Beiträge von Ingo W

    Hallo Dave!


    Ich nehme dich auch ernst. Aber wie schon angedeutet, genau dieser Plan wird mit der mir bekannten Menschheit nicht aufgehen:

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    Stellt euch mal vor es klappt und jeder Pilzesammler kann einfach nachprüfen ob der Pilz giftig ist


    Nehmen wir an, du findest eine billige, für jedermann handhabbare Nachweismethode für das Gift des Pantherpilzes.
    Die Speisepilzsammler würden also die Methode anwenden, um festzustellen, dass sich bei ihren Perlpilzen (Amanita rubescens) und Grauen Wulstlingen (Amanita spissa/excelsa) kein Pantherpilz im Korb befindet.
    Im Bergland würden sie sich dann halt mit dem Braunen Fliegenpilz (Amanita regalis) vergiften, der andere Gifte in sich hat als die Nachzuweisenden und auch irgendwie so ähnlich aussieht.


    Dieses Beispiel könnte man auf jeden bösartig giftigen Pilz erweitern. Irgendwie gibt es keine bessere Sicherheit als Kenntnis.
    Einem Laien jetzt einen Teststreifen zu übergeben, der sie vor giftigen Pilzen schützt, erscheint mir momentan aufgrund der Vielfältigkeit der Gifte in der Tat recht blauäugig.


    Macht aber nichts, eine Nachweismethode für ein bestimmtes Gift hätte ganz andere Vorteile, nämlich den spezifischen Nachweis eines bestimmten Giftes nach Konsumierung. Wertvoll für die zielgerichtete Behandlung nach "Genuss".


    Insofern: lass dich nicht abhalten von deiner Idee, ist aber inzwischen tatsächlich schwierig noch die ganz Bösen zu finden.


    VG Ingo W


    Edit: Also ich finde das Nachfragen von Dave jetzt auch nicht so problematisch, dass man darüber nachdenken müsste, dass er das Forum untergräbt und entfernt werden muss. Da muss ich Stephan rechtgeben.

    Hallo *Jürgen*!


    Was meinst du mit

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    ....die hüte nicht so rund, lamellen sichtbarer....


    Ich sehe da keinen Unterschied.

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    ....hab meine gelbfüße meist in fast reinen laubwäldern gefunden, buchen, erlen, ahorn und eichen.....


    Naja, was bedeutet in "fast reinen Laubwäldern"? Eine Kiefer stand trotzdem in der Nähe. Wetten dass?


    VG Ingo W

    Hallo Mario!

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    ....auf druck und beim ankratzen ist eine gilbung zu erkennen


    Wie schon Pablo schreibt, auch ich habe ein promptes Verletzungsgilben nie bei der Art gesehen, glaube ich auch nicht dran.
    Die Beschreibung des Habitats

    Zitat


    ....ist bei mir in Garten zwischen einigen Sträuche von Prunus spinosa....


    allerdings kommt mir sehr bekannt vor. So, wie ihn Pablo schon gefunden hat (reine Buchenwälder, Kiefernwälder), so kenne ich das nicht. Bedeutet aber sicher nichts, denn so oft finde ich den auch nicht.
    @ Pablo: waren die Fundorte dort wenigstens an etwas lichten Stellen oder mitten im Wald?


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


    Ich kann da allerdings nur wie bei einem Rätsel antworten: rein gefühlsmäßig, der rosa Farben wegen, würde ich auf einen Perlpilz tippen. Allerdings kann ich eine Manschettenriefung nicht nachvollziehen auf dem Bild, wie es sein müsste.


    VG Ingo W

    Hallo Oddo!


    Erster Gedanke: Mönchskopf (Cl. geotropa).
    Fuchsige Rötelritterlinge/Trichterlinge (L./Cl. flaccida) schließe ich persönlich aus, schon der Farbe wegen und erst recht wegen der Größe.

    Zitat


    Der Geruch ist nicht schlecht.


    Da müssten wir allerdings noch etwas spezifischer werden. Also Mönchsköpfe riechen eigentlich gut erriechbar nach Bittermandel.


    VG Ingo W

    Hallo Rainer!


    Will da ja kein Erbsenzähler sein und E. Ludwig ist sowieso einer der besten, aber die Aussage "Lamellen weit herablaufend" wäre für mich für Ps. cyathiformis (Kaffeebrauner Gabeltrichterling) stark diskussionswürdig. Siehe prima Längsschnitt von Toms jüngerem Exemplar oder auch sämtliche richtig bestimmten Bilder der Art im Netz.


