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letzter Beitrag von Beorn am

[geteilt] Lactarius obscuratus = Olivgrüner Erlenmilchling

  • Hallo Pablo,


    es sollte sich hierbei wohl um dieselbe Art handeln? Gefunden an einem Bachlauf bei Erlen auf ca. 800 m. ü.NN.



    Beste Grüsse,


    Matze

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  • Hallo, Matze!



    Nunja, nach den reichhaltigen Informationen und Ansichten hier kann ich es jedenfalls nicht zu 100% ausschließen. ;)
    Es wäre also theoretisch möglich, daß das irgendeine Art der Gattung Lactarius ist.


    Weil es aber unmöglich zu sagen ist, ob der Pilz zu >dieser Art< gehört, habe ich der Frage mal ein eigenes Thema gegeben. Bei den Portraits wird's sonst schwierig, wenn da auch ungeklärte Pilze drin sind. Das wäre ja nciht Sinn der Sache. ;)
    Aber vielleicht ahst du noch ein paar Infos, insbesondere zur Größe, Milch, Geschmack, eine Ansicht von unten und eines, wo man den Hut besser erkennen kann (vor allem mögliche Riefung oder feine Risse in der Huthaut).
    Dann könnte man sich immerhin mal annähern.



    LG, Pablo.

  • Es wäre also theoretisch möglich, daß das irgendeine Art der Gattung Lactarius ist.


    Hallo Pablo,


    also dass es sich um Lactarius sp. handelt, darauf können wir uns doch einigen, oder? ;)
    Wie gesagt, sehr feuchter Standort, Erlen waren auch dabei, die makroskopischen Merkmale passen zu deiner Beschreibung.


    Ich habe ferner mit den von dir genannten Verwechslern verglichen:


    Verwechslungen: Mit anderen kleinen, glatthütigen Milchlingen an feuchten Stellen bei Erlen.


    Der Genabelte Erlen –“ Milchling (Lactarius omphaliformis) kommt an den gleichen Standorten vor, ist aber nicht so streng festgelegt was die Bindung an einen Baum angeht (kann auch mit Birken und Weiden Mykorrhiza bilden); sein Hut ist meist tendenziell heller gefärbt und immer ohne Olivtöne; die Huthaut von L. omphaliformis bricht im Alter gerne auf.
    Der Großsporige Erlenmilchling (Lactarius cyathuliformis) sollte auch tendenziell etwas hellere Hutfarben haben, kann aber dabei auch Olivtöne zeigen; seine Milch soll auf weißem Tuch regelmäßig gilben, die Fruchtkörper sollen etwas stämmiger sein; das sicherste Trennmerkmal dürften die etwas größeren Sporen (bis über 11 μm) sein.


    ----> meine Exemplare eher schmächtig gebaut und ich denke zu oliv für L. cyathuliformis. Zu den Sporen kann ich leider nichts sagen.


    Im alpinen Bereich (Hochgebirge) bei Grünerlen kann man auf Lactarius obscuratus var. subalpinus (Gestreifter Grünerlen –“ Milchling) stoßen, dessen Hut keine Olivtöne aufweist und deutlicher gerieft sein soll. Ebenfalls alpin bei grünerlen kommt der Dunkelbraune Grünerlen –“ Milchling (Lactarius brunneohepaticus) vor, der dunklere Hutfarben (aber auch mit Olivton) hat, einen nur schwach gerieften Hut und im Exsikkat ockerfarbene Lamellen.


    ----> Fundort im Mittelgebirge ca. 800 m ü.NN und Olivtöne


    Bei Gröger (Regensburger Mykologische Schriften 17) wird außerdem ein Lactarius clethrophilus Romagnesi erwähnt, der sich durch besonders entfernt stehende, orangeockerliche Lamellen (im Exsikat besonders auffallend) unterscheidet.


    ----> Lamellen nicht sonderlich entfernt stehend



    Der Pfützen –“ Milchling (Lactarius lacunarum) hat eine anders aufgebaute Huthaut und schmeckt bitterlich.


    ----> müsste bei Feuchtigkeit deutlich dunkler sein


    Der Runzlige Zwergmilchling (Lactarius rostratus) riecht nach Blattwanzen und hat einen deutlich runzligen Hut.

    ----> Hh war nicht runzelig, Geruch nach Blattwanzen wäre mir in Erinnerung geblieben


    Der Flattermilchling (Lactarius tabidus) bildet größere Fruchtkörper, sein Sporenornament besteht aus mehr isolierten Warzen mit nur feinen verbindungslinien.


    ----> passt schon von der Größe her nicht


    Diese Herleitung erscheint dir vielleicht als gewagt, aber für mich ist L. obscuratus hier der beste Kandidat. :hmmnmz:


    Ich füge noch an Fotomaterial an, was ich auftreiben konnte.




    Beste Grüsse,


    matze

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  • Hallo, Matze!


    OK, immerhin die Lamellen und den Stiel hätten wir mal. :alright:
    Ich finde die Farben etwas sehr blass und gelblich (von der Hutmitte abgesehen), auch nicht wirklich auffallend oliv, trotzdem wäre L. obscuratus eine einigermaßen wahrscheinliche Lösung. Da hast du recht.
    Nur ist Wahrscheinlichkeit ja keine Bestimmung. Zumal ich die meisten ähnlichen Arten noch nicht in der Hand hatte, aber so ein paar details machen mich hier eben stutzig, so daß ich den Fund schon ganz genau angucken würde um zu einer sicheren Bestimmung zu kommen.



    LG, Pablo.

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