stiellänge ca. 3 cm, Stieldurchmesser ca. 2 mm
    Sporenpulverfarbe: rosa
    Geruch:
    neutral
    Geschmack: nicht probiert

    Mikroskopische Daten:

    Cheilozystiden, Pleurozystiden, Pileozystiden
    Trotz intensiver Suche keine gefunden

    Schnallen

    in der HDS, Lamellentrama und an den Basidien keine gesehen

    Leptonioide Tröpfchen
    In HDS: keine vorhanden, nach stärkerem Quetschen: viele und deutlich vorhanden

    Sporen
    5-eckig (46%), 6-eckig (41%), 7-eckig (12%), heterodiametrisch

    Präparat: aus Lamellenstück ausgewaschen; Untersuchungsmedium: Wasser; Messwertanzahl: n = 51
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: nicht normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,8 × 0,4 µm; von Q: 0,1
    Median: von L × B: 9,3 × 6,5 µm; von Q: 1,4
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 9,3 × 6,5 µm; von Q: 1,4
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (7,2) 8,5 - 10,1 (11,2) × (5,3) 6 - 7,1 (7,4) µm; für Q: (1,2) 1,3 - 1,6 (1,8)
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (7,2) 7,9 - 10,4 (11,2) × (5,3) 5,8 - 7,3 (7,4) µm; für Q: (1,2) 1,3 - 1,6 (1,8)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht normalverteilt

    mush-15899.jpg

    Basidien
    4-sporig, selten 2-sporig, ca. 34,5 - 46,6 x 10,3 - 11,8 µm; N = 4; Me = 40,5 x 11,0 µm


    Lamellentrama-Hyphen
    Länge: schwer messbar, die längste die ich messen konnte war 166 µm, jedoch ist möglich dass noch viel längere vorhanden waren

    mush-15900.jpg

    Huthaut-Hyphen

    eine Cutis, nur in der Hutmitte aufsteigend, Pigment interzellulär, mit einigen klumpenartigen Anhäufungen
    Breite ohne Hyphen der Hutmitte: (5,0) 5,6 - 11,7 µm; N = 8; Me = 8,4 µm
    Breite nur Hyphen des Hut-Zentrums: 5,7 - 13,6 (13,6) µm; N = 4; Me = 10,8 µm

    mush-15901.jpg

    mush-15902.jpg

    mush-15903.jpg

    Hier schlüsselte ich und recherchierte sehr intensiv. Schließlich konnte ich den Fund eindeutig bestimmen.
    Dies auch auch dank Pablos hervorragender Beschreibung HIER.
    Es ist der Graublaustielige Zärtling (Entoloma lividocyanulum) - ein ganz toller Erstfund für mich:
    mush-13298.jpg

    mush-13299.jpg

    Das war's für heute....
    Ich hoffe Ihr hattet ein bisschen Spaß in Österreich und freue mich auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter

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