Beiträge von sarifa

    Sandborstling...? Glaub ich dir sofort! :D
    Nee, im Ernst, da gucke ich nochmal nach. Bin irgendwie ohne Nachdenken bei Peziza hängengeblieben, tu mich aber schwer mit diesen ganzen Bechern. Zedern nicht, aber Wacholder - gehört der nicht auch zu den Zederngewächsen?

    Haha, das geht ja gut los! :D Nicht mal die Hälfte hab ich!


    Hasilein war's also... und ich hab mich durch sämtliche weiße Porlingsarten geklickt... Hätte ich ja auch einfacher haben können, den hab ich schließlich schon gefunden und fotografiert.


    Schick, schick, gerne mehr, Jan-Arne! :thumbup:

    Liebe trockenheitsgeplagten Zentraleuropäer,


    lasst mich euch ein bisschen neidisch machen auf unsere mediterranen Niederschlagsmengen und die daraus resultierende Pilzpracht... :evil:


    Geplant war ein erster Erkundungstrip in die Berge, denn es hat vor zwei Wochen kräftig geregnet. Normalerweise geht's erst ab Ende September los, aber der Regen machte Hoffnung. Und als ich das Auto parkte, standen direkt neben mir am Straßenrand schon zwei Kaiserlinge. Ging gut los! ==8


    Aber nun mal der Reihe nach. Zuerst in den Tannen-Eichen-Bergwald.


    01 Lila Rettichhelmling, Mycena pura, mit schön eindeutigem Geruch.



    02 Genabelter Zähling, Lentinellus micheneri. Dank APR sofort erkannt!



    03 + 04 Schwarzhaariger Wurzelrübling, Xerula melanotricha




    05 Peziza Borstenbecherling, Humaria (danke alle!) mit Helmlingsgesellschaft



    06 Orangeroter Heftnabeling - Rickenella fibula



    07 Tiegelteuerling, Crucibulum laeve




    08-10 Mein persönliches Highlight und Erstfund: Scharfer Korkstacheling, Hydnellum peckii





    11 vermutlich der graue Keulenpilz, Clavulina cinerea



    12 Lachsreizker, Lactarius salmonicolor



    13 Flaschenstäubling, Lycoperdon perlatum



    14+15 Ein interessanter, komplett gelber Röhrling, der hier schon diskutiert wurde. Könnte eine gelbe Form des Aprikosenfarbenen Röhrlings,Rheubarbariboletus armeniacus, oder des Pfirsichfarbenen, Rheubarbariboletus persicolor sein. Mir wurde gerade angeboten, den zu mikroskopieren und zu sequenzieren, das Rätsel wird sich also hoffentlich lösen!




    Kommen wir mal zum kulinarisch interessanteren Teil des Beitrags...


    16 Parasol, Macrolepiota procera. In sehr groß 8|



    17 Sommersteinpilz, Boletus reticulatus. Ungefähr 25 wunderschöne, wurmfreie Exemplare...



    18 Rotfuß. Da gibt's ja mehrere Arten, ist mir recht schnuppe - interessanter war hier, dass sie alle knacking und wurmfrei waren ;)



    19+20 Flockenstieliger Hexenröhrling, Boletus luridiformis. Einmal ohne, einmal mit Pilzfreund... Traue mich aber nicht, den zu essen - in Deutschland hätte ich den sofort verputzt, hier gibt es aber so viele rotporige, zum Teil giftige Röhrlinge, dass ich den erstmal ganz sicher von denen abgrenzen können will... Außerdem habe ich den tatsächlich noch nicht oft gefunden - in Griechenland ein Erstfund für mich!




    21 Tierische Begegnung: Äskulapnatter, Zamenis longissimus




    Dann raus aus dem Tannenwald, rein in den nahen Eichenwald. Hah! Denkste! Keine 15 Minuten habe ich es da ausgehalten: so viele Fliegen! Klein, schwarze Wolken bildend, und in alle verfügbaren Körperöffnungen kriechend! Grausam! Fotos machen ging kaum - sofort hatte man hunderte Fliegen im Gesicht und in den Augen sitzen.


    Trotzdem, ein paar schnelle Funde, für die sich die Qual gelohnt hat:


    22+23 Bronzeröhrling, Boletus aereus




    24+25 Farbtupfer zum Schluss: Kaiserlinge, Amanita caesaria





    Soweit erstmal die Ausbeute! :) Daneben gab's noch einige Täublinge, rotporige Röhrlinge und den ein oder anderen Lamellenpilz, an denen sitze ich aber noch und bestimme ein bisschen herum.