    VG Ingo W

    Hallo Lothar!

    Zitat


    Darf ich fragen, ob Du eine Meinung zu dem gezeigten Pilz hast? Ist die Bestimmung ok?


    Also ich denke, dass bisher nichts dagegenspricht.
    Selbst würde ich eben dann versuchen, mir das auch mikroskopisch zu bestätigen. Bei Entolomen kann ich nicht wirklich mitreden oder eine sichere Makro-Einschätzung geben.
    Schätze aber, falls sich Andreas (AKCCM) als Rötlings-Liebhaber hierher verirrt, dass er nichts anderes sagt und sicherheitshalber ebenfalls die Mikros einfordern würde.


    VG Ingo W

    Hallo Tom!


    Schöne Vergleichsbilder von jung zu alt. Ich sehe auch den Kaffeebraunen Gabeltrichterling (Pseudoclitocybe cyathiformis), beim jungen Fruchtkörper noch sicherer als beim älteren.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Mit deiner recht überzeugenden Geruchsangabe bei Nr. 1 käme Clitocybe phaeophtalma (Ranziger Trichterling) mit ins Spiel, der aber leider nicht so dunkel ist. Also wird es wohl doch garantielos auf Cl. ditopa hinauslaufen.
    Solche Kollektionen sind schon wertvoll, nützen aber nur, wenn man auch reinschauen kann.
    Wer weiß, vielleicht spielt beim 2. schon ein Graublatt (Lyophyllum/Tephrocybe) mit?


    Vielleicht noch eine Passage bezüglich Clitocybe und Monographie.
    http://forum.fungiworld.com/index.php?topic=2960.5;wap2


    VG Ingo W

    Hallo Jürgen!


    Beispiele für fehlbestimmte Pilzbilder findest du reichlich im Netz.
    Manch einer sieht das nicht so verbissen, und beim Bildvergleich mit dem 50-Arten-Pilzbuch "Alle wichtigen europäischen Großpilzarten" von Pilzfried Gernegroß hat eben die Flammulina dem abgebildeten Grünblättrigen Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) am ähnlichsten gesehen. Dass dabei die schwarzen Sporen an Stiel und Hutrand nicht zu einem Weißsporer passen, juckt diese Leute herzlich wenig.


    Beim Stockschwämmchen muss die Untertitelung Pholiota nicht falsch sein, mitunter wird es auch in dieser Gattung geführt.


    VG Ingo W

    Hallo Michael!


    Mit Näherbefassen meine ich, dass du in der Lage bist, den zu bestimmenden Pilz so gut wie möglich zu beschreiben mit all seinen Eigenarten oder eben die Details fotografierst, damit man sich als Hilfswilliger ein Bild davon machen kann.
    Anregung dazu findest du z.B. hier:
    http://www.pilzforum.eu/board/…ngaben-zur-pilzbestimmung


    Verstehe mich richtig, wenn ich bei deinem Pilz 1 z.B. fragen würde, welche Farben denn die Lamellen haben oder bei deinem zuletzteingestellten wissen wollte, ob er eine keulige Stielbasis hat, wären wir wahrscheinlich schnell am Ende.


    VG Ingo W

    Krummsporiger Tatra-Becherling
    (Tatraea dumbirensis (Vel. 1934) Svrcek 1993


    Die Art scheint sich in naturbelassenen Wäldern mit reichlich dickem Buchen-Totholz (=Substrat) wohl zu fühlen.

    Ist noch ein Mitte-Oktober-Mitbringsel aus dem Naturpark Hainich, wo ich die Art auch 2007 schon fand:
    http://www.pilzepilze.de/cgi-b…7.pl?noframes;read=129659
    Dort scheint sie nicht selten zu sein.

    Für meine Verhältnisse ein stattlicher Geselle, denn große Becher erreichten fast 1 cm im Durchmesser.


    Mikros:
    Extravagante Sporen




    VG Ingo W

    Hallo Lothar!

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    Da ging es darum, ob die Pigmente inkrustiert sind. Ich habe kein Problem, keine Inkrustierung zu finden Toungue. Aber das hilft mir nicht weiter. Ich müsste erst mal eine Inkrustierung erkannt haben.


    Vielleicht solltest du dich von vorn nach hinten arbeiten und nicht am Ende anfangen wollen.
    So in Kurzfassung kannst du das mit den Mikromerkmalen auf der Noordeloos-Seite anschauen (vorrausgesetzt, du drückst im oben gegebenen Link auf "Rötling").


    VG Ingo W

    Hallo Mario!

    Zitat


    Ja ich weiß, jetz heißt es wieder "ah jetzt auf einmal doch mmh!"


    Ich glaub ´, ich bin zu durchschaubar, aber das klingt eben tatsächlich so beeinflusst......
    Über den Geruch sollte man sich am besten gleich beim Auffinden oder wenigstens noch am gleichen Tag ein Bild machen, zumindest, was den Frische-/Verletzungsgeruch betrifft.


    Wir sollten mal ein Geruchs-Telefon einrichten mit Übermittlung der Moleküle, damit ich nicht immer so skeptisch bei den gemachten Angaben bin. ;)


    Sollte der Mehlgeruch jedoch echt vorhanden sein: also bei Clitocybe engt das die Arten schon ein, eigentlich kenne ich in Verbindung mit den Braunfarben nur Cl. ditopa (Kleinsporiger Mehltrichterling), allerdings beschäftige ich mich kaum mit der Gattung.
    Schade eigentlich, dass auch kaum andere Pilzler die Gattung schätzen. Interessant ist diese auf jeden Fall.


    Zur Frage der Gerieftheit: das müsste man wohl mit "feucht mitunter durchscheinend gerieft" beschreiben oder so ähnlich.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Ok, deine Standortangabe passt natürlich wunderbar zum Gabeltrichterling und meine Vermutung wird dadurch völlig unplausibel.
    Ich lege mal die Karten auf den Tisch, nur, um zu zeigen, dass es auch ähnliche Trichterlinge gibt. An Reisighaufen im Nadelwald wächst z.B. Clitocybe ditopa, der Mehl-Trichterling, welcher aber auffällig nach Mehl riecht:
    http://mushroomhobby.com/Galle…ocybe/Clitocybe%20ditopa/


    Insofern ist zumindest meine Vermutung gestorben, was aber aus meiner Sicht nicht ausschließt, dass es bei den vielen Trichterlingen vielleicht noch ein paar zu deinem Fund ähnliche gibt.
    Nach wie vor gefällt mir am meisten nicht, dass die Lamellen so weit am Stiel herablaufen, beinahe auslaufen, also immer dünner werden, und nicht abrupt in einer deutlichen Zone enden.
    Da kann man ganz viele Bilder im Netz anschauen (hier mit weiß marmorierten Stielen):
    http://enciclopedia.funghiitaliani.it/termine.php?show=3025


    Also, meine Bedenken bleiben trotz fehlender Alternativen.


    VG Ingo W


    Edit:

    Zitat


    Am standort gabs Brenessen und Brommberen.....


    Aber ohne Fichtenstreu oder Fichten in unmittelbarer Nähe?

    Hallo Mario!


    Also, die weißen Ritterlinge machen mich selbst verrückt und ich habe keinen Durchblick mehr.

    Zitat


    ....der Schnuffer Test erinnert mich an Humus oder Erde oder so.


    Echt? Nichts weiter? Auch angekratzt? Gibt ´s ja beinahe gar nicht!


    Gerade bei solchen Kollektionen empfiehlt es sich, mal junge frische und ältere Fruchtkörper anzuriechen, dann wird einem das Übel der Literatur-Beschreibungen etwas bewusster.


    Bei deinem Trichterling würde ich sogar was drauf setzen, dass es nicht der Kaffebraune Gabeltrichterling (Pseudoclitocybe cyathiformis) ist (beim Gezeigten Hutform zu flatterig, Lamellen eine Spur zu deutlich herablaufend, kein "marmorierter" Stiel, weißes Basismyzel viel zu hochgezogen).

    Ich hätte da eine ganz andere Art im Auge, aber 1. passt deine Geruchsangabe nicht dazu (so gern würde ich das mal "nachriechen" wollen) und 2. fehlt wieder der Fundort/Habitat/Substrat.
    Ich würde dir aber beinahe jetzt schon prophezeien wollen, dass deine Kollektion hexenringmäßig gewachsen ist.


    VG Ingo W