Hallo!
Eine Thematik, die so schnell momentan nicht für jeden zu verstehen sein wird.
Ausgezeichnet und auf den aktuellsten Stand zusammengefasst ist ein Artikel mit Schlüssel und Bildern in der Pilzzeitschrift "TINTLING" in der fast aktuellen Ausgabe 83, in dem sich Gernot Fr. sehr große Mühe machte, das alles auseinanderzudröseln und sämtliche Schwierigkeiten aufzeigt.
Völlig verwirrend ist momentan die ganze Diskussion, wenn in den Beiträgen nur einseitig mit entweder nur deutschen oder nur wissenschaftlichen Namen hantiert wird.
Das, was früher, also in älteren Pilzbüchern, als Macrolepiota rachodes (Wald-Safranschirmling) bezeichnet wurde, ist keineswegs in der neueren Auffassung Chlorophyllum rachodes (Keulenstieliger Garten-Safranschirmling).
Ich selbst kann mich mit der Eingangs-Beschreibung "Ring einfach" schon nicht anfreunden. Bild 2 Hintergrundpilz = Bild 3 zeigen eindeutig einen "Doppelten Ring", also einen Ring mit "Laufrille".
Damit fällt schon mal der giftige Chlorophyllum brunneum (=?Chlorophyllum venenatum) = Gerandetknolliger Garten-Safranschirmling flach.
Weiteres Problem wäre bei der Foto-Einstellung die Einschätzung des Kontrastes der Hutschuppen zur restlichen Hutoberfläche. Sehe ich bei Bild 1 doch sehr deutlich rotbraune Hutschuppen kontrastierend zu einem fast weißen Untergrund egalisiert sich der ganze Sachverhalt auf Bild 4 rechts oben (Hutschuppen und Untergrund farblich fast identisch).
Gefühlsmäßig würde ich auf Chlorophyllum olivieri (= Macrolepiota rachodes im älteren Sinn = Wald-Safranschirmling) tippen, aber allein mit Gefühl sollte man wohl keine Pilze bestimmen wollen.
Achso: beim Link zu "123-Pilze" bezweifele ich die genannte Art Macrolepiota "venenata" natürlich ebenfalls.
VG Ingo W