    Hallo Oehrling,


    Auf Holz wuchs der - bzw im Moos auf einem sehr überwucherten Stumpf. Holzröhrling ist durchaus noch im Rennen, aber ich habe da einfach auch zu wenig Erfahrung und zu wenig Literatur und Bilder. Sind ja auch nicht so richtig häufige Pilze.


    Mir wurde gerade angeboten, den zu mikroskopieren und zu sequenzieren, der macht sich also in ein paar Tagen auf die Reise nach Italien. :) Bin gespannt, was dann dabei herauskommt.

    Klingt perfekt, Tuppie!!



    Ich liebe diese verdammt teuren Whiskys leider auch viel mehr als sie ich mir leisten kann... ;) Tolles Geschenk!



    Hatte ich schon erwähnt, dass es heute bei mir Kaiserlings-und-Steinpilzrisotto gibt? :saint:

    Hallo Pablo,



    Auf FB in der Mittelmeer-Fungi-Gruppe scheint man auch zwischen X. armeniacus (an die ganzen neuen Namen muss ich mich erst gewöhnen, ich bleib erstmal konservativ bei Xerocomus ;) ) und Buchwaldoboletus hemichrysus zu schwanken (hier ein Portrait zu B hemichrysus, zumindest die Fotos sollten verständlich sein). [Edit: Boris Assyov schlägt X. persicus vor.]


    Gefällt mir auch noch nicht so ganz 100%, könnte aber auch in Frage kommen. Aber wie gesagt: ich hatte ja nur ein einziges, junges Exemplar, das macht die Sache nicht einfacher...

    Hallo ihr!


    Danke schon mal für eure Antworten.


    X. armenicus kann also auch Gelb? 8|


    Den hatte ich letztes jahr auch mal (oder X. persicolor, einer der beiden, weiß ich nicht mehr) bei dem war war der Hut doch recht anders gefärbt, eher wie auf den ersten Bildern, und auch filziger. Aber vom Habitus und der Verfärbung kommt das schon hin - mit der Einschränkung dass bei X. armenicus die Verfärbung deutlich kräftiger sein sollten, wie du schon sagst, Pablo. Hmmm, aber wenn der auch Gelb kann, könnte das schon sein!


    Bei diesem ist der Hut schon recht glatt, aber keinesfalls schmierig beim Befeuchten. Suillus passt mir irgendwie gar nicht hier - aber ich kann mich natürlich irren.


    Ich schick das Bild nochmal an die Mittelmeer-Pilz-FB-Gruppe,vielleicht haben die auch noch eine Idee...Ansonsten guck ich mal bei armenicus weiter und lese mich da nochmal schlau.


    Edit: Halt, Einspruch: X. armenicus soll bei Druck auf Stiel bläuen (sagt Boris Assyov). Und tat mein letztjähriges Exemplar auch. Dieser nicht. Darf das wegfallen? Oder im Jungstadium vielleicht noch nicht vorkommen (junge Maronen bläuen ja auch nicht immer...) ?

    Hallo Wissende,


    gestern habe ich in einem Eichen-Tannen-Wacholder-Mischwald (Peloponnes, Griechenland, ca 900m Höhe) einen kleinen gelben Röhrling gefunden, den ich nicht zuordnen kann.


    Das Exemplar war noch jung, ca 2cm Hutdurchmesser - kann also sein, dass nicht alle Merkmale komplett ausgebildet sind, besonders die Farben könnten sich noch ändern. Trotzdem tu' ich mich schwer mit dem - so viele komplett gelbe Röhrlinge gibt es ja nicht. Boletales.com habe ich glaube ich inzwischen komplett durchgesucht, aber bin zu keinem eindeutigen Schluss gekommen - es sei denn, ich habe irgendwas übersehen.



    Boletus junquilleus passt mir nicht, weil mein Exemplar nirgendwo blaut, nicht auf dem Hut, nicht am Stiel, nicht an den Röhren - allenfalls ganz leicht im Schnitt. Außerdem würde ich bei der Größe einen "boletigeren" Wuchs erwarten, mit keuligem Fuß - bei meinem läuft der spindelig zu.


    Buchwaldoboletus sp. wäre vielleicht noch eine Option, aber dazu fehlen mir die Bildvergleiche und ausführliche Beschreibungen, im Netz gibt es zwar Bilder, aber ich weiß nicht, wie vertrauenswürdig die sind. Zudem weiß ich nicht, wie sehr das Habitat da passt: B. lignicola soll auf Kiefer, Lärche oder Douglasie vorkommen (gab's da auf keinen Fall), B. sphaerocephalus auf Nadelholz, hauptsächlich Kiefer. An Nadelholz gab's da nur Tanne und Wacholder.


    Andere komplett gelbe Röhrlinge habe ich bis jetzt nicht gefunden (Schmierröhrlinge und Raufüße kann ich hier ausschließen, da passt zuviel nicht). Tendenziell würde ich den irgendwo bei den Filzröhrlingen einordnen, aber komme nicht weiter. Irgendjemand eine Idee? Vielleicht ist der auch einfach noch zu jung zum Bestimmen...



    Daten & Bilder:


    Standort: Eichen-Tannen-Wacholder-Mischwald (Peloponnes, Griechenland, ca 900m Höhe), auf moosbewachsenem Baumstumpf / Holz
    Größe: junges Exemplar, ca 2 cm Hutdurchmesser, ca 3,5 cm Höhe
    Hut: halbkugelig, hellgelb, auf Druck/Verletzung und nach Transport leicht bräunlich verfärbend, glatt bis samtig, nicht schmierig
    Röhren: gelb, mit gelben Poren; Poren bei Verletzung leicht bräunend, Röhren allenfalls im Anschnitt direkt neben dem Stiel leicht bläuend.
    Fleisch: hellgelb, in der unteren Hälfte des Stiels rötlich, beim Anschnitt im oberen Teil des Stiels auf Höhe des Hutes ganz leicht bläuend
    Stiel: gelblich, glatt, ganz leicht bräunlich überfasert, ohne Netz (Röhren laufen leicht am oberen Teil herab, so dass eventuell ein Netz-Eindruck ersteht), untere Hälfte des Stiels rötlich. Leicht spindelförmig (am unteren Teil zulaufend). Auf Druck unverändert, eventuell leicht bräunlich fleckend (aber keinesfalls blau)
    Geruch: unbedeutend











    Danke für Ideen!

    Wartet nur alle ab, bis sich die hier allgegenwärtige Tigermücke auch bei euch überall eingenistet hat! Die macht uns hier im Süden das Leben schwer - besonders, weil sie tagsüber aktiv ist! Tags der Tiger, nachts das normale Geviech! Grausam, sag ich euch! Und die Stiche jucken dreimal so schlimm wie die "normalen".... :(

    Na, dann hoffen wir mal für dich auf kräftigen Regen, Mausmann! Denn sonst ist das mit dem Urlaub ja blöd, wenn's keine Pilze zum Gucken gibt!

    Hallo Jörg,


    das Foto ist aus Griechenland. Auf dem Balkan ist kommt die Art ja ziemlich überall vor, aber Schwarzwald ist ja schon ganz schön weit nördlich! Wahnsinn! Schade, dass sich die Population da nicht halten konnte.


    Dir auch ein schönes Wochenende!

    Hallo Marco und Heidi,


    Keine Angst - das Ganze war nicht gefährlich. Dass es eine Viper ist, wusste ich ja, nur nicht welche. Und Vipern sind ja alle gefährlich. Aber bei der Größe (das war wirklich noch ein Baby) - und mit einem guten 100er Makroobjektiv mit Stativ und Fernauslöser passiert da wirklich nichts. :)


    Und wie Pablo schon sagt, so schnell beißen die nicht. Da müssen die sich schon wirklich bedroht fühlen, und das merkt man an deren Verhalten schon bevor sie dann als letztes Mittel wirklich zubeißen.


    Wäre sie einen halben Meter länger gewesen, hätte ich da doch etwas mehr Respekt gehabt. :D


    ... wie man immer näher herangeht, um das Tier bloß nicht zu verscheuchen und die Luft anhält, um beim Fotografieren nicht zu wackeln...


    ....... oder einem trotz der Winzigkeit doch mulmig wird wenn sie plötzlich bei nur noch 5cm Abstand nervös züngelt –” denn das ist eine der giftigesten Schlangen Europas, und Bisse der Ausgewachsenen sind tödlich... :D


    (das habe ich natürlich auch erst hinterher zu Hause nachgelesen :shy: )

    Ganz verspätet lese ich gerade diesen Beitrag (mangels Pilzen in der Natur stöbere ich durch alte Beiträge), aber muss mein Lob doch noch loswerden!


    Ein Genuss, Peter! Wunderbar, fühle ich mich doch gleich in wilde grüne Natur versetzt, mit plätschernden Bächen, zirpenden Insekten und Pilzduft!