Hallo Lothar!
Möchte dich auch gleich mal etwas instruieren, denn schließlich möchte ich schon die 10 Chips von Gerd einfahren.
Also Geruch ist subjektiv, anfechtbar und was für nebenher.
Schadet aber sicher nicht, wenn du auch mal dran riechst, zur Klärung wird es jedoch nicht reichen.
Wir müssen uns ja etwas Zeit nehmen, weil der einzige Fruchtkörper, den Gerd akzeptiert, den richtigen Beweis für "Hüh oder Hott" (noch) nicht gut bringt.
Pablo und ich brauchen also etwas, das Gerd überzeugt von unserer Theorie. Wobei es ja bei Pablo reicht, wenn der anvisierte Fruchtkörper älter nicht die Farbe des Fomitopsis annimmt.
Ich aber brauche (um zu gewinnen) den Beweis für Tr. gibbosa (= Buckel-Tramete):
Also, sieh mal auf den braunen Nachbarfruchtkörper (Bild 1). Wenn du genau hinschaust, siehst du eine Eigenart von gibbosa-Fruchtkörpern auf waagerechtem Substrat, nämlich die gelegentliche Porenbildung auf dem Fruchtkörper.
Ich schrieb es ja schon manchmal, das machen wirklich nur die wenigsten Porlinge, aber Tr. gibbosa besonders gern.
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/29079374
Nun wäre allein das wohl auch noch nicht der zündende und unanfechtbare Beweis (obwohl ich ähnliches von Fomitopsis nie sah), sondern du musst mir noch weiterhelfen und besonders auf die typischen länglichen gibbosa-Poren achten.
Auf dem von Gerd nichtakzeptierten Fruchtkörper sind sie (leider recht undeutlich) schon zu sehen:

Als 2. brauchen wir ein scharfes Bild der samtigen Hutoberfläche, denn im Gegensatz zum Rotrandigen, sollte der bewettete Pilzfruchtkörper wenigstens zonenweise eine samtige Oberfläche haben.
Deswegen ist im Bild 3 rechts an den ältesten Fruchtkörperteilen auch das Grün der Algen:

Das setzt sich nämlich zuerst in diesem Samt fest:
http://moremoth.blogspot.de/2012/03/lumpy-bracket.html
Beim Rotrandigen habe ich das nie sehen können, der hat ja auch eine wachsig-harzige Oberflächenkruste, wenn älter. Da will nicht mal eine Alge drauf wachsen.
Also Kurzform:
Ich benötige von dir Bilder der
- länglichen Poren (eventuell auch auf Pilzfruchtkörper)
- etwas samtigen Hutoberfläche
Zeitrahmen? In ca. 1-2 Monaten.
VG Ingo W
P.S.: Besonders beachtenswert wäre eine sich bildende unterseitige Fruchtschicht, die nicht auf dem Substrat aufliegt.
Nach etwas vergangener Zeit hier vielleicht:
