Beiträge von Ingo W

    Hallo Pablo!


    H. fagineus ist schon das Wahrscheinlichste.
    Allerdings habe ich auf Buchencupulen auch schon mal einen anderen Hymenoscyphus gefunden, bin da auf H. rokebyensis gekommen:

    Kann schon sein, dass da durchaus auch andere Arten drauf wachsen. Der hier wurde leider wieder nicht bestimmt, auch auf Fagus-Cupule:


    Zum Thema H. fructigenus möchte ich anmerken, dass ich da nicht ganz Björns Meinung bin.
    Mag sein, dass sich womöglich je nach Standort/Substrat die Becherchen nochmal geringfügig untereinander unterscheiden und man sie deshalb in Formen oder Varietäten aufteilen kann (z.B. var. carpini an Samen von Hainbuche), aber es gibt da schon allerhand Substrat, wo man "fructigenusse" finden kann, eben meist an irgendwelchen Samen oder Früchten oder Fruchtschalen.
    Ich finde es deshalb nicht völlig ausgeschlossen, dass sich der auch mal an Cupulen vergreift.


    Jetzt nochmal zu den Farben: viele Hymenoscyphus-Arten sind ja irgendwie Ockerlich oder Gelb. Allerdings kann man genau die Arten auch weiß finden, nämlich dann, wenn sie z.B. in der Streuschicht kein Licht abbekommen.


    Meine letztwöchigen Eichelschalenbewohner sahen so aus:

    Leider haben sie es nicht unters Mikro geschafft, vermutlich dennoch H. fructigenus mit Lichtmangel, da fast 2 Wochen Regen und Nebel.


    VG Ingo W

    Hallo MM!


    Ich bin hier der Skeptiker, also nicht persönlich nehmen!

    Zitat


    Nachtrag: Der Pilz ist ganz glatt, auf der Unterseite sind keine Poren o.ä. zu erkennen...


    Dennoch sind da welche!


    Zitat


    Sie wuchsen auf totem Fichtenholz–¦


    Stimmt nicht, war Birke.


    VG Ingo W

    Hallo Cleome!


    Ok., mit den Maßen schließt sich dann der Matschbewohner Laccaria tortilis aus, der habituell sowieso nicht gepasst hätte.
    Meiner Meinung nach ist das wahrscheinlichste Laccaria laccata s.l. (Rötlicher Lacktrichterling), zu dem dann aber natürlich kein Schokoladengeruch gehört.
    http://www.pilzfotopage.de/Aga…des/Laccaria_laccata.html


    Denke, ein weiteres Diskutieren lohnt nicht. Man muss die Forengemeinde einfach besser versorgen mit den entsprechenden und mehr Bildern.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ja gut, natürlich kann man alles mit jedem verwechseln.
    Ich gehe bei den Verwechslungs-Kandidaten schon davon aus, dass man das Substrat erkannt hat. Zwar gibt es auch Mollisien (Weichbecherchen) an Him- und Brombeere, aber so derart haarige sind mir da noch nicht begegnet.
    Ist wie bei großen Pilzen: wenn man sie oft genug gesehen hat, geht da schon was.


    Hi Björn!


    Sagt der Richtige! :)


    VG Ingo W

    Hallo MelChr!


    Der Perlpilz sollte stimmen, beim Violetten Rötelritterling irrst du dich. Da habt ihr Schleierlinge (Cortinarius) gesammelt.
    Versuch doch das nächste Mal die Bilder in ihrer realen Farbe einzustellen. Zwischen Bild 1 und 2 liegen ja Welten, obwohl es die gleiche Kollektion ist!
    Vollständige Pilze wären auch nicht schlecht, denn Merkmale können z.B. auch an der Stielbasis zu finden sein.


    Trotzdem wäre es leichtsinnig deinerseits Pilze zu essen, weil irgendjemand in irgeneinem Forum meint, deine Pilze zu erkennen.


    VG Ingo W

    Hallo Cleome!


    Also erinnern tut mich das Bild an die Gattung Laccaria (Lacktrichterling).
    Wie wir dann aber die scheinbar dunkle Stielbasis unterbringen?
    Speziell auf matschigem Boden gäbe es da sogar eine Art. Aber an die glaube ich nicht wirklich.
    Ist halt trotzdem mit dem nur einen Bild etwas mau. Eventuelle Auffälligkeiten am Pilz sowie Größenzuordnungen wären beim nächsten Pilz gern gesehen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Pyrenopeziza rubi, zu deutsch vielleicht Mehrfarbiges Rubus-Einsenkbecherchen?


    Der Becher wächst an toten Ruten von sowohl Him- als auch Brombeere. Wie bekommt man das namentlich anders als mit "Rubus" unter einen Hut?



    Makroskopisch kann er bezüglich der Farbe schon recht unterschiedlich aussehen je nach Alter, Abtrocknung und eventuell Schädigung.
    Ist auf 2 älteren Foto noch besser zu sehen:


    Die Art ist recht verbreitet und gut zu finden, auch kaum zu verwechseln.
    Ok., vielleicht mit dem etwas selteneren Karamellfarbenen Einsenkbecher (Pyrenopeziza/Niptera dilutella), welcher ebenfalls auf Rubus wächst.
    http://www.pilzforum.eu/board/…tella?highlight=dilutella


    Eine weitere Verwechslungs-Art soll Pyrenopeziza escharodes sein. An die glaube ich aber nicht mehr. Soll sich durch auffälliges Herausbrechen aus dem Substrat unterscheiden. Ich glaube P. rubi und P. escharodes ist der gleiche Pilz.


    Mikros zu P. rubi:



    VG Ingo W

    Hallo Georg!


    Warum kannst du nicht einfach ein paar Bilder einstellen?

    Zitat


    Gibt es diese beschriebenen schmächtigen Perlpilze im Nadelwald....


    Es gibt eine Kümmer-Varietät vom Perlpilz, die schon nicht schlecht zu deiner Beschreibung passt, nämlich Amanita rubescens var. annulosulphurea Gillet.


    Die hat neben der kümmerlichen Erscheinung einen gelben Ring am Stiel, kannst ja hier mal reinschauen (der Zapfen im Hintergrund der kleinen gelbringigen von Beitrag 4 möge dir bei der Größenvorstellung der vorgeschlagenen Art helfen!):
    http://www.pilzforum.eu/board/…ns-var-rubescens-perlpilz


    VG Ingo W

    Hallo Hans!


    Magst du mal bei deinem Lamellen-Bild Pfeile hinsetzen, wo du meinst, dass die Lamellenschneiden grob gezahnt sind. Ich sehe da nichts.
    Du bist aber nicht auf die Idee gekommen, das von der Schnecke so abgefressene Profil als gezahnt zu interpretieren?


    VG Ingo W

    Hallo Anna!


    So sieht Mycena inclinata (Buntstieliger Helmling) aus.
    Nachdem du es schon von allein schreibst, sonst hätte ich dich nochmal draufgehetzt: nur M. inclinata stinkt so herrlich einzigartig ranzig. Dabei wird der maximal im Hintergrund gering vorhandene mehlartige Geruch völlig übertüncht.


    Das vermutete Eichenholz genau in dieser Erscheinung passt ebenfalls ideal dazu.


    VG Ingo W


    P.S.:

    Zitat


    ....fallen mir die freien Lamellen....


    also "frei" sind die Lamellen, wenn sie keinerlei Verbindung zum Stiel haben.
    Ich denke, hier müssen wir uns auf "austeigend angewachsen und mit Zähnchen herablaufend" einigen.

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Wenn das eine crocea sein soll, dann werde ich nie mehr im Leben einen Scheidenstreifling auch nur ansehen.


    Keine Angst Pablo, du darfst weiterhin Scheidenstreiflinge anschauen.
    Das ist ohne Zweifel Amanita fulva (Rotbrauner Streifling).
    Der Fehler muss woanders liegen, entweder beim Phenol, bei der Farbauslegung, bei der Bewertung/Bedeutung oder sonstwo.


    Wenn ich wieder mal Erbsenzähler spielen würde, müsste man auch noch mal über den genatterten Stiel (hier ist mitunter auch die Richtung der Natterung aufzuzeigen, ob um den Stiel herum oder in der Senkrechten), die gezähnten Lamellen (wo sollen da gezähnte sein?) und deren beige Farbe (bitte mal nach "beige" googeln!) diskutieren.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Also theoretisch nach der gezeigten Hutfarbe, den relativ stämmigen Fruchtkörpern, der Hutbeflockung in der Randnähe hätte ich auf den Ziegelroten getippt.


    Aber, und jetzt kommt das, das auch Pablo meint:
    Die Farben auf den Fotos scheinen wohl zu täuschen, denn Hans spricht von einem schwefelgelben Stiel. Das würde nun wieder voll zum Grünblättrigen tendieren, unterstützt von "Geschmack sehr bitter".


    Eines der besten Kennzeichen ist m.M. nach die neon-grüngelbe Stielspitze beim Grünblättrigen.
    Leider lässt sich diese Farbe schlecht abbilden und fehlt deshalb oft auf den Fotos, obwohl sie in natura durchaus vorhanden ist.
    Hier kommt es ganz gut. Nur links sind die Grünblättrigen:
    http://commons.wikimedia.org/w…iculare,_H._capnoides.JPG


    Mir wäre das also recht, wenn man genau nach dieser Farbe noch mal schaut oder vielleicht zusätzlich noch geblitzte Bilder einstellen könnte.


    VG Ingo W

    Hallo MM!


    Ich möchte das von Ralf gesagte gern unterstreichen. Ich finde, er hat das Wesentliche sehr schön zum Ausdruck gebracht.


    Beim Ernten der Speisepilze machst du dir schon die richtigen Gedanken. Man braucht am Standort ja nicht jeden offensichtlich würmigen, matschigen oder überständigen Pilzfruchtkörper herauszunehmen. Wenn man die einfach stehen lässt, spricht nichts dagegen, dann die knackigen zu ernten.


    Es ist wirklich so: für die Pilzarten ist es viel wichtiger, die entsprechenden Biotope zu erhalten, zu fördern, wiederzuerschaffen als dem Menschen einzureden, sein Sammelverhalten könnte groß was zur Artenvielfalt beitragen.
    Schließlich sind die Pilzfruchtkörper nicht nur Fortpflanzungsorgan, sondern gleichzeitig auch Nahrungsquelle von Tieren. Die Schnecken und Würmer kann ich schließlich auch schlecht zur Rechenschaft ziehen.
    Ich denke also schon, dass auch die nahrungsorientierte Verwertung der Pilzfruchtkörper im Laufe der Evolution mit einberechnet ist, vielleicht ist sie sogar förderlich und ein gewollter Bestandteil für die Verbreitung der Art?


    Natürlich sind solche menschlichen Abernte-Kolonnen, wie es sie in Grenzgebieten gibt, sicherlich außerhalb des Verträglichen.


    Was ich sagen will: wenn man sich halbwegs vernünftig im Wald bewegt und etwas Respekt vor der Natur hat, braucht es keine Regeln.
    Leider gibt es aber eben auch unvernünftige Menschen, deshalb vielleicht solche Gesetze, Verordnungen, Richtlinien.


    Ein Fakt für mich ist auf jeden Fall, dass man dem Menschen schon ein schlechtes Gewissen einreden kann, er wäre durch unsachgemäßes Pilzabernten schuld am Rückgang mancher Pilzarten und dadurch schön vor dem neugeplanten Industrie-Standort, Einkaufszentrum, Vergnügungspark, welches man vor der Stadt errichten will, ablenken kann.


    Hat mal jemand überlegt, ob durch regelmäßiges Abernten nicht vielleicht sogar das Myzel dazu angeregt wird, noch mehr Pilzfruchtkörper zu produzieren ähnlich einem Busch mit schönen Blumen. Die werden auch zurückgeschnitten, damit immer wieder was nachkommt. Gehen die deswegen ein?
    Gab ´s da nicht mal eine Testreihe, wo man feststellte, dass in den osteuropäischen Ländern (wo die Pilze für Vermarktungszwecke auch für Deutschland) regelmäßig und flächendeckend abgeerntet werden, das Pilzaufkommen im nächsten Jahr und auch den Jahren danach sich nicht von Testflächen unterschied, wo man keinen Menschen mehr in das entsprechende Areal ließ?


    VG Ingo W

    Hallo magicdietz!

    Zitat


    Bin ich mit dem Süßriechenden Fälbling in der richtigen Ecke der Bestimmung, oder bin komplett auf dem falschen Pfad?


    Schätze mal, mit dem Süßriechenden Fälbling meinst du H. sacchariolens?
    Schreib doch mal was über die Hutbreite und weitere Merkmale? Schneide ihn mal der Länge nach durch, ist Geruch angekratzt auch noch süß?


    H. sacchariolens (Süßriechender Fälbling) kann ich mir, ehrlich gesagt, bei deinem Pilz nicht so richtig vorstellen. Den hätte ich habituell und farblich irgendwie anders in Erinnerung.


    VG Ingo W

    Hallo Joli!


    Zitat


    Soll ich sonst noch auf etwas achten, um eine Risspilz makroskopisch bestimmen zu können?


    Wie bereits schon erwähnt, wird es einem "Risspilz-Wenigkundigen" sehr schwer fallen mit einer sicheren Bestimmung nur nach makroskopischen Gesichtspunkten. Zumindest bei der überwiegenden Zahl der Arten.
    Sowas traue ich maximal den Risspilz-Profis zu, die dann bei einem Fund vor Ort auch immer gute Ideen haben und 3-4 Arten vorschlagen, die es sein könnten. Aber diese Profis haben meist schon Hunderte auseinandergelegt.


    Tja, und auf was soll man achten, um wenigstens in die Nähe der Wahrheit zu kommen? Ist eigentlich wie immer bei den Pilzen. Auffälligkeiten herausfinden, Baumpartner eingrenzen, Geruch definieren, Stielbekleidung versuchen einzuschätzen, Farbgebung von jung bis alt beobachten, Stielknolle nicht unbeachtet lassen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ich traue M. adscendens (Zarter Helmling) eigentlich jegliches Laubholz zu, auch Nussschalen.


    Hach, dabei steht der Unterschied hier zu M. nucicola (Nuss-Helmling) so schön beschrieben:
    http://home.online.no/~araronse/Mycenakey/adscendens.htm


    Also ich könnte sie makroskopisch (noch) nicht unterscheiden.
    Naja, dann zitiere ich halt mal als Antwort einen wissenden Menschen:

    Zitat


    Die klarste Info, die hier herauskommen wird, ist Folgende: "Du brauchst ein Mikro." Wink


    Ich hatte mal einen Fund an Haselnuss, da bin ich sogar auf Mycena tenuispinosa (Stachelhütiger Helmling) gekommen. Ist aber äußerst unsicher.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Der Geschmack ist dabei aber wirklich kein konstantes Kriterium, oder?


    Weiß ich nicht so recht. Über diese Schwelle mit Ol. lacteus/tephroleucus und Tyromyces chioneus bin ich bis jetzt nicht drüber gekommen bzw. jedes Mal, wenn ich gedacht habe, ich bin drüber, hat mich irgendwer wieder zurückgeschubst.
    In ihrer typischen Erscheinung geht der Makro-Einschätzungs-Gedanke wohl meist in die richtige Richtung.
    Aber dann gibt es immer wieder diese bösartigen Aufsammlungen, du weißt schon.....


    VG Ingo W